Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Ayodhyākāṇḍa

Sarga 65: Rāja Śokāt Prāṇa Tyāgaḥ Antaḥpura Vilāpaḥ Am Morgen versagt das Erwachen des Königs; die Höflinge und Königinnen entdecken seinen Tod und brechen in Wehklagen aus

atha rātryāṃ vyatītāyāṃ prātar eva apare 'hani | vandinaḥ paryupatiṣṭhaṃs tat pārthivaniveśanam ||

Als jene Nacht vergangen war, standen am nächsten Morgen die Barden vor jenem Königspalast bereit.

Wort für Wort
atha rātryāṃ vyatītāyām
als die Nacht vergangen war
prātar eva apare 'hani
am nächsten Morgen
vandinaḥ
die Lobsänger/Barden
paryupatiṣṭhan
standen bereit / warteten auf
tat pārthivaniveśanam
jenen Königspalast

sūtāḥ paramasaṃskārāḥ maṅgalyāścottamaśrutāḥ | gāyakāḥ stutiśīlāśca nigadantaḥ pṛthak pṛthak ||

Die wohlgebildeten, glückverheißenden und wohlberühmten Wagenlenker-Sänger sowie die des Lobpreises kundigen Sänger, ein jeder für sich sprechend,

Wort für Wort
sūtāḥ paramasaṃskārāḥ
die wohlgebildeten Sūta-Sänger
maṅgalyāḥ ca uttamaśrutāḥ
glückverheißend und wohlberühmt
gāyakāḥ stutiśīlāḥ ca
und die dem Lobpreis zugetanen Sänger
nigadantaḥ pṛthak pṛthak
ein jeder für sich sprechend

rājānaṃ stuvatāṃ teṣām udāttābhihitāśiṣām | prāsādābhogavistīrṇaḥ stutiśabdo hyavartata ||

während sie den König mit erhaben ausgesprochenen Segenswünschen priesen, erscholl der Klang des Lobpreises, sich durch die Weite des Palastes ausbreitend.

Wort für Wort
rājānam stuvatām teṣām
während jene den König priesen
udāttābhihitāśiṣām
mit erhaben ausgesprochenen Segenswünschen
prāsādābhogavistīrṇaḥ
sich durch die Weite des Palastes ausbreitend
stutiśabdaḥ hi avartata
der Klang des Lobpreises erscholl

tatastu stuvatāṃ teṣāṃ sūtānāṃ pāṇivādakāḥ | avadānānyudāhṛtya pāṇivādā navādayan ||

Dann, während jene Sänger lobpriesen, ließen die Handklatscher, indem sie deren große Taten verkündeten, den Klang ihres Handschlagens neu erklingen.

Wort für Wort
tatas tu stuvatām teṣām sūtānām
während jene Sänger lobpriesen
pāṇivādakāḥ
die Handklatscher/Musikanten
avadānāni udāhṛtya
indem sie [ihre] großen Taten verkündeten
pāṇivādāḥ navādayan
ließen den Klang des Händeklatschens neu erklingen

tena śabdena vihagāḥ pratibuddhā vyasasvanuḥ | śākhāsthāḥ pañjarasthāśca ye rājakulagocarāḥ ||

Von jenem Klang geweckt, ließen die Vögel ihre Stimmen erschallen - jene auf den Zweigen wie jene in Käfigen, welche sich im Bereich des Königshauses befanden.

Wort für Wort
tena śabdena
von jenem Klang
vihagāḥ pratibuddhāḥ
die geweckten Vögel
vyasasvanuḥ
ließen [ihre Stimme] erschallen
śākhāsthāḥ pañjarasthāḥ ca
die auf Zweigen sitzenden und die in Käfigen befindlichen
ye rājakulagocarāḥ
die sich im Bereich des Königshauses befanden

vyāhṛtāḥ puṇyaśabdāśca vīṇānāṃ cāpi nissvanāḥ | āśīrgeyaṃ ca gāthānāṃ pūrayāmāsa veśma tat ||

Heilverheißende Worte wurden gesprochen, und auch die Klänge der Lauten sowie der Gesang der Segenslieder erfüllten jenes Gemach.

Wort für Wort
vyāhṛtāḥ puṇyaśabdāḥ ca
heilverheißende Worte, die gesprochen wurden
vīṇānām ca api nissvanāḥ
und auch die Klänge der Lauten
āśīrgeyam ca gāthānām
und der Gesang der Segenslieder
pūrayāmāsa veśma tat
erfüllte jenes Gemach

tataḥ śucisamācārāḥ paryupasthānakovidāḥ | strīvargapravarā bhūyiṣṭhā upatasthur yathāpuram ||

Dann warteten reine, im Dienst kundige, meist aus der besten Schar der Frauen stammende Dienerinnen auf ihn, wie es im Palast Brauch war.

