Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 38: Sugrīva Rāma Saṃvādaḥ Sugrīvas Auszug und die Ankündigung des Affenheeres

pratigṛhya ca tat sarvam upānayam upāhṛtam | vānarān sāntvayitvā ca sarvān eva vyasarjayat ||

Nachdem er all die dargebrachte Gabe entgegengenommen hatte, entließ er, nachdem er sie alle besänftigt hatte, sämtliche Affen.

Wort für Wort
pratigṛhya ca tat sarvam
und all dies entgegennehmend
upānayam upāhṛtam
die dargebrachte Gabe
vānarān sāntvayitvā ca
und die Affen besänftigend
sarvān eva vyasarjayat
entließ er sie alle

visarjayitvā sa harīn sahasrān tān kṛta karmaṇaḥ | mene kṛtārtham ātmānam rāghavam ca mahābalam ||

Nachdem er jene Tausende von Affen, die ihre Aufgabe erfüllt hatten, entlassen hatte, betrachtete er sich selbst und den überaus starken Rāghava als am Ziel angelangt.

Wort für Wort
visarjayitvā sa harīn sahasrān
er, nachdem er die Tausende von Affen entlassen hatte
tān kṛta karmaṇaḥ
jene, deren Aufgabe erfüllt war
mene kṛtārtham ātmānam
hielt sich selbst für am Ziel angelangt
rāghavam ca mahābalam
und den überaus starken Rāghava

sa lakṣmaṇo bhīma balam sarva vānara sattamam | abravīt praśritam vākyam sugrīvam saṃpraharṣayan || kiṣkiṃdhāyā viniṣkrāma yadi te saumya rocate |

Da sprach Lakṣmaṇa zu Sugrīva, dem Besten aller Affen von furchtbarer Kraft, ein demütiges, ihn erfreuendes Wort: „Verlasse Kiṣkindhā, o Sanftmütiger, wenn es dir gefällt,

Wort für Wort
sa lakṣmaṇo
da Lakṣmaṇa
bhīma balam sarva vānara sattamam
zu dem Besten aller Affen von furchtbarer Kraft
abravīt praśritam vākyam
sprach ein demütiges Wort
sugrīvam saṃpraharṣayan
Sugrīva erfreuend
kiṣkiṃdhāyā viniṣkrāma
verlasse Kiṣkindhā
yadi te saumya rocate
wenn es dir gefällt, o Sanftmütiger

tasya tat vacanam śrutvā lakṣmaṇasya subhāṣitam | sugrīvaḥ parama prīto vākyam etat uvāca ha | evam bhavatu gacchāmaḥ stheyam tvat śāsane mayā ||

Als Sugrīva jenes wohlgesprochene Wort Lakṣmaṇas vernommen hatte, sprach er hocherfreut diese Worte: „So sei es, wir wollen ziehen; ich werde nach deinem Befehl handeln.“

Wort für Wort
tasya tat vacanam śrutvā
dieses Wort hörend
lakṣmaṇasya subhāṣitam
das wohlgesprochene Lakṣmaṇas
sugrīvaḥ parama prīto
Sugrīva, überaus erfreut
vākyam etat uvāca ha
sprach dieses Wort
evam bhavatu gacchāmaḥ
so sei es, wir wollen gehen
stheyam tvat śāsane mayā
ich werde in deinem Befehl verbleiben

tam evam uktvā sugrīvo lakṣmaṇam śubha lakṣaṇam | visarjayāmāsa tadā tārā adyāḥ ca eva yoṣitaḥ ||

So zu Lakṣmaṇa, der die guten Merkmale trug, gesprochen habend, entließ Sugrīva daraufhin Tārā und die übrigen Frauen.

