Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa

Sarga 63: Śravaṇa Kumāra Vadha Kathanam Daśaratha erzählt Kausalyā die Geschichte, wie er als junger Prinz durch sein blindes Klangschießen den Asketensohn Śravaṇa tödlich traf, der ihm die Sorge um seine blinden Eltern klagte, bevor er starb, und erkennt darin die Ursache seines jetzigen Leids

pratibuddho muhus tena śokopahatacetanaḥ | atha rājā daśarathaḥ sa cintām abhyapadyata ||

Immer wieder aus dem Schlaf erwachend, seines Sinnes vom Kummer beraubt, verfiel König Daśaratha in Nachdenken.

Wort für Wort
pratibuddho muhus tena
immer wieder erwachend durch jenen
śokopahatacetanaḥ
seines Sinnes vom Kummer beraubt
atha rājā daśarathaḥ
dann König Daśaratha
sa cintām abhyapadyata
verfiel er in Nachdenken

rāmalakṣmaṇayoś caiva vivāsād vāsavopamam | āviveśopasargas taṃ tamaḥ sūryam ivāsuram ||

Durch die Verbannung von Rāma und Lakṣmaṇa befiel ihn, den Indra-Gleichen, ein Unheil, wie Finsternis, die dämonenhaft die Sonne befällt.

Wort für Wort
rāmalakṣmaṇayoś caiva
von Rāma und Lakṣmaṇa
vivāsād vāsavopamam
durch die Verbannung, ihn, den Indra-Gleichen
āviveśopasargas tam
befiel ihn ein Unheil
tamaḥ sūryam ivāsuram
wie Finsternis dämonenhaft die Sonne

sabhārye nirgate rāme kausalyāṃ kosaleśvaraḥ | vivakṣur asitāpāṅgāṃ smṛtvā duṣkṛtam ātmanaḥ ||

Nachdem Rāma mit seiner Gattin fortgegangen war, wollte der Herr von Kosala zu Kausalyā mit den dunklen Augenwinkeln sprechen, sich an seine eigene üble Tat erinnernd.

Wort für Wort
sabhārye nirgate rāme
nachdem Rāma mit seiner Gattin fortgegangen war
kausalyāṃ kosaleśvaraḥ
zu Kausalyā, der Herr von Kosala
vivakṣur asitāpāṅgām
wollte sprechen, zu der mit den dunklen Augenwinkeln
smṛtvā duṣkṛtam ātmanaḥ
sich an seine eigene üble Tat erinnernd

sa rājā rajanīṃ ṣaṣṭhīṃ rāme pravrajite vanam | ardharātre daśarathaḥ saṃsmaran duṣkṛtaṃ kṛtam ||

In der sechsten Nacht, seit Rāma in den Wald gegangen war, erinnerte sich König Daśaratha um Mitternacht an die üble Tat, die er begangen hatte.

Wort für Wort
sa rājā rajanīṃ ṣaṣṭhīm
jener König, in der sechsten Nacht
rāme pravrajite vanam
seit Rāma in den Wald gegangen war
ardharātre daśarathaḥ
um Mitternacht, Daśaratha
saṃsmaran duṣkṛtaṃ kṛtam
sich an die begangene üble Tat erinnernd

sa rājā putraśokārtaḥ smaran duṣkṛtam ātmanaḥ | kausalyāṃ putraśokārtām idaṃ vacanam abravīt ||

Der König, gequält vom Kummer um seinen Sohn, sich an seine eigene üble Tat erinnernd, sprach zu Kausalyā, die ebenso vom Kummer um den Sohn gequält war, diese Worte:

Wort für Wort
sa rājā putraśokārtaḥ
der König, gequält vom Kummer um den Sohn
smaran duṣkṛtam ātmanaḥ
sich an seine eigene üble Tat erinnernd
kausalyāṃ putraśokārtām
zu Kausalyā, die vom Kummer um den Sohn gequält war
idaṃ vacanam abravīt
sprach er diese Worte

yad ācarati kalyāṇi śubhaṃ vā yadi vāśubham | tad eva labhate bhadre kartā karmajam ātmanaḥ ||

'Was auch immer man tut, o Heilvolle, sei es gut oder böse, das eben erntet, o Gute, der Täter als die aus seiner Tat entstandene Frucht.'

Wort für Wort
yad ācarati kalyāṇi
was man auch tut, o Heilvolle
śubhaṃ vā yadi vāśubham
sei es gut oder böse
tad eva labhate bhadre
das eben erntet, o Gute
kartā karmajam ātmanaḥ
der Täter, die aus seiner Tat entstandene [Frucht]

gurulāghavam arthānām ārambhe karmaṇāṃ phalam | doṣaṃ vā yo na jānāti sa bāla iti hy ucyate ||

'Wer die Schwere oder Leichtigkeit der Dinge, die Frucht der Taten beim Beginnen, oder den Fehler nicht kennt, der wird fürwahr ein Tor genannt.'