Wort für Wort
tataḥ śucisamācārāḥ
dann [Dienerinnen] von reiner Sitte
paryupasthānakovidāḥ
kundig im [rechten] Aufwarten
strīvargapravarāḥ bhūyiṣṭhāḥ
meist aus der besten Schar der Frauen
upatasthuḥ yathāpuram
warteten auf [ihn], wie im Palast üblich

haricandanasaṃpṛktam udakaṃ kāñcanair ghaṭaiḥ | āninyuḥ snānaśikṣā ājñāṃ yathākālaṃ yathāvidhi ||

Sie brachten mit gelbem Sandelholz vermischtes Wasser in goldenen Krügen herbei, gemäß der Anweisung für das Bad, zur rechten Zeit und nach der Vorschrift.

Wort für Wort
haricandanasaṃpṛktam udakam
mit gelbem Sandelholz vermischtes Wasser
kāñcanaiḥ ghaṭaiḥ āninyuḥ
brachten sie in goldenen Krügen herbei
snānaśikṣā ājñām
der Anweisung für das Bad [folgend]
yathākālam yathāvidhi
zur rechten Zeit, nach der Vorschrift

maṅgalālambhanīyāni prāśanīyānupaskarān | upaninyustathaivānyāḥ kumārībahulāḥ striyaḥ ||

Und andere Frauen, meist junge Mädchen, brachten ebenso die zum Bestreichen bestimmten Glücksstoffe und die zum Genießen bereiteten Speisen herbei.

Wort für Wort
maṅgalālambhanīyāni
die zum Bestreichen bestimmten Glücksstoffe
prāśanīyān upaskarān
die zum Genießen bereiteten Speisen
upaninyuḥ tathā eva
brachten ebenso herbei
anyāḥ kumārībahulāḥ striyaḥ
andere Frauen, meist junge Mädchen

sarvalakṣaṇasampannaṃ sarvaṃ vidhivadarcitam | sarvaṃ suguṇalakṣmīvat tadbabhūvābhihārikam ||

Alles, mit allen guten Merkmalen versehen, alles nach Vorschrift bereitet, alles mit schönen Eigenschaften und Glanz versehen - das war so zum Darbringen bereitgestellt.

Wort für Wort
sarvalakṣaṇasampannam
mit allen guten Merkmalen versehen
sarvam vidhivat arcitam
alles nach Vorschrift bereitet/verehrt
sarvam suguṇalakṣmīvat
alles mit schönen Eigenschaften und Glanz
tat babhūva abhihārikam
das war [so] zum Darbringen bereit

tataḥ sūryodayaṃ yāvat sarvaṃ parisamutsukam | tasthāvanupasaṃprāptaṃ kiṃ svidityupaśaṅkitam ||

Da nun bis zum Sonnenaufgang alles eifrig Bereitgestellte stand, ohne dass der König herangetreten war, verharrte man in Ungewissheit, sich fragend, was wohl geschehen sei.

Wort für Wort
tataḥ sūryodayam yāvat
da nun bis zum Sonnenaufgang
sarvam parisamutsukam tasthau
alles eifrig [bereit] dastand
anupasaṃprāptam
[der König jedoch] nicht herangetreten
kim svid iti upaśaṅkitam
man fragte sich zweifelnd, was wohl [sei]

atha yāḥ kosalendrasya śayanaṃ pratyanantarāḥ | tāḥ striyastu samāgamya bhartāraṃ pratyabodhayan ||

Da traten jene Frauen, die dem Lager des Herrn von Kosala am nächsten zugeordnet waren, zusammen heran und versuchten, ihren Gemahl zu wecken.

Wort für Wort
atha yāḥ kosalendrasya śayanam pratyanantarāḥ
jene, die dem Lager des Herrn von Kosala am nächsten waren
tāḥ striyaḥ tu samāgamya
jene Frauen aber, zusammenkommend
bhartāram pratyabodhayan
versuchten, den Gemahl zu wecken

tathāpyucitavṛttāstā vinayena nayena ca | na hyasya śayanaṃ spṛṣṭvā kiṃcidapyupalebhire ||

Doch obwohl sie, in schicklichem Verhalten, mit Höflichkeit und Klugheit, sein Lager berührten, konnten sie nichts wahrnehmen.

Wort für Wort
tathā api ucitavṛttāḥ tāḥ
doch obwohl sie in schicklichem Verhalten
vinayena nayena ca
mit Höflichkeit und Klugheit
na hi asya śayanam spṛṣṭvā
denn sein Lager berührend, [erlangten sie] nicht
kiṃcit api upalebhire
irgendetwas wahr

tāḥ striyaḥ svapnaśīlajñāś ceṣṭāsaṃcalanādiṣu | tā vepathuparītāśca rājñaḥ prāṇeṣu śaṅkitāḥ | pratisrotastṛṇāgrāṇāṃ sadṛśaṃ saṃcakampire ||

Jene Frauen, die die Gewohnheiten seines Schlafes an Regung und Bewegung kannten, wurden von Zittern ergriffen, von Zweifel an des Königs Lebensatem befallen, und bebten gleich den gegen die Strömung gebeugten Grasspitzen.

Wort für Wort
tāḥ striyaḥ svapnaśīlajñāḥ
jene Frauen, die die Art seines Schlafes kannten
ceṣṭāsaṃcalanādiṣu
an Regung, Bewegung und dergleichen
tāḥ vepathuparītāḥ ca
und diese, von Zittern ergriffen
rājñaḥ prāṇeṣu śaṅkitāḥ
in Zweifel über das Leben des Königs
pratisrotastṛṇāgrāṇām sadṛśam
gleich den gegen die Strömung [gebeugten] Grasspitzen
saṃcakampire
erbebten sie

atha saṃvepamānānāṃ strīṇāṃ dṛṣṭvā ca pārthivam | yattadāśaṅkitaṃ pāpaṃ tasya jajñe viniścayaḥ ||

Als sie nun die zitternden Frauen sahen und dann den König selbst betrachteten, wurde jenes befürchtete Unheil zur Gewissheit.

Wort für Wort
atha saṃvepamānānām strīṇām dṛṣṭvā
als sie die zitternden Frauen sahen
ca pārthivam
und den König
yat tat āśaṅkitam pāpam
jenes befürchtete Unheil
tasya jajñe viniścayaḥ
davon entstand die Gewissheit

kausalyā ca sumitrā ca putraśokaparājite | prasupte na prabudhyete yathākālasamanvite ||

Kausalyā und Sumitrā, vom Kummer um den Sohn überwältigt, erwachten nicht aus ihrem Schlaf, als wären sie selbst vom Tod ereilt.

Wort für Wort
kausalyā ca sumitrā ca
Kausalyā und Sumitrā
putraśokaparājite (dvandva)
vom Kummer um den Sohn überwältigt
prasupte na prabudhyete
die beiden Schlafenden erwachten nicht
yathākālasamanvite
als wären sie [selbst] vom Tod ereilt

niṣprabhā ca vivarṇā ca sannā śokena sannatā | na vyarājata kausalyā tāreva timirāvṛtā ||

Glanzlos, entfärbt, erschöpft und vom Kummer gebeugt, erstrahlte Kausalyā nicht, gleich einem von Dunkel umhüllten Stern.

Wort für Wort
niṣprabhā ca vivarṇā ca
glanzlos und entfärbt
sannā śokena sannatā
erschöpft, vom Kummer gebeugt
na vyarājata kausalyā
Kausalyā erstrahlte nicht
tārā iva timirāvṛtā
gleich einem von Dunkel umhüllten Stern

kausalyānantaraṃ rājñaḥ sumitrā tadanantaram | na sma vibhrājate devī śokāśrululitānanā ||

Gleich neben Kausalyā, neben dem König, lag Sumitrā; auch diese Herrin erstrahlte nicht, ihr Antlitz von Tränen des Kummers benetzt.

Wort für Wort
kausalyānantaram rājñaḥ
neben Kausalyā, [neben] dem König
sumitrā tadanantaram
gleich daneben Sumitrā
na sma vibhrājate devī
die Herrin erstrahlte nicht
śokāśrululitānanā
ihr Antlitz von Tränen des Kummers benetzt

te ca dṛṣṭvā tathā supte śubhe devyau ca taṃ nṛpam | suptaṃ vodgataprāṇamantaḥpuramanyata ||

Und als sie die beiden schönen Herrinnen so schlafend sahen, und den König ebenso reglos, meinte der ganze Frauenpalast, er läge nur schlafend, obwohl sein Lebensatem bereits entwichen war.

Wort für Wort
te ca dṛṣṭvā
und diese, [sie] sehend
tathā supte śubhe devyau
die beiden schönen, so schlafenden Herrinnen
ca tam nṛpam
und jenen König
suptam vā udgataprāṇam
[für] schlafend, obwohl der Lebensatem entwichen war
antaḥpuram anyata
meinte der Frauenpalast

tataḥ pracukruśurdīnāḥ sasvaraṃ tā varāṅganāḥ | kareṇava ivāraṇye sthānapracyutayūthapāḥ ||

Da schrien jene elenden, edlen Frauen laut auf, gleich Elefantenkühen im Walde, deren Herdenführer von seinem Platz gewichen ist.

Wort für Wort
tataḥ pracukruśuḥ dīnāḥ
da schrien die elenden [Frauen] auf
sasvaram tāḥ varāṅganāḥ
laut, jene edlen Frauen
kareṇavaḥ iva araṇye
gleich Elefantenkühen im Wald
sthānapracyutayūthapāḥ
deren Herdenführer vom Platz gewichen ist

tāsāmākrandaśabdena sahasodgatacetane | kausalyā ca sumitrā ca tyaktanidre babhūvatuḥ ||

Durch den Klang ihres Wehklagens plötzlich zum Bewusstsein erwacht, wurden Kausalyā und Sumitrā beide ihres Schlafes ledig.

Wort für Wort
tāsām ākrandaśabdena
durch den Klang ihres Wehklagens
sahasā udgatacetane
plötzlich zum Bewusstsein gekommen
kausalyā ca sumitrā ca
Kausalyā und Sumitrā
tyaktanidre babhūvatuḥ
wurden beide ihres Schlafes ledig

kausalyā ca sumitrā ca dṛṣṭvā spṛṣṭvā ca pārthivam | hā nātheti parikruśya petaturdharaṇītale ||

Kausalyