Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 13: Saptajana Āśrama Varṇanam Der Einsiedlerhain der sieben Weisen und die Rückkehr nach Kiṣkindhā

ṛśyamūkāt sa dharmātmā kiṣkindhām lakṣmaṇa agrajaḥ | jagāma saha sugrīvo vāli vikrama pālitām || 4-13-1,2

Von Ṛśyamūka aus zog der rechtschaffene ältere Bruder Lakṣmaṇas zusammen mit Sugrīva nach Kiṣkindhā, das durch Vālis Tapferkeit beschützt wurde.

Wort für Wort
ṛśyamūkāt sa dharmātmā
von Ṛśyamūka aus, der Rechtschaffene
kiṣkindhām lakṣmaṇa agrajaḥ
nach Kiṣkindhā, der ältere Bruder Lakṣmaṇas
jagāma saha sugrīvo
zog zusammen mit Sugrīva
vāli vikrama pālitām
das durch Vālis Tapferkeit beschützte

agrataḥ tu yayau tasya rāghavasya mahātmanaḥ | sugrīvaḥ saṃhata grīvo lakṣmaṇaḥ ca mahābalaḥ || 4-13-3

Voran zog, vor dem hochgesinnten Rāghava, Sugrīva mit dem kräftigen Nacken, und der überaus starke Lakṣmaṇa.

Wort für Wort
agrataḥ tu yayau tasya
voran aber zog vor jenem
rāghavasya mahātmanaḥ
dem hochgesinnten Rāghava
sugrīvaḥ saṃhata grīvo
Sugrīva mit kräftigem Nacken
lakṣmaṇaḥ ca mahābalaḥ
und der überaus starke Lakṣmaṇa

pṛṣṭhato hanumān vīro nalo nīlaḥ ca vīryavān | tāraḥ caiva mahātejā hari yūthapa yūthapāḥ || 4-13-4

Dahinter folgten der Held Hanumān, Nala und der kraftvolle Nīla, sowie der überaus glanzvolle Tāra — Anführer der Affenscharen.

Wort für Wort
pṛṣṭhato hanumān vīro
dahinter der Held Hanumān
nalo nīlaḥ ca vīryavān
Nala und der kraftvolle Nīla
tāraḥ caiva mahātejā
und auch der überaus glanzvolle Tāra
hari yūthapa yūthapāḥ
die Anführer der Affenscharen

te vīkṣamāṇā vṛkṣām ca puṣpa bhāra avalambinaḥ | prasanna aṃbuvahāḥ caiva saritaḥ sāgaram gamāḥ || 4-13-5

Sie betrachteten dabei die unter der Last ihrer Blüten hängenden Bäume und die klarwasserführenden Flüsse, die zum Meer strömten,

Wort für Wort
te vīkṣamāṇā vṛkṣām ca
sie, betrachtend die Bäume
puṣpa bhāra avalambinaḥ
die unter der Blütenlast hängenden
prasanna aṃbuvahāḥ caiva
und die klarwasserführenden
saritaḥ sāgaram gamāḥ
Flüsse, die zum Meer gehen

kandarāṇi ca śailām ca nirdarāṇi guhāḥ tathā | śikharāṇi ca mukhyāni darīḥ ca priya darśanāḥ || 4-13-6

die Bergschluchten und die Berge, die Felsspalten und die Höhlen, die hervorragenden Gipfel und die lieblich anzusehenden Täler,

Wort für Wort
kandarāṇi ca śailām ca
die Schluchten und die Berge
nirdarāṇi guhāḥ tathā
die Felsspalten und ebenso die Höhlen
śikharāṇi ca mukhyāni
und die hervorragenden Gipfel
darīḥ ca priya darśanāḥ
und die lieblich anzusehenden Täler

vaidūrya vimalaiḥ toyaiḥ padmaiḥ ca ākośa kuḍmalaiḥ | śobhitān sajalān mārge taṭākān ca avalokayan || 4-13-7

sowie die Teiche am Wege, die mit lotusreinem, kristallklarem Wasser gefüllt und mit sich öffnenden und noch geschlossenen Lotusknospen geschmückt waren.

Wort für Wort
vaidūrya vimalaiḥ toyaiḥ
mit beryllklarem Wasser
padmaiḥ ca ākośa kuḍmalaiḥ
und mit sich öffnenden Lotusknospen
śobhitān sajalān mārge
die geschmückten, wasserreichen (Teiche) am Weg
taṭākān ca avalokayan
und die Teiche betrachtend

kāraṇḍaiḥ sārasair haṃsair vañjulair jalakukkuṭaiḥ | cakravākais tathā anyaiḥ śakunaiḥ pratināditān || 4-13-8

(Teiche,) die vom Ruf der Kāraṇḍa-Enten, Kraniche, Gänse, Vañjula-Vögel, Wasserhühner, Cakravāka-Vögel und anderer Vögel widerhallten,

Wort für Wort
kāraṇḍaiḥ sārasair haṃsair
von Kāraṇḍa-Enten, Kranichen, Gänsen
vañjulair jalakukkuṭaiḥ
von Vañjula-Vögeln, Wasserhühnern
cakravākais tathā anyaiḥ
von Cakravāka-Vögeln und anderen
śakunaiḥ pratināditān
von Vögeln widerhallende

mṛdu śaṣpa aṅkura āhārān nirbhayān vana gocarān | caratāṃ sarvataḥ paśyan sthalīṣu hariṇān sthitān || 4-13-9

und sahen überall die Rehe, die sich furchtlos von zarten Grassprossen im Wald ernährten, weidend und auf den Anhöhen stehend.

Wort für Wort
mṛdu śaṣpa aṅkura āhārān
die von zarten Grassprossen sich nährenden
nirbhayān vana gocarān
die furchtlosen, im Wald weidenden
caratāṃ sarvataḥ paśyan
überall die Weidenden sehend
sthalīṣu hariṇān sthitān
die auf Anhöhen stehenden Rehe

taṭāka vairiṇaḥ ca api śukla danta vibhūṣitān | ghorān ekacarān vanyān dviradān kūla ghātinaḥ || 4-13-10

Sie sahen auch die Feinde der Teiche, die mit weißen Stoßzähnen geschmückten, furchtbaren, einzelgängerischen Wildelefanten, die die Uferböschungen zerstampften,

Wort für Wort
taṭāka vairiṇaḥ ca api
und auch die Feinde der Teiche
śukla danta vibhūṣitān
die mit weißen Zähnen geschmückten
ghorān ekacarān vanyān
die furchtbaren, einzeln umherziehenden Wild-
dviradān kūla ghātinaḥ
Elefanten, die die Uferböschung zerschlagen

mattan giri taṭa udghuṣṭān parvatān iva jaṃgamān | vānarān dvirada prakhyān mahī reṇu samukṣitān || 4-13-11

und brünstige, an den Berghängen tosende, wie wandelnde Berge wirkende, elefantengleiche Affen, die mit Erdstaub bedeckt waren.

Wort für Wort
mattan giri taṭa udghuṣṭān
brünstige, an den Berghängen tosende
parvatān iva jaṃgamān
wie wandelnde Berge
vānarān dvirada prakhyān
Affen, elefantengleich
mahī reṇu samukṣitān
mit Erdstaub bedeckte

vane vana carām ca anyān khecarām ca vihaṃgamān | paśyantaḥ tvaritā jagmuḥ sugrīva vaśa vartinaḥ || 4-13-12

Andere Waldtiere und die durch die Luft fliegenden Vögel im Wald betrachtend, zogen die Sugrīva ergebenen Affen eilends dahin.

Wort für Wort
vane vana carām ca anyān
und andere im Wald umherziehende (Tiere)
khecarām ca vihaṃgamān
und die durch die Luft fliegenden Vögel
paśyantaḥ tvaritā jagmuḥ
betrachtend zogen sie eilends
sugrīva vaśa vartinaḥ
die Sugrīva ergebenen (Affen)

teṣām tu gacchatām tatra tvaritam raghunaṃdanaḥ | druma ṣaṇḍa vanam dṛṣṭvā rāmaḥ sugrīvam abravīt || 4-13-13

Während sie so eilends dahinzogen, sprach der Freudenbringer der Raghus, Rāma, als er dort ein dichtes Baumwäldchen sah, zu Sugrīva:

Wort für Wort
teṣām tu gacchatām tatra
während sie dort dahinzogen
tvaritam raghunaṃdanaḥ
eilends, der Freudenbringer der Raghus
druma ṣaṇḍa vanam dṛṣṭvā
ein dichtes Baumwäldchen sehend
rāmaḥ sugrīvam abravīt
sprach Rāma zu Sugrīva

eṣa megha iva ākāśe vṛkṣa ṣaṇḍaḥ prakāśate | megha saṃghāta vipulaḥ paryanta kadalī vṛtaḥ || 4-13-14

'Dieses Baumdickicht dort erscheint wie eine Wolke am Himmel, ausgedehnt wie eine Wolkenmasse, ringsum von Bananenstauden umgeben.'

