Sarga 104: Rāja Mātṛ Rāma Saṃgamaḥ Sabhā Sanniveśaḥ
Die Königinnen und Vasiṣṭha treffen an der Mandākinī ein; Kausalyā klagt und tröstet Sītā; die Versammlung setzt sich für die Verhandlung
idam teṣām anāthānām kliṣṭam akliṣṭa karmaṇām |
vane prāk kalanam tīrtham ye te nirviṣayīkṛtāḥ ||
Dies ist die Furt, das leidvolle Vorzeichen derer, die einst leidlos in ihrem Tun waren, der Herrenlosen im Wald, jener, die ihres Reiches beraubt wurden.
Wort für Wort
idam teṣām anāthānām
dies ist derer, der Herrenlosen
kliṣṭam akliṣṭa karmaṇām
das leidvolle, derer, die einst leidlos im Tun waren
jaghanyam api te putraḥ kṛtavān na tu garhitaḥ |
bhrātuḥ yad artha sahitaṃ sarvaṃ tad vihitam guṇaiḥ ||
Auch das Geringste hat dein Sohn getan, doch ist er nicht zu tadeln; alles, was dem Nutzen des Bruders diente, wurde von ihm aus lauteren Eigenschaften vollbracht.
Wort für Wort
jaghanyam api te putraḥ
auch das Geringste hat dein Sohn
kṛtavān na tu garhitaḥ
getan, doch ist er nicht zu tadeln
bhrātuḥ yad artha sahitaṃ
was dem Nutzen des Bruders diente
sarvaṃ tad vihitam guṇaiḥ
alles das wurde aus (lauteren) Eigenschaften vollbracht
So die betrübte (Kausalyā), gingen die Mitfrauen, sie tröstend, dann weiter und erblickten in der Einsiedelei Rāma, wie einen aus dem Himmel gefallenen Unsterblichen.
beim Anblick deines Antlitzes verzehrt mich der Kummer wie Feuer seine Zunderbasis, heftig im Herzen, Vaidehī, aus dem Reibholz des Unglücks entstanden.
purohitasya agni samasya vai tadā |
bṛhaspateḥ indram iva amara adhipaḥ |
pragṛhya pādau su samṛddha tejasaḥ |
saha eva tena upaniveśa rāghavaḥ ||
Des Hauspriesters, dem Feuer gleich, Füße ergreifend, wie der Herr der Unsterblichen die des Bṛhaspati, setzte sich Rāghava zusammen mit ihm, dem an Glanz Überreichen, nieder.
tataḥ jaghanyaṃ sahitaiḥ sa mantribhiḥ |
pura pradhānaiḥ ca saha eva sainikaiḥ |
janena dharma jña tamena dharma vān |
upa upaviṣṭo bharataḥ tadā agrajam ||
Dann setzte sich Bharata, der Rechtschaffene, hinter seinem älteren Bruder, zusammen mit den Ministern, den vornehmsten Stadtbewohnern und den Soldaten, mit dem rechtskundigsten Volk.
Wort für Wort
tataḥ jaghanyaṃ sahitaiḥ sa mantribhiḥ
dann dahinter, zusammen mit den Ministern
pura pradhānaiḥ ca saha eva sainikaiḥ
mit den vornehmsten Stadtbewohnern und den Soldaten
janena dharma jña tamena dharma vān
mit dem rechtskundigsten Volk, der Rechtschaffene
upa upaviṣṭo bharataḥ tadā agrajam
setzte sich Bharata dann hinter seinen älteren Bruder
Der kraftvolle Bharata, nachdem er sich niedergesetzt hatte, betrachtete Rāghava in Asketengewand, doch von Glanz erstrahlend, mit gefalteten Händen, wie der große Indra, andächtig, den Prajāpati betrachtet.
Wort für Wort
upa upaviṣṭaḥ tu tadā sa vīryavān
der kraftvolle, nachdem er sich niedergesetzt hatte
tapasvi veṣeṇa samīkṣya rāghavam
betrachtete Rāghava in Asketengewand
śriyā jvalantaṃ bharataḥ kṛta añjaliḥ
Bharata, von Glanz erstrahlend, mit gefalteten Händen
yathā mahendraḥ prayataḥ prajāpatim
wie der große Indra, andächtig, den Prajāpati (betrachtet)
'Welches Wort wird nun Bharata, nachdem er sich verneigt und ihn geehrt hat, gebührend zu Rāghava sprechen?' - so entstand in Wahrheit bei jenem edlen Volk damals höchste Neugier.
Wort für Wort
kim eṣa vākyam bharataḥ adya rāghavam
welches Wort wird Bharata heute zu Rāghava
praṇamya satkṛtya ca sādhu vakṣyati
nachdem er sich verneigt und geehrt hat, gebührend sprechen
sa rāghavaḥ satya dhṛtiḥ ca lakṣmaṇo |
mahānubhāvo bharataḥ ca dhārmikaḥ |
vṛtāḥ suhṛdbhiḥ ca virejuḥ adhvare |
yathā sadasyaḥ sahitāḥ trayaḥ agnayaḥ ||
Jener Rāghava, und der von wahrer Standhaftigkeit erfüllte Lakṣmaṇa, und der hochherzige, rechtschaffene Bharata, von Freunden umgeben, erstrahlten wie die drei Opferfeuer, zusammen mit den Priestern beim Opfer.
Wort für Wort
sa rāghavaḥ satya dhṛtiḥ ca lakṣmaṇo
jener Rāghava, und der von wahrer Standhaftigkeit erfüllte Lakṣmaṇa
mahānubhāvo bharataḥ ca dhārmikaḥ
und der hochherzige, rechtschaffene Bharata
vṛtāḥ suhṛdbhiḥ ca virejuḥ adhvare
von Freunden umgeben, erstrahlten sie beim Opfer
yathā sadasyaḥ sahitāḥ trayaḥ agnayaḥ
wie die drei Opferfeuer, zusammen mit den Priestern