Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa
Sarga 97: Rāma Vicāraḥ Bharata Senā Niveśaḥ
Rāma besänftigt Lakṣmaṇas Zorn, erkennt Bharatas friedliche Absicht und dessen Heer lagert am Berg
susaṃrabdhaṃ tu saumitriṃ lakṣmaṇaṃ krodha mūrchitam |
rāmas tu parisāntvya atha vacanaṃ ca idam abravīt ||
Rāma aber, nachdem er den zornerfüllten, von Zorn überwältigten Saumitri Lakṣmaṇa besänftigt hatte, sprach darauf diese Worte:
Wort für Wort susaṃrabdhaṃ tu saumitriṃ den erregten Saumitri aber lakṣmaṇaṃ krodha mūrchitam Lakṣmaṇa, von Zorn überwältigt rāmas tu parisāntvya Rāma aber, besänftigend atha vacanaṃ ca idam abravīt sprach darauf diese Worte kim atra dhanuṣā kāryam asinā vā sacarmaṇā |
mahā iṣvāse mahā prājñe bharate svayam āgate ||
Was soll hier der Bogen nützen, oder das Schwert samt Schild, wenn Bharata, der große Bogenschütze, der große Weise, selbst gekommen ist?
Wort für Wort kim atra dhanuṣā kāryam was soll hier der Bogen nützen asinā vā sacarmaṇā oder das Schwert samt Schild mahā iṣvāse mahā prājñe dem großen Bogenschützen, großen Weisen bharate svayam āgate wenn Bharata selbst gekommen ist pitus satyaṃ pratiśrutya hatvā bharatam āgatam |
kiṃ kariṣyāmi rājyena sāpavādena lakṣmaṇa ||
Nachdem ich dem Vater die Wahrheit zugesichert habe - was sollte ich mit dem Königreich anfangen, das mit Tadel behaftet wäre, wenn ich den gekommenen Bharata töte, Lakṣmaṇa?
Wort für Wort pitus satyaṃ pratiśrutya nachdem ich dem Vater die Wahrheit zugesichert habe hatvā bharatam āgatam nachdem ich den gekommenen Bharata getötet habe kiṃ kariṣyāmi rājyena was sollte ich mit dem Königreich anfangen sāpavādena lakṣmaṇa das mit Tadel behaftet wäre, Lakṣmaṇa yad dravyaṃ bāndhavānāṃ vā mitrāṇāṃ vā akṣaye bhavat |
na ahaṃ tat pratigṛhṇīyāṃ bhakṣān viṣa kṛtān iva ||
Selbst wenn Besitz von Verwandten oder Freunden durch solche Tat unerschöpflich würde, würde ich ihn nicht annehmen, so wie man vergiftete Speisen nicht annimmt.
Wort für Wort yad dravyaṃ bāndhavānāṃ vā wenn Besitz von Verwandten mitrāṇāṃ vā akṣaye bhavat oder von Freunden unerschöpflich würde na ahaṃ tat pratigṛhṇīyāṃ würde ich ihn nicht annehmen bhakṣān viṣa kṛtān iva so wie vergiftete Speisen dharmam arthaṃ ca kāmaṃ ca pṛthivīṃ ca api lakṣmaṇa |
icchāmi bhavatām arthe etat pratiśṛṇomi te ||
Dharma, Artha und Kāma, und auch die Erde, Lakṣmaṇa, begehre ich um euretwillen - das verspreche ich dir.
Wort für Wort dharmam arthaṃ ca kāmaṃ ca Dharma, Artha und Kāma pṛthivīṃ ca api lakṣmaṇa und auch die Erde, Lakṣmaṇa icchāmi bhavatām arthe begehre ich um euretwillen etat pratiśṛṇomi te das verspreche ich dir bhrātṛṇāṃ saṃgraha arthaṃ ca sukha arthaṃ ca api lakṣmaṇa |
rājyam apy ahaṃ icchāmi satyena āyudham ālabhe ||
Um der Fürsorge für die Brüder willen und um des Glücks willen, Lakṣmaṇa, begehre ich auch das Königreich - bei der Wahrheit berühre ich die Waffe.
