Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa

Sarga 61: Kausalyā Vilāpaḥ Dvitīyaḥ Rājña Duḥkha Smaraṇam Kausalyā klagt bitter über Rāmas Verbannung und die Ungerechtigkeit der Thronvergabe an Bharata, und der von ihren harten Worten getroffene König versinkt erneut in Kummer und erinnert sich an seine üble Tat

vanaṃ gate dharmapare rāme ramayatāṃ vare | kausalyā rudatī svārtā bhartāram idam abravīt ||

Als Rāma, der höchst Rechtschaffene, der Beste derer, die Freude bereiten, in den Wald gegangen war, sprach Kausalyā, weinend, von eigenem Leid erfüllt, zu ihrem Gatten diese Worte:

Wort für Wort
vanaṃ gate dharmapare
als der höchst Rechtschaffene in den Wald gegangen war
rāme ramayatāṃ vare
Rāma, der Beste derer, die Freude bereiten
kausalyā rudatī svārtā
Kausalyā, weinend, von eigenem Leid erfüllt
bhartāram idam abravīt
sprach zu ihrem Gatten dies

yady api triṣu lokeṣu prathitaṃ te mahad yaśaḥ | sānukrośo vadānyaś ca priyavādī ca rāghavaḥ ||

'Obwohl dein großer Ruhm in den drei Welten bekannt ist, war der Sohn des Raghu doch mitfühlend, freigebig und von freundlicher Rede.'

Wort für Wort
yady api triṣu lokeṣu
obwohl in den drei Welten
prathitaṃ te mahad yaśaḥ
dein großer Ruhm bekannt ist
sānukrośo vadānyaś ca
mitfühlend und freigebig
priyavādī ca rāghavaḥ
und von freundlicher Rede war der Sohn des Raghu

kathaṃ naravaraśreṣṭha putrau tau saha sītayā | duḥkhitau sukhasaṃvṛddhau vane duḥkham sahiṣyataḥ ||

'Wie, o Bester unter den Männern, werden diese beiden Söhne, zusammen mit Sītā, die im Glück aufgewachsen sind, nun bekümmert das Leid im Wald ertragen?'

Wort für Wort
kathaṃ naravaraśreṣṭha
wie, o Bester unter den Männern
putrau tau saha sītayā
diese beiden Söhne, zusammen mit Sītā
duḥkhitau sukhasaṃvṛddhau
bekümmert, die im Glück aufgewachsen sind
vane duḥkham sahiṣyataḥ
werden das Leid im Wald ertragen

sā nūnaṃ taruṇī śyāmā sukumārī sukhocitā | kathaṃ uṣṇaṃ ca śītaṃ ca maithilī prasahiṣyate ||

'Wie wird jene junge, dunkeläugige, zarte, an Glück gewöhnte Maithilī gewiss Hitze und Kälte ertragen können?'

Wort für Wort
sā nūnaṃ taruṇī śyāmā
jene gewiss junge, dunkeläugige
sukumārī sukhocitā
zarte, an Glück gewöhnte
kathaṃ uṣṇaṃ ca śītaṃ ca
wie Hitze und Kälte
maithilī prasahiṣyate
wird die Maithilī ertragen

bhuktvā aśanaṃ viśālākṣī sūpadaṃśānvitaṃ śubham | vanyaṃ naivāram āhāraṃ kathaṃ sītopabhokṣyate ||

'Sie, die Großäugige, die stets vortreffliche Speisen mit Suppen und Zukost genossen hat - wie wird Sītā nun wilde Reiskost zu sich nehmen?'

Wort für Wort
bhuktvā aśanaṃ viśālākṣī
die Großäugige, die Speise genossen hat
sūpadaṃśānvitaṃ śubham
mit Suppen und Zukost, die vortreffliche
vanyaṃ naivāram āhāram
die wilde Reiskost
kathaṃ sītopabhokṣyate
wie wird Sītā [sie] zu sich nehmen

gītavāditranirghoṣaṃ śrutvā śubham aninditā | kathaṃ kravyādasiṃhānāṃ śabdaṃ śroṣyaty aśobhanam ||

'Sie, die Untadelige, die den lieblichen Klang von Gesang und Instrumenten gehört hat - wie wird sie nun den unheilvollen Laut fleischfressender Löwen hören?'

