Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa
Sarga 33: Rāma Nagara Nirgamanam Pitṛ Darśanam
Rāma und Sītā verlassen zu Fuß die trauernde Stadt; die Bürger beklagen den Verlust und wünschen ihm zu folgen; Rāma bleibt unbewegt und schreitet zum Palast des Vaters, wo er den bekümmerten Sumantra bittet, ihn beim König anzumelden
dattvā tu saha vaidehyā brāhmaṇebhyo dhanaṃ bahu | jagmatuḥ pitaraṃ draṣṭuṃ sītayā saha rāghavau ||
Nachdem sie zusammen mit der Vaidehī den Brahmanen reichlich Gaben gegeben hatten, gingen die beiden Rāghavas mit Sītā, um den Vater zu sehen.
Wort für Wort dattvā tu saha vaidehyā nachdem sie zusammen mit der Vaidehī gegeben hatten brāhmaṇebhyaḥ dhanam bahu den Brahmanen reichlichen Reichtum jagmatuḥ pitaram draṣṭum die beiden gingen, um den Vater zu sehen sītayā saha rāghavau die beiden Rāghavas mit Sītā tato gṛhīte duṣprekṣye śobhetāṃ tadā āyudhe | mālādāmabhirāsakte sītayā samalaṅkṛte ||
Als sie darauf die schwer anzusehenden Waffen ergriffen hatten, erstrahlten sie, mit Blumengirlanden umwunden, von Sītā geschmückt.
Wort für Wort tataḥ gṛhīte duṣprekṣye āyudhe darauf, die schwer anzuschauenden Waffen ergriffen śobhetām tadā erstrahlten sie da mālā-dāmabhiḥ āsakte mit Blumengirlanden umwunden sītayā samalaṅkṛte von Sītā geschmückt tataḥ prāsādaharmyāṇi vimānaśikharāṇi ca | adhiruhya janaḥ śrīmānudāsīno vyalokayat ||
Da bestiegen die prächtigen Leute die Terrassen der Paläste und die Zinnen der Luftgebäude und blickten teilnahmslos herab.
Wort für Wort tataḥ prāsāda-harmyāṇi darauf die Terrassen der Paläste vimāna-śikharāṇi ca und die Giebel der Luftgebäude adhiruhya janaḥ śrīmān bestiegen die prächtigen Leute udāsīnaḥ vyalokayat schauten teilnahmslos herab na hi rathyāḥ sma śakyante gantuṃ bahujanākulāḥ | āruhya tasmātprāsādāndīnāḥ paśyanti rāghavam ||
Denn die Straßen, von der Menge der Leute verstopft, konnten nicht mehr begangen werden; deshalb stiegen die Trauernden auf die Paläste und sahen Rāghava.
Wort für Wort na hi rathyāḥ sma śakyante gantum denn die Straßen konnten nicht begangen werden bahujana-ākulāḥ von der Menge der Leute verstopft āruhya tasmāt prāsādān deshalb auf die Paläste gestiegen dīnāḥ paśyanti rāghavam sahen die Betrübten Rāghava padātiṃ varjitacchatraṃ rāmaṃ dṛṣṭvā tadā janāḥ | ūcurbahuvidhā vācaḥ śokopahatacetasaḥ ||
Als sie da Rāma zu Fuß, ohne Sonnenschirm, sahen, sprachen die Leute, deren Herz vom Kummer erschüttert war, vielerlei Worte.
Wort für Wort padātim varjita-chatram rāmam dṛṣṭvā Rāma zu Fuß, ohne Schirm, gesehen habend tadā janāḥ da die Leute ūcuḥ bahuvidhāḥ vācaḥ sprachen vielerlei Worte śoka-upahata-cetasaḥ deren Sinn vom Kummer erschüttert war yaṃ yāntamanuyāti sma caturaṅgabalaṃ mahat | tamekaṃ sītayā sārdhamanuyāti sma lakṣmaṇaḥ ||
Ihm, dem, wenn er ging, sonst ein großes vierteiliges Heer folgte, ihm folgt jetzt allein, zusammen mit Sītā, nur Lakṣmaṇa.
