Quellen der Menschheit

Ayodhyākāṇḍa

Rāmāyaṇa · 119 Sargas

Das Buch von Ayodhyā: Die Weihe Rāmas zum Kronprinzen wird beschlossen, Kaikeyīs Intrige, Rāmas Verbannung, der Auszug in den Wald und Daśarathas Tod.

  • 1Rāma Yauvarājya Abhiṣeka SaṃkalpaḥDaśaratha beschließt, Rāma zum Kronprinzen zu weihen50 Ślokas
  • 2Rāma Guṇa VarṇanamDie Versammlung preist Rāmas Tugenden und erbittet seine Weihe54 Ślokas
  • 3Abhiṣeka Sambhāra PrastāvaḥVasiṣṭha ordnet die Weihe-Vorbereitungen an, und Daśaratha erteilt Rāma väterlichen Rat49 Ślokas
  • 4Rāma Niyoga VratopavāsaḥDaśaratha beschließt die Weihe für den nächsten Tag; Rāma und Sītā beginnen das Fasten45 Ślokas
  • 5Vasiṣṭha Upavāsa VidhānamVasiṣṭha leitet das Fasten Rāmas und Sītās; ganz Ayodhyā fiebert dem Weihetag entgegen26 Ślokas
  • 6Ayodhyā Alaṅkāra VarṇanamRāma vollzieht am Morgen die Gebete, und ganz Ayodhyā schmückt sich freudig für die bevorstehende Weihe28 Ślokas
  • 7Mantharā Kopa VākyamMantharā erblickt das Fest, entfacht Kaikeyīs Argwohn und hetzt sie gegen Rāma auf36 Ślokas
  • 8Mantharā Bharata Rājya PrārthanāMantharā enthüllt ihren Plan: Bharatas Königtum und Rāmas Verbannung39 Ślokas
  • 9Kaikeyī Krodhāgāra PraveśaḥMantharā erinnert Kaikeyī an die zwei alten Wunschgewährungen; Kaikeyī zieht sich zürnend ins Zorngemach zurück66 Ślokas
  • 10Daśaratha Kaikeyī SāntvanamDaśaratha findet Kaikeyī im Zorngemach und schwört ihr, jeden Wunsch zu erfüllen40 Ślokas
  • 11Kaikeyī Vara YācanamDaśaratha schwört bei Rāmas Leben, und Kaikeyī fordert Bharatas Krönung und Rāmas vierzehnjährige Verbannung29 Ślokas
  • 12Daśaratha VilāpaḥDaśaratha bricht zusammen, fleht Kaikeyī vergeblich an und klagt über sein selbstverschuldetes Verderben114 Ślokas
  • 13Daśaratha Rātri VilāpaḥDaśaratha fleht die ganze Nacht vergeblich um Gnade, während Kaikeyī unerbittlich schweigt26 Ślokas
  • 14Sumantra Rāma ĀvāhanamVasiṣṭha und Sumantra bereiten die Weihe vor, während Daśaratha seine letzte Nacht durchleidet und Kaikeyī Sumantra aussendet, Rāma zu holen68 Ślokas
  • 15Sumantra Rāma Gṛha PraveśaḥAm Morgen der Weihe erwacht Daśaratha endlich, und Sumantra eilt zu Rāmas prächtigem Palast, um ihn zu holen49 Ślokas
  • 16Rāma Rāja Mārga YātrāRāma verabschiedet sich von Sītā und fährt, ahnungslos der wahren Absicht, im Jubel des Volkes zum Palast des Königs47 Ślokas
  • 17Rāma Rāja Bhavana PraveśaḥUnter dem Jubel und den Segenswünschen des Volkes erreicht Rāma den Palast und tritt zu seinem Vater ein22 Ślokas
  • 18Rāma Vana Gamana ĀjñāKaikeyī offenbart Rāma die zwei alten Wunschgewährungen: Bharatas Krönung und Rāmas vierzehnjährige Verbannung41 Ślokas
  • 19Rāma Pratijñā VanavāsaḥRāma verspricht ohne Zögern die Verbannung, tröstet den ohnmächtigen Vater und tritt gefasst zu seiner Mutter40 Ślokas
  • 20Kausalyā VilāpaḥKausalyā erfährt von Rāmas Verbannung, bricht zusammen und klagt bitter über ihr Schicksal55 Ślokas
  • 21Lakṣmaṇa Kopaḥ Rāma PratibodhaḥLakṣmaṇa entbrennt in Zorn und will die Stadt mit Waffengewalt verteidigen, doch Rāma besänftigt Mutter und Bruder mit dem Wort vom Dharma des Vatergehorsams63 Ślokas
  • 22Rāma Saṃtoṣaḥ Daiva VādaḥRāma weist die Weihegaben zurück, tröstet Lakṣmaṇa mit der Lehre vom unabwendbaren Schicksal und verteidigt Kaikeyī gegen jeden Verdacht30 Ślokas
  • 23Lakṣmaṇa Kruddha VākyamDer zornige Lakṣmaṇa will mit Waffengewalt gegen jeden vorgehen, der Rāmas Weihe verhindert, doch Rāma besänftigt ihn und weist ihm den rechten Weg41 Ślokas
  • 24Kausalyā Anujñā Rāma UpadeśaḥKausalyā will Rāma in die Verbannung folgen, doch er mahnt sie zum Dienst am König; schließlich gibt sie ihren Segen und wartet seiner Rückkehr entgegen38 Ślokas
  • 25Kausalyā SvastyayanamKausalyā vollzieht die Segensriten für Rāma, ruft alle Götter und Naturmächte zu seinem Schutz an und entlässt ihn schließlich mit ihrem Segen47 Ślokas
  • 26Rāma Sītā AnuśāsanamRāma kehrt heim, offenbart Sītā sein Schicksal und weist sie an, in Ayodhyā zu bleiben, dem König und Bharata treu ergeben38 Ślokas
  • 27Sītā Vana Gamana ĀgrahaḥSītā fleht Rāma an, sie mit in die Verbannung zu nehmen, und beteuert, dass ihr Platz allein an der Seite ihres Gatten sei23 Ślokas
  • 28Rāma Vana Doṣa VarṇanamRāma schildert Sītā ausführlich die Mühsale und Gefahren des Waldlebens, um sie von ihrem Vorhaben abzubringen, doch sie lässt sich nicht überzeugen26 Ślokas
  • 29Sītā Vana Gamana PratijñāSītā entkräftet Rāmas Einwände, beruft sich auf eine alte Vorhersage und droht mit dem Tod, sollte er sie zurücklassen, doch Rāma bleibt zunächst unbewegt24 Ślokas
  • 30Sītā Rāma Vana Gamana AnujñāSītā tadelt Rāma leidenschaftlich und droht mit dem Tod, bis er schließlich nachgibt und sie mitnimmt; freudig beginnt sie, Gaben an Brahmanen und Diener zu verteilen47 Ślokas
  • 31Lakṣmaṇa Vana Gamana AnujñāLakṣmaṇa bittet flehentlich, mit in die Verbannung gehen zu dürfen; Rāma gibt schließlich nach und schickt ihn, die göttlichen Waffen zu holen, während er selbst noch Geschenke an die Brahmanen verteilen will35 Ślokas
  • 32Rāma Dhana Vibhāgaḥ Trijaṭa UpākhyānamRāma und Sītā beschenken den Brahmanen Suyajña reich und teilen an alle Brahmanen, Diener und Freunde Reichtum aus; die Geschichte vom armen Brahmanen Trijaṭa, der durch Rāmas scherzhafte Zusage und den Wurf seines Stockes zu einer großen Rinderherde kommt44 Ślokas
  • 33Rāma Nagara Nirgamanam Pitṛ DarśanamRāma und Sītā verlassen zu Fuß die trauernde Stadt; die Bürger beklagen den Verlust und wünschen ihm zu folgen; Rāma bleibt unbewegt und schreitet zum Palast des Vaters, wo er den bekümmerten Sumantra bittet, ihn beim König anzumelden31 Ślokas
  • 34Daśaratha Rāma Saṃvādaḥ MūrchāRāma tritt vor den zusammenbrechenden Daśaratha; nach schmerzlichem Ringen erlaubt der König den Aufbruch, überträgt das Reich an Bharata und fällt, von Kummer überwältigt, in Ohnmacht, während die Königinnen und Sumantra laut aufweinen61 Ślokas
  • 35Sumantra Kaikeyī NirbhartsanamSumantra klagt Kaikeyī voller Zorn vor der Versammlung an und erzählt die Geschichte ihres Vaters Aśvapati, der einst ihre Mutter wegen eines ähnlichen Verlangens verstieß; doch Kaikeyī bleibt unbewegt37 Ślokas