Wort für Wort
tam evam uktvā
so zu ihm gesprochen habend
sugrīvo lakṣmaṇam śubha lakṣaṇam
Sugrīva zu Lakṣmaṇa, dem Träger guter Merkmale
visarjayāmāsa tadā
entließ er darauf
tārā adyāḥ ca eva yoṣitaḥ
Tārā und die übrigen Frauen

ehi iti ucchaiḥ hari varān sugrīvaḥ samudāharat | tasya tad vacanam śrutvā harayaḥ śīghram āyayuḥ || baddha aṃjali puṭāḥ sarve ye syuḥ strī darśana kṣamāḥ |

„Kommt her!“ rief Sugrīva den besten Affen mit lauter Stimme zu; als sie sein Wort vernommen hatten, kamen jene Affen rasch herbei, alle mit gefalteten Händen, die dazu berechtigt waren, die Frauen zu erblicken.

Wort für Wort
ehi iti ucchaiḥ
„Kommt her!“ mit lauter Stimme
hari varān sugrīvaḥ samudāharat
rief Sugrīva den besten Affen zu
tasya tad vacanam śrutvā
dieses sein Wort hörend
harayaḥ śīghram āyayuḥ
kamen die Affen rasch herbei
baddha aṃjali puṭāḥ sarve
alle mit gefalteten Händen
ye syuḥ strī darśana kṣamāḥ
die berechtigt waren, die Frauen zu sehen

tān uvāca tataḥ prāptān rājā arka sadṛśa prabhaḥ || upasthāpayata kṣipram śibikām mama vānarāḥ |

Zu jenen, die herbeigekommen waren, sprach dann der König, an Glanz der Sonne gleich: „Stellt rasch meine Sänfte bereit, ihr Affen!“

Wort für Wort
tān uvāca tataḥ prāptān
zu jenen sprach er dann, die herbeigekommen waren
rājā arka sadṛśa prabhaḥ
der König, an Glanz der Sonne gleich
upasthāpayata kṣipram śibikām
stellt rasch die Sänfte bereit
mama vānarāḥ
ihr Affen, für mich

śrutvā tu vacanam tasya harayaḥ śīghra vikramāḥ || samupasthāpayāmāsuḥ śibikām priya darśanām |

Als die Affen von rascher Kraft sein Wort vernommen hatten, stellten sie die schöne Sänfte bereit.

Wort für Wort
śrutvā tu vacanam tasya
aber sein Wort hörend
harayaḥ śīghra vikramāḥ
die Affen von rascher Kraft
samupasthāpayāmāsuḥ śibikām
stellten die Sänfte bereit
priya darśanām
die schöne, anmutige

tām upasthāpitām dṛṣṭvā śibikām vānarādhipaḥ || lakṣmaṇa āruhyatām śīghram iti saumitrim abravīt |

Als der Affenherrscher die bereitgestellte Sänfte sah, sprach er zu dem Sohn der Sumitrā: „Lakṣmaṇa, besteige sie rasch!“

Wort für Wort
tām upasthāpitām dṛṣṭvā
diese bereitgestellte sehend
śibikām vānarādhipaḥ
die Sänfte, der Affenherrscher
lakṣmaṇa āruhyatām śīghram
Lakṣmaṇa, besteige sie rasch
iti saumitrim abravīt
so sprach er zum Sohn der Sumitrā

iti uktvā kāṃcanam yānam sugrīvaḥ sūrya sannibham || bahubhiḥ haribhiḥ yuktam āruroha sa lakṣmaṇaḥ |

So gesprochen habend, bestieg Sugrīva das goldene, der Sonne gleichende, von vielen Affen getragene Gefährt, und mit ihm Lakṣmaṇa.

Wort für Wort
iti uktvā
so gesprochen habend
kāṃcanam yānam sugrīvaḥ
das goldene Gefährt, Sugrīva
sūrya sannibham
der Sonne gleichend
bahubhiḥ haribhiḥ yuktam
von vielen Affen bespannt
āruroha sa lakṣmaṇaḥ
bestieg es, und mit ihm Lakṣmaṇa

pāṇḍureṇa ātapatreṇa dhriyamāṇena mūrdhani || śuklaiḥ ca vāla vyajanaiḥ dhūyamānaiḥ samaṃtataḥ | śaṃkha bherī ninādaiḥ ca vandibhiḥ ca abhivanditaḥ || niryayau prāpya sugrīvo rājya śriyam anuttamām |

Mit einem weißen Sonnenschirm, der über seinem Haupt gehalten wurde, mit weißen Yak-Wedeln, die ringsum geschwenkt wurden, begrüßt von Muschelhorn- und Trommelklängen sowie von Lobsängern, zog Sugrīva, nachdem er die höchste königliche Herrlichkeit erlangt hatte, hinaus.

