Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 19
Sūkta 48
atho yāni ca yasmā ha yāni cāntaḥ parīṇahi tāni te pari dadmasi
Und was an Gefahren es gibt, und was du rings umschließt – das alles übergeben wir dir. [Anm.: der Vers ist elliptisch, der genaue Wortsinn bleibt unsicher]
Wort für Wort atho und yāni was (Akk.Pl.n.) ca und yasmā für den [?] (Dat., unsicher) ha fürwahr (Partikel) yāni was cāntaḥ und innen (ca+antaḥ) parīṇahi umschließt du (2.Sg.) [?] tāni das (Akk.Pl.) te dir (Dat.) pari rings (Präverb) dadmasi übergeben wir (1.Pl.) rātri mātar uṣase naḥ pari dehi uṣā no ahne pari dadātv ahas tubhyaṃ vibhāvari
O Nacht, Mutter, übergib uns der Uṣas; Uṣas möge uns dem Tag übergeben; dir, o Leuchtende, gehört der Tag.
Wort für Wort rātri o Nacht (Vok.) mātar o Mutter (Vok.) uṣase der Uṣas (Dat.) naḥ uns (Akk.) pari rings (Präverb) dehi übergib (Imp.) uṣā Uṣas (Nom.) no uns (Akk.) ahne dem Tag (Dat.) pari rings (Präverb) dadātv möge übergeben (Imp.) ahas der Tag (Nom.) tubhyaṃ dir (Dat.) vibhāvari o Leuchtende (Vok.) yat kiṃ cedaṃ patayati yat kiṃ cedaṃ sarīsṛpam yat kiṃ ca parvatāyāsatvaṃ tasmāt tvaṃ rātri pāhi naḥ
Was auch immer hier fliegt, was auch immer hier kriecht, was auch immer sich zu den Bergen hinbewegt – davor beschütze uns, o Nacht.
Wort für Wort yat was kiṃ auch immer cedaṃ und dies (ca+idam) patayati fliegt (3.Sg.) yat was kiṃ auch immer cedaṃ und dies sarīsṛpam kriecht (Nom./Akk.) yat was kiṃ auch immer ca und parvatāyāsatvaṃ sich zu den Bergen hinbewegt [?] (unsicher) tasmāt davor (Abl.) tvaṃ du rātri o Nacht (Vok.) pāhi beschütze (Imp.) naḥ uns (Akk.) sā paścāt pāhi sā puraḥ sottarād adharād uta gopāya no vibhāvari stotāras ta iha smasi
Beschütze uns von hinten, beschütze uns von vorn, von oben und von unten; behüte uns, o Leuchtende – wir sind hier deine Lobsänger.
Wort für Wort sā sie, du (Nom.) paścāt von hinten pāhi beschütze (Imp.) sā du (Nom.) puraḥ von vorn sottarād du, von oben (sā+uttarād) adharād von unten (Abl.) uta und gopāya behüte (Imp.) no uns (Akk.) vibhāvari o Leuchtende (Vok.) stotāras Lobsänger (Nom.Pl.) ta deine (te) iha hier smasi wir sind (1.Pl.) ye rātrim anutiṣṭhanti ye ca bhūteṣu jāgrati paśūn ye sarvān rakṣanti te na ātmasu jāgrati te naḥ paśuṣu jāgrati
Die, die über die Nacht wachen, die bei den Wesen wachsam sind, die alle Tiere beschützen – sie mögen für uns selbst wachsam sein, sie mögen für uns bei unseren Tieren wachsam sein.
Wort für Wort ye die (Nom.Pl.) rātrim über die Nacht (Akk.) anutiṣṭhanti wachen (3.Pl.) ye die ca und bhūteṣu bei den Wesen (Lok.Pl.) jāgrati sind wachsam (3.Pl.) paśūn Tiere (Akk.Pl.) ye die sarvān alle (Akk.Pl.) rakṣanti beschützen (3.Pl.) te sie (Nom.Pl.) na unsere (naḥ) ātmasu bei uns selbst (Lok.Pl.) jāgrati mögen wachsam sein (3.Pl.) te sie (Nom.Pl.) naḥ für uns (Dat.) paśuṣu bei den Tieren (Lok.Pl.) jāgrati mögen wachsam sein (3.Pl.) veda vai rātri te nāma ghṛtācī nāma vā asi tāṃ tvāṃ bharadvājo veda sā no vitte 'dhi jāgrati
Ich kenne wahrlich, o Nacht, deinen Namen; 'die Schmalzreiche' bist du genannt. Dich kennt Bharadvāja; du wache über unseren Besitz.
Wort für Wort veda ich kenne (Perf.) vai wahrlich rātri o Nacht (Vok.) te deinen (Gen.) nāma Namen (Akk.) ghṛtācī 'die Schmalzreiche' (Nom.) nāma namens vā oder asi du bist tāṃ die (Akk.) tvāṃ dich (Akk.) bharadvājo Bharadvāja (Nom.) veda kennt (Perf.) sā du (Nom.) no unseren (Gen.) vitte über den Besitz (Lok.) 'dhi darüber (Präverb) jāgrati wache (3.Sg.)
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