  • 36Siddhārtha Sagara Asamañja UpākhyānamDaśaratha will Rāmas Auszug wie eine königliche Reise ausstatten; Kaikeyī fürchtet, dies mache Bharatas Erbe wertlos, und beruft sich auf Sagaras Verbannung des Asamañja; der Minister Siddhārtha entlarvt diesen Vergleich als falsch, da Asamañja tatsächlich schuldig war, Rāma aber makellos ist; verzweifelt erklärt Daśaratha, er selbst wolle Rāma in die Verbannung folgen33 Ślokas
  • 37Sītā Cīra Vasanam Vasiṣṭha NivāraṇamRāma legt die Rindengewänder an, die ihm Kaikeyī schamlos reicht; Sītā, unkundig im Umgang mit solcher Kleidung, wird von Rāma selbst eingekleidet, während die Frauen weinen; der Lehrer Vasiṣṭha aber tadelt Kaikeyī scharf und verwehrt Sītā das Rindengewand, da ihr als Rāmas Gattin der königliche Rang zusteht37 Ślokas
  • 38Daśaratha Vilāpaḥ Rāma Kausalyā Rakṣaṇa YācanāDas Volk verflucht Daśaratha beim Anblick Sītās im Rindengewand; der König verwehrt ihr dieses Gewand und klagt über sein grausames Versprechen; Rāma bittet den zusammengebrochenen Vater, seine Mutter Kausalyā während seiner Abwesenheit sorgsam zu behüten18 Ślokas
  • 39Sītā Kausalyā Saṃvādaḥ Rāma Mātṛ VidāyaDaśaratha bricht beim Anblick der Verbannten zusammen und lässt den Wagen bereitstellen; Kausalyā ermahnt Sītā über Gattinnenpflicht, worauf Sītā ihre unwandelbare Treue bekundet; Rāma tröstet seine Mutter und nimmt von den dreihundertfünfzig Müttern des Königs bewegt Abschied41 Ślokas
  • 40Nagara Nirgamanam Rāma PrayāṇamRāma, Sītā und Lakṣmaṇa nehmen von den Eltern Abschied; unter dem Wehklagen der ganzen Stadt fährt der Wagen davon, während Daśaratha und Kausalyā verzweifelt nachlaufen, bis die Minister den König zur Umkehr bewegen51 Ślokas
  • 41Ayodhyā Śoka Utpāta VarṇanamDie Frauen im Palast und das ganze Volk klagen über Rāmas Weggang; unheilvolle Vorzeichen erscheinen am Himmel, und die ganze Stadt Ayodhyā erbebt vor Kummer21 Ślokas
  • 42Rāja Gṛha Praveśaḥ Kaikeyī NirasanamDaśaratha bricht zusammen, als er Rāmas Staub nicht mehr sehen kann, verstößt Kaikeyī mit harten Worten, kehrt klagend in die menschenleere Stadt zurück und liegt in der Nacht bei Kausalyā, unaufhörlich an Rāma denkend34 Ślokas
  • 43Kausalyā Vilāpaḥ Pūrva Karma SmaraṇamKausalyā klagt zu Daśaratha über den Verlust Rāmas, malt sich seine ferne Rückkehr aus und erinnert sich an eine frühere schuldhafte Tat, die dieses Leid nun als Karma über sie gebracht haben mag21 Ślokas
  • 44Sumitrā Kausalyā SāntvanamSumitrā tröstet die klagende Kausalyā mit weisen Worten über Rāmas Tugend und die baldige glückliche Rückkehr, und der Kummer weicht aus Kausalyās Herzen31 Ślokas
  • 45Rāma Prajā Anunayanam Tamasā PraveśaḥRāma bittet das ihm nachfolgende Volk, sich Bharata zuzuwenden, steigt aus Mitgefühl mit den zu Fuß gehenden Brahmanen vom Wagen, die ihn vergeblich zur Umkehr beschwören, und erreicht mit den Seinen den Fluss Tamasā, wo Sumantra die Pferde tränkt33 Ślokas
  • 46Tamasā Tīra Vāsaḥ Paura VañcanamRāma verbringt mit Sītā und Lakṣmaṇa die erste Waldnacht am Ufer der Tamasā, und um das schlafende, ihm treu ergebene Volk der Stadt nicht länger leiden zu lassen, lässt er den Wagen heimlich zunächst nach Norden lenken, ehe er in den Wald einbiegt34 Ślokas
