Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa
Sarga 32: Rāma Dhana Vibhāgaḥ Trijaṭa Upākhyānam
Rāma und Sītā beschenken den Brahmanen Suyajña reich und teilen an alle Brahmanen, Diener und Freunde Reichtum aus; die Geschichte vom armen Brahmanen Trijaṭa, der durch Rāmas scherzhafte Zusage und den Wurf seines Stockes zu einer großen Rinderherde kommt
tataḥ śāsanam ājñāya bhrātuḥ śubhataraṃ priyam | gatvā sa praviveśāśu suyajñasya niveśanam ||
Nachdem er den überaus günstigen, lieben Befehl des Bruders vernommen hatte, ging er eilends dorthin und betrat das Haus des Suyajña.
Wort für Wort tataḥ śāsanam ājñāya darauf den Befehl vernommen habend bhrātuḥ śubhataram priyam des Bruders, den überaus günstigen, lieben gatvā sa praviveśa āśu dorthin gegangen betrat er eilends suyajñasya niveśanam das Haus des Suyajña taṃ vipramagnyagārasthaṃ vanditvā lakṣmaṇo.abravīt | sakhe.abhyāgaccha paśya tvaṃ veśma duṣkarakāriṇaḥ ||
Er verneigte sich vor dem Brahmanen, der sich im Feuerhaus befand, und Lakṣmaṇa sprach: Freund, komm doch mit und sieh das Haus dessen, der Schwieriges vollbringt.
Wort für Wort tam vipram agni-agārastham jenen Brahmanen, der im Feuerhaus weilte vanditvā lakṣmaṇaḥ abravīt verehrt habend, sprach Lakṣmaṇa sakhe abhyāgaccha Freund, komm her paśya tvam veśma duṣkarakāriṇaḥ sieh du das Haus dessen, der Schweres vollbringt tataḥ saṃdhyāmupāsyāśu gatvā saumitriṇā saha | juṣṭaṃ tat prāviśallakṣmyā ramyaṃ rāmaniveśanam ||
Darauf verrichtete er eilends die Abenddämmerungsandacht, ging mit dem Sohn der Sumitrā und betrat jenes von Glanz erfüllte, liebliche Haus Rāmas.
Wort für Wort tataḥ saṃdhyām upāsya āśu darauf die Abenddämmerung eilends verehrt habend gatvā saumitriṇā saha gegangen zusammen mit dem Sohn der Sumitrā juṣṭam tat prāviśat lakṣmyā er betrat jenes von Glanz erfüllte ramyam rāma-niveśanam liebliche Haus Rāmas tamāgataṃ vedavidaṃ prāñjaliḥ sītayā saha | suyajñamabhicakrāma rāghavo.agnimivārcitam ||
Rāghava trat, mit gefalteten Händen, zusammen mit Sītā dem angekommenen, des Veda kundigen Suyajña entgegen, wie man dem verehrten Feuer entgegentritt.
Wort für Wort tam āgatam vedavidam jenem angekommenen, des Veda Kundigen prāñjaliḥ sītayā saha mit gefalteten Händen, zusammen mit Sītā suyajñam abhicakrāma rāghavaḥ trat Rāghava dem Suyajña entgegen agnim iva arcitam wie dem verehrten Feuer jātarūpamayaiḥ mukhyairaṅgadaiḥ kuṇḍalaiḥ śubhaiḥ | sahemasūtraiḥ maṇibhiḥ keyūraiḥ valayairapi ||
mit vorzüglichen, aus reinem Gold gefertigten Armreifen und schönen Ohrringen, mit goldenen Schnüren, Edelsteinen, Oberarmspangen und auch Armbändern,
Wort für Wort jātarūpamayaiḥ mukhyaiḥ aṅgadaiḥ mit vorzüglichen, aus reinem Gold gemachten Armreifen kuṇḍalaiḥ śubhaiḥ mit schönen Ohrringen sahema-sūtraiḥ maṇibhiḥ mit goldenen Schnüren und Edelsteinen keyūraiḥ valayaiḥ api mit Oberarmspangen und auch Armbändern anyaiśca ratnairbahubhiḥ kākutsthaḥ pratyapūjayat | suyajñaṃ sa tadovāca rāmaḥ sītāpracoditaḥ ||
und mit vielen anderen Kostbarkeiten ehrte der Nachkomme des Kakutstha ihn. Da, von Sītā dazu angeregt, sprach Rāma zu Suyajña:
Wort für Wort anyaiḥ ca ratnaiḥ bahubhiḥ und mit vielen anderen Juwelen kākutsthaḥ pratyapūjayat ehrte der Kākutstha (Rāma) suyajñam sa tadā uvāca zu Suyajña sprach er da rāmaḥ sītā-pracoditaḥ Rāma, von Sītā angeregt hāraṃ ca hemasūtraṃ ca bhāryāyai saumya hāraya | raśanāṃ cādhunā sītā dātumicchati te sakhe ||
Überbringe deiner Gattin, Sanftmütiger, diese Halskette und die goldene Schnur; auch einen Gürtel möchte Sītā dir jetzt schenken, Freund.
Wort für Wort hāram ca hemasūtram ca die Halskette und die goldene Schnur bhāryāyai saumya hāraya überbringe deiner Gattin, Sanftmütiger raśanām ca adhunā und einen Gürtel jetzt sītā dātum icchati te sakhe Sītā möchte dir geben, Freund aṅgadāni vicitrāṇi keyūrāṇi śubhāni ca | paryaṅkamagryamāstaraṇaṃ nānāratnavibhūṣitam ||
bunte Armreifen und schöne Oberarmspangen sowie ein vorzügliches Ruhelager mit Decke, geschmückt mit mancherlei Edelsteinen –
Wort für Wort aṅgadāni vicitrāṇi bunte Armreifen keyūrāṇi śubhāni ca und schöne Oberarmspangen paryaṅkam agryam āstaraṇam ein vorzügliches Ruhebett mit Polster nānā-ratna-vibhūṣitam mit mancherlei Edelsteinen geschmückt paryaṅkamagryāstaraṇaṃ nānāratnavibhūṣitam | tamapīcchati vaidehī pratiṣṭhāpayituṃ tvayi ||
auch dieses Ruhelager mit dem mancherlei edelsteinverzierten Polster möchte die Vaidehī bei dir errichtet wissen.
Wort für Wort paryaṅkam agryāstaraṇam das vorzügliche Ruhelager mit Polster nānā-ratna-vibhūṣitam mit mancherlei Edelsteinen geschmückt tam api icchati vaidehī auch dies möchte die Vaidehī pratiṣṭhāpayitum tvayi bei dir aufgestellt wissen nāgaḥ śatruṃjayo nāma mātulo yaṃ dadau mama | taṃ te gajasahasreṇa dadāmi dvijapuṃgava ||
Den Elefanten namens Śatruṃjaya, den mir mein Onkel mütterlicherseits gab, den schenke ich dir zusammen mit tausend Elefanten, o Bester der Brahmanen.
Wort für Wort nāgaḥ śatruṃjayaḥ nāma der Elefant namens Śatruṃjaya mātulaḥ yam dadau mama den mein Onkel mütterlicherseits mir gab tam te gaja-sahasreṇa dadāmi den gebe ich dir mit tausend Elefanten dvijapuṃgava o Bester der Zweifachgeborenen ityuktaḥ sa hi rāmeṇa suyajñaḥ pratigṛhya tat | rāmalakṣmaṇasītānāṃ prayuyojāśiṣaḥ śivāḥ ||
So von Rāma angesprochen, nahm Suyajña dies an und sprach für Rāma, Lakṣmaṇa und Sītā heilbringende Segenswünsche.
