Paṭala 44: atha jagackrātmakena sudarśanena bṛhaspataye svasvarūpa-pradarśanavarṇanaṃ nāma catuścatvāriṃśo'dhyāyaḥ
Die Beschreibung, wie Sudarśana, dessen Wesen das Weltenrad ist, Bṛhaspati seine eigene Gestalt zeigte (44. Kapitel)
Vollständig übersetzt. Fortsetzung der Jalandhara-Rahmenerzählung aus Kap.43: Bṛhaspati erbittet und erhält von Śaṅkara die Sudarśana-Wissenschaft, worauf ihm Sudarśana selbst erscheint, die vierfache vyūha-Hierarchie (2-/8-/16-/62-armig) sowie, auf Bitten, seine kosmische All-Gestalt (viśvarūpa) offenbart, und sich abschließend als die geheime kriyā-śakti Viṣṇus zu erkennen gibt. Quelle: Archive.org in.ernet.dli.2015.322565, Band 2. Die Viśvarūpa-Verse (36-40) und die ausgedehnte Hymne (42-51) sind im Quelltext stark OCR-beschädigt; entsprechend häufiger mit [?] markiert.
[Der von der Hymne erfreute Śaṅkara fragt nach dem Grund der Ankunft] Ahirbudhnya [sprach]: So, ihn wohlgesinnt anredend, sprach ich zu ihm dies: ,Was ist der Grund deiner Ankunft, sag es, Herr des Wortes.' [Bṛhaspati teilt Śaṅkara das Anliegen der Götter mit] So gefragt, verkündete er vollständig den Grund seines Kommens: ,Śambhu, Schatz des Mitleids, Gott – höre dies mit Ehrerbietung. In allen Welten, Allherr, ist dein Sinn voll Gnade; deswegen bin ich, um der Sache der dreiunddreißig Götter willen, zu dir Zuflucht genommen. Ein Dānava namens Jalandhara, von bösem Treiben, bedrängt unaufhörlich die Götter, mächtig, von Brahmā mit einem Segen beschenkt. Von Furcht vor ihm überwältigt, berieten sich alle Götter samt ihrem Herrn, alle zusammen, mit den Marut-Scharen: durch einen mächtigen Segen geschützt, im Kampf unbezwingbar, geht dieser Großdämon nicht zugrunde, außer durch den Großen Gott.' So beratend, sprach Śakra zu mir, dem vom Kampf Erschöpften [?]:
[?] ,samaradruhaḥ' am Versende ist unsicher gelesen; sinngemäß als Beiwort des sprechenden Śakra (,vom Kampf bedrängt/erschöpft') wiedergegeben.
'Ich sehe, außer dem dreiäugigen Herrn, kein anderes Mittel zur Vernichtung des Großdämons – geh zu Śiva als Zuflucht, und erbitte von dem den Pināka Tragenden eben diese Rettung der Götter-Sache.' So von Indra angewiesen, bin ich hierher zu dir gekommen; auf dass alle diese Götter, glücklich und unbehelligt, würden, Herr der Pārvatī – so möge es alsbald bewirkt werden.' [Śaṅkaras Gelübde, Jalandhara zu töten] So von ihm angesprochen, verfiel ich damals in tiefes Nachdenken, Weiser. Nachdem ich dies erwogen hatte, sprach ich zum Herrn des Wortes: ,Ich werde den grausamen, sündig handelnden Jalandhara erschlagen.'
