Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 52: Bila Nirgamanam Der Ausgang aus der Höhle durch Svayaṃprabhās Kraft

atha tān abravīt sarvān viśrāṃtān hariyūthapān | idaṃ vacanam ekāgrā tāpasī dharmacāriṇī ||

Da sprach die einsgerichtete, in Tugend wandelnde Asketin dieses Wort zu all den nun ausgeruhten Affen-Heerführern.

Wort für Wort
atha tān abravīt sarvān
da sprach sie zu allen
viśrāṃtān hariyūthapān
den nun ausgeruhten Affen-Heerführern
idam vacanam ekāgrā
dieses Wort, einsgerichtet
tāpasī dharmacāriṇī
die in Tugend wandelnde Asketin

vānarā yadi vaḥ khedaḥ pranaṣṭaḥ phalabhakṣaṇāt | yadi ca etan mayā śrāvyaṃ śrotum icchāmi kathyatām ||

›O Affen, wenn eure Erschöpfung durch das Essen der Früchte gewichen ist, und wenn dies für mich zu hören geziemt, so möchte ich es hören – erzählt es mir.‹

Wort für Wort
vānarāḥ yadi vaḥ khedaḥ
o Affen, wenn eure Erschöpfung
pranaṣṭaḥ phalabhakṣaṇāt
gewichen ist durch das Essen der Früchte
yadi ca etat mayā śrāvyam
und wenn dies für mich zu hören geziemt
śrotum icchāmi kathyatām
so möchte ich es hören, erzählt es

tasyās tad vacanaṃ śrutvā hanumān mārutātmajaḥ | ārjavena yathātattvam ākhyātum upacakrame ||

Nachdem er ihre Worte gehört hatte, begann Hanumān, der Sohn des Windes, aufrichtig und wahrheitsgemäß zu berichten.

Wort für Wort
tasyāḥ tat vacanam śrutvā
nachdem er ihre Worte gehört hatte
hanumān mārutātmajaḥ
Hanumān, der Sohn des Windes
ārjavena yathātattvam
aufrichtig, wahrheitsgemäß
ākhyātum upacakrame
begann er zu berichten

rājā sarvasya lokasya mahendravaruṇopamaḥ | rāmo dāśarathiḥ śrīmān praviṣṭo daṇḍakāvanam || lakṣmaṇena saha bhrātrā vaidehyā cāpi bhāryayā | tasya bhāryā janasthānād rāvaṇena hṛtā balāt ||

Der König der ganzen Welt, dem Mahendra und Varuṇa gleich, der glanzvolle Rāma, der Sohn des Daśaratha, betrat den Daṇḍaka-Wald zusammen mit seinem Bruder Lakṣmaṇa und seiner Gattin Vaidehī; seine Gattin wurde von Rāvaṇa gewaltsam aus Janasthāna geraubt.

Wort für Wort
rājā sarvasya lokasya
der König der ganzen Welt
mahendravaruṇopamaḥ
dem Mahendra und Varuṇa gleich
rāmaḥ dāśarathiḥ śrīmān
der glanzvolle Rāma, der Sohn des Daśaratha
praviṣṭaḥ daṇḍakāvanam
betrat den Daṇḍaka-Wald
lakṣmaṇena saha bhrātrā
zusammen mit dem Bruder Lakṣmaṇa
vaidehyā ca api bhāryayā
und mit der Gattin Vaidehī
tasya bhāryā janasthānāt
seine Gattin aus Janasthāna
rāvaṇena hṛtā balāt
wurde von Rāvaṇa gewaltsam geraubt

vīras tasya sakhā rājñaḥ sugrīvo nāma vānaraḥ | rājā vānaramukhyānāṃ yena prasthāpitā vayam ||

Der heldenhafte Freund jenes Königs ist ein Affe namens Sugrīva, König der vornehmsten Affen, von dem wir ausgesandt wurden.

Wort für Wort
vīraḥ tasya sakhā rājñaḥ
der heldenhafte Freund jenes Königs
sugrīvaḥ nāma vānaraḥ
ist ein Affe namens Sugrīva
rājā vānaramukhyānām
König der vornehmsten Affen
yena prasthāpitā vayam
von dem wir ausgesandt wurden

agastyacaritām āśāṃ dakṣiṇāṃ yamarakṣitām | sahaibhir vānaraiḥ mukhyair aṃgadapramukhair vayam || rāvaṇaṃ sahitāḥ sarve rākṣasaṃ kāmarūpiṇam | sītayā saha vaidehyā mārgadhvam iti coditāḥ ||

Wir, zusammen mit diesen vornehmsten, von Aṅgada angeführten Affen, wurden in die südliche, von Agastya durchwanderte, von Yama bewachte Himmelsrichtung gesandt, alle mit dem Auftrag: ›Sucht den nach Belieben die Gestalt wandelnden Rākṣasa Rāvaṇa auf, zusammen mit Sītā, der Vaidehī.‹

Wort für Wort
agastyacaritām āśām
die von Agastya durchwanderte Himmelsrichtung
dakṣiṇām yamarakṣitām
die südliche, von Yama bewachte
saha ebhiḥ vānaraiḥ mukhyaiḥ
zusammen mit diesen vornehmsten Affen
aṃgadapramukhaiḥ vayam
wir, von Aṅgada angeführt
rāvaṇam sahitāḥ sarve
alle zusammen den Rāvaṇa
rākṣasam kāmarūpiṇam
den nach Belieben gestaltwandelnden Rākṣasa
sītayā saha vaidehyā
zusammen mit Sītā, der Vaidehī
mārgadhvam iti coditāḥ
mit dem Auftrag: sucht auf

vicitya tu vayaṃ sarve samagraṃ dakṣiṇāṃ diśam | vayaṃ bubhukṣitāḥ sarve vṛkṣamūlam upāśritāḥ ||

Nachdem wir die gesamte südliche Richtung durchsucht hatten, suchten wir alle, hungrig, Zuflucht am Fuß eines Baumes.

Wort für Wort
vicitya tu vayam sarve
nachdem wir alle durchsucht hatten
samagram dakṣiṇām diśam
die gesamte südliche Richtung
vayam bubhukṣitāḥ sarve
wir alle, hungrig
vṛkṣamūlam upāśritāḥ
suchten Zuflucht am Fuß eines Baumes

vivarṇavadanāḥ sarve sarve dhyānaparāyaṇāḥ | nādhigacchāmahe pāraṃ magnāś cintāmahārṇave ||

Alle mit bleichen Gesichtern, alle in Grübeln versunken, fanden wir kein Ende, versunken in einem gewaltigen Ozean der Sorge.

Wort für Wort
vivarṇavadanāḥ sarve
alle mit bleichen Gesichtern
sarve dhyānaparāyaṇāḥ
alle in Grübeln versunken
na adhigacchāmahe pāram
fanden wir kein Ende
magnāḥ cintāmahārṇave
versunken im gewaltigen Ozean der Sorge

cārayantas tataḥ cakṣur dṛṣṭavanto mahad bilam | latāpādapasaṃchannaṃ timireṇa samāvṛtam ||

Da, unsere Augen umherschweifen lassend, erblickten wir eine große Höhle, überwuchert von Schlingpflanzen und Bäumen, in Dunkelheit gehüllt.

Wort für Wort
cārayantaḥ tataḥ cakṣuḥ
da unsere Augen umherschweifen lassend
dṛṣṭavantaḥ mahat bilam
erblickten wir eine große Höhle
latāpādapasaṃchannam
überwuchert von Schlingpflanzen und Bäumen
timireṇa samāvṛtam
in Dunkelheit gehüllt

asmād haṃsā jalaklinnāḥ pakṣaiḥ salilareṇubhiḥ | kurarāḥ sārasāś caiva niṣpatanti patatriṇaḥ ||

Aus ihr kamen Gänse, wasserdurchnässt, ihre Flügel mit Wassertropfen benetzt, sowie Fischadler und Reiher, Vögel, hervor.

Wort für Wort
asmāt haṃsāḥ jalaklinnāḥ
aus ihr wasserdurchnässte Gänse
pakṣaiḥ salilareṇubhiḥ
mit wassertropfenbenetzten Flügeln
kurarāḥ sārasāḥ caiva
sowie Fischadler und Reiher
niṣpatanti patatriṇaḥ
kamen die Vögel hervor

sādhv atra praviśāmeti mayā tu uktāḥ plavaṃgamāḥ | teṣām api hi sarveṣām anumānam upāgatam ||

›Es ist gut, hier einzutreten‹, so sprach ich zu den Affen; und diese Überlegung kam auch ihnen allen.

Wort für Wort
sādhu atra praviśāma iti
es ist gut, hier einzutreten
mayā tu uktāḥ plavaṃgamāḥ
so sprach ich zu den Affen
teṣām api hi sarveṣām
auch ihnen allen
anumānam upāgatam
kam diese Überlegung

asmin nipatitāḥ sarve api atha kāryatvarānvitāḥ | tato gāḍhaṃ nipatitā gṛhya hastau parasparam ||

Alle stürzten sich, vom Verlangen nach der Aufgabe getrieben, hinein; dann drangen wir, einander fest bei den Händen fassend, hinein.

Wort für Wort
asmin nipatitāḥ sarve api
alle stürzten sich hinein
atha kāryatvarānvitāḥ
vom Verlangen nach der Aufgabe getrieben
tataḥ gāḍham nipatitāḥ
dann drangen wir fest ein
gṛhya hastau parasparam
einander bei den Händen fassend

idaṃ praviṣṭāḥ sahasā bilaṃ timirasaṃvṛtam | etan naḥ kāryam etena kṛtyena vayam āgatāḥ || tvāṃ ca eva upagatāḥ sarve paridyūnā bubhukṣitāḥ | ātithyadharmadattāni mūlāni ca phalāni ca ||

Wir sind plötzlich in diese von Dunkel umhüllte Höhle eingetreten – dies ist unsere Aufgabe, und zu diesem Zweck sind wir gekommen; und wir alle, tief bekümmert und hungrig, sind zu dir gekommen; die nach dem Gesetz der Gastfreundschaft gereichten Wurzeln und Früchte,

Wort für Wort
idam praviṣṭāḥ sahasā
wir sind plötzlich eingetreten
bilam timirasaṃvṛtam
in die von Dunkel umhüllte Höhle
etat naḥ kāryam
dies ist unsere Aufgabe
etena kṛtyena vayam āgatāḥ
zu diesem Zweck sind wir gekommen
tvām ca eva upagatāḥ sarve
und wir alle sind zu dir gekommen
paridyūnāḥ bubhukṣitāḥ
tief bekümmert und hungrig
ātithyadharmadattāni
nach dem Gesetz der Gastfreundschaft gereicht
mūlāni ca phalāni ca
die Wurzeln und Früchte

asmābhir upabhuktāni bubhukṣāparipīḍitaiḥ | yat tvayā rakṣitāḥ sarve mriyamāṇā bubhukṣayā || brūhi pratyupakārārthaṃ kiṃ te kurvantu vānarāḥ | evam uktā tu sarvajñā vānarais taiḥ svayaṃprabhā ||

...wurden von uns, von Hunger geplagt, verzehrt; und da wir alle vor Hunger im Sterben lagen, wurden wir von dir gerettet. Sag uns, was die Affen zum Dank für dich tun sollen.‹ So von jenen Affen angesprochen, die allwissende Svayaṃprabhā,

Wort für Wort
asmābhiḥ upabhuktāni
wurden von uns verzehrt
bubhukṣāparipīḍitaiḥ
von Hunger geplagt
yat tvayā rakṣitāḥ sarve
da wir alle von dir gerettet wurden
mriyamāṇāḥ bubhukṣayā
als wir vor Hunger im Sterben lagen
brūhi pratyupakārārtham
sag, zum Dank
kim te kurvantu vānarāḥ
was sollen die Affen für dich tun
evam uktā tu sarvajñā
so angesprochen, die allwissende
vānaraiḥ taiḥ svayaṃprabhā
von jenen Affen, Svayaṃprabhā

pratyuvāca tataḥ sarvān idaṃ vānarayūthapān | sarveṣāṃ parituṣṭāsmi vānarāṇāṃ tarasvinām || caraṃtyā mama dharmeṇa na kāryam iha kenacit | evam uktaḥ śubhaṃ vākyaṃ tāpasyā dharmasaṃhitam ||

...antwortete darauf allen jenen Affen-Heerführern: ›Ich bin mit euch allen, ihr flinken Affen, wohl zufrieden; da ich meiner eigenen Pflicht nachgehe, ist hier von niemandem etwas zum Dank zu tun.‹ Nachdem er mit diesem heilsamen, der Tugend gemäßen Wort der Asketin angesprochen worden war,

Wort für Wort
pratyuvāca tataḥ sarvān
antwortete darauf allen
idam vānarayūthapān
dies den Affen-Heerführern
sarveṣām parituṣṭā asmi
ich bin mit allen wohl zufrieden
vānarāṇām tarasvinām
mit euch flinken Affen
caraṃtyā mama dharmeṇa
da ich meiner Pflicht nachgehe
na kāryam iha kenacit
ist hier von niemandem etwas zu tun
evam uktaḥ śubham vākyam
mit diesem heilsamen Wort angesprochen
tāpasyā dharmasaṃhitam
der Asketin, der Tugend gemäß

uvāca hanumān vākyaṃ tām aniṃditalocanām | śaraṇaṃ tvāṃ prapannāḥ smaḥ sarve vai dharmacāriṇim || yaḥ kṛtaḥ samayo'smākaṃ sugrīveṇa mahātmanā | sa tu kālo vyatikrānto bile ca parivartatām ||

sprach Hanumān dieses Wort zu ihr mit den makellosen Augen: ›Wir alle haben wahrlich bei dir, der Rechtschaffenen, Zuflucht gesucht. Doch die Frist, die uns vom hochgesinnten Sugrīva gesetzt wurde, ist verstrichen, während wir in dieser Höhle umherirrten.‹

Wort für Wort
uvāca hanumān vākyam
sprach Hanumān das Wort
tām aniṃditalocanām
zu ihr mit den makellosen Augen
śaraṇam tvām prapannāḥ smaḥ
wir haben bei dir Zuflucht gesucht
sarve vai dharmacāriṇim
alle, bei dir, der Rechtschaffenen
yaḥ kṛtaḥ samayaḥ asmākam
die Frist, die uns gesetzt wurde
sugrīveṇa mahātmanā
vom hochgesinnten Sugrīva
sa tu kālaḥ vyatikrāntaḥ
doch diese Frist ist verstrichen
bile ca parivartatām
während wir in der Höhle umherirrten

sā tvam asmād bilād asmān uttārayitum arhasi | tasmāt sugrīvavacanād atikrāntān gatāyuṣaḥ ||

›Du solltest uns daher aus dieser Höhle herausführen; denn da wir Sugrīvas Wort übertreten haben, sind wir dem Ende unseres Lebens nahe.‹

Wort für Wort
sā tvam asmāt bilāt
du also aus dieser Höhle
asmān uttārayitum arhasi
solltest du uns herausführen
tasmāt sugrīvavacanāt atikrāntān
da wir Sugrīvas Wort übertreten haben
gatāyuṣaḥ
dem Ende des Lebens nahe

trātum arhasi naḥ sarvān sugrīvabhayaśankitān | mahac ca kāryam asmābhiḥ kartavyaṃ dharmacāriṇi || tac cāpi na kṛtaṃ kāryam asmābhir iha vāsibhiḥ | evam uktā hanumatā tāpasī vākyam abravīt ||

›Du solltest uns alle retten, die wir Sugrīvas Zorn fürchten, o Rechtschaffene; eine große Aufgabe ist noch von uns zu erfüllen, und diese Aufgabe haben wir, hier verweilend, noch nicht vollbracht.‹ So von Hanumān angesprochen, sprach die Asketin dieses Wort.

Wort für Wort
trātum arhasi naḥ sarvān
du solltest uns alle retten
sugrīvabhayaśankitān
die wir Sugrīvas Zorn fürchten
mahat ca kāryam asmābhiḥ
und eine große Aufgabe von uns
kartavyam dharmacāriṇi
zu erfüllen, o Rechtschaffene
tat ca api na kṛtam kāryam
und diese Aufgabe ist nicht vollbracht
asmābhiḥ iha vāsibhiḥ
von uns, hier verweilend
evam uktā hanumatā
so von Hanumān angesprochen
tāpasī vākyam abravīt
sprach die Asketin das Wort

jīvatā duṣkaraṃ manye praviṣṭena nivartitum | tapasaḥ suprabhāvena niyamopārjitena ca || sarvān eva bilād asmāt tārayiṣyāmi vānarān | nimīlayata cakṣūṃṣi sarve vānarapuṃgavāḥ ||

›Ich glaube, für einen Lebenden ist es schwer, aus diesem Ort, in den er eingedrungen ist, zurückzukehren; doch durch die große Kraft meiner Askese, die ich durch Gelübde erworben habe, werde ich euch alle Affen aus dieser Höhle herausführen. Schließt die Augen, all ihr Stiere unter den Affen.‹

Wort für Wort
jīvatā duṣkaram manye
für einen Lebenden, glaube ich, ist es schwer
praviṣṭena nivartitum
für den Eingedrungenen zurückzukehren
tapasaḥ suprabhāvena
durch die große Kraft der Askese
niyamopārjitena ca
und durch Gelübde erworben
sarvān eva bilāt asmāt
euch alle aus dieser Höhle
tārayiṣyāmi vānarān
werde ich Affen herausführen
nimīlayata cakṣūṃṣi
schließt die Augen
sarve vānarapuṃgavāḥ
all ihr Stiere unter den Affen

na hi niṣkramituṃ śakyam animīlitalocanaiḥ | tato nimīlitāḥ sarve sukumārāṃgulaiḥ karaiḥ ||

›Denn mit ungeschlossenen Augen ist es nicht möglich, hinauszugehen.‹ Da schlossen alle mit ihren zarten Fingerhänden die Augen.

Wort für Wort
na hi niṣkramitum śakyam
denn es ist nicht möglich hinauszugehen
animīlitalocanaiḥ
mit ungeschlossenen Augen
tataḥ nimīlitāḥ sarve
da schlossen alle
sukumārāṃgulaiḥ karaiḥ
mit ihren zarten Fingerhänden

sahasā pidadhur dṛṣṭiṃ hṛṣṭā gamanakāṃkṣiṇaḥ | vānarās tu mahātmāno hastaruddhamukhās tadā || nimeṣāntaramātreṇa bilād uttāritās tathā | uvāca sarvāṃs tāṃs tatra tāpasī dharmacāriṇī ||

Sogleich verhüllten sie, freudig, in der Sehnsucht aufzubrechen, ihre Augen; und jene hochgesinnten Affen, ihre Gesichter nun mit den Händen bedeckt, wurden binnen eines bloßen Augenblicks aus der Höhle herausgeführt; da sprach die rechtschaffene Asketin zu ihnen allen dort.

Wort für Wort
sahasā pidadhuḥ dṛṣṭim
sogleich verhüllten sie ihre Augen
hṛṣṭāḥ gamanakāṃkṣiṇaḥ
freudig, in der Sehnsucht aufzubrechen
vānarāḥ tu mahātmānaḥ
jene hochgesinnten Affen
hastaruddhamukhāḥ tadā
ihre Gesichter mit den Händen bedeckt
nimeṣāntaramātreṇa
binnen eines bloßen Augenblicks
bilāt uttāritāḥ tathā
wurden sie so aus der Höhle geführt
uvāca sarvān tān tatra
sprach zu ihnen allen dort
tāpasī dharmacāriṇī
die rechtschaffene Asketin

niḥsṛtān viṣamāt tasmāt samāśvāsyedam abravīt | eṣa vindhyo giriḥ śrīmān nānādrumalatāyutaḥ || eṣa prasavaṇaḥ śailaḥ sāgaro'yaṃ mahodadhiḥ | svasti vo'stu gamiṣyāmi bhavanaṃ vānararṣabhāḥ || iti uktvā tad bilaṃ śrīmat praviveśa svayaṃprabhā ||

Nachdem sie sie, aus jenem gefährlichen Ort herausgetreten, beruhigt hatte, sprach sie dies: ›Dies ist der prächtige Berg Vindhya, reich an mancherlei Bäumen und Ranken; dies ist der Berg Prasravaṇa; dies ist der große Ozean. Heil sei euch, ihr Stiere unter den Affen – ich kehre nun in meine Wohnstatt zurück.‹ Nachdem sie dies gesagt hatte, betrat Svayaṃprabhā wieder jene prächtige Höhle.

Wort für Wort
niḥsṛtān viṣamāt tasmāt
die aus jenem gefährlichen Ort Herausgetretenen
samāśvāsya idam abravīt
beruhigte sie und sprach dies
eṣa vindhyaḥ giriḥ śrīmān
dies ist der prächtige Berg Vindhya
nānādrumalatāyutaḥ
reich an mancherlei Bäumen und Ranken
eṣa prasavaṇaḥ śailaḥ
dies ist der Berg Prasravaṇa
sāgaraḥ ayam mahodadhiḥ
dies ist der große Ozean
svasti vaḥ astu
Heil sei euch
gamiṣyāmi bhavanam vānararṣabhāḥ
ich gehe in meine Wohnstatt, ihr Stiere unter den Affen
iti uktvā tat bilam śrīmat
nachdem sie dies gesagt hatte, jene prächtige Höhle
praviveśa svayaṃprabhā
betrat Svayaṃprabhā wieder

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