  • 47Paura Śokaḥ Ayodhyā PratyāgamanamDie Bürger erwachen und finden Rāma verschwunden; verzweifelt und ihrer Spur beraubt kehren sie klagend in die trostlose Stadt Ayodhyā zurück19 Ślokas
  • 48Nagara Śoka Varṇanam DvitīyamDie zurückgekehrten Bewohner Ayodhyās verfallen in tiefe Trauer, die Frauen klagen und schmähen ihre Männer, weil sie Rāma nicht gefolgt sind, und die einst festliche Stadt versinkt bei Einbruch der Nacht in Finsternis und Freudlosigkeit37 Ślokas
  • 49Vedaśruti Gomatī Syandikā TaraṇamRāma zieht durch Kosala, hört das klagende Volk Kaikeyī verfluchen, durchquert die Flüsse Vedaśruti, Gomatī und Syandikā und spricht wehmütig mit Sumantra über künftige Jagden an der Sarayū18 Ślokas
  • 50Gaṅgā Darśanam Guha SambandhaḥRāma zieht durch Kosala, erblickt die heilige Gaṅgā bei Śṛṅgiberapura und wird dort von seinem Freund, dem Niṣāda-Fürsten Guha, freudig empfangen und bewirtet, lehnt aber dessen Gaben für sich selbst ab und bittet nur um Futter für die Pferde51 Ślokas
  • 51Lakṣmaṇa Rātri Jāgaraṇa VilāpaḥGuha hält mit den Seinen Wache über den schlafenden Rāma, doch Lakṣmaṇa selbst kann nicht schlafen und klagt die ganze Nacht über das Schicksal seines Vaters, seiner Mutter und der verwaisten Stadt Ayodhyā27 Ślokas
  • 52Gaṅgā Taraṇam Jaṭā DhāraṇamRāma entlässt Sumantra trotz dessen inständiger Bitten zurück nach Ayodhyā, flicht mit Lakṣmaṇa Asketenlocken, überquert mit Guhas Boot die Gaṅgā, während Sītā den Fluss um Rāmas glückliche Rückkehr anfleht, und die drei ziehen weiter in den unbewohnten Wald102 Ślokas
  • 53Rāma Lakṣmaṇa Saṃvādaḥ Vana Vāsa ĀdaraḥRāma klagt in der Nacht am Gaṅgā-Ufer über Daśarathas und Kausalyās Leid, Lakṣmaṇa tröstet ihn, und beide richten sich entschlossen auf das Leben im Wald ein35 Ślokas
  • 54Bharadvāja Āśrama Praveśaḥ Citrakūṭa NirdeśaḥRāma, Sītā und Lakṣmaṇa erreichen den Āśrama des Weisen Bharadvāja am Zusammenfluss von Gaṅgā und Yamunā, verbringen dort die Nacht, und Bharadvāja weist ihnen den Berg Citrakūṭa als Wohnort zu43 Ślokas
  • 55Kālindī Yamunā Taraṇam Nyagrodha VāsaḥBharadvāja weist Rāma den Weg zum Citrakūṭa über die Kālindī, Rāma, Sītā und Lakṣmaṇa überqueren auf einem Floß die Yamunā, wobei Sītā den Fluss und den Banyanbaum um glückliche Rückkehr anfleht, und wandern durch den Yamunā-Wald weiter34 Ślokas
  • 56Citrakūṭa Vāsaḥ Parṇaśālā NirmāṇamRāma, Sītā und Lakṣmaṇa erreichen den Berg Citrakūṭa, grüßen den Weisen Vālmīki, errichten eine Laubhütte und beziehen sie nach vorschriftsmäßigem Opfer und Besänftigung des Bauplatzes38 Ślokas
  • 57Sumantra Ayodhyā Praveśaḥ Rājña MūrchāSumantra kehrt ohne Rāma nach Ayodhyā zurück; die klagende Stadt und die Frauen im Palast trauern, und König Daśaratha sinkt beim Vernehmen von Rāmas Botschaft ohnmächtig zu Boden, während Kausalyā ihn aufzurichten versucht34 Ślokas
  • 58Sumantra Rāma Vākya NivedanamSumantra berichtet dem trauernden Daśaratha ausführlich von Rāmas Abschiedsworten und Botschaften an Kausalyā und Bharata, während Lakṣmaṇa zornig gegen die Verbannung protestiert und Sumantra vom Abschied Sītās und Rāmas am Wagen erzählt37 Ślokas
