Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa
Sarga 1: Vasanta Varṇanam
Rāmas Frühlingsklage
sa tām puṣkariṇīm gatvā padma utpala jhaṣākulām |
rāmaḥ saumitri sahito vilalāpa akulendriyaḥ || 4-1-1
Als Rāma zu jenem Lotusteich gekommen war, der voller Lotos-, Seerosenblüten und Fische war, klagte er, zusammen mit dem Sohn der Sumitrā, mit verwirrten Sinnen.
Wort für Wort sa tām puṣkariṇīm gatvā als er zu jenem Lotusteich gekommen war padma utpala jhaṣākulām voller Lotos-, Seerosenblüten und Fische rāmaḥ saumitri sahito Rāma, zusammen mit dem Sohn der Sumitrā vilalāpa akulendriyaḥ klagte er, mit verwirrten Sinnen tatra dṛṣṭvaivā tām harṣāt indriyāṇi cakampire |
sa kāmavaśam āpannaḥ saumitrim idam abravīt || 4-1-2
Sobald er sie dort erblickt hatte, erzitterten seine Sinne vor Erregung; von Liebesverlangen überwältigt, sprach er zu dem Sohn der Sumitrā dieses Wort.
Wort für Wort tatra dṛṣṭvaivā tām sobald er sie dort erblickt hatte harṣāt indriyāṇi cakampire erzitterten seine Sinne vor Erregung sa kāmavaśam āpannaḥ er, von Liebesverlangen überwältigt saumitrim idam abravīt sprach zum Sohn der Sumitrā dieses saumitre śobhate pampā vaidūrya vimala udakā |
phulla padma utpalavatī śobhitā vividhaiḥ drumaiḥ || 4-1-3
O Sohn der Sumitrā, wie herrlich erstrahlt die Pampā mit ihrem beryllklaren Wasser, reich an aufgeblühten Lotos- und Seerosenblüten, geschmückt von mancherlei Bäumen.
Wort für Wort saumitre śobhate pampā o Sohn der Sumitrā, es erstrahlt die Pampā vaidūrya vimala udakā mit beryllklarem Wasser phulla padma utpalavatī reich an aufgeblühten Lotos- und Seerosenblüten śobhitā vividhaiḥ drumaiḥ geschmückt von mancherlei Bäumen saumitre paśya pampāyāḥ kānanam śubha darśanam |
yatra rājanti śailā vā drumāḥ sa śikharā iva || 4-1-4
Sieh, o Sohn der Sumitrā, den schön anzuschauenden Wald der Pampā, wo die Berge erstrahlen, als wären es Bäume mit Gipfeln.
Wort für Wort saumitre paśya pampāyāḥ sieh, o Sohn der Sumitrā, der Pampā kānanam śubha darśanam den schön anzuschauenden Wald yatra rājanti śailā vā wo die Berge erstrahlen, oder drumāḥ sa śikharā iva wie Bäume mit Gipfeln mām tu śokābhi santaptam ādhayaḥ pīḍayanti vai |
bharatasya ca duḥkhena vaidehyā haraṇena ca || 4-1-5
Mich aber, der ich von Kummer verzehrt bin, quälen wahrlich innere Sorgen - durch das Leid um Bharata und durch den Raub der Tochter Videhas.
Wort für Wort mām tu śokābhi santaptam mich aber, der von Kummer verzehrt ist ādhayaḥ pīḍayanti vai innere Sorgen quälen wahrlich bharatasya ca duḥkhena und durch das Leid um Bharata vaidehyā haraṇena ca und durch den Raub der Tochter Videhas śokārtasya api me pampā śobhate citra kānanā |
vyavakīrṇā bahu vidhaiḥ puṣpaiḥ śītodakā śivā || 4-1-6
Selbst mir, dem vom Kummer Gequälten, erstrahlt die Pampā mit ihrem bunten Wald, übersät mit vielerlei Blüten, mit kühlem, wohltuendem Wasser.
Wort für Wort śokārtasya api me selbst mir, dem vom Kummer Gequälten pampā śobhate citra kānanā erstrahlt die Pampā mit ihrem bunten Wald vyavakīrṇā bahu vidhaiḥ puṣpaiḥ übersät mit vielerlei Blüten śītodakā śivā mit kühlem, wohltuendem Wasser nalinaiḥ api saṃchannā hi atyartha śubha darśanā |
sarpa vyāla anucaritā mṛga dvija samākulā || 4-1-7
Ganz von Lotosblüten bedeckt, überaus schön anzuschauen, von Schlangen und wilden Tieren durchstreift, von Wild und Vögeln erfüllt.
Wort für Wort nalinaiḥ api saṃchannā ganz von Lotosblüten bedeckt hi atyartha śubha darśanā überaus schön anzuschauen sarpa vyāla anucaritā von Schlangen und wilden Tieren durchstreift mṛga dvija samākulā von Wild und Vögeln erfüllt adhikam pravibhāti etat nīla pītam tu śādvalam |
drumāṇām vividhaiḥ puṣpaiḥ paristomaiḥ iva arpitam || 4-1-8
Besonders leuchtet dieser blaugrüne und gelbe Rasen, wie mit einer Decke von mancherlei Blüten der Bäume überbreitet.
Wort für Wort adhikam pravibhāti etat besonders leuchtet dies nīla pītam tu śādvalam blaugrüner und gelber Rasen drumāṇām vividhaiḥ puṣpaiḥ mit mancherlei Blüten der Bäume paristomaiḥ iva arpitam wie mit einer Decke überbreitet puṣpa bhāra samṛddhāni śikharāṇi samantataḥ |
latābhiḥ puṣpita agrābhiḥ upagūḍhāni sarvataḥ || 4-1-9
Die Gipfel, überall reich an der Last der Blüten, sind ringsum von Schlingpflanzen mit blühenden Spitzen umschlungen.
Wort für Wort puṣpa bhāra samṛddhāni reich an der Last der Blüten śikharāṇi samantataḥ die Gipfel ringsum latābhiḥ puṣpita agrābhiḥ von Schlingpflanzen mit blühenden Spitzen upagūḍhāni sarvataḥ überall umschlungen sukha anilo.ayam saumitre kālaḥ pracura manmathaḥ |
gandhavān surabhir māso jāta puṣpa phala drumaḥ || 4-1-10
Angenehm weht der Wind, o Sohn der Sumitrā, die Zeit ist reich an Liebesverlangen; der Monat ist duftend und wohlriechend, die Bäume sind voller frischer Blüten und Früchte.
Wort für Wort sukha anilo.ayam saumitre angenehm ist dieser Wind, o Sohn der Sumitrā kālaḥ pracura manmathaḥ die Zeit ist reich an Liebesverlangen gandhavān surabhir māso der Monat ist duftend und wohlriechend jāta puṣpa phala drumaḥ die Bäume mit frischen Blüten und Früchten paśya rūpāṇi saumitre vanānām puṣpa śālinām |
sṛjatām puṣpa varṣāṇi varṣam toyamucām iva || 4-1-11
Sieh die Gestalt der blütenreichen Wälder, o Sohn der Sumitrā, die Blütenregen ausschütten, wie Wolken ihren Regen.
Wort für Wort paśya rūpāṇi saumitre sieh die Gestalt, o Sohn der Sumitrā vanānām puṣpa śālinām der blütenreichen Wälder sṛjatām puṣpa varṣāṇi die Blütenregen ausschütten varṣam toyamucām iva wie Regen von Wolken prastareṣu ca ramyeṣu vividhāḥ kānana drumāḥ |
vāyu vega pracalitāḥ puṣpaiḥ avakiranti gām || 4-1-12
Auf den lieblichen Felsplatten bestreuen die mancherlei Waldbäume, von der Wucht des Windes bewegt, die Erde mit ihren Blüten.
