prajāpatiṣ ṭvā badhnāt prathamam astṛtaṃ vīryāya kam tat te badhnāmy āyuṣe varcasa ojase ca balāya cāstṛtas tvābhi rakṣatu
Prajāpati band dich zuerst um, den Unbezwingbaren, zur Heldenkraft. Dieses Amulett binde ich dir um für Leben, Glanz, Kraft und Stärke; der Unbezwingbare möge dich beschützen.
Aufrecht stehe er, wachsam schützend, unbezwingbar; nicht sollen ihn die Geizigen täuschen, noch die Zauberer. Wie Indra die Dasyus, so schüttle die Angreifer ab; überwältige alle Feinde. Der Unbezwingbare möge dich beschützen.
śataṃ ca na praharanto nighnanto na tastire tasminn indraḥ pary adatta cakṣuḥ prāṇam atho balam astṛtas tvābhi rakṣatu
Hundert Feinde, die zuschlagen, die niederschmettern wollen, sollen gegen ihn nicht standhalten; ihm hat Indra Sehkraft, Atem und Stärke verliehen. Der Unbezwingbare möge dich beschützen.
indrasya tvā varmaṇā pari dhāpayāmo yo devānām adhirājo babhūva punas tvā devāḥ pra ṇayantu sarve 'stṛtas tvābhi rakṣatu
Wir kleiden dich in Indras Rüstung ein, der der Oberkönig der Götter geworden ist; wieder mögen dich alle Götter führen. Der Unbezwingbare möge dich beschützen.
Wort für Wort
indrasya
Indras (Gen.)
tvā
dich (Akk.)
varmaṇā
mit der Rüstung (Instr.)
pari
rings (Präverb)
dhāpayāmo
wir kleiden ein (1.Pl.Kaus.)
yo
der (Nom.)
devānām
der Götter (Gen.Pl.)
adhirājo
Oberkönig (Nom.)
babhūva
ist geworden (Perf.)
punas
wieder
tvā
dich (Akk.)
devāḥ
Götter (Nom.Pl.)
pra
(Präverb)
ṇayantu
mögen führen (Imp.)
sarve
alle (Nom.Pl.)
'stṛtas
a- 'nicht' + stṛtaḥ 'niedergeworfen' → der Unbezwingbare (Nom.) [Kompositum, hier sa+astṛtaḥ sandhiert zu 'stṛtas]
In diesem Amulett sind hunderteinundeins Heldenkräfte, tausend Lebenshauche in diesem Unbezwingbaren. Ein Tiger sei du, stelle dich gegen alle Feinde; wer dich angreift, der soll unterliegen. Der Unbezwingbare möge dich beschützen.
Wort für Wort
asmin
in diesem (Lok.)
maṇāv
Amulett (Lok.)
ekaśataṃ
hunderteinundeins (Nom.)
vīryāṇi
Heldenkräfte (Nom.Pl.)
sahasraṃ
tausend (Nom.)
prāṇā
Lebenshauche (Nom.Pl.)
asminn
in diesem (Lok.)
astṛte
a- 'nicht' + stṛte 'niedergeworfen' → dem Unbezwingbaren (Lok.) [Kompositum]
vyāghraḥ
Tiger (Nom.)
śatrūn
Feinde (Akk.Pl.)
abhi
gegen (Präverb)
tiṣṭha
stelle dich (Imp.)
sarvān
alle (Akk.Pl.)
yas
wer (Nom.)
tvā
dich (Akk.)
pṛtanyād
angreift (3.Sg.Opt.)
adharaḥ
unterlegen (Nom.)
so
der (Nom.)
astv
soll sein (Imp.)
astṛtas
a- 'nicht' + stṛtaḥ 'niedergeworfen' → der Unbezwingbare (Nom.) [Kompositum]
ghṛtād ullupto madhumān payasvānt sahasraprāṇaḥ śatayonir vayodhāḥ śambhūś ca mayobhūś corjasvāṃś ca payasvāṃś cāstṛtas tvābhi rakṣatu
Aus Schmalz entsprossen, süß, milchreich, mit tausend Lebenshauchen, aus hundertfachem Ursprung, Kraft spendend, heilsam und wohltuend, stärkend und milchreich – der Unbezwingbare möge dich beschützen.
Auf dass du der Überlegene seist, ohne Nebenbuhler, ein Nebenbuhlertöter, und Herrscher über deinesgleichen – so möge dich Savitṛ machen; der Unbezwingbare möge dich beschützen.
Wort für Wort
yathā
auf dass, damit
tvam
du
uttaro
der Überlegene (Nom.)
'so
seist (2.Sg.Opt.)
asapatnaḥ
ohne Nebenbuhler (Nom.)
sapatnahā
Nebenbuhlertöter (Nom.)
sajātānām
über deinesgleichen (Gen.Pl.)
asad
sei (3.Sg.Opt.) [?]
vaśī
Herrscher (Nom.)
tathā
so
tvā
dich (Akk.)
savitā
Savitṛ (Nom.)
karad
möge machen (Inj.)
astṛtas
a- 'nicht' + stṛtaḥ 'niedergeworfen' → der Unbezwingbare (Nom.) [Kompositum]