  • 59Sumantra Ayodhyā Śoka Varṇanam Rājña Mūrchā DvitīyāSumantra schildert Daśaratha das trauernde, freudlose Ayodhyā, und der König, von unstillbarem Verlangen nach Rāma ergriffen, vergleicht seinen Kummer einem unüberwindlichen Ozean und sinkt erneut ohnmächtig zu Boden34 Ślokas
  • 60Sūta Kausalyā SāntvanamKausalyā verlangt verzweifelt danach, zu Rāma gebracht zu werden; Sumantra tröstet sie mit der Schilderung, wie gelassen und liebevoll Sītā das Waldleben an Rāmas Seite erträgt, doch die Königin hört nicht auf, um ihren Sohn zu klagen23 Ślokas
  • 61Kausalyā Vilāpaḥ Dvitīyaḥ Rājña Duḥkha SmaraṇamKausalyā klagt bitter über Rāmas Verbannung und die Ungerechtigkeit der Thronvergabe an Bharata, und der von ihren harten Worten getroffene König versinkt erneut in Kummer und erinnert sich an seine üble Tat27 Ślokas
  • 62Rājña Prasāda Yācanam Kausalyā Kṣamā VākyamDaśaratha bittet die zürnende Kausalyā um Vergebung und erinnert sich an sein unwissentliches Verschulden am Tod des Einsiedlerknaben; Kausalyā bereut ihre harten Worte, spricht über die zerstörerische Macht des Kummers, und beide sinken schließlich in erschöpften Schlaf21 Ślokas
  • 63Śravaṇa Kumāra Vadha KathanamDaśaratha erzählt Kausalyā die Geschichte, wie er als junger Prinz durch sein blindes Klangschießen den Asketensohn Śravaṇa tödlich traf, der ihm die Sorge um seine blinden Eltern klagte, bevor er starb, und erkennt darin die Ursache seines jetzigen Leids56 Ślokas
  • 64Daśaratha Prāṇa TyāgaḥDaśaratha vollendet Kausalyā gegenüber die Erzählung vom sterbenden Śravaṇa und dessen Fluch, erkennt darin sein eigenes Schicksal und stirbt, klagend um Rāma, in der Mitternacht in Gegenwart von Kausalyā und Sumitrā79 Ślokas
  • 65Rāja Śokāt Prāṇa Tyāgaḥ Antaḥpura VilāpaḥAm Morgen versagt das Erwachen des Königs; die Höflinge und Königinnen entdecken seinen Tod und brechen in Wehklagen aus29 Ślokas
  • 66Kausalyā Vilāpaḥ Rāja Śarīra Taila Droṇī SthāpanamKausalyā klagt über den toten König und Kaikeyīs Schuld; die Minister betten den Leichnam in einen Öltrog und warten auf Bharatas Rückkehr, während die trauernde Stadt keine Ruhe findet29 Ślokas
  • 67Arājaka Doṣa Varṇanam Vasiṣṭha PrārthanamDie versammelten Brahmanen und Minister schildern Vasiṣṭha die Schrecken eines königlosen Landes und bitten ihn, sogleich einen König aus dem Hause der Ikṣvākus einzusetzen38 Ślokas
  • 68Dūta Preṣaṇam Girivraja GamanamVasiṣṭha entsendet Boten, um Bharata unter strenger Geheimhaltung von Rāmas Verbannung und dem Tod des Königs zurückzuholen; ihre lange Reise durch viele Länder bis nach Girivraja22 Ślokas
  • 69Bharata Duḥsvapna DarśanamIn derselben Nacht, in der die Boten Girivraja erreichen, hat Bharata einen furchtbaren, vieldeutigen Traum vom Verfall seines Vaters und ahnt drohendes Unheil21 Ślokas
  • 70Bharata Girivraja NirgamanamDie Boten überbringen Bharata die verschlüsselte Nachricht; Bharata verabschiedet sich von Großvater und Onkel, empfängt reiche Gaben und bricht, von unbestimmter Sorge erfüllt, mit Śatrughna nach Ayodhyā auf30 Ślokas