Wort für Wort prastareṣu ca ramyeṣu und auf den lieblichen Felsplatten vividhāḥ kānana drumāḥ die mancherlei Waldbäume vāyu vega pracalitāḥ von der Wucht des Windes bewegt puṣpaiḥ avakiranti gām bestreuen sie die Erde mit Blüten patitaiḥ patamānaiḥ ca pādapasthaiḥ ca mārutaḥ |
kusumaiḥ paśya saumitre krīḍatīva samantataḥ || 4-1-13
Sieh, o Sohn der Sumitrā, wie der Wind mit den gefallenen, fallenden und noch an den Bäumen haftenden Blüten überall wie zu spielen scheint.
Wort für Wort patitaiḥ patamānaiḥ ca mit den gefallenen und fallenden pādapasthaiḥ ca mārutaḥ und an den Bäumen haftenden, der Wind kusumaiḥ paśya saumitre mit den Blüten, sieh, o Sohn der Sumitrā krīḍatīva samantataḥ scheint überall wie zu spielen vikṣipan vividhāḥ śākhā nagānām kusumotkaṭāḥ |
mārutaḥ calita sthānaiḥ ṣaṭpadaiḥ anugīyate || 4-1-14
Der Wind, der die mit Blütenfülle beladenen mancherlei Zweige der Bäume aufwirbelt, wird von den durch ihn aufgescheuchten Bienen mit Gesang begleitet.
Wort für Wort vikṣipan vividhāḥ śākhā aufwirbelnd die mancherlei Zweige nagānām kusumotkaṭāḥ der Bäume, mit Blütenfülle beladen mārutaḥ calita sthānaiḥ der Wind, von den aus ihren Plätzen vertriebenen ṣaṭpadaiḥ anugīyate Bienen wird er besungen matta kokila sannādaiḥ nartayan iva pādapān |
śaila kandara niṣkrāntaḥ pragīta iva ca anilaḥ || 4-1-15
Mit dem Ruf trunkener Kuckucke scheint er die Bäume zum Tanzen zu bringen; der aus den Bergschluchten hervorbrechende Wind erklingt wie ein Lied.
Wort für Wort matta kokila sannādaiḥ mit dem Ruf trunkener Kuckucke nartayan iva pādapān die Bäume wie zum Tanzen bringend śaila kandara niṣkrāntaḥ aus den Bergschluchten hervorbrechend pragīta iva ca anilaḥ und der Wind erklingt wie ein Lied tena vikṣipatā atyartham pavanena samantataḥ |
amī saṃsakta śākhāgrā grathitā iva pādapāḥ || 4-1-16
Durch jenen Wind, der sie überall heftig durcheinanderwirbelt, scheinen diese Bäume mit ihren verschlungenen Zweigspitzen wie zusammengebunden.
Wort für Wort tena vikṣipatā atyartham durch jenen, der heftig durcheinanderwirbelt pavanena samantataḥ durch den Wind überall amī saṃsakta śākhāgrā diese, mit verschlungenen Zweigspitzen grathitā iva pādapāḥ scheinen die Bäume wie zusammengebunden sa eva sukha saṃsparśo vāti candana śītalaḥ |
gandham abhyavahan puṇyam śrama apanayo anilaḥ || 4-1-17
Eben dieser, angenehm zu berühren, weht sandelholzkühl, reinen Duft tragend, der Wind, der alle Mühsal vertreibt.
Wort für Wort sa eva sukha saṃsparśo eben dieser, angenehm zu berühren vāti candana śītalaḥ weht sandelholzkühl gandham abhyavahan puṇyam reinen Duft tragend śrama apanayo anilaḥ der Wind, der Mühsal vertreibt amī pavana vikṣiptā vinandantī iva pādapāḥ |
ṣaṭpadaiḥ anukūjadbhiḥ vaneṣu madhu gandhiṣu || 4-1-18
Diese vom Wind bewegten Bäume scheinen sich zu freuen, begleitet vom Summen der Bienen in den nach Honig duftenden Wäldern.
Wort für Wort amī pavana vikṣiptā diese, vom Wind bewegten vinandantī iva pādapāḥ scheinen die Bäume sich zu freuen ṣaṭpadaiḥ anukūjadbhiḥ mit den begleitend summenden Bienen vaneṣu madhu gandhiṣu in den nach Honig duftenden Wäldern giri prastheṣu ramyeṣu puṣpavadbhiḥ manoramaiḥ |
saṃsakta śikharā śailā virājanti mahādrumaiḥ || 4-1-19
Auf den lieblichen Berghängen erstrahlen die Berge mit ihren von den blütenreichen, herzerfreuenden großen Bäumen bedeckten Gipfeln.
Wort für Wort giri prastheṣu ramyeṣu auf den lieblichen Berghängen puṣpavadbhiḥ manoramaiḥ mit blütenreichen, herzerfreuenden saṃsakta śikharā śailā die Berge mit bedeckten Gipfeln virājanti mahādrumaiḥ erstrahlen mit großen Bäumen puṣpa saṃchanna śikharā mārutaḥ utkṣepa caṃcalā |
amī madhukarottaṃsāḥ pragīta iva pādapāḥ || 4-1-20
Mit blütenbedeckten, vom Wind bewegten, flatternden Gipfeln - diese von Bienen bekränzten Bäume scheinen wie ein Lied.
Wort für Wort puṣpa saṃchanna śikharā mit blütenbedeckten Gipfeln mārutaḥ utkṣepa caṃcalā vom Wind aufgeworfen, flatternd amī madhukarottaṃsāḥ diese, von Bienen bekränzten pragīta iva pādapāḥ Bäume scheinen wie ein Lied supuṣpitāṃstu paśya etān karṇikārān samantataḥ |
hāṭaka prati saṃcchannān narān pītāṃbarān iva || 4-1-21
Sieh diese ringsum wohlblühenden Karṇikāra-Bäume, wie mit Gold bedeckt, wie Männer in gelben Gewändern.
Wort für Wort supuṣpitāṃstu paśya etān sieh diese wohlblühenden karṇikārān samantataḥ Karṇikāra-Bäume ringsum hāṭaka prati saṃcchannān wie mit Gold bedeckt narān pītāṃbarān iva wie Männer in gelben Gewändern ayam vasantaḥ saumitre nānā vihaga nāditaḥ |
sītayā viprahīṇasya śoka sandīpano mama || 4-1-22
Dieser Frühling, o Sohn der Sumitrā, erschallend von vielerlei Vögeln, entfacht mir, der ich von Sītā getrennt bin, den Kummer aufs Neue.
Wort für Wort ayam vasantaḥ saumitre dieser Frühling, o Sohn der Sumitrā nānā vihaga nāditaḥ erschallend von vielerlei Vögeln sītayā viprahīṇasya für mich, der von Sītā getrennt ist śoka sandīpano mama entfacht mir den Kummer aufs Neue mām hi śoka samākrāntam saṃtāpayati manmathaḥ |
hṛṣṭam pravadamānaśca samāhvayati kokilaḥ || 4-1-23
Mich, der ich vom Kummer überwältigt bin, quält das Liebesverlangen; und der frohlockende, rufende Kuckuck lädt mich gleichsam herbei.
Wort für Wort mām hi śoka samākrāntam mich, der vom Kummer überwältigt ist saṃtāpayati manmathaḥ quält das Liebesverlangen hṛṣṭam pravadamānaśca und der frohlockend rufende samāhvayati kokilaḥ der Kuckuck lädt gleichsam herbei eṣa dāatyūhako hṛṣṭo ramye mām vana ni^^rjhare |
praṇadan manmathāviṣṭam śocayiṣyati lakṣmaṇa || 4-1-24
Dieser frohlockende Dātyūha-Vogel wird mich, den vom Liebesverlangen Ergriffenen, am lieblichen Waldwasserfall mit seinem Ruf noch mehr betrüben, o Lakṣmaṇa.
