Sarga 82: Bharata Rājya Punaḥ Pratyākhyānam Yātrā Prasthānam
Bharata weist im Rat des Purohita erneut das Königtum zurück, verkündet, Rāma zurückzuholen, und lässt das gesamte Heer zur Reise in den Wald aufbrechen
'Mein Sohn, König Daśaratha, der die Rechtschaffenheit übte, ist zum Himmel gegangen, nachdem er dir diese an Reichtum und Korn reiche, blühende Erde übergeben hat.
Wort für Wort
tāta rājā daśarathaḥ
mein Sohn, König Daśaratha
svaḥ-gataḥ dharmam ācaran
ist zum Himmel gegangen, der die Rechtschaffenheit übte
Ebenso hat Rāma, standhaft in der Wahrheit, der Rechtschaffenheit der Guten eingedenk, den Befehl des Vaters nicht aufgegeben, wie der aufgegangene Mond sein Licht nicht aufgibt.
Wort für Wort
rāmaḥ tathā satya-dhṛtiḥ
ebenso Rāma, standhaft in der Wahrheit
satām dharmam anusmaran
der Rechtschaffenheit der Guten eingedenk
na ajahāt pituḥ ādeśam
hat den Befehl des Vaters nicht aufgegeben
śaśī jyotsnām iva uditaḥ
wie der aufgegangene Mond sein Licht [nicht aufgibt]
sa bāṣpa-kalayā vācā kala-haṃsa-svaraḥ yuvā | vilalāpa sabhā-madhye jagarhe ca purohitam ||
Er, der Jüngling mit der Stimme eines sanft tönenden Schwans, klagte mit tränenerstickter Stimme mitten in der Versammlung und tadelte den Hauspriester:
Wort für Wort
sa bāṣpa-kalayā vācā
er, mit tränenerstickter Stimme
kala-haṃsa-svaraḥ yuvā
der Jüngling mit der Stimme eines sanft tönenden Schwans
katham daśarathāt jātaḥ bhavet rājya-apahārakaḥ | rājyam ca aham ca rāmasya dharmam vaktum iha arhasi ||
Wie könnte ein von Daśaratha Geborener zum Räuber des Königreichs werden? Das Königreich und ich, wir gehören Rāma — du solltest hier das Recht aussprechen.'
Der Älteste, der Beste, rechtschaffenen Sinnes, Dilīpa und Nahuṣa gleich — der Kākutstha verdient es, das Königreich zu erhalten, wie [einst] Daśaratha.
yat hi mātrā kṛtam pāpam na aham tat abhirocaye | iha-sthaḥ vana-durgastham namasyāmi kṛta-añjaliḥ ||
Die Sünde, die meine Mutter begangen hat, billige ich gewiss nicht; von hier aus verneige ich mich mit gefalteten Händen vor ihm, der im unwegsamen Wald weilt.
Wort für Wort
yat hi mātrā kṛtam pāpam
die Sünde, die meine Mutter begangen hat
na aham tat abhirocaye
die billige ich gewiss nicht
iha-sthaḥ vana-durgastham
von hier aus, vor ihm, der im unwegsamen Wald weilt
te hayaiḥ go-rathaiḥ śīghraiḥ syandanaiḥ ca mano-javaiḥ | saha yodhaiḥ bala-adhyakṣāḥ balam sarvam acodayan ||
Sie, die Befehlshaber des Heeres, setzten zusammen mit den Kriegern das gesamte Heer mit Pferden, schnellen Ochsenwagen und gedankenschnellen Wagen in Bewegung.
Wort für Wort
te hayaiḥ go-rathaiḥ śīghraiḥ
sie mit Pferden, schnellen Ochsenwagen
syandanaiḥ ca mano-javaiḥ
und mit gedankenschnellen Wagen
saha yodhaiḥ bala-adhyakṣāḥ
die Befehlshaber des Heeres, zusammen mit den Kriegern
Er, Bharata, ein Rāghava, standhaft in der Wahrheit, machtvoll, von festem, wahrhaftigem Mut, wohlbedachte Worte sprechend, sagte da, gewillt, seinen ruhmvollen, in den großen Wald gegangenen älteren Bruder zu besänftigen:
Wort für Wort
sa rāghavaḥ satya-dhṛtiḥ pratāpavān
er, ein Rāghava, standhaft in der Wahrheit, machtvoll
bruvan su-yuktam dṛḍha-satya-vikramaḥ
wohlbedachte Worte sprechend, von festem, wahrhaftigem Mut
gurum mahā-araṇya-gatam yaśasvinam
seinen ruhmvollen, in den großen Wald gegangenen älteren Bruder
tūrṇam samutthāya sumantra gaccha | balasya yogāya bala-pradhānān | ānetum icchāmi hi tam vana-stham | prasādya rāmam jagataḥ hitāya ||
'Erhebe dich rasch, Sumantra, und geh, um die Anführer des Heeres für dessen Aufstellung [herbeizurufen]; denn ich möchte jenen im Wald Weilenden zurückholen, Rāma, nachdem ich ihn zum Wohl der Welt besänftigt habe.'
Wort für Wort
tūrṇam samutthāya sumantra gaccha
erhebe dich rasch, Sumantra, und geh
balasya yogāya bala-pradhānān
um die Anführer des Heeres für dessen Aufstellung [zu holen]
ānetum icchāmi hi tam vana-stham
denn ich möchte jenen im Wald Weilenden zurückholen
prasādya rāmam jagataḥ hitāya
Rāma, nachdem ich ihn besänftigt habe, zum Wohl der Welt
sa sūta-putraḥ bharatena samyak | ājñāpitaḥ samparipūrṇa-kāmaḥ | śaśāsa sarvān prakṛti-pradhānān | balasya mukhyān ca suhṛt-janam ca ||
Er, der Sohn des Wagenlenkers, von Bharata genau angewiesen, seinen Wunsch ganz erfüllt sehend, unterrichtete alle führenden Untertanen, die Hauptleute des Heeres und den Kreis der Freunde.
Wort für Wort
sa sūta-putraḥ bharatena samyak
er, der Sohn des Wagenlenkers, von Bharata genau
ājñāpitaḥ samparipūrṇa-kāmaḥ
angewiesen, seinen Wunsch ganz erfüllt sehend
śaśāsa sarvān prakṛti-pradhānān
unterrichtete alle führenden Untertanen
balasya mukhyān ca suhṛt-janam ca
die Hauptleute des Heeres und den Kreis der Freunde
tataḥ samutthāya kule kule te | rājanya-vaiśyāḥ vṛṣalāḥ ca viprāḥ | ayūyujan uṣṭra-rathān kharān ca | nāgān hayān caiva kula-prasūtān ||
Da erhoben sich in Haus um Haus Kṣatriyas, Vaiśyas, Śūdras und Brahmanen und spannten Kamelwagen und Esel an, sowie Elefanten und Pferde edler Abstammung.