Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa

Sarga 11: Kaikeyī Vara Yācanam Daśaratha schwört bei Rāmas Leben, und Kaikeyī fordert Bharatas Krönung und Rāmas vierzehnjährige Verbannung

taṃ manmathaśarairviddhaṃ kāmavegavaśānugam / uvāca pṛthivīpālaṃ kaikeyī dāruṇaṃ vacaḥ

Zu ihm, dem von den Pfeilen des Liebesgottes Getroffenen, dem der Macht der Begierde Unterworfenen, sprach Kaikeyī, dem Erdenherrscher, dieses harte Wort:

Wort für Wort
tam manmatha-śaraiḥ viddham
zu ihm, von den Pfeilen des Liebesgottes getroffen
kāma-vega-vaśa-anugam
der Macht der Begierde unterworfen
uvāca pṛthivī-pālam
sprach zum Erdenherrscher
kaikeyī dāruṇam vacaḥ
Kaikeyī das harte Wort

nāsmi viprakṛtā deva kena cinnāvamānitā / abhiprāyastu me kaścittamicchāmi tvayā kṛtam

'Ich bin nicht geschädigt worden, o Herr, noch von jemandem beleidigt; doch ich habe eine Absicht, die ich von dir verwirklicht sehen möchte.'

Wort für Wort
na asmi viprakṛtā deva
ich bin nicht geschädigt worden, o Herr
kena cit na avamānitā
noch von jemandem beleidigt
abhiprāyaḥ tu me kaścit
doch ich habe eine gewisse Absicht
tam icchāmi tvayā kṛtam
die ich von dir verwirklicht sehen möchte

pratijñāṃ pratijānīṣva yadi tvaṃ kartu micchasi / atha tadvyāhariṣyāmi yadabhiprārthitaṃ mayā

'Gib mir dein Versprechen, sie zu erfüllen, wenn du willst; dann werde ich aussprechen, was ich mir wünsche.'

Wort für Wort
pratijñām pratijānīṣva
gib mir dein Versprechen
yadi tvam kartum icchasi
wenn du es erfüllen willst
atha tat vyāhariṣyāmi
dann werde ich aussprechen
yat abhiprārthitam mayā
was ich mir wünsche

tāmuvāca mahātejāḥ kaikeyīmīṣadutsmaitaḥ / kāmī hastena saṃgṛhya mūrdhajeṣu śucismitām

Zu ihr, Kaikeyī, sprach der Hochglänzende, leicht lächelnd, der Liebende, sie, deren Lächeln rein war, mit der Hand am Haupthaar ergreifend:

Wort für Wort
tām uvāca mahā-tejāḥ
zu ihr sprach der Hochglänzende
kaikeyīm īṣat utsmaitaḥ
zu Kaikeyī, leicht lächelnd
kāmī hastena saṃgṛhya
der Liebende, mit der Hand ergreifend
mūrdhajeṣu śuci-smitām
am Haupthaar, sie, deren Lächeln rein war

avalipte na jānāsi tvattaḥ priyataro mama / manujo manujavyāghrādrāmādanyo na vidyate

'Du Anmaßende, weißt du nicht, dass es für mich keinen Menschen gibt, der mir teurer ist als du – außer dem Tiger unter den Menschen, Rāma, gibt es keinen anderen.'

Wort für Wort
avalipte na jānāsi
du Anmaßende, weißt du nicht
tvattaḥ priyataraḥ mama
dir teurer für mich
manujaḥ manuja-vyāghrāt rāmāt
ein Mensch als der Menschentiger Rāma
anyaḥ na vidyate
gibt es keinen anderen

tenājayyena mukhyena rāghaveṇa mahātmanā / śape te jīvanārheṇa brūhi yanmanasecchasi

'Bei jenem unbesiegbaren, vorzüglichen, großherzigen Rāghava, dessen Leben es wert ist, schwöre ich dir – sage, was du im Herzen begehrst.'

