Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa
Sarga 20: Kausalyā Vilāpaḥ
Kausalyā erfährt von Rāmas Verbannung, bricht zusammen und klagt bitter über ihr Schicksal
tasmin tu puruṣa-vyāghre niṣkrāmati kṛta-añjalau / ārta-śabdaḥ mahān jajñe strīṇām antaḥpure tadā
Als jener Tiger unter den Männern, die Hände gefaltet, hinausschritt, erhob sich da im inneren Frauengemach ein gewaltiges Klagegeschrei.
Wort für Wort tasmin tu puruṣa-vyāghre als jener Tiger unter den Männern niṣkrāmati kṛta-añjalau hinausschritt, die Hände gefaltet ārta-śabdaḥ mahān jajñe erhob sich ein gewaltiges Klagegeschrei strīṇām antaḥpure tadā im inneren Frauengemach da kṛtyeṣu acoditaḥ pitrā sarvasya antaḥpurasya ca / gatiḥ yaḥ śaraṇam ca āsīt sa rāmaḥ adya pravatsyati
'Er, der bei den Pflichten, ohne vom Vater angetrieben zu werden, für den ganzen inneren Frauenbezirk Zuflucht und Schutz war – dieser Rāma wird heute fortziehen.'
Wort für Wort kṛtyeṣu acoditaḥ pitrā bei den Pflichten, ohne vom Vater angetrieben sarvasya antaḥpurasya ca für den ganzen inneren Frauenbezirk gatiḥ yaḥ śaraṇam ca āsīt der Zuflucht und Schutz war sa rāmaḥ adya pravatsyati dieser Rāma wird heute fortziehen kausalyāyām yathā yuktaḥ jananyām vartate sadā / tathā eva vartate asmāsu janma-prabhṛti rāghavaḥ
'Wie er sich stets seiner Mutter Kausalyā gegenüber pflichtbewusst verhält, ebenso verhält sich Rāghava seit seiner Geburt auch uns gegenüber.'
Wort für Wort kausalyāyām yathā yuktaḥ wie er pflichtbewusst gegenüber Kausalyā jananyām vartate sadā seiner Mutter, sich stets verhält tathā eva vartate asmāsu ebenso verhält er sich uns gegenüber janma-prabhṛti rāghavaḥ seit der Geburt an, Rāghava na krudhyati abhiśastaḥ api krodhanīyāni varjayan / kruddhān prasādayan sarvān sa itaḥ adya pravatsyati
'Selbst getadelt zürnt er nicht, meidet zornerregendes Verhalten, besänftigt alle Zornigen – dieser wird nun von hier fortziehen.'
Wort für Wort na krudhyati abhiśastaḥ api selbst getadelt zürnt er nicht krodhanīyāni varjayan zornerregendes Verhalten meidend kruddhān prasādayan sarvān alle Zornigen besänftigend sa itaḥ adya pravatsyati dieser wird von hier heute fortziehen a-buddhiḥ bata naḥ rājā jīva-lokam carati ayam / yaḥ gatim sarva-bhūtānām parityajati rāghavam
'Unverständig fürwahr wandelt dieser unser König in dieser lebendigen Welt, da er Rāghava, die Zuflucht aller Wesen, aufgibt.'
Wort für Wort a-buddhiḥ bata naḥ rājā unverständig, wehe, unser König jīva-lokam carati ayam wandelt dieser in der lebendigen Welt yaḥ gatim sarva-bhūtānām der die Zuflucht aller Wesen parityajati rāghavam aufgibt, den Rāghava iti sarvāḥ mahiṣyaḥ tāḥ vivatsāḥ iva dhenavaḥ / patim ācukruśuḥ ca eva sasvaram ca api cukruśuḥ
So klagten alle jene Königinnen ihrem Gatten laut, wie Kühe, denen die Kälber genommen wurden, und schrien mit lauter Stimme.
Wort für Wort iti sarvāḥ mahiṣyaḥ tāḥ so alle jene Königinnen vivatsāḥ iva dhenavaḥ wie Kühe, denen die Kälber genommen wurden patim ācukruśuḥ ca eva klagten sie ihrem Gatten sasvaram ca api cukruśuḥ und schrien mit lauter Stimme sa hi ca antaḥpure ghoram ārta-śabdam mahī-patiḥ / putra-śoka-abhisantaptaḥ śrutvā vyālīyata āsane
Als der Herrscher der Erde jenen schrecklichen Klageschrei im inneren Palast hörte, sank er, vom Kummer um den Sohn ganz durchglüht, auf seinen Sitz zusammen.