Wort für Wort
pāṇḍureṇa ātapatreṇa
mit einem weißen Sonnenschirm
dhriyamāṇena mūrdhani
der über dem Haupt gehalten wurde
śuklaiḥ ca vāla vyajanaiḥ
und mit weißen Schweifwedeln
dhūyamānaiḥ samaṃtataḥ
die ringsum geschwenkt wurden
śaṃkha bherī ninādaiḥ ca
und mit dem Klang von Muschelhorn und Trommel
vandibhiḥ ca abhivanditaḥ
und von Lobsängern begrüßt
niryayau prāpya sugrīvo
zog Sugrīva hinaus, nachdem er erlangt hatte
rājya śriyam anuttamām
die höchste königliche Herrlichkeit

sa vānara śataiḥ tīṣkṇaiḥ bahubhiḥ śastra pāṇibhiḥ || parikīrṇo yayau tatra yatra rāmo vyavasthitaḥ |

Umgeben von Hunderten scharfer, mit Waffen bewehrter Affen, zog er dorthin, wo Rāma weilte.

Wort für Wort
sa vānara śataiḥ tīṣkṇaiḥ
er, von Hunderten scharfer Affen
bahubhiḥ śastra pāṇibhiḥ
von vielen, mit Waffen in der Hand
parikīrṇo yayau tatra
umgeben zog er dorthin
yatra rāmo vyavasthitaḥ
wo Rāma sich aufhielt

sa tam deśam anuprāpya śreṣṭham rāma niṣevitam || avātarat mahātejāḥ śibikāyāḥ sa lakṣmaṇaḥ |

Als er jenen herrlichen, von Rāma bewohnten Ort erreicht hatte, stiegen der überaus glanzvolle Sugrīva und Lakṣmaṇa von der Sänfte herab.

Wort für Wort
sa tam deśam anuprāpya
er, diesen Ort erreichend
śreṣṭham rāma niṣevitam
den herrlichen, von Rāma bewohnten
avātarat mahātejāḥ
stieg herab, der überaus Glanzvolle
śibikāyāḥ sa lakṣmaṇaḥ
von der Sänfte, und Lakṣmaṇa

āsādya ca tato rāmam kṛta aṃjali puṭo abhavat || kṛta aṃjalau sthite tasmin vānarāḥ ca abhavan tathā |

Und als er dann zu Rāma getreten war, faltete er die Hände; und als jener mit gefalteten Händen dastand, taten es die Affen ihm ebenso gleich.

Wort für Wort
āsādya ca tato rāmam
und zu Rāma tretend
kṛta aṃjali puṭo abhavat
faltete er die Hände
kṛta aṃjalau sthite tasmin
als jener mit gefalteten Händen dastand
vānarāḥ ca abhavan tathā
taten es ebenso die Affen

taṭākam iva tam dṛṣṭvā rāmaḥ kuḍmala paṃkajam || vānarāṇām mahat sainyam sugrīve prītimān abhūt |

Als Rāma jenes gewaltige Affenheer erblickte, das einem See mit knospenden Lotosblüten glich, wurde er Sugrīva gegenüber voller Zuneigung.

Wort für Wort
taṭākam iva tam dṛṣṭvā
dies wie einen See erblickend
rāmaḥ kuḍmala paṃkajam
Rāma, mit knospenden Lotosblüten
vānarāṇām mahat sainyam
das gewaltige Heer der Affen
sugrīve prītimān abhūt
wurde Sugrīva gegenüber voller Zuneigung

pādayoḥ patitam mūrdhnā tam utthāpya harīśvaram || premṇā ca bahumānāt ca rāghavaḥ pariṣasvaje |

Den Affenherrscher, der sich mit dem Haupt zu seinen Füßen niedergeworfen hatte, hob der Rāghava auf und umarmte ihn voll Liebe und Hochachtung.