Wort für Wort
gurulāghavam arthānām
die Schwere oder Leichtigkeit der Dinge
ārambhe karmaṇāṃ phalam
beim Beginnen die Frucht der Taten
doṣaṃ vā yo na jānāti
wer den Fehler nicht kennt
sa bāla iti hy ucyate
der wird fürwahr ein Tor genannt

kaścid āmravaṇaṃ chittvā palāśāṃś ca niṣiñcati | puṣpaṃ dṛṣṭvā phale gṛdhnuḥ sa śocati phalāgame ||

'Mancher fällt einen Mangohain und begießt stattdessen Palāśa-Bäume; wenn er, gierig nach Frucht, nur die Blüte sieht, klagt er, wenn die Zeit der Frucht kommt.'

Wort für Wort
kaścid āmravaṇaṃ chittvā
mancher, einen Mangohain fällend
palāśāṃś ca niṣiñcati
begießt Palāśa-Bäume
puṣpaṃ dṛṣṭvā phale gṛdhnuḥ
die Blüte sehend, gierig nach Frucht
sa śocati phalāgame
klagt er, wenn die Frucht kommt

avijñāya phalaṃ yo hi karma tv evānudhāvati | sa śocet phalavelāyāṃ yathā kiṃśukasecakaḥ ||

'Wer, ohne die Frucht zu kennen, nur der Tat nachjagt, der wird zur Zeit der Frucht klagen, wie jener, der die Kiṃśuka-Bäume begoss.'

Wort für Wort
avijñāya phalaṃ yo hi
wer, ohne die Frucht zu kennen
karma tv evānudhāvati
nur der Tat nachjagt
sa śocet phalavelāyām
der wird zur Zeit der Frucht klagen
yathā kiṃśukasecakaḥ
wie der Begießer der Kiṃśuka-Bäume

so 'ham āmravaṇaṃ chittvā palāśāṃś ca nyaṣecayam | rāmaṃ phalāgame tyaktvā paścāt śocāmi durmatiḥ ||

'So habe ich den Mangohain gefällt und Palāśa-Bäume begossen; Rāma, gerade als die Frucht reifte, verstoßend, klage ich nun hinterher, ich Törichter.'

Wort für Wort
so 'ham āmravaṇaṃ chittvā
so habe ich den Mangohain gefällt
palāśāṃś ca nyaṣecayam
und Palāśa-Bäume begossen
rāmaṃ phalāgame tyaktvā
Rāma, zur Zeit der Frucht verstoßend
paścāt śocāmi durmatiḥ
klage ich hinterher, ich Törichter

labdhaśabdena kausalye kumāreṇa dhanuṣmatā | kumāraḥ śabdavedhīti mayā pāpam idaṃ kṛtam ||

'Als ich, Kausalyā, noch ein Prinz mit Bogen, den Ruf erlangt hatte, ein Prinz zu sein, der nach dem Klang schießen kann, da beging ich diese Sünde.'

Wort für Wort
labdhaśabdena kausalye
als ich den Ruf erlangt hatte, Kausalyā
kumāreṇa dhanuṣmatā
als Prinz mit Bogen
kumāraḥ śabdavedhīti
'ein Prinz, der nach dem Klang schießt'
mayā pāpam idaṃ kṛtam
beging ich diese Sünde

tad idaṃ me anusaṃprāptaṃ devi duḥkhaṃ svayaṃ kṛtam | saṃmohād iha bālena yathā syād bhakṣitaṃ viṣam ||

'Dieser Kummer, o Herrin, ist mir nun nachgekommen, von mir selbst verursacht - wie wenn ein Kind aus Verblendung Gift zu sich nimmt.'

Wort für Wort
tad idaṃ me anusaṃprāptam
dies ist mir nun nachgekommen
devi duḥkhaṃ svayaṃ kṛtam
o Herrin, der Kummer, von mir selbst verursacht
saṃmohād iha bālena
wie aus Verblendung ein Kind
yathā syād bhakṣitaṃ viṣam
Gift zu sich nehmen würde

yathānyaḥ puruṣaḥ kaścit palāśair mohito bhavet | evaṃ mamāpy avijñātaṃ śabdavedhyam ayaṃ phalam ||

'Wie mancher andere Mann von den Palāśa-Blüten getäuscht werden kann, so ist auch dies die Frucht meines unwissend geübten Klangschießens.'

Wort für Wort
yathānyaḥ puruṣaḥ kaścit
wie mancher andere Mann
palāśair mohito bhavet
von den Palāśa-Blüten getäuscht werden kann
evaṃ mamāpy avijñātam
so auch mein unwissend [geübtes]
śabdavedhyam ayaṃ phalam
dies ist die Frucht des Klangschießens

devy anūḍhā tvam abhavo yuvarājo bhavāmy aham | tataḥ prāvṛḍ anuprāptā madakāmavivardhinī ||

'O Herrin, du warst noch nicht meine Gattin, ich war Kronprinz; da kam die Regenzeit, die Rausch und Begierde steigert.'

Wort für Wort
devy anūḍhā tvam abhavaḥ
o Herrin, du warst noch nicht [meine] Gattin
yuvarājo bhavāmy aham
ich war Kronprinz
tataḥ prāvṛḍ anuprāptā
da kam die Regenzeit
madakāmavivardhinī
die Rausch und Begierde steigert

upāsya hi rasān bhaumāṃs taptvā ca jagad aṃśubhiḥ | pretācaritāṃ bhīmāṃ ravir āviśate diśam ||

'Nachdem sie die Säfte der Erde aufgesogen und die Welt mit ihren Strahlen erhitzt hatte, geht die Sonne in die von den Verstorbenen begangene, schreckliche Richtung ein.'

Wort für Wort
upāsya hi rasān bhaumān
die Säfte der Erde aufsaugend
taptvā ca jagad aṃśubhiḥ
und die Welt mit ihren Strahlen erhitzend
pretācaritāṃ bhīmām
die von den Verstorbenen begangene, schreckliche
ravir āviśate diśam
geht die Sonne in die Richtung ein

uṣṇam antardadhe sadyaḥ snigdhā dadṛśire ghanāḥ | tataḥ jahṛṣire sarve bhekasārangabarhiṇaḥ ||

'Die Hitze schwand plötzlich, glänzende Wolken erschienen; da wurden alle froh: Frösche, Antilopen und Pfauen.'

Wort für Wort
uṣṇam antardadhe sadyaḥ
die Hitze verschwand plötzlich
snigdhā dadṛśire ghanāḥ
glänzende Wolken erschienen
tataḥ jahṛṣire sarve
da wurden alle froh
bhekasārangabarhiṇaḥ
Frösche, Antilopen und Pfauen

klinnapakṣottarāḥ snātāḥ kṛcchrād iva patatriṇaḥ | vṛṣṭivātāvadhūtāgrān pādapān abhipedire ||

'Die Vögel, ihre Flügel und Federn durchnässt, wie mühsam gebadet, suchten die Bäume auf, deren Wipfel von Regen und Wind geschüttelt wurden.'

Wort für Wort
klinnapakṣottarāḥ snātāḥ
mit durchnässten Flügeln und Federn, gebadet
kṛcchrād iva patatriṇaḥ
wie mühsam, die Vögel
vṛṣṭivātāvadhūtāgrān
deren Wipfel von Regen und Wind geschüttelt wurden
pādapān abhipedire
suchten sie die Bäume auf

patitenāmbhasā channaḥ patamānena cāsakṛt | ābabhau mattasārangas toyarāśir ivācalaḥ ||

'Bedeckt von gefallenem und immer wieder fallendem Wasser, erschien der Berg, voll berauschter Antilopen, wie ein unbeweglicher Wasserhaufen.'

Wort für Wort
patitenāmbhasā channaḥ
bedeckt von gefallenem Wasser
patamānena cāsakṛt
und von immer wieder fallendem
ābabhau mattasārangaḥ
erschien, voll berauschter Antilopen
toyarāśir ivācalaḥ
der Berg, wie ein unbeweglicher Wasserhaufen

pāṇḍurāruṇavarṇāni srotāṃsi vimalāny api | susruvur giridhātubhyaḥ sabhasmāni bhujaṃgavat ||

'Bleich und rötlich gefärbte Ströme, obwohl klar, flossen von den Bergmineralien her, mit Asche vermischt, wie Schlangen.'

Wort für Wort
pāṇḍurāruṇavarṇāni
bleich und rötlich gefärbte
srotāṃsi vimalāny api
Ströme, obwohl klar
susruvur giridhātubhyaḥ
flossen von den Bergmineralien her
sabhasmāni bhujaṃgavat
mit Asche vermischt, wie Schlangen

ākulāruṇatoyāni srotāṃsi vimalāny api | unmārgajalavāhīni babhūvur jaladāgame ||

'Die Ströme, aufgewühlt, rötlich gefärbtes Wasser führend, obwohl sonst klar, flossen bei der Ankunft der Regenwolken über ihre gewohnten Bahnen hinaus.'

Wort für Wort
ākulāruṇatoyāni
aufgewühlt, rötlich gefärbtes Wasser [führend]
srotāṃsi vimalāny api
Ströme, obwohl klar
unmārgajalavāhīni
über ihre gewohnten Bahnen hinaus fließend
babhūvur jaladāgame
wurden sie bei der Ankunft der Regenwolken

tasminn atisukhe kāle dhanuṣmān iṣumān rathī | vyāyāmakṛtasaṃkalpaḥ sarayūm anvagāṃ nadīm ||

'In jener überaus angenehmen Zeit, mit Bogen und Pfeilen versehen, auf dem Wagen, zur Übung entschlossen, ging ich zum Fluss Sarayū.'