Wort für Wort sa hi ca antaḥpure ghoram er, jenen schrecklichen im inneren Palast ārta-śabdam mahī-patiḥ Klageschrei, der Herrscher der Erde putra-śoka-abhisantaptaḥ śrutvā vom Kummer um den Sohn ganz durchglüht, gehört habend vyālīyata āsane sank er auf seinen Sitz zusammen rāmaḥ tu bhṛśam āyastaḥ niḥśvasan iva kuñjaraḥ / jagāma sahitaḥ bhrātrā mātuḥ antaḥpuram vaśī
Rāma aber, heftig erschöpft, wie ein aufseufzender Elefant, ging, seiner selbst mächtig, zusammen mit seinem Bruder zum inneren Gemach seiner Mutter.
Wort für Wort rāmaḥ tu bhṛśam āyastaḥ Rāma aber, heftig erschöpft niḥśvasan iva kuñjaraḥ wie ein aufseufzender Elefant jagāma sahitaḥ bhrātrā ging zusammen mit dem Bruder mātuḥ antaḥpuram vaśī zum inneren Gemach der Mutter, seiner selbst mächtig saḥ apaśyat puruṣam tatra vṛddham parama-pūjitam / upaviṣṭam gṛha-dvāri tiṣṭhataḥ ca aparān bahūn
Er sah dort einen alten, hochverehrten Mann, der am Haustor saß, und viele andere, die dort standen.
Wort für Wort saḥ apaśyat puruṣam tatra er sah dort einen Mann vṛddham parama-pūjitam alt, hochverehrt upaviṣṭam gṛha-dvāri sitzend am Haustor tiṣṭhataḥ ca aparān bahūn und viele andere, die dort standen dṛṣṭvā tu tadā rāmam te sarve sahasā utthitāḥ / jayena jayatām śreṣṭham vardhayanti sma rāghavam
Als sie da Rāma erblickten, erhoben sie sich alle plötzlich und priesen den Besten der Sieger, Rāghava, mit Segenswünschen des Sieges.
Wort für Wort dṛṣṭvā tu tadā rāmam als sie da Rāma erblickten te sarve sahasā utthitāḥ erhoben sie sich alle plötzlich jayena jayatām śreṣṭham mit Sieg[eswünschen] den Besten der Sieger vardhayanti sma rāghavam priesen sie den Rāghava praviśya prathamām kakṣyām dvitīyāyām dadarśa saḥ / brāhmaṇān veda-sampannān vṛddhān rājñā abhisatkṛtān
In den ersten Vorhof eingetreten, erblickte er im zweiten Brahmanen, mit den Veden vertraut, alte, vom König geehrte.
Wort für Wort praviśya prathamām kakṣyām in den ersten Vorhof eingetreten dvitīyāyām dadarśa saḥ erblickte er im zweiten brāhmaṇān veda-sampannān Brahmanen, mit den Veden vertraut vṛddhān rājñā abhisatkṛtān alte, vom König geehrte praṇamya rāmaḥ tān vṛddhān tṛtīyāyām dadarśa saḥ / striyaḥ vṛddhāḥ ca bālāḥ ca dvāra-rakṣaṇa-tatparāḥ
Rāma, jene Alten grüßend, erblickte im dritten Vorhof alte Frauen und Mädchen, die eifrig die Tür bewachten.
Wort für Wort praṇamya rāmaḥ tān vṛddhān Rāma, jene Alten grüßend tṛtīyāyām dadarśa saḥ erblickte er im dritten striyaḥ vṛddhāḥ ca bālāḥ ca alte Frauen und Mädchen dvāra-rakṣaṇa-tatparāḥ eifrig die Tür bewachend vardhayitvā prahṛṣṭāḥ tāḥ praviśya ca gṛham striyaḥ / nyavedayanta tvaritā rāma-mātuḥ priyam tadā
Nachdem sie ihm hocherfreut Segenswünsche entboten hatten, eilten jene Frauen ins Haus und meldeten der Mutter Rāmas eilends die frohe Nachricht.
Wort für Wort vardhayitvā prahṛṣṭāḥ tāḥ nachdem sie hocherfreut Segenswünsche entboten hatten praviśya ca gṛham striyaḥ und die Frauen ins Haus eintretend nyavedayanta tvaritā meldeten sie eilends rāma-mātuḥ priyam tadā der Mutter Rāmas da die frohe Nachricht kausalyā api tadā devī rātrim sthitvā samāhitā / prabhāte tu akarot pūjām viṣṇoḥ putra-hita-eṣiṇī
Auch die Herrin Kausalyā, die die Nacht gesammelten Sinnes verbracht hatte, vollzog am Morgen, dem Wohl ihres Sohnes zugetan, die Verehrung Viṣṇus.
