Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.42 Milch, Harnverhalt und Syūmaraśmi

yad adya dugdhaṃ pṛthivīm asakta / yad oṣadhīr vyasarad yad āpaḥ | / vatse payo gavi payo yad asyām / asmāṃs tat sacatāṃ payaḥ ||

Was heute gemolken die Erde berührt hat, was durch die Pflanzen, was durch die Wasser [sich] verbreitet hat: die Milch im Kalb, die Milch in der Kuh, was hier an Milch ist – diese Milch soll uns folgen.

parā patanty āśavo / 'śvā adhodhuraṃ yathā | / evā mūtra pra bhidyasva / vi vaster āsyaṃ sṛja ||

Schnelle [Pferde] fliegen fort wie Rosse [mit] hängendem Joch. So, o Urin, brich hervor! Löse die Öffnung der Blase!

viṣitaṃ te vastibilam ity ekā ||

[Anfangsverweis:] „viṣitaṃ te vastibilam“ – ein Vers. [„Gelöst ist dir die Blasenöffnung …“]

asya pāre samudrasya / śukraṃ jyotir amartyam | / tan naḥ pātv aṃhasas / tan naḥ pātu viśvataḥ ||

Jenseits dieses Meeres ist ein helles, unsterbliches Licht. Das soll uns vor Bedrängnis schützen, das soll uns von allen Seiten schützen.

ā no medhā sumatir viśvarūpā / hiraṇyavarṇā jagatī jagamyāt | / sā no agne medhā / juṣatām iha pracetāḥ ||

Zu uns soll kommen die Einsicht, die gute Gesinnung, vielgestaltig, goldfarben, die weite [Gesinnung]. Diese Einsicht, o Agni, soll uns hier annehmen, o Allwissender.

niṣ krāmatv iṣiryo atra praviṣṭo / vayāṣṭhaś ca sayujā yāv iha staḥ | / sapta ṛṣīṇāṃ syūmaraśmiḥ pathaitu / svān mṛgān punar apy etu kṛṣṇaḥ ||

Hinausgehen soll der Wüterich (Iṣiri), der hier eingedrungen ist, und der Vayāṣṭha, die beiden Gefährten, die hier sind. Der Nähstrahl [Syūmaraśmi] der sieben Ṛṣis soll seinen Weg gehen; der Schwarze soll wieder zu den eigenen Wildtieren zurückkehren.

sapta ṛṣīn gaccha syūmaraśmaye / mṛgān kṛṣṇaḥ sacatāṃ vājo aśvam | / īḍo asmān suprajasaḥ suvīrān / saha yajñena payasā sacātai ||

Geh zu den sieben Ṛṣis, zu Syūmaraśmi; der Schwarze soll den Wildtieren folgen, das Kraftross dem Pferd. Der Preisenswerte [soll] uns – mit guter Nachkommenschaft, guten Helden – zusammen mit Opfer und Milch verbinden.

namo astv ṛṣaye syūmaraśmaye / namaḥ kṛṣṇāyota yo vājo asya | / namo devāyārvateṣu jiṣṇave / 'yaṃ no vājī pra tirāty āyuḥ ||

Verneigung dem Seher Syūmaraśmi; Verneigung dem Schwarzen und was seine Kraft ist; Verneigung dem Gott unter den Rossen, dem Siegreichen. Dieser unser Kraftvolle soll unser Leben verlängern.

ati yanty ahāny ati rātrīr aty uṣasaḥ | / āpo antardhāvarīs tābhir antar dadhe tvā ||

Es vergehen die Tage, die Nächte, die Morgenröten. Die Wasser, die inwendig laufen – mit ihnen verbinde ich dich innen.

yathā naidāghye māsi / bahvīḥ śuṣyanty oṣadhīḥ | / evā pra śuṣya mām anu / yac ca paśyāmi yac ca na ||

Wie im Monat der Sommerhitze viele Pflanzen verdorren, so trockne [du] aus [vor] mir, und [zwar] was ich sehe und was nicht.

pāṭā bibharty aṅkuśaṃ / hiraṇyavantam aṅkinam | / tenāham anyeṣāṃ striya Bhatt. striya (⟨ śriyaḥ) / ā lumpāmi mamed asan ||

Die Pāṭā-Pflanze trägt einen Haken, goldenen, mit Kennzeichen. Mit dem raube ich die Frauen [Glücksgüter, Frauen] anderer, [damit sie] mein werden.