sahasrārghaḥ śatakāṇḍaḥ payasvān apām agnir vīrudhāṃ rājasūyam sa no 'yaṃ darbhaḥ pari pātu viśvato devo maṇir āyuṣā saṃ sṛjāti naḥ
Tausend wert, mit hundert Knoten, milchreich, das Feuer der Wasser, die Königsweihe der Pflanzen – dieser unser Darbha möge uns von allen Seiten schützen; das göttliche Amulett vereinige uns mit langem Leben.
Aus Schmalz entsprossen, süß, milchreich, in der Erde fest verwurzelt, selbst unerschütterlich, andere jedoch erschütternd – die Nebenbuhler wegstoßend und unterlegen machend, wachse, o Darbha, mit der Indra-Kraft der Großen.
Wort für Wort
ghṛtād
aus Schmalz (Abl.Sg.)
ullupto
entsprossen (Nom.Sg.m.)
madhumān
süß (Nom.Sg.m.)
payasvān
milchreich (Nom.Sg.m.)
bhūmidṛṃho
in der Erde fest verwurzelt (Nom.Sg.m., Kompositum: bhūmi 'Erde' + dṛṃha 'fest, verwurzelt' → erdverwurzelt)
Du durchdringst die Erde mit Kraft; du setzt dich schön auf den Opferaltar beim Opfer. Dich haben die Seher als Reinigungsmittel gebraucht. Reinige uns von Missgeschicken.
tīkṣṇo rājā viṣāsahī rakṣohā viśvacarṣaṇiḥ ojo devānāṃ balam ugram etat taṃ te badhnāmi jarase svastaye
Scharf, ein König, der Gift überwindet, ein Dämonentöter, alle Völker überschauend, die Kraft der Götter, diese gewaltige Stärke – den binde ich dir um für ein hohes Alter und Heil.
Wort für Wort
tīkṣṇo
scharf (Nom.)
rājā
König (Nom.)
viṣāsahī
viṣa 'Gift' + sahī 'überwindend' → der Gift überwindet (Nom.) [Kompositum]
Durch den Darbha mögest du Heldentaten vollbringen; den Darbha am Leibe tragend, wanke nicht. [Anm.: die Wendung "atiṣṭhāya varcasādhānyān" ist unsicher konstruiert] Überragend durch Glanz, leuchte wie die Sonne über die vier Himmelsrichtungen.