Wort für Wort yam yāntam anuyāti sma dem, wenn er ging, sonst folgte caturaṅga-balam mahat das große vierteilige Heer tam ekam sītayā sārdham ihm allein, zusammen mit Sītā anuyāti sma lakṣmaṇaḥ folgt jetzt Lakṣmaṇa aiśvaryasya rasajñaḥ san kāmināṃ caiva kāmadaḥ | necchatyevānṛtaṃ kartuṃ pitaraṃ dharmagauravāt ||
Obwohl er den Geschmack der Herrschermacht kennt und selbst den Begehrenden ihre Wünsche erfüllt, will er doch nicht, aus Ehrfurcht vor der Pflicht, den Vater zum Lügner machen.
Wort für Wort aiśvaryasya rasajñaḥ san obwohl er den Geschmack der Herrschaft kennend kāminām ca eva kāmadaḥ und selbst den Begehrenden Wunscherfüller na icchati eva anṛtam kartum will er wahrlich nicht zur Unwahrheit machen pitaram dharma-gauravāt den Vater, aus Ehrfurcht vor der Pflicht yā na śakyā purā draṣṭuṃ bhūtairākāśagairapi | tāmadya sītāṃ paśyanti rājamārgagatā janāḥ ||
Sie, die früher nicht einmal von den durch die Luft fahrenden Wesen erblickt werden konnte, jene Sītā sehen jetzt die Leute, die auf der Königsstraße gehen.
Wort für Wort yā na śakyā purā draṣṭum die früher nicht gesehen werden konnte bhūtaiḥ ākāśagaiḥ api selbst nicht von den durch die Luft gehenden Wesen tām adya sītām paśyanti sie, Sītā, sehen jetzt rājamārga-gatā janāḥ die auf der Königsstraße befindlichen Leute aṅgarāgocitāṃ sītāṃ raktacandanasevinīm | varṣamuṣṇaṃ ca śītaṃ ca neṣyatyāśu vivarṇatām ||
Sītā, die an Salböl gewöhnt ist und rote Sandelpaste zu nutzen pflegt – Regen, Hitze und Kälte werden sie bald ihrer Farbe berauben.
Wort für Wort aṅga-rāga-ucitām sītām Sītā, die an Körperschminke gewöhnt ist rakta-candana-sevinīm die rotes Sandelholz zu nutzen pflegt varṣam uṣṇam ca śītam ca Regen, Hitze und Kälte neṣyati āśu vivarṇatām werden sie bald zur Verfärbung bringen adya nūnaṃ daśarathaḥ sattvamāviśya bhāṣate | na hi rājā priyaṃ putraṃ vivāsayitumarhati ||
Gewiss spricht Daśaratha jetzt, von einem fremden Wesen ergriffen; denn ein König sollte seinen geliebten Sohn nicht verbannen.
Wort für Wort adya nūnam daśarathaḥ heute gewiss Daśaratha sattvam āviśya bhāṣate spricht, nachdem ein Wesen in ihn gefahren ist na hi rājā priyam putram denn nicht sollte ein König den lieben Sohn vivāsayitum arhati zu verbannen berechtigt sein nirguṇasyāpi putrasya kathaṃ syādvipravāsanam | kiṃ punaryasya loko.ayaṃ jitaḥ vṛttena kevalam ||
Wie sollte selbst einem Sohn ohne gute Eigenschaften Verbannung widerfahren – wie viel weniger dem, der diese ganze Welt allein durch sein Verhalten gewonnen hat?
Wort für Wort nirguṇasya api putrasya selbst eines Sohnes ohne gute Eigenschaften katham syāt vipravāsanam wie sollte Verbannung sein kim punaḥ yasya lokaḥ ayam wie viel mehr dessen, der diese Welt jitaḥ vṛttena kevalam allein durch sein Verhalten gewonnen hat ānṛśaṃsyamanukrośaḥ śrutaṃ śīlaṃ damaḥ śamaḥ | rāghavaṃ śobhayantyete ṣaḍguṇāḥ puruṣottamam ||
Güte, Mitgefühl, Gelehrsamkeit, guter Charakter, Selbstbeherrschung und innere Ruhe – diese sechs Tugenden schmücken Rāghava, den besten der Männer.
Wort für Wort ānṛśaṃsyam anukrośaḥ Güte, Mitgefühl śrutam śīlam damaḥ śamaḥ Gelehrsamkeit, guter Charakter, Selbstbeherrschung, innere Ruhe rāghavam śobhayanti ete ṣaḍguṇāḥ diese sechs Tugenden schmücken Rāghava puruṣottamam den besten der Männer tasmāttasyopaghātena prajāḥ paramapīḍitāḥ | audakānīva sattvāni grīṣme salilasaṃkṣayāt ||
Deshalb sind durch seinen drohenden Verlust die Untertanen aufs höchste bedrängt, wie die Wasserwesen im Sommer durch das Versiegen des Wassers.
