Paṭala 59: atha puruṣasūkta-śrīsūkta-varāhamantrārthanirūpaṇaṃ nāma ekonaṣaṣṭitamo 'dhyāyaḥ
Neunundfünfzigstes Kapitel: Darlegung der Mantras des Puruṣa-Sūkta, des Śrī-Sūkta und des Varāha-Mantras; Zusammenfassung des Lehrwerks
Quelle: Ahirbudhnya-Saṃhitā, Bd. 2 (archive.org in.ernet.dli.2015.322565), OCR ca. S. 626–638, Devanāgarī-OCR, stark verrauscht; sa-Feld in IAST rekonstruiert, unsichere Stellen mit [?]. Nach den Hotṛ-Sprüchen (Kap. 58) werden die übrigen im Brahmacakra (Kap. 23) verwendeten Mantra-Gruppen kurz gedeutet: die Saṃbhāra-, Devapatnī-, Dakṣiṇā-, Hṛdaya-, Rudra- und Brahma-Sprüche werden nur genannt; das Puruṣa-Sūkta wird auf die vier Vyūhas verteilt (Ṛk 1 = Vāsudeva, Ṛk 2 = Saṅkarṣaṇa, Ṛk 3 = Pradyumna, Ṛk 4 = Aniruddha); das Śrī-Sūkta wird knapp als Śakti-Hymne (Lakṣmī) und Partner des Puruṣa-Sūkta erwähnt; das Varāha-Mantra wird auf den Ebenavatāra bezogen (Nacht = Kreislauf, „bester Tag“ = Erlösung). Die zweite Kapitelhälfte fasst die gesamte Saṃhitā zusammen (Sudarśana als höchste Tatkraft Viṣṇus, Themenübersicht) und benennt, wem sie gegeben werden darf und wem nicht. Die in Klammern gesetzten Zwischenüberschriften stammen von den Herausgebern der Adyar-Ausgabe.
Ahirbudhnya sprach: „Saṃbhāras“ [Zusammentragungen], „Devapatnīs“ [Göttergattinnen], „Dakṣiṇā“ [Opferlohn], „Hṛdayas“ [Herzen], „Rudras“ und „Brahmāṇi“ [die Brahman-Hymnen] – dies wird [nur] durch das bloße Aufsagen [nigada] erklärt [nicht hier ausführlich]. Das Puruṣa-Sūkta ist einst aus dem Höchsten Puruṣa hervorgegangen, und zum Wohl der Welt das Śrī-Sūkta, aus Lakṣmī hervorgegangen. Dieses „Pauruṣa-Sūkta“ wird in verschiedenen Fassungen überliefert; die einen [zählen] vier, andere fünf, sechs, sieben Ṛks, wieder andere sechzehn oder achtzehn Ṛks; je nach Schule [śākhā] wird das Puruṣa-Sūkta unterschiedlich gelesen. Es lehrt das „menschliche Opfer“ (puruṣa-yajña), die Ursache des Entstehens der ganzen Welt, den Geber von Himmel und Erlösung.