Wort für Wort
tasminn atisukhe kāle
in jener überaus angenehmen Zeit
dhanuṣmān iṣumān rathī
mit Bogen und Pfeilen versehen, auf dem Wagen
vyāyāmakṛtasaṃkalpaḥ
zur Übung entschlossen
sarayūm anvagāṃ nadīm
ging ich zum Fluss Sarayū

nipāne mahiṣaṃ rātrau gajaṃ vābhyāgataṃ nadīm | anyaṃ vā śvāpadaṃ kaṃcij jighāṃsur ajitendriyaḥ ||

'In der Nacht wollte ich, meine Sinne nicht völlig beherrschend, an der Tränke einen Büffel oder einen Elefanten, der zum Fluss gekommen war, oder ein anderes wildes Tier töten.'

Wort für Wort
nipāne mahiṣaṃ rātrau
an der Tränke, in der Nacht, einen Büffel
gajaṃ vābhyāgataṃ nadīm
oder einen Elefanten, der zum Fluss gekommen war
anyaṃ vā śvāpadaṃ kaṃcit
oder ein anderes wildes Tier
jighāṃsur ajitendriyaḥ
wollte ich töten, meine Sinne nicht völlig beherrschend

tatrāhaṃ saṃvṛtaṃ vanyaṃ hatavāṃs tīram āgatam | anyaṃ cāpi mṛgaṃ hiṃsraṃ śabdaṃ śrutvābhyupāgatam ||

'Dort erschlug ich ein wildes Tier, das versteckt ans Ufer gekommen war, sowie ein anderes reißendes Wildtier, das, einen Laut hörend, herbeigekommen war.'

Wort für Wort
tatrāhaṃ saṃvṛtaṃ vanyam
dort erschlug ich ein verstecktes wildes [Tier]
hatavāṃs tīram āgatam
das ans Ufer gekommen war
anyaṃ cāpi mṛgaṃ hiṃsram
und auch ein anderes reißendes Wildtier
śabdaṃ śrutvābhyupāgatam
das, einen Laut hörend, herbeigekommen war

athāndhakāre tv aśrauṣaṃ jale kumbhasya paryataḥ | acakṣurviṣaye ghoṣaṃ vāraṇasyeva nardataḥ ||

'Dann hörte ich in der Dunkelheit, außerhalb der Reichweite meiner Augen, im Wasser das Geräusch eines gefüllten Kruges, gleich dem Brüllen eines Elefanten.'

Wort für Wort
athāndhakāre tv aśrauṣam
dann hörte ich in der Dunkelheit
jale kumbhasya paryataḥ
im Wasser, von einem [gefüllten] Krug
acakṣurviṣaye ghoṣam
außerhalb der Reichweite meiner Augen ein Geräusch
vāraṇasyeva nardataḥ
gleich dem Brüllen eines Elefanten

tataḥ ahaṃ śaram uddhṛtya dīptam āśīviṣopamam | śabdaṃ praty gajaprepsur abhilakṣya tvapātayam ||

'Da zog ich einen Pfeil, glühend, einer giftigen Schlange gleich, und, in der Hoffnung auf einen Elefanten, schoss ich ihn zielend auf das Geräusch ab.'

Wort für Wort
tataḥ ahaṃ śaram uddhṛtya
da zog ich einen Pfeil
dīptam āśīviṣopamam
glühend, einer giftigen Schlange gleich
śabdaṃ praty gajaprepsuḥ
auf das Geräusch, in der Hoffnung auf einen Elefanten
abhilakṣya tvapātayam
zielend schoss ich ihn ab

amuñcaṃ niśitaṃ bāṇam ahaṃ āśīviṣopamam | tatra vāg uṣasi vyaktā prādurāsīd vanaukasaḥ ||

'Ich entließ den scharfen, einer giftigen Schlange gleichen Pfeil; da erklang bei Tagesanbruch die deutliche Stimme eines Waldbewohners.'

Wort für Wort
amuñcaṃ niśitaṃ bāṇam
ich entließ den scharfen Pfeil
ahaṃ āśīviṣopamam
ich, den einer giftigen Schlange gleichenden
tatra vāg uṣasi vyaktā
dort erklang bei Tagesanbruch eine deutliche Stimme
prādurāsīd vanaukasaḥ
eines Waldbewohners

hā hā iti patataḥ toye bāṇābhihatamarmaṇaḥ ||

'Ach, ach!' - so rief er, ins Wasser fallend, an einer lebenswichtigen Stelle vom Pfeil getroffen.

Wort für Wort
hā hā iti patataḥ toye
'ach, ach!' - so, ins Wasser fallend
bāṇābhihatamarmaṇaḥ
an einer lebenswichtigen Stelle vom Pfeil getroffen

tasmin nipatite bāṇe vāg abhūt tatra mānuṣī | kathaṃ asmadvidhe śastraṃ nipatet tu tapasvini ||

Als jener von dem Pfeil Getroffene fiel, erklang dort eine menschliche Stimme: 'Wie konnte eine Waffe auf einen wie mich treffen, einen elenden Asketen?'

