Des Schmalzes Antrieb, gemeinsam mit den Göttern bei der Opferfeier, stärkt das ganze Jahr über durch die Opfergabe; Gehör, Auge und Atem seien uns unversehrt, unversehrt seien wir an Lebenskraft und Glanz.
Wort für Wort
ghṛtasya
des Schmalzes (Gen.)
jūtiḥ
Antrieb (Nom.)
samanā
gemeinsam bei der Opferfeier [?] (Nom./Adv.)
sadevā
sa 'gemeinsam mit' + devā 'Göttern' → mit den Göttern (Nom.) [Kompositum]
Der Atem rufe uns herbei, wir rufen den Atem herbei; die Erde hat den Glanz ergriffen, die Luftregion den Glanz; Soma und Bṛhaspati mögen ihn uns zuteilen.
Himmel und Erde sind zu Sammlerinnen des Glanzes geworden; den Glanz ergreifend wollen wir über die Erde hinwandeln. Die herankommenden Kühe stehen bei dem ruhmvollen Herrn der Kühe; den Ruhm ergreifend wollen wir über die Erde hinwandeln.
vrajaṃ kṛṇudhvaṃ sa hi vo nṛpāṇo varmā sīvyadhvaṃ bahulā pṛthūni puraḥ kṛṇudhvam āyasīr adhṛṣṭā mā vaḥ susroc camaso dṛṃhata tam
Macht eine Hürde, denn die ist euer Beschützer der Mannen! Näht euch einen Panzer, macht breite, weite Burgen, eiserne, unangreifbare! Euer Becher soll nicht auslaufen – befestigt ihn!
Des Opfers Auge ist der Anbeginn und der Mund; mit Stimme, Gehör und Geist opfere ich dieses durch den Allwirker ausgebreitete Opfer. Die Götter mögen wohlgesinnt herbeikommen.
Wort für Wort
yajñasya
des Opfers (Gen.)
cakṣuḥ
Auge (Nom.)
prabhṛtir
Anbeginn (Nom.)
mukhaṃ
Mund (Nom.)
ca
und
vācā
mit Stimme (Instr.)
śrotreṇa
mit Gehör (Instr.)
manasā
mit Geist (Instr.)
juhomi
ich opfere (1.Sg.)
imaṃ
dieses (Akk.)
yajñaṃ
Opfer (Akk.)
vitataṃ
ausgebreitet (Akk.Ptz.)
viśvakarmaṇā
viśva 'alle' + karmaṇā 'Wirker' → durch den Allwirker (Instr.) [Kompositum]
ye devānām ṛtvijo ye ca yajñiyā yebhyo havyaṃ kriyate bhāgadheyam imaṃ yajñaṃ saha patnībhir etya yāvanto devās taviṣā mādayantām
Die Opferpriester der Götter und die Opferwürdigen, denen die Opfergabe als ihr Anteil dargebracht wird – zu diesem Opfer mögen sie mit ihren Gattinnen kommen; so viele Götter es gibt, mögen sie sich in ihrer Kraft erfreuen.