Wort für Wort iti uktaḥ sa hi rāmeṇa so von Rāma angesprochen suyajñaḥ pratigṛhya tat nahm Suyajña dies entgegen rāma-lakṣmaṇa-sītānām für Rāma, Lakṣmaṇa und Sītā prayuyoja āśiṣaḥ śivāḥ sprach er heilbringende Segenssprüche atha bhrātaramavyagraṃ priyaṃ rāmaḥ priyaṃvadaḥ | saumitriṃ tamuvācedaṃ brahmeva tridaśeśvaram ||
Dann sprach Rāma, der freundlich Redende, zu seinem gelassenen, lieben Bruder, dem Sohn der Sumitrā, dieses, wie Brahmā zum Herrn der Götter spricht:
Wort für Wort atha bhrātaram avyagram priyam dann zu dem gelassenen, lieben Bruder rāmaḥ priyaṃvadaḥ Rāma, der freundlich Redende saumitrim tam uvāca idam sprach zu jenem Sohn der Sumitrā dies brahmā iva tridaśa-īśvaram wie Brahmā zum Herrn der Götter agastyaṃ kauśikaṃ caiva tāvubhau brāhmaṇottamau | arcayāhūya saumitre ratnaiḥ sasyamivāmbubhiḥ ||
Rufe Agastya und Kauśika herbei, diese beiden vortrefflichen Brahmanen, und ehre sie, Sohn der Sumitrā, mit Kostbarkeiten, wie man die Saat mit Wasser nährt.
Wort für Wort agastyam kauśikam ca eva Agastya und auch Kauśika tau ubhau brāhmaṇa-uttamau diese beiden vortrefflichen Brahmanen arcaya āhūya saumitre rufe herbei und ehre, o Sohn der Sumitrā ratnaiḥ sasyam iva ambubhiḥ mit Kostbarkeiten, wie die Saat mit Wasser tarpayasva mahābāho gosahasraiśca mānada | suvarṇai rajataiścaiva maṇibhiśca mahādhanaiḥ ||
Erquicke sie, Starkarmiger, Ehrenspender, mit tausend Kühen, mit Gold und Silber und mit kostbaren Edelsteinen.
Wort für Wort tarpayasva mahābāho erquicke sie, Starkarmiger gosahasraiḥ ca mānada und mit tausend Kühen, o Ehrenspender suvarṇaiḥ rajataiḥ ca eva mit Gold und auch Silber maṇibhiḥ ca mahādhanaiḥ und mit kostbaren Edelsteinen kausalyāṃ ca yayāśīrbhirbhaktaḥ paryupatiṣṭhati | ācāryastaittirīyāṇāmabhirūpaśca vedavit ||
Und der Lehrer der Taittirīyas, ansehnlich und des Veda kundig, der Kausalyā ergeben mit Segensworten aufwartet –
Wort für Wort kausalyām ca yā āśīrbhiḥ und die Kausalyā, welche mit Segenssprüchen bhaktaḥ paryupatiṣṭhati ergeben aufwartet ācāryaḥ taittirīyāṇām der Lehrer der Taittirīyas abhirūpaḥ ca vedavit ansehnlich und des Veda kundig tasya yānaṃ ca dāsīśca saumitre sampradāpaya | kauśeyāni ca vastrāṇi yāvattuṣyati sa dvijaḥ ||
gib ihm, Sohn der Sumitrā, ein Fahrzeug und Dienerinnen sowie seidene Gewänder, bis jener Brahmane zufrieden ist.
Wort für Wort tasya yānam ca dāsīḥ ca ihm ein Fahrzeug und Dienerinnen saumitre sampradāpaya gib, o Sohn der Sumitrā kauśeyāni ca vastrāṇi und seidene Gewänder yāvat tuṣyati sa dvijaḥ bis jener Brahmane zufrieden ist sūtaścitrarathaścaiva sacivaḥ suciroṣitaḥ | toṣayainaṃ mahārhaiśca ratnairvastrairdhanaistathā ||
Und der Wagenlenker Citraratha, der edle, seit langem hier wohnende Ratgeber – ihn stelle zufrieden mit sehr kostbaren Juwelen, Gewändern und ebenso mit Reichtum.