Wort für Wort kausalyā api tadā devī auch die Herrin Kausalyā da rātrim sthitvā samāhitā die die Nacht gesammelten Sinnes verbracht hatte prabhāte tu akarot pūjām vollzog am Morgen die Verehrung viṣṇoḥ putra-hita-eṣiṇī Viṣṇus, dem Wohl ihres Sohnes zugetan sā kṣauma-vasanā hṛṣṭā nityam vrata-parāyaṇā / agnim juhoti sma tadā mantra-vat kṛta-maṅgalā
Sie, in Leinengewand gekleidet, freudig, stets dem Gelübde ergeben, brachte da, nachdem sie die Segensriten vollzogen hatte, dem Feuer, den Sprüchen gemäß, das Opfer dar.
Wort für Wort sā kṣauma-vasanā hṛṣṭā sie, in Leinengewand gekleidet, freudig nityam vrata-parāyaṇā stets dem Gelübde ergeben agnim juhoti sma tadā brachte sie da dem Feuer das Opfer dar mantra-vat kṛta-maṅgalā den Sprüchen gemäß, nachdem sie die Segensriten vollzogen hatte praviśya ca tadā rāmaḥ mātuḥ antaḥpuram śubham / dadarśa mātaram tatra hāvayantīm huta-aśanam
Rāma, in das prächtige innere Gemach seiner Mutter eintretend, erblickte dort seine Mutter, wie sie das Opferfeuer anrief.
Wort für Wort praviśya ca tadā rāmaḥ Rāma, da eintretend mātuḥ antaḥpuram śubham in das prächtige innere Gemach der Mutter dadarśa mātaram tatra erblickte er dort die Mutter hāvayantīm huta-aśanam wie sie das Opferfeuer anrief deva-kārya-nimittam ca tatra apaśyat samudyatam / dadhi-akṣatam ghṛtam ca eva modakān haviṣaḥ tadā
Und er sah dort, für die Götterhandlung bereitgestellt, Dickmilch, ungeschälten Reis, geklärte Butter, und da Süßspeisen aus dem Opfergut,
Wort für Wort deva-kārya-nimittam ca und für die Götterhandlung tatra apaśyat samudyatam sah er dort bereitgestellt dadhi-akṣatam ghṛtam ca eva Dickmilch, ungeschälten Reis, und geklärte Butter modakān haviṣaḥ tadā und da Süßspeisen aus dem Opfergut lājān mālyāni śuklāni pāyasam kṛsaram tathā / samidhaḥ pūrṇa-kumbhān ca dadarśa raghu-nandanaḥ
gerösteten Reis, weiße Girlanden, Milchreis und ebenso Reisbrei mit Sesam, Brennhölzer und gefüllte Krüge sah der Freudensohn des Raghu-Geschlechts.
Wort für Wort lājān mālyāni śuklāni gerösteten Reis, weiße Girlanden pāyasam kṛsaram tathā Milchreis und ebenso Reisbrei mit Sesam samidhaḥ pūrṇa-kumbhān ca Brennhölzer und gefüllte Krüge dadarśa raghu-nandanaḥ sah der Freudensohn des Raghu-Geschlechts tām śukla-kṣauma-saṃvītām vrata-yogena karśitām / tarpayantīm dadarśa adbhiḥ devatām deva-varṇinīm
Er sah sie, in weißes Leinen gehüllt, vom Gelübde abgezehrt, wie sie mit Wasser die Gottheit erquickte, sie selbst von göttlicher Erscheinung.
Wort für Wort tām śukla-kṣauma-saṃvītām sie, in weißes Leinen gehüllt vrata-yogena karśitām vom Gelübde abgezehrt tarpayantīm dadarśa adbhiḥ sah er, wie sie mit Wasser erquickte devatām deva-varṇinīm die Gottheit, sie von göttlicher Erscheinung sā cirasya ātmajam dṛṣṭvā mātṛ-nandanam āgatam / abhicakrāma samhṛṣṭā kiśoram vaḍavā yathā
Sie, nach langer Zeit ihren Sohn, die Freude der Mutter, herangekommen sehend, eilte hocherfreut auf ihn zu, wie eine Stute auf ihr Fohlen.
Wort für Wort sā cirasya ātmajam dṛṣṭvā sie, nach langer Zeit den Sohn sehend mātṛ-nandanam āgatam die Freude der Mutter, herangekommen abhicakrāma samhṛṣṭā eilte sie hocherfreut heran kiśoram vaḍavā yathā wie eine Stute auf ihr Fohlen sa mātaram abhikrāntām upasaṃgṛhya rāghavaḥ / pariṣvaktaḥ ca bāhubhyām upāghrātaḥ ca mūrdhani
Rāghava, die herangetretene Mutter umfangend, wurde von ihr mit den Armen umarmt und auf den Scheitel geküsst.