[Die Erklärung, dass die Gnade Sudarśanas der Grund seiner Fähigkeit ist, den Dämon zu bezwingen] In Versenkung erblickte ich die vortreffliche Gestalt Sudarśanas, das Mantra, selbst höchster unter den Mantrakundigen, der Ursprung aller Mantras, der das eigene Ziel selbst erreicht, der Wohnsitz alles Guten, der Schrecken aller Übeltäter, kundig in allem Schutz, der Gewährer der vier Lebensziele, dem Schutz seiner eigenen Lehre zugetan, der Abwehrer fremder Lehre, aus dem Atharva[-Veda stammend], auch für die ,Sechsohrigen' durch die Sechsohrigen [nur mit Mühe] wahrnehmbar. Ich erblickte damals jenen unsichtbaren, schwer erblickbaren Lichtstrahl, während ich, das Mantra rezitierend, jenen im Rade befindlichen Sudarśana [anrief]. Von ihm selbst wurde zu mir gesprochen, und ich war erfreut über diese Erscheinung: ,Höchster Bewohner des Himmelsraums, Herr, dessen blaufarbiger Diener ich bin – ich werde heute deine Aufgabe zur Vernichtung des Feindes vollbringen, sobald du mich durch das Mantra anrufst.' So sprechend, ging jener Gott, die Sudarśana-Gestalt tragend, wieder fort. Eben dadurch werde ich jenen Übeltäter ohne Verzug entfernen.'
[?] Die Verse 12-17 sind im Quelltext stark beschädigt (u.a. ,ṣaṭkarṇaiḥ ṣaṭkarṇaiśculagocaraḥ', wörtl. etwa ,für die Sechsohrigen durch die Sechsohrigen nur mühsam wahrnehmbar' – eine unsichere Redewendung für außerordentliche Geheimhaltung); mehrere Wortformen nach wahrscheinlichem Sinn rekonstruiert, nicht wörtlich gesichert.
[Bṛhaspatis Bitte an Śaṅkara um Erlangung der Sudarśana-Wissenschaft] So angesprochen, überaus erfreut, sprach auch der Herr Bṛhaspati, sich verneigend, wiederum: ,Wenn du mir gnädig gesinnt bist, gib mir, Herr, die Sudarśana-Wissenschaft (vidyā).' [Śaṅkara lehrt sie ihm] Da überreichte ich jenem Großmütigen die Wissenschaft. [Bṛhaspati, kundig der Versmaße, vollzieht am Himālaya-Hang die Vorbereitungspraxis (purascaraṇa) dafür] Nachdem er sie erlangt hatte, überaus erfreut, begab sich der Herr zum Himālaya-Berg; dort rezitierte er dieses unübertreffliche Mantra. [Darauf die unmittelbare Erscheinung Sudarśanas vor ihm] Da erschien ihm, eine überaus wundervolle Gestalt tragend, der Herr, der Weltenherrscher Sudarśana, von sanfter Gestalt.
[Der über die wundervolle Gestalt erstaunte Bṛhaspati fragt nach dem Grund ihrer Zweiarmigkeit] Als er ihn sah, strahlend an Gestalt, heiter, von Safrans Glanz, zweiarmig, allen Wesen die höchste Gnade erweisend, Muschelhorn und Rad tragend, den Gott, mit himmlischen Girlanden geschmückt, in gelbe Seide gekleidet, durch seine beiden Augen erstrahlend, die Grundlage aller Kräfte und Waffen, den Bezwinger der Feinde – als er ihn sah, von Staunen ergriffen, fragte er, sich verneigend: ,Was bedeutet dies, Herr? In der Welt bist du als der Achtarmige bekannt – doch nun bist du in Menschengestalt vor mir erschienen.' [Der Herr Sudarśana antwortet ihm] ,Höre' – so ihn anredend, antwortete Sudarśana:
[Unter den unzähligen Sudarśana-Erscheinungsformen (vyūhas) der Vorrang der vier] ,Zu Tausenden gibt es meine vyūha-Formen, und auch in ihnen ist Glanz. Unter ihnen sind, vom Vorrang her, vier vyūhas die meinen, Herr des Wortes: [Ihre Aufzählung] Als ersten erkenne den Zweiarmigen, dann mich als eben den Achtarmigen; dann den Sechzehnhändigen, und dann mich als den Zweiundsechzigarmigen. [Dass die übrigen vyūhas der Gnade der Verehrer dienen] Die übrigen vyūhas sind zahlreich, sie erscheinen je nach dem Wunsch des Verehrers. [Dass diese vier vyūhas naturhaft, ewig und rein-sattvisch sind] Diese naturhafte Gestalt ist ewig, überaus rein-sattvisch, frei von Abnahme, Vergehen u.a. Veränderungen, das höchste Licht. [Die Schlussfolgerung, dass die übrigen Formen der Gnade anderer Verehrer dienen] Die Feststellung ist: die anderen Formen dienen je anderen Zwecken der Gnade, entsprechend den jeweiligen Anlässen. [Die Darlegung der Existenz einer weiteren, überaus wunderbaren Gestalt seiner selbst] Und es gibt noch eine weitere, alldurchdringende Gestalt, von Göttern und Dämonen nie gesehen, unermesslich, außergewöhnlich, von sich aus dem gewöhnlichen Auge nicht zugänglich – wie der Gott Hṛṣīkeśa [Viṣṇu, ,Herr der Sinne'], so bin auch ich, Nārada.' [Bṛhaspatis Bitte, jene Gestalt zu sehen] Als der die Sudarśana-Gestalt tragende Gott so gesprochen hatte, sprach der Herr des Wortes, der Beste der Redner, sich verneigend, zu ihm: ,Jene deine alldurchdringende Gestalt, die dem gewöhnlichen Auge nicht zugänglich, unermesslich ist – ich erblicke sie mit dem Blick des Yoga; zeige sie mir jetzt.'
