Durch das Amulett aus Udumbara-Holz möge Savitar, der Ordner, mir, dem nach Gedeihen Verlangenden, das Wachstum aller Herdentiere im Kuhstall verschaffen.
Wort für Wort
audumbareṇa
aus Udumbara-Holz (Instr.Sg., attrib.)
maṇinā
durch das Amulett (Instr.Sg.)
puṣṭikāmāya
dem nach Gedeihen Verlangenden (Dat.Sg.m., Kompositum: puṣṭi 'Gedeihen' + kāma 'verlangend' → gedeihenverlangend)
karīṣiṇīṃ phalavatīṃ svadhām irāṃ ca no gṛhe audumbarasya tejasā dhātā puṣṭiṃ dadhātu me
Durch die Glutkraft des Udumbara-Baumes möge der Schöpfer mir in unserem Haus Gedeihen verleihen: reich an Dung und Frucht, an Opferlabsal und Stärkung.
puṣṭiṃ paśūnām pari jagrabhāhaṃ catuṣpadāṃ dvipadāṃ yac ca dhānyam payaḥ paśūnāṃ rasam oṣadhīnāṃ bṛhaspatiḥ savitā me ni yachāt
Ich habe das Gedeihen der Tiere ergriffen, der vierfüßigen wie der zweifüßigen, und dazu das Getreide. Die Milch der Tiere, den Saft der Pflanzen mögen mir Bṛhaspati und Savitar gewähren.
Das göttliche Amulett, der Nebenbuhlertöter, der Reichtumsgewinner, verleihe mir zum Erwerb von Reichtum die Fülle an Vieh und Speise, das Gedeihen der Kühe.
Du bist der Bulle, der Herrscher über die Amulette; in dir hat der Herr des Gedeihens das Gedeihen erzeugt, in dir sind Kampfeskraft und Reichtümer, ganz aus Udumbara-Holz. Du, Kraftvoller, halte fern von uns Mißgunst, Unverstand und Hunger.
Wort für Wort
tvaṃ
du (Nom.Sg.)
maṇīṇām
der Amulette (Gen.Pl.)
adhipā
Herrscher (Nom.Sg.)
vṛṣāsi
der Bulle, du bist (Nom.+2.Sg.Präs., Sandhi)
tvayi
in dir (Lok.Sg.)
puṣṭaṃ
Gedeihen (Akk.Sg.n.)
puṣṭapatir
der Herr des Gedeihens (Nom.Sg., Kompositum: puṣṭi 'Gedeihen' + pati 'Herr' → Gedeihensherr)
jajāna
hat erzeugt (3.Sg.Perf.)
tvayīme
in dir, diese (Lok.+Nom.Pl., Sandhi)
vājā
Kampfeskraft (Nom.Pl.)
draviṇāni
Reichtümer (Nom.Pl.n.)
sarvaudumbaraḥ
ganz aus Udumbara-Holz (Nom.Sg.m., Kompositum: sarva 'ganz' + audumbara 'aus Udumbara-Holz' → 'ganz aus Udumbara')
grāmaṇīr asi grāmaṇīr utthāya abhiṣikto 'bhi mā siñca varcasā tejo 'si tejo mayi dhārayādhi rayir asi rayiṃ me dhehi
Du bist der Dorfführer, als Dorfführer aufgestanden und geweiht – besprenge mich mit Glanz. Du bist Glut – halte die Glut in mir aufrecht. Du bist Reichtum – verleih mir Reichtum.
puṣṭir asi puṣṭyā mā sam aṅgdhi gṛhamedhī gṛhapatiṃ mā kṛṇu audumbaraḥ sa tvam asmāsu dhehi rayiṃ ca naḥ sarvavīraṃ ni yacha rāyas poṣāya prati muñce ahaṃ tvām
Du bist Gedeihen – salbe mich mit Gedeihen; als Hausopferer mach mich zum Hausherrn. Du, aus Udumbara-Holz, verleih uns dies und gewähre uns Reichtum samt allen tapferen Männern. Zum Wachstum des Reichtums lege ich dich als Amulett an.
Wort für Wort
puṣṭir
Gedeihen (Nom.Sg.)
asi
du bist (2.Sg.Präs.)
puṣṭyā
mit Gedeihen (Instr.Sg.)
mā
mich (Akk.Sg.)
sam
(Verbpräfix)
aṅgdhi
salbe (Imperativ 2.Sg.)
gṛhamedhī
als Hausopferer (Nom.Sg.m.)
gṛhapatiṃ
zum Hausherrn (Akk.Sg.)
mā
mich (Akk.Sg.)
kṛṇu
mach (Imperativ 2.Sg.)
audumbaraḥ
aus Udumbara-Holz (Nom.Sg.m., attrib.)
sa
der (Nom.Sg.m.)
tvam
du (Nom.Sg.)
asmāsu
uns (Lok.Pl.)
dhehi
verleih (Imperativ 2.Sg.)
rayiṃ
Reichtum (Akk.Sg.)
ca
und
naḥ
uns (Dat.Pl.)
sarvavīraṃ
samt allen tapferen Männern (Akk.Sg.m., Kompositum: sarva 'all' + vīra 'Held, Mann' → 'alle Mannen [umfassend]')