Nachdem der Himmel neun Monate lang durch die Strahlen der Sonne die Leibesfrucht getragen und den Saft der Meere getrunken hat, gebiert er nun das Lebenselixier.
Mit den von der Abendröte erhobenen kupferfarbenen, an den Rändern besonders weissen, glänzenden Wolkenfetzen-Streifen erscheint der Himmel wie mit Wundverbänden umwickelt.
Wort für Wort
saṃdhyā rāga utthitaiḥ tāmraiḥ
mit den von der Abendröte erhobenen kupferfarbenen (Streifen)
Mit dem sanften Windhauch als Seufzer, gefärbt vom Sandelrot der Abenddämmerung, erstrahlt der weissliche, wolkenbedeckte Himmel wie ein von Liebe Gequälter.
Die schwarzen Wolken gleich Antilopenfellen tragend, mit den Regengüssen als Opferschnur bekleidet, mit vom Wind erfüllten Höhlen — die Berge erscheinen wie Rezitierende.
Sieh, Sohn der Sumitrā, hier und dort auf den Berghängen die Kuṭaja-Bäume, wie erstickt von Nebel, begierig auf den Regenanbruch, blühend, die für mich, den vom Kummer Überwältigten, die Liebe entflammend dastehen.
Wort für Wort
kvacit bāṣpa abhisaṃruddhān
hier von Dunst wie erstickte
varṣa āgama samutsukān
auf das Regenkommen begierige
kuṭajān paśya saumitre puṣṭitān giri sānuṣu
sieh die blühenden Kuṭaja-Bäume auf den Berghängen, Sohn der Sumitrā
mama śoka abhibhūtasya kāma saṃdīpanān sthitān
die für mich, den vom Kummer Überwältigten, die Liebe entflammend dastehen
rajaḥ praśāṃtam sa himo adya vāyuḥ
nidāgha doṣa prasarāḥ praśāṃtāḥ |
sthitā hi yātrā vasudhā adhipānām
pravāsino yāṃti narāḥ sva deśān ||
Der Staub ist heute gestillt, der Wind kühl, die Übel der Sommerhitze sind vergangen; die Feldzüge der Erdenherrscher stehen still, und die in der Fremde weilenden Männer kehren in ihre eigenen Länder zurück.
Wort für Wort
rajaḥ praśāṃtam sa himo adya vāyuḥ
der Staub ist gestillt, kühl heute der Wind
nidāgha doṣa prasarāḥ praśāṃtāḥ
die Ausbreitungen der Sommerhitze-Übel sind gestillt
sthitā hi yātrā vasudhā adhipānām
die Feldzüge der Erdenherrscher stehen still
pravāsino yāṃti narāḥ sva deśān
die in der Fremde weilenden Männer kehren in ihre Länder zurück
Begierig nach dem Wohnen am Mānasa-See, brechen die Cakravāka-Vögel jetzt mit ihren Gefährten auf; auf den vom ständigen Regenwasser zerfurchten Wegen kommen keine Wagen mehr voran.
Wort für Wort
saṃprasthitā mānasa vāsa lubdhāḥ
aufgebrochen, nach dem Wohnen am Mānasa-See begierig
Hier hell, dort dunkel, mit verstreuten Wolken erstrahlt der Himmel; hier und dort von Bergen begrenzt gleicht seine Gestalt einem beruhigten grossen Ozean.
Vermischt mit Sarja- und Kadamba-Blüten, gerötet vom frischen Wasser mit Bergmineralien, begleitet vom Ruf der Pfauen — die Bergflüsse strömen nun schneller dahin.
Voll von Saft, an Farbe den Bienen gleich, wird die Jambu-Frucht nach Herzenslust verzehrt; vielfarbig, vom Wind geschüttelt, fällt die reife Mangofrucht zu Boden.
Mit Blitzen als Bannern, mit Kranichreihen als Girlanden, in der Gestalt von Berggipfeln — die Wolken donnern mit erhobenem Getön, wie brünstige Elefantenfürsten im Kampf.
Wort für Wort
vidyut patākāḥ sa balāka mālāḥ
mit Blitzen als Bannern, mit Kranichreihen als Girlanden
Die Wälder, deren Wiesen vom Regenwasser genährt sind, in denen die Pfauen ein Tanzfest begonnen haben, aus denen sich die Wolken ausgeregnet haben — sieh, wie sie am Nachmittag besonders erstrahlen.
Wort für Wort
varṣa udaka āapyāyita śādvalāni
deren Wiesen vom Regenwasser genährt sind
pravṛtta nṛtta utsava barhiṇāni
in denen ein Tanzfest der Pfauen begonnen hat
vanāni nirvṛṣṭa balāhakāni
die Wälder, aus denen sich die Wolken ausgeregnet haben
sam ud vahantaḥ salila ati bhāram
balākino vāri dharā nadantaḥ |
mahatsu śṛṃgeṣu mahī dharāṇām
viśramya viśramya punaḥ prayānti ||
Die übergrosse Last des Wassers emportragend, von Kranichen begleitet, donnernd, ruhen sich die Wasserwolken auf den grossen Gipfeln der Berge immer wieder aus und ziehen dann weiter.
Wort für Wort
sam ud vahantaḥ salila ati bhāram
die übergrosse Wasserlast emportragend
balākino vāri dharā nadantaḥ
von Kranichen begleitet, die donnernden Wasserwolken
Nach den Wolken verlangend, umherfliegend, erstrahlt freudig die Reihe der Kraniche, vom Wind bewegt, wie eine herabhängende, herrliche Girlande aus weissen Lotusblüten am schönen Himmel.
Wort für Wort
megha abhikāmā parisaṃpatantī
nach den Wolken verlangend, umherfliegend
sammoditā bhāti balāka paṃktiḥ
freudig erstrahlt die Kranichreihe
vāta avadhūtā vara pauṇḍarīkī
vom Wind bewegte, herrliche weisse Lotus(-Girlande)
laṃba iva mālā rucira aṃbarasya
wie eine herabhängende Girlande des schönen Himmels
Bunt gesprenkelt mit jungen Indragopa-Käfern, erstrahlt die Erde mit ihrem frischen, papageienfarbenen Gras, wie eine Frau mit einer am Körper anliegenden, mit Lack besprengten Wolldecke.
Der Schlaf naht sich langsam Keśava; rasch eilt der Fluss dem Meer entgegen; der frohe Kranich eilt der Wolke entgegen; die liebevolle Geliebte eilt ihrem Liebsten entgegen.
Wort für Wort
nidrā śanaiḥ keśavam abhyupaiti
der Schlaf naht sich langsam Keśava
drutam nadī sāgaram abhyupaiti
rasch eilt der Fluss dem Meer entgegen
hṛṣṭā balākā ghanam abhyupaiti
der frohe Kranich eilt der Wolke entgegen
kāntā sa kāmā priyam abhyupaiti
die liebevolle Geliebte eilt dem Liebsten entgegen
Die Waldesränder sind entstanden, wo die Pfauen schön tanzen; Kadamba-Bäume sind entstanden mit ihren Zweigen; Stiere sind entstanden, gleicher Begierde bei den Kühen; die Erde ist entstanden, lieblich durch Feld und Wald.
Wort für Wort
jātā vanāntāḥ śikhi supranṛttā
entstanden die Waldesränder, wo die Pfauen schön tanzen
jātāḥ kadaṃbāḥ sa kadaṃba śākhāḥ
entstanden die Kadamba-Bäume mit ihren Zweigen
jātā vṛṣā goṣu samāna kāmā
entstanden die Stiere, gleicher Begierde bei den Kühen
Sie strömen, sie regnen, sie donnern, sie erstrahlen, sie sinnen, sie tanzen, sie atmen auf — die Flüsse, die Wolken, die brünstigen Elefanten, die Waldesgründe, die von der Geliebten getrennten Pfauen und die Affen.
Wort für Wort
vahanti varṣanti nadanti bhānti
sie strömen, regnen, donnern, erstrahlen
dhyāyanti nṛtyanti samāśvasanti
sie sinnen, tanzen, atmen auf
nadyo ghanā matta gajā vana antāḥ
die Flüsse, Wolken, brünstigen Elefanten, Waldesgründe
praharṣitāḥ ketaka puṣpa gandham
āghrāya mattā vana nirjhareṣu |
prapāta śabda ākulitā gajendrāḥ
sārdham mayūraiḥ sa madā nadanti ||
Hocherfreut, den Duft der Ketaka-Blüten einatmend, berauscht an den Waldbächen, verwirrt vom Getöse der Wasserfälle, brüllen die Elefantenfürsten zusammen mit den Pfauen in ihrer Brunst.
Wort für Wort
praharṣitāḥ ketaka puṣpa gandham
hocherfreut, den Duft der Ketaka-Blüten
āghrāya mattā vana nirjhareṣu
einatmend, berauscht an den Waldbächen
prapāta śabda ākulitā gajendrāḥ
vom Getöse der Wasserfälle verwirrte Elefantenfürsten
Getroffen vom Fall der Regengüsse, an den Kadamba-Zweigen hängend, geben die Bienen langsam den im Augenblick erworbenen, in Blütensaft getauchten Rausch auf.
Wort für Wort
dhārā nipātaiḥ abhihanyamānāḥ
getroffen vom Fall der Regengüsse
kadaṃba śākhāsu vilaṃbamānāḥ
an den Kadamba-Zweigen hängend
kṣaṇa arjitam puṣpa rasa avagāḍham
den im Augenblick erworbenen, in Blütensaft getauchten
Mit Früchten, die einem Haufen glühender Kohlenglut gleichen, überreich an Saft, erstrahlen die Zweige der Jambu-Bäume, wie von Bienenscharen ausgesogen.
Der brünstige, dem Weg folgende, durch Berg und Wald ziehende Elefantenfürst kehrt, als er den Donner der Wolke vernimmt und, kampfbegierig, ein Echo argwöhnt, wieder um.
Hier wie besungen von Bienenscharen, dort wie ertönend von den blaukehligen Pfauen, dort wie berauscht von den Elefantenfürsten — so erstrahlen die von mancherlei Wesen bewohnten Waldesränder.
Wort für Wort
kvacit pragītā iva ṣaṭpada oghaiḥ
hier wie besungen von Bienenscharen
kvacit pravṛttā iva nīla kaṇṭhaiḥ
dort wie ertönend von den Blaukehligen
kvacit pramattā iva vāraṇa indraiḥ
dort wie berauscht von den Elefantenfürsten
vibhāti aneka āśrayiṇo vanāntā
so erstrahlen die von vielen bewohnten Waldesränder
Reich an Kadamba-, Sarja-, Arjuna- und Kandala-Bäumen, mit süssem Wasser gefüllt, erstrahlt der Boden der Waldesgründe, mit dem Geschrei der berauschten Pfauen erklingend, gleich einer Trinkhalle.
Wort für Wort
kadaṃba sarjā arjuna kaṃdala āḍhyā
reich an Kadamba-, Sarja-, Arjuna-, Kandala-Bäumen
Das perlenreine, herabfallende, in Blattbechern hängengebliebene Wasser trinken die durstigen, freudigen, bunt gefiederten Vögel, das von Indra gegebene.
Mit dem Bienensummen als süsser Saitenmusik, mit dem von den Affen erhobenen Kehlklang als Takt, mit dem Donner der Wolke als Trommelschlag — in den Wäldern scheint ein Konzert im Gange zu sein.
Wort für Wort
ṣatpada taṃtrī madhura abhidhānam
mit dem Bienensummen als süsse Saitenmusik
plavaṃgam udīrita kaṇṭha tālam
mit dem von den Affen erhobenen Kehl-Takt
āviṣkṛtam megha mṛdaṃga nādaiḥ
offenbart durch den Wolkendonner als Trommelschlag
kvacit pranṛttaiḥ kvacit un nadadbhiḥ
kvacit ca vṛkṣa agra niṣaṇṇa kāyaiḥ |
vyālaṃba barha ābharaṇaiḥ mayūraiḥ
vaneṣu saṃgitam iva pravṛttam ||
Hier tanzend, dort schreiend, dort auf Baumwipfeln sitzend, mit ihrem herabhängenden Federschmuck als Zierde — mit den Pfauen scheint in den Wäldern ein Konzert im Gange.
Durch das Getöse der Wolken erweckt, den lange zurückgehaltenen Schlaf aufgebend, rufen die Affen, von mancherlei Gestalt, Farbe und Ruf, vom frischen Wasserguss getroffen.
nadyaḥ samudvāhita cakravākā
taṭāni śīrṇāni apavāhayitvā |
dṛptā nava prābhṛta pūrṇa bhogā
drutam sva bhartāram upopa yānti ||
Die Flüsse, ihre Cakravāka-Vögel mit sich tragend, die zerbröckelten Ufer fortschwemmend, stolz, angefüllt mit frischer Speise, eilen rasch zu ihrem eigenen Gatten.
Auf den blauen Bergen erscheinen blaue, mit frischem Wasser gefüllte, aneinander haftende Wolken; auf den vom Waldbrand versengten Bergen erscheinen versengte Berge, gleichsam festgewurzelt.
Wort für Wort
nīleṣu nīlā nava vāri pūrṇā
auf den blauen (Bergen) blaue, mit frischem Wasser gefüllte
megheṣu meghāḥ pravibhānti saktāḥ
auf den Wolken erstrahlen aneinander haftende Wolken
davāgni dagdheṣu davāgni dagdhāḥ
auf den vom Waldbrand versengten (Bergen) versengte (Berge)
pramatta saṃnādadita barhiṇāni
sa śakragopa akula śādvalāni |
caranti nīpa arjuna vāsitāni
gajāḥ suramyāṇi vana antarāṇi ||
Durch die berauscht schreienden Pfauen ertönend, mit den von Indragopa-Käfern bedeckten Wiesen, nach Nīpa- und Arjuna-Bäumen duftend, durchstreifen die Elefanten die überaus reizvollen Waldinneren.
nava aṃbu dhāra āhata kesarāṇi
drutam parityajya saroruhāṇi |
kadaṃba puṣpāṇi sa kesarāṇi
navāni hṛṣṭā bhramarāḥ pibanti ||
Ihre vom frischen Wasserguss getroffenen Staubgefässe rasch verlassend, trinken die frohen Bienen von den frischen Kadamba-Blüten mit ihren Staubgefässen.
Wort für Wort
nava aṃbu dhāra āhata kesarāṇi
die vom frischen Wasserguss getroffenen Staubgefässe
Berauscht die Elefantenfürsten, erfreut die Stierfürsten, kühner in den Wäldern die Löwenfürsten, lieblich die Bergfürsten, still die Menschenfürsten — Indra treibt sein Spiel mit den Wolken.
Wort für Wort
mattā gajendrā muditā gavendrā
berauscht die Elefantenfürsten, erfreut die Stierfürsten
vaneṣu vikrāṃtatarā mṛgendrāḥ
in den Wäldern kühner die Löwenfürsten
ramyā nagendrā nibhṛtā narendrāḥ
lieblich die Bergfürsten, still die Menschenfürsten
meghāḥ samud bhūta samudra nādā
mahājala oghaiḥ gagana avalaṃbāḥ |
nadīḥ taṭākāni sarāṃsi vāpiḥ
mahīm ca kṛtsnām apavāhayanti ||
Die Wolken, deren Getöse dem Meeresrauschen gleicht, am Himmel hängend mit ihren gewaltigen Wasserfluten, überschwemmen Flüsse, Teiche, Seen, Zisternen und die ganze Erde.
Die gewaltigen Regenschauer fallen mit Wucht herab, die Winde wehen mit erhobener Kraft; die Flüsse, ihre Ufer verloren, strömen rasch, ihr Wasser die Wege verlassend.
Wie Könige von ihren Männern, werden die Bergfürsten von den durch Indra herbeigeführten, vom Wind getragenen Wasserkrügen der Wolken benetzt und zeigen so ihre eigene Schönheit.
ghana upagūḍham gaganam na tārā
na bhāskaro darśanam abhyupaiti |
navaiḥ jala oghaiḥ dharaṇī vitṛptā
tamo viliptā na diśaḥ prakāśāḥ ||
Der von Wolken verhüllte Himmel zeigt weder Sterne noch die Sonne; die Erde ist gesättigt vom frischen Wasserstrom; von Dunkel überzogen, sind die Himmelsrichtungen nicht mehr sichtbar.
Wort für Wort
ghana upagūḍham gaganam
der von Wolken verhüllte Himmel
na tārā na bhāskaro darśanam abhyupaiti
zeigt weder Sterne noch die Sonne
navaiḥ jala oghaiḥ dharaṇī vitṛptā
die Erde gesättigt vom frischen Wasserstrom
tamo viliptā na diśaḥ prakāśāḥ
von Dunkel überzogen, nicht sichtbar die Himmelsrichtungen
Die grossen Gipfel der Berge, von den Regengüssen gewaschen, erstrahlen um so mehr, mit ihren gewaltigen, weiten Wasserfällen, wie mit herabhängenden Perlenschnüren.
Über die Bergfelsen hinstürzend, erscheinen die gewaltigen Wasserfälle der höchsten Berge, in deren Höhlen die Pfauen ertönen, wie verstreute Perlenketten.
Mit rascher Wucht fallen die gewaltigen Wasserfälle, die Gipfel und Hänge der Berge reinwaschend, gleich fallenden Perlenschnüren, und werden von den Schössen der grossen Höhlen aufgefangen.
Wort für Wort
śīghra pravegā vipulāḥ prapātā
mit rascher Wucht die gewaltigen Wasserfälle
nirdhauta śṛṃga upatalā girīṇām
die Gipfel und Hänge der Berge reinwaschend
muktā kalāpa pratimāḥ patanto
fallend, gleich Perlenschnüren
mahā guha ustsaṃga talaiḥ dhriyante
werden von den Schössen der grossen Höhlen aufgefangen
vilīyamānaiḥ vihagaiḥ nimīladbhiḥ ca paṃkajaiḥ |
vikasantyā ca mālatyā gato astam jñāyate raviḥ ||
An den sich zur Ruhe begebenden Vögeln, den sich schliessenden Lotusblüten und der sich öffnenden Mālatī-Blüte erkennt man, dass die Sonne untergegangen ist.
vṛttā yātrā narendrāṇām senā pathi eva vartate |
vairāṇi caiva mārgāḥ ca salilena samīkṛtāḥ ||
Die Feldzüge der Könige sind beendet, ihre Heere verbleiben auf dem Weg; Feindschaften und Wege sind gleichermassen durch das Wasser unpassierbar geworden.
ayātrām caiva dṛṣṭvā imām mārgām ca bhṛśa durgamān |
praṇate caiva sugrīve na mayā kiṃcit īritam ||
Da ich diese Unmöglichkeit des Feldzugs sehe und diese Wege als überaus schwer gangbar erkenne, und da Sugrīva sich unterworfen hat, habe ich nichts gesagt.
api ca ati parikliṣṭam cirāt dāraiḥ samāgatam |
ātma kārya garīyastvāt vaktum na icchāmi vānaram ||
Auch will ich den Affen, der lange gequält war und erst kürzlich mit seiner Gattin wiedervereint ist, nicht ansprechen, weil das Betonen meiner eigenen Sache zu schwer wöge.
Da nun, so angesprochen, erkannte Lakṣmaṇa dies als recht, würdigte mit gefalteten Händen jene Rede und sprach zu dem an sich schon erfreulich anzusehenden Rāma, seine eigene gute Einsicht darlegend:
«Wie gesagt, wird der Herr der Affen all dies, was du wünschst, o Herrscher der Menschen, ohne Verzug vollbringen. Du sollst diese Regenzeit erwarten und geduldig ertragen, in der Bezwingung des Feindes fest entschlossen.»
Wort für Wort
yat uktam etat tava sarvam īpsitam
wie gesagt, all dies von dir Gewünschte
nara indra kartā nacirā hari īśvaraḥ
wird der Herr der Affen, o Herrscher der Menschen, ohne Verzug vollbringen
śarat pratīkṣaḥ kṣamatām imam bhavān
du sollst diese Herbstzeit erwarten und geduldig ertragen
jala prapātam ripu nigrahe dhṛtaḥ
den Regenguss, in der Feindbezwingung entschlossen