Wort für Wort bhrātṛṇāṃ saṃgraha arthaṃ ca um der Fürsorge für die Brüder willen sukha arthaṃ ca api lakṣmaṇa und um des Glücks willen, Lakṣmaṇa rājyam apy ahaṃ icchāmi auch das Königreich begehre ich satyena āyudham ālabhe bei der Wahrheit berühre ich die Waffe na iyaṃ mama mahī saumya durlabhā sāgara ambarā |
na hi iccheyam adharmeṇa śakratvam api lakṣmaṇa ||
Diese vom Ozean umgürtete Erde ist für mich, mein Sanfter, nicht schwer zu erlangen; doch selbst die Herrschaft Śakras würde ich nicht durch Unrecht begehren, Lakṣmaṇa.
Wort für Wort na iyaṃ mama mahī saumya diese Erde ist für mich nicht, mein Sanfter durlabhā sāgara ambarā schwer zu erlangen, vom Ozean umgürtete na hi iccheyam adharmeṇa ich würde nicht durch Unrecht begehren śakratvam api lakṣmaṇa selbst die Herrschaft Śakras, Lakṣmaṇa yad vinā bharataṃ tvāṃ ca śatrughnaṃ ca api mānada |
bhaven mama sukhaṃ kiṃcid bhasma tat kurutāṃ śikhī ||
Sollte mir irgendein Glück ohne Bharata, dich und auch Śatrughna zuteilwerden, o Ehrenwerter, so möge das Feuer es zu Asche machen.
Wort für Wort yad vinā bharataṃ tvāṃ ca was ohne Bharata und dich śatrughnaṃ ca api mānada und auch ohne Śatrughna, o Ehrenwerter bhaven mama sukhaṃ kiṃcid mir an Glück zuteil würde bhasma tat kurutāṃ śikhī das möge das Feuer zu Asche machen manye ahaṃ āgato ayodhyāṃ bharato bhrātṛ vatsalaḥ |
mama prāṇāt priyataraḥ kula dharmam anusmaran ||
Ich glaube, Bharata, der seine Brüder liebende, der mir teurer ist als das eigene Leben, ist gekommen, eingedenk der Familientradition -
Wort für Wort manye ahaṃ āgato ayodhyāṃ ich glaube, aus Ayodhyā gekommen ist bharato bhrātṛ vatsalaḥ Bharata, der die Brüder liebt mama prāṇāt priyataraḥ mir teurer als das eigene Leben kula dharmam anusmaran eingedenk der Familientradition śrutvā pravrājitaṃ mām hi jaṭā valkala dhāriṇam |
jānakyā sahitaṃ vīra tvayā ca puruṣa ṛṣabha ||
nachdem er gehört hat, dass ich, Jaṭā und Rindenkleider tragend, verbannt wurde, zusammen mit Jānakī und dir, o Held, du Stier unter den Männern -
Wort für Wort śrutvā pravrājitaṃ mām hi nachdem er gehört hat, dass ich verbannt wurde jaṭā valkala dhāriṇam Jaṭā und Rindenkleider tragend jānakyā sahitaṃ vīra zusammen mit Jānakī, o Held tvayā ca puruṣa ṛṣabha und mit dir, du Stier unter den Männern snehena ākrānta hṛdayaḥ śokena ākulita indriyaḥ |
draṣṭum abhyāgato hi eṣa bharato na anyathā āgataḥ ||
das Herz von Zuneigung überwältigt, die Sinne von Kummer verwirrt, ist dieser Bharata gekommen, um uns zu sehen - aus keinem anderen Grund ist er gekommen.
Wort für Wort snehena ākrānta hṛdayaḥ das Herz von Zuneigung überwältigt śokena ākulita indriyaḥ die Sinne von Kummer verwirrt draṣṭum abhyāgato hi eṣa bharato dieser Bharata ist gekommen, um zu sehen na anyathā āgataḥ aus keinem anderen Grund gekommen ambāṃ ca kaikayīṃ ruṣya paruṣaṃ ca apriyaṃ vadan |
prasādya pitaraṃ śrīmān rājyaṃ me dātum āgataḥ ||
Nachdem er der Mutter Kaikeyī gezürnt und ihr harte, unliebsame Worte gesagt hat, hat der Glanzvolle den Vater besänftigt und kommt, um mir das Königreich zu geben.
Wort für Wort ambāṃ ca kaikayīṃ ruṣya der Mutter Kaikeyī zürnend paruṣaṃ ca apriyaṃ vadan harte und unliebsame Worte sprechend prasādya pitaraṃ śrīmān nachdem der Glanzvolle den Vater besänftigt hat rājyaṃ me dātum āgataḥ ist er gekommen, um mir das Königreich zu geben prāpta kālaṃ yad eṣo asmān bharato draṣṭum icchati |
asmāsu manasā api eṣa na ahitaṃ kiṃcid ācaret ||
Es ist zur rechten Zeit, dass dieser Bharata uns sehen möchte; nicht einmal in Gedanken würde er uns irgendetwas Übles antun.
