kāmas tad agre sam avartata manaso retaḥ prathamaṃ yad āsīt sa kāma kāmena bṛhatā sayonī rāyas poṣaṃ yajamānāya dhehi
Kāma, die Begierde, entstand am Anfang zuerst, als der Same des Denkens. O Kāma, verleih mit dem großen Kāma, deinem Ursprungsgenossen, dem Opferer Mehrung an Reichtum.
tvaṃ kāma sahasāsi pratiṣṭhito vibhur vibhāvā sakha ā sakhīyate tvam ugraḥ pṛtanāsu sasahiḥ saha ojo yajamānāya dhehi
Du, Kāma, bist durch Kraft gegründet, mächtig, strahlend, ein Freund dem, der Freundschaft sucht; du bist gewaltig, siegreich in den Schlachten. Verleih dem Opferer Kraft und Macht.
Dem von fern Begehrenden hörten die Weltgegenden zu; durch Kāma erzeugten sie das Himmelslicht. [Anm.: der Vers ist stark verdichtet, die genaue Bedeutung von "pratipāṇāyākṣaye" bleibt unsicher]
Wort für Wort
dūrāc
von fern (Abl.)
cakamānāya
dem Begehrenden (Dat.Ptz.)
pratipāṇāyākṣaye
dem unaufhörlich Verlangenden [?] (Dat., unsicher)