Wort für Wort
tasmin nipatite bāṇe
als jener [vom] Pfeil [Getroffene] fiel
vāg abhūt tatra mānuṣī
erklang dort eine menschliche Stimme
kathaṃ asmadvidhe śastram
wie konnte auf einen wie mich eine Waffe
nipatet tu tapasvini
fallen, auf einen elenden Asketen

praviviktāṃ nadīṃ rātrāv udāhāraḥ ahaṃ āgataḥ | iṣuṇābhihataḥ kena kasya vā kiṃ kṛtaṃ mayā ||

'Zu einem einsamen Fluss in der Nacht bin ich gekommen, um Wasser zu schöpfen; von wessen Pfeil bin ich getroffen worden, und was habe ich wem angetan?'

Wort für Wort
praviviktāṃ nadīṃ rātrau
zu einem einsamen Fluss in der Nacht
udāhāraḥ ahaṃ āgataḥ
bin ich gekommen, um Wasser zu schöpfen
iṣuṇābhihataḥ kena
von wessen Pfeil bin ich getroffen worden
kasya vā kiṃ kṛtaṃ mayā
und was habe ich wem angetan

ṛṣer hi nyastadaṇḍasya vane vanyena jīvataḥ | kathaṃ nu śastreṇa vadho madvidhasya vidhīyate ||

'Wie kann einem Weisen, der den Stab der Gewalt abgelegt hat, der im Wald von Waldkost lebt, durch eine Waffe der Tod bereitet werden, einem wie mir?'

Wort für Wort
ṛṣer hi nyastadaṇḍasya
denn einem Weisen, der den Stab abgelegt hat
vane vanyena jīvataḥ
der im Wald von Waldkost lebt
kathaṃ nu śastreṇa vadhaḥ
wie kann durch eine Waffe der Tod
madvidhasya vidhīyate
einem wie mir bereitet werden

jaṭābhāradharasyaiva valkalājinavāsasaḥ | ko vadhena mamārthī syāt kiṃ vāsyāpakṛtaṃ mayā ||

'Wer könnte an der Tötung eines Trägers von schwerem Haargeflecht, in Rindenkleidung und Fell gehüllt, interessiert sein - oder was habe ich ihm angetan?'

Wort für Wort
jaṭābhāradharasyaiva
eines Trägers von schwerem Haargeflecht
valkalājinavāsasaḥ
in Rindenkleidung und Fell gehüllt
ko vadhena mamārthī syāt
wer könnte an meiner Tötung interessiert sein
kiṃ vāsyāpakṛtaṃ mayā
oder was habe ich ihm angetan

evaṃ niṣphalam ārabdhaṃ kevalānarthasaṃhitam | na kaścit sādhu manyeta yathaiva gurutalpagam ||

'Ein so ergebnisloses, nur mit Unheil verbundenes Beginnen wird niemand für recht halten, ebenso wenig wie das Besteigen des Lagers des Lehrers.'

Wort für Wort
evaṃ niṣphalam ārabdham
ein so ergebnisloses Beginnen
kevalānarthasaṃhitam
nur mit Unheil verbunden
na kaścit sādhu manyeta
wird niemand für recht halten
yathaiva gurutalpagam
ebenso wenig wie das Besteigen des Lehrerlagers

nāhaṃ tathānuśocāmi jīvitakṣayam ātmanaḥ | mātaraṃ pitaraṃ cobhāv anuśocāmi madvidhe ||

'Nicht so sehr beklage ich den Verlust meines eigenen Lebens; um meine Mutter und meinen Vater, um beide, beklage ich mich, o du, der mir gleicht in dieser Lage.'

Wort für Wort
nāhaṃ tathānuśocāmi
nicht so sehr beklage ich
jīvitakṣayam ātmanaḥ
den Verlust meines eigenen Lebens
mātaraṃ pitaraṃ cobhau
um Mutter und Vater, um beide
anuśocāmi madvidhe
beklage ich mich, o du mir Gleicher

tad etan mithunaṃ vṛddhaṃ cirakālabhṛtaṃ mayā | mayi pañcatvam āpanne kāṃ vṛttiṃ vartayiṣyati ||

'Dieses alte Paar, das ich so lange Zeit ernährt habe - wenn ich nun in die fünf Elemente eingehe, wovon werden sie dann leben?'

Wort für Wort
tad etan mithunaṃ vṛddham
dieses alte Paar
cirakālabhṛtaṃ mayā
von mir lange Zeit ernährt
mayi pañcatvam āpanne
wenn ich in die fünf Elemente eingehe
kāṃ vṛttiṃ vartayiṣyati
wovon werden sie dann leben

vṛddhau ca mātāpitarāv ahaṃ caika iṣuṇā hataḥ | kena sma nihatāḥ sarve subālenākṛtātmanā ||

'Die alten Eltern und ich, alle drei, sind durch einen einzigen Pfeil getötet worden - von wem, einem noch jungen, unerfahrenen Schützen!'

Wort für Wort
vṛddhau ca mātāpitarāv
die alten Eltern
ahaṃ caika iṣuṇā hataḥ
und ich, durch einen einzigen Pfeil getötet
kena sma nihatāḥ sarve
von wem wurden wir alle getötet
subālenākṛtātmanā
von einem noch jungen, unerfahrenen [Schützen]

tāṃ giraṃ karuṇāṃ śrutvā mama dharmānukāṅkṣiṇaḥ | karābhyāṃ saśaraṃ cāpaṃ vyathitasyāpatad bhuvi ||

Als ich diese klägliche Rede hörte, entglitten mir, dem nach Recht Verlangenden, in meiner Bestürzung Bogen und Pfeil den Händen und fielen zu Boden.

Wort für Wort
tāṃ giraṃ karuṇāṃ śrutvā
diese klägliche Rede hörend
mama dharmānukāṅkṣiṇaḥ
mir, dem nach Recht Verlangenden
karābhyāṃ saśaraṃ cāpam
Bogen samt Pfeil den beiden Händen
vyathitasyāpatad bhuvi
entglitten mir, dem Bestürzten, und fielen zu Boden

tasyāhaṃ karuṇaṃ śrutvā niśi lālapato bahu | saṃbhrāntaḥ śokavegena bhṛśam āsa vicetanaḥ ||

Als ich sein klägliches, in der Nacht vielfach klagendes Wort hörte, wurde ich, bestürzt vom Ansturm des Kummers, heftig meiner Sinne beraubt.

Wort für Wort
tasyāhaṃ karuṇaṃ śrutvā
als ich sein klägliches [Wort] hörte
niśi lālapato bahu
in der Nacht vielfach klagend
saṃbhrāntaḥ śokavegena
bestürzt vom Ansturm des Kummers
bhṛśam āsa vicetanaḥ
wurde ich heftig meiner Sinne beraubt

taṃ deśam ahaṃ āgamya dīnasattvaḥ sudurmanāḥ | apaśyam iṣuṇā tīre sarayvāḥ tāpasaṃ hatam ||

Als ich zu jenem Ort kam, mutlos und höchst betrübt, sah ich am Ufer der Sarayū den vom Pfeil getroffenen Asketen.

Wort für Wort
taṃ deśam ahaṃ āgamya
als ich zu jenem Ort kam
dīnasattvaḥ sudurmanāḥ
mutlos und höchst betrübt
apaśyam iṣuṇā tīre
sah ich vom Pfeil [getroffen] am Ufer
sarayvāḥ tāpasaṃ hatam
der Sarayū den getöteten Asketen

avakīrṇajaṭābhāraṃ praviddhakalaśodakam | pāṃśuśoṇitadigdhāṅgaṃ śayānaṃ śalyapīḍitam ||

Sein schweres Haargeflecht war zerzaust, sein Wasserkrug fortgeworfen und ausgegossen, sein Körper mit Staub und Blut bedeckt; so lag er da, von dem Pfeil gequält.

Wort für Wort
avakīrṇajaṭābhāram
mit zerzaustem, schwerem Haargeflecht
praviddhakalaśodakam
mit fortgeworfenem, ausgegossenem Wasserkrug
pāṃśuśoṇitadigdhāṅgam
mit von Staub und Blut bedecktem Körper
śayānaṃ śalyapīḍitam
daliegend, von dem Pfeil gequält

sa māṃ udvīkṣya netrābhyāṃ trastam asvasthacetasam | ity uvāca vacaḥ krūraṃ didhakṣann iva tejasā ||

Er, mich mit seinen Augen anblickend, erschrocken, seines Sinnes nicht mächtig, sprach diese harten Worte, als wollte er mich mit seiner Glut verbrennen:

Wort für Wort
sa māṃ udvīkṣya netrābhyām
er, mich mit seinen Augen anblickend
trastam asvasthacetasam
erschrocken, seines Sinnes nicht mächtig
ity uvāca vacaḥ krūram
sprach er diese harten Worte
didhakṣann iva tejasā
als wollte er mich mit seiner Glut verbrennen

kiṃ tavāpakṛtaṃ rājan vane nivasatā mayā | jihīrṣur ambho gurvartham yad ahaṃ tāḍitas tvayā ||

'Was habe ich dir angetan, o König, der ich im Wald wohne, dass ich, der ich nur Wasser für meinen Lehrer holen wollte, von dir getroffen wurde?'

Wort für Wort
kiṃ tavāpakṛtaṃ rājan
was habe ich dir angetan, o König
vane nivasatā mayā
von mir, der im Wald wohnt
jihīrṣur ambho gurvartham
der ich Wasser für meinen Lehrer holen wollte
yad ahaṃ tāḍitas tvayā
dass ich von dir getroffen wurde

ekena khalu bāṇena marmaṇy abhihate mayi | dvāv andhau nihatau vṛddhau mātā janayitā ca me ||

'Durch einen einzigen Pfeil, der mich an lebenswichtiger Stelle traf, sind zwei blinde Alte zugleich getötet worden: meine Mutter und mein Erzeuger.'

