Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 50: Ṛkṣabila Praveśaḥ Der Eintritt in die Höhle Ṛkṣabila

saha tārāṃgadābhyāṃ tu saṃgamya hanumān kapiḥ | vicinoti ca vindhyasya guhāś ca gahanāni ca ||

Nachdem sich der Affe Hanumān mit Tāra und Aṅgada vereinigt hatte, durchsuchte er die Höhlen und Dickichte des Vindhya.

Wort für Wort
saha tārāṃgadābhyām tu
zusammen mit Tāra und Aṅgada
saṃgamya hanumān kapiḥ
nachdem sich der Affe Hanumān vereinigt hatte
vicinoti ca vindhyasya
durchsuchte er des Vindhya
guhāḥ ca gahanāni ca
Höhlen und Dickichte

siṃhaśārdūlajuṣṭāś ca guhāś ca paritas tathā | viṣameṣu nagendrasya mahāprasravaṇeṣu ca ||

die Höhlen, die von Löwen und Tigern bewohnt waren, ringsum, sowie in den unwegsamen, großen Quellorten des Bergfürsten.

Wort für Wort
siṃhaśārdūlajuṣṭāḥ ca
und die von Löwen und Tigern bewohnten
guhāḥ ca paritaḥ tathā
Höhlen ringsum ebenso
viṣameṣu nagendrasya
in den unwegsamen (Orten) des Bergfürsten
mahāprasravaṇeṣu ca
und in den großen Quellorten

āseduḥ tasya śailasya koṭiṃ dakṣiṇapaścimām | teṣāṃ tatraiva vasatāṃ sa kālo vyatyavartata ||

Sie erreichten den südwestlichen Gipfel jenes Berges; während sie dort verweilten, verstrich jene Zeit.

Wort für Wort
āseduḥ tasya śailasya
sie erreichten jenes Berges
koṭim dakṣiṇapaścimām
den südwestlichen Gipfel
teṣām tatra eva vasatām
während sie eben dort verweilten
sa kālaḥ vyatyavartata
verstrich jene Zeit

sa hi deśo duranveṣyo guhāgahanavān mahān | tatra vāyusutaḥ sarvaṃ vicinoti sma parvatam ||

Denn jenes Gebiet war schwer zu durchsuchen, groß und reich an Höhlen und Dickicht; dort durchsuchte der Sohn des Windes den ganzen Berg.

Wort für Wort
sa hi deśaḥ duranveṣyaḥ
denn jenes Gebiet war schwer zu durchsuchen
guhāgahanavān mahān
groß, reich an Höhlen und Dickicht
tatra vāyusutaḥ
dort der Sohn des Windes
sarvam vicinoti sma parvatam
durchsuchte den ganzen Berg

parasspareṇa rahitā anyonyasyāvidūrataḥ | gajo gavākṣo gavayaḥ śarabho gandhamādanaḥ || maindaś ca dvividaś caiva hanumān jāṃbavān api | aṃgado yuvarājaś ca tāraś ca vanagocaraḥ |

Getrennt voneinander, doch einander nicht fern: Gaja, Gavākṣa, Gavaya, Śarabha, Gandhamādana, ferner Mainda und Dvivida, Hanumān, auch Jāmbavān, der Kronprinz Aṅgada, und Tāra, der Waldstreifer.

Wort für Wort
parasspareṇa rahitāḥ
voneinander getrennt
anyonyasya avidūrataḥ
einander nicht fern
gajaḥ gavākṣaḥ gavayaḥ
Gaja, Gavākṣa, Gavaya
śarabhaḥ gandhamādanaḥ
Śarabha, Gandhamādana
maindaḥ ca dvividaḥ caiva
und Mainda und Dvivida
hanumān jāṃbavān api
Hanumān, auch Jāmbavān
aṃgadaḥ yuvarājaḥ ca
der Kronprinz Aṅgada
tāraḥ ca vanagocaraḥ
und Tāra, der Waldstreifer

girijālāvṛtān deśān mārgitvā dakṣiṇāṃ diśam | vicinvantas tataḥ tatra dadṛśur vivṛtaṃ bilam ||

Nachdem sie die von Bergketten überzogenen Gebiete in südlicher Richtung durchsucht hatten, erblickten sie, dort weitersuchend, eine offene Höhle.

