Sarga 81: Sabhā Samāhvānam
Bharata weist die morgendlichen Königs-Lobgesänge zurück und klagt Kaikeyī vor Śatrughna an; Vasiṣṭha beruft die Versammlung ein
Da, als die Nacht sich zur verheißungsvollen Morgendämmerung wandte, priesen die Barden und Sänger, kundig der besonderen Rede, Bharata mit glückverheißenden Lobgesängen.
Wort für Wort
tataḥ nāndī-mukhīm rātrim
da, als die Nacht sich zur verheißungsvollen Frühe wandte
suvarṇa-koṇa-abhihataḥ prāṇadat yāma-dundubhiḥ | dadhmuḥ śaṅkhān ca śataśaḥ vādyān ca ucca-avaca-svarān ||
Mit goldenen Schlägeln geschlagen, ertönte die Stundentrommel; man blies hundertfach Muschelhörner und [spielte] Instrumente mit hohen und tiefen Tönen.
Dieser überaus laute Klang der Instrumente, der gleichsam den Himmel erfüllte, durchbohrte Bharata, der schon von Kummer verbrannt war, mit weiterem Kummer.
yaḥ hi naḥ su-mahān nāthaḥ saḥ api pravrājitaḥ vanam | anayā dharmam utsṛjya mātrā me rāghavaḥ svayam ||
Denn er, der unser überaus großer Schutzherr war, der Rāghava selbst, wurde von dieser meiner Mutter, die die Rechtschaffenheit aufgegeben hat, in den Wald verbannt.
Wort für Wort
yaḥ hi naḥ su-mahān nāthaḥ
denn er, der unser überaus großer Schutzherr war
saḥ api pravrājitaḥ vanam
er wurde in den Wald verbannt
anayā dharmam utsṛjya
von dieser, die die Rechtschaffenheit aufgegeben hat
Der Rechtschaffene betrat sie, zusammen mit seinem Gefolge — die goldene, liebliche, mit Juwelen und Edelsteinen erfüllte Halle, der [göttlichen Halle] Sudharmā gleich.
Wie ein See, erfüllt von großen Fischen und Krokodilen, mit stillem Wasser, mit Juwelen, Muscheln und Kies — so erglänzte die von Daśarathas Sohn geschmückte Halle, als wäre Daśaratha selbst zugegen, ganz wie einst zuvor.
Wort für Wort
hradaḥ iva timi-nāga-saṃvṛtaḥ
wie ein See, erfüllt von großen Fischen und Krokodilen
stimita-jalaḥ maṇi-śaṅkha-śarkaraḥ
mit stillem Wasser, mit Juwelen, Muscheln und Kies
daśaratha-suta-śobhitā sabhā
die von Daśarathas Sohn geschmückte Halle
sa-daśarathā iva babhau yathā purā
erglänzte, als wäre Daśaratha zugegen, wie einst zuvor