Wort für Wort
tena ajayyena mukhyena
bei jenem unbesiegbaren, vorzüglichen
rāghaveṇa mahātmanā
bei dem großherzigen Rāghava
śape te jīvana-arheṇa
schwöre ich dir, dessen Leben es wert ist
brūhi yat manasā icchasi
sage, was du im Herzen begehrst

yaṃ muhūrtamapaśyaṃstu na jīveyamahaṃ dhruvam / tena rāmeṇa kaikeyi śape te vacanakriyām

'Bei jenem Rāma, ohne dessen Anblick ich auch nur einen Augenblick gewiss nicht leben könnte, schwöre ich dir, Kaikeyī, dein Wort zu erfüllen.'

Wort für Wort
yam muhūrtam apaśyan tu
den auch nur einen Augenblick nicht sehend
na jīveyam aham dhruvam
könnte ich gewiss nicht leben
tena rāmeṇa kaikeyi
bei jenem Rāma, Kaikeyī
śape te vacana-kriyām
schwöre ich, dein Wort zu erfüllen

ātmanā vātmajaiścānyairvṛṇe yaṃ manujarṣabham / tena rāmeṇa kaikeyi śape te vacanakriyām

'Bei jenem Stier unter den Menschen, den ich mir selbst, meinen Söhnen und allen anderen vorziehe, bei jenem Rāma, Kaikeyī, schwöre ich dir, dein Wort zu erfüllen.'

Wort für Wort
ātmanā vā ātmajaiḥ ca anyaiḥ
als mich selbst, meine Söhne und andere
vṛṇe yam manuja-ṛṣabham
den ich vorziehe, den Stier der Menschen
tena rāmeṇa kaikeyi
bei jenem Rāma, Kaikeyī
śape te vacana-kriyām
schwöre ich, dein Wort zu erfüllen

bhadre hṛdayamapyetadannumṛśyoddharasva me / etatsamīkṣya kaikeyi brūhi yatsādhu manyase

'Gute Frau, dies mein Herz selbst magst du prüfend erforschen; dies bedenkend, Kaikeyī, sage, was du für richtig hältst.'

Wort für Wort
bhadre hṛdayam api etat
gute Frau, auch dieses Herz
anumṛśya uddharasva me
erforsche und ziehe es aus mir hervor
etat samīkṣya kaikeyi
dies bedenkend, Kaikeyī
brūhi yat sādhu manyase
sage, was du für richtig hältst

balamātmani jānantī na māṃ śaṅkitumarhasi / kariṣyāmi tava prītiṃ sukṛtenāpi te śape

'Da du meine Macht kennst, brauchst du an mir nicht zu zweifeln; ich werde deine Freude bewirken, das schwöre ich dir bei meinen guten Taten.'

Wort für Wort
balam ātmani jānantī
meine Macht kennend
na mām śaṅkitum arhasi
brauchst du an mir nicht zu zweifeln
kariṣyāmi tava prītim
ich werde deine Freude bewirken
sukṛtena api te śape
bei meinen guten Taten schwöre ich dir

sā tadarthamanā devī tamabhiprāyamāgatam / nirmādhyasthyācca harṣācca babhāṣe durvacaṃ vacaḥ

Sie, die Herrin, ganz auf ihr Ziel bedacht, sah, dass er zu ihrer Absicht bereit war, und sprach, ohne jede Zurückhaltung und voll Freude, das schreckliche Wort:

Wort für Wort
sā tat-artha-manāḥ devī
sie, die Herrin, ganz auf ihr Ziel bedacht
tam abhiprāyam āgatam
dass er zu dieser Absicht bereit war
nirmādhyasthyāt ca harṣāt ca
ohne Zurückhaltung und aus Freude
babhāṣe durvacam vacaḥ
sprach sie das schreckliche Wort

tena vākyena saṃhṛṣṭā tamabhiprāyamāgatam / vyājahāra mahāghoramabhyāgatamivāntakam

Von jenem Wort erfreut, sah sie, dass er zu ihrer Absicht bereit war, und sprach das überaus schreckliche Wort aus, wie den herannahenden Tod selbst:

