Als die makellose Sonne aufgegangen und der Tag unter dem günstigen Haus Puṣya angebrochen war, war alles von den Besten der Zweifachgeborenen für Rāmas Weihe hergerichtet worden:
yāḥ ca anyāḥ saritaḥ puṇyāḥ hradāḥ kūpāḥ sarāṃsi ca / prāk-vāhāḥ ca ūrdhva-vāhāḥ ca tiryak-vāhāḥ samāhitāḥ / tābhyaḥ ca eva āhṛtam toyam samudrebhyaḥ ca sarvaśaḥ
und was für heilige Flüsse es sonst noch gibt, Weiher, Brunnen und Seen, die ostwärts, aufwärts und querwärts fließen, sorgsam gesammelt – auch von diesen und von allen Meeren war das Wasser hergebracht worden.
Mit geröstetem Reis bestreut, mit Milchbaumzweigen verhüllt, erstrahlten die goldenen und silbernen Krüge, mit Lotos- und Wasserlilienblüten versehen, gefüllt mit dem trefflichsten Wasser.
Wort für Wort
sa-lājāḥ kṣīribhiḥ channāḥ
mit geröstetem Reis, mit Milchbaumzweigen verhüllt
ghaṭāḥ kāñcana-rājatāḥ
die goldenen und silbernen Krüge
padma-utpala-yutāḥ bhānti
erstrahlten, mit Lotos- und Wasserlilienblüten versehen
kṣaudram dadhi ghṛtam lājāḥ darbhāḥ sumanasaḥ payaḥ / veśyāḥ ca eva śubha-ācārāḥ sarva-ābharaṇa-bhūṣitāḥ
Honig, Dickmilch, geklärte Butter, gerösteter Reis, Darbha-Gras, Blüten, Milch, und dazu auch wohlgesittete Frauen aus den Freudenhäusern, mit allem Schmuck geziert.
Wort für Wort
kṣaudram dadhi ghṛtam lājāḥ
Honig, Dickmilch, geklärte Butter, gerösteter Reis
darbhāḥ sumanasaḥ payaḥ
Darbha-Gras, Blüten, Milch
veśyāḥ ca eva śubha-ācārāḥ
und dazu auch wohlgesittete Frauen aus den Freudenhäusern
tathā-jātīyam ādāya rāja-putra-abhiṣecanam / te rāja-vacanāt tatra samavetāḥ mahī-patim / apaśyantaḥ abruvan kaḥ nu rājñaḥ naḥ pratipādayet
Nachdem sie solcherart Gerätschaften für die Weihe des Königssohns zusammengebracht hatten und auf des Königs Geheiß dort versammelt waren, sprachen sie, da sie den Herrscher der Erde nicht erblickten: 'Wer wohl wird uns beim König melden?'
Wort für Wort
tathā-jātīyam ādāya
solcherart Gerätschaften zusammengebracht habend
rāja-putra-abhiṣecanam
für die Weihe des Königssohns
te rāja-vacanāt tatra samavetāḥ
sie, auf des Königs Geheiß dort versammelt
mahī-patim apaśyantaḥ abruvan
sprachen, da sie den Herrscher der Erde nicht erblickten
'Für Rāma ist der Wagen sorgsam mit einem glänzenden Tigerfell ausgelegt worden, und Wasser vom heiligen Zusammenfluss von Gaṅgā und Yamunā ist hergebracht worden.'
iti uktvā antaḥpura-dvāram ājagāma purāṇa-vit / sadā-asaktam ca tat veśma sumantraḥ praviveśa ha
Nachdem er dies gesagt hatte, kam der Kenner der alten Überlieferung zum Tor des inneren Palastes; jenes Gemach, das ihm stets zugänglich war, betrat Sumantra.
Wort für Wort
iti uktvā antaḥpura-dvāram ājagāma
nachdem er dies gesagt hatte, kam er zum Tor des inneren Palastes
übersät mit kunstvoll gebildeten Wildtierfiguren, ebenso reich mit Ergebenheit versehen, das durch seinen scharfen Glanz Sinn und Auge der Geschöpfe gefangen nahm,
Er, der Wagenlenker, ließ mit seinem rossbespannten Wagen das von Menschen erfüllte Fürstengeschlecht erstrahlen, mit dem stattlichen Gefährt, das zu Rāmas Haus eilte, und erfreute die Herzen der ganzen Stadt.
Wort für Wort
sa vāji-yuktena rathena sārathiḥ
er, der Wagenlenker, mit seinem rossbespannten Wagen
nara-ākulam rāja-kulam virājayan
das von Menschen erfüllte Fürstengeschlecht erstrahlen lassend
varūthinā rāma-gṛha-abhipātinā
mit dem stattlichen, zu Rāmas Haus eilenden Gefährt
tataḥ samāsādya mahā-dhanam mahat / prahṛṣṭa-romā sa babhūva sārathiḥ / mṛgaiḥ mayūraiḥ ca samākula-ulbaṇam / gṛham vara-arhasya śacī-pateḥ iva
Als er dann jenes große, reiche Haus erreicht hatte, sträubten sich vor Freude die Haare des Wagenlenkers – das von Wildtieren und Pfauen dicht erfüllte Haus, gleich dem des vortrefflichkeitswürdigen Gemahls der Śacī.