Wort für Wort eṣa dāatyūhako hṛṣṭo dieser frohlockende Dātyūha-Vogel ramye mām vana ni^^rjhare mich am lieblichen Waldwasserfall praṇadan manmathāviṣṭam rufend, mich, den vom Liebesverlangen Ergriffenen śocayiṣyati lakṣmaṇa wird er betrüben, o Lakṣmaṇa śrutvā etasya purā śabdam āśramasthā mama priyā |
mām āhūya pramuditā paramam pratyanandata || 4-1-25
Als sie einst diesen Ruf gehört hatte, rief mich meine in der Einsiedelei weilende Geliebte hocherfreut herbei und begrüßte mich voller Freude.
Wort für Wort śrutvā etasya purā śabdam als sie einst diesen Ruf gehört hatte āśramasthā mama priyā meine in der Einsiedelei weilende Geliebte mām āhūya pramuditā mich hocherfreut herbeirufend paramam pratyanandata begrüßte sie voller Freude evam vicitrāḥ patagā nānā rāva virāviṇaḥ |
vṛkṣa gulma latāḥ paśya saṃpatanti samantataḥ || 4-1-26
Sieh, wie so bunte, mit vielerlei Rufen schreiende Vögel überall zu den Bäumen, Sträuchern und Schlingpflanzen herabfliegen.
Wort für Wort evam vicitrāḥ patagā so bunte Vögel nānā rāva virāviṇaḥ mit vielerlei Rufen schreiend vṛkṣa gulma latāḥ paśya sieh, zu Bäumen, Sträuchern, Schlingpflanzen saṃpatanti samantataḥ fliegen sie überall herab vimiśrā vihagāḥ puṃbhiḥ ātma vyūha abhinanditāḥ |
bhṛṅgarāja pramuditāḥ saumitre madhura svarāḥ || 4-1-27
Die Vögel, mit den Männchen ihresgleichen vereint, von ihren eigenen Scharen bejubelt - die Bhṛṅgarāja-Vögel sind frohlockend, o Sohn der Sumitrā, mit süßen Stimmen.
Wort für Wort vimiśrā vihagāḥ puṃbhiḥ die Vögel, mit den Männchen vereint ātma vyūha abhinanditāḥ von ihren eigenen Scharen bejubelt bhṛṅgarāja pramuditāḥ die Bhṛṅgarāja-Vögel, frohlockend saumitre madhura svarāḥ o Sohn der Sumitrā, mit süßen Stimmen asyāḥ kūle pramuditāḥ sanghaśaḥ śakunāstviha |
dātyūharati vikrandaiḥ puṃskokila rutaiḥ api || 4-1-28
An ihrem Ufer sind die Vögel hier scharenweise frohlockend, mit den Schreien der Dātyūha- und den Rufen der männlichen Kuckucke.
Wort für Wort asyāḥ kūle pramuditāḥ an ihrem Ufer frohlockend sanghaśaḥ śakunāstviha die Vögel hier scharenweise dātyūharati vikrandaiḥ mit den Schreien der Dātyūha puṃskokila rutaiḥ api und auch mit den Rufen der männlichen Kuckucke svananti pādapāḥ ca ime mām anaṅga pradīpakāḥ |
aśoka stabaka aṅgāraḥ ṣaṭpada svana nisvanaḥ || 4-1-29
Diese Bäume, die mein Liebesfeuer entfachen, tönen; die Aśoka-Blütenbüschel gleichen glühenden Kohlen, umtönt vom Summen der Bienen.
Wort für Wort svananti pādapāḥ ca ime diese Bäume tönen mām anaṅga pradīpakāḥ die mein Liebesfeuer entfachen aśoka stabaka aṅgāraḥ die Aśoka-Blütenbüschel wie glühende Kohlen ṣaṭpada svana nisvanaḥ umtönt vom Summen der Bienen mām hi pallava tāmrārciḥ vasantāgniḥ pradhakṣyati |
na hi tām sūkṣmapakṣmākṣīm sukeśīm mṛdu bhāṣiṇīm || 4-1-30
Mich wird das Frühlingsfeuer mit seinen kupferroten Flammen aus jungen Trieben verbrennen; denn ich sehe nicht mehr jene mit den feinen Wimpern, dem schönen Haar und der sanften Stimme.
Wort für Wort mām hi pallava tāmrārciḥ mich, mit kupferroten Flammen aus jungen Trieben vasantāgniḥ pradhakṣyati wird das Frühlingsfeuer verbrennen na hi tām sūkṣmapakṣmākṣīm denn ich sehe nicht mehr jene mit den feinen Wimpern sukeśīm mṛdu bhāṣiṇīm mit schönem Haar und sanfter Stimme apaśyato me sauumitre jīvite.asti prayojanam |
ayam hi ruciraḥ tasyāḥ kālo rucira kānanaḥ || 4-1-31
Für mich, der sie nicht sieht, o Sohn der Sumitrā, hat das Leben keinen Sinn mehr; denn dies ist die für sie so reizvolle Zeit, der Wald voller Reize.
Wort für Wort apaśyato me sauumitre für mich, der sie nicht sieht, o Sohn der Sumitrā jīvite.asti prayojanam hat das Leben keinen Sinn ayam hi ruciraḥ tasyāḥ denn dies ist ihre reizvolle kālo rucira kānanaḥ Zeit, der Wald voller Reize kokilākula sīmāntaḥ dayitāyā mama anaghaḥ |
manmadha āyāsa saṃbhūto vasanta guṇa vardhitaḥ || 4-1-32
Der von Kuckucken erfüllte Waldrand meiner makellosen Geliebten, entstanden aus der Mühsal des Liebesverlangens, genährt von den Vorzügen des Frühlings.
Wort für Wort kokilākula sīmāntaḥ der von Kuckucken erfüllte Waldrand dayitāyā mama anaghaḥ meiner makellosen Geliebten manmadha āyāsa saṃbhūto entstanden aus der Mühsal des Liebesverlangens vasanta guṇa vardhitaḥ genährt von den Vorzügen des Frühlings ayam mām dhakṣyati kṣipram śokāgniḥ na cirādiva |
apaśyata tām vanitām paśyato rucira drumān || 4-1-33
Dieses Feuer des Kummers wird mich bald, nicht mehr lange, verbrennen, da ich jene Frau nicht sehe, während ich die reizvollen Bäume erblicke.
Wort für Wort ayam mām dhakṣyati kṣipram dieses wird mich bald verbrennen śokāgniḥ na cirādiva das Feuer des Kummers, nicht mehr lange apaśyata tām vanitām da ich jene Frau nicht sehe paśyato rucira drumān während ich die reizvollen Bäume erblicke mama ayam ātmaprabhavo bhūyastvam upayāsyati |
adṛśyamānā vaidehī śokam vardhayatī iha me || 4-1-34
Dieses meines eigenen Herzens Sprössling wird noch stärker anwachsen; da ich die Tochter Videhas nicht sehe, wächst hier mein Kummer.
Wort für Wort mama ayam ātmaprabhavo dieses, aus meinem eigenen Selbst entstandene bhūyastvam upayāsyati wird noch mehr zunehmen adṛśyamānā vaidehī da die Tochter Videhas nicht gesehen wird śokam vardhayatī iha me wächst hier mein Kummer dṛśyamāno vasantaḥ ca sveda saṃsarga dūṣakaḥ |
mām hi sā mṛgaśābākṣī cintā śoka balātkṛtam || 4-1-35
Und der sichtbare Frühling, der durch das Auftreten des Schweißes verdirbt - mich, den durch Grübeln und Kummer Überwältigten, quält sie, die mit den Augen eines jungen Rehs.
Wort für Wort dṛśyamāno vasantaḥ ca und der sichtbare Frühling sveda saṃsarga dūṣakaḥ der durch Schweiß verdirbt mām hi sā mṛgaśābākṣī mich, sie mit den Rehaugen cintā śoka balātkṛtam durch Grübeln und Kummer überwältigt saṃtāpayati saumitre kṛiraḥ caitra vanānilaḥ |
amī mayūrāḥ śobhante pranṛtyantaḥ tataḥ tataḥ || 4-1-36
Der grausame Wind des Caitra-Waldes quält mich, o Sohn der Sumitrā; dort und da erstrahlen diese Pfauen, tanzend.