Wort für Wort sa mātaram abhikrāntām er die herangetretene Mutter upasaṃgṛhya rāghavaḥ umfangend, Rāghava pariṣvaktaḥ ca bāhubhyām wurde umarmt mit den Armen upāghrātaḥ ca mūrdhani und geküsst auf den Scheitel tam uvāca durādharṣam rāghavam sutam ātmanaḥ / kausalyā putra-vātsalyāt idam priya-hitam vacaḥ
Zu ihm, dem unbezwingbaren Rāghava, ihrem eigenen Sohn, sprach Kausalyā aus mütterlicher Zärtlichkeit dieses liebevolle, wohlmeinende Wort:
Wort für Wort tam uvāca durādharṣam zu ihm, dem unbezwingbaren rāghavam sutam ātmanaḥ Rāghava, ihrem eigenen Sohn kausalyā putra-vātsalyāt Kausalyā, aus mütterlicher Zärtlichkeit idam priya-hitam vacaḥ dieses liebevolle, wohlmeinende Wort vṛddhānām dharma-śīlānām rāja-ṛṣīṇām mahā-ātmanām / prāpnuhi āyuḥ ca kīrtim ca dharmam ca upahitam kule
'Möge dir das Leben, der Ruhm und die im Geschlecht verwurzelte Pflicht der alten, tugendhaften, hochherzigen königlichen Seher zuteilwerden.'
Wort für Wort vṛddhānām dharma-śīlānām der alten, tugendhaften rāja-ṛṣīṇām mahā-ātmanām der königlichen Seher, der Hochherzigen prāpnuhi āyuḥ ca kīrtim ca möge dir Leben und Ruhm zuteilwerden dharmam ca upahitam kule und die im Geschlecht verwurzelte Pflicht satya-pratijñam pitaram rājānam paśya rāghava / adya eva hi tvām dharma-ātmā yauva-rājye abhiṣekṣyati
'Sieh, Rāghava, deinen Vater, den König, treu seinem Versprechen – noch heute wird der Rechtschaffene dich zum Thronfolger weihen.'
Wort für Wort satya-pratijñam pitaram rājānam deinen dem Versprechen treuen Vater, den König paśya rāghava sieh, Rāghava adya eva hi tvām dharma-ātmā noch heute wird dich der Rechtschaffene yauva-rājye abhiṣekṣyati zum Thronfolger weihen dattam āsanam ālabhya bhojanena nimantritaḥ / mātaram rāghavaḥ kiṃcit prasārya añjalim abravīt
Nachdem er den ihm gegebenen Sitz berührt hatte, zur Mahlzeit eingeladen, sprach Rāghava, die gefalteten Hände ein wenig ausstreckend, zu seiner Mutter:
Wort für Wort dattam āsanam ālabhya den gegebenen Sitz berührt habend bhojanena nimantritaḥ zur Mahlzeit eingeladen mātaram rāghavaḥ kiṃcit zur Mutter, Rāghava, ein wenig prasārya añjalim abravīt die gefalteten Hände ausstreckend, sprach er sa svabhāva-vinītaḥ ca gauravāt ca tadā ānataḥ / prasthitaḥ daṇḍaka-araṇyam āpraṣṭum upacakrame
Er, von Natur aus bescheiden und da aus Ehrfurcht sich verneigend, im Begriff, in den Daṇḍaka-Wald aufzubrechen, begann, sich zu verabschieden:
Wort für Wort sa svabhāva-vinītaḥ ca er, von Natur aus bescheiden gauravāt ca tadā ānataḥ und da aus Ehrfurcht sich verneigend prasthitaḥ daṇḍaka-araṇyam im Begriff, in den Daṇḍaka-Wald aufzubrechen āpraṣṭum upacakrame begann er, sich zu verabschieden devi nūnam na jānīṣe mahat bhayam upasthitam / idam tava ca duḥkhāya vaidehyāḥ lakṣmaṇasya ca
'O Herrin, gewiss weißt du nichts von der großen Gefahr, die bevorsteht – diese wird dir, der Vaidehī und Lakṣmaṇa zum Leid gereichen.'
Wort für Wort devi nūnam na jānīṣe o Herrin, gewiss weißt du nicht mahat bhayam upasthitam von der großen Gefahr, die bevorsteht idam tava ca duḥkhāya diese wird dir zum Leid vaidehyāḥ lakṣmaṇasya ca und der Vaidehī und Lakṣmaṇa gamiṣye daṇḍaka-araṇyam kim anena āsanena me / viṣṭara-āsana-yogyaḥ hi kālaḥ ayam mām upasthitaḥ
'Ich werde in den Daṇḍaka-Wald gehen – was soll mir dieser Sitz? Denn diese Zeit, die mir bevorsteht, ist für einen Sitz aus Gras geeignet.'
Wort für Wort gamiṣye daṇḍaka-araṇyam ich werde in den Daṇḍaka-Wald gehen kim anena āsanena me was soll mir dieser Sitz viṣṭara-āsana-yogyaḥ hi denn geeignet für einen Sitz aus Gras kālaḥ ayam mām upasthitaḥ ist diese Zeit, die mir bevorsteht catur-daśa hi varṣāṇi vatsyāmi vijane vane / madhu-mūla-phalaiḥ jīvan hitvā munivat āmiṣam
'Denn vierzehn Jahre werde ich im einsamen Wald wohnen, von Honig, Wurzeln und Früchten lebend, Fleischspeise wie ein Asket meidend.'
Wort für Wort catur-daśa hi varṣāṇi vierzehn Jahre fürwahr vatsyāmi vijane vane werde ich im einsamen Wald wohnen madhu-mūla-phalaiḥ jīvan von Honig, Wurzeln und Früchten lebend hitvā munivat āmiṣam Fleischspeise wie ein Asket meidend bharatāya mahā-rājaḥ yauva-rājyam prayacchati / mām punaḥ daṇḍaka-araṇyam vivāsayati tāpasam
'Dem Bharata gewährt der große König die Thronfolge; mich aber verbannt er, als Asketen, in den Daṇḍaka-Wald.'
Wort für Wort bharatāya mahā-rājaḥ dem Bharata der große König yauva-rājyam prayacchati gewährt die Thronfolge mām punaḥ daṇḍaka-araṇyam mich aber in den Daṇḍaka-Wald vivāsayati tāpasam verbannt er, als Asketen sā aṣṭau ca aṣṭau ca varṣāṇi vatsyāmi vijane vane / āsevamānaḥ vanyāni phala-mūlaiḥ ca vartayan
'Sechzehn Jahre werde ich im einsamen Wald wohnen, das Wildleben pflegend, mich von Früchten und Wurzeln erhaltend.'
Wort für Wort sā aṣṭau ca aṣṭau ca varṣāṇi acht und acht Jahre vatsyāmi vijane vane werde ich im einsamen Wald wohnen āsevamānaḥ vanyāni das Wildleben pflegend phala-mūlaiḥ ca vartayan mich von Früchten und Wurzeln erhaltend sā nikṛttā iva sālasya yaṣṭiḥ paraśunā vane / papāta sahasā devī devatā iva divaḥ cyutā
Da fiel die Herrin plötzlich nieder, wie ein mit der Axt gefällter Sāla-Zweig im Wald, wie eine Gottheit, die vom Himmel herabgestürzt ist.
Wort für Wort sā nikṛttā iva sālasya yaṣṭiḥ sie, wie ein gefällter Sāla-Zweig paraśunā vane mit der Axt, im Wald papāta sahasā devī fiel plötzlich die Herrin nieder devatā iva divaḥ cyutā wie eine vom Himmel herabgestürzte Gottheit tām a-duḥkha-ucitām dṛṣṭvā patitām kadalīm iva / rāmaḥ tu utthāpayām āsa mātaram gata-cetasam
Sie, dem Leid nicht Gewohnte, gefallen wie eine Bananenstaude, sah Rāma, und richtete seine bewusstlose Mutter wieder auf.
Wort für Wort tām a-duḥkha-ucitām dṛṣṭvā sie, dem Leid nicht gewohnt, sehend patitām kadalīm iva gefallen wie eine Bananenstaude rāmaḥ tu utthāpayām āsa Rāma aber richtete auf mātaram gata-cetasam seine bewusstlose Mutter upāvṛtya utthitām dīnām vaḍavām iva vāhitām / pāṃśu-guṇṭhita-sarva-aṅgīm vimamarśa ca pāṇinā
Er wandte sich zu ihr, die sich, elend, wie eine überanstrengte Stute erhoben hatte, deren ganzer Körper mit Staub bedeckt war, und berührte sie mit der Hand.
Wort für Wort upāvṛtya utthitām dīnām zu ihr sich wendend, die sich erhoben hatte, elend vaḍavām iva vāhitām wie eine überanstrengte, getriebene Stute pāṃśu-guṇṭhita-sarva-aṅgīm deren ganzer Körper mit Staub bedeckt war vimamarśa ca pāṇinā und berührte er mit der Hand sā rāghavam upāsīnam a-sukha-ārtā sukha-ucitā / uvāca puruṣa-vyāghram upaśṛṇvati lakṣmaṇe
Sie, an Glück gewohnt, doch nun von Unglück geplagt, sprach zu dem bei ihr sitzenden Rāghava, dem Tiger unter den Männern, während Lakṣmaṇa zuhörte:
Wort für Wort sā rāghavam upāsīnam sie zu dem bei ihr sitzenden Rāghava a-sukha-ārtā sukha-ucitā von Unglück geplagt, an Glück gewohnt uvāca puruṣa-vyāghram sprach sie zu dem Tiger unter den Männern upaśṛṇvati lakṣmaṇe während Lakṣmaṇa zuhörte yadi putra na jāyethāḥ mama śokāya rāghava / na sma duḥkham ataḥ bhūyaḥ paśyeyam aham a-prajā
'Wärest du, mein Sohn, mir nicht zu meinem Kummer geboren worden, Rāghava, so hätte ich, kinderlos, kein größeres Leid als dieses erfahren.'