Wort für Wort
ekena khalu bāṇena
durch einen einzigen Pfeil fürwahr
marmaṇy abhihate mayi
an lebenswichtiger Stelle, mich treffend
dvāv andhau nihatau vṛddhau
zwei blinde Alte wurden getötet
mātā janayitā ca me
meine Mutter und mein Erzeuger

tau nūnaṃ durbalāv andhau matpratīkṣau pipāsitau | ciram āśākṛtāṃ tṛṣṇāṃ kaṣṭāṃ saṃdhārayiṣyataḥ ||

'Sie, schwach und blind, auf mich wartend, durstig, werden wohl lange den quälenden Durst, den sie in Hoffnung auf mich ertragen, noch weiter aushalten müssen.'

Wort für Wort
tau nūnaṃ durbalāv andhau
sie, gewiss schwach und blind
matpratīkṣau pipāsitau
auf mich wartend, durstig
ciram āśākṛtāṃ tṛṣṇām
lange den in Hoffnung [ertragenen] Durst
kaṣṭāṃ saṃdhārayiṣyataḥ
den quälenden werden sie [weiter] aushalten müssen

na nūnaṃ tapaso vāsti phalayogaḥ śrutasya vā | pitā yan māṃ na jānāti śayānaṃ patitaṃ bhuvi ||

'Gewiss gibt es keine Frucht der Askese oder des Studiums, da mein Vater nicht weiß, dass ich hier liege, zu Boden gefallen.'

Wort für Wort
na nūnaṃ tapaso vāsti
gewiss gibt es keine der Askese
phalayogaḥ śrutasya vā
Frucht, oder des Studiums
pitā yan māṃ na jānāti
da mein Vater nicht weiß
śayānaṃ patitaṃ bhuvi
dass ich daliege, zu Boden gefallen

jānann api ca kiṃ kuryād aśaktir aparikramaḥ | chidyamānam ivāśaktas trātum anyo nago nagam ||

'Und selbst wenn er es wüsste, was könnte er tun, kraftlos und bewegungsunfähig, wie ein Baum, der einen anderen, gefällten Baum zu retten unfähig ist?'

Wort für Wort
jānann api ca kiṃ kuryāt
und selbst wenn er es wüsste, was könnte er tun
aśaktir aparikramaḥ
kraftlos und bewegungsunfähig
chidyamānam ivāśaktaḥ
wie ein Unfähiger den gefällt Werdenden
trātum anyo nago nagam
zu retten, ein Baum einen [anderen] Baum

pitus tvam eva me gatvā śīghram ācakṣva rāghava | na tvām anudahet kruddho vanaṃ vahnir ivedhitaḥ ||

'Geh du selbst rasch zu meinem Vater und berichte ihm dies, Nachkomme des Raghu, damit er nicht, erzürnt, dich verbrenne, wie loderndes Feuer den Wald.'

Wort für Wort
pitus tvam eva me gatvā
geh du selbst zu meinem Vater
śīghram ācakṣva rāghava
und berichte rasch, Nachkomme des Raghu
na tvām anudahet kruddhaḥ
damit er dich nicht erzürnt verbrenne
vanaṃ vahnir ivedhitaḥ
wie loderndes Feuer den Wald

iyam ekapadī rājan yato me pitur āśramaḥ | taṃ prasādaya gatvā tvaṃ na tvāṃ sa kupitaḥ śapet ||

'Dies ist der schmale Pfad, o König, der zum Āśrama meines Vaters führt; geh und besänftige ihn, damit er dich nicht im Zorn verflucht.'

Wort für Wort
iyam ekapadī rājan
dies ist der schmale Pfad, o König
yato me pitur āśramaḥ
von dem zum Āśrama meines Vaters [führt]
taṃ prasādaya gatvā tvam
besänftige ihn, dorthin gehend
na tvāṃ sa kupitaḥ śapet
damit er dich nicht im Zorn verflucht

viśalyaṃ kuru māṃ rājan marma me niśitaḥ śaraḥ | ruṇaddhi mṛdu setuṃ vā tīram ambu rayo yathā ||

'Befreie mich von dem Pfeil, o König; der scharfe Pfeil hemmt an meiner lebenswichtigen Stelle mein Leben, wie das Wasser mit seiner Wucht einen weichen Damm oder ein Ufer durchbricht.'

Wort für Wort
viśalyaṃ kuru māṃ rājan
befreie mich von dem Pfeil, o König
marma me niśitaḥ śaraḥ
meine lebenswichtige Stelle, der scharfe Pfeil
ruṇaddhi mṛdu setuṃ vā
hemmt, wie einen weichen Damm
tīram ambu rayo yathā
oder ein Ufer, wie das Wasser mit seiner Wucht [durchbricht]

saśalyaḥ kliśyate prāṇair viśalyo vinaśiṣyati | iti mām aviśac cintā tasya śalyāpakarṣaṇe ||

'Mit dem Pfeil noch im Leib leidet er in seinem Leben, ohne den Pfeil wird er sterben' - so befiel mich die Sorge, als es um das Herausziehen seines Pfeils ging.