Wort für Wort
pādayoḥ patitam mūrdhnā
der mit dem Haupt zu Füßen gefallen war
tam utthāpya harīśvaram
diesen Affenherrscher aufhebend
premṇā ca bahumānāt ca
aus Liebe und aus Hochachtung
rāghavaḥ pariṣasvaje
umarmte ihn der Rāghava

pariṣvajya ca dharmātmā niṣīda iti tato abravīt || niṣaṇṇam tam tato dṛṣṭvā kṣitau rāmo abravīt tataḥ |

Und ihn umarmend, sprach der Rechtschaffene sodann: „Setze dich!“; und als er ihn sich auf den Boden gesetzt sah, sprach Rāma darauf:

Wort für Wort
pariṣvajya ca dharmātmā
und ihn umarmend, der Rechtschaffene
niṣīda iti tato abravīt
sprach er darauf: „Setze dich!“
niṣaṇṇam tam tato dṛṣṭvā
ihn dann sitzend sehend
kṣitau rāmo abravīt tataḥ
auf dem Boden, sprach Rāma darauf

dharmam artham ca kāmam ca kāle yaḥ tu niṣevate || vibhajya satatam vīra sa rājā harisattama |

„Wer, o Held, Recht, Nutzen und Verlangen stets zur rechten Zeit, wohl unterschieden, pflegt, der ist, o Bester der Affen, wahrhaft ein König.

Wort für Wort
dharmam artham ca kāmam ca
Recht, Nutzen und Verlangen
kāle yaḥ tu niṣevate
wer aber zur rechten Zeit pflegt
vibhajya satatam vīra
stets wohl unterschieden, o Held
sa rājā harisattama
der ist ein König, o Bester der Affen

hitvā dharmam tathā artham ca kāmam yaḥ tu niṣevate || sa vṛkṣa agre yathā suptaḥ patitaḥ pratibudhyate |

Wer aber Recht und Nutzen aufgibt und nur dem Verlangen frönt, der erwacht, wie einer, der im Gipfel eines Baumes schlief, erst nach seinem Sturz.

Wort für Wort
hitvā dharmam tathā artham ca
Recht und ebenso Nutzen aufgebend
kāmam yaḥ tu niṣevate
wer aber dem Verlangen frönt
sa vṛkṣa agre yathā suptaḥ
der, wie einer, der im Wipfel des Baumes schlief
patitaḥ pratibudhyate
erwacht erst nach dem Fallen

amitrāṇām vadhe yukto mitrāṇām saṃgrahe rataḥ || trivarga phala bhoktā ca rājā dharmeṇa yujyate |

Wer darauf bedacht ist, Feinde zu vernichten, und Freude daran hat, Freunde zu gewinnen, und die Frucht der drei Lebensziele genießt – ein solcher König ist mit dem Recht verbunden.

Wort für Wort
amitrāṇām vadhe yukto
auf die Vernichtung der Feinde bedacht
mitrāṇām saṃgrahe rataḥ
an der Gewinnung von Freunden erfreut
trivarga phala bhoktā ca
und Genießer der Frucht der drei Ziele
rājā dharmeṇa yujyate
ein solcher König ist mit dem Recht verbunden

udyoga samayaḥ tu eṣa prāptaḥ śatru niṣūdana || saṃciṃtyatām hi piṃgeśa haribhiḥ saha maṃtribhiḥ |

Nun aber ist die Zeit zum Handeln gekommen, o Feindevertilger; überlege daher, o Herrscher der Gelbbraunen, gemeinsam mit deinen Affenministern.“