Wort für Wort
tataḥ samāsādya mahā-dhanam mahat
als er dann das große, reiche Haus erreicht hatte
prahṛṣṭa-romā sa babhūva sārathiḥ
sträubten sich vor Freude die Haare des Wagenlenkers
mṛgaiḥ mayūraiḥ ca samākula-ulbaṇam
das von Wildtieren und Pfauen dicht erfüllte
gṛham vara-arhasya śacī-pateḥ iva
Haus, gleich dem des vortrefflichkeitswürdigen Gemahls der Śacī
sa tatra kailāsa-nibhāḥ su-alaṃkṛtāḥ / praviśya kakṣyāḥ tridaśa-ālaya-upamāḥ / priyān varān rāma-mate sthitān bahūn / vyapohya śuddha-antam upasthitaḥ rathī
Er, dort eingetreten in die dem Kailāsa gleichenden, wohlgeschmückten, den Wohnsitzen der Götter vergleichbaren Vorhöfe, schritt an den vielen lieben, treuen Dienern, die in Rāmas Vertrauen standen, vorbei und gelangte, der Wagenlenker, zu den inneren Gemächern.
Wort für Wort
sa tatra kailāsa-nibhāḥ su-alaṃkṛtāḥ
er, dort, die dem Kailāsa gleichenden, wohlgeschmückten
praviśya kakṣyāḥ tridaśa-ālaya-upamāḥ
eintretend in die Vorhöfe, den Götterwohnsitzen gleich
priyān varān rāma-mate sthitān bahūn
an den vielen lieben, treuen, in Rāmas Vertrauen stehenden Dienern
vyapohya śuddha-antam upasthitaḥ rathī
vorbeischreitend gelangte der Wagenlenker zu den inneren Gemächern
sa tatra śuśrāva ca harṣa-yuktāḥ / rāma-abhiṣeka-artha-kṛtāḥ janānām / narendra-sūnoḥ abhimaṅgalā-arthāḥ / sarvasya lokasya giraḥ prahṛṣṭaḥ
Er hörte dort, hocherfreut, die von Freude erfüllten Stimmen des ganzen Volkes, die um Rāmas Weihe willen erklangen, voll Segenswünsche für den Sohn des Königs.
Wort für Wort
sa tatra śuśrāva ca harṣa-yuktāḥ
er hörte dort die von Freude erfüllten
rāma-abhiṣeka-artha-kṛtāḥ janānām
des Volkes Stimmen, die um Rāmas Weihe willen erklangen
upasthitaiḥ ca añjali-kāribhiḥ / sa-upāyanaiḥ jānapadaiḥ janaiḥ ca / koṭyā para-ardhaiḥ ca vimukta-yānaiḥ / samākulam dvāra-padam dadarśa
Er sah den vom Volk erfüllten Torbereich, mit herbeigekommenen, die Handgebärde machenden Menschen, mit Landbewohnern, die Gaben brachten, und mit unzähligen Wagen mit ausgespannten Gespannen.
Wort für Wort
upasthitaiḥ ca añjali-kāribhiḥ
mit herbeigekommenen, die Handgebärde machenden
sa-upāyanaiḥ jānapadaiḥ janaiḥ ca
und mit Landbewohnern, die Gaben brachten
koṭyā para-ardhaiḥ ca vimukta-yānaiḥ
und mit unzähligen Wagen mit ausgespannten Gespannen
Dann erblickte er, glänzend, den einer großen Gewitterwolke gleichenden, ausbrechenden, dem Elefantenstachel kaum mehr gehorchenden, kaum zu bändigenden Elefanten Śatruṃjaya, Rāmas Reittier, von gewaltigem Leib.
Wort für Wort
tataḥ mahā-megha-mahī-dhara-ābham
dann den einer großen Gewitterwolke gleichenden
prabhinnam ati-aṅkuśam ati-asahyam
ausbrechenden, dem Stachel kaum gehorchenden, kaum zu bändigenden
su-alaṃkṛtān sa-aśva-rathān sa-kuñjarān / na amātya-mukhyān ca dadarśa vallabhān / vyapohya sūtaḥ sahitān samantataḥ / samṛddham antaḥpuram āviveśa ha
Ohne auf die wohlgeschmückten Rosse und Wagen und Elefanten, noch auf die geliebten Häupter der Minister zu achten, schritt der Wagenlenker, alles ringsum beiseitelassend, in den prächtigen inneren Palastbezirk hinein.
Wort für Wort
su-alaṃkṛtān sa-aśva-rathān sa-kuñjarān
die wohlgeschmückten Wagen mit Rossen und Elefanten
na amātya-mukhyān ca dadarśa vallabhān
er beachtete nicht die geliebten Häupter der Minister
vyapohya sūtaḥ sahitān samantataḥ
alles ringsum beiseitelassend, der Wagenlenker
samṛddham antaḥpuram āviveśa ha
trat er in den prächtigen inneren Palastbezirk ein
Dann, unaufgehalten, betrat der Wagenlenker den den Berggipfeln, unbewegten Bergen und Wolken gleichenden, mit einem einem großen Himmelswagen gleichenden Gemach versehenen Bezirk – wie ein Meeresungeheuer den an Juwelen reichen Ozean betritt.
Wort für Wort
tataḥ adri-kūṭa-acala-megha-sannibham
dann den Berggipfeln, unbewegten Bergen und Wolken gleichenden
mahā-vimāna-upama-veśma-saṃyutam
mit einem einem großen Himmelswagen gleichenden Gemach versehenen
avāryamāṇaḥ praviveśa sārathiḥ
unaufgehalten betrat der Wagenlenker
prabhūta-ratnam makaraḥ yathā arṇavam
wie ein Meeresungeheuer den an Juwelen reichen Ozean