Wort für Wort saṃtāpayati saumitre quält mich, o Sohn der Sumitrā kṛiraḥ caitra vanānilaḥ der grausame Wind des Caitra-Waldes amī mayūrāḥ śobhante diese Pfauen erstrahlen pranṛtyantaḥ tataḥ tataḥ tanzend, dort und da stvaiḥ pakṣaiḥ pavana uddhūtaiḥ gavākṣaiḥ sphāṭikaiḥ iva |
śikhinībhiḥ parivṛtāsta ete mada mūrchitāḥ || 4-1-37
Mit ihren eigenen, vom Wind aufgeschüttelten Federn, wie mit Fensterluken aus Kristall, umgeben von ihren Pfauenhennen, sind diese vor Trunkenheit verzückt.
Wort für Wort stvaiḥ pakṣaiḥ pavana uddhūtaiḥ mit ihren eigenen, vom Wind aufgeschüttelten Federn gavākṣaiḥ sphāṭikaiḥ iva wie mit Fensterluken aus Kristall śikhinībhiḥ parivṛtāsta ete umgeben von ihren Pfauenhennen, diese mada mūrchitāḥ vor Trunkenheit verzückt manmatha abhiparītasya mama manmatha vardhanāḥ |
paśya lakṣṇama nṛtyantam mayūram upanṛtyati || 4-1-38
Mir, der ich vom Liebesverlangen ergriffen bin, mehren sie das Liebesverlangen; sieh, o Lakṣmaṇa, wie die Pfauenhenne dem tanzenden Pfau nachtanzt.
Wort für Wort manmatha abhiparītasya mama mir, der vom Liebesverlangen ergriffen ist manmatha vardhanāḥ sie mehren das Liebesverlangen paśya lakṣṇama nṛtyantam sieh, o Lakṣmaṇa, den tanzenden mayūram upanṛtyati Pfau, dem sie nachtanzt śikhinī manmatha ārtaiḥ eṣā bhartāram giri sānuni |
tām eva manasā rāmām mayuro.api anudhāvati || 4-1-39
Diese von Liebesverlangen gequälte Pfauenhenne folgt ihrem Gatten auf dem Bergrücken; und auch der Pfau verfolgt in Gedanken eben jene liebliche Gefährtin.
Wort für Wort śikhinī manmatha ārtaiḥ die von Liebesverlangen gequälte Pfauenhenne eṣā bhartāram giri sānuni folgt hier ihrem Gatten auf dem Bergrücken tām eva manasā rāmām eben jene liebliche im Sinn mayuro.api anudhāvati auch der Pfau verfolgt sie vitatya rucirau pakṣau rutaiḥ upahasan iva |
mayūrasya vane nūnam rakṣasā na hṛtā priyā || 4-1-40
Seine schönen Flügel ausbreitend, wie mit seinen Rufen spottend - gewiss ist dem Pfau im Wald seine Geliebte nicht von einem Rākṣasa geraubt worden.
Wort für Wort vitatya rucirau pakṣau seine schönen Flügel ausbreitend rutaiḥ upahasan iva wie mit seinen Rufen spottend mayūrasya vane nūnam gewiss ist dem Pfau im Wald rakṣasā na hṛtā priyā seine Geliebte nicht von einem Rākṣasa geraubt worden tasmāt nṛtyati ramyeṣu vaneṣu saha kāntayā |
mama tvayam vinā vāsaḥ puṣpamāse suduḥsahaḥ || 4-1-41
Deshalb tanzt er in den lieblichen Wäldern zusammen mit seiner Geliebten; mir aber ist dieser Aufenthalt im Blütenmonat ohne sie kaum zu ertragen.
Wort für Wort tasmāt nṛtyati ramyeṣu deshalb tanzt er in den lieblichen vaneṣu saha kāntayā Wäldern zusammen mit der Geliebten mama tvayam vinā vāsaḥ mir aber ist dieser Aufenthalt ohne sie puṣpamāse suduḥsahaḥ im Blütenmonat kaum zu ertragen paśya lakṣmaṇa saṃrāgaḥ tiryak yonigateṣu api |
yadeṣā śikhinī kāmāt bhartāram abhivartate || 4-1-42
Sieh, o Lakṣmaṇa, wie die Liebesleidenschaft auch bei den Wesen tierischer Geburt herrscht, da diese Pfauenhenne sich aus Liebe ihrem Gatten zuwendet.
Wort für Wort paśya lakṣmaṇa saṃrāgaḥ sieh, o Lakṣmaṇa, die Liebesleidenschaft tiryak yonigateṣu api auch bei den Wesen tierischer Geburt yadeṣā śikhinī kāmāt da diese Pfauenhenne aus Liebe bhartāram abhivartate sich ihrem Gatten zuwendet mām api evam viśālākṣī jānakī jāta saṃbhramā |
madanena abhivarteta yadi na apahṛtā bhavet || 4-1-43
Auch mich würde die großäugige Jānakī, von Liebe ergriffen, sich zuwenden, wäre sie nicht geraubt worden.
Wort für Wort mām api evam viśālākṣī auch mich würde ebenso die großäugige jānakī jāta saṃbhramā Jānakī, von Aufregung ergriffen madanena abhivarteta sich aus Liebe zuwenden yadi na apahṛtā bhavet wenn sie nicht geraubt worden wäre paśya lakṣmaṇa puṣpāṇi niṣphalāni bhavanti me |
puṣpa bhāra samṛddhānām vanānām śiśirātyaye || 4-1-44
Sieh, o Lakṣmaṇa, wie mir die Blüten der Wälder, die reich an der Last der Blüten sind, beim Ende des Winters fruchtlos werden.
Wort für Wort paśya lakṣmaṇa puṣpāṇi sieh, o Lakṣmaṇa, die Blüten niṣphalāni bhavanti me werden mir fruchtlos puṣpa bhāra samṛddhānām der reich an der Last der Blüten sind vanānām śiśirātyaye der Wälder, beim Ende des Winters rucirāṇi api puṣpāṇi pādapānām atiśriyā |
niṣphalāni mahīm yānti samam madhukarotkaraiḥ || 4-1-45
Selbst die reizvollen Blüten der überaus prächtigen Bäume fallen fruchtlos zu Boden, zusammen mit den Scharen der Bienen.
Wort für Wort rucirāṇi api puṣpāṇi selbst die reizvollen Blüten pādapānām atiśriyā der überaus prächtigen Bäume niṣphalāni mahīm yānti fallen fruchtlos zu Boden samam madhukarotkaraiḥ zusammen mit den Scharen der Bienen nadanti kāvam muditāḥ śakunā saṅghaśaḥ kalam |
āhvayanta iva anyonyam kāma unmādakarā mama || 4-1-46
Frohlockend rufen die Vögel scharenweise ihr liebliches 'kāva', als riefen sie einander zu - mir bringt es liebeswahnsinnige Qual.
Wort für Wort nadanti kāvam muditāḥ sie rufen frohlockend ihr 'kāva' śakunā saṅghaśaḥ kalam die Vögel scharenweise, lieblich āhvayanta iva anyonyam als riefen sie einander kāma unmādakarā mama mir bringt es liebeswahnsinnige Qual vasanto yadi tatra api yatra me vasati priyā |
nūnam paravaśā sītā sā api śocyati aham yathā || 4-1-47
Wenn auch dort der Frühling herrscht, wo meine Geliebte weilt, so leidet gewiss auch Sītā, der Fremdmacht ausgeliefert, so wie ich beklagenswert bin.