Wort für Wort tasmāt tasya upaghātena deshalb durch seine Schädigung prajāḥ paramapīḍitāḥ sind die Untertanen aufs höchste bedrängt audakāni iva sattvāni wie die Wasserlebewesen grīṣme salila-saṃkṣayāt im Sommer durch das Schwinden des Wassers pīḍayā pīḍitaṃ sarvaṃ jagadasya jagatpateḥ | mūlasyevopaghātena vṛkṣaḥ puṣpaphalopagaḥ ||
Von seinem Leid ist die ganze Welt dieses Herrn der Welt betroffen, wie ein Baum mit Blüten und Früchten durch die Schädigung seiner Wurzel.
Wort für Wort pīḍayā pīḍitam sarvam jagat von dessen Leid ist die ganze Welt bedrängt asya jagatpateḥ dieses Herrn der Welt mūlasya iva upaghātena wie durch die Schädigung der Wurzel vṛkṣaḥ puṣpa-phala-upagaḥ ein Baum mit Blüten und Früchten leidet mūlaṃ hyeṣa manuṣyāṇāṃ dharmasāro mahādyutiḥ | puṣpaṃ phalaṃ ca patraṃ ca śākhāścāsyetare janāḥ ||
Denn dieser, der Kern der Rechtschaffenheit, von großem Glanz, ist die Wurzel der Menschen; die übrigen Leute sind seine Blüten, Früchte, Blätter und Zweige.
Wort für Wort mūlam hi eṣaḥ manuṣyāṇām denn dieser ist die Wurzel der Menschen dharma-sāraḥ mahādyutiḥ der Kern der Rechtschaffenheit, von großem Glanz puṣpam phalam ca patram ca Blüte, Frucht und Blatt śākhāḥ ca asya itare janāḥ und Zweige sind ihm die übrigen Leute te lakṣmaṇaiva kṣipraṃ sapatnyaḥ saha bāndhavāḥ | gacchantamanugacchāmo yena gacchati rāghavaḥ ||
So lasst uns eilends, zusammen mit unseren Frauen und Verwandten, wie Lakṣmaṇa, dem Gehenden folgen, dorthin, wohin Rāghava geht.
Wort für Wort te lakṣmaṇā iva kṣipram wir, wie Lakṣmaṇa, eilends sapatnyaḥ saha bāndhavāḥ mit unseren Frauen zusammen mit den Verwandten gacchantam anugacchāmaḥ wollen dem Gehenden folgen yena gacchati rāghavaḥ wohin Rāghava geht udyānāni parityajya kṣetrāṇi ca gṛhāṇi ca | ekaduḥkhasukhā rāmamanugacchāma dhārmikam ||
Gärten, Felder und Häuser verlassend, wollen wir, mit ihm Leid und Freude teilend, dem rechtschaffenen Rāma folgen.
Wort für Wort udyānāni parityajya die Gärten verlassend kṣetrāṇi ca gṛhāṇi ca und die Felder und Häuser eka-duḥkha-sukhāḥ mit gleichem Leid und Glück rāmam anugacchāma dhārmikam wollen wir dem rechtschaffenen Rāma folgen samuddhṛtanidhānāni paridhvastājirāṇi ca | upāttadhanadhānyāni hṛtasārāṇi sarvaśaḥ ||
Mit herausgeholten Schätzen, mit verwüsteten Vorhöfen, mit weggenommenem Hab und Gut, in jeder Hinsicht ihres Wertes beraubt –
Wort für Wort samuddhṛta-nidhānāni mit herausgeholten Schätzen paridhvasta-ajirāṇi ca und mit verwüsteten Vorhöfen upātta-dhana-dhānyāni mit weggenommenem Reichtum und Getreide hṛta-sārāṇi sarvaśaḥ in jeder Hinsicht ihres Wertes beraubt rajasābhyavakīrṇāni parityaktāni daivataiḥ | mūṣakaiḥ paridhāvadbhirudbilairāvṛtāni ca ||
mit Staub überzogen, von den Hausgottheiten verlassen, von umherlaufenden Mäusen aus aufgebrochenen Löchern bedeckt –
Wort für Wort rajasā abhyavakīrṇāni mit Staub überschüttet parityaktāni daivataiḥ von den Gottheiten verlassen mūṣakaiḥ paridhāvadbhiḥ von umherlaufenden Mäusen udbilaiḥ āvṛtāni ca und mit aufgebrochenen Löchern bedeckt apetodakadhūmāni hīnasammārjanāni ca | pranaṣṭabalikarmejyamantrahomajapāni ca ||
ohne Wasser und Herdrauch, ohne rechte Kehrung, mit erloschenen Opfergaben, Verehrungen, Sprüchen, Feueropfern und Gebeten –
Wort für Wort apeta-udaka-dhūmāni ohne Wasser und Herdrauch hīna-sammārjanāni ca und ohne rechte Kehrung pranaṣṭa-bali-karma mit erloschenen Opfergaben und Ritualhandlungen ijya-mantra-homa-japāni ca Verehrung, Sprüche, Feueropfer und stille Gebete duṣkāleneva bhagnāni bhinnabhājanavanti ca | asmattyaktāni veśmāni kaikeyī pratipadyatām ||
wie von einer bösen Zeit zerbrochen, mit zerbrochenem Hausrat – diese von uns verlassenen Häuser möge Kaikeyī in Besitz nehmen!