Wort für Wort
gītavāditranirghoṣaṃ
den Klang von Gesang und Instrumenten
śrutvā śubham aninditā
gehört habend, den lieblichen, die Untadelige
kathaṃ kravyādasiṃhānām
wie der fleischfressenden Löwen
śabdaṃ śroṣyaty aśobhanam
wird sie den unheilvollen Laut hören

mahendradhvajasaṃkāśaḥ kva nu śete mahābhujaḥ | bhujaṃ parighasaṃkāśam upadhāya mahābalaḥ ||

'Wo nur schläft er, der dem Banner Indras gleicht, der Starkarmige, der Mächtige, den Arm, der einer eisernen Stange gleicht, als Kissen untergelegt?'

Wort für Wort
mahendradhvajasaṃkāśaḥ
der dem Banner Indras gleicht
kva nu śete mahābhujaḥ
wo nur schläft der Starkarmige
bhujaṃ parighasaṃkāśam
den Arm, der einer eisernen Stange gleicht
upadhāya mahābalaḥ
als Kissen unterlegend, der Mächtige

padmavarṇaṃ sukeśāntaṃ padmaniḥśvāsam uttamam | kadā drakṣyāmi rāmasya vadanaṃ puṣkarekṣaṇam ||

'Wann werde ich Rāmas Antlitz wiedersehen, lotusfarben, mit schönem Haarrand, mit dem Duft eines Lotus, die Augen wie Lotusblüten?'

Wort für Wort
padmavarṇaṃ sukeśāntam
lotusfarben, mit schönem Haarrand
padmaniḥśvāsam uttamam
mit dem Duft eines Lotus, das vortreffliche
kadā drakṣyāmi rāmasya
wann werde ich Rāmas [Antlitz] sehen
vadanaṃ puṣkarekṣaṇam
das Antlitz mit Augen wie Lotusblüten

vajrasāramayaṃ nūnaṃ hṛdayaṃ me na saṃśayaḥ | apaśyantyā na tad yad vai phalati idaṃ sahasradhā ||

'Gewiss besteht mein Herz aus dem harten Stoff des Blitzes, kein Zweifel - denn obwohl ich ihn nicht sehe, zerbricht es doch nicht in tausend Stücke.'

Wort für Wort
vajrasāramayaṃ nūnam
gewiss aus dem harten Stoff des Blitzes
hṛdayaṃ me na saṃśayaḥ
ist mein Herz, kein Zweifel
apaśyantyā na tad yad vai
denn dass ich ihn nicht sehe und es doch nicht
phalati idaṃ sahasradhā
in tausend Stücke zerbricht

yat tvayā karuṇaṃ karma vyapohya mama bāndhavāḥ | nirastā paridhāvanti sukhārhāḥ kṛpaṇā vane ||

'Dass du diese grausame Tat vollbracht hast: meine Angehörigen, die des Glücks würdig waren, laufen nun, verstoßen und elend, im Wald umher.'

Wort für Wort
yat tvayā karuṇaṃ karma
dass von dir diese grausame Tat
vyapohya mama bāndhavāḥ
vollbracht wurde, meine Angehörigen
nirastā paridhāvanti
laufen verstoßen umher
sukhārhāḥ kṛpaṇā vane
die des Glücks würdig waren, elend, im Wald

yadi pañcadaśe varṣe rāghavaḥ punar eṣyati | jahyād rājyaṃ ca kośaṃ ca bharato nopalapsyate ||

'Wenn der Sohn des Raghu im fünfzehnten Jahr wiederkehrt, wird er das Reich und den Schatz [zurückfordern] - Bharata wird sie nicht dauerhaft erlangen.'

Wort für Wort
yadi pañcadaśe varṣe
wenn im fünfzehnten Jahr
rāghavaḥ punar eṣyati
der Sohn des Raghu wiederkehrt
jahyād rājyaṃ ca kośaṃ ca
wird er Reich und Schatz [zurückfordern]
bharato nopalapsyate
Bharata wird sie nicht erlangen

bhojayanti kila śrāddhe kecit svān eva bāndhavān | tataḥ paścāt samīkṣante kṛtakāryā dvijarṣabhān ||

'Bei der Totenspeisung, so heißt es, bewirten manche zunächst ihre eigenen Verwandten und blicken erst danach, nach getaner Pflicht, nach den vortrefflichen Brahmanen.'