Wort für Wort
tena vākyena saṃhṛṣṭā
von jenem Wort erfreut
tam abhiprāyam āgatam
dass er zu dieser Absicht bereit war
vyājahāra mahā-ghoram
sprach sie das überaus schreckliche aus
abhyāgatam iva antakam
wie den herannahenden Tod

yathā krameṇa śapasi varaṃ mama dadāsi ca / tacchṛṇvantu trayastrīṃśaddevāḥ sāgnipurogamāḥ

'Dass du der Reihe nach schwörst und mir den Wunsch gewährst – das sollen die dreiunddreißig Götter hören, mit Agni an der Spitze,'

Wort für Wort
yathā krameṇa śapasi
dass du der Reihe nach schwörst
varam mama dadāsi ca
und mir den Wunsch gewährst
tat śṛṇvantu trayastriṃśat devāḥ
das sollen die dreiunddreißig Götter hören
sa-agni-purogamāḥ
mit Agni an der Spitze

candrādityau nabhaśaiva grahā rātryahanī diśaḥ / jagacca pṛthivī ceyaṃ sagandharvā sarākṣasā

'Mond und Sonne, der Himmel selbst, die Planeten, Nacht und Tag, die Himmelsrichtungen, die Welt und diese Erde, mit den Gandharven und Rākṣasas,'

Wort für Wort
candra-ādityau nabhaḥ ca eva
Mond und Sonne, und der Himmel
grahāḥ rātri-ahanī diśaḥ
die Planeten, Nacht und Tag, die Richtungen
jagat ca pṛthivī ca iyam
die Welt und diese Erde
sa-gandharvā sa-rākṣasā
mit den Gandharven und Rākṣasas

niśācarāṇi bhūtāni gṛheṣu gṛhadevatāḥ / yāni cānyāni bhūtāni jānīyurbhāṣitaṃ tava

'die nächtlich wandelnden Wesen, die Hausgottheiten in den Häusern, und welche anderen Wesen es auch geben mag – sie alle sollen dein Wort vernehmen.'

Wort für Wort
niśā-carāṇi bhūtāni
die nächtlich wandelnden Wesen
gṛheṣu gṛha-devatāḥ
die Hausgottheiten in den Häusern
yāni ca anyāni bhūtāni
und welche anderen Wesen
jānīyuḥ bhāṣitam tava
sollen dein Wort vernehmen

satyasandho mahātejā dharmajñaḥ susamāhitaḥ / varaṃ mama dadātyeṣa tanme śṛṇvantu devatāḥ

'Dass dieser, der Wahrheitstreue, der Hochglänzende, der Kundige der Pflicht, der ganz Gesammelte, mir den Wunsch gewährt – das sollen die Götter für mich hören.'

Wort für Wort
satya-sandhaḥ mahā-tejāḥ
der Wahrheitstreue, der Hochglänzende
dharma-jñaḥ su-samāhitaḥ
der Pflichtkundige, der ganz Gesammelte
varam mama dadāti eṣaḥ
dass dieser mir den Wunsch gewährt
tat me śṛṇvantu devatāḥ
das sollen die Götter für mich hören

iti devī maheṣvāsaṃ parigṛhyābhiśasya ca / tataḥ paramuvācedaṃ varadaṃ kāmamohitam

So, den großen Bogenschützen ergreifend und beschwörend, sprach die Herrin dann zu ihm, der, von Begierde betört, den Wunsch gewähren wollte, dieses:

Wort für Wort
iti devī mahā-iṣvāsam
so die Herrin den großen Bogenschützen
parigṛhya abhiśasya ca
ergreifend und beschwörend
tataḥ param uvāca idam
sprach sie dann weiter dieses
varadam kāma-mohitam
zu ihm, dem Wunschgewährenden, von Begierde betört

smara rājan purā vṛttaṃ tasmin daivāsure raṇe / tatra cācyāvayacchatrustava jīvatamantarā

'Erinnere dich, König, an das, was einst geschah in jener Schlacht der Götter gegen die Asuras; dort brachte dich der Feind aus der Fassung, während dein Leben in der Schwebe war.'