Mit den ersten vier Ṛks wird die vierfache Wesenheit (cāturātmya) unterschieden. Die erste [Ṛk: „sahasraśīrṣā puruṣaḥ sahasrākṣaḥ sahasrapāt“] handelt vom ersten Vyūha, Vāsudeva: der Höchste, Lotosäugige, das ewige Höchste Selbst und jene Lakṣmī, Schoß der Welten, seine Wesenseigenschaft-Trägerin – der Ehrwürdige Vāsudeva, der Erste. „Sahasra“ [tausend]: Śrī, die höchste Kraft, die ihm als Gefährtin verbunden ist, die die sechs Vorzüge [ṣāḍguṇya] vollständig als Körper hat; er, der ewig unabhängig und zugleich Zuflucht von allem ist – so wird der Ehrwürdige „sahasraśīrṣa“ [tausendköpfig] gepriesen. „Puruṣa“: wegen der Fülle (pūrṇatva), von pṛ [füllen]; „akṣa“ [Auge]: von √aś [durchdringen] oder [?]: der „Akṣa“ [d.h. Puruṣa als Seele] ist der, der die Prakṛti als Allmächtiger umgibt; „pād“ [Fuß] ist Prakṛti, die Genießbare, die ständig sich Wandelnde [von dhyā, Wandlung [?]]. Die Kraft, die sich unter den sechs Eigenschaften befindet, wird „sahasra“ genannt; Pradhāna und Puruṣa, beide ewig, wurden in der Schöpfung von ihr gemacht; und wieder … die beiden werden „sahasrāvat“ [mit Tausend versehen] genannt. „Tausendköpfig-tausendäugig-tausendfüßig“: die Nichtoffenbarte (avyakta) Seele, Puruṣa. „Er hat die Erde ringsum bedeckt“ [„sa bhūmiṃ viśvato vṛtvā“] wird dadurch erklärt: darüber hinaus hat er die Welt gemacht – „Sein“ des Selbst in vielerlei Wesenheit; beim Ergebnis (kārya) hat die Ursache (kāraṇa) ein Maß (iyattā): wie Milch bei der Entstehung von Dickmilch; beim Ergebnis besteht [ein Maß], aber nie ist die Begrenzung des Ergebnisses in der Ursache – wie in einem Tonklumpen, der [noch] ohne die Form [des Kruges] ist. So gibt es bei der Schöpfung des Ehrwürdigen und bei der Auflösung keine Begrenztheit durch das Ergebnis: darum wird „bhūmi“ [Erde, Weite] gesagt. „Die von Gott durchbrochenen (vyājita)“, „aus Reinem und Unreinem bestehenden“: „Bhūmi“ heißt der Stoff (upādāna) der Welt: „Bhūmi-Śakti“. Wer, die Scheidung von Rein und Unrein (Zeit, Puruṣa und Prakṛti) ordnend, die Erde ringsum bedeckt und mit seinem eigenen Glanz stützt: er hat in der Gestalt seines Entschlusses [saṅkalpa] die Linien von Entstehen und Vergehen überstiegen (atyatiṣṭhat) und steht noch um zehn Finger [darüber]. „Zehn Finger“: durch die zehn Finger wird die Wonne der Ursache gelehrt.
[?] V.10–13: die Wortdeutungen von „puruṣa“, „akṣa“, „pād“, „sahasra“ sind im OCR verderbt (V.10b „aśnoter athavā 'śrāntarakṣo 'jer“, V.13 „tām evāpi … bhitāvante“); Übersetzung gibt Sinn nur ungefähr. V.15–16: das Gleichnis „Milch–Dickmilch / Ton–Krug“ zeigt, dass die Ursache im Ergebnis „begrenzt“ ist, nicht umgekehrt. Fußnote der Ausgabe: die Zeilen 12/13 sind in allen Handschriften vertauscht überliefert. Vers 3–4 (Ṛk-Zählungen) gegen die Ausgabe: „vier, fünf, sechs, sieben, sechzehn, achtzehn“ nach OCR.
Nun wird der Zustand des Saṅkarṣaṇa, die Ursache der Welt, erklärt: Diese sichtbare Welt, die aus Vergangenem und Künftigem besteht – diese war im Anfang, als [er] schaffen wollte, ja eben der Puruṣa. [Denn] der Puruṣa „pulsiert“ (syandati) offenbar durch das rechte Verbinden mit [ihrem] Wissen [?]; daher wird Saṅkarṣaṇa „puruṣa“ genannt. Im zweiten Halbvers: [wie] die Welt, die aus Seelischem und Unseelischem besteht, tragend, geht Saṅkarṣaṇa auf; so wird er wieder [als der zweite] genannt: „Utāmṛtatvasyeśānaḥ“ [„und Herr der Unsterblichkeit“]: dazu wird gesagt: „durch die Nahrung“, [d.h.] das zu Genießende, das aus Prakṛti und Prakṛti-Entwicklung besteht, vom Zeitfluss verbunden, in vielerlei Gestalt-Formung; [wenn] die Seele als geistiger Anteil zum ungeistigen Anteil [„aufsteigt“, d.h. an ihm haftet] [?] … und dann durch die Verbindung mit guten Eigenschaften die vielfältigen Fesseln zerstört sind: das „Unverbundensein“ [?], die Selbstoffenbarung, die „Erlösung“ heißt – deren Herr ist der Gott Saṅkarṣaṇa, weil er die Erkenntnis lehrt.