Wort für Wort duṣkālena iva bhagnāni wie von böser Zeit zerbrochen bhinna-bhājanavanti ca und mit zerbrochenem Geschirr asmat-tyaktāni veśmāni die von uns verlassenen Häuser kaikeyī pratipadyatām möge Kaikeyī übernehmen vanaṃ nagaramevāstu yena gacchati rāghavaḥ | asmābhiśca parityaktaṃ puraṃ sampadyatāṃ vanam ||
Wald werde zur Stadt, wohin Rāghava auch geht; und die von uns verlassene Stadt werde zum Wald.
Wort für Wort vanam nagaram eva astu der Wald werde zur Stadt yena gacchati rāghavaḥ wohin Rāghava geht asmābhiḥ ca parityaktam puram und die von uns verlassene Stadt sampadyatām vanam werde zu Wald bilāni daṃṣṭriṇaḥ sarve sānūni mṛgapakṣiṇaḥ | asmattyaktaṃ prapadyantāṃ sevyamānaṃ tyajantu ca ||
Die Reißzahntiere mögen alle die verlassenen Höhlen, die Hirsche und Vögel die Bergrücken beziehen, welche von uns verlassen werden, und das, was bisher bewohnt wurde, mögen sie verlassen.
Wort für Wort bilāni daṃṣṭriṇaḥ sarve die Höhlen alle die Reißzahntiere sānūni mṛga-pakṣiṇaḥ die Bergrücken die Hirsche und Vögel asmat-tyaktam prapadyantām mögen sie das von uns Verlassene beziehen sevyamānam tyajantu ca und das bisher Bewohnte mögen sie verlassen tṛṇamāṃsaphalādānāṃ deśaṃ vyālamṛgadvijam ||
das Land derer, die von Gras, Fleisch und Früchten leben – das Land der wilden Tiere, Hirsche und Vögel.
Wort für Wort tṛṇa-māṃsa-phala-adānām derjenigen, die Gras, Fleisch und Früchte zu sich nehmen deśam vyāla-mṛga-dvijam das Land der wilden Tiere, Hirsche und Vögel prapadyatāṃ hi kaikeyī saputrā sahabāndhavaiḥ | rāghaveṇa vane sarve saha vatsyāma nirvṛtāḥ ||
Kaikeyī möge die Stadt mit ihrem Sohn und ihren Verwandten in Besitz nehmen; wir alle wollen zufrieden zusammen mit Rāghava im Wald leben.
Wort für Wort prapadyatām hi kaikeyī Kaikeyī möge doch in Besitz nehmen saputrā saha-bāndhavaiḥ mit ihrem Sohn, zusammen mit den Verwandten rāghaveṇa vane sarve mit Rāghava im Wald, wir alle saha vatsyāma nirvṛtāḥ wollen zufrieden zusammen wohnen ityevaṃ vividhā vāco nānājanasamīritāḥ | śuśrāva rāmaḥ śrutvā ca na vicakre.asya mānasam ||
Solcherart vielerlei Reden, von verschiedenen Leuten geäußert, hörte Rāma; doch als er sie gehört hatte, wandelte sich sein Gemüt nicht.
