Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa

Sarga 72: Kaikeyī Bharatāya Sarva Vṛttānta Kathanam Bharata erfährt von Kaikeyī vom Tod seines Vaters und von Rāmas Verbannung; entsetzt über ihre schamlose Tat weist er sie zurück, während sie ihn ungerührt zur Krönung drängt

apaśyaṃstu tataḥ tatra pitaraṃ pituḥ ālaye | jagāma bharataḥ draṣṭuṃ mātaraṃ mātur ālaye ||

Da er dort im Hause seines Vaters seinen Vater nicht sah, ging Bharata, um seine Mutter im Hause seiner Mutter aufzusuchen.

Wort für Wort
apaśyan tu tataḥ tatra
da er dort nicht sah
pitaram pituḥ ālaye
den Vater im Hause des Vaters
jagāma bharataḥ draṣṭum
ging Bharata, um zu sehen
mātaram mātuḥ ālaye
die Mutter im Hause der Mutter

anuprāptaṃ tu taṃ dṛṣṭvā kaikeyī proṣitaṃ sutam | utpapāta tadā hṛṣṭā tyaktvā sauvarṇamāsanam ||

Als sie ihren zurückgekehrten Sohn, der lange fort gewesen war, erblickte, sprang Kaikeyī freudig auf, ihren goldenen Sitz verlassend.

Wort für Wort
anuprāptam tu tam dṛṣṭvā
als sie ihn, den Zurückgekehrten, erblickte
kaikeyī proṣitam sutam
Kaikeyī, den lange fort gewesenen Sohn
utpapāta tadā hṛṣṭā
sprang sie da freudig auf
tyaktvā sauvarṇam āsanam
ihren goldenen Sitz verlassend

sa praviśyaiva dharmātmā svagṛhaṃ śrīvivarjitam | bharataḥ prekṣya jagrāha jananyāścaraṇau śubhau ||

Jener rechtschaffene Bharata, kaum in sein eigenes, seines Glanzes beraubtes Haus eingetreten, erblickte [die Mutter] und ergriff die schönen Füße der Mutter.

Wort für Wort
saḥ praviśya eva dharmātmā
er, kaum eingetreten, der Rechtschaffene
svagṛham śrīvivarjitam
in sein eigenes, des Glanzes beraubtes Haus
bharataḥ prekṣya jagrāha
Bharata, erblickend, ergriff
jananyāḥ caraṇau śubhau
die schönen Füße der Mutter

sā taṃ mūrdhni samupāghrāya pariṣvajya yaśasvinam | aṅke bharatamāropya praṣṭuṃ samupacakrame ||

Sie, ihn auf das Haupt küssend und den Ruhmreichen umarmend, nahm Bharata auf ihren Schoß und begann ihn zu befragen.

Wort für Wort
sā tam mūrdhni samupāghrāya
sie, ihn auf das Haupt küssend
pariṣvajya yaśasvinam
den Ruhmreichen umarmend
aṅke bharatam āropya
Bharata auf den Schoß nehmend
praṣṭum samupacakrame
begann sie zu befragen

adya te katicidrātryaścyutasyāryakaveśmanaḥ | api nādhvaśramaḥ śīghraṃ rathenāpatataḥ tava ||

'Wie viele Nächte sind es, seit du das Haus deines Großvaters verlassen hast? Verspürst du keine Reisemüdigkeit, nachdem du so schnell mit dem Wagen angekommen bist?

Wort für Wort
adya te katicit rātryaḥ
wie viele Nächte sind es
cyutasya āryakaveśmanaḥ
seit du das Haus des Großvaters verlassen hast
api na adhvaśramaḥ śīghram
verspürst du keine Reisemüdigkeit, [obwohl] schnell
rathena āpatataḥ tava
mit dem Wagen bei dir angekommen

āryakaste sukuśalo yudhājinmātulastava | pravāsācca sukhaṃ putra sarvaṃ me vaktumarhasi ||

Ist dein Großvater wohlauf, und dein Onkel Yudhājit? Und war der Aufenthalt fern von zuhause angenehm? Du solltest mir alles erzählen, mein Sohn.'

Wort für Wort
āryakaḥ te sukuśalaḥ
ist dein Großvater wohlauf
yudhājit mātulaḥ tava
dein Onkel Yudhājit
pravāsāt ca sukham putra
und war der Aufenthalt fern angenehm, mein Sohn
sarvam me vaktum arhasi
du solltest mir alles erzählen

evaṃ pṛṣṭastu kaikeyyā priyaṃ pārthivanandanaḥ | ācaṣṭa bharataḥ sarvaṃ mātre rājīvalocanaḥ ||

So von Kaikeyī gefragt, erzählte der lotusäugige Königssohn Bharata seiner Mutter alles Erfreuliche.

Wort für Wort
evam pṛṣṭaḥ tu kaikeyyā
so von Kaikeyī gefragt
priyam pārthivanandanaḥ
der erfreute Königssohn
ācaṣṭa bharataḥ sarvam
erzählte Bharata alles
mātre rājīvalocanaḥ
der Mutter, der Lotusäugige

adya me saptamī rātriścyutasyāryakaveśmanaḥ | ambāyāḥ kuśalī tātaḥ yudhājinmātulaśca me ||

'Heute ist die siebte Nacht, seit ich das Haus des Großvaters verlassen habe; der Großvater ist wohlauf, ebenso mein Onkel Yudhājit.

Wort für Wort
adya me saptamī rātriḥ
heute ist die siebte Nacht für mich
cyutasya āryakaveśmanaḥ
seit ich das Haus des Großvaters verlassen habe
ambāyāḥ kuśalī tātaḥ
der Großvater [ist] wohlauf
yudhājit mātulaḥ ca me
und mein Onkel Yudhājit

yanme dhanaṃ ca ratnaṃ ca dadau rājā paraṃtapaḥ | pariśrāntaṃ pathi abhavat tato 'ham pūrvamāgataḥ ||

Da der Reichtum und die Juwelen, die mir der feindebezwingende König gab, mich auf dem Weg beschwerten, kam ich deshalb voraus.

Wort für Wort
yat me dhanam ca ratnam ca
da der Reichtum und die Juwelen für mich
dadau rājā paraṃtapaḥ
gab der feindebezwingende König
pariśrāntam pathi abhavat
beschwerlich wurde auf dem Weg
tataḥ aham pūrvam āgataḥ
deshalb kam ich voraus

rājavālyaharairdūtaistvaryamāṇo 'hamāgataḥ | yadahaṃ praṣṭumicchāmi tadambā vaktumarhasi ||

Von Boten gedrängt, bin ich gekommen; was ich zu fragen wünsche, das solltest du mir, Mutter, sagen.

Wort für Wort
rājavālyaharaiḥ dūtaiḥ
von [königlichen] Boten
tvaryamāṇaḥ aham āgataḥ
gedrängt bin ich gekommen
yat aham praṣṭum icchāmi
was ich zu fragen wünsche
tat ambā vaktum arhasi
das solltest du, Mutter, sagen

śūnyo 'yaṃ śayanīyaste paryaṅko hemabhūṣitaḥ | na ca ayamikṣvākujanaḥ prahṛṣṭaḥ pratibhāti me ||

Dieses dein goldgeschmücktes Lager, das Ruhebett, ist leer; und dieses Volk der Ikṣvākus erscheint mir nicht [wie sonst] fröhlich.

Wort für Wort
śūnyaḥ ayam śayanīyaḥ te
leer ist dieses dein Ruhebett
paryaṅkaḥ hemabhūṣitaḥ
das Lager, goldgeschmückt
na ca ayam ikṣvākujanaḥ
und nicht dieses Volk der Ikṣvākus
prahṛṣṭaḥ pratibhāti me
erscheint mir fröhlich

rājā bhavati bhūyiṣṭhamiha ambāyā niveśane | tamahaṃ nādya paśyāmi draṣṭumicchanniha āgataḥ ||

Der König pflegt meist hier, im Hause der Mutter, zu weilen; ihn sehe ich heute nicht, obwohl ich hierhergekommen bin, um ihn zu sehen.

Wort für Wort
rājā bhavati bhūyiṣṭham
der König pflegt meist zu sein
iha ambāyā niveśane
hier, im Hause der Mutter
tam aham na adya paśyāmi
ihn sehe ich heute nicht
draṣṭum icchan iha āgataḥ
hierher gekommen, ihn sehen wollend

pitur grahīṣye caraṇau tanmamākhyāhi pṛcchataḥ | āhosvidamba jyeṣṭhāyāḥ kausalyāyā niveśane ||

Ich möchte des Vaters Füße ergreifen - sag mir das, worum ich frage - oder ist er, Mutter, vielleicht im Hause der ältesten [Königin], Kausalyā?'

Wort für Wort
pituḥ grahīṣye caraṇau
des Vaters Füße möchte ich ergreifen
tat mama ākhyāhi pṛcchataḥ
sag mir das, [worum ich] frage
āhosvit amba jyeṣṭhāyāḥ
oder, Mutter, [ist er] bei der ältesten
kausalyāyā niveśane
im Hause Kausalyās

taṃ pratyuvāca kaikeyī priyavadghoramapriyam | ajānantaṃ prajānantī rājyalobhena mohitā ||

Kaikeyī, von Gier nach dem Reich verblendet, wissend, [während er] es nicht wusste, antwortete ihm mit einem Furchtbaren, Unerfreulichen, [doch] wie freundlich Gesprochenen:

Wort für Wort
tam pratyuvāca kaikeyī
ihm antwortete Kaikeyī
priyavat ghoram apriyam
wie freundlich [gesprochen], [doch] furchtbar, unerfreulich
ajānantam prajānantī
ihn, den Unwissenden, [selbst] wissend
rājyalobhena mohitā
von Gier nach dem Reich verblendet

yā gatiḥ sarvabhūtānāṃ tāṃ gatiṃ te pitā gataḥ | rājā mahātmā tejasvī yāyajūko satāṃ gatiḥ ||

'Jenen Weg, den Weg aller Wesen, ist dein Vater gegangen - der großherzige, glanzvolle König, dem Opfer zugetan, die Zuflucht der Guten.'

