Sarga 107: Rāma Vākyam Pitṛ Ṛṇa Mokṣaṇam
Rāma erinnert Bharata an den Brautpreis, den Sinn des Sohnesnamens 'Putra' und fordert ihn auf, nach Ayodhyā zurückzukehren und zu herrschen
tena pitrā aham api atra niyuktaḥ puruṣa ṛṣabha |
caturdaśa vane vāsam varṣāṇi vara dānikam ||
Von jenem Vater wurde auch ich hierbei verpflichtet, du Stier unter den Männern, zum vierzehnjährigen Waldaufenthalt, aufgrund der gewährten Wunschgabe.
tvam rājā bhava bharata svayam narāṇām |
vanyānām aham api rāja rāṇ mṛgāṇām |
gaccha tvam pura varam adya samprahṛṣṭaḥ |
samhṛṣṭaḥ tu aham api daṇḍakān pravekṣye ||
Sei du, Bharata, selbst König der Menschen, und ich werde der König der wilden Waldtiere sein; geh du heute freudig zur vortrefflichen Stadt, und ich werde ebenso freudig in den Daṇḍaka-Wald eindringen.
Wort für Wort
tvam rājā bhava bharata svayam narāṇām
sei du, Bharata, selbst König der Menschen
vanyānām aham api rāja rāṇ mṛgāṇām
und ich werde König der wilden Waldtiere sein
gaccha tvam pura varam adya samprahṛṣṭaḥ
geh du heute freudig zur vortrefflichen Stadt
samhṛṣṭaḥ tu aham api daṇḍakān pravekṣye
und ebenso freudig werde ich in den Daṇḍaka-Wald eindringen
chāyām te dina kara bhāḥ prabādhamānam |
varṣatram bharata karotu mūrdhni śītām |
eteṣām aham api kānana drumāṇām |
chāyām tām atiśayinīm sukham śrayiṣye ||
Möge dir, Bharata, der Sonnenschirm, den bedrängenden Sonnenglanz abwehrend, kühlen Schatten auf dem Haupt spenden; ich aber werde glücklich den überaus vorzüglichen Schatten dieser Waldbäume genießen.
Wort für Wort
chāyām te dina kara bhāḥ prabādhamānam
dir, den bedrängenden Sonnenglanz abwehrend, Schatten
varṣatram bharata karotu mūrdhni śītām
möge der Sonnenschirm, Bharata, kühlen (Schatten) auf dem Haupt machen
śatrughnaḥ kuśala matiḥ tu te sahāyaḥ |
saumitriḥ mama viditaḥ pradhāna mitram |
catvāraḥ tanaya varāḥ vayam nara indram |
satya stham bharata carāma mā viṣādam ||
Śatrughna, klugen Sinnes, sei dein Gefährte; Saumitri ist mir als vorzüglicher Freund bekannt; wir vier, die besten Söhne, wollen, o Herr der Menschen, in Wahrheit feststehend handeln - sei nicht bekümmert, Bharata.
Wort für Wort
śatrughnaḥ kuśala matiḥ tu te sahāyaḥ
Śatrughna, klugen Sinnes, sei dein Gefährte
saumitriḥ mama viditaḥ pradhāna mitram
Saumitri ist mir als vorzüglicher Freund bekannt
catvāraḥ tanaya varāḥ vayam nara indram
wir vier besten Söhne, o Herr der Menschen
satya stham bharata carāma mā viṣādam
wollen in Wahrheit feststehend handeln, sei nicht bekümmert, Bharata