[Anm.: Die Anrede ,Nārada' innerhalb Sudarśanas Rede an Bṛhaspati ist auffällig – vermutlich ein Rückfall der Quelle in die äußere Rahmenerzählerebene (Ahirbudhnya spricht zu Nārada) mitten im Binnendialog, oder ein Kopistenfehler; im Kontext eindeutig an Bṛhaspati gerichtet.
[Der erfreute Herr zeigt Bṛhaspati seine eigene Gestalt, deren Wesen das Weltenrad ist] Auch der Herr, die All-Seele, zeigte dem im Yoga versunkenen Lehrer seine eigene, gewaltige Gestalt, Nārada. Voll Staunen betrachtete jener den vor ihm stehenden Gott. [Die Beschreibung jener Gestalt] Den überaus furchtbaren Leib, der das Innere des Alls umfasste, die nie zuvor gesehene Gestalt, jenseits der gewöhnlichen Sinnesorgane, leuchtend mit aufflammenden Strahlenspitzen, mit einem über tausend reichenden wunderbaren Radnetz geschmückt; an dessen Füßen ein leuchtender Kranz herabhing, stehend auf sich selbst gegründet, geschmückt mit einer hoch aufragenden Krone, deren Glanz dem des am Weltenende lodernden Feuernetzes glich; mit rotgoldenen, wie im Wirbel eines großen Ozeans kreisenden, furchterregenden Augen, von den Götterscharen verehrt, mit Blicken, die reine, ferne Gegenden durchschauten, die Welt verschlingend, mit furchtbar gerunzelter Braue; die Brust geschmückt mit dem diamantfunkelnden Lotos-Fußabdruck Viṣṇus, umgeben von einem Kranz von Sternen, mit aufsteigenden, lodernden Lichtgirlanden, ein gewaltig flammendes Feuer tragend; von der Wesensart des Lichts, mit funkensprühendem Glanz, wie Sonne, Mond und Feuer am Weltenende zugleich; mit dem eigenen Leib den gesamten Zwischenraum der Himmelsrichtungen, den unversehrten Luftraum und die Erdenfläche erfüllend.
[?] Die Verse 36-40, in komplexem Versmaß und stark OCR-beschädigt (zahlreiche Kompositum-Fehllesungen), sind nach wahrscheinlichem Sinn übersetzt, nicht wortgetreu gesichert; das Motiv der kosmischen All-Gestalt (viśvarūpa) folgt erkennbar dem klassischen Muster (vgl. Bhagavadgītā 11).