[?] V.24 („tirukālakavad viśvaṃ“) stark verderbt, Anfang der Zeile ergänzt [ … ]. V.26–28 sind im OCR nur bruchstückhaft; die Ausgabe merkt an, dass die Zeilen in allen Handschriften so überliefert sind (Sinn ungewiss). V.28 „apṛthaktvam“ (OCR „apratatvam“) unsicher.
Aus dem Wunsch, die vom Feuer des Kreislaufs versengten Seelen zu heben, wird Viṣṇu durch die dritte [Ṛk: „etāvān asya mahimā ato jyāyāṃś ca pūruṣaḥ“] genannt: „So groß ist die Macht dieses Viṣṇu in Gestalt des Saṅkarṣaṇa, dass er die Welt [als] das erste Aufblühen [samunmīlana] getragen hat; und der Puruṣa ist noch größer (jyāyān)“ – nämlich Pradyumna, weil er [sich] hilfreich [erweist]: „puru“ [viel]: Prakṛti und Puruṣa-Gestalt, den Puruṣa schafft er; wegen seiner Bemühungen zum Nutzen der Welt wird seine Größe gepriesen.
Die vierte Ṛk: „tripād ūrdhva ud ait puruṣaḥ“ [„Dreiviertel stieg der Puruṣa empor“]: der Gott von unermesslicher Tatkraft wird [als] Aniruddha dargelegt. „Puruṣa“: er „sitzt“ (sīdati) vorher (purā) [bei] den Werken, alle Wesen zum Handeln bringend; er, durch Handeln verehrt, verleiht (sanoti) den Puruṣas [Seelen] die Früchte; darum wird Aniruddha „puruṣa“ genannt [?]. „Pāda“ [„ein Viertel von ihm“]: nur ein Anteil ist hier das, was aus Belebtem und Unbelebtem besteht; die Durchdringung als Innerer Lenker (antaryāmin), nach dem Wunsch, jenes jeweils zu lenken. Das zeigt [die folgende Ṛk] „tato viṣvaṅ vy akrāmat“ [„von dort schritt er nach allen Seiten aus“]: nach allen Seiten geworden trat er hier ein; „sāśana“ und „anaśana“ [Essend und Nicht-Essend] sind die beiden: Belebtes und Unbelebtes; daher ist „Virāj“ [die Herrscherin?] genannt, die als „Virāj“ bezeichnete Höchste [?]; „Hiraṇyagarbha“, die Seele des Alls, wird hier als „Puruṣa“ bezeichnet. Das Übrige [die restlichen 14 Ṛks] ist in der Welt (lokataḥ) bekannt: so ist dieses Sūkta beschaffen.
[?] V.29 („[ … ]ṇādayo viṣṇur ucyate“) verderbt; V.35 („puri san sann … purād ūrdhvam ud …“) stark verderbt; V.38 „virāḍ yā parāhvayā“ unsicher. Die Auslegung der vier Ṛks des Puruṣa-Sūkta auf die vier Vyūhas (Vāsudeva, Saṅkarṣaṇa, Pradyumna, Aniruddha) ist ein charakteristischer Zug des Pāñcarātra.
Nun das Śrī-Sūkta „hiraṇyavarṇāṃ hariṇīm …“ [Śrīsūkta]: wie könnte hier [in dieser Saṃhitā] seine ausführliche Darlegung stehen? Sie ist an anderer Stelle [in anderen Tantras] gegeben. „Varṇa“ [Farbe]: sie [die Lakṣmī] wählt (varayate) die Gestalt; „hita“ [wohltuend] und „ramaṇīya“ [reizvoll] ist ihre Farbe (varṇa): darum ist die Göttin „hiraṇyavarṇā“ [goldfarbig], die Śrī-Śakti, die höchste und [zugleich] niedere [?]. Dieses [Śrī-Sūkta] und das [Puruṣa-Sūkta] werden als „Paar“ (mithuna) [umschlossen?] bezeichnet; da sie am Anfang ineinander gemischt sind, erklären sie einander. Wer beherrscht ist, maßvoll isst, [ … ] und diese beiden Sūktas verehrt, gelangt zu jenem höchsten Ort Viṣṇus.
