kālād āpaḥ sam abhavan kālād brahma tapo diśaḥ kālenod eti sūryaḥ kāle ni viśate punaḥ
Aus der Zeit entstanden die Wasser, aus der Zeit das Brahman, die Askese, die Himmelsrichtungen; durch die Zeit geht die Sonne auf, in die Zeit tritt sie wieder ein.
Die Zeit hat das Opfer in Gang gesetzt, den unerschöpflichen Anteil für die Götter; in der Zeit sind die Gandharven und Apsaras, in der Zeit sind die Welten gegründet.
Wort für Wort
kālo
die Zeit (Nom.)
yajñaṃ
das Opfer (Akk.)
sam
(Präverb)
airayad
hat in Gang gesetzt (Kaus.Impf.)
devebhyo
für die Götter (Dat.Pl.)
bhāgam
Anteil (Akk.)
akṣitam
unerschöpflich (Akk.)
kāle
in der Zeit (Lok.)
gandharvāpsarasaḥ
gandharva 'Gandharven' + apsarasaḥ 'Apsaras' → die Gandharven und Apsaras (Nom.Pl.) [Kompositum, Dvandva]
kāle 'yam aṅgirā devo 'tharvā cādhi tiṣṭhataḥ imaṃ ca lokaṃ paramaṃ ca lokaṃ puṇyāṃś ca lokān vidhṛtīś ca puṇyāḥ sarvāṃl lokān abhijitya brahmaṇā kālaḥ sa īyate paramo nu devaḥ
In der Zeit stehen der Gott Aṅgiras und Atharvan; diese Welt und die höchste Welt, die heiligen Welten und die heiligen Ordnungen – alle Welten durch das Brahman bezwungen habend, zieht die Zeit dahin als der höchste Gott.