Wort für Wort vasanto yadi tatra api wenn auch dort der Frühling yatra me vasati priyā wo meine Geliebte weilt nūnam paravaśā sītā gewiss, der Fremdmacht ausgeliefert, Sītā sā api śocyati aham yathā auch sie leidet, so wie ich beklagenswert bin nūnam na tu vasantaḥ tam deśam spṛśati yatra sā |
katham hi asita padmākṣī vartayet sā mayā vinā || 4-1-48
Gewiss aber berührt der Frühling nicht jenen Ort, wo sie weilt; denn wie könnte sie, die mit den dunklen Lotosaugen, ohne mich weiterleben?
Wort für Wort nūnam na tu vasantaḥ gewiss aber der Frühling nicht tam deśam spṛśati yatra sā berührt jenen Ort, wo sie ist katham hi asita padmākṣī denn wie könnte sie mit den dunklen Lotosaugen vartayet sā mayā vinā weiterleben ohne mich athavā vartate tatra vasanto yatra me priyā |
kim kariṣyati suśroṇī sā tu nir bhartsitā paraiḥ || 4-1-49
Oder aber, wenn dort, wo meine Geliebte ist, der Frühling doch herrscht - was wird die Schönhüftige tun, von Fremden bedroht?
Wort für Wort athavā vartate tatra oder aber, dort herrscht vasanto yatra me priyā der Frühling, wo meine Geliebte ist kim kariṣyati suśroṇī was wird die Schönhüftige tun sā tu nir bhartsitā paraiḥ sie, von Fremden bedroht śyāmā padma palāśākṣī mṛdu bhāṣā ca mem priyā |
nūnam vasantam āsādya parityakṣyati jīvitam || 4-1-50
Die Dunkelhäutige mit den Lotosblättern gleichenden Augen, die sanft Redende, meine Geliebte - sie wird gewiss, wenn der Frühling naht, ihr Leben aufgeben.
Wort für Wort śyāmā padma palāśākṣī die Dunkelhäutige mit den Lotosblatt-Augen mṛdu bhāṣā ca mem priyā die sanft Redende, meine Geliebte nūnam vasantam āsādya gewiss, wenn der Frühling naht parityakṣyati jīvitam wird sie ihr Leben aufgeben dṛḍham hi hṛdaye budhiḥ mama saṃprativartate |
na alam va^^rtayitum sītā sādhvī mat viraham gatā || 4-1-51
Fest steht diese Überzeugung in meinem Herzen: Sītā, die Tugendhafte, die in Trennung von mir geraten ist, vermag nicht mehr weiterzuleben.
Wort für Wort dṛḍham hi hṛdaye budhiḥ fest steht diese Überzeugung im Herzen mama saṃprativartate kehrt bei mir wieder na alam va^^rtayitum sītā Sītā vermag nicht weiterzuleben sādhvī mat viraham gatā die Tugendhafte, in Trennung von mir geraten mayi bhāvo hi vaidehyāḥ tattvato viniveśitaḥ |
mama api bhāvaḥ sītāyām sarvadhā viniveśitaḥ || 4-1-52
Denn die Zuneigung der Tochter Videhas ist wahrhaftig ganz auf mich gerichtet, und auch meine Zuneigung ist gänzlich auf Sītā gerichtet.
Wort für Wort mayi bhāvo hi vaidehyāḥ denn die Zuneigung der Tochter Videhas tattvato viniveśitaḥ ist wahrhaftig gerichtet mama api bhāvaḥ sītāyām auch meine Zuneigung auf Sītā sarvadhā viniveśitaḥ ist gänzlich gerichtet eṣa puṣpavaho vāyuḥ sukha sparśo himāvahaḥ |
tām vicintayataḥ kāntām pāvaka pratimo mama || 4-1-53
Dieser blütentragende Wind, angenehm zu berühren und kühl wie Schnee, gleicht für mich, der ich an jene Geliebte denke, einem Feuer.
Wort für Wort eṣa puṣpavaho vāyuḥ dieser blütentragende Wind sukha sparśo himāvahaḥ angenehm zu berühren, schneekühl tām vicintayataḥ kāntām für mich, der an jene Geliebte denkt pāvaka pratimo mama gleicht er mir einem Feuer sadā sukham aham manye yam purā saha sītāyā |
mārutaḥ sa vinā sītām śoka saṃjanao mama || 4-1-54
Den Wind, den ich einst zusammen mit Sītā stets als wohltuend empfand - eben dieser Wind ist mir nun, ohne Sītā, ein Erzeuger des Kummers.
Wort für Wort sadā sukham aham manye stets als wohltuend empfand ich yam purā saha sītāyā den ich einst zusammen mit Sītā mārutaḥ sa vinā sītām eben dieser Wind, ohne Sītā śoka saṃjanao mama ist mir ein Erzeuger des Kummers tām vina atha vihaṅgo asau pakṣī praṇaditaḥ tadā |
vāyasaḥ pādapagataḥ prahṛṣṭam abhi kūjati || 4-1-55
Ohne sie nun ruft jener Vogel, dort auf dem Baum sitzend, ein krähenartiger Vogel, hocherfreut sein Krächzen.
Wort für Wort tām vina atha vihaṅgo asau ohne sie nun, jener Vogel pakṣī praṇaditaḥ tadā der Vogel, damals rufend vāyasaḥ pādapagataḥ die Krähe, auf dem Baum sitzend prahṛṣṭam abhi kūjati krächzt hocherfreut eṣa vai tatra vaidehyā vihagaḥ pratihārakaḥ |
pakṣī mām tu viśālākṣyāḥ samīpam upaneṣyati || 4-1-56
Eben dieser Vogel war dort der Bote der Tochter Videhas; dieser Vogel wird mich nun in die Nähe der Großäugigen führen.
Wort für Wort eṣa vai tatra vaidehyā eben dieser dort war der Tochter Videhas vihagaḥ pratihārakaḥ Vogel, ihr Bote pakṣī mām tu viśālākṣyāḥ der Vogel wird mich der Großäugigen samīpam upaneṣyati in die Nähe führen paśya lakṣmaṇa saṃnādam vane mada vivardhanam |
puṣpita agreṣu vṛkṣeṣu dvijānām avakūjatām || 4-1-57
Sieh, o Lakṣmaṇa, das leidenschaftsmehrende Getön im Wald, das Zwitschern der Vögel in den mit blühenden Wipfeln versehenen Bäumen.
Wort für Wort paśya lakṣmaṇa saṃnādam sieh, o Lakṣmaṇa, das Getön vane mada vivardhanam im Wald, das die Leidenschaft mehrt puṣpita agreṣu vṛkṣeṣu in den mit blühenden Wipfeln versehenen Bäumen dvijānām avakūjatām das Zwitschern der Vögel vikṣiptām pavanena etām asau tilaka mañjarīm |
ṣaṭpadaḥ sahasā abhyeti mada uddhūtām iva priyām || 4-1-58
Zu dieser vom Wind aufgewirbelten Tilaka-Blütenrispe stürzt eine Biene plötzlich hin, als wäre sie ihre von Trunkenheit erregte Geliebte.
Wort für Wort vikṣiptām pavanena etām zu dieser vom Wind aufgewirbelten asau tilaka mañjarīm jener Tilaka-Blütenrispe ṣaṭpadaḥ sahasā abhyeti stürzt eine Biene plötzlich hin mada uddhūtām iva priyām als wäre sie ihre von Trunkenheit erregte Geliebte kāminām ayam atyantam aśokaḥ śoka vardhanaḥ |
stabakaiḥ pavana utkṣiptaiḥ tarjayan iva mām sthitaḥ || 4-1-59
Dieser Aśoka-Baum, für Liebende der Kummerlose, mehrt für mich den Kummer über die Maßen; mit seinen vom Wind aufgeworfenen Blütenbüscheln steht er da, als drohte er mir.