Wort für Wort prāpta kālaṃ yad eṣo asmān zur rechten Zeit, dass dieser uns bharato draṣṭum icchati Bharata sehen möchte asmāsu manasā api eṣa dieser würde uns, selbst in Gedanken na ahitaṃ kiṃcid ācaret nichts Übles antun vipriyaṃ kṛta pūrvaṃ te bharatena kadā na kim |
īdṛśaṃ vā bhayaṃ te adya bharataṃ yo atra śaṅkase ||
Wann und was hat Bharata dir jemals zuvor Unliebes angetan, dass du heute eine solche Furcht hegst und Bharata hier verdächtigst?
Wort für Wort vipriyaṃ kṛta pūrvaṃ te dir zuvor Unliebes angetan bharatena kadā na kim von Bharata, wann und was īdṛśaṃ vā bhayaṃ te adya oder eine solche Furcht hast du heute bharataṃ yo atra śaṅkase dass du Bharata hier verdächtigst na hi te niṣṭhuraṃ vācyo bharato na apriyaṃ vacaḥ |
ahaṃ hy apriyam uktaḥ syāṃ bharatasya apriye kṛte ||
Bharata darf von dir weder mit Härte noch mit unliebsamen Worten angesprochen werden; ich selbst würde als jemand gelten, der Unliebes sagt, wenn Bharata Leid zugefügt würde.
Wort für Wort na hi te niṣṭhuraṃ vācyo er darf von dir nicht mit Härte angesprochen werden bharato na apriyaṃ vacaḥ Bharata, nicht mit unliebsamem Wort ahaṃ hy apriyam uktaḥ syāṃ ich würde als Unliebes-Sprecher gelten bharatasya apriye kṛte wenn Bharata Leid zugefügt würde katham nu putrāḥ pitaraṃ hanyuḥ kasyāṃcid āpadi |
bhrātā vā bhrātaraṃ hanyāt saumitre prāṇam ātmanaḥ ||
Wie könnten Söhne je den Vater töten, in welcher Notlage auch immer, oder ein Bruder den Bruder, Saumitri, der ihm doch das eigene Leben bedeutet?
Wort für Wort katham nu putrāḥ pitaraṃ hanyuḥ wie könnten Söhne den Vater töten kasyāṃcid āpadi in irgendeiner Notlage bhrātā vā bhrātaraṃ hanyāt oder ein Bruder den Bruder töten saumitre prāṇam ātmanaḥ Saumitri, (der ihm) das eigene Leben (bedeutet) yadi rājyasya hetoḥ tvam imāṃ vācaṃ prabhāṣase |
vakṣyāmi bharataṃ dṛṣṭvā rājyam asmai pradīyatām ||
Wenn du diese Worte um des Königreiches willen sprichst, so werde ich, sobald ich Bharata sehe, sagen: 'Möge ihm das Königreich gegeben werden.'
Wort für Wort yadi rājyasya hetoḥ tvam wenn du um des Königreiches willen imāṃ vācaṃ prabhāṣase diese Worte sprichst vakṣyāmi bharataṃ dṛṣṭvā werde ich, Bharata sehend, sagen rājyam asmai pradīyatām möge ihm das Königreich gegeben werden ucyamāno hi bharato mayā lakṣmaṇa tattvataḥ |
rājyam asmai prayaccha iti bāḍham ity eva vakṣyati ||
Denn wenn Bharata von mir wahrheitsgemäß angesprochen wird, Lakṣmaṇa: 'Gib ihm das Königreich' - wird er nur sagen: 'So sei es.'
Wort für Wort ucyamāno hi bharato mayā wenn Bharata von mir angesprochen wird lakṣmaṇa tattvataḥ Lakṣmaṇa, wahrheitsgemäß rājyam asmai prayaccha iti 'gib ihm das Königreich' bāḍham ity eva vakṣyati wird er nur sagen 'so sei es' tathā ukto dharma śīlena bhrātrā tasya hite rataḥ |
lakṣmaṇaḥ praviveśa iva svāni gātrāṇi lajjayā ||
So von dem tugendhaften Bruder angesprochen, der auf dessen Wohl bedacht ist, schien Lakṣmaṇa vor Scham gleichsam in seine eigenen Glieder zu versinken.