Wort für Wort
smara rājan purā vṛttam
erinnere dich, König, an das einst Geschehene
tasmin daiva-asure raṇe
in jener Götter-Dämonen-Schlacht
tatra ca acyāvayat śatruḥ
dort brachte der Feind aus der Fassung
tava jīvitam antarā
während dein Leben in der Schwebe war

tatra cāpi mayā deva yattvaṃ samabhirakṣitaḥ / jāgratyā yatamānāyāstato me prādadā varau

'Und dort, o Herr, da du von mir, der Wachenden, der sich Bemühenden, beschützt worden bist, hast du mir daraufhin zwei Wünsche gewährt.'

Wort für Wort
tatra ca api mayā deva
und dort, o Herr, von mir
yat tvam samabhirakṣitaḥ
dass du beschützt worden bist
jāgratyā yatamānāyāḥ
der Wachenden, der sich Bemühenden
tataḥ me prādadāḥ varau
hast du mir daraufhin zwei Wünsche gewährt

tau tu dattau varau deva nikṣepau mṛgayāmyaham / tathaiva pṛthivīpāla sakāśe satyasaṃgara

'Jene zwei gewährten Wünsche, o Herr, wie ein hinterlegtes Pfand, fordere ich nun zurück, ebenso, o Erdenherrscher, in deiner Gegenwart, du Wahrhaft-Zusagender.'

Wort für Wort
tau tu dattau varau deva
jene zwei gewährten Wünsche, o Herr
nikṣepau mṛgayāmi aham
wie ein Pfand fordere ich zurück
tathā eva pṛthivīpāla
ebenso, o Erdenherrscher
sakāśe satya-saṃgara
in deiner Gegenwart, du Wahrhaft-Zusagender

tatpratiśrutya dharmeṇa na ceddāsyasi me varam / adyaiva hi prahāsyāmi jīvitaṃ tvadvimānitā

'Wenn du, nachdem du es rechtmäßig zugesagt hast, mir den Wunsch nicht gewährst, dann werde ich noch heute mein Leben lassen, von dir gedemütigt.'

Wort für Wort
tat pratiśrutya dharmeṇa
dies rechtmäßig zugesagt habend
na cet dāsyasi me varam
wenn du mir den Wunsch nicht gewährst
adya eva hi prahāsyāmi
werde ich noch heute lassen
jīvitam tvat-vimānitā
mein Leben, von dir gedemütigt

vāṅmātreṇa tadā rājā kaikeyyā svavaśe kṛtaḥ / pracaskanda vināśāya pāśaṃ vṛka ivātmanaḥ

Durch bloße Worte war der König da von Kaikeyī in ihre Gewalt gebracht worden; er stürzte sich, sich selbst zum Verderben, in die Schlinge, wie ein Wolf.

Wort für Wort
vāk-mātreṇa tadā rājā
durch bloße Worte da der König
kaikeyyā sva-vaśe kṛtaḥ
von Kaikeyī in ihre Gewalt gebracht
pracaskanda vināśāya
stürzte sich zum Verderben
pāśam vṛkaḥ iva ātmanaḥ
in die Schlinge, wie ein Wolf, sich selbst zum

tataḥ paramuvācedaṃ varadaṃ kāmamohitam / varau yau me tvayā deva tadā dattau mahīpate

Dann sprach sie zu ihm, der, von Begierde betört, den Wunsch gewähren wollte, weiter dieses: 'Die beiden Wünsche, o Herr, die du mir damals gewährt hast, Erdenherrscher –'

Wort für Wort
tataḥ param uvāca idam
dann sprach sie weiter dieses
varadam kāma-mohitam
zu dem Wunschgewährenden, von Begierde betört
varau yau me tvayā deva
die zwei Wünsche, die du mir, o Herr
tadā dattau mahīpate
damals gewährt hast, Erdenherrscher

abhiṣekasamārambho rāghavasyopakalpitaḥ / anenaivābhiṣekeṇa bharato me.abhiṣicyatām

'– die Vorbereitungen zur Weihe Rāghavas sind getroffen; mit eben dieser Weihe soll mein Bharata geweiht werden.'

Wort für Wort
abhiṣeka-samārambhaḥ
die Vorbereitungen zur Weihe
rāghavasya upakalpitaḥ
Rāghavas sind getroffen
anena eva abhiṣekeṇa
mit eben dieser Weihe
bharataḥ me abhiṣicyatām
soll mein Bharata geweiht werden

yo dvitīyo varo deva dattaḥ prītena me tvayā / tadā daivāsure yuddhe tasya kālo.ayamāgataḥ

'Der zweite Wunsch, o Herr, den du mir zufrieden gewährt hast, damals im Götter-Dämonen-Kampf – für ihn ist nun die Zeit gekommen.'

Wort für Wort
yaḥ dvitīyaḥ varaḥ deva
der zweite Wunsch, o Herr
dattaḥ prītena me tvayā
von dir zufrieden mir gewährt
tadā daiva-asure yuddhe
damals im Götter-Dämonen-Kampf
tasya kālaḥ ayam āgataḥ
für ihn ist nun die Zeit gekommen

nava pañca ca varṣāṇi daṇḍakāraṇyamāśritaḥ / cīrājinajaṭādhārī rāmo bhavatu tāpasaḥ

'Für neun und fünf Jahre soll Rāma, in den Daṇḍaka-Wald ziehend, Rindenkleider, Fell und Flechtenhaar tragend, ein Asket sein.'

Wort für Wort
nava pañca ca varṣāṇi
neun und fünf Jahre
daṇḍaka-araṇyam āśritaḥ
in den Daṇḍaka-Wald ziehend
cīra-ajina-jaṭā-dhārī
Rindenkleider, Fell und Flechtenhaar tragend
rāmaḥ bhavatu tāpasaḥ
soll Rāma ein Asket sein

bharato bhajatāmadya yauvarājyamakaṇṭakam / eṣa me paramaḥ kāmo dattameva varaṃ vṛṇe

'Bharata soll heute das ungehinderte Kronprinzenamt erhalten. Dies ist mein höchster Wunsch – ich erbitte nur, was mir bereits gewährt wurde.'

Wort für Wort
bharataḥ bhajatām adya
Bharata soll heute erhalten
yauvarājyam akaṇṭakam
das ungehinderte Kronprinzenamt
eṣaḥ me paramaḥ kāmaḥ
dies ist mein höchster Wunsch
dattam eva varam vṛṇe
ich erbitte nur, was gewährt wurde

adya caiva hi paśyeyaṃ prayāntaṃ rāghavaṃ vanam / sa rājarājo bhava satyasaṃgaraḥ

'Und noch heute will ich sehen, wie Rāghava in den Wald zieht. Sei, o König der Könige, wahrhaft deinem Versprechen treu!'

Wort für Wort
adya ca eva hi paśyeyam
und noch heute will ich sehen
prayāntam rāghavam vanam
wie Rāghava in den Wald zieht
sa rāja-rājaḥ bhava
sei, o König der Könige
satya-saṃgaraḥ
wahrhaft deinem Versprechen treu

kulaṃ ca śīlaṃ ca hi rakṣa janma ca / paratra vāse hi vadanti anuttamaṃ tapodhanāḥ satyavacaḥ hitaṃ nṛṇām

'Bewahre dein Geschlecht, deine edle Art und deine Geburt! Denn die Asketen sagen, dass die Wahrhaftigkeit des Wortes das Höchste ist und den Menschen im Jenseits zum Heil gereicht.'

Wort für Wort
kulam ca śīlam ca hi rakṣa
bewahre Geschlecht und edle Art
janma ca
und deine Geburt
paratra vāse hi vadanti anuttamam
im Jenseits, sagen sie, ist es das Höchste
tapodhanāḥ satya-vacaḥ hitam nṛṇām
die Asketen: Wahrhaftigkeit des Wortes ist heilsam für die Menschen

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