Wort für Wort
yā gatiḥ sarvabhūtānām
jener Weg aller Wesen
tām gatim te pitā gataḥ
jenen Weg ist dein Vater gegangen
rājā mahātmā tejasvī
der großherzige, glanzvolle König
yāyajūkaḥ satām gatiḥ
dem Opfer zugetan, die Zuflucht der Guten

tacchrutvā bharataḥ vākyaṃ dharmābhijanavān śuciḥ | papāta sahasā bhūmau pitṛśokabalārditaḥ ||

Als er dieses Wort hörte, fiel Bharata, von rechtschaffener Herkunft, rein, plötzlich zu Boden, von der Gewalt des Kummers um den Vater überwältigt.

Wort für Wort
tat śrutvā bharataḥ vākyam
dies Wort hörend, Bharata
dharmābhijanavān śuciḥ
von rechtschaffener Herkunft, rein
papāta sahasā bhūmau
fiel plötzlich zu Boden
pitṛśokabalārditaḥ
von der Gewalt des Kummers um den Vater überwältigt

hā hato 'smīti kṛpaṇāṃ dīnāṃ vācamudīrayan | nipapāta mahābāhurbāhū vikṣipya vīryavān ||

'Ach, ich bin vernichtet!' - dieses jämmerliche, elende Wort ausstoßend, sank der mächtig-armige, tatkräftige [Bharata] nieder, die Arme ausbreitend.

Wort für Wort
hā hataḥ asmi iti
'ach, ich bin vernichtet', [so]
kṛpaṇām dīnām vācam udīrayan
dieses jämmerliche, elende Wort ausstoßend
nipapāta mahābāhuḥ
sank der mächtig-armige nieder
bāhū vikṣipya vīryavān
die Arme ausbreitend, der Tatkräftige

tataḥ śokena saṃvītaḥ pitur maraṇaduḥkhitaḥ | vilalāpa mahātejā bhrāntākulitacetanaḥ ||

Dann, von Kummer umhüllt, vom Tod des Vaters betrübt, klagte der Glanzvolle, seinen Sinn verwirrt und aufgewühlt.

Wort für Wort
tataḥ śokena saṃvītaḥ
dann, von Kummer umhüllt
pitur maraṇaduḥkhitaḥ
vom Tod des Vaters betrübt
vilalāpa mahātejāḥ
klagte der Glanzvolle
bhrāntākulitacetanaḥ
seinen Sinn verwirrt und aufgewühlt

etatsuruciraṃ bhāti pitur me śayanaṃ purā | śaśineva amalaṃ rātrau gaganaṃ toyadātyaye ||

'Dieses Lager meines Vaters erstrahlte einst überaus schön, gleich dem nächtlichen Himmel, klar mit dem Mond, wenn die Regenwolken vergangen sind.

Wort für Wort
etat suruciram bhāti
dies erstrahlte überaus schön
pitur me śayanam purā
das Lager meines Vaters einst
śaśinā iva amalam rātrau
gleich dem Mond, klar, in der Nacht
gaganam toyadātyaye
der Himmel, wenn die Regenwolken vergangen sind

tadidaṃ na vibhātyadya vihīnaṃ tena dhīmatā | vyoma iva śaśinā hīnamambhorāśka iva sāgaraḥ ||

Dies aber erstrahlt heute nicht, beraubt jenes Weisen, gleich dem Himmel ohne den Mond, gleich dem Meer ohne Wasser.

Wort für Wort
tat idam na vibhāti adya
dies aber erstrahlt heute nicht
vihīnam tena dhīmatā
beraubt jenes Weisen
vyoma iva śaśinā hīnam
gleich dem Himmel, ohne den Mond
ambhorāśiḥ iva sāgaraḥ
gleich dem Ozean ohne Wasser

bāṣpamutsṛjya kaṇṭhena svātmanā paripīḍitaḥ | ācchādya vadanaṃ śrīmadvastreṇa jayatāṃ varaḥ ||

Tränen aus der Kehle vergießend, innerlich gequält, verhüllte der Beste der Siegreichen sein herrliches Antlitz mit seinem Gewand.

Wort für Wort
bāṣpam utsṛjya kaṇṭhena
Tränen aus der Kehle vergießend
svātmanā paripīḍitaḥ
innerlich gequält
ācchādya vadanam
das Antlitz verhüllend
śrīmadvastreṇa jayatām varaḥ
mit [seinem] herrlichen Gewand, der Beste der Siegreichen

tamārtaṃ devasaṃkāśaṃ samīkṣya patitaṃ bhuvi | nikṛttamiva sālasya skandhaṃ paraśunā vane ||

Als sie ihn, den Leidenden, von göttlichem Aussehen, zu Boden gefallen sah, gleich dem im Wald von einer Axt gefällten Stamm eines Sāla-Baumes,

Wort für Wort
tam ārtam devasaṃkāśam
ihn, den Leidenden, von göttlichem Aussehen
samīkṣya patitam bhuvi
erblickend, zu Boden gefallen
nikṛttam iva sālasya
gleich dem gefällten [Stamm] eines Sāla-Baumes
skandham paraśunā vane
dem Stamm, von einer Axt, im Wald

mattamātaṅgasaṃkāśaṃ candrārkasadṛśaṃ bhuvaḥ | utthāpayitvā śokārtaṃ vacanaṃ cedamabravīt ||

gleich einem brünstigen Elefanten, gleich Mond und Sonne der Erde - hob sie den Kummergequälten auf und sprach zu ihm dieses Wort:

Wort für Wort
mattamātaṅgasaṃkāśam
gleich einem brünstigen Elefanten
candrārkasadṛśam bhuvaḥ
gleich Mond und Sonne der Erde
utthāpayitvā śokārtam
den Kummergequälten aufhebend
vacanam ca idam abravīt
und sprach dieses Wort

uttiṣṭhottiṣṭha kiṃ śeṣe rājaputra mahāyaśaḥ | tvadvidhā na hi śocanti santaḥ sadasi sammatāḥ ||

'Erhebe dich, erhebe dich! Warum liegst du noch da, o hochberühmter Königssohn? Männer deiner Art, in der Versammlung geachtete Gute, trauern doch nicht so.

Wort für Wort
uttiṣṭha uttiṣṭha kim śeṣe
erhebe dich, erhebe dich, warum liegst du noch
rājaputra mahāyaśaḥ
o hochberühmter Königssohn
tvadvidhāḥ na hi śocanti
Männer deiner Art trauern doch nicht
santaḥ sadasi sammatāḥ
die Guten, in der Versammlung geachtet

dānayajñādhikārā hi śīlaśrutivacoṃanugā | buddhiste buddhisampanna prabhevārkasya mandire ||

Denn befugt zu Gabe und Opfer, dem [rechten] Wandel und der Überlieferung folgend, ist dein Verstand, o Verständiger, gleich dem Glanz [der Sonne] in ihrem eigenen Hause.'

Wort für Wort
dānayajñādhikārāḥ hi
denn befugt zu Gabe und Opfer
śīlaśrutivacoanugāḥ
dem [rechten] Wandel und der Überlieferung folgend
buddhiḥ te buddhisampanna
ist dein Verstand, o Verständiger
prabhā iva arkasya mandire
gleich dem Glanz [der Sonne] in ihrem [eigenen] Hause

sa rudatyā ciraṃ kālaṃ bhūmau viparivṛtya ca | jananīṃ pratyuvācedaṃ śokairbahubhirāvṛtaḥ ||

Er, lange Zeit sich am Boden wälzend, während sie weinte, antwortete der Mutter, von vielem Kummer umschlossen, dieses:

Wort für Wort
saḥ rudatyā ciram kālam
er, lange Zeit, während sie weinte
bhūmau viparivṛtya ca
und sich am Boden wälzend
jananīm pratyuvāca idam
antwortete der Mutter dieses
śokaiḥ bahubhiḥ āvṛtaḥ
von vielem Kummer umschlossen

abhiṣekṣyati rāmaṃ tu rājā yajñaṃ nu yakṣyati | ityahaṃ kṛtasaṃkalpo hṛṣṭo yātrāmayāsiṣam ||

'Der König werde wohl Rāma weihen, oder ein Opfer darbringen - in dieser Erwartung, freudig, trat ich meine Reise an.

Wort für Wort
abhiṣekṣyati rāmam tu
er werde Rāma weihen, aber
rājā yajñam nu yakṣyati
der König werde wohl ein Opfer darbringen
iti aham kṛtasaṃkalpaḥ
in dieser Erwartung ich
hṛṣṭaḥ yātrām ayāsiṣam
freudig trat ich die Reise an

tadidaṃ hyanyathābhūtaṃ vyavadīrṇaṃ mano mama | pitaraṃ yo na paśyāmi nityaṃ priyahite ratam ||

Doch dies ist nun anders gekommen; mein Herz ist zerrissen, da ich den Vater nicht mehr sehe, der stets meinem Wohl und Glück zugetan war.

Wort für Wort
tat idam hi anyathā bhūtam
dies aber ist anders gekommen
vyavadīrṇam manaḥ mama
zerrissen ist mein Herz
pitaram yaḥ na paśyāmi
da ich den Vater nicht sehe
nityam priyahite ratam
stets meinem Wohl und Glück zugetan

amba kenātyagāt rājā vyādhinā mayyanāgate | dhanyā rāmādayaḥ sarve yaiḥ pitā saṃskṛtaḥ svayam ||

Mutter, durch welche Krankheit ist der König dahingegangen, während ich abwesend war? Glücklich sind Rāma und die anderen alle, durch die der Vater selbst die letzten Riten empfing.

Wort für Wort
amba kena atyagāt rājā
Mutter, durch welche [Krankheit] ist der König dahingegangen
vyādhinā mayi anāgate
durch [welche] Krankheit, während ich nicht [da] war
dhanyāḥ rāma ādayaḥ sarve
glücklich Rāma und die anderen alle
yaiḥ pitā saṃskṛtaḥ svayam
durch die der Vater selbst [die letzten Riten] empfing

na nūnaṃ māṃ mahārājaḥ prāptaṃ jānāti kīrtimān | upajighredhi māṃ mūrdhni tātaḥ saṃnamya satvaram ||

Gewiss weiß der große, ruhmreiche König nicht, dass ich angekommen bin; sonst würde mein Vater sich rasch herabneigen und mein Haupt küssen.

Wort für Wort
na nūnam mām mahārājaḥ
gewiss nicht mich der große König
prāptam jānāti kīrtimān
weiß, dass [ich] angekommen bin, der Ruhmreiche
upajighret hi mām mūrdhni
er würde [ja sonst] mein Haupt küssen
tātaḥ saṃnamya satvaram
der Vater, sich rasch herabneigend

kva sa pāṇiḥ sukhasparśaḥ tātasyākliṣṭakarmaṇaḥ | yena māṃ rajasā dhvastamabhīkṣṇaṃ parimārjati ||

Wo ist jene Hand meines Vaters von unermüdlichem Wirken, angenehm zu berühren, mit der er mich, vom Staub bedeckt, immer wieder reinigte?

Wort für Wort
kva saḥ pāṇiḥ sukhasparśaḥ
wo ist jene Hand, angenehm zu berühren
tātasya akliṣṭakarmaṇaḥ
meines Vaters von unermüdlichem Wirken
yena mām rajasā dhvastam
mit der er mich, vom Staub bedeckt
abhīkṣṇam parimārjati
immer wieder reinigte

yo me bhrātā pitā bandhuryasya dāso 'smi dhīmataḥ | tasya māṃ śīghramākhyāhi rāmasyākliṣṭakarmaṇaḥ ||

Von ihm, der mir Bruder, Vater und Verwandter ist, dessen Diener ich bin, dem Weisen - von Rāma, dem unermüdlich Handelnden, sage mir schnell [wo er ist].

Wort für Wort
yaḥ me bhrātā pitā bandhuḥ
er, der mir Bruder, Vater, Verwandter [ist]
yasya dāsaḥ asmi dhīmataḥ
dessen Diener ich bin, des Weisen
tasya mām śīghram ākhyāhi
von ihm sage mir schnell
rāmasya akliṣṭakarmaṇaḥ
von Rāma, dem unermüdlich Handelnden

pitā hi bhavati jyeṣṭho dharmamāryasya jānataḥ | tasya pādau grahīṣyāmi sa hi idānīṃ gatirmama ||

Denn der ältere Bruder wird zum Vater für den, der die Rechtschaffenheit des Edlen kennt; seine Füße will ich ergreifen, denn er ist nun meine Zuflucht.

Wort für Wort
pitā hi bhavati jyeṣṭhaḥ
denn zum Vater wird der Ältere
dharmam āryasya jānataḥ
für den, der die Rechtschaffenheit des Edlen kennt
tasya pādau grahīṣyāmi
seine Füße werde ich ergreifen
saḥ hi idānīm gatiḥ mama
denn er ist jetzt meine Zuflucht

dharmavid dharmanityaśca satyasaṃdho dṛḍhavrataḥ | ārye kimabravīdrājā pitā me satyavikramaḥ ||

Was sprach der König, mein Vater, von wahrhafter Tapferkeit, zu dem Edlen, der die Rechtschaffenheit kennt, ihr stets ergeben, seinem Wort treu, fest in seinen Gelübden?