Wort für Wort yadi putra na jāyethāḥ wärest du, mein Sohn, nicht geboren worden mama śokāya rāghava mir zu meinem Kummer, Rāghava na sma duḥkham ataḥ bhūyaḥ kein größeres Leid als dieses paśyeyam aham a-prajā hätte ich, kinderlos, erfahren eka eva hi vandhyāyāḥ śokaḥ bhavati mānavaḥ / a-prajā asmi iti saṃtāpaḥ na hi anyaḥ putra vidyate
'Denn der Kummer einer unfruchtbaren Frau ist nur ein einziger menschlicher: der Schmerz "ich bin kinderlos"; ein anderer, mein Sohn, gibt es nicht.'
Wort für Wort eka eva hi vandhyāyāḥ denn nur ein einziger, der unfruchtbaren Frau śokaḥ bhavati mānavaḥ ist der menschliche Kummer a-prajā asmi iti saṃtāpaḥ der Schmerz 'ich bin kinderlos' na hi anyaḥ putra vidyate ein anderer gibt es nicht, mein Sohn na dṛṣṭa-pūrvam kalyāṇam sukham vā pati-pauruṣe / api putre vipaśyeyam iti rāma āsthitam mayā
'Nie zuvor erblicktes Glück oder Freude an der Mannhaftigkeit meines Gatten – dass ich sie wenigstens im Sohn erblicken möge, Rāma, das war meine Hoffnung.'
Wort für Wort na dṛṣṭa-pūrvam kalyāṇam nie zuvor erblicktes Glück sukham vā pati-pauruṣe oder Freude an der Mannhaftigkeit des Gatten api putre vipaśyeyam möge ich wenigstens im Sohn erblicken iti rāma āsthitam mayā so war es, Rāma, von mir erhofft sā bahūni a-manojñāni vākyāni hṛdaya-cchidām / aham śroṣye sapatnīnām avarāṇām varā satī
'Ich, obwohl die Vortrefflichste, werde nun von den geringeren Nebenfrauen viele herzzerreißende, unliebe Worte hören müssen.'
Wort für Wort sā bahūni a-manojñāni vākyāni viele unliebe Worte hṛdaya-cchidām herzzerreißende aham śroṣye sapatnīnām werde ich von den Nebenfrauen hören avarāṇām varā satī den geringeren, obwohl ich die Vortrefflichste bin ataḥ duḥkhataram kim nu pramadānām bhaviṣyati / tvayi saṃnihite api evam aham āsam nirākṛtā
'Was könnte für eine Frau schmerzlicher sein als dies? Selbst als du noch nahe warst, war ich schon so zurückgesetzt.'
Wort für Wort ataḥ duḥkhataram kim nu was könnte schmerzlicher sein als dies pramadānām bhaviṣyati für eine Frau tvayi saṃnihite api selbst als du noch nahe warst evam aham āsam nirākṛtā war ich schon so zurückgesetzt tvayi sannihite api evam aham āsam nirākṛtā / kim punaḥ proṣite tāta dhruvam maraṇam eva me
'Selbst als du noch nahe warst, wurde ich so zurückgesetzt – wie viel mehr wird es sein, wenn du fern bist, mein Kind! Gewiss wird mir dann nur der Tod bleiben.'
Wort für Wort tvayi sannihite api selbst als du noch nahe warst evam aham āsam nirākṛtā war ich schon so zurückgesetzt kim punaḥ proṣite tāta wie viel mehr, wenn du fern bist, mein Kind dhruvam maraṇam eva me wird mir gewiss nur der Tod bleiben atyanta-nigṛhītā asmi bhartuḥ nityam a-tantritā / parivāreṇa kaikeyyāḥ samā vā api atha vā avarā
'Ich bin von meinem Gatten gänzlich zurückgesetzt, stets ohne Beachtung, gleich- oder gar geringgestellt gegenüber dem Gefolge Kaikeyīs.'
Wort für Wort atyanta-nigṛhītā asmi ich bin gänzlich zurückgesetzt bhartuḥ nityam a-tantritā vom Gatten, stets ohne Beachtung parivāreṇa kaikeyyāḥ gegenüber dem Gefolge Kaikeyīs samā vā api atha vā avarā gleich- oder gar geringgestellt yaḥ hi mām sevate kaścit atha vā api anuvartate / kaikeyyāḥ putram anvīkṣya sa janaḥ na abhibhāṣate
'Wer immer mir dient oder mir ergeben ist – sobald er auf den Sohn Kaikeyīs blickt, spricht dieser Mensch nicht mehr mit mir.'