Wort für Wort
girijālāvṛtān deśān
die von Bergketten überzogenen Gebiete
mārgitvā dakṣiṇām diśam
nachdem sie die südliche Richtung durchsucht hatten
vicinvantaḥ tataḥ tatra
dort weitersuchend
dadṛśuḥ vivṛtam bilam
erblickten sie eine offene Höhle

durgam ṛkṣabilaṃ nāma dānavenābhirakṣitam | kṣutpipāsāparītās tu śrāntās tu salilārthinaḥ || avakīrṇaṃ latāvṛkṣair dadṛśus te mahad bilam |

Ein unzugänglicher Ort namens Ṛkṣabila, von einem Dānava bewacht; von Hunger und Durst überwältigt, erschöpft, nach Wasser verlangend, sahen sie jene große, mit Schlingpflanzen und Bäumen überwucherte Höhle.

Wort für Wort
durgam ṛkṣabilam nāma
ein unzugänglicher Ort namens Ṛkṣabila
dānavena abhirakṣitam
von einem Dānava bewacht
kṣutpipāsāparītāḥ tu
von Hunger und Durst überwältigt aber
śrāntāḥ tu salilārthinaḥ
erschöpft und nach Wasser verlangend
avakīrṇam latāvṛkṣaiḥ
überwuchert von Schlingpflanzen und Bäumen
dadṛśuḥ te mahat bilam
sahen sie jene große Höhle

tatra krauṃcāś ca haṃsāś ca sārasāś cāpi niṣkraman | jalārdrāś cakravākāś ca raktāṃgāḥ padmareṇubhiḥ || tataḥ tad bilam āsādya sugandhi duratikramam | vismayavyagramanaso babhūvur vānararṣabhāḥ |

Dort kamen Kraniche und Gänse und auch Reiher hervor, wasserdurchnässt, und rotbraune Gänse, ihre Glieder rot vom Lotusstaub; als sie dann jene duftende, schwer zu durchdringende Höhle erreicht hatten, gerieten die Stiere unter den Affen in verwirrtes Staunen.

Wort für Wort
tatra krauṃcāḥ ca haṃsāḥ ca
dort Kraniche und Gänse
sārasāḥ ca api niṣkraman
und auch Reiher kamen hervor
jalārdrāḥ cakravākāḥ ca
wasserdurchnässte rotbraune Gänse
raktāṃgāḥ padmareṇubhiḥ
ihre Glieder rot vom Lotusstaub
tataḥ tat bilam āsādya
als sie jene Höhle erreicht hatten
sugandhi duratikramam
duftend, schwer zu durchdringen
vismayavyagramanasaḥ babhūvuḥ
gerieten in verwirrtes Staunen
vānararṣabhāḥ
die Stiere unter den Affen

saṃjātapariśaṃkās te tad bilaṃ plavagottamāḥ | abhyapadyanta saṃhṛṣṭās tejovanto mahābalāḥ || nānāsattvasamākīrṇāṃ daityendranilayopamām | durdarśam iva ghoraṃ ca durvigāhyaṃ ca sarvaśaḥ |

Von Argwohn erfüllt, betraten jene besten der Springer, dennoch freudig, kraftvoll und gewaltig, jene Höhle – erfüllt von mancherlei Wesen, dem Wohnsitz des Daitya-Fürsten gleich, schwer anzusehen, furchtbar und überall schwer zu durchdringen.

Wort für Wort
saṃjātapariśaṃkāḥ te
jene von Argwohn erfüllten
tat bilam plavagottamāḥ
jene Höhle die besten der Springer
abhyapadyanta saṃhṛṣṭāḥ
betraten sie, freudig
tejovantaḥ mahābalāḥ
kraftvoll und gewaltig
nānāsattvasamākīrṇām
erfüllt von mancherlei Wesen
daityendranilayopamām
dem Wohnsitz des Daitya-Fürsten gleich
durdarśam iva ghoram ca
schwer anzusehen und furchtbar
durvigāhyam ca sarvaśaḥ
und überall schwer zu durchdringen

tataḥ parvatakūṭābho hanumān mārutātmajaḥ | abravīd vānarān ghorān kāntāravanakovidaḥ ||

Da sprach Hanumān, der Sohn des Windes, einem Berggipfel gleich, kundig in wilden Wäldern, zu den furchterregten Affen.

Wort für Wort
tataḥ parvatakūṭābhaḥ
da, einem Berggipfel gleich
hanumān mārutātmajaḥ
Hanumān, der Sohn des Windes
abravīt vānarān ghorān
sprach er zu den furchterregten Affen
kāntāravanakovidaḥ
kundig in wilden Wäldern

girijālāvṛtān deśān mārgitvā dakṣiṇāṃ diśam | vayaṃ sarve pariśrāṃtā na ca paśyāma maithilīm || asmāc cāpi bilād haṃsāḥ krauṃcāś ca saha sārasaiḥ | jalārdrāś cakravākāś ca niṣpatanti sma sarvaśaḥ |

›Nachdem wir die von Bergketten überzogenen Gebiete in südlicher Richtung durchsucht haben, sind wir alle erschöpft und haben die Maithilī doch nicht gesehen. Und aus eben dieser Höhle kommen Gänse, Kraniche samt Reihern, wasserdurchnässt, und rotbraune Gänse von überallher hervor.‹

Wort für Wort
girijālāvṛtān deśān
die von Bergketten überzogenen Gebiete
mārgitvā dakṣiṇām diśam
nachdem wir südlich durchsucht haben
vayam sarve pariśrāṃtāḥ
wir alle sind erschöpft
na ca paśyāma maithilīm
und wir sehen die Maithilī nicht
asmāt ca api bilāt
und aus eben dieser Höhle
haṃsāḥ krauṃcāḥ ca saha sārasaiḥ
Gänse, Kraniche samt Reihern
jalārdrāḥ cakravākāḥ ca
wasserdurchnässte rotbraune Gänse
niṣpatanti sma sarvaśaḥ
kommen von überallher hervor

nūnaṃ salilavān atra kūpo vā yadi vā hradaḥ | tathā ca ime biladvāre snigdhāḥ tiṣṭhanti pādapāḥ || iti uktāḥ tad bilaṃ sarve viviśus timirāvṛtam | acandrasūryaṃ harayo dadṛśū romaharṣaṇam |

›Gewiss gibt es hier einen wasserreichen Brunnen oder einen Teich; auch stehen ja diese üppigen Bäume am Höhleneingang.‹ So angesprochen, betraten alle Affen jene von Finsternis umhüllte Höhle, ohne Mond und Sonne, die den Affen die Haare sträuben ließ.

Wort für Wort
nūnam salilavān atra
gewiss ist hier wasserreich
kūpaḥ vā yadi vā hradaḥ
ein Brunnen oder ein Teich
tathā ca ime biladvāre
und ebenso am Höhleneingang
snigdhāḥ tiṣṭhanti pādapāḥ
stehen üppige Bäume
iti uktāḥ tat bilam sarve
so angesprochen, alle jene Höhle
viviśuḥ timirāvṛtam
betraten sie, von Dunkel umhüllt
acandrasūryam harayaḥ
ohne Mond und Sonne, die Affen
dadṛśuḥ romaharṣaṇam
erblickten sie, haarsträubend

niśamya tasmāt siṃhāś ca tāṃs tān ca mṛgapakṣiṇaḥ | praviṣṭā hariśārdūlā bilaṃ timirāvṛtam ||

Als sie dies vernahmen, (flohen) Löwen und mancherlei Tiere und Vögel, während die Tiger unter den Affen die von Dunkelheit umhüllte Höhle betraten.

Wort für Wort
niśamya tasmāt siṃhāḥ ca
als sie dies vernahmen, Löwen
tān tān ca mṛgapakṣiṇaḥ
und mancherlei Tiere und Vögel
praviṣṭāḥ hariśārdūlāḥ
betraten die Tiger unter den Affen
bilam timirāvṛtam
die von Dunkel umhüllte Höhle

na teṣāṃ sajjate dṛṣṭir na tejo na parākramaḥ | vāyor iva gatis teṣāṃ dṛṣṭis tam api vartate ||

Ihre Sehkraft versagte nicht, noch ihre Kraft, noch ihre Tapferkeit; ihre Bewegung war wie die des Windes, und ihre Sehkraft wirkte selbst dort.

Wort für Wort
na teṣām sajjate dṛṣṭiḥ
ihre Sehkraft versagt nicht
na tejaḥ na parākramaḥ
noch ihre Kraft noch ihre Tapferkeit
vāyoḥ iva gatiḥ teṣām
ihre Bewegung ist wie die des Windes
dṛṣṭiḥ tam api vartate
ihre Sehkraft wirkt selbst dort

te praviṣṭās tu vegena tad bilaṃ kapikuṃjarāḥ | prakāśaṃ cābhirāmaṃ ca dadṛśur deśam uttamam || tataḥ tasmin bile bhīme nānāpādapasaṃkule | anyonyaṃ saṃpariṣvajya jagmur yojanam aṃtaram |

Nachdem die gewaltigen Affen jene Höhle rasch betreten hatten, erblickten sie ein helles, entzückendes, vortreffliches Gebiet; dann durchmaßen sie in jener furchtbaren, mit mancherlei Bäumen überfüllten Höhle, einander umarmend, eine Strecke von einem Yojana.

Wort für Wort
te praviṣṭāḥ tu vegena
nachdem sie rasch eingetreten waren
tat bilam kapikuṃjarāḥ
die gewaltigen Affen jene Höhle
prakāśam ca abhirāmam ca
ein helles und entzückendes
dadṛśuḥ deśam uttamam
erblickten sie ein vortreffliches Gebiet
tataḥ tasmin bile bhīme
dann in jener furchtbaren Höhle
nānāpādapasaṃkule
mit mancherlei Bäumen überfüllt
anyonyam saṃpariṣvajya
einander umarmend
jagmuḥ yojanam aṃtaram
durchmaßen sie eine Strecke von einem Yojana

te naṣṭasaṃjñās tṛṣitāḥ saṃbhrāṃtāḥ salilārthinaḥ | paripetur bile tasmin kaṃcit kālam atandritāḥ || te kṛśā dīnavadanāḥ pariśrāntāḥ plavaṃgamāḥ | ālokaṃ dadṛśur vīrā nirāśā jīvite yadā |

Die Sinne verlierend, durstig, verwirrt, nach Wasser verlangend, irrten sie in jener Höhle einige Zeit umher, unermüdlich; jene abgezehrten, traurig blickenden, erschöpften Affen, die Helden, erblickten einen Lichtschein, als sie schon am Leben verzweifelten.

Wort für Wort
te naṣṭasaṃjñāḥ tṛṣitāḥ
sie, die Sinne verlierend, durstig
saṃbhrāṃtāḥ salilārthinaḥ
verwirrt, nach Wasser verlangend
paripetuḥ bile tasmin
irrten sie in jener Höhle umher
kaṃcit kālam atandritāḥ
einige Zeit, unermüdlich
te kṛśāḥ dīnavadanāḥ
jene abgezehrten, traurig blickenden
pariśrāntāḥ plavaṃgamāḥ
erschöpften Affen
ālokam dadṛśuḥ vīrāḥ
erblickten die Helden einen Lichtschein
nirāśāḥ jīvite yadā
als sie schon am Leben verzweifelten

tataḥ taṃ deśam āgamya saumyā vitimiraṃ vanam | dadṛśuḥ kāṃcanān vṛkṣān dīptavaiśvānaraprabhān | sālān tālān tamālāṃś ca punnāgān vaṃjulān dhavān | caṃpakān nāgavṛkṣāṃś ca karṇikārāṃś ca puṣpitān | stabakaiḥ kāṃcanaiś citrai raktaiḥ kisalayais tathā | āpīḍaiś ca latābhiś ca hemābharaṇabhūṣitaiḥ | taruṇādityasaṃkāśān vaidūryamayavedikān | vibhrājamānān vapuṣā pādapāṃś ca hiraṇmayān |

Dann, als sie zu jener sanften, dunkelfreien Gegend gelangten, sahen sie einen Wald: goldene, feuerhell glänzende Bäume, Sāla-, Tāla- und Tamāla-Bäume, Punnāga-, Vañjula- und Dhava-Bäume, Campaka- und Nāga-Bäume und blühende Karṇikāra-Bäume, mit goldenen, bunten Blütentrauben und ebenso mit roten Sprossen, geschmückt mit Kränzen und mit goldenem Schmuck verzierten Ranken, Bäume, die der jungen Morgensonne glichen, mit Terrassen aus Beryll, herrlich anzusehen und golden.

Wort für Wort
tataḥ tam deśam āgamya
dann, zu jener Gegend gelangend
saumyā vitimiram vanam
die sanfte, dunkelfreie Gegend, einen Wald
dadṛśuḥ kāṃcanān vṛkṣān
sahen sie goldene Bäume
dīptavaiśvānaraprabhān
feuerhell glänzend
sālān tālān tamālān ca
Sāla-, Tāla- und Tamāla-Bäume
punnāgān vaṃjulān dhavān
Punnāga-, Vañjula- und Dhava-Bäume
caṃpakān nāgavṛkṣān ca
Campaka- und Nāga-Bäume
karṇikārān ca puṣpitān
und blühende Karṇikāra-Bäume
stabakaiḥ kāṃcanaiḥ citraiḥ
mit goldenen, bunten Blütentrauben
raktaiḥ kisalayaiḥ tathā
und ebenso mit roten Sprossen
āpīḍaiḥ ca latābhiḥ ca
mit Kränzen und Ranken
hemābharaṇabhūṣitaiḥ
mit goldenem Schmuck verziert
taruṇādityasaṃkāśān
der jungen Morgensonne gleichend
vaidūryamayavedikān
mit Terrassen aus Beryll
vibhrājamānān vapuṣā
herrlich anzusehen
pādapān ca hiraṇmayān
und goldene Bäume

nīlavaidūryavarṇāś ca padminīḥ patagair āvṛtāḥ | mahadbhiḥ kāṃcanair vṛkṣair vṛtā bālārkasaṃnibhaiḥ || jātarūpamayair matsyair mahadbhiś cātha paṃkajaiḥ | nalinīs tatra dadṛśuḥ prasannasalilāyutāḥ |

Sie sahen dort Lotusteiche von der Farbe dunklen Berylls, bedeckt von Vögeln, umgeben von großen, der jungen Sonne gleichenden goldenen Bäumen, erfüllt von klarem Wasser, mit goldfarbenen Fischen und gewaltigen Lotusblüten.

Wort für Wort
nīlavaidūryavarṇāḥ ca
von der Farbe dunklen Berylls
padminīḥ patagaiḥ āvṛtāḥ
Lotusteiche, bedeckt von Vögeln
mahadbhiḥ kāṃcanaiḥ vṛkṣaiḥ
von großen goldenen Bäumen
vṛtāḥ bālārkasaṃnibhaiḥ
umgeben, der jungen Sonne gleichend
jātarūpamayaiḥ matsyaiḥ
mit goldfarbenen Fischen
mahadbhiḥ ca atha paṃkajaiḥ
und mit gewaltigen Lotusblüten
nalinīḥ tatra dadṛśuḥ
sahen sie dort die Lotusteiche
prasannasalilāyutāḥ
erfüllt von klarem Wasser

kāṃcanāni vimānāni rājatāni tathaiva ca | tapanīyagavākṣāṇi muktājālāvṛtāni ca | haimarājatabhaumāni vaidūryamaṇimanti ca | dadṛśus tatra harayo gṛhamukhyāni sarvaśaḥ |

Dort erblickten die Affen überall goldene Paläste und ebenso silberne, mit Fenstern aus geläutertem Gold und mit Perlennetzen überzogen; vorzügliche Häuser aus Gold, Silber, aus Erde und mit Beryll-Edelsteinen besetzt.

Wort für Wort
kāṃcanāni vimānāni
goldene Paläste
rājatāni tathā eva ca
und ebenso silberne
tapanīyagavākṣāṇi
mit Fenstern aus geläutertem Gold
muktājālāvṛtāni ca
und mit Perlennetzen überzogen
haimarājatabhaumāni
aus Gold, Silber, Erde
vaidūryamaṇimanti ca
und mit Beryll-Edelsteinen besetzt
dadṛśuḥ tatra harayaḥ
dort erblickten die Affen
gṛhamukhyāni sarvaśaḥ
vorzügliche Häuser überall

puṣpitān phalino vṛkṣān pravālamaṇisaṃnibhān | kāṃcanabhramarāṃś caiva madhūni ca samantataḥ || maṇikāṃcanacitrāṇi śayanāny āsanāni ca | vividhāni viśālāni dadṛśus te samantataḥ |

Sie sahen überall blühende, fruchttragende Bäume, Korallen und Edelsteinen gleich, sowie goldene Bienen und Honig ringsum; und mancherlei weite Lager und Sitze, bunt mit Edelsteinen und Gold, überall.

Wort für Wort
puṣpitān phalinaḥ vṛkṣān
blühende, fruchttragende Bäume
pravālamaṇisaṃnibhān
Korallen und Edelsteinen gleich
kāṃcanabhramarān caiva
und goldene Bienen
madhūni ca samantataḥ
und Honig ringsum
maṇikāṃcanacitrāṇi
bunt mit Edelsteinen und Gold
śayanāni āsanāni ca
Lager und Sitze
vividhāni viśālāni
mancherlei, weite
dadṛśuḥ te samantataḥ
sahen sie überall

hemarajatakāṃsyānāṃ bhājanānāṃ ca rāśayaḥ | agurūṇāṃ ca divyānāṃ caṃdanānāṃ ca saṃcayam | śucīny abhyavahārāṇi mūlāni ca phalāni ca |

Haufen von Gefäßen aus Gold, Silber und Bronze; einen Vorrat an göttlichem Aloeholz und Sandelholz; reine Speisen, Wurzeln und Früchte.

Wort für Wort
hemarajatakāṃsyānām
aus Gold, Silber und Bronze
bhājanānām ca rāśayaḥ
und Haufen von Gefäßen
agurūṇām ca divyānām
und an göttlichem Aloeholz
caṃdanānām ca saṃcayam
und einen Vorrat an Sandelholz
śucīni abhyavahārāṇi
reine Speisen
mūlāni ca phalāni ca
und Wurzeln und Früchte

mahārhāṇi ca pānāni madhūni rasavaṃti ca | divyānām ambarāṇāṃ ca mahārhāṇāṃ ca saṃcayān | kaṃbalānāṃ ca citrāṇām ajināṃ ca saṃcayān |

Kostbare Getränke und wohlschmeckende Honigsorten; Vorräte an göttlichen, kostbaren Gewändern; und Vorräte an bunten Decken und Fellen.