Wort für Wort tathā ukto dharma śīlena bhrātrā so von dem tugendhaften Bruder angesprochen tasya hite rataḥ der auf dessen Wohl bedacht ist lakṣmaṇaḥ praviveśa iva Lakṣmaṇa schien gleichsam einzugehen svāni gātrāṇi lajjayā vor Scham in seine eigenen Glieder tad vākyaṃ lakṣmaṇaḥ śrutvā vrīḍitaḥ pratyuvāca ha |
tvaṃ manye draṣṭum āyātaḥ pitā daśarathaḥ svayam ||
Als Lakṣmaṇa diese Worte gehört hatte, sprach er beschämt zurück: 'Ich glaube, vielleicht ist es Vater Daśaratha selbst, der gekommen ist, dich zu sehen.'
Wort für Wort tad vākyaṃ lakṣmaṇaḥ śrutvā als Lakṣmaṇa diese Worte gehört hatte vrīḍitaḥ pratyuvāca ha sprach er beschämt zurück tvaṃ manye draṣṭum āyātaḥ ich glaube, gekommen ist, um dich zu sehen pitā daśarathaḥ svayam der Vater Daśaratha selbst vrīḍitaṃ lakṣmaṇaṃ dṛṣṭvā rāghavaḥ pratyuvāca ha |
eṣa manye mahā bāhur iha asmān draṣṭum āgataḥ ||
Als Rāghava den beschämten Lakṣmaṇa sah, erwiderte er: 'Ich glaube, dieser Großarmige ist hierher gekommen, um uns zu sehen.'
Wort für Wort vrīḍitaṃ lakṣmaṇaṃ dṛṣṭvā den beschämten Lakṣmaṇa sehend rāghavaḥ pratyuvāca ha erwiderte Rāghava eṣa manye mahā bāhur dieser Großarmige, glaube ich iha asmān draṣṭum āgataḥ ist hierher gekommen, um uns zu sehen athavā nau dhruvaṃ manye manyamānaḥ sukha ucitau |
vana vāsam anudhyāya gṛhāya pratineṣyati ||
Oder ich glaube gewiss, dass er, der uns für an Glück gewöhnt hält, im Gedanken an unser Waldleben uns nach Hause zurückführen wird.
Wort für Wort athavā nau dhruvaṃ manye oder ich glaube gewiss von uns beiden manyamānaḥ sukha ucitau der uns für an Glück gewöhnt hält vana vāsam anudhyāya an das Waldleben denkend gṛhāya pratineṣyati wird er nach Hause zurückführen imāṃ vā api eṣa vaidehīm atyanta sukha sevinīm |
etau tau samprakāśete gotravantau mano ramau ||
Oder, wenn er diese Vaidehī, die an höchstes Glück gewöhnte, so (mit uns leidend) sieht - diese beiden dort erstrahlen, von edler Abkunft, das Herz erfreuend,
Wort für Wort imāṃ vā api eṣa vaidehīm oder diese Vaidehī atyanta sukha sevinīm die an höchstes Glück gewöhnte etau tau samprakāśete diese beiden dort erstrahlen gotravantau mano ramau von edler Abkunft, herzerfreuend etau tau samprakāśete gotravantau mano ramau |
vāyu vega samau vīra javanau turaga uttamau ||
diese beiden dort erstrahlen, von edler Abkunft, das Herz erfreuend, dem Wind an Geschwindigkeit gleich, o Held, die schnellsten, vortrefflichsten Rosse.
Wort für Wort etau tau samprakāśete diese beiden dort erstrahlen gotravantau mano ramau von edler Abkunft, herzerfreuend vāyu vega samau vīra dem Wind an Geschwindigkeit gleich, o Held javanau turaga uttamau die schnellsten, vortrefflichsten Rosse sa eṣa sumahā kāyaḥ kampate vāhinī mukhe |
nāgaḥ śatruṃjayo nāma vṛddhaḥ tātasya dhīmataḥ ||
Dort, dieser überaus große, sich bewegende Elefant an der Spitze des Heeres ist der alte Elefant meines weisen Vaters, namens Śatruṃjaya.