Wort für Wort iti evam vividhāḥ vācaḥ solcherart vielerlei Reden nānā-jana-samīritāḥ von verschiedenen Leuten geäußert śuśrāva rāmaḥ hörte Rāma śrutvā ca na vicakre asya mānasam und obwohl er sie gehört hatte, wandelte sich sein Gemüt nicht sa tu veśma piturdūrātkailāsaśikharaprabham | abhicakrāma dharmātmā mattamātaṅgavikramaḥ ||
Er aber, der Rechtschaffene, mit dem Gang eines brünstigen Elefanten, schritt schon von fern auf das Haus des Vaters zu, das wie ein Gipfel des Kailāsa glänzte.
Wort für Wort sa tu veśma pituḥ dūrāt er aber zum Haus des Vaters von fern kailāsa-śikhara-prabham das wie ein Gipfel des Kailāsa glänzte abhicakrāma dharmātmā schritt er, der Rechtschaffene, entgegen matta-mātaṅga-vikramaḥ mit dem Gang eines brünstigen Elefanten vinītavīrapuruṣaṃ praviśya tu nṛpālayam | dadarśāvasthitaṃ dīnaṃ sumantramavidūrataḥ ||
Als er den Königspalast, in dem gesittete, tapfere Männer waren, betreten hatte, sah er den bekümmerten Sumantra unweit stehen.
Wort für Wort vinīta-vīra-puruṣam in dem gesittete, tapfere Männer waren praviśya tu nṛpālayam nachdem er aber den Königspalast betreten hatte dadarśa avasthitam dīnam sah er, wie er dastand, den bekümmerten sumantram avidūrataḥ Sumantra, unweit pratīkṣamāṇo.abhijanaṃ tadārtaṃ | anārtarūpaḥ prahasanniva atha | jagāma rāmaḥ pitaraṃ didṛkṣuḥ | piturnideśaṃ vidhivaccikīrṣuḥ ||
Auf die betrübte Gefolgschaft wartend, ging Rāma, selbst ohne den Anschein von Kummer, fast wie lächelnd, zum Vater, in dem Wunsch ihn zu sehen und dessen Anweisung ordnungsgemäß zu erfüllen.
Wort für Wort pratīkṣamāṇaḥ abhijanam tadā ārtam auf die damals betrübte Gefolgschaft wartend anārtarūpaḥ prahasan iva atha ohne den Anschein von Kummer, fast wie lächelnd jagāma rāmaḥ pitaram didṛkṣuḥ ging Rāma, den Vater zu sehen wünschend pituḥ nideśam vidhivat cikīrṣuḥ seines Vaters Anweisung ordnungsgemäß zu erfüllen wünschend tat pūrvamaikṣvākasutaḥ mahātmā | rāmo gamiṣyan vanamārtarūpam | vyatiṣṭhata prekṣya tadā sumantraṃ | pitur mahātmā pratihāraṇārtham ||
Zuerst, im Begriff, in den Wald zu gehen, blieb der hochherzige Sohn des Ikṣvāku, Rāma, stehen, als er den betrübt aussehenden Sumantra erblickte, um durch ihn seinem Vater seine Ankunft melden zu lassen.
Wort für Wort tat pūrvam aikṣvāka-sutaḥ mahātmā zuerst der hochherzige Sohn des Ikṣvāku rāmaḥ gamiṣyan vanam ārtarūpam Rāma, im Begriff in den Wald zu gehen, den betrübt aussehenden vyatiṣṭhata prekṣya tadā sumantram blieb stehen, als er da Sumantra erblickte pituḥ mahātmā pratihāraṇārtham um durch den Hochherzigen dem Vater die Meldung zu bringen piturnideśena tu dharmavatsalo | vanapraveśe kṛtabuddhiniścayaḥ | sa rāghavaḥ prekṣya sumantramabravīn | nivedayasvāgamanaṃ nṛpāya me ||
Er, Rāghava, der der Pflicht Ergebene, der auf Geheiß des Vaters seinen Entschluss zum Eintritt in den Wald gefasst hatte, sprach, als er Sumantra erblickte: Melde dem König meine Ankunft.
Wort für Wort pituḥ nideśena tu dharmavatsalaḥ auf Geheiß des Vaters aber, der Pflicht Ergebene vana-praveśe kṛta-buddhi-niścayaḥ zum Eintritt in den Wald den Entschluss gefasst habend sa rāghavaḥ prekṣya sumantram abravīt er, Rāghava, sprach, als er Sumantra erblickte nivedayasva āgamanam nṛpāya me melde dem König meine Ankunft
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