Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 20

Hymne 20.33 Neumond, Agni, Varuṇa und Rudra; Schlangengift

yat te devā akṛṇvan bhāgadheyam / amāvāsye saṃvasanto mahitvā | / semaṃ yajñaṃ pipṛhi viśvavāre / rayiṃ no dhehi subhage suvīram ||

Was dir die Götter zum Anteil machten / am Neumond, als sie in Größe zusammenwohnten: / diese Opferfeier erfülle, Allbegehrte, / gib uns Reichtum, Glückliche, mit guten Männern.

ghṛtaṃ te agne divye sadhasthe / ghṛtena tvā manur adyā sam īdhe | / ghṛtaṃ te devā āpyā vahanti / ghṛtaṃ tubhyaṃ duhrate gāvo agre ||

Schmalz ist dein, Agni, im himmlischen Sitz; / mit Schmalz entzündet dich Manu heute; / Schmalz tragen dir die verwandten Götter, / Schmalz melken dir die Kühe zuerst.

mayy agre agniṃ gṛhṇāmi / saha kṣatreṇa varcasā balena | / mayi prajāṃ mayy āyur dadhāmi / svāhā mayy agniḥ ||

In mir nehme ich zuerst Agni an / mit Herrschaft, Glanz, Kraft; / in mich lege ich Nachkommen, in mich Leben; / Svāhā! In mir [sei] Agni.

apsu te rājan varuṇa / gṛho mito hiraṇyayaḥ | / tato dhṛtavrato rājā / sarvā dhāmāni no muceḥ ||

In den Wassern, König Varuṇa, / ist dein Haus gemessen, golden; / von dort, du Gebotehalter, König, / löse uns aus allen [deinen] Bereichen.

dhāmnodhāmno rājann / ito varuṇa no muceḥ ||

Aus jedem [deiner] Bereiche, König Varuṇa, / löse uns von hier.

yad āpo aghnyā iti / varuṇeti yad ūcima | / tato varuṇa no muceḥ ||

Dass wir gesagt haben ‚die Wasser [sind] unantastbar' / und ‚Varuṇa': / davon, Varuṇa, löse uns.

yo rudro agnau yo apsv antar / ya oṣadhīr vīrudha āviveśa | / ya imā viśvā bhuvanāni cākl̥pe / tasmai rudrāya namo astv adya ||

Rudra, der im Feuer, der im Wasser darin, / der in Pflanzen und Kräuter eingedrungen ist, / der diese ganzen Welten gestaltet hat: / diesem Rudra sei heute Verehrung.

apehy arir asy arir vā asi | / viṣe viṣam apṛkthā / ahim evābhy apehi taṃ jahi ||

Geh weg, du bist ein Feind, du bist wahrlich ein Feind; / in Gift hast du Gift gemischt; / eben zur Schlange geh hin, sie erschlage.

pṛtanājitaṃ sahamānam agnim / ugraṃ huvema paramāt sadhasthāt | / sa naḥ parṣad ati durgāṇi viśvahā / kṣāsad devo 'ti duritāny agniḥ ||

Den Kampfsieger, Bezwinger, Agni, / den Grimmigen rufen wir aus dem höchsten Sitz; / er soll uns über alle Schwierigkeiten hinüberbringen, alle Tage, / der Gott Agni soll die Übel [hinwegbrennen?] [?].

yady antarikṣe yadi vāta āsa / yadi vṛkṣeṣu yadi volapeṣu / yad aśravan paśava udyamānaṃ / tad brāhmaṇaṃ punar asmān upaitu ||

Ob im Luftraum, ob im Wind es war, / ob in den Bäumen, ob in den Gräsern, / was die Tiere gehört haben, als es ausgerufen wurde: / dieses Brahman soll wieder zu uns kommen.