Der Mantra namens „Varāha“, „atyanuṣṭubh“ genannt [Versmaß über der Anuṣṭubh]: dessen gewöhnlichen (sāṃsargika) Zusammenhang kennst du aus [der Erfahrung der] Welt. Den Sinn jedes einzelnen Wortes vernimm nun von mir: Im [Anfangswort] „varāha“ zeigt sich seine ewige Gestalt: der Ehrwürdige in Gestalt des Ebers (varāha), bereit, die Erde emporzuheben; der Kreislauf (saṃsāra) heißt „Nacht“, die Erlösung wird als „bester Tag“ (vara-ahaḥ) gedacht; so wird „Varāha“ [als „bester Tag“] erklärt. Höherer Sinn: der Träger aller Welten und Beschützer zu allen Zeiten, der Träger der Einsichten, Waldbrand für Rakṣas und Daityas, der Läuternde der Welten, der Unermessliche, Ewige – das Höchste Selbst wurde Varāha; so ist er als der Höchste gepriesen. Diese Richtung ist gezeigt: an ihr kannst du die Bahn der [übrigen] Mantras insgesamt erkennen.
[?] V.40 „varṇo varam …“ verstümmelt; V.42 „parihitam“ unsicher. V.43 Halbzeile ausgefallen; die Ausgabe schlägt „niyatendriyasaṃyataḥ“ vor. Das Varāha-Mantra (nur als „Varāha“, „atyanuṣṭubh“ bezeichnet) wird nicht zitiert; es ist der Mantra des Varāha-Nyāsa aus dem Brahmacakra (Kap. 23) und im OCR nicht ausgeschrieben.
Blinzeln und Aufschlagen [des Auges], Bewegliches und Unbewegliches, Göttliches und Irdisches, Feines und Grobes, Kurzes und Langes, was immer auszudrücken ist – der Herr –, Wissen und Nichtwissen, Glück oder Unglück: was immer in solchen Gegensatzpaaren unterschieden wird, das erkenne, o Herr der Weisen, als die Entfaltung (unmeṣa) des Sudarśana.
Zusammenfassung des Lehrwerks: In Kürze ist der Ehrwürdige durch seine Wesensart, Eigenschaften und Machtfülle dargestellt; damit auch seine Śakti, die seine Wesenseigenschaft-Trägerin ist; deren kleine Entfaltung, die zu meditierende Gestalt, wurde genannt; deren Erscheinung aus Reinem und Unreinem, wurde der Wahrheit nach beschrieben; ebenso der höchste viṣṇuitische Entschluss (saṅkalpa), „Sudarśana“ genannt, in seiner Gestalt recht dargelegt [?]. Seine Durchdringung in Ort, Zeit usw. wurde damit beschrieben: Lebenshauch-Tätigkeit, Kraft, Glanz, Entschluss. „Sudarśana“ ist höchster Yoga, Lebenshauch, Viṣṇus Regsamkeit, ungehemmt, großer Yoga, Yoga-Selbst, Yoga-Gestalter: mit diesen und ähnlichen großen Wörtern, die in jeweilige Sinngebiete eindringen, wird die höchste Tatkraft Viṣṇus in Lehrbuch um Lehrbuch genannt; wie sie zur Ursache wird, wie sie zur Stütze wird, wie sie Erkenntnismittel wird, wie sie zum jeweiligen Gegenstand wird, wie sie durch Ordnungen zur Befähigung für den jeweiligen Zweck kommt; wie [der Herr] in seiner teillosen Gestalt göttlich [ist], wie die mittlere Gestalt beides ist [Yantra?], und die teilhafte [sakala] Gestalt, die strahlende [?]; die göttlichen Sudarśana-Vyūhas und die große Allgestalt [vaiśvarūpya]; Sieg auch des Königs, allgemein, und Sieg