[adṛṣṭapūrvarūpadarśanādbṛhaspatermohābhigamaḥ] prekṣaṇakṣaṇatkāritanūpurādi-vibhūṣaṇārāvavikīrṇaviśvam| adṛṣṭapūrvaṃ paramaprameyaṃ nirīkṣya suhṛdādidevam||40|| [labdhasaṃjñena tena sudarśanastutiḥ] tataḥ sa saṃjñāṃ pratilabhya icchā-tuṣṭāva devaṃ dhiṣaṇo mahātmā||41|| oṃ| namo namaste bhagavannajayya sudarśana jñānamayasvarūpa| sadā sphuṭaujo mahāśakte dhṛtāvirasthāvarajaṃgamāya||42|| tvāryavīryāya ca bhūridhāmne samastakalyāṇaguṇārṇavāya| viśuddhatejomayamūrtaye te namo namaścakravapurdharāya||43|| namo jayāyātulavikramāya samādhitattrāṇanadīkṣitāya| sahasracakrāya sahasranābhne namaḥ sahasrāravapurdharāya||44|| jagajjanisthitiharaṇaikahetave bhavārṇavottaraṇasunāvikāya te| marudgaṇapratibhaṭadaityadānava-pramāthine nibhṛtasutejase namaḥ||45|| madhuripumanaso yathā yathā prathamata eva manīṣitaṃ vibho| tava padasarasīruhaṃ tato jagati karoti manīṣitaṃ tathā||46|| śaktiṣvastāśeṣābhitajanamahāpāpanicayapravāhāgādhābdhiṣṭhavacaraṇapadmayuga| tvadīyārcivārāṃnidhikaṇakṛtātmāṃgadinaṃgacchaśāṃkavāheśastutaparamadhāmne nama idam||47|| jagatkālasaṃvartacakrātmane te caturvaktramukhyāmaraisteyyāya nityam| namo nityagoviṃdasevārasāsvādānaṃdasaṃdohapraṇodātmane stāt||48|| sakalasurāśramamukhyasatatasmaraṇaikajaniprakṛtimahāpadānnikaraśrutiṣaṣṭamanaḥ| sakalasurāsureśamaṇimaulimarīcivṛṣṭaghaṭitapadāraviṃdayugalāya namo bhavate||49|| kalāmudbhūtenāḍikādyupādhikālahīna te| namaḥ kṣayadvijanmanāśavarjitātmamūrtaye||50|| vaṃde vareṇyamapi vāgmanasātibhūmimaspṛhaṇīyaguṇamāśritavatsalaṃ tam| akṣīṇapuṇyajanalabhyamaśeṣavaṃdyaṃ vidyāmayaṃ paramabhautikadivyadeham||51|| [tadrūpopasaṃharaṇaprārthanā] tvāṃ tattvato na vidurīśa jagatyamuṣminmartyeṣu naiva vibudheṣu na cāpareṣu| vedāḥ paraṃ vidurato'pyupasaṃharādya rūpaṃ bhayāvahamadṛṣṭacaraṃ prasīda||52||
[Beim Anblick der nie zuvor gesehenen Gestalt gerät Bṛhaspati in Verwirrung] Beim bloßen Blick, durch das Klirren der Fußspangen und anderer Schmuckstücke das All durchdringend, [beim Anblick] dieser nie zuvor gesehenen, höchst unermesslichen Gestalt, betrachtete er den Gott seines Herzens. [Nachdem er wieder zu sich gekommen war, sein Lobpreis Sudarśanas] Dann, wieder zur Besinnung gekommen, pries der großmütige Dhiṣaṇa [Bṛhaspati] den Gott nach Wunsch: ,Oṃ. Verehrung, Verehrung dir, unbesiegbarer Herr Sudarśana, dessen Wesen aus Wissen besteht, stets von klarem Glanz, große Kraft, der du das Unbewegliche und Bewegliche trägst! Dir von arischer Tapferkeit, von reichem Glanz, Ozean aller heilvollen Eigenschaften, von reiner, glanzerfüllter Gestalt – Verehrung, Verehrung dir, der du die Cakra-Gestalt trägst! Verehrung dem Sieg, dem unvergleichlichen Heldentum, dem in der Versenkung Schutz-Gewährenden, dem Tausendrädrigen, Tausendnabigen – Verehrung dir, der du die Tausendspeichen-Gestalt trägst! Dir, der du die alleinige Ursache von Entstehung, Bestand und Vergehen der Welt bist, dem guten Steuermann über den Ozean des Daseins, dem Vernichter der den Marut-Scharen feindlichen Daityas und Dānavas, dem von verhaltener großer Glut – Verehrung! Wie es von Anfang an der Wunsch des Feindes Madhus [Viṣṇu] war, Herr, so bewirkt dein