Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.2 Opfer, Varuṇa und Indra, Sarasvatī

ayā viṣṭhā janayan karvarāṇi / sa hi ghṛṇir urur varāya gātuḥ | / sa praty ud aid varuṇo madhvo agraṃ / svāṃ yat tanūṃ tanvām airayata ||

Durch dies (?) erzeugend die Lobgesänge (karvarāṇi) [?], / er ist der Glühende, weit, ein Weg für den Erwählten; / Varuṇa stieg empor zur Spitze des Honigs, / als er seinen Leib durch den [eigenen] Leib in Bewegung setzte.

yajñena yajñam ayajanta devās / tāni dharmāṇi prathamāny āsan | / te ha nākaṃ mahimānaḥ sacante / yatra pūrve sādhyāḥ santi devāḥ ||

Mit dem Opfer opferten die Götter dem Opfer; / das waren die ersten Satzungen. / Diese Mächtigen gelangen zum Himmelsgewölbe, / wo die früheren Sādhyas, die Götter, sind.

yajño babhūva / sa ā babhūva / sa pṛthivyā adhipatir babhūva | / sa pra jajñe sa u vāvṛdhe punaḥ / so asmāsu draviṇam ā dadhātu ||

Das Opfer wurde; / es kam zum Sein; / es wurde Oberherr der Erde. / Es wurde geboren, und es wuchs wieder auf; / es möge uns Reichtum zufügen.

devā yad devān haviṣāyajant- -āyajanta / -āmartiyān manasāmartyena | / bravāma tatra parame vyoman / vadema tad uditau sūryasya ||

Wenn die Götter die Götter mit der Opfergabe verehrten, / die Unsterblichen mit unsterblichem Geist, / so wollen wir dort im höchsten Raum sprechen, / wollen [es] sagen beim Aufgang der Sonne.

mugdhā devā uta śunāyajant- -āyajanta / -ota gor aṅgair bahudhāyajanta | / ya imaṃ yajñaṃ manasānvavindat / pra ṇo vocat tam iheha bravāma ||

Betört verehrten die Götter, und sie verehrten (auch) mit dem Hund, / und mit den Gliedern der Kuh verehrten sie vielfältig. / Wer dieses Opfer mit dem Geist aufgefunden hat – / der möge es uns verkünden; ihn wollen wir hier (und) hier ansprechen.

yat puruṣeṇa haviṣā / devā yajñam atanvata | / kva svit tad adya no brūyād / yadi havyenejire ||

Als die Götter mit dem Menschen (puruṣa) als Opfergabe / das Opfer ausspannten (vollzogen) – / wo, wer möge uns heute das verkünden, / wenn sie mit der Opfergabe geopfert haben?

indraḥ sutrāmā svavām̐ avobhiḥ / sumṛḍīko bhavatu viśvavedāḥ | / bādhatāṃ dveṣo abhayaṃ kṛṇotu / suvīryasya patayaḥ syāma ||

Indra, der gute Beschützer, hilfreich mit seinen Hilfen, / möge gnädig sein, allwissend; / er soll den Hass zurückdrängen, Furchtlosigkeit schaffen; / möchten wir Herren guter Manneskraft sein.

sa sutrāmā svavām̐ indro asmad / ārāc cid dveṣaḥ sanutar yuyota | / tasya vayaṃ sumatau yajñiyasy- yajñiyasya / -āpi bhadre saumanase syāma ||

Dieser gute Beschützer Indra, der Hilfreiche, / möge den Hass, den geheimen, weit von uns wegtrennen. / In der Gunst dieses des Opferwürdigen, / in [seinem] guten Wohlwollen möchten wir sein.

yas te pṛthu stanayitnur ya ṛṣvo / yo daivaḥ ketur viśvam ābhūṣatīdam | / mṛḍayā no vidyutā deva sasyāya / mota vadhī raśmibhiḥ sūryasya ||

Dein weiter Donner, der hohe, / der göttliche Blitz-Zeichen (ketu), der dies All schmückt – / sei uns mit deinem Blitz gnädig, o Gott, für das Korn, / und erschlage uns nicht mit den Strahlen der Sonne.

yas te stanaḥ śasayur yo mayobhūr / yaḥ sumnayuḥ suhavo yaḥ sudakṣaḥ | / yena viśvā vanasi vāryāṇi / sarasvatī tam iha dhātave kaḥ ||

Deine Brust, die strotzende, die Wohltat bringt, / die Gunst schenkt, gut anrufbar und gut kundig ist, / mit der du alle begehrenswerten Güter gewinnst – / Sarasvatī, mache diese hier zum Trinken bereit.