śaṃ ta āpo haimavatīḥ śam u te santūtsyāḥ śaṃ te saniṣyadā āpaḥ śam u te santu varṣyāḥ
Heilsam seien dir die Wasser aus dem Schneegebirge, heilsam auch die Quellwasser dir; heilsam die stets fließenden Wasser dir, heilsam auch seien dir die Regenwasser.
Wort für Wort
śaṃ
heilsam
ta
dir (Dat.Sg.enklit.)
āpo
die Wasser (Nom.Pl.)
haimavatīḥ
aus dem Schneegebirge (Nom.Pl.f.)
śam
heilsam
u
auch
te
dir (Dat.Sg.)
santūtsyāḥ
sie seien die Quellwasser (3.Pl.Imp.+Nom.Pl., Sandhi)
śaṃ ta āpo dhanvanyāḥ śaṃ te santv anūpyāḥ śaṃ te khanitrimā āpaḥ śaṃ yāḥ kumbhebhir ābhṛtāḥ
Heilsam seien dir die Wasser der Trockenlande, heilsam dir die der Sumpfgebiete; heilsam dir die gegrabenen Wasser, heilsam die, welche in Krügen herbeigebracht werden.
Wir sprechen zu den Wassern, den wolkenlosen und doch [ihre Bahn] grabenden, weisen, in der Tiefe wirkenden – zu den Heilkundigeren als die Ärzte. [Anm.: Bild der „grabenden“ Wasser ungewöhnlich, Sinn nicht ganz sicher]
apām aha divyānām apāṃ srotasyānām apām aha praṇejane 'śvā bhavatha vājinaḥ
Von den himmlischen Wassern, von den in Strömen fließenden Wassern, beim Reinwaschen durch die Wasser – werdet zu kraftvollen Rossen. [Anm.: unklar, an wen „werdet zu Rossen“ gerichtet ist]
tā apaḥ śivā apo 'yakṣmaṃkaraṇīr apaḥ yathaiva tṛpyate mayas tās ta ā datta bhesajīḥ
Jene Wasser, die gütigen Wasser, die Wasser, die Krankheitslosigkeit schaffen – gebt sie ihm als Heilmittel, so dass er sich daran wie an einer Wonne sättigt.