Wort für Wort
mahārhāṇi ca pānāni
kostbare Getränke
madhūni rasavaṃti ca
und wohlschmeckende Honigsorten
divyānām ambarāṇām ca
und an göttlichen Gewändern
mahārhāṇām ca saṃcayān
kostbaren Vorräten
kaṃbalānām ca citrāṇām
und an bunten Decken
ajināṃ ca saṃcayān
und Vorräten an Fellen

tatra tatra vinyastān dīptān vaiśvānaraprabhān | dadṛśur vānarāḥ śubhrān jātarūpasya saṃcayān ||

Da und dort aufgeschichtet, feuerhell glänzend, sahen die Affen strahlende Haufen von Gold.

Wort für Wort
tatra tatra vinyastān
da und dort aufgeschichtet
dīptān vaiśvānaraprabhān
feuerhell glänzend
dadṛśuḥ vānarāḥ śubhrān
sahen die Affen strahlende
jātarūpasya saṃcayān
Haufen von Gold

tatra tatra vicinvanto bile tatra mahāprabhāḥ | dadṛśur vānarāḥ śūrāḥ striyaṃ kāṃcid adūrataḥ ||

Während sie hier und dort in jener glanzvollen Höhle suchten, erblickten die heldenhaften Affen nicht weit entfernt eine Frau.

Wort für Wort
tatra tatra vicinvantaḥ
hier und dort suchend
bile tatra mahāprabhāḥ
in jener glanzvollen Höhle
dadṛśuḥ vānarāḥ śūrāḥ
erblickten die heldenhaften Affen
striyam kāṃcit adūrataḥ
eine Frau nicht weit entfernt

tāṃ ca te dadṛśus tatra cīrakṛṣṇājinām barām | tāpasīṃ niyatāhārāṃ jvalaṃtīm iva tejasā || vismitā harayas tatra vyavatiṣṭhanta sarvaśaḥ | prapaccha hanumān tatra kāsi tvaṃ kasya vā bilam |

Sie sahen sie dort, in Rindenkleid und schwarzes Antilopenfell gehüllt, eine Asketin von zurückhaltender Nahrung, gleichsam von innerem Glanz erstrahlend; die erstaunten Affen blieben dort allseits stehen. Hanumān fragte sie dort: ›Wer bist du, und wessen ist diese Höhle?‹

Wort für Wort
tām ca te dadṛśuḥ tatra
und sie sahen sie dort
cīrakṛṣṇājināmbarām
in Rindenkleid und schwarzes Antilopenfell gehüllt
tāpasīm niyatāhārām
eine Asketin von zurückhaltender Nahrung
jvalaṃtīm iva tejasā
gleichsam von Glanz erstrahlend
vismitāḥ harayaḥ tatra
die erstaunten Affen dort
vyavatiṣṭhanta sarvaśaḥ
blieben allseits stehen
prapaccha hanumān tatra
Hanumān fragte dort
kā asi tvam kasya vā bilam
wer bist du, und wessen ist die Höhle

tato hanūmān girisannikāśaḥ kṛtāṃjaliḥ tām abhivādya vṛddhām | papraccha kā tvaṃ bhavanaṃ bilaṃ ca ratnāni ca imāni vadasva kasya ||

Da fragte Hanumān, einem Berge gleich, mit gefalteten Händen, nachdem er die alte Frau ehrerbietig gegrüßt hatte: ›Wer bist du? Sage mir, wessen Wohnstatt, wessen Höhle und wessen diese Juwelen sind.‹

Wort für Wort
tataḥ hanūmān girisannikāśaḥ
da Hanumān, einem Berge gleich
kṛtāṃjaliḥ tām abhivādya vṛddhām
mit gefalteten Händen die alte Frau grüßend
papraccha kā tvam
fragte er: wer bist du
bhavanam bilam ca ratnāni ca
Wohnstatt, Höhle und Juwelen
imāni vadasva kasya
sage, wessen diese sind

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