Wort für Wort
dharmavid dharmanityaḥ ca
der die Rechtschaffenheit kennt, ihr stets ergeben
satyasaṃdhaḥ dṛḍhavrataḥ
seinem Wort treu, fest in seinen Gelübden
ārye kim abravīt rājā
was sprach der König zu dem Edlen
pitā me satyavikramaḥ
mein Vater von wahrhafter Tapferkeit

paścimaṃ sādhu saṃdeśamicchāmi śrotumātmanaḥ | iti pṛṣṭā yathātattvaṃ kaikeyī vākyamabravīt ||

Ich möchte die letzte gute Botschaft an mich [selbst] hören.' So gefragt, sprach Kaikeyī [nun] Worte gemäß der Wahrheit:

Wort für Wort
paścimam sādhu saṃdeśam
die letzte gute Botschaft
icchāmi śrotum ātmanaḥ
möchte ich hören, an mich selbst [gerichtet]
iti pṛṣṭā yathātattvam
so gefragt, der Wahrheit gemäß
kaikeyī vākyam abravīt
sprach Kaikeyī [nun] Worte

rāma iti rājā vilapan hā sīte lakṣmaṇa iti ca | sa mahātmā paraṃ lokaṃ gataḥ gatimatāṃ varaḥ ||

'Rāma!' rief der König klagend, und 'Ach, Sītā! Lakṣmaṇa!' - so ist jener Großherzige, der Beste der Vollendeten, in die andere Welt gegangen.

Wort für Wort
rāma iti rājā vilapan
'Rāma!' rief der König klagend
hā sīte lakṣmaṇa iti ca
'ach, Sītā! Lakṣmaṇa!' [rief er] auch
saḥ mahātmā param lokam gataḥ
jener Großherzige ist in die andere Welt gegangen
gatimatām varaḥ
der Beste der Vollendeten

imāṃ tu paścimāṃ vācaṃ vyājahāra pitā tava | kāladharmaparikṣiptaḥ pāśairiva mahāgajaḥ ||

Dies aber war das letzte Wort, das dein Vater sprach, umstrickt vom Gesetz der Zeit, gleich einem großen Elefanten von Fesseln.

Wort für Wort
imām tu paścimām vācam
dies aber, das letzte Wort
vyājahāra pitā tava
sprach dein Vater
kāladharmaparikṣiptaḥ
umstrickt vom Gesetz der Zeit
pāśaiḥ iva mahāgajaḥ
gleich einem großen Elefanten von Fesseln

siddhārthāstu narā rāmamāgataṃ sītayā saha | lakṣmaṇaṃ ca mahābāhuṃ drakṣyanti punarāgatam ||

Glücklich sind jene Männer, die Rāma zurückgekehrt zusammen mit Sītā, und den mächtig-armigen Lakṣmaṇa, wiedergekommen, sehen werden.'

Wort für Wort
siddhārthāḥ tu narāḥ
glücklich [im Erfüllten] aber jene Männer
rāmam āgatam sītayā saha
Rāma, zurückgekehrt, zusammen mit Sītā
lakṣmaṇam ca mahābāhum
und den mächtig-armigen Lakṣmaṇa
drakṣyanti punarāgatam
werden sie wiedergekommen sehen

tacchrutvā viṣasādaiva dvitīyā priyaśaṃsanāt | viṣaṇṇavadano bhūtvā bhūyaḥ papraccha mātaram ||

Als er dies hörte, verzweifelte er noch mehr durch diese zweite, [scheinbar] frohe Ankündigung; sein Antlitz betrübt, fragte er die Mutter abermals:

Wort für Wort
tat śrutvā viṣasāda eva
dies hörend, verzweifelte er
dvitīyā priyaśaṃsanāt
durch diese zweite, [scheinbar] frohe Ankündigung
viṣaṇṇavadanaḥ bhūtvā
sein Antlitz betrübt gewordend
bhūyaḥ papraccha mātaram
fragte er abermals die Mutter

kva ca idānīṃ sa dharmātmā kausalyānandavardhanaḥ | lakṣmaṇena saha bhrātrā sītayā ca samaṃ gataḥ ||

'Und wo ist nun jener rechtschaffene, Kausalyās Freude mehrende, der zusammen mit seinem Bruder Lakṣmaṇa und mit Sītā gegangen ist?'

Wort für Wort
kva ca idānīm saḥ dharmātmā
und wo ist nun jener Rechtschaffene
kausalyānandavardhanaḥ
Kausalyās Freude mehrende
lakṣmaṇena saha bhrātrā
zusammen mit seinem Bruder Lakṣmaṇa
sītayā ca samam gataḥ
und mit Sītā zusammen gegangen

tathā pṛṣṭā yathātattvamākhyātumupacakrame | mātāsya yugapadvākyaṃ vipriyaṃ priyaśaṅkayā ||

So gefragt, begann seine Mutter, ihm der Wahrheit gemäß zu berichten, das unerfreuliche Wort, in der Annahme, es sei erfreulich, zugleich [mit dem Vorherigen aussprechend].

Wort für Wort
tathā pṛṣṭā yathātattvam
so gefragt, der Wahrheit gemäß
ākhyātum upacakrame
begann sie zu berichten
mātā asya yugapat vākyam
seine Mutter, zugleich das Wort
vipriyam priyaśaṅkayā
das unerfreuliche, in der Annahme, es sei erfreulich

sa hi rājasutaḥ putra cīravāsā mahāvanam | daṇḍakān saha vaidehyā lakṣmaṇānucaro gataḥ ||

'Jener Königssohn, mein Sohn, in Rindenkleidung gehüllt, ist in den großen Wald, nach Daṇḍaka, zusammen mit der Videha-Prinzessin gegangen, von Lakṣmaṇa begleitet.'

Wort für Wort
saḥ hi rājasutaḥ putra
jener Königssohn, mein Sohn
cīravāsāḥ mahāvanam
in Rindenkleidung, in den großen Wald
daṇḍakān saha vaidehyā
nach Daṇḍaka, zusammen mit der Videha-Prinzessin
lakṣmaṇānucaraḥ gataḥ
von Lakṣmaṇa begleitet, gegangen

tacchrutvā bharataḥ trastaḥ bhrātuścāritraśaṅkayā | svasya vaṃśasya māhātmyāt praṣṭuṃ samupacakrame ||

Als er dies hörte, erschrocken, aus Zweifel am Verhalten des Bruders und aus [Sorge um] die Größe seines eigenen Geschlechts, begann Bharata zu fragen:

Wort für Wort
tat śrutvā bharataḥ trastaḥ
dies hörend, Bharata, erschrocken
bhrātuḥ cāritraśaṅkayā
aus Zweifel am Verhalten des Bruders
svasya vaṃśasya māhātmyāt
aus [Sorge um] die Größe seines eigenen Geschlechts
praṣṭum samupacakrame
begann er zu fragen

kaccinna brāhmaṇavadhaṃ hṛtaṃ rāmeṇa kasyacit | kaccinnāḍhyo daridro vā tenāpāpo vihiṃsitaḥ ||

'Hat Rāma etwa keinen Brahmanen getötet, noch jemandem etwas geraubt? Hat er nicht etwa einen unschuldigen Reichen oder Armen verletzt?

Wort für Wort
kaccit na brāhmaṇavadham
hat er etwa nicht die Tötung eines Brahmanen
hṛtam rāmeṇa kasyacit
begangen, oder jemandem etwas geraubt, von Rāma
kaccit na āḍhyaḥ daridraḥ vā
hat er nicht etwa einen Reichen oder Armen
tena apāpaḥ vihiṃsitaḥ
einen unschuldigen, von ihm verletzt

kaccinna paradārān vā rājaputro 'bhimanyate | kasmātsa daṇḍakāraṇye bhrūṇahā iva vivāsitaḥ ||

Begehrt der Königssohn etwa nicht die Gattin eines anderen? Warum ist er dann in den Daṇḍaka-Wald verbannt worden, als wäre er ein Kindsmörder?'

Wort für Wort
kaccit na paradārān vā
begehrt er nicht etwa die Gattin eines anderen
rājaputraḥ abhimanyate
der Königssohn
kasmāt saḥ daṇḍakāraṇye
warum ist er in den Daṇḍaka-Wald
bhrūṇahā iva vivāsitaḥ
wie ein Kindsmörder verbannt worden

atha asya capalā mātā tatsvakarma yathātatham | tenaiva strīsvabhāvena vyāhartumupacakrame ||

Da begann seine unstete Mutter, in eben jener Frauenart, ihre eigene Tat, wie sie sich zugetragen hatte, zu berichten.

Wort für Wort
atha asya capalā mātā
da seine unstete Mutter
tatsvakarma yathātatham
ihre eigene Tat, wie sie [wirklich war]
tena eva strīsvabhāvena
in eben jener Frauenart
vyāhartum upacakrame
begann sie zu berichten

evamuktā tu kaikeyī bharatena mahātmanā | uvāca vacanaṃ hṛṣṭā mūḍhā paṇḍitamāninī ||

So von dem großherzigen Bharata angesprochen, sprach Kaikeyī, freudig, töricht und sich doch für klug haltend, dieses Wort:

Wort für Wort
evam uktā tu kaikeyī
so angesprochen, Kaikeyī
bharatena mahātmanā
von dem großherzigen Bharata
uvāca vacanam hṛṣṭā
sprach freudig dieses Wort
mūḍhā paṇḍitamāninī
töricht, sich für klug haltend

na brāhmaṇadhanaṃ kiṃcidhṛtaṃ rāmeṇa kasyacit | na kaścidāḍhyo daridro vā tenāpāpo vihiṃsitaḥ | na rāmaḥ paradārāṃśca cakṣurbhyāmapi paśyati ||

'Nicht das Geringste an brahmanischem Besitz wurde von Rāma jemandem geraubt; keinen Reichen oder Armen hat er, den Unschuldigen, verletzt; und nicht einmal mit den Augen blickt Rāma auf die Gattin eines anderen.

Wort für Wort
na brāhmaṇadhanam kiṃcit
nicht das Geringste an brahmanischem Besitz
hṛtam rāmeṇa kasyacit
wurde von Rāma jemandem geraubt
na kaścit āḍhyaḥ daridraḥ vā
keinen Reichen oder Armen
tena apāpaḥ vihiṃsitaḥ
hat er, der Unschuldige, verletzt
na rāmaḥ paradārān ca
und nicht die Gattin eines anderen
cakṣurbhyām api paśyati
betrachtet Rāma nicht einmal mit den Augen

mayā tu putra śrutvaiva rāmasyaiva abhiṣecanam | yācitaḥ te pitā rājyaṃ rāmasya ca vivāsanam ||

Ich aber, mein Sohn, habe, sobald ich von Rāmas [bevorstehender] Weihe hörte, von deinem Vater das Reich [für dich] und die Verbannung Rāmas erbeten.

Wort für Wort
mayā tu putra śrutvā eva
ich aber, mein Sohn, sobald ich gehört hatte
rāmasya eva abhiṣecanam
von Rāmas [bevorstehender] Weihe
yācitaḥ te pitā rājyam
erbeten habe ich von deinem Vater das Reich
rāmasya ca vivāsanam
und die Verbannung Rāmas

sa svavṛttiṃ samāsthāya pitā te tattathākarot | rāmaśca saha saumitriḥ preṣitaḥ saha sītayā ||

Er, deinem Vater, an seinem eigenen [gegebenen] Wort festhaltend, tat dies genau so; und Rāma wurde zusammen mit dem Sohn der Sumitrā und mit Sītā fortgeschickt.

Wort für Wort
saḥ svavṛttim samāsthāya
er, an seinem eigenen [Wort] festhaltend
pitā te tat tathā akarot
dein Vater tat dies genau so
rāmaḥ ca saha saumitriḥ
und Rāma, zusammen mit dem Sohn der Sumitrā
preṣitaḥ saha sītayā
wurde fortgeschickt, mit Sītā

tamapaśyan priyaṃ putraṃ mahīpālo mahāyaśāḥ | putraśokaparidyūnaḥ pañcatvamupapedivān ||

Diesen geliebten Sohn nicht mehr sehend, gelangte der überaus ruhmreiche Herrscher der Erde, vom Kummer um den Sohn verzehrt, zu seinem Ende.

Wort für Wort
tam apaśyan priyam putram
diesen geliebten Sohn nicht sehend
mahīpālaḥ mahāyaśāḥ
der überaus ruhmreiche Herrscher der Erde
putraśokaparidyūnaḥ
vom Kummer um den Sohn verzehrt
pañcatvam upapedivān
gelangte er zu seinem Ende

tvayā tu idānīṃ dharmajña rājatvamavalambyatām | tvatkṛte hi mayā sarvamidamevaṃvidhaṃ kṛtam ||

Von dir aber, o Kenner der Rechtschaffenheit, möge nun die Königsherrschaft angenommen werden; denn deinetwegen habe ich all dies auf diese Weise getan.'

Wort für Wort
tvayā tu idānīm dharmajña
von dir aber, o Kenner der Rechtschaffenheit
rājatvam avalambyatām
möge die Königsherrschaft angenommen werden
tvatkṛte hi mayā
denn deinetwegen habe ich
sarvam idam evaṃvidham kṛtam
all dies auf diese Weise getan

mā śokaṃ mā ca saṃtāpaṃ dhairyamāśraya putraka | tvadadhīnā hi nagarī rājyaṃ caitadanāmayam ||

'Trauere nicht, sei nicht bekümmert, nimm Zuflucht zur Standhaftigkeit, mein Kind; denn von dir hängt diese Stadt und dieses unversehrte Reich ab.

Wort für Wort
mā śokam mā ca saṃtāpam
trauere nicht, sei nicht bekümmert
dhairyam āśraya putraka
nimm Zuflucht zur Standhaftigkeit, mein Kind
tvadadhīnā hi nagarī
denn von dir hängt die Stadt ab
rājyam ca etat anāmayam
und dieses unversehrte Reich

tat putra śīghraṃ vidhinā vidhijñaiḥ | vasiṣṭhamukhyaiḥ sahitaḥ dvijendraiḥ | saṃkālya rājānamadīnasattvam | ātmānamurvyāmabhiṣecayasva ||

So lass dich, mein Sohn, schnell nach Vorschrift, zusammen mit den ritualkundigen Fürsten der Zweifachgeborenen unter Vasiṣṭha, [nachdem du sie herbeigerufen hast], unverzagten Sinnes selbst zum König über die Erde weihen.'

Wort für Wort
tat putra śīghram vidhinā
so, mein Sohn, schnell nach Vorschrift
vidhijñaiḥ vasiṣṭhamukhyaiḥ
mit den ritualkundigen [Fürsten] unter Vasiṣṭha
sahitaḥ dvijendraiḥ saṃkālya
zusammen mit den Fürsten der Zweifachgeborenen, [sie] herbeirufend
rājānam adīnasattvam ātmānam urvyām abhiṣecayasva
lass dich als König, unverzagten Sinnes, selbst über die Erde weihen

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