  • 71Bharata Ayodhyā Praveśaḥ Aśubha Nimitta DarśanamBharata eilt sieben Tage durch viele Länder und Flüsse nach Ayodhyā, findet die Stadt verödet und von unheilvollen Vorzeichen erfüllt vor, und betritt bekümmert das Haus seines Vaters47 Ślokas
  • 72Kaikeyī Bharatāya Sarva Vṛttānta KathanamBharata erfährt von Kaikeyī vom Tod seines Vaters und von Rāmas Verbannung; entsetzt über ihre schamlose Tat weist er sie zurück, während sie ihn ungerührt zur Krönung drängt54 Ślokas
  • 73Bharata Kaikeyī GarhaṇamBharata, von Kummer und Zorn überwältigt, wirft Kaikeyī ihre schändliche Tat vor, verweigert ihr die Erfüllung ihres Wunsches und schwört, Rāma aus dem Wald zurückzuholen und ihm als Diener zu dienen28 Ślokas
  • 74Bharata Kaikeyī Punargarhaṇam Surabhi Vṛttānta KathanamBharata verflucht Kaikeyī als Kindsmörderin und Zerstörerin des Geschlechts, erzählt das Gleichnis von der weinenden Kuh Surabhi um ihre erschöpften Söhne, schwört, Rāma zurückzuholen, und sinkt erschöpft zu Boden36 Ślokas
  • 75Bharata Satyaśapatha KathanamKausalyā beklagt Bharata bitter für die vermeintlich errungene Herrschaft; Bharata schwört eine gewaltige Reihe von Selbstverfluchungen, um seine Unschuld an der Verbannung Rāmas zu beteuern, und Kausalyā tröstet ihn schließlich65 Ślokas
  • 76Daśaratha Antyeṣṭi KarmaAuf Vasiṣṭhas Mahnung lässt Bharata die letzten Riten für seinen Vater vollziehen; die feierliche Verbrennung am Ufer der Sarayū und die zehntägige Trauer der Königsfrauen und Minister23 Ślokas
  • 77Śrāddha Karma Trayodaśāha VilāpaḥAm zwölften Tag lässt Bharata die Śrāddha-Riten vollziehen; am dreizehnten Tag klagen Bharata und Śatrughna verzweifelt an den Gebeinen des Vaters, bis Vasiṣṭha und Sumantra sie zur Fassung mahnen26 Ślokas
  • 78Śatrughna Kopaḥ Mantharā NigrahaḥŚatrughna, von Zorn über Manthara überwältigt, schleift die Buckelige durch den Palast und bedroht auch Kaikeyī; Bharata hält ihn zurück, aus Sorge, Rāma könnte den Mord an Frauen missbilligen26 Ślokas
  • 79Bharata Rājya Grahaṇa PratyākhyānamBharata weist am vierzehnten Tag das ihm angetragene Königtum zurück und kündigt an, Rāma aus dem Wald zurückzuholen; Handwerker werden beauftragt, einen Weg dorthin zu bahnen17 Ślokas
  • 80Mārga Nirmāṇam Bharata Niveśa SthāpanamHandwerker und Arbeiter bahnen einen prächtigen Weg zum Gaṅgā-Ufer und errichten unter günstigen Sternen das Lager für Bharata22 Ślokas
  • 81Sabhā SamāhvānamBharata weist die morgendlichen Königs-Lobgesänge zurück und klagt Kaikeyī vor Śatrughna an; Vasiṣṭha beruft die Versammlung ein16 Ślokas
  • 82Bharata Rājya Punaḥ Pratyākhyānam Yātrā PrasthānamBharata weist im Rat des Purohita erneut das Königtum zurück, verkündet, Rāma zurückzuholen, und lässt das gesamte Heer zur Reise in den Wald aufbrechen32 Ślokas
  • 83Bharata Senā Prayāṇam Gaṅgā Tīra NiveśaḥBharata bricht mit dem gesamten Heer, den Königinnen und einem gewaltigen Zug des Volkes auf und schlägt am Ufer der Gaṅgā bei Śṛṅgiberapura, Guhas Gebiet, das Lager auf26 Ślokas
  • 84Guha Sainya Sajjā Bharata SambhāṣaṇamGuha, zunächst misstrauisch gegenüber Bharatas Absichten, rüstet seine Niṣādas; nach Aufklärung durch Sumantra begrüßt er Bharata freundlich und bietet Gastfreundschaft an18 Ślokas
