Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.32 Für die Herde; gegen Geschwüre; Maruts, Indra, Agni

prajāvatīḥ sūyavase riśantīr / mā vo vidyut taran mota senā | / suge tīrthe suprapāṇe pibantīḥ / parivṛjya vadhaṃ gohanaṃ carantu ||

Nachkommen habende, auf gutem Weidegrund rupfende, / euch soll nicht der Blitz treffen und nicht das Geschoss; / an guter Furt, an guter Tränke trinkend, / sollen sie, den Schlag, die Kuhtötung meidend, umherziehen.

padajñā sta ramatayaḥ / saṃhitā viśvarūpā / upa no devīr / devebhir eta | / imaṃ goṣṭham idaṃ sado / ghṛtenā naḥ sam ukṣata ||

Fußkundig seid ihr, Erfreuende (?), / vereint, allgestaltig; / kommt zu uns, ihr Göttinnen, / mit den Göttern; / diesen Stall, diesen Sitz / besprengt uns mit Schmalz.

yā graivyā apacito / atho yā upapakṣiyāḥ | / vijāman yā apacitaḥ svayaṃsrasas / tā ito nāśayāmasi ||

Die Halsgeschwüre (Apacit), / und die an den Seiten, / die im Vijāman (?), die Apacit, die von selbst aufbrechenden: / diese lassen wir von hier verschwinden.

sāṃtapanā idaṃ havir / marutas taj jujuṣṭana | / yuṣmākotī riśādasaḥ ||

Ihr Sāṃtapanas, diese Opfergabe / genießt, ihr Maruts; / euer Beistand [ist] feindeverzehrend.

yo no marto maruto durhaṇāyus / tiraś cittāni vasavo jighāṃsāt | / tasmin tān pāśān prati muñcatā yūyaṃ / tapiṣṭhena tapasā hantanā tam ||

Der Sterbliche, der uns, ihr Maruts, mit bösem Sinn, / entgegen unseren Absichten, ihr Vasus, töten will: / gegen ihn wendet diese Fesseln an, / mit brennendster Glut erschlagt ihn.

saṃvatsarīṇā marutaḥ svarkā / urukṣayāḥ sagaṇā mānuṣebhyaḥ | / te asmat pāśān pra muñcantu sarvān / sāṃtapanā matsarā mādayiṣṇavaḥ ||

Jahresgemäße Maruts, mit schönem Lied, / weitwohnend, mit ihren Scharen, den Menschen [hold]: / sie sollen uns alle Fesseln lösen, / die Sāṃtapanas, die Freudigen, Berauschenden.

dhṛṣat piba kalaśe somam indra / vṛtrahā śūra samare vasūnām | / mādhyaṃdine savana ā juṣasva / rayiṣṭhāno rayim asmāsu dhehi ||

Kühn trink, Indra, im Kessel den Soma, / Vṛtra-Töter, Held, im Wettkampf um die Güter; / beim Mittagspressen genieße; / du Reichtumsstellender, setze Reichtum in uns.

yunajmi tvā brahmaṇā daivyen- daivyena / -āsmai kṣatrāṇi dhārayantam agne | / didiḍḍhy asmabhyaṃ draviṇeha bhadrā / premaṃ voco havirdāṃ devatāsu ||

Ich schirre dich an mit göttlichem Brahman, / [der du] ihm Herrschaft trägst, Agni; / leuchte uns hier mit guten Gütern; / nenne diesen Opfergabenspender unter den Göttern.

vi te muñcāmi raśanāṃ / vi yoktraṃ vi niyojanam | / ihaiva tvam ajasra edhy agne ||

Ich löse dein Geschirr, / löse das Joch, löse das Anschirren; / hier eben sollst du, unermüdlich, sein, Agni.

prajāpate na hi tvad anyo / viśvā rūpāṇi mahinā jajāna | / yatkāmās te juhumas tan no astu / vayaṃ syāma patayo rayīṇām ||

Prajāpati, denn kein anderer als du / hat alle diese Gestalten in [seiner] Größe hervorgebracht; / wessen wir begehren, wenn wir dir opfern: das soll uns [werden]; / wir möchten Herren über Reichtümer sein.