über Himmel und Erde; der ganze Yoga-Ritus und der Ritus des Nyāsa der Glieder; Beruhigung verschiedenerlei Übel und die Ordnung [dessen], was Gegenstand des Yoga ist; Wesen der Brahma-Geschosse usw. und der jeweiligen Mantra-Ritus; der große Weiheritus und der Ritus des Geschoss-Yoga; Fahnen usw., Mantra-Anwendungen, mitsamt Geschichten und Entscheidungen; die Entscheidungen über die göttlichen Mantras mit groben, feinen und höchsten Wesen: so sind dir die Inhalte vollständig gezeigt, o Herr der Weisen; behalte sie im Herzen und sei gesund, ohne Leid. Alle [diese] Kürzungen sind erläutert, in Nāradas Geist ruhend; und die göttliche Bahn des Sudarśana ist wie eine Amalaka-Frucht in der Hand [d.h. klar überschaubar]. Als Spiegelbild (ādarśana) der gesamten Macht des Hari ist diese Saṃhitā dargelegt, die in viele Reiche und Lehren [?] eindringt.
Diese göttliche Saṃhitā, aus Pāñcarātra bestehend, gemäß Sāṅkhya, Yoga usw. [?], sehr geheim, aus vielen Mantras bestehend, ist höchste: sie darf keinesfalls einem gegeben werden, der nicht Vāsudeva-Verehrer ist; nicht einem Leugner, einem, der die Ordnung durchbricht, einem Undankbaren, einem Lügenredner, einem, der Studium und Opfer aufgegeben hat, einem Verächter der Götter und Brahmanen, einem, der das Brahmacarya-Gelübde gebrochen hat, einem, der den fünf großen Opfern abgewandt ist, einem Verleumder der Veden, einem Brahmanen ohne Mantras. [Erlaubt ist sie] dem, der die Veden und das Vedagelübde vollendet hat, dem Śrotriya-Hausvater, dem Brahmacārin, der Lehrer und Selbststudium ergeben ist, dem Waldbewohner mit Gelübden, dem Bettelmönch, der die Wahrheit kennt, dem in Tat, Gedanken und Wort ergebenen Verehrer Janārdanas, dem, der Pāñcarātra liebt und im Veda gefestigt ist: ihm ist diese höchste Wissenschaft zu sagen, die das gesamte Vedānta verstärkt.
„Verneigung vor der Śakti, deren Name Sudarśana ist, deren Wesen Tat ist, der Ursache von Entstehen, Erhalt und Auflösung der ganzen Welt.“ Nārada sprach: „Verneigung dem Licht, das ruhig und Glück bringend für alle Wesen ist, der Sonne, die das Dunkel der Unwissenheit zerstört, dem uranfänglich Weisen.“
So endet im Pāñcarātra-Tantrarahasya, in der Ahirbudhnya-Saṃhitā, das neunundfünfzigste Kapitel: Darlegung der Mantras des Puruṣa-Sūkta, des Śrī-Sūkta und des Varāha. Oṃ. (Von Anfang an: 3853 Verse.)
[?] V.56–57 („rāṣṭrārthadaḥ“, „vaiṣṇavaṃ …“) im OCR stark verderbt; V.62 „rājñālamayam“ und V.69b „nānārājñāvagāhinī“ unsicher (möglicherweise „rājñām“, „nānā-rājya“ usw.). V.71a: „nāvāsudevabhaktāya“ = na + avāsudevabhaktāya [einem, der nicht Vāsudeva-Verehrer ist]. Das Kapitel ist das Schlusskapitel des eigentlichen Lehrteils (Zusammenfassung der ganzen Saṃhitā, „śāstrārthasaṃkṣepa“); in V.76 folgt der Schlussgruß, in V.77 Nāradas Dankwort. Kolophon-Summe 3853 = 3776 + 77.