Wort für Wort kāminām ayam atyantam dieser für Liebende über die Maßen aśokaḥ śoka vardhanaḥ der 'Kummerlose' mehrt den Kummer stabakaiḥ pavana utkṣiptaiḥ mit seinen vom Wind aufgeworfenen Blütenbüscheln tarjayan iva mām sthitaḥ steht er da, als drohte er mir amī lakṣmaṇa dṛśyante cūtāḥ kusuma śālinaḥ |
vibhrama utsikta manasaḥ sa aṅgarāgā narā iva || 4-1-60
Diese blütenreichen Mangobäume, o Lakṣmaṇa, sieht man wie Männer, deren Sinn von leidenschaftlicher Erregung erfüllt ist, mit aufgetragenem Puder.
Wort für Wort amī lakṣmaṇa dṛśyante diese sieht man, o Lakṣmaṇa cūtāḥ kusuma śālinaḥ die blütenreichen Mangobäume vibhrama utsikta manasaḥ deren Sinn von Erregung erfüllt ist sa aṅgarāgā narā iva wie Männer mit aufgetragenem Puder saumitre paśya pampāyāḥ citrāsu vana rājiṣu |
kiṃnarā naraśārdūla vicaranti tataḥ tataḥ || 4-1-61
Sieh, o Sohn der Sumitrā, wie in den bunten Waldreihen der Pampā die Kiṃnaras hin und her wandeln, o Tiger unter den Männern.
Wort für Wort saumitre paśya pampāyāḥ sieh, o Sohn der Sumitrā, der Pampā citrāsu vana rājiṣu in den bunten Waldreihen kiṃnarā naraśārdūla die Kiṃnaras, o Tiger unter den Männern vicaranti tataḥ tataḥ wandeln hin und her imāni śubha gandhīni paśya lakṣmaṇa sarvaśaḥ |
nalināni prakāśante jale taruṇa sūrya vat || 4-1-62
Sieh, o Lakṣmaṇa, wie diese wohlduftenden Lotosblüten überall im Wasser leuchten wie die junge Morgensonne.
Wort für Wort imāni śubha gandhīni diese wohlduftenden paśya lakṣmaṇa sarvaśaḥ sieh, o Lakṣmaṇa, überall nalināni prakāśante die Lotosblüten leuchten jale taruṇa sūrya vat im Wasser wie die junge Sonne eṣā prasanna salilā padma nīla utpalāyutā |
haṃsa kāraṇḍava ākīrṇā pampā saugandhikā yutā || 4-1-63
Diese Pampā, mit klarem Wasser, reich an Lotos- und blauen Seerosenblüten, bedeckt mit Schwänen und Wasservögeln, versehen mit Saugandhika-Blüten.
Wort für Wort eṣā prasanna salilā diese, mit klarem Wasser padma nīla utpalāyutā reich an Lotos- und blauen Seerosenblüten haṃsa kāraṇḍava ākīrṇā bedeckt mit Schwänen und Wasservögeln pampā saugandhikā yutā die Pampā, versehen mit Saugandhika-Blüten jale taruṇa sūryābhaiḥ ṣaṭpada āhata kesaraiḥ |
pankajaiḥ śobhate pampā samantāt abhisaṃvṛtā || 4-1-64
Mit ihren im Wasser der jungen Sonne gleichenden, von Bienen umschwärmten Staubfäden, erstrahlt die Pampā, ringsum von Lotosblüten bedeckt.
Wort für Wort jale taruṇa sūryābhaiḥ im Wasser der jungen Sonne gleichend ṣaṭpada āhata kesaraiḥ mit von Bienen umschwärmten Staubfäden pankajaiḥ śobhate pampā erstrahlt die Pampā mit Lotosblüten samantāt abhisaṃvṛtā ringsum bedeckt cakravāka yutā nityam citra prastha vanāntarā |
mātaṃga mṛga yūthaiḥ ca śobhate salila arthibhiḥ || 4-1-65
Stets von Cakravāka-Vögeln begleitet, mit bunten Ebenen und Wäldern dazwischen, erstrahlt sie mit Scharen von Elefanten und Wild, die nach Wasser verlangen.
Wort für Wort cakravāka yutā nityam stets von Cakravāka-Vögeln begleitet citra prastha vanāntarā mit bunten Ebenen und Wäldern dazwischen mātaṃga mṛga yūthaiḥ ca und mit Scharen von Elefanten und Wild śobhate salila arthibhiḥ erstrahlt sie, die nach Wasser verlangen pavana āhata vegābhiḥ ūrmibhiḥ vimale aṃbhasi |
pankajāni virājante tāḍyamānāni lakṣmaṇa || 4-1-66
Von den durch den Wind bewegten Wellen im klaren Wasser geschlagen, erstrahlen die Lotosblüten, o Lakṣmaṇa.
Wort für Wort pavana āhata vegābhiḥ von den durch den Wind bewegten ūrmibhiḥ vimale aṃbhasi Wellen, im klaren Wasser pankajāni virājante erstrahlen die Lotosblüten tāḍyamānāni lakṣmaṇa geschlagen, o Lakṣmaṇa padma patra viśālākṣīm satatam priya pankajām |
apaśyato me vaidehīm jīvitam na abhirocate || 4-1-67
Die Tochter Videhas, mit Augen wie Lotosblätter, der die Lotosblüten stets lieb waren - da ich sie nicht sehe, ist mir das Leben nicht mehr willkommen.
Wort für Wort padma patra viśālākṣīm mit Augen wie Lotosblätter satatam priya pankajām der die Lotosblüten stets lieb waren apaśyato me vaidehīm da ich die Tochter Videhas nicht sehe jīvitam na abhirocate ist mir das Leben nicht willkommen aho kāmasya vāmatvam yo gatām api durlabhām |
smārayiṣyati kalyāṇīm kalyāṇa tara vādinīm || 4-1-68
Ach, wie boshaft ist das Liebesverlangen, das mich noch an die unerreichbar Ferne, die Holde, die noch Holderes Redende erinnern lässt!
Wort für Wort aho kāmasya vāmatvam ach, die Boshaftigkeit des Liebesverlangens yo gatām api durlabhām das die entfernte, unerreichbare smārayiṣyati kalyāṇīm erinnern lässt, die Holde kalyāṇa tara vādinīm die noch Holderes Redende śakyo dhārayitum kāmo bhavet abhyāgato mayā |
yadi bhūyo vasanto mām na hanyāt puṣpita drumaḥ || 4-1-69
Zu bezähmen wäre das über mich gekommene Liebesverlangen, wenn nur der Frühling mit seinen blühenden Bäumen mich nicht immer wieder träfe.
Wort für Wort śakyo dhārayitum kāmo zu bezähmen wäre das Liebesverlangen bhavet abhyāgato mayā das über mich gekommen ist yadi bhūyo vasanto mām wenn der Frühling mich nicht wieder na hanyāt puṣpita drumaḥ träfe, mit den blühenden Bäumen yāni sma ramaṇīyāni tayā saha bhavanti me |
tāni eva aramaṇīyāni jāyante me tayā vinā || 4-1-70
Was mir zusammen mit ihr erfreulich war, eben dies wird mir ohne sie unerfreulich.
Wort für Wort yāni sma ramaṇīyāni was erfreulich war tayā saha bhavanti me für mich zusammen mit ihr tāni eva aramaṇīyāni eben dies wird unerfreulich jāyante me tayā vinā für mich, ohne sie padmakośa palāśāni draṣṭum dṛṣṭiḥ hi manyate |
sītāyā netra kośābhyām sadṛśān iti lakṣmaṇa || 4-1-71
Denn mein Blick meint, o Lakṣmaṇa, die Blätter der Lotosknospen zu sehen, als wären sie den Augenwinkeln Sītās gleich.
Wort für Wort padmakośa palāśāni die Blätter der Lotosknospen draṣṭum dṛṣṭiḥ hi manyate mein Blick meint zu sehen sītāyā netra kośābhyām den Augenwinkeln Sītās sadṛśān iti lakṣmaṇa gleich, o Lakṣmaṇa padma kesara saṃsṛṣṭo vṛkṣāntara viniḥsṛtaḥ |
niḥśvāsa iva sītāyā vāti vāyuḥ manoharaḥ || 4-1-72
Vermischt mit dem Duft der Lotosstaubfäden, aus dem Innern der Bäume hervordringend, weht der herzerfreuende Wind, wie der Atemzug Sītās.
