śaṃ na indrāgnī bhavatām avobhiḥ śaṃ na indrāvaruṇā rātahavyā śam indrāsomā suvitāya śaṃ yoḥ śaṃ na indrāpūṣaṇā vājasātau
Heilsam sei uns Indra und Agni mit ihren Hilfen; heilsam uns Indra und Varuṇa, denen die Opfergabe gegeben ist; heilsam Indra und Soma zu gutem Fortkommen, heilsam zum Wohlergehen; heilsam uns Indra und Pūṣan beim Erringen der Kampfbeute.
Wort für Wort
śaṃ
heilsam
na
uns (Dat.Pl.enklit.)
indrāgnī
Indra und Agni (Nom.Dual)
bhavatām
sollen sein (3.Dual Imperativ)
avobhiḥ
mit ihren Hilfen (Instr.Pl.)
śaṃ
heilsam
na
uns (Dat.Pl.)
indrāvaruṇā
Indra und Varuṇa (Nom.Dual)
rātahavyā
denen die Opfergabe gegeben ist (Nom.Dual, Kompositum: rāta 'gegeben' + havya 'Opfergabe' → 'dem die Opfergabe gegeben ist')
śaṃ no bhagaḥ śam u naḥ śaṃso astu śaṃ naḥ puraṃdhiḥ śam u santu rāyaḥ śaṃ naḥ satyasya suyamasya śaṃsaḥ śaṃ no aryamā purujāto astu
Heilsam sei uns Bhaga, heilsam auch das Lob uns sein; heilsam uns die Fülle, heilsam auch die Reichtümer sein; heilsam uns das Lob der Wahrheit, der leicht zu lenkenden; heilsam sei uns Aryaman, der vielfach Entstandene.
Wort für Wort
śaṃ
heilsam
no
uns (Dat.Pl.)
bhagaḥ
Bhaga (Gott des Anteils, Nom.Sg.)
śam
heilsam
u
auch
naḥ
uns (Dat.Pl.)
śaṃso
das Lob (Nom.Sg.)
astu
sei (3.Sg.Imperativ)
śaṃ
heilsam
naḥ
uns (Dat.Pl.)
puraṃdhiḥ
die Fülle (Nom.Sg.)
śam
heilsam
u
auch
santu
sollen sein (3.Pl.Imperativ)
rāyaḥ
die Reichtümer (Nom.Pl.)
śaṃ
heilsam
naḥ
uns (Dat.Pl.)
satyasya
der Wahrheit (Gen.Sg.)
suyamasya
der leicht zu lenkenden (Gen.Sg.)
śaṃsaḥ
das Lob (Nom.Sg.)
śaṃ
heilsam
no
uns (Dat.Pl.)
aryamā
Aryaman (Nom.Sg.)
purujāto
der vielfach Entstandene (Nom.Sg.m., Kompositum: puru 'viel' + jāta 'entstanden' → 'vielfach entstanden')
śaṃ no dhātā śam u dhartā no astu śaṃ na urūcī bhavatu svadhābhiḥ śaṃ rodasī bṛhatī śaṃ no adriḥ śaṃ no devānāṃ suhavāni santu
Heilsam sei uns Dhātṛ, heilsam auch der Erhalter uns sein; heilsam sei uns die weite Erde mit ihren Eigenkräften; heilsam die beiden großen Welthälften, heilsam uns der Preßstein; heilsam sollen uns die leichten Anrufungen der Götter sein.
śaṃ no agnir jyotiranīko astu śaṃ no mitrāvaruṇāv aśvinā śam śaṃ naḥ sukṛtāṃ sukṛtāni santu śaṃ na iṣiro abhi vātu vātaḥ
Heilsam sei uns Agni mit dem lichten Antlitz; heilsam uns Mitra und Varuṇa, heilsam die Aśvin; heilsam sollen uns die guten Taten der Rechttuenden sein; heilsam wehe uns der rührige Wind entgegen.
śaṃ no dyāvāpṛthivī pūrvahūtau śam antarikṣaṃ dṛśaye no astu śaṃ na oṣadhīr vanino bhavantu śaṃ no rajasas patir astu jiṣṇuḥ
Heilsam seien uns Himmel und Erde bei der ersten Anrufung; heilsam sei uns die Luftregion zum Anschauen; heilsam sollen uns die Pflanzen und die Bäume sein; heilsam sei uns der siegreiche Herr des Dunstkreises.
śaṃ na indro vasubhir devo astu śam ādityebhir varuṇaḥ suśaṃsaḥ śaṃ no rudro rudrebhir jalāṣaḥ śaṃ nas tvaṣṭā gnābhir iha śṛṇotu
Heilsam sei uns der Gott Indra mit den Vasus; heilsam Varuṇa, der wohlgepriesene, mit den Ādityas; heilsam uns Rudra, der lindernde, mit den Rudras; Tvaṣṭṛ höre uns hier heilsam mit den Göttinnen.
śaṃ naḥ somo bhavatu brahma śaṃ naḥ śaṃ no grāvāṇaḥ śam u santu yajñāḥ śaṃ naḥ svarūnāṃ mitayo bhavantu śaṃ naḥ prasvaḥ śam v astu vediḥ
Heilsam sei uns Soma, heilsam das heilige Wort uns; heilsam uns die Preßsteine, heilsam auch sollen die Opfer sein; heilsam sollen uns die Maße der Opferpfähle sein; heilsam uns die Sprösslinge, heilsam sei der Opferaltar. [Anm.: „svarūnām“ unsicher, evtl. Bezug auf die Opferpfähle]
śaṃ naḥ sūrya urucakṣā ud etu śaṃ no bhavantu pradiśaś catasraḥ śaṃ naḥ parvatā dhruvayo bhavantu śaṃ naḥ sindhavaḥ śam u santv āpaḥ
Heilsam gehe uns die weitschauende Sonne auf; heilsam sollen uns die vier Himmelsrichtungen sein; heilsam sollen uns die festen Berge sein; heilsam uns die Ströme, heilsam auch sollen die Wasser sein.
śaṃ no aditir bhavatu vratebhiḥ śaṃ no bhavantu marutaḥ svarkāḥ śaṃ no viṣṇuḥ śam u pūṣā no astu śaṃ no bhavitraṃ śam v astu vāyuḥ
Heilsam sei uns Aditi mit ihren Geboten; heilsam sollen uns die gutgesungenen Marut sein; heilsam uns Viṣṇu, heilsam auch sei uns Pūṣan; heilsam uns die Zukunft, heilsam sei der Wind.
śaṃ no devaḥ savitā trāyamāṇaḥ śaṃ no bhavantūṣaso vibhātīḥ śaṃ naḥ parjanyo bhavatu prajābhyaḥ śaṃ naḥ kṣetrasya patir astu śaṃbhuḥ
Heilsam sei uns der schützende Gott Savitṛ; heilsam sollen uns die aufleuchtenden Morgenröten sein; heilsam sei Parjanya unseren Nachkommen; heilsam sei uns der wohltuende Herr des Feldes.
Wort für Wort
śaṃ
heilsam
no
uns (Dat.Pl.)
devaḥ
der Gott (Nom.Sg.)
savitā
Savitṛ (Sonnengott, Nom.Sg.)
trāyamāṇaḥ
der schützende (Part.Präs.Med.Nom.Sg.m.)
śaṃ
heilsam
no
uns (Dat.Pl.)
bhavantūṣaso
sollen sein, die Morgenröten (3.Pl.Imp.+Nom.Pl., Sandhi)