Wort für Wort yaḥ hi mām sevate kaścit wer immer mir dient atha vā api anuvartate oder mir ergeben ist kaikeyyāḥ putram anvīkṣya auf den Sohn Kaikeyīs blickend sa janaḥ na abhibhāṣate spricht dieser Mensch nicht mehr nitya-krodhatayā tasyāḥ katham nu khara-vādi tat / kaikeyyāḥ vadanam draṣṭum putra śakṣyāmi durgatā
'Wie könnte ich, elend geworden, das Antlitz jener stets zürnenden, harsch redenden Kaikeyī noch ansehen, mein Sohn?'
Wort für Wort nitya-krodhatayā tasyāḥ durch ihre stete Zornmütigkeit katham nu khara-vādi tat wie könnte ich diese Harschredende kaikeyyāḥ vadanam draṣṭum das Antlitz Kaikeyīs zu sehen putra śakṣyāmi durgatā imstande sein, mein Sohn, elend geworden daśa sapta ca varṣāṇi tava jātasya rāghava / asitāni prakāṅkṣantyā mayā duḥkha-parikṣayam
'Siebzehn Jahre, seit deiner Geburt, o Rāghava, habe ich verbracht, das Ende meines Kummers erhoffend.'
Wort für Wort daśa sapta ca varṣāṇi siebzehn Jahre tava jātasya rāghava seit deiner Geburt, o Rāghava asitāni prakāṅkṣantyā mayā von mir verbracht, erhoffend duḥkha-parikṣayam das Ende des Kummers tat a-kṣayam mahat duḥkham na utsahe sahitum ciram / viprakāram sapatnīnām evam jīrṇā api rāghava
'Diesen unerschöpflichen, großen Kummer, die Kränkung durch die Nebenfrauen, vermag ich, obgleich schon gealtert, nicht länger zu ertragen, o Rāghava.'
Wort für Wort tat a-kṣayam mahat duḥkham diesen unerschöpflichen großen Kummer na utsahe sahitum ciram vermag ich nicht lange zu ertragen viprakāram sapatnīnām die Kränkung durch die Nebenfrauen evam jīrṇā api rāghava obgleich so gealtert, o Rāghava a-paśyantī tava mukham paripūrṇa-śaśi-prabham / kṛpaṇā vartayiṣyāmi katham kṛpaṇa-jīvikām
'Dein Antlitz nicht mehr sehend, das dem vollen Mond an Glanz gleicht, wie soll ich Elende ein elendes Leben fristen?'
Wort für Wort a-paśyantī tava mukham dein Antlitz nicht mehr sehend paripūrṇa-śaśi-prabham das dem vollen Mond an Glanz gleicht kṛpaṇā vartayiṣyāmi katham wie soll ich Elende fristen kṛpaṇa-jīvikām ein elendes Leben upavāsaiḥ ca yogaiḥ ca bahubhiḥ ca pariśramaiḥ / duḥkham saṃvardhitaḥ mogham tvam hi durgatayā mayā
'Unter Fasten, Andachtsübungen und vielen Mühen habe ich, die Elende, dich unter Schmerzen aufgezogen – und dies nun vergeblich.'
Wort für Wort upavāsaiḥ ca yogaiḥ ca unter Fasten und Andachtsübungen bahubhiḥ ca pariśramaiḥ und vielen Mühen duḥkham saṃvardhitaḥ mogham unter Schmerzen aufgezogen, vergeblich tvam hi durgatayā mayā wurdest du von mir, der Elenden sthiram tu hṛdayam manye mama idam yat na dīryate / prāvṛṣi iva mahā-nadyāḥ spṛṣṭam kūlam nava-ambhasā
'Doch fest, so glaube ich, ist dies mein Herz, dass es nicht zerbricht, wie das Ufer eines großen Flusses, das in der Regenzeit vom frischen Wasser berührt wird.'
Wort für Wort sthiram tu hṛdayam manye fest, so glaube ich, ist mein Herz mama idam yat na dīryate dieses, das nicht zerbricht prāvṛṣi iva mahā-nadyāḥ wie in der Regenzeit eines großen Flusses spṛṣṭam kūlam nava-ambhasā das Ufer, berührt vom frischen Wasser mama eva nūnam maraṇam na vidyate / na ca avakāśaḥ asti yama-kṣaye mama / yat antakaḥ adya eva na mām jihīrṣati / prasahya siṃhaḥ rudatīm mṛgīm iva
'Gewiss gibt es für mich keinen Tod, und kein Raum ist mir im Reich Yamas, da der Zerstörer mich nicht gewaltsam noch heute forttragen will, wie ein Löwe die klagende Hirschkuh.'
Wort für Wort mama eva nūnam maraṇam na vidyate für mich gibt es gewiss keinen Tod na ca avakāśaḥ asti yama-kṣaye mama und kein Raum ist mir im Reich Yamas yat antakaḥ adya eva na mām jihīrṣati dass der Zerstörer mich nicht noch heute forttragen will prasahya siṃhaḥ rudatīm mṛgīm iva gewaltsam, wie ein Löwe die klagende Hirschkuh sthiram hi nūnam hṛdayam mama āyasam / na bhidyate yat bhuvi na avadīryate / anena duḥkhena ca deham arpitam / dhruvam hi a-kāle maraṇam na vidyate
'Fest gewiss und wie aus Eisen ist mein Herz, das nicht bricht, das nicht zu Boden zerbirst; obwohl mein Leib von diesem Schmerz preisgegeben ist – denn gewiss gibt es keinen Tod vor der bestimmten Zeit.'
Wort für Wort sthiram hi nūnam hṛdayam mama āyasam fest gewiss und aus Eisen ist mein Herz na bhidyate yat bhuvi na avadīryate das nicht bricht, nicht zu Boden zerbirst anena duḥkhena ca deham arpitam obwohl mein Leib diesem Schmerz preisgegeben ist dhruvam hi a-kāle maraṇam na vidyate denn gewiss gibt es keinen Tod vor der Zeit idam tu duḥkham yat anarthakāni me / vratāni dānāni ca saṃyamāḥ ca hi / tapaḥ ca taptam yat apatya-kāraṇāt / su-niṣphalam bījam iva uptam ūṣare
'Doch dies ist mein Schmerz: dass meine Gelübde, Gaben und Entsagungen nutzlos waren, und die Buße, die ich um eines Kindes willen geübt habe, ganz fruchtlos, wie Saatgut, das auf salzigem Boden ausgesät wurde.'
Wort für Wort idam tu duḥkham yat anarthakāni me doch dies ist mein Schmerz, dass meine Werke nutzlos waren vratāni dānāni ca saṃyamāḥ ca hi Gelübde, Gaben und Entsagungen tapaḥ ca taptam yat apatya-kāraṇāt und die Buße, die ich um eines Kindes willen geübt habe su-niṣphalam bījam iva uptam ūṣare ganz fruchtlos, wie Saatgut, ausgesät auf salzigem Boden yadi hi a-kāle maraṇam svayā icchayā / labheta kaścit guru-duḥkha-karśitaḥ / gatā aham adya eva pareta-saṃsadam / vinā tvayā dhenuḥ iva ātmajena vai
'Wenn jemand, von schwerem Kummer abgezehrt, aus eigenem Willen einen Tod vor der Zeit erlangen könnte, so wäre ich noch heute in die Versammlung der Verstorbenen eingegangen, ohne dich, wie eine Kuh ohne ihr Kalb.'
Wort für Wort yadi hi a-kāle maraṇam wenn fürwahr ein Tod vor der Zeit svayā icchayā labheta kaścit aus eigenem Willen jemand erlangen könnte guru-duḥkha-karśitaḥ von schwerem Kummer abgezehrt gatā aham adya eva pareta-saṃsadam so wäre ich noch heute in die Versammlung der Verstorbenen eingegangen vinā tvayā dhenuḥ iva ātmajena vai ohne dich, wie eine Kuh ohne ihr Kalb atha api kim jīvitam adya me vṛthā / tvayā vinā candra-nibha-ānana-prabha / anuvrajiṣyāmi vanam tvayā eva gauḥ / su-durbalā vatsam iva anukāṅkṣayā
'Doch was nützt mir nun mein Leben, ohne dich, o du, dessen Antlitz dem Mond gleicht an Glanz? Ich werde dir in den Wald folgen, wie eine ganz erschöpfte Kuh voll Sehnsucht ihrem Kalb folgt.'
Wort für Wort atha api kim jīvitam adya me vṛthā doch was nützt mir nun mein Leben, vergeblich tvayā vinā candra-nibha-ānana-prabha ohne dich, o du mit dem mondgleichen Antlitz anuvrajiṣyāmi vanam tvayā eva gauḥ ich werde dir in den Wald folgen, wie eine Kuh su-durbalā vatsam iva anukāṅkṣayā ganz erschöpft, voll Sehnsucht wie nach ihrem Kalb bhṛśam a-sukham amarṣitā tadā / bahu vilalāpa samīkṣya rāghavam / vyasanam upaniśāmya sā mahat / sutam iva baddham avekṣya kiṃnarī
Heftig unglücklich, empört, klagte sie da vielfach, den Rāghava betrachtend, als sie jenes große Unglück erfuhr, wie eine Kiṃnarī, die ihren gefesselten Sohn erblickt.
Wort für Wort bhṛśam a-sukham amarṣitā tadā heftig unglücklich, empört, da bahu vilalāpa samīkṣya rāghavam klagte sie vielfach, den Rāghava betrachtend vyasanam upaniśāmya sā mahat als sie jenes große Unglück erfuhr sutam iva baddham avekṣya kiṃnarī wie eine Kiṃnarī, die ihren gefesselten Sohn erblickt
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