  • 85Bharata Guha Samvādaḥ Bharata ŚokaḥBharata erklärt Guha seine wahre Absicht, Rāma zurückzuholen; Guha, versöhnt und bewundernd, tröstet den von tiefem Kummer überwältigten Bharata in der Nacht am Gaṅgā-Ufer22 Ślokas
  • 86Guha Bharatāya Lakṣmaṇa Vṛttānta KathanamGuha berichtet Bharata von Lakṣmaṇas nächtlicher Wache und dessen Klage; am Morgen lässt er Rāma und Lakṣmaṇa mit Jaṭā-Locken schmücken und über die Gaṅgā übersetzen25 Ślokas
  • 87Bharata Mūrchā Guha Rātri Vṛttānta KathanamBharata bricht vor Kummer über Guhas Bericht zusammen; nach seiner Genesung erzählt Guha ausführlich, wie Rāma die Gastgeschenke ablehnte und die Nacht fastend und wachend mit Sītā und Lakṣmaṇa verbrachte24 Ślokas
  • 88Bharata Vilāpaḥ Iṅgudī MūleBharata beklagt an der Wurzel des Iṅgudī-Baumes ergreifend Rāmas und Sītās Nachtlager auf dem bloßen Boden und beschließt, selbst im Wald zu leben, während Rāma mit Lakṣmaṇa nach Ayodhyā zurückkehren und dort geweiht werden soll30 Ślokas
  • 89Gaṅgā Taraṇam Prayāga GamanamGuha lässt fünfhundert Boote herbeischaffen; das gesamte Heer setzt über die Gaṅgā, und Bharata bricht auf, um den Weisen Bharadvāja in Prayāga aufzusuchen23 Ślokas
  • 90Bharadvāja SaṃvādaḥBharata besucht demütig zu Fuß den Seher Bharadvāja, der ihn zunächst prüfend befragt, dann seine wahre Absicht erkennt, ihm Rāmas Aufenthalt auf dem Citrakūṭa nennt und ihn zur Übernachtung einlädt24 Ślokas
  • 91Bharadvāja Kṛta Divya ĀtithyamBharadvāja bewirkt durch seine Askese ein wundersames, göttliches Gastmahl für Bharatas gesamtes Heer mit himmlischen Speisen, Trank, Musik, Tanz und Apsaras, das die ganze Nacht andauert84 Ślokas
  • 92Citrakūṭa Mārga Nirdeśaḥ Kaikeyī Nirbhartsanam PrayāṇamBharadvāja weist Bharata den Weg zum Citrakūṭa; Bharata stellt seine Mütter vor und verurteilt Kaikeyī scharf, doch der Seher lehrt ihn, dass Rāmas Verbannung letztlich zum Guten dienen wird; das Heer bricht zum Citrakūṭa auf39 Ślokas
  • 93Citrakūṭa Darśanam Dhūma DarśanamBharatas gewaltiges Heer erreicht den Citrakūṭa; er erblickt Rauch im Wald, hält das Heer zurück und macht sich mit Vasiṣṭha und Sumantra auf, um Rāma zu finden27 Ślokas
  • 94Citra Kūṭa VarṇanamRāma zeigt Sītā voller Freude die Schönheit des Berges Citrakūṭa und schildert ausführlich seine Wunder, Bäume, Felsen und Wasserfälle27 Ślokas
  • 95Citra Kūṭa Ramaṇīyaka VarṇanamRāma zeigt Sītā die liebliche Mandākinī und den Citrakūṭa und preist das Waldleben mit ihr19 Ślokas
  • 96Lakṣmaṇa Kopaḥ Senā DarśanamLakṣmaṇa erblickt das heranziehende Heer, hält es für Bharatas Angriff und droht in Zorn Vernichtung an30 Ślokas
  • 97Rāma Vicāraḥ Bharata Senā NiveśaḥRāma besänftigt Lakṣmaṇas Zorn, erkennt Bharatas friedliche Absicht und dessen Heer lagert am Berg31 Ślokas
  • 98Bharata Vana PraveśaḥBharata lässt den Wald durchsuchen und macht sich selbst zu Fuß auf, um Rāma zu finden13 Ślokas
  • 99Bharata Rāma SamāgamaḥBharata findet Rāma an der Mandākinī; die Brüder treffen weinend zusammen42 Ślokas
  • 100Rāma Rāja Dharma PraśnāḥRāma befragt Bharata eingehend über Rechtschaffenheit, Regierungsführung und die Pflichten eines Königs76 Ślokas