Wort für Wort
bhojayanti kila śrāddhe
bei der Totenspeisung, so heißt es, bewirten sie
kecit svān eva bāndhavān
manche zunächst ihre eigenen Verwandten
tataḥ paścāt samīkṣante
erst danach blicken sie
kṛtakāryā dvijarṣabhān
nach getaner Pflicht nach den vortrefflichen Brahmanen

tatra ye guṇavantaś ca vidvāṃsaś ca dvijātayaḥ | na paścāt te 'bhimanyante sudhām api surūpamāḥ ||

'Jene tugendhaften und gelehrten Brahmanen aber schätzen es nicht, hinterher [bedient zu werden], selbst wenn es Götterspeise wäre, den Göttern gleich.'

Wort für Wort
tatra ye guṇavantaś ca
dort jene aber, die tugendhaft
vidvāṃsaś ca dvijātayaḥ
und gelehrt sind, die Brahmanen
na paścāt te 'bhimanyante
schätzen es nicht, hinterher [bedient zu werden]
sudhām api surūpamāḥ
selbst wenn es Götterspeise wäre, den Göttern gleich

brāhmaṇeṣv api tṛpteṣu paścād bhoktuṃ dvijarṣabhāḥ | nābhyupaitum alaṃ prājñāḥ śṛṅgacchedam ivarṣabhāḥ ||

'Selbst wenn andere Brahmanen zuvor schon gesättigt sind, mögen die vortrefflichen, weisen Brahmanen es nicht ertragen, danach zu essen - wie Stiere das Abschneiden ihrer Hörner nicht ertragen.'

Wort für Wort
brāhmaṇeṣv api tṛpteṣu
selbst wenn Brahmanen gesättigt sind
paścād bhoktuṃ dvijarṣabhāḥ
danach zu essen, die vortrefflichen Brahmanen
nābhyupaitum alaṃ prājñāḥ
mögen es nicht ertragen, die Weisen
śṛṅgacchedam ivarṣabhāḥ
wie Stiere das Abschneiden der Hörner

evaṃ kanīyasā bhrātrā bhuktaṃ rājyaṃ viśāṃ pate | bhrātā jyeṣṭho variṣṭhaś ca kim arthaṃ nāvamaṃsyate ||

'Ebenso, o Herr der Untertanen: wenn das Reich vom jüngeren Bruder genossen wird, warum sollte der ältere, würdigere Bruder es nicht als Kränkung empfinden?'

Wort für Wort
evaṃ kanīyasā bhrātrā
ebenso, wenn vom jüngeren Bruder
bhuktaṃ rājyaṃ viśāṃ pate
das Reich genossen wird, o Herr der Untertanen
bhrātā jyeṣṭho variṣṭhaś ca
der ältere, würdigere Bruder
kim arthaṃ nāvamaṃsyate
warum sollte er es nicht als Kränkung empfinden

na pareṇāhṛtaṃ bhakṣyaṃ vyāghraḥ khāditum icchati | evam eva naravyāghraḥ paralīḍhaṃ na maṃsyate ||

'Ein Tiger will keine von einem anderen herbeigebrachte Speise fressen; ebenso wird der Tiger unter den Männern nicht wollen, was von einem anderen schon geleckt wurde.'

Wort für Wort
na pareṇāhṛtaṃ bhakṣyam
keine von einem anderen herbeigebrachte Speise
vyāghraḥ khāditum icchati
will ein Tiger fressen
evam eva naravyāghraḥ
ebenso der Tiger unter den Männern
paralīḍhaṃ na maṃsyate
wird nicht wollen, was ein anderer geleckt hat

havir ājyaṃ puroḍāśāḥ kuśā yūpāś ca khādirāḥ | naitāni yātayāmāni kurvanti punar adhvare ||

'Opferspende, geklärte Butter, Opferkuchen, Kuśa-Gras und Opferpfähle aus Khadira-Holz - diese verwendet man, wenn sie einmal verbraucht sind, nicht noch einmal für ein Opfer.'