Wort für Wort
udyoga samayaḥ tu eṣa
dies aber ist die Zeit des Aufbruchs
prāptaḥ śatru niṣūdana
gekommen, o Feindevertilger
saṃciṃtyatām hi piṃgeśa
es werde bedacht, o Herr der Gelbbraunen
haribhiḥ saha maṃtribhiḥ
zusammen mit den Affenministern

evam uktaḥ tu sugrīvo rāmam vacanam abravīt || pranaṣṭā śrīḥ ca kīrtiḥ ca kapi rājyam ca śāśvatam | tvat prasādāt mahābāho punaḥ prāptam idam mayā ||

So angesprochen, sprach Sugrīva zu Rāma dieses Wort: „Herrlichkeit, Ruhm und das althergebrachte Affenreich waren verloren; durch deine Gnade, o Starkarmiger, habe ich sie nun wiedererlangt.

Wort für Wort
evam uktaḥ tu sugrīvo
so aber angesprochen, Sugrīva
rāmam vacanam abravīt
sprach zu Rāma dieses Wort
pranaṣṭā śrīḥ ca kīrtiḥ ca
verloren waren Herrlichkeit und Ruhm
kapi rājyam ca śāśvatam
und das althergebrachte Affenreich
tvat prasādāt mahābāho
durch deine Gnade, o Starkarmiger
punaḥ prāptam idam mayā
habe ich dies nun wiedererlangt

tava deva prasadāt ca bhrātuḥ ca jayatām vara | kṛtam na pratikuryāt yaḥ puruṣāṇām sa dūṣakaḥ ||

Durch deine Gnade, o Herr, und die deines Bruders, o Bester der Sieger – wer eine erwiesene Wohltat nicht vergilt, der ist unter den Menschen ein Verderber.

Wort für Wort
tava deva prasadāt ca
durch deine Gnade, o Herr
bhrātuḥ ca jayatām vara
und durch die deines Bruders, o Bester der Sieger
kṛtam na pratikuryāt yaḥ
wer eine erwiesene Wohltat nicht vergilt
puruṣāṇām sa dūṣakaḥ
der ist unter den Menschen ein Verderber

ete vānara mukhyāḥ ca śataśaḥ śatru sūdana | prāptāḥ ca ādāya balinaḥ pṛthivyām sarva vānarān ||

Diese wichtigsten Affen, o Feindevertilger, sind zu Hunderten hergekommen, nachdem sie alle starken Affen der Erde herbeigeholt haben.

Wort für Wort
ete vānara mukhyāḥ ca
diese wichtigsten Affen
śataśaḥ śatru sūdana
zu Hunderten, o Feindevertilger
prāptāḥ ca ādāya balinaḥ
sind gekommen, nachdem sie die Starken herbeigeholt haben
pṛthivyām sarva vānarān
alle Affen der Erde

ṛkṣāḥ ca vānarāḥ śūrā golāṃgūlāḥ ca rāghava | kāṃtāra vana durgāṇām abhijñā ghora darśanāḥ ||

Bären und tapfere Affen und Languren, o Rāghava, kundig der unwegsamen Wälder und Wildnisse, von furchterregendem Aussehen –

Wort für Wort
ṛkṣāḥ ca vānarāḥ śūrā
Bären und tapfere Affen
golāṃgūlāḥ ca rāghava
und Languren, o Rāghava
kāṃtāra vana durgāṇām
der unwegsamen Wälder und Wildnisse
abhijñā ghora darśanāḥ
kundig, von furchterregendem Aussehen

deva gandharva putrāḥ ca vānarāḥ kāma rūpiṇaḥ | svaiḥ svaiḥ parivṛtāḥ sainyaiḥ vartante pathi rāghava ||

und Söhne von Göttern und Gandharven, Affen von beliebiger Gestaltwandlung, umgeben von je ihren eigenen Heerscharen, sind auf dem Weg hierher, o Rāghava.