Lotosfuß danach in der Welt ebendiesen Wunsch. Dir, dessen beide Lotosfüße auf dem unergründlichen Ozean des herabströmenden großen Sündenhaufens der von deinen Kräften bezwungenen Bedrängten stehen, dem, dessen Leibesschmuck aus den Tröpfchen des Ozeans deines Lichtstrahlenwassers gefertigt ist, dem von Śiva, dem Mond-Wagen-Herrn, gepriesenen höchsten Glanz – diese Verehrung! Dir, dessen Wesen das Zeit-Zerstörungsrad der Welt ist, dem von den vier Gesichtern Brahmās und den vornehmsten Unsterblichen ewig Gepriesenen – Verehrung, es sei dir, dessen Wesen das ewige Hervortreiben der Flut des Wonnegeschmacks im Dienst am ewigen Govinda ist! Dir, dem alleinigen Ursprungsgrund der beständigen, einzigen Erinnerung aller Götterversammlungen, dem von der Schar der großen Notlagen Bedrängten und den ihm zugewandten Weisheits-Hörenden, dem, dessen Fußlotos-Paar von dem Strahlenregen der Juwelenkronen aller Götter- und Dämonenherren berührt wird – Verehrung sei dir! Dir, der du frei bist von der durch Kala-Teilchen bedingten Zeit der Augenblicke usw., Verehrung dem Wesen, das frei ist von Geburt, Vergehen und Zerstörung! Ich verehre dich, den Erhabenen, der jenseits von Wort und Geist ist, dessen Eigenschaften unbegehrbar sind, der den ihm Ergebenen liebevoll zugetan ist, den nur Menschen mit unerschöpftem Verdienst erlangen, den von allen zu Verehrenden, dessen Wesen aus Wissen besteht, dessen Leib die höchste, jenseits der Elemente stehende göttliche Gestalt ist.' [Die Bitte, jene Gestalt zurückzunehmen] ,Dich kennt der Wahrheit nach niemand, Herr, weder in dieser Welt unter den Sterblichen, noch unter den Weisen, noch sonst irgendwo; selbst die Veden kennen nur das Höhere von dir. Darum ziehe heute diese furchterregende, nie zuvor gesehene Gestalt zurück – sei gnädig.'
[?] Die ausgedehnte Hymne (V.42-51) ist in komplexen Versmaßen mit zahlreichen, teils unauflösbaren Sandhi-Kompositionen überliefert und im Quelltext stark beschädigt; die Übersetzung gibt den wahrscheinlichen Sinngehalt wieder, ohne für jede Einzelform völlige Sicherheit beanspruchen zu können.
[Darauf verkündet Sudarśana, zur achtarmigen Gestalt zurückgekehrt, Bṛhaspati die überaus geheime Natur seines eigenen Wesens] So von jenem Lehrer angesprochen, erschien der Herr, der die Cakra-Gestalt trägt, nun als Achtarmiger vor ihm. Heiteren Antlitzes, glanzvoll, sprach er dann zum Lehrer: ,Soeben wurde dir diese, von Göttern und Dämonen nie gesehene Gestalt gezeigt. Dich und mich kennt niemand außer dem Gott Janārdana [Viṣṇu]. [Die Darlegung, dass er selbst das Wesen der göttlichen Kraft ist] Dies ist geheim: ich bin die Handlungskraft (kriyā-śakti) des Gottes, des Bogenträgers [Śārṅgin, Viṣṇu]. Daher wird all sein Wirken, Weiser, allein von mir vollbracht – die gesamte Entstehung der Welt und alles Übrige.' So sprechend, verschwand er. So im ehrwürdigen Pāñcarātra, im Tantra-Geheimnis, in der Ahirbudhnya-Saṃhitā, das Kapitel betitelt ,Die Beschreibung, wie Sudarśana, dessen Wesen das Weltenrad ist, Bṛhaspati seine eigene Gestalt zeigte' – das vierundvierzigste Kapitel. Om. (Von Anfang an Verse: 2772)