Wort für Wort
havir ājyaṃ puroḍāśāḥ
Opferspende, geklärte Butter, Opferkuchen
kuśā yūpāś ca khādirāḥ
Kuśa-Gras und Opferpfähle aus Khadira-Holz
naitāni yātayāmāni
diese, wenn sie verbraucht sind
kurvanti punar adhvare
verwendet man nicht noch einmal für ein Opfer

tathā hi āttam idaṃ rājyaṃ hṛtasāraṃ surām iva | nābhimantum alaṃ rāmo naṣṭasomam ivādhvaram ||

'Ebenso wird Rāma dieses Reich, das schon einmal ergriffen wurde, wie einen entkräfteten Trank, nicht mehr würdigen wollen - wie ein Opfer, dem der Soma-Saft ausgegangen ist.'

Wort für Wort
tathā hi āttam idaṃ rājyam
ebenso dieses schon ergriffene Reich
hṛtasāraṃ surām iva
wie einen entkräfteten Trank
nābhimantum alaṃ rāmaḥ
wird Rāma nicht mehr würdigen wollen
naṣṭasomam ivādhvaram
wie ein Opfer ohne Soma-Saft

naivaṃ vidham asatkāraṃ rāghavo marṣayiṣyati | balavān iva śārdūlo bāladhreḥ abhimarśanam ||

'Eine solche Missachtung wird der Sohn des Raghu nicht ertragen, so wie ein starker Tiger nicht duldet, dass man seinen Schwanz berührt.'

Wort für Wort
naivaṃ vidham asatkāram
eine solche Missachtung
rāghavo marṣayiṣyati
wird der Sohn des Raghu nicht ertragen
balavān iva śārdūlaḥ
wie ein starker Tiger
bāladhreḥ abhimarśanam
die Berührung seines Schwanzes [nicht duldet]

naitasya sahitā lokā bhayaṃ kuryur mahāmṛdhe | adharmaṃ tv iha dharmātmā lokaṃ dharmeṇa yojayet ||

'Alle Welten zusammen könnten ihm keine Furcht in einer großen Schlacht einflößen; doch der dem Recht Ergebene würde in dieser Unrechtssache die Welt eher dem Recht zuführen.'

Wort für Wort
naitasya sahitā lokā
ihm könnten alle Welten zusammen nicht
bhayaṃ kuryur mahāmṛdhe
Furcht einflößen in großer Schlacht
adharmaṃ tv iha dharmātmā
doch der dem Recht Ergebene, in dieser Unrechtssache
lokaṃ dharmeṇa yojayet
würde die Welt dem Recht zuführen

nanv asau kāñcanair bāṇair mahāvīryo mahābhujaḥ | yugānta iva bhūtāni sāgarān api nirdahet ||

'Fürwahr, er, von großer Kraft und starken Armen, könnte mit goldenen Pfeilen selbst die Ozeane verbrennen, wie beim Weltenende die Wesen verbrannt werden.'

Wort für Wort
nanv asau kāñcanair bāṇaiḥ
fürwahr, er, mit goldenen Pfeilen
mahāvīryo mahābhujaḥ
von großer Kraft, starken Armen
yugānta iva bhūtāni
wie beim Weltenende die Wesen
sāgarān api nirdahet
könnte er selbst die Ozeane verbrennen

sa tādṛśaḥ siṃhabalo vṛṣabhākṣo nararṣabhaḥ | svayam eva hataḥ pitrā jalajena ātmajo yathā ||

'Er, von solcher Löwenkraft, mit Augen wie ein Stier, der Stier unter den Männern, wurde nun von seinem eigenen Vater zugrunde gerichtet, so wie einst der Sohn durch den vom Wasser geleiteten Pfeil getötet wurde.'

Wort für Wort
sa tādṛśaḥ siṃhabalaḥ
er, von solcher Löwenkraft
vṛṣabhākṣo nararṣabhaḥ
mit Augen wie ein Stier, der Stier unter den Männern
svayam eva hataḥ pitrā
wurde von seinem eigenen Vater vernichtet
jalajena ātmajo yathā
wie einst ein Sohn durch den vom Wasser [geleiteten Pfeil getötet wurde]

dvijāticaritaḥ dharmaḥ śāstradṛṣṭaḥ sanātanaḥ | yadi te dharmanirate tvayā putre vivāsite ||

'Die von den Zweifachgeborenen geübte Pflicht, in den Schriften bezeugt, ewig - wenn du, dem Recht Ergebener, deinen Sohn verbannt hast...'