Wort für Wort
deva gandharva putrāḥ ca
und Söhne von Göttern und Gandharven
vānarāḥ kāma rūpiṇaḥ
Affen von beliebiger Gestalt
svaiḥ svaiḥ parivṛtāḥ sainyaiḥ
umgeben von je ihren eigenen Heerscharen
vartante pathi rāghava
befinden sich auf dem Weg, o Rāghava

śataiḥ śata sahasraiḥ ca koṭibhiḥ ca plavaṃgamāḥ | ayutaiḥ ca āvṛtā vīrā śaṃkubhiḥ ca paraṃtapa ||

Zu Hunderten, Hunderttausenden und Koṭis, umgeben von Myriaden und noch größeren Zahlen, kommen die tapferen Affen, o Bezwinger der Feinde,

Wort für Wort
śataiḥ śata sahasraiḥ ca
zu Hunderten und Hunderttausenden
koṭibhiḥ ca plavaṃgamāḥ
und zu Koṭis, die Affen
ayutaiḥ ca āvṛtā vīrā
umgeben von Myriaden, die Helden
śaṃkubhiḥ ca paraṃtapa
und von Śaṅkus (noch größeren Zahlen), o Bezwinger der Feinde

arbudaiḥ arbuda śataiḥ madhyaiḥ ca antaiḥ ca vānarāḥ | samudrāḥ ca parārdhāḥ ca harayo hari yūthapāḥ ||

zu Arbudas und Hunderten von Arbudas, mit mittleren und äußersten Zahlen – die Affen, die Anführer der Affenscharen, kommen in Zahlen wie Samudras und Parārdhas herbei.

Wort für Wort
arbudaiḥ arbuda śataiḥ
zu Arbudas und Hunderten von Arbudas
madhyaiḥ ca antaiḥ ca vānarāḥ
mit mittleren und äußersten Zahlen, die Affen
samudrāḥ ca parārdhāḥ ca
und Samudras und Parārdhas
harayo hari yūthapāḥ
die Affen, die Anführer der Affenscharen

āgamiṣyanti te rājan mahendra sama vikramāḥ | megha parvata saṃkāśā meru vindhya kṛta ālayāḥ ||

Sie werden kommen, o König, von der Kraft des Indra gleich, wolken- und berggleich anzusehen, die ihre Wohnstatt am Meru und Vindhya haben.

Wort für Wort
āgamiṣyanti te rājan
sie werden kommen, o König
mahendra sama vikramāḥ
von Kraft dem großen Indra gleich
megha parvata saṃkāśā
wolken- und berggleich
meru vindhya kṛta ālayāḥ
die am Meru und Vindhya ihre Wohnstatt haben

te tvām abhigamiṣyanti rākṣasam yoddhum āhave | nihatya rāvaṇam yuddhe hi ānayiṣyanti maithilīm ||

Sie werden zu dir kommen, um den Rākṣasa in der Schlacht zu bekämpfen; nachdem sie Rāvaṇa im Kampf erschlagen haben, werden sie fürwahr die Maithilī zurückbringen.“

Wort für Wort
te tvām abhigamiṣyanti
sie werden zu dir kommen
rākṣasam yoddhum āhave
um den Rākṣasa im Kampf zu bekämpfen
nihatya rāvaṇam yuddhe
nachdem sie Rāvaṇa im Kampf erschlagen haben
hi ānayiṣyanti maithilīm
werden sie fürwahr die Maithilī zurückbringen

tataḥ samudyogam avekṣya vīryavān hari pravīrasya nideśa vartinaḥ | babhūva harṣāt vasudhā adhipa ātmajaḥ prabuddha nīla utpala tulya darśanaḥ ||

Da wurde, als er die Kampfbereitschaft sah, die der Vollmacht des tapferen Affenhelden folgte, der kraftvolle Sohn des Erdenherrschers, von Aussehen einer erblühten blauen Lotosblüte gleich, voller Freude.

Wort für Wort
tataḥ samudyogam avekṣya
dann, die Kampfbereitschaft betrachtend
vīryavān hari pravīrasya
des kraftvollen, tapferen Affenhelden
nideśa vartinaḥ
die seiner Weisung folgte
babhūva harṣāt vasudhā adhipa ātmajaḥ
wurde vor Freude der Sohn des Erdenherrschers
prabuddha nīla utpala tulya darśanaḥ
von Aussehen einer erblühten blauen Lotosblüte gleich

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