Wort für Wort sa eṣa sumahā kāyaḥ dieser überaus große kampate vāhinī mukhe bewegt sich an der Spitze des Heeres nāgaḥ śatruṃjayo nāma der Elefant namens Śatruṃjaya vṛddhaḥ tātasya dhīmataḥ der alte (Elefant) meines weisen Vaters na tu paśyāmi tac chatraṃ pāṇḍaraṃ loka satkṛtam |
pitur divyaṃ mahā bāho saṃśayo bhavati iha me ||
Doch ich sehe nicht jenen weißen, von der Welt verehrten, göttlichen Schirm meines Vaters, o Großarmiger; ein Zweifel befällt mich hierbei.
Wort für Wort na tu paśyāmi tac chatraṃ doch ich sehe nicht jenen Schirm pāṇḍaraṃ loka satkṛtam den weißen, von der Welt verehrten pitur divyaṃ mahā bāho meines Vaters göttlichen, o Großarmiger saṃśayo bhavati iha me ein Zweifel befällt mich hierbei vṛkṣa agrād avaroha tvaṃ kuru lakṣmaṇa mad vacaḥ |
iti iva rāmo dharma ātmā saumitriṃ tam uvāca ha ||
Steig herab vom Wipfel des Baumes, Lakṣmaṇa, tu, was ich sage - so sprach der gerechte Rāma zu jenem Saumitri.
Wort für Wort vṛkṣa agrād avaroha tvaṃ steig herab vom Wipfel des Baumes kuru lakṣmaṇa mad vacaḥ tu, Lakṣmaṇa, was ich sage iti iva rāmo dharma ātmā so sprach der gerechtgesinnte Rāma saumitriṃ tam uvāca ha zu jenem Saumitri avatīrya tu sāla agrāt tasmāt sa samitim jayaḥ |
lakṣmaṇaḥ prāñjalir bhūtvā tasthau rāmasya pārśvataḥ ||
Nachdem er von jenem Sāla-Wipfel herabgestiegen war, stand jener Sieger in der Schlacht, Lakṣmaṇa, mit gefalteten Händen an Rāmas Seite.
Wort für Wort avatīrya tu sāla agrāt nachdem er vom Sāla-Wipfel herabgestiegen war tasmāt sa samitim jayaḥ jener Sieger in der Schlacht lakṣmaṇaḥ prāñjalir bhūtvā Lakṣmaṇa, mit gefalteten Händen tasthau rāmasya pārśvataḥ stand an Rāmas Seite bharatena atha saṃdiṣṭā sammardo na bhaved iti |
samantāt tasya śailasya senā vāsam akalpayat ||
Von Bharata angewiesen, dass kein Gedränge entstehen solle, richtete das Heer ringsum an jenem Berg sein Lager ein.
Wort für Wort bharatena atha saṃdiṣṭā von Bharata angewiesen sammardo na bhaved iti dass kein Gedränge entstehen solle samantāt tasya śailasya ringsum an jenem Berg senā vāsam akalpayat richtete das Heer sein Lager ein adhyardham iṣvāku camūr yojanam parvatasya sā |
pārśve nyaviśad āvṛtya gaja vāji ratha ākulā ||
Anderthalb Yojanas vom Berg entfernt ließ sich jenes Heer der Ikṣvākus, dicht mit Elefanten, Rossen und Wagen, seitlich nieder, ihn umschließend.
Wort für Wort adhyardham iṣvāku camūr anderthalb (Yojanas entfernt) das Heer der Ikṣvākus yojanam parvatasya sā ein Yojana (und ein halbes) vom Berg pārśve nyaviśad āvṛtya ließ sich seitlich nieder, umschließend gaja vāji ratha ākulā dicht mit Elefanten, Rossen und Wagen sā citra kūṭe bharatena senā |
dharmam puraḥ kṛtya vidhūya darpam |
prasādana artham raghu nandanasya |
virocate nītimatā praṇītā ||
Jenes von Bharata am Citrakūṭa geführte Heer, das den Dharma voranstellte und seinen Stolz abgelegt hatte, erstrahlte, von dem in Rechtschaffenheit Kundigen geleitet, zum Zwecke der Besänftigung des Freudenbringers der Raghus.
Wort für Wort sā citra kūṭe bharatena senā jenes Heer, von Bharata am Citrakūṭa (geführt) dharmam puraḥ kṛtya vidhūya darpam den Dharma voranstellend, den Stolz abgelegt habend prasādana artham raghu nandanasya zum Zwecke der Besänftigung des Freudenbringers der Raghus virocate nītimatā praṇītā erstrahlte, von dem Rechtschaffenen geleitet
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