Wort für Wort
saśalyaḥ kliśyate prāṇaiḥ
mit dem Pfeil noch [im Leib] leidet er in seinem Leben
viśalyo vinaśiṣyati
ohne den Pfeil wird er sterben
iti mām aviśac cintā
so befiel mich die Sorge
tasya śalyāpakarṣaṇe
bei dem Herausziehen seines Pfeils

duḥkhitasya ca dīnasya mama śokāturasya ca | lakṣyām āsa hṛdaye cintāṃ munisutas tadā ||

Der Sohn des Weisen erkannte damals in meinem Herzen die Sorge, mir, dem Bekümmerten, Elenden, vom Kummer Gequälten.

Wort für Wort
duḥkhitasya ca dīnasya
des Bekümmerten und Elenden
mama śokāturasya ca
und meiner, des vom Kummer Gequälten
lakṣyām āsa hṛdaye cintām
erkannte er die Sorge im Herzen
munisutas tadā
der Sohn des Weisen, damals

tāmyamānaḥ sa māṃ duḥkhād uvāca paramārtavat | sīdamāno vivṛttāṅgo veṣṭamāno gataḥ kṣayam ||

Er, vor Schmerz ermattet, sprach zu mir, höchst gequält, in sich zusammensinkend, seine Glieder verdreht, sich windend, dem Tod nahe:

Wort für Wort
tāmyamānaḥ sa māṃ duḥkhāt
er, ermattet, vor Schmerz zu mir
uvāca paramārtavat
sprach er, höchst gequält
sīdamāno vivṛttāṅgaḥ
in sich zusammensinkend, seine Glieder verdreht
veṣṭamāno gataḥ kṣayam
sich windend, dem Tod nahe

saṃstabhya dhairyeṇa sthiracitto bhavāmy aham | brahmahatyākṛtaṃ pāpaṃ hṛdayād apanīyatām ||

'Mich mit Standhaftigkeit fassend, will ich ruhigen Sinnes werden - möge die Sünde eines Brahmanenmordes aus deinem Herzen genommen werden.'

Wort für Wort
saṃstabhya dhairyeṇa
mich mit Standhaftigkeit fassend
sthiracitto bhavāmy aham
will ich ruhigen Sinnes werden
brahmahatyākṛtaṃ pāpam
die Sünde eines Brahmanenmordes
hṛdayād apanīyatām
möge aus deinem Herzen genommen werden

na dvijātir ahaṃ rājan mā bhūt te manaso vyathā | śūdrāyām asmi vaiśyena jātaḥ janapadādhipa ||

'Ich bin kein Brahmane, o König - möge dein Herz nicht gequält sein; von einer Śūdra-Frau bin ich, gezeugt von einem Vaiśya, geboren, o Herrscher des Landes.'

Wort für Wort
na dvijātir ahaṃ rājan
ich bin kein Zweifachgeborener, o König
mā bhūt te manaso vyathā
möge dein Herz nicht gequält sein
śūdrāyām asmi vaiśyena
von einer Śūdra-Frau bin ich, von einem Vaiśya
jātaḥ janapadādhipa
geboren, o Herrscher des Landes

ity eva vadataḥ kṛcchrād bāṇābhihatamarmaṇaḥ | vighūrṇato viceṣṭasya vepamānasya bhūtale ||

So sprach er mit Mühe, an lebenswichtiger Stelle vom Pfeil getroffen, sich windend, zuckend, auf der Erde zitternd.

Wort für Wort
ity eva vadataḥ kṛcchrāt
so sprach er mit Mühe
bāṇābhihatamarmaṇaḥ
an lebenswichtiger Stelle vom Pfeil getroffen
vighūrṇato viceṣṭasya
sich windend, zuckend
vepamānasya bhūtale
zitternd auf der Erde

tasya tv ānamyamānasya taṃ bāṇam aham uddharam ||

Während er sich so wand, zog ich ihm jenen Pfeil heraus.

Wort für Wort
tasya tv ānamyamānasya
während er sich so wand
taṃ bāṇam aham uddharam
zog ich jenen Pfeil heraus

jalārdragātraṃ tu vilapya kṛcchrān | marmavraṇaṃ saṃtatam ucchvasantam | tataḥ sarayvāṃ taṃ ahaṃ śayānam | samīkṣya bhadre subhṛśaṃ viṣaṇṇaḥ ||

Nachdem er mit vom Wasser feuchtem Körper mühsam geklagt hatte, seine tödliche Wunde unaufhörlich keuchend - als ich ihn so an der Sarayū liegen sah, o Gute, wurde ich überaus bestürzt.

Wort für Wort
jalārdragātraṃ tu vilapya kṛcchrān
mit vom Wasser feuchtem Körper mühsam klagend
marmavraṇaṃ saṃtatam ucchvasantam
seine tödliche Wunde unaufhörlich keuchend
tataḥ sarayvāṃ taṃ ahaṃ śayānam
als ich ihn dann an der Sarayū liegend
samīkṣya bhadre subhṛśaṃ viṣaṇṇaḥ
erblickte, o Gute, wurde ich überaus bestürzt

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks