›O Affen, wenn eure Erschöpfung durch das Essen der Früchte gewichen ist, und wenn dies für mich zu hören geziemt, so möchte ich es hören – erzählt es mir.‹
Der König der ganzen Welt, dem Mahendra und Varuṇa gleich, der glanzvolle Rāma, der Sohn des Daśaratha, betrat den Daṇḍaka-Wald zusammen mit seinem Bruder Lakṣmaṇa und seiner Gattin Vaidehī; seine Gattin wurde von Rāvaṇa gewaltsam aus Janasthāna geraubt.
Wir, zusammen mit diesen vornehmsten, von Aṅgada angeführten Affen, wurden in die südliche, von Agastya durchwanderte, von Yama bewachte Himmelsrichtung gesandt, alle mit dem Auftrag: ›Sucht den nach Belieben die Gestalt wandelnden Rākṣasa Rāvaṇa auf, zusammen mit Sītā, der Vaidehī.‹
idaṃ praviṣṭāḥ sahasā bilaṃ timirasaṃvṛtam |
etan naḥ kāryam etena kṛtyena vayam āgatāḥ ||
tvāṃ ca eva upagatāḥ sarve paridyūnā bubhukṣitāḥ |
ātithyadharmadattāni mūlāni ca phalāni ca ||
Wir sind plötzlich in diese von Dunkel umhüllte Höhle eingetreten – dies ist unsere Aufgabe, und zu diesem Zweck sind wir gekommen; und wir alle, tief bekümmert und hungrig, sind zu dir gekommen; die nach dem Gesetz der Gastfreundschaft gereichten Wurzeln und Früchte,
...wurden von uns, von Hunger geplagt, verzehrt; und da wir alle vor Hunger im Sterben lagen, wurden wir von dir gerettet. Sag uns, was die Affen zum Dank für dich tun sollen.‹ So von jenen Affen angesprochen, die allwissende Svayaṃprabhā,
...antwortete darauf allen jenen Affen-Heerführern: ›Ich bin mit euch allen, ihr flinken Affen, wohl zufrieden; da ich meiner eigenen Pflicht nachgehe, ist hier von niemandem etwas zum Dank zu tun.‹ Nachdem er mit diesem heilsamen, der Tugend gemäßen Wort der Asketin angesprochen worden war,
uvāca hanumān vākyaṃ tām aniṃditalocanām |
śaraṇaṃ tvāṃ prapannāḥ smaḥ sarve vai dharmacāriṇim ||
yaḥ kṛtaḥ samayo'smākaṃ sugrīveṇa mahātmanā |
sa tu kālo vyatikrānto bile ca parivartatām ||
sprach Hanumān dieses Wort zu ihr mit den makellosen Augen: ›Wir alle haben wahrlich bei dir, der Rechtschaffenen, Zuflucht gesucht. Doch die Frist, die uns vom hochgesinnten Sugrīva gesetzt wurde, ist verstrichen, während wir in dieser Höhle umherirrten.‹
›Du solltest uns alle retten, die wir Sugrīvas Zorn fürchten, o Rechtschaffene; eine große Aufgabe ist noch von uns zu erfüllen, und diese Aufgabe haben wir, hier verweilend, noch nicht vollbracht.‹ So von Hanumān angesprochen, sprach die Asketin dieses Wort.
›Ich glaube, für einen Lebenden ist es schwer, aus diesem Ort, in den er eingedrungen ist, zurückzukehren; doch durch die große Kraft meiner Askese, die ich durch Gelübde erworben habe, werde ich euch alle Affen aus dieser Höhle herausführen. Schließt die Augen, all ihr Stiere unter den Affen.‹
Sogleich verhüllten sie, freudig, in der Sehnsucht aufzubrechen, ihre Augen; und jene hochgesinnten Affen, ihre Gesichter nun mit den Händen bedeckt, wurden binnen eines bloßen Augenblicks aus der Höhle herausgeführt; da sprach die rechtschaffene Asketin zu ihnen allen dort.
Nachdem sie sie, aus jenem gefährlichen Ort herausgetreten, beruhigt hatte, sprach sie dies: ›Dies ist der prächtige Berg Vindhya, reich an mancherlei Bäumen und Ranken; dies ist der Berg Prasravaṇa; dies ist der große Ozean. Heil sei euch, ihr Stiere unter den Affen – ich kehre nun in meine Wohnstatt zurück.‹ Nachdem sie dies gesagt hatte, betrat Svayaṃprabhā wieder jene prächtige Höhle.
Wort für Wort
niḥsṛtān viṣamāt tasmāt
die aus jenem gefährlichen Ort Herausgetretenen
samāśvāsya idam abravīt
beruhigte sie und sprach dies
eṣa vindhyaḥ giriḥ śrīmān
dies ist der prächtige Berg Vindhya
nānādrumalatāyutaḥ
reich an mancherlei Bäumen und Ranken
eṣa prasavaṇaḥ śailaḥ
dies ist der Berg Prasravaṇa
sāgaraḥ ayam mahodadhiḥ
dies ist der große Ozean
svasti vaḥ astu
Heil sei euch
gamiṣyāmi bhavanam vānararṣabhāḥ
ich gehe in meine Wohnstatt, ihr Stiere unter den Affen
iti uktvā tat bilam śrīmat
nachdem sie dies gesagt hatte, jene prächtige Höhle