Führe uns wie aus einer Schuld heraus aus aller Schuld; treibe den Zauber zurück zum Haus des Zauberers. Zerbrich, o Añjana, dem Übelgesinnten, dessen böser Blick wie ein Zauberspruch wirkt, die Rippen. [Anm.: die Wendung "cakṣurmantrasya durhārdaḥ" ist in ihrer Konstruktion unsicher]
Wort für Wort
ṛṇād
aus der Schuld (Abl.)
ṛṇam
Schuld (Akk.)
iva
wie
saṃ
(Präverb)
naya
führe (Imp.)
kṛtyāṃ
den Zauber (Akk.)
kṛtyākṛto
des Zauberers (Gen.)
gṛham
zum Haus (Akk.)
cakṣurmantrasya
cakṣur 'Blick, Auge' + mantrasya 'des Zauberspruchs' → dessen Blick wie ein Zauberspruch [wirkt] (Gen.) [Kompositum] [?]
yad asmāsu duṣvapnyaṃ yad goṣu yac ca no gṛhe anāmagas taṃ ca durhārdaḥ priyaḥ prati muñcatām
Was an bösem Traum bei uns, was bei den Kühen, und was in unserem Haus ist – das und den fremden Übelgesinnten möge das liebe Añjana wieder von uns nehmen. [Anm.: das Wort "anāmagas" ist unsicherer Bedeutung, hier als "der Fremde" wiedergegeben]
apām ūrja ojaso vāvṛdhānam agner jātam adhi jātavedasaḥ caturvīraṃ parvatīyaṃ yad āñjanaṃ diśaḥ pradiśaḥ karad ic chivās te
Gewachsen aus der Kraft und Stärke der Wasser, geboren aus Agni, dem Jātavedas – das vierheldige, vom Gebirge stammende Añjana möge dir die Richtungen und Nebenrichtungen günstig machen.
caturvīraṃ badhyata āñjanaṃ te sarvā diśo abhayās te bhavantu dhruvas tiṣṭhāsi saviteva cārya imā viśo abhi harantu te balim
Das vierheldige Añjana wird dir angelegt; alle Richtungen mögen dir furchtlos sein. Fest sollst du stehen, wie der edle Savitṛ; diese Stämme sollen dir Tribut bringen.
Nimm eines der Amulette, mach eines zurecht, wasche dich mit einem, trinke mit einem von ihnen – das vierheldige Amulett möge uns vor den vier Nairṛta-Dämonen, vor den Fesseln der Grāhi schützen. [Anm.: die genaue rituelle Handlung hinter "ākṣvaikaṃ" bleibt unklar]
Agni möge mich mit seinem eigenen Wesen schützen, für Ein- und Ausatmung, für Leben, Glanz, Kraft, Glut, Heil und Wohlergehen. Segensruf!
Wort für Wort
agnir
Agni (Nom.)
māgnināvatu
möge mich mit seinem Wesen schützen (mā+agninā+avatu)
prāṇāyāpānāyāyuṣe
prāṇāya 'für den Einatem' + apānāya 'für den Ausatem' + āyuṣe 'für das Leben' [Sandhi dreier Wörter, kein echtes Kompositum] → für Ein- und Ausatmung, für Leben (Dat.)
Indra möge mich mit seiner eigenen Kraft schützen, für Ein- und Ausatmung, für Leben, Glanz, Kraft, Glut, Heil und Wohlergehen. Segensruf!
Wort für Wort
indro
Indra (Nom.)
mendriyeṇāvatu
möge mich mit seiner Kraft schützen (mā+indriyeṇa+avatu)
prāṇāyāpānāyāyuṣe
prāṇāya 'für den Einatem' + apānāya 'für den Ausatem' + āyuṣe 'für das Leben' [Sandhi dreier Wörter, kein echtes Kompositum] → für Ein- und Ausatmung, für Leben (Dat.)
Soma möge mich mit seinem eigenen Wesen schützen, für Ein- und Ausatmung, für Leben, Glanz, Kraft, Glut, Heil und Wohlergehen. Segensruf!
Wort für Wort
somo
Soma (Nom.)
mā
mich (Akk.)
saumyenāvatu
möge mit seinem Wesen schützen (saumyena+avatu)
prāṇāyāpānāyāyuṣe
prāṇāya 'für den Einatem' + apānāya 'für den Ausatem' + āyuṣe 'für das Leben' [Sandhi dreier Wörter, kein echtes Kompositum] → für Ein- und Ausatmung, für Leben (Dat.)
bhago ma bhagenāvatu prāṇāyāpānāyāyuṣe varcasa ojase tejase svastaye subhūtaye svāhā
Bhaga möge mich mit seinem eigenen Anteil schützen, für Ein- und Ausatmung, für Leben, Glanz, Kraft, Glut, Heil und Wohlergehen. Segensruf!
Wort für Wort
bhago
Bhaga (Nom.)
ma
mich (mā)
bhagenāvatu
möge mit seinem Anteil schützen (bhagena+avatu)
prāṇāyāpānāyāyuṣe
prāṇāya 'für den Einatem' + apānāya 'für den Ausatem' + āyuṣe 'für das Leben' [Sandhi dreier Wörter, kein echtes Kompositum] → für Ein- und Ausatmung, für Leben (Dat.)
Die Marut mögen mich mit ihren Scharen schützen, für Ein- und Ausatmung, für Leben, Glanz, Kraft, Glut, Heil und Wohlergehen. Segensruf!
Wort für Wort
maruto
die Marut (Nom.Pl.)
mā
mich (Akk.)
gaṇair
mit ihren Scharen (Instr.Pl.)
avantu
mögen schützen (Imp.Pl.)
prāṇāyāpānāyuṣe
prāṇāya 'für den Einatem' + apānāya 'für den Ausatem' + āyuṣe 'für das Leben' [Sandhi dreier Wörter, kein echtes Kompositum] → für Ein- und Ausatmung, für Leben (Dat.)