yāni nakṣatrāṇi divy antarikṣe apsu bhūmau yāni nageṣu dikṣu prakalpayaṃś candramā yāny eti sarvāṇi mamaitāni śivāni santu
Die Gestirne, die am Himmel, in der Luftregion, in den Wassern, auf der Erde, in den Bergen, in den Himmelsrichtungen sind, zu denen der Mond, seinen Lauf festlegend, hingeht – sie alle sollen mir heilvoll sein.
aṣṭāviṃśāni śivāni śagmāni saha yogaṃ bhajantu me yogaṃ pra padye kṣemaṃ ca kṣemaṃ pra padye yogaṃ ca namo 'horātrābhyām astu
Die achtundzwanzig heilvollen, hilfreichen Gestirne mögen zusammen mit dem Erwerb an mir teilhaben; ich trete in Erwerb und Besitz ein, in Besitz und Erwerb; Verehrung sei Tag und Nacht.
Wort für Wort
aṣṭāviṃśāni
die achtundzwanzig (Nom.Pl.n.)
śivāni
heilvoll (Nom.Pl.n.)
śagmāni
hilfreich (Nom.Pl.n.)
saha
zusammen mit (Postposition)
yogaṃ
Erwerb (Akk.Sg.)
bhajantu
mögen teilhaben (3.Pl.Imperativ)
me
an mir (Lok./Gen.Sg.)
yogaṃ
Erwerb (Akk.Sg.)
pra
hinein- (Verbpräfix)
padye
ich trete (1.Sg.Präs.Med.)
kṣemaṃ
Besitz (Akk.Sg.)
ca
und
kṣemaṃ
Besitz (Akk.Sg.)
pra
hinein-
padye
ich trete (1.Sg.Präs.Med.)
yogaṃ
Erwerb (Akk.Sg.)
ca
und
namo
Verehrung (Nom.Sg.)
'horātrābhyām
Tag und Nacht (Dat.Dual, Kompositum/Dvandva: ahar 'Tag' + rātri 'Nacht' → Tag-und-Nacht)
svastitaṃ me suprātaḥ susāyaṃ sudivaṃ sumṛgaṃ suśakunaṃ me astu suhavam agne svasty amartyaṃ gatvā punar āyābhinandan
Heil sei mir – ein guter Morgen, ein guter Abend, ein guter Tag, ein gutes Wildzeichen, ein gutes Vogelzeichen sei mir; leicht anzurufen, Agni, sei mir das unsterbliche Heil; gegangen, komm wieder zurück, mich willkommen heißend. [Anm.: der letzte Halbvers ist grammatisch unklar]
Das Nachrufen, das Umrufen, die Verleumdung, das Niesen ringsum – all diese leeren Krüge des Übels, Savitṛ, treibe sie von mir fort. [Anm.: „riktakumbhān“ bildhaft für böse Vorzeichen, genauer Sinn unsicher]
Das üble Niesen sei fortgewiesen, ein heilvolles Niesen mögen wir erlangen; gütig sei dir, du Übles, die Nase, und der Heilbringende möge sie benetzen. [Anm.: Vers ritual-magisch und sprachlich sehr unsicher, wörtlicher Sinn kaum gesichert]
Diese Winde, o Herr des heiligen Wortes, die auseinanderstrebend vom Wind bewegt werden – mach sie, Indra, gleichgerichtet, und mach sie mir aufs heilvollste.