Wort für Wort
dvijāticaritaḥ dharmaḥ
die von den Zweifachgeborenen geübte Pflicht
śāstradṛṣṭaḥ sanātanaḥ
in den Schriften bezeugt, ewig
yadi te dharmanirate
wenn du, dem Recht Ergebener
tvayā putre vivāsite
deinen Sohn verbannt hast

gatir evāk patir nāryā dvitīyā gatir ātmajaḥ | tṛtīyā jñātayo rājan caturthī neha vidyate ||

'...so bedenke: die Zuflucht einer Frau ist zuerst der Gatte, die zweite Zuflucht ist der Sohn, die dritte die Verwandten - eine vierte gibt es nicht, o König.'

Wort für Wort
gatir evāk patir nāryāḥ
die erste Zuflucht einer Frau ist der Gatte
dvitīyā gatir ātmajaḥ
die zweite Zuflucht ist der Sohn
tṛtīyā jñātayo rājan
die dritte die Verwandten, o König
caturthī neha vidyate
eine vierte gibt es nicht

tatra tvaṃ caiva me nāsti rāmaś ca vanam āśritaḥ | na vanaṃ gantum icchāmi sarvathā hi hatā tvayā ||

'Von diesen habe ich dich nicht mehr, und Rāma hat sich in den Wald geflüchtet; in den Wald zu gehen begehre ich nicht - denn auf jede Weise bin ich von dir zugrunde gerichtet worden.'

Wort für Wort
tatra tvaṃ caiva me nāsti
von diesen habe ich dich nicht mehr
rāmaś ca vanam āśritaḥ
und Rāma hat sich in den Wald geflüchtet
na vanaṃ gantum icchāmi
in den Wald zu gehen begehre ich nicht
sarvathā hi hatā tvayā
denn auf jede Weise bin ich von dir zugrunde gerichtet

hataṃ tvayā rājyam idaṃ sarāṣṭraṃ | hatas tathātmā saha mantribhiś ca | hatā saputrāsmi hatāś ca paurāḥ | sutaś ca bhāryā ca tava prahṛṣṭau ||

'Zerstört ist von dir dieses Reich samt seinen Ländern, zerstört bist du selbst samt deinen Ministern; zerstört bin ich mit meinem Sohn, zerstört sind die Bürger - nur dein Sohn und dessen Mutter sind hocherfreut.'

Wort für Wort
hataṃ tvayā rājyam idaṃ sarāṣṭram
zerstört ist von dir dieses Reich samt seinen Ländern
hatas tathātmā saha mantribhiś ca
zerstört bist du selbst samt deinen Ministern
hatā saputrāsmi hatāś ca paurāḥ
zerstört bin ich mit meinem Sohn, zerstört die Bürger
sutaś ca bhāryā ca tava prahṛṣṭau
nur dein Sohn und dessen Mutter sind hocherfreut

imāṃ giraṃ dāruṇaśabdasaṃśritāṃ | niśamya rājāpi mumoha duḥkhitaḥ | tataḥ sa śokaṃ praviveśa pārthivaḥ | svaduṣkṛtaṃ cāpi punas tadāsmarat ||

Als der König diese Rede voll grausamer Worte vernahm, verlor auch er, von Schmerz überwältigt, die Besinnung; dann versank der Herrscher in Kummer und erinnerte sich abermals an seine eigene üble Tat.

Wort für Wort
imāṃ giraṃ dāruṇaśabdasaṃśritām
diese Rede voll grausamer Worte
niśamya rājāpi mumoha duḥkhitaḥ
vernehmend verlor auch der König, von Schmerz überwältigt, die Besinnung
tataḥ sa śokaṃ praviveśa pārthivaḥ
dann versank der Herrscher in Kummer
svaduṣkṛtaṃ cāpi punas tadāsmarat
und erinnerte sich abermals an seine eigene üble Tat

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