Wort für Wort padma kesara saṃsṛṣṭo vermischt mit dem Duft der Lotosstaubfäden vṛkṣāntara viniḥsṛtaḥ aus dem Innern der Bäume hervordringend niḥśvāsa iva sītāyā wie der Atemzug Sītās vāti vāyuḥ manoharaḥ weht der herzerfreuende Wind saumitre paśya pampāyā dakṣiṇe giri sānuṣu |
puṣpitān ka^^rṇikārasya yaṣṭim parama śobhitām || 4-1-73
Sieh, o Sohn der Sumitrā, auf den südlichen Berghängen der Pampā den blühenden, überaus prächtigen Zweig des Karṇikāra-Baumes.
Wort für Wort saumitre paśya pampāyā sieh, o Sohn der Sumitrā, der Pampā dakṣiṇe giri sānuṣu auf den südlichen Berghängen puṣpitān ka^^rṇikārasya den blühenden des Karṇikāra yaṣṭim parama śobhitām Zweig, überaus prächtig adhikam śaila rājo.ayam dhātubhiḥ tu vibhūṣitaḥ |
vicitram sṛjate reṇum vāyu vega vighaṭṭitam || 4-1-74
Dieser König der Berge, mit Mineralien geschmückt, wirbelt vom Ansturm des Windes bewegt, bunten Staub auf, mehr als sonst.
Wort für Wort adhikam śaila rājo.ayam dieser König der Berge, mehr als sonst dhātubhiḥ tu vibhūṣitaḥ mit Mineralien geschmückt vicitram sṛjate reṇum wirbelt bunten Staub auf vāyu vega vighaṭṭitam vom Ansturm des Windes bewegt giri prasthāstu saumitre sarvataḥ saṃprapuṣpitaiḥ |
niṣpatraiḥ sarvato ramyaiḥ pradīptā iva kiṃśukaiḥ || 4-1-75
Die Berghänge, o Sohn der Sumitrā, scheinen überall von den ganz erblühten, blattlosen, überall lieblichen Kiṃśuka-Bäumen wie in Flammen zu stehen.
Wort für Wort giri prasthāstu saumitre die Berghänge aber, o Sohn der Sumitrā sarvataḥ saṃprapuṣpitaiḥ überall ganz erblüht niṣpatraiḥ sarvato ramyaiḥ blattlos, überall lieblich pradīptā iva kiṃśukaiḥ scheinen wie in Flammen zu stehen von den Kiṃśuka-Bäumen pampā tīra ruhāḥ ca ime saṃsaktā madhu gandhinaḥ |
mālatī mallikā padma karavīrāḥ ca puṣpitāḥ || 4-1-76
Diese am Ufer der Pampā wachsenden, eng verschlungenen, nach Honig duftenden Bäume: blühende Mālatī, Mallikā, Lotos und Karavīra.
Wort für Wort pampā tīra ruhāḥ ca ime diese am Ufer der Pampā wachsenden saṃsaktā madhu gandhinaḥ eng verschlungenen, nach Honig duftenden mālatī mallikā padma Mālatī, Mallikā, Lotos karavīrāḥ ca puṣpitāḥ und blühende Karavīra ketakyaḥ sindhuvārāḥ ca vāsantyaḥ ca supuṣpitāḥ |
mādhavyo gandhapūrṇāḥ ca kuṃdagulmāḥ ca sa^^rvaśaḥ || 4-1-77
Ketaka- und Sindhuvāra-Sträucher und wohlblühende Vāsantī-Sträucher, duftreiche Mādhavī-Ranken und Kunda-Sträucher überall.
Wort für Wort ketakyaḥ sindhuvārāḥ ca Ketaka- und Sindhuvāra-Sträucher vāsantyaḥ ca supuṣpitāḥ und wohlblühende Vāsantī-Sträucher mādhavyo gandhapūrṇāḥ ca duftreiche Mādhavī-Ranken kuṃdagulmāḥ ca sa^^rvaśaḥ und Kunda-Sträucher überall ciribilvā madhūkāḥ ca vañjulā vakulāḥ tathā |
campakāḥ tilakāḥ ca eva nāgavṛkṣāḥ ca puṣpitāḥ || 4-1-78
Ciribilva- und Madhūka-Bäume, Vañjula- und Vakula-Bäume, ebenso Campaka- und Tilaka-Bäume und blühende Nāga-Bäume.
Wort für Wort ciribilvā madhūkāḥ ca Ciribilva- und Madhūka-Bäume vañjulā vakulāḥ tathā Vañjula- und Vakula-Bäume ebenso campakāḥ tilakāḥ ca eva Campaka- und Tilaka-Bäume nāgavṛkṣāḥ ca puṣpitāḥ und blühende Nāga-Bäume padmakāḥ ca eva śobhante nīla aśokāḥ ca puṣpitāḥ |
lodhrāḥ ca giri pṛṣṭheṣu siṃha kesara pinjarāḥ || 4-1-79
Padmaka-Bäume erstrahlen, und blaue, blühende Aśoka-Bäume, und Lodhra-Bäume auf den Bergrücken, gelblich wie die Mähne des Löwen.
Wort für Wort padmakāḥ ca eva śobhante Padmaka-Bäume erstrahlen nīla aśokāḥ ca puṣpitāḥ und blaue, blühende Aśoka-Bäume lodhrāḥ ca giri pṛṣṭheṣu und Lodhra-Bäume auf den Bergrücken siṃha kesara pinjarāḥ gelblich wie die Löwenmähne ankolāḥ ca kuraṇṭāḥ ca pūrṇakāḥ pāribhadrakāḥ |
cūtāḥ pāṭalayaḥ ca api kovidārāḥ ca puṣpitāḥ || 4-1-80
Aṅkola- und Kuraṇṭa-Bäume, Pūrṇaka- und Pāribhadraka-Bäume, Mangobäume und auch Pāṭala-Bäume und blühende Kovidāra-Bäume.
Wort für Wort ankolāḥ ca kuraṇṭāḥ ca Aṅkola- und Kuraṇṭa-Bäume pūrṇakāḥ pāribhadrakāḥ Pūrṇaka- und Pāribhadraka-Bäume cūtāḥ pāṭalayaḥ ca api Mangobäume und auch Pāṭala-Bäume kovidārāḥ ca puṣpitāḥ und blühende Kovidāra-Bäume mucukuṃda arjunāḥ ca eva dṛśyante girisānuṣu |
ketaka uddālakāḥ ca eva śirīṣāḥ śiṃśupā dhavāḥ || 4-1-81
Mucukunda- und Arjuna-Bäume sieht man auf den Bergrücken, ebenso Ketaka- und Uddālaka-Bäume, Śirīṣa-, Śiṃśupā- und Dhava-Bäume.
Wort für Wort mucukuṃda arjunāḥ ca eva Mucukunda- und Arjuna-Bäume dṛśyante girisānuṣu sieht man auf den Bergrücken ketaka uddālakāḥ ca eva ebenso Ketaka- und Uddālaka-Bäume śirīṣāḥ śiṃśupā dhavāḥ Śirīṣa-, Śiṃśupā- und Dhava-Bäume śālmalyaḥ kiṃśukāḥ ca eva raktāḥ kuravakāḥ tathā |
tiniśā naktamālāḥ ca caṃdanāḥ syaṃdanāḥ tathā || 4-1-82
Śālmali- und Kiṃśuka-Bäume, ebenso rote Kuravaka-Sträucher, Tiniśa- und Naktamāla-Bäume, Sandelbäume und Syandana-Bäume.