  • 101Bharata Rāma Saṃvādaḥ Rājya PratyākhyānamBharata bittet Rāma erneut, das Königreich anzunehmen; Rāma verweist auf den Willen des verstorbenen Vaters und lehnt ab26 Ślokas
  • 102Bharata Vākyam Pitṛ Mṛtyu VṛttāntaḥBharata berichtet vom Tod des Vaters aus Trennungsschmerz und fordert Rāma auf, die Wasserspende zu vollziehen und heimzukehren9 Ślokas
  • 103Pitṛ Udaka Kriyā Bharata SaṃgamaḥRāma vollzieht die Wasserspende für den verstorbenen Vater; Bharatas Heer und das Volk strömen weinend zur Einsiedelei49 Ślokas
  • 104Rāja Mātṛ Rāma Saṃgamaḥ Sabhā SanniveśaḥDie Königinnen und Vasiṣṭha treffen an der Mandākinī ein; Kausalyā klagt und tröstet Sītā; die Versammlung setzt sich für die Verhandlung32 Ślokas
  • 105Rāma Upadeśaḥ Anityatā BodhanamRāma lehnt erneut ab und tröstet Bharata mit einer Rede über die Vergänglichkeit des Lebens und die Unausweichlichkeit des Todes46 Ślokas
  • 106Bharata Punaḥ Yācanā Rāma SthairyamBharata fleht Rāma erneut an, das Königreich zu übernehmen; Rāma bleibt fest bei seinem Entschluss, dem Wort des Vaters zu folgen35 Ślokas
  • 107Rāma Vākyam Pitṛ Ṛṇa MokṣaṇamRāma erinnert Bharata an den Brautpreis, den Sinn des Sohnesnamens 'Putra' und fordert ihn auf, nach Ayodhyā zurückzukehren und zu herrschen19 Ślokas
  • 108Jābāli Vākyam Nāstika VādaḥDer Brahmane Jābāli hält Rāma eine materialistische Rede und drängt ihn, das Königreich anzunehmen und die Rücksicht auf den Vater aufzugeben18 Ślokas
  • 109Rāma Satya Vākyam Jābāli PrasādanamRāma widerlegt Jābālis Lehre mit einer Lobrede auf die Wahrheit; Jābāli erklärt, seine Rede sei nur ein Versuch gewesen, Rāma zurückzuholen39 Ślokas
  • 110Ikṣvāku Vaṃśa VarṇanamVasiṣṭha erzählt die Genealogie der Ikṣvāku-Dynastie von Manu bis Daśaratha36 Ślokas
  • 111Rāma Pravrajana Bharata Vrata SamāpanamVasiṣṭha ermahnt Rāma; Bharatas Protest-Fasten; Rāma bleibt bei seinem Gelübde, Bharata soll regieren32 Ślokas
  • 112Pāduka Pratyarpaṇam Bharata Nandigrāma GamanamRāma übergibt Bharata seine Sandalen als Symbol der Regentschaft; Abschied der Brüder31 Ślokas
  • 113Bharata Ayodhyā PratyāgamanamBharata bricht mit den Sandalen nach Ayodhyā auf; die verödete Stadt erschreckt ihn24 Ślokas
  • 114Ayodhyā Śūnya VarṇanamBharata betritt das verödete, glanzlose Ayodhyā und beklagt dessen Trostlosigkeit ohne Rāma29 Ślokas
  • 115Bharata Nandigrāma Rājya ŚāsanamBharata zieht nach Nandigrāma und regiert dort als Asket, die Sandalen als Symbol der Herrschaft verehrend27 Ślokas
  • 116Tāpasa Bhaya VarṇanamDie Asketen berichten Rāma von Kharas Terror gegen die Einsiedler in Janasthāna und verlassen den Hain26 Ślokas
  • 117Atri Āśrama Praveśaḥ Anasūyā Sītā SamvādaḥRāma zieht zum Einsiedlerhain des Atri; Anasūyā ermahnt Sītā zur Pflichttreue gegenüber dem Gatten28 Ślokas
  • 118Sītā Svayaṃvara KathanamSītā erzählt Anasūyā die Geschichte ihrer Geburt und ihres Svayaṃvara mit Rāma54 Ślokas
  • 119Atri Āśramāt Daṇḍaka Vana PraveśaḥSītā kehrt geschmückt zu Rāma zurück; die Asketen warnen vor den Rākṣasas und weisen den Weg; Rāma betritt den Daṇḍaka-Wald22 Ślokas