Wort für Wort sūtaḥ citrarathaḥ ca eva und der Wagenlenker Citraratha sacivaḥ suciroṣitaḥ der Ratgeber, lange schon ansässig toṣaya enam mahārhaiḥ ca stelle ihn zufrieden mit sehr kostbaren ratnaiḥ vastraiḥ dhanaiḥ tathā Juwelen, Gewändern und ebenso Reichtum paśubhiḥ kācchai sarvābhirgavāṃ daśaśatena ca | ye ceme kathakālāpā bahavo daṇḍamāṇavāḥ ||
mit allem zugehörigen Vieh und mit tausend Kühen, und auch jene zahlreichen jungen Schüler, die den Kaṭha- und Kālāpa-Zweig des Veda rezitieren,
Wort für Wort paśubhiḥ kācchai sarvābhiḥ mit allem zugehörigen Vieh gavām daśaśatena ca und mit tausend (zehnhundert) Kühen ye ca ime katha-kālāpāḥ und diese, die den Kaṭha- und Kālāpa-Zweig rezitieren bahavaḥ daṇḍamāṇavāḥ die zahlreichen jungen Ordensschüler nityasvādhyāyaśīlatvānnānyatkurvanti kiṃcana | alasāḥ svādukāmāśca mahatāṃ cāpi sammatāḥ ||
die, weil sie beständig dem Studium der heiligen Schriften obliegen, sonst nichts anderes tun, träge und nach Wohlgeschmack verlangend, aber dennoch von den Großen geachtet –
Wort für Wort nitya-svādhyāya-śīlatvāt wegen ihrer Gewohnheit zu stetem Studium na anyat kurvanti kiñcana tun sie sonst nichts anderes alasāḥ svādukāmāḥ ca träge und nach Wohlgeschmack verlangend mahatām ca api sammatāḥ und dennoch von den Großen geachtet śālivāhasahasraṃ ca dve śate bhadrakāṃstathā | vyañjanārthaṃ ca saumitre gosahasramupākuru ||
gib ihnen, Sohn der Sumitrā, tausend mit Reis beladene Zugtiere, zweihundert prächtige Tiere und für die Zukost tausend Kühe.
Wort für Wort śāli-vāha-sahasram ca und tausend Reis-Zugtiere dve śate bhadrakān tathā und zweihundert prächtige (Tiere) vyañjana-artham ca saumitre und für die Zukost, o Sohn der Sumitrā gosahasram upākuru besorge tausend Kühe mekhalīnāṃ mahāsaṃghaḥ kausalyāṃ samupasthitaḥ | teṣāṃ sahasraṃ saumitre pratyekaṃ sampradāpaya ||
Eine große Schar von Gürtelträgern wartet bei Kausalyā auf; gib jedem von ihnen, Sohn der Sumitrā, tausend Kühe.
Wort für Wort mekhalīnām mahāsaṃghaḥ eine große Schar der Gürtelträger kausalyām samupasthitaḥ die bei Kausalyā aufwarten teṣām sahasram saumitre ihnen je tausend, o Sohn der Sumitrā pratyekam sampradāpaya gib jedem einzeln ambā yathā ca sā nandetkausalyā mama dakṣiṇām | tathā dvijātīṃstānsarvāllakṣmaṇārcaya ||
Damit meine Mutter Kausalyā sich über meine Ehrengabe freue, ehre du, Lakṣmaṇa, all diese Brahmanen entsprechend.
Wort für Wort ambā yathā ca sā nandet damit sich jene Mutter freue kausalyā mama dakṣiṇām Kausalyā, über meine Ehrengabe tathā dvijātīn tān sarvān so alle jene Brahmanen lakṣmaṇa arcaya ehre, o Lakṣmaṇa tataḥ sa puruṣavyāghraḥ tad dhanaṃ lakṣmaṇaḥ svayam | yathoktaṃ brāhmaṇendrāṇāmadadāddhanado yathā ||
Da gab jener Tiger unter den Männern, Lakṣmaṇa, selbst jenen Reichtum, wie befohlen, den Fürsten unter den Brahmanen, wie der Gott des Reichtums selbst.