Wort für Wort śālmalyaḥ kiṃśukāḥ ca eva Śālmali- und Kiṃśuka-Bäume raktāḥ kuravakāḥ tathā ebenso rote Kuravaka-Sträucher tiniśā naktamālāḥ ca Tiniśa- und Naktamāla-Bäume caṃdanāḥ syaṃdanāḥ tathā Sandelbäume und ebenso Syandana-Bäume hintālaḥ tilakāḥ ca eva nāga vṛkṣāḥ ca puṣpitāḥ |
puṣpitān puṣpita agrābhiḥ latābhiḥ pariveṣṭitān || 4-1-83
Hintāla- und Tilaka-Bäume und blühende Nāga-Bäume, blühend, von Schlingpflanzen mit blühenden Spitzen umrankt.
Wort für Wort hintālaḥ tilakāḥ ca eva Hintāla- und Tilaka-Bäume nāga vṛkṣāḥ ca puṣpitāḥ und blühende Nāga-Bäume puṣpitān puṣpita agrābhiḥ blühend, mit blühenden Spitzen latābhiḥ pariveṣṭitān von Schlingpflanzen umrankt drumān paśya iha saumitre pampāyā rucirān bahūn |
vāta vikṣipta viṭapān yathā āsannān drumān imān || 4-1-84
Sieh, o Sohn der Sumitrā, hier die vielen reizvollen Bäume der Pampā, deren Äste vom Wind bewegt werden, diese nahestehenden Bäume.
Wort für Wort drumān paśya iha saumitre sieh die Bäume hier, o Sohn der Sumitrā pampāyā rucirān bahūn die vielen reizvollen der Pampā vāta vikṣipta viṭapān deren Äste vom Wind bewegt werden yathā āsannān drumān imān wie diese nahestehenden Bäume latāḥ samanuva^^rtante mattā iva vara striyaḥ |
pādapāt pādapam gacchan śailāt śailam vanāt vanam || 4-1-85
Die Schlingpflanzen folgen ihnen wie trunkene, edle Frauen, von Baum zu Baum ziehend, von Berg zu Berg, von Wald zu Wald.
Wort für Wort latāḥ samanuva^^rtante die Schlingpflanzen folgen ihnen mattā iva vara striyaḥ wie trunkene, edle Frauen pādapāt pādapam gacchan von Baum zu Baum ziehend śailāt śailam vanāt vanam von Berg zu Berg, von Wald zu Wald vāti na eka rasa āsvāda sammodita iva anilaḥ |
kecit paryāpta kusumāḥ pādapā madhu gandhinaḥ || 4-1-86
Der Wind weht, wie erfreut vom Genuss der mannigfachen Düfte; manche Bäume, voll erblüht, duften nach Honig.
Wort für Wort vāti na eka rasa āsvāda der Wind weht vom Genuss nicht nur eines Duftes sammodita iva anilaḥ wie erfreut, der Wind kecit paryāpta kusumāḥ manche, voll erblüht pādapā madhu gandhinaḥ Bäume, die nach Honig duften kecit mukula saṃvītāḥ śyāma varṇā iva ābabhuḥ |
idam mṛṣṭam idam svādu praphullam idam ityapi || 4-1-87
Manche, noch von Knospen umhüllt, erscheinen dunkel gefärbt; 'dies ist rein, dies ist süß, dies ist voll erblüht' - so gleichsam sprechend.
Wort für Wort kecit mukula saṃvītāḥ manche, von Knospen umhüllt śyāma varṇā iva ābabhuḥ erscheinen wie dunkel gefärbt idam mṛṣṭam idam svādu dies ist rein, dies ist süß praphullam idam ityapi dies ist voll erblüht, so auch rāga yukto madhukaraḥ kusumeṣu āvalīyate |
nilīya punar utpatya sahasā anyatra gacchati || 4-1-88
Von Leidenschaft erfüllt, hält sich die Biene an den Blüten fest, verweilt und fliegt dann plötzlich wieder auf, um anderswohin zu ziehen.
Wort für Wort rāga yukto madhukaraḥ von Leidenschaft erfüllt, die Biene kusumeṣu āvalīyate hält sich an den Blüten fest nilīya punar utpatya verweilend, dann wieder auffliegend sahasā anyatra gacchati zieht sie plötzlich anderswohin madhu lubdho madhukaraḥ paṃpā tīra drumeṣu asau |
iyam kusuma sanghātaiḥ upastīrṇā sukhā kṛtā || 4-1-89
Nach Honig gierig, an den Bäumen des Pampā-Ufers - diese Erde ist mit Anhäufungen von Blüten bedeckt und angenehm gemacht.
Wort für Wort madhu lubdho madhukaraḥ nach Honig gierig, die Biene paṃpā tīra drumeṣu asau an den Bäumen des Pampā-Ufers iyam kusuma sanghātaiḥ diese, mit Anhäufungen von Blüten upastīrṇā sukhā kṛtā bedeckt und angenehm gemacht svayam nipatitaiḥ bhūmiḥ śayana prastaraiḥ iva |
vividhā vividhaiḥ puṣpaiḥ taiḥ eva nagasānuṣu || 4-1-90
Die Erde, von selbst herabgefallenen Blüten wie mit Lagerstätten bedeckt, ist auf den Bergrücken mit mancherlei Blüten mancherlei geschmückt.
Wort für Wort svayam nipatitaiḥ bhūmiḥ die Erde, von selbst herabgefallenen śayana prastaraiḥ iva wie mit Lagerstätten bedeckt vividhā vividhaiḥ puṣpaiḥ mit mancherlei Blüten, mancherlei taiḥ eva nagasānuṣu eben damit auf den Bergrücken visteerṇāḥ pīta raktābhā saumitre prastarāḥ kṛtāḥ |
himānte paśya saumitre vṛkṣāṇām puṣpa saṃbhavam || 4-1-91
Weit ausgebreitet, gelblich und rötlich schimmernd sind die Felsplatten geworden, o Sohn der Sumitrā; sieh, o Sohn der Sumitrā, das Erblühen der Bäume am Ende des Winters.
Wort für Wort visteerṇāḥ pīta raktābhā weit ausgebreitet, gelblich-rötlich schimmernd saumitre prastarāḥ kṛtāḥ sind die Felsplatten geworden, o Sohn der Sumitrā himānte paśya saumitre sieh, o Sohn der Sumitrā, am Ende des Winters vṛkṣāṇām puṣpa saṃbhavam das Erblühen der Bäume puṣpa māse hi taravaḥ saṃgharṣāt iva puṣpitāḥ |
āhvayanta iva anyonyam nagāḥ ṣaṭpada nāditāḥ || 4-1-92
Im Blütenmonat stehen die Bäume in Blüte, als wetteiferten sie miteinander; die von Bienen umtönten Bäume scheinen einander zuzurufen.
Wort für Wort puṣpa māse hi taravaḥ im Blütenmonat die Bäume saṃgharṣāt iva puṣpitāḥ stehen wie im Wettstreit in Blüte āhvayanta iva anyonyam als riefen sie einander zu nagāḥ ṣaṭpada nāditāḥ die Bäume, von Bienen umtönt kusumottaṃsa viṭapāḥ śobhante bahu lakṣmaṇa |
eṣa kāraṇḍavaḥ pakṣī vigāhyā salilam śubham |
ramate kāntāyā sārtham kāmam uddīpayan iva || 4-1-93
Die mit Blütenkränzen geschmückten Zweige erstrahlen zahlreich, o Lakṣmaṇa; dieser Kāraṇḍava-Vogel dort, in das schöne Wasser eingetaucht, tummelt sich mit seiner Gefährtin, als wollte er mein Liebesverlangen erst recht entfachen.
Wort für Wort kusumottaṃsa viṭapāḥ die mit Blütenkränzen geschmückten Zweige śobhante bahu lakṣmaṇa erstrahlen zahlreich, o Lakṣmaṇa eṣa kāraṇḍavaḥ pakṣī dieser Kāraṇḍava-Vogel vigāhyā salilam śubham in das schöne Wasser eingetaucht ramate kāntāyā sārtham tummelt sich mit seiner Gefährtin kāmam uddīpayan iva als entfachte er das Liebesverlangen
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