Wort für Wort
eṣa megha iva ākāśe
dieses, wie eine Wolke am Himmel
vṛkṣa ṣaṇḍaḥ prakāśate
Baumdickicht erscheint
megha saṃghāta vipulaḥ
ausgedehnt wie eine Wolkenmasse
paryanta kadalī vṛtaḥ
ringsum von Bananenstauden umgeben

kim etat jñātum icchāmi sakhe kautūhalam mama | kautūhala apanayanam kartum icchāmi aham tvayā || 4-13-15

'Was ist das? Ich möchte es wissen, mein Freund, mich erfüllt Neugier — ich möchte, dass du meine Neugier stillst.'

Wort für Wort
kim etat jñātum icchāmi
was ist das, ich möchte wissen
sakhe kautūhalam mama
mein Freund, meine Neugier
kautūhala apanayanam
die Beseitigung der Neugier
kartum icchāmi aham tvayā
möchte ich durch dich vollbracht wissen

tasya tad vacanam śrutvā rāghavasya mahātmanaḥ | gacchann eva ācacakṣe atha sugrīvaḥ tat mahad vanam || 4-13-16

Als Sugrīva dieses Wort des hochgesinnten Rāghava hörte, erklärte er im Gehen jenen großen Wald:

Wort für Wort
tasya tad vacanam śrutvā
als er jenes Wort gehört hatte
rāghavasya mahātmanaḥ
des hochgesinnten Rāghava
gacchann eva ācacakṣe
erklärte er im Gehen
atha sugrīvaḥ tat mahad vanam
da Sugrīva jenen großen Wald

etad rāghava vistīrṇam āśramam śrama nāśanam | udyāna vana saṃpannam svādu mūla phala udakam || 4-13-17

'Dies ist, o Rāghava, ein weitläufiger Einsiedlerhain, der die Müdigkeit vertreibt, reich an Gärten und Wäldern, mit süßen Wurzeln, Früchten und Wasser.'

Wort für Wort
etad rāghava vistīrṇam
dies, o Rāghava, weitläufig
āśramam śrama nāśanam
ein Einsiedlerhain, Müdigkeit vertreibend
udyāna vana saṃpannam
reich an Gärten und Wäldern
svādu mūla phala udakam
mit süßen Wurzeln, Früchten und Wasser

atra saptajanā nāma munayaḥ saṃśita vratāḥ | sapta eva āsan adhaḥ śīrṣā niyatam jala śāyinaḥ || 4-13-18

'Hier lebten einst sieben Weise namens Saptajana, von strengen Gelübden, die sieben zugleich, mit dem Kopf nach unten, ständig im Wasser liegend,'

Wort für Wort
atra saptajanā nāma
hier (lebten) namens Saptajana
munayaḥ saṃśita vratāḥ
Weise von strengen Gelübden
sapta eva āsan adhaḥ śīrṣā
genau sieben waren mit dem Kopf nach unten
niyatam jala śāyinaḥ
ständig im Wasser liegend

sapta rātre kṛta āhārā vāyunā acala vāsinaḥ | divam varṣa śataiḥ yātāḥ saptabhiḥ sakalevarāḥ || 4-13-19

'die nur einmal in sieben Nächten Nahrung zu sich nahmen, von Luft lebend, unbeweglich verweilend — nach sieben hundert Jahren gingen sie mit ihrem Körper in den Himmel ein.'

Wort für Wort
sapta rātre kṛta āhārā
die alle sieben Nächte Nahrung nahmen
vāyunā acala vāsinaḥ
von Luft lebend, unbeweglich verweilend
divam varṣa śataiḥ yātāḥ
gingen nach hundert Jahren in den Himmel ein
saptabhiḥ sakalevarāḥ
nach sieben (Jahrhunderten), mit vollständigem Körper

teṣām etat prabhāveṇa druma prākāra saṃvṛtam | āśramam sudurādharṣam api sa indraiḥ sura asuraiḥ || 4-13-20

'Durch deren Kraft ist dieser von einer Baumumzäunung umgebene Einsiedlerhain selbst für die Götter mit Indra und die Asuras schwer anzutasten.'

Wort für Wort
teṣām etat prabhāveṇa
durch deren Kraft ist dies
druma prākāra saṃvṛtam
von einer Baumumwallung umgeben
āśramam sudurādharṣam
ein Einsiedlerhain, schwer anzutasten
api sa indraiḥ sura asuraiḥ
selbst für Götter mit Indra und Asuras

pakṣiṇo varjayanti etat tathā anye vanacāriṇaḥ | viśanti mohād ye api atra na nivartante te punaḥ || 4-13-21

'Vögel meiden ihn, ebenso andere Waldbewohner; und wer aus Verblendung dennoch hineingeht, kehrt nicht wieder zurück.'

Wort für Wort
pakṣiṇo varjayanti etat
die Vögel meiden diesen
tathā anye vanacāriṇaḥ
ebenso andere Waldbewohner
viśanti mohād ye api
wer aus Verblendung eintritt
atra na nivartante te punaḥ
der kehrt nicht wieder zurück

vibhūṣaṇa ravāaḥ ca atra śrūyaṃte sakalākṣarāḥ | tūrya gīta svanāaḥ ca api gandho divyaḥ ca rāghava || 4-13-22

'Man hört dort das Klingen von Schmuckstücken mit vollständigen Silben, den Klang von Musikinstrumenten und Gesang, und einen himmlischen Duft, o Rāghava.'

Wort für Wort
vibhūṣaṇa ravāaḥ ca atra
und das Klingen von Schmuck dort
śrūyaṃte sakalākṣarāḥ
wird gehört, mit vollständigen Silben
tūrya gīta svanāaḥ ca api
und auch der Klang von Instrumenten und Gesang
gandho divyaḥ ca rāghava
und ein himmlischer Duft, o Rāghava

tretāgnayo api dīpyante dhūmo hi eṣa pradṛśyate | veṣṭayan iva vṛkṣa agrān kapota aṃga aruṇo ghanaḥ || 4-13-23

'Auch die drei Opferfeuer brennen dort, wie man an diesem Rauch erkennt, der, taubenfarben-rötlich und dicht, die Baumwipfel gleichsam einzuhüllen scheint.'

Wort für Wort
tretāgnayo api dīpyante
auch die drei Opferfeuer brennen
dhūmo hi eṣa pradṛśyate
denn dieser Rauch wird gesehen
veṣṭayan iva vṛkṣa agrān
die Baumwipfel gleichsam einhüllend
kapota aṃga aruṇo ghanaḥ
taubenfarben-rötlich und dicht

ete vṛkṣāḥ prakāśante dhūma saṃsakta mastakāḥ | megha jāla praticchannā vaidūrya girayo yathā || 4-13-24

'Diese Bäume, deren Wipfel vom Rauch umhüllt sind, erscheinen wie Beryllberge, die von einem Wolkennetz verhüllt sind.'

Wort für Wort
ete vṛkṣāḥ prakāśante
diese Bäume erscheinen
dhūma saṃsakta mastakāḥ
deren Wipfel vom Rauch bedeckt sind
megha jāla praticchannā
von einem Wolkennetz verhüllt
vaidūrya girayo yathā
wie Beryllberge

kuru praṇāmam dharmātman teṣām uddiśya rāghavaḥ | lakṣmaṇena saha bhrātrā prayataḥ saṃyata aṃjaliḥ || 4-13-25

'Erweise ihnen, o Rechtschaffener, deine Verehrung, o Rāghava, zusammen mit deinem Bruder Lakṣmaṇa, andächtig, mit gefalteten Händen.'

Wort für Wort
kuru praṇāmam dharmātman
erweise Verehrung, o Rechtschaffener
teṣām uddiśya rāghavaḥ
ihnen zugewandt, o Rāghava
lakṣmaṇena saha bhrātrā
zusammen mit dem Bruder Lakṣmaṇa
prayataḥ saṃyata aṃjaliḥ
andächtig, mit gefalteten Händen

praṇamanti hi ye teṣām ṛṣīṇām bhāvita ātmanām | na teṣām aśubham kiṃcit śarīre rāma dṛśyate || 4-13-26

'Denn wer diesen geläuterten Weisen Verehrung erweist, dem widerfährt, o Rāma, an seinem Körper kein Unheil.'

Wort für Wort
praṇamanti hi ye teṣām
denn wer diesen
ṛṣīṇām bhāvita ātmanām
geläuterten Weisen Verehrung erweist
na teṣām aśubham kiṃcit
dem widerfährt kein Unheil
śarīre rāma dṛśyate
am Körper, o Rāma, wird gesehen

tato rāmaḥ saha bhrātrā lakṣmaṇena kṛtāṃjaliḥ | samuddiśya mahātmānaḥ tān ṛṣīn abhyavādayat || 4-13-27

Da erwies Rāma zusammen mit seinem Bruder Lakṣmaṇa, mit gefalteten Händen, jenen hochgesinnten Weisen seine Verehrung.

Wort für Wort
tato rāmaḥ saha bhrātrā
da Rāma zusammen mit dem Bruder
lakṣmaṇena kṛtāṃjaliḥ
Lakṣmaṇa, mit gefalteten Händen
samuddiśya mahātmānaḥ
jenen hochgesinnten zugewandt
tān ṛṣīn abhyavādayat
erwies jenen Weisen Verehrung

abhivādya ca dharmātmā rāmo bhrātā ca lakṣmaṇaḥ | sugrīvo vānarāaḥ caiva jagmuḥ saṃhṛṣṭa mānasāḥ || 4-13-28

Nachdem der rechtschaffene Rāma, sein Bruder Lakṣmaṇa, Sugrīva und die Affen so Verehrung erwiesen hatten, zogen sie hocherfreuten Herzens weiter.

Wort für Wort
abhivādya ca dharmātmā
und nachdem Verehrung erwiesen hatte, der Rechtschaffene
rāmo bhrātā ca lakṣmaṇaḥ
Rāma und sein Bruder Lakṣmaṇa
sugrīvo vānarāaḥ caiva
Sugrīva und auch die Affen
jagmuḥ saṃhṛṣṭa mānasāḥ
zogen weiter, hocherfreuten Herzens

te gatvā dūram adhvānam tasmāt sapta jana āśramāt | dadṛśuḥ tām durādharṣām kiṣkindhām vāli pālitām || 4-13-29

Nachdem sie von jenem Einsiedlerhain der Saptajana eine weite Strecke des Weges zurückgelegt hatten, erblickten sie das schwer anzutastende Kiṣkindhā, das von Vāli beherrscht wurde.

Wort für Wort
te gatvā dūram adhvānam
sie, eine weite Wegstrecke gegangen
tasmāt sapta jana āśramāt
von jenem Einsiedlerhain der Saptajana
dadṛśuḥ tām durādharṣām
erblickten jenes schwer anzutastende
kiṣkindhām vāli pālitām
Kiṣkindhā, von Vāli beherrscht

tatastu rāmānuja rāma vānarāḥ pragṛhya śastrāṇi udita ugra tejasā | purīm sureśa ātmaja vīrya pālitām vadhāya śatroḥ punar āgatāḥ iha || 4-13-30

Da kamen Rāma, sein jüngerer Bruder und die Affen, mit erhobenen Waffen, von gewaltigem, aufsteigendem Glanz erfüllt, wiederum hierher zu der Stadt, die durch die Tapferkeit des Sohnes des Götterherrn beschützt wurde, um den Feind zu töten.

Wort für Wort
tatastu rāmānuja rāma vānarāḥ
da Rāma, sein jüngerer Bruder und die Affen
pragṛhya śastrāṇi udita ugra tejasā
Waffen ergreifend, von aufsteigendem, gewaltigem Glanz
purīm sureśa ātmaja vīrya pālitām
zur Stadt, durch die Tapferkeit des Sohnes des Götterherrn beschützt
vadhāya śatroḥ punar āgatāḥ iha
kamen zur Tötung des Feindes wiederum hierher

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