Wort für Wort tataḥ sa puruṣavyāghraḥ da jener Tiger unter den Männern tat dhanam lakṣmaṇaḥ svayam jenen Reichtum Lakṣmaṇa selbst yathoktam brāhmaṇendrāṇām wie befohlen den Fürsten der Brahmanen adadāt dhanadaḥ yathā gab er, wie der Reichtumsspender athābravīd bāṣpakalāṃstiṣṭhataśca upajīvinaḥ | sampradāya bahu dravyamekaikasyopajīvinaḥ ||
Dann, nachdem er jedem einzelnen Diener viele Güter geschenkt hatte, sprach er zu den dastehenden, von Tränen erstickten Dienern:
Wort für Wort atha abravīt dann sprach er bāṣpakalān tiṣṭhataḥ ca upajīvinaḥ zu den von Tränen erstickten, dastehenden Dienern sampradāya bahu dravyam nachdem er viele Güter geschenkt hatte ekaikasya upajīvinaḥ jedem einzelnen Diener lakṣmaṇasya ca yad veśma gṛhaṃ ca yadidaṃ mama | aśūnyaṃ kāryamekaikaṃ yāvadāgamanaṃ mama ||
Sowohl das Haus des Lakṣmaṇa als auch dieses mein Haus soll ein jedes von euch nicht verwaist lassen, bis ich zurückkehre.
Wort für Wort lakṣmaṇasya ca yat veśma und das Haus, das des Lakṣmaṇa ist gṛham ca yat idam mama und dieses Haus, das mein ist aśūnyam kāryam ekaikam unverwaist soll jedes gehalten werden yāvat āgamanam mama bis zu meiner Rückkehr ityuktvā duḥkhitaṃ sarvaṃ janaṃ tamupajīvinam | uvācedaṃ dhanādhyakṣaṃ dhanamānīyatāmiti ||
So zu all den betrübten Dienern gesprochen habend, sagte er zu dem Schatzmeister: Lass den Reichtum herbeibringen.
Wort für Wort iti uktvā duḥkhitam sarvam so gesprochen habend, zu all den betrübten janam tam upajīvinam jenen Dienern uvāca idam dhana-adhyakṣam sprach er dies zum Schatzaufseher dhanam ānīyatām iti der Reichtum möge herbeigebracht werden tatasyā dhanamājahruḥ sarvameva upajīvinaḥ | sa rāśiḥ sumahāṃstatra darśanīyo hyadṛśyata ||
Da brachten alle Diener seinen ganzen Reichtum herbei; ein überaus großer, sehenswerter Haufen wurde dort sichtbar.
Wort für Wort tataḥ asya dhanam ājahruḥ da brachten seinen Reichtum sarvam eva upajīvinaḥ alle Diener sa rāśiḥ sumahān tatra jener überaus große Haufen dort darśanīyaḥ hi adṛśyata wurde sehenswert sichtbar tataḥ sa puruṣavyāghraḥ tad dhanaṃ saha lakṣmaṇaḥ | dvijebhyo bālavṛddhebhyaḥ kṛpaṇebhyo.abhyadāpayat ||
Da ließ jener Tiger unter den Männern, Lakṣmaṇa, jenen Reichtum an die Brahmanen austeilen, an Junge und Alte und an die Bedürftigen.
Wort für Wort tataḥ sa puruṣavyāghraḥ da jener Tiger unter den Männern tat dhanam saha lakṣmaṇaḥ jenen Reichtum, Lakṣmaṇa dvijebhyaḥ bāla-vṛddhebhyaḥ an die Brahmanen, Junge und Alte kṛpaṇebhyaḥ abhyadāpayat und an die Bedürftigen ließ er austeilen tatrāsītpiṅgalo gārgyastrijaṭo nāma vai dvijaḥ | kṣatavṛttirvane nityaṃ phālakuddālalāṅgalī ||
Dort lebte ein rotbrauner Nachkomme des Gārgya-Geschlechts namens Trijaṭa, ein Brahmane, der von kärglicher Arbeit im Wald lebte, beständig mit Pflugschar, Hacke und Pflug hantierend.
Wort für Wort tatra āsīt piṅgalaḥ gārgyaḥ dort lebte ein rotbrauner Nachkomme des Gārgya trijaṭaḥ nāma vai dvijaḥ namens Trijaṭa, ein Brahmane kṣata-vṛttiḥ vane nityam mit kärglichem Lebensunterhalt, beständig im Wald phāla-kuddāla-lāṅgalī mit Pflugschar, Hacke und Pflug taṃ vṛddhaṃ taruṇī bhāryā bālānādāya dārakān | abravīdbrāhmaṇaṃ vākyaṃ dāridryeṇābhipīḍitā ||
Zu ihm, dem Alten, sprach seine junge Gattin, die kleine Kinder bei sich hatte und von Armut bedrängt war, dieses Wort:
Wort für Wort tam vṛddham taruṇī bhāryā zu ihm, dem Alten, die junge Gattin bālān ādāya dārakān die kleinen Kinder bei sich habend abravīt brāhmaṇam vākyam sprach zu dem Brahmanen das Wort dāridryeṇa abhipīḍitā von Armut bedrängt apāsya phālaṃ kuddālaṃ kuruṣva vacanaṃ mama | rāmaṃ darśaya dharmajñaṃ yadi kiñcidavāpsyasi ||
Lege Pflugschar und Hacke beiseite, folge meinem Wort: Suche den rechtschaffenen Rāma auf, dann wirst du vielleicht etwas erlangen.
Wort für Wort apāsya phālam kuddālam Pflugschar und Hacke beiseite gelegt habend kuruṣva vacanam mama folge meinem Wort rāmam darśaya dharmajñam suche Rāma auf, den Rechtschaffenheitskundigen yadi kiñcit avāpsyasi so wirst du vielleicht etwas erlangen sa bhāryāvacanaṃ śrutvā śāṭīmācchādya duśchadām | sa pratiṣṭhata panthānaṃ yatra rāmaniveśanam ||
Er, als er das Wort seiner Gattin gehört hatte, hüllte sich in ein schäbiges Tuch und machte sich auf den Weg dorthin, wo Rāmas Wohnhaus war.
Wort für Wort sa bhāryā-vacanam śrutvā er, das Wort der Gattin gehört habend śāṭīm ācchādya duśchadām ein schäbiges Tuch sich umhüllend sa pratiṣṭhata panthānam er machte sich auf den Weg yatra rāma-niveśanam dorthin wo Rāmas Wohnhaus war bhṛgvaṅgirasamaṃ dīptyā trijaṭaṃ janasaṃsadi | ā pañcamāyāḥ kakṣyāyā nainaṃ kaścidavārayat ||
Trijaṭa, an Glanz einem Bhṛgu oder Aṅgiras gleich, hielt inmitten der Versammlung der Leute niemand auf – bis zum fünften Torbezirk hielt ihn keiner zurück.
Wort für Wort bhṛgu-aṅgirasamam dīptyā an Glanz gleich einem Bhṛgu oder Aṅgiras trijaṭam jana-saṃsadi Trijaṭa in der Versammlung der Leute ā pañcamāyāḥ kakṣyāyāḥ bis zum fünften Torbezirk na enam kaścit avārayat hielt ihn niemand zurück sa rājaputramāsādya trijaṭo vākyamabravīt | nirdhano bahuputro.asmi rājaputra mahāyaśaḥ | kṣatavṛttirvane nityaṃ pratyavekṣasva māmiti ||
Er, Trijaṭa, trat vor den Königssohn und sprach dieses Wort: Ich bin mittellos und habe viele Söhne, o hochberühmter Königssohn; beständig lebe ich im Wald von kärglicher Arbeit – blicke auf mich!
Wort für Wort sa rājaputram āsādya er, zum Königssohn getreten trijaṭaḥ vākyam abravīt Trijaṭa sprach das Wort nirdhanaḥ bahuputraḥ asmi mittellos, mit vielen Söhnen bin ich rājaputra mahāyaśaḥ o Königssohn, hochberühmter kṣatavṛttiḥ vane nityam mit kärglicher Lebensweise, beständig im Wald pratyavekṣasva mām iti blicke auf mich, so (sprach er) tamuvāca tato rāmaḥ parihāsasamanvitam | gavāṃ sahasramapyekaṃ na ca viśrāṇitaṃ mayā | parikṣipasi daṇḍena yāvattāvadavāpsyasi ||
Da sprach Rāma zu ihm scherzhaft: Bisher habe ich noch keine einzige Herde von tausend Kühen verschenkt; so viel Land, wie du mit deinem Stock umkreist, so viel wirst du erhalten.
Wort für Wort tam uvāca tataḥ rāmaḥ zu ihm sprach da Rāma parihāsa-samanvitam mit Scherz verbunden gavām sahasram api ekam na ca viśrāṇitam mayā auch nicht eine einzige Herde von tausend Kühen habe ich bislang verschenkt parikṣipasi daṇḍena yāvat tāvat avāpsyasi so weit du mit dem Stock umkreist, so viel wirst du erlangen sa śāṭīṃ tvaritaḥ kaṭyāṃ sambhrāntaḥ pariveṣṭya tām | āviddhya daṇḍaṃ cikṣepa sarvaprāṇena vegitaḥ ||
Er, eilig und aufgeregt, band sich das Tuch um die Hüfte und schwang mit aller Kraft und großem Schwung seinen Stock und warf ihn.
Wort für Wort sa śāṭīm tvaritaḥ kaṭyām er, eilig, das Tuch um die Hüfte sambhrāntaḥ pariveṣṭya tām aufgeregt, es umwickelt habend āviddhya daṇḍam cikṣepa schwang und warf den Stock sarva-prāṇena vegitaḥ mit aller Kraft beschleunigt sa tīrtvā sarayūpāraṃ daṇḍastasya karāccyutaḥ | govraje bahusāhasre papātokṣaṇasannidhau ||
Der Stock, seiner Hand entglitten, überquerte das jenseitige Ufer der Sarayū und fiel bei einem Stier nieder, im Kuhpferch mit vielen tausend Rindern.
Wort für Wort sa tīrtvā sarayū-pāram er, das jenseitige Ufer der Sarayū überquerend daṇḍaḥ tasya karāt cyutaḥ der Stock, seiner Hand entfallen govraje bahusāhasre im Kuhpferch mit vielen tausend papāta ukṣaṇa-sannidhau fiel nieder in der Nähe eines Stiers taṃ pariṣvajya dharmātmā tasmātsarayūtaṭāt | ānayāmāsa tā gopaistrijaṭāyāśramaṃ prati ||
Der Rechtschaffene umarmte ihn, und von jenem Ufer der Sarayū ließ er durch die Hirten jene Rinder zu Trijaṭas Einsiedelei bringen.
Wort für Wort tam pariṣvajya dharmātmā ihn umarmend, der Rechtschaffene tasmāt sarayū-taṭāt von jenem Ufer der Sarayū ānayāmāsa tāḥ gopaiḥ ließ er sie durch die Hirten bringen trijaṭāya āśramam prati zu Trijaṭas Einsiedelei hin uvāca ca tato rāmastaṃ gārgyamabhisāntvayan | manyurna khalu kartavyaḥ parihāso hyayaṃ mama ||
Und Rāma sprach dann, den Gārgya besänftigend: Du sollst wahrlich keinen Groll hegen, dies war ja nur ein Scherz von mir.
Wort für Wort uvāca ca tataḥ rāmaḥ und da sprach Rāma tam gārgyam abhisāntvayan ihn, den Gārgya, besänftigend manyuḥ na khalu kartavyaḥ Groll sollst du wahrlich nicht hegen parihāsaḥ hi ayam mama dies war ja mein Scherz idaṃ hi tejastava yaddhuratyayaṃ | tadeva jijñāsitumicchatā mayā | imaṃ bhavānarthamabhipracodito | vṛṇīṣva kiṃcedaparaṃ vyavasyati ||
Denn diese deine Kraft, die schwer zu übertreffen ist, wollte ich eben erproben; du bist zu dieser Sache angetrieben worden — wähle nun, wenn dir noch etwas anderes vorschwebt.
Wort für Wort idam hi tejaḥ tava yat duratyayam denn diese deine Kraft, die schwer zu überwinden ist tat eva jijñāsitum icchatā mayā eben dies wollte ich, der ich es erproben wollte imam bhavān artham abhipracoditaḥ du wurdest zu dieser Sache angetrieben vṛṇīṣva kim ca aparam vyavasyati wähle, wenn du noch etwas anderes begehrst bravīmi satyena na te.asti yantraṇā | dhanaṃ hi yadyanmama viprakāraṇāt | bhavatsu samyakpratipādanena ta | nmayārjitaṃ prītiyaśaskaraṃ bhavet ||
Ich sage es in Wahrheit: dir widerfährt kein Zwang; denn welchen Reichtum ich auch immer als Gabe an Brahmanen habe, durch dessen rechte Zuwendung an euch wird das von mir Erworbene mir Freude und Ruhm bringen.
Wort für Wort bravīmi satyena ich spreche in Wahrheit na te asti yantraṇā dir widerfährt kein Zwang dhanam hi yat yat mama viprakāraṇāt denn welcher Reichtum auch immer der meine ist, aus dem Grund der Brahmanen bhavatsu samyak-pratipādanena tat mayā arjitam durch die rechte Zuwendung an euch wird das von mir Erworbene prīti-yaśaskaram bhavet Freude und Ruhm bringen tatas sabhāryastrijaṭo mahāmuni | rgavāmanīkaṃ pratigṛhya moditaḥ | yaśobalaprītisukhopabṛṃhaṇī | stadāśiṣaḥ pratyavadanmahātmanaḥ ||
Da nahm der große Weise Trijaṭa zusammen mit seiner Gattin die Rinderherde freudig entgegen und sprach dem Hochherzigen Segensworte zu, die Ruhm, Kraft, Zuneigung und Glück mehren.
Wort für Wort tataḥ sa bhāryaḥ trijaṭaḥ mahāmuniḥ da jener, mit seiner Gattin, Trijaṭa, der große Weise gavām anīkam pratigṛhya moditaḥ die Schar der Rinder entgegennehmend, erfreut yaśo-bala-prīti-sukha-upabṛṃhaṇīḥ die Ruhm, Kraft, Zuneigung und Glück mehrenden tat āśiṣaḥ pratyavadat mahātmanaḥ sprach jene Segensworte zu dem Hochherzigen sa cāpi rāmaḥ pratipūrṇamānaso | mahaddhanaṃ dharmabalairupārjitam | niyojayāmāsa suhṛjjane.acirā | dyathārhasammānavacaḥpracoditaḥ ||
Und auch Rāma, mit ganz erfülltem Herzen, verwendete den großen, durch die Kraft der Rechtschaffenheit erworbenen Reichtum alsbald für seine Freunde, geleitet von angemessenen, ehrenden Worten.
Wort für Wort sa ca api rāmaḥ pratipūrṇamānasaḥ und auch Rāma, mit ganz erfülltem Sinn mahat dhanam dharma-balaiḥ upārjitam den großen, durch die Kraft der Rechtschaffenheit erworbenen Reichtum niyojayāmāsa suhṛjjane acirāt verwendete er alsbald für die Freunde yathārha-sammāna-vacaḥ-pracoditaḥ geleitet von angemessenen, ehrenden Worten dvijaḥ suhṛdbhṛtyajano.athavā tadā | daridrabhikṣācaraṇaśca yo.abhavat | na tatra kaścinna babhūva tarpito | yathārhasammānanadānasambhramaiḥ ||
Ob Brahmane, Freund, Diener, oder wer auch immer arm war und um Almosen bettelte — keiner blieb dort unerfüllt, durch das eifrige Bemühen um angemessene Ehrung und Gabe.
Wort für Wort dvijaḥ suhṛt bhṛtyajanaḥ athavā tadā Brahmane, Freund, Dienerschaft oder wer sonst da daridra-bhikṣācaraṇaḥ ca yaḥ abhavat und wer arm war und um Almosen ging na tatra kaścit na babhūva tarpitaḥ niemand dort blieb unbefriedigt yathārha-sammānana-dāna-sambhramaiḥ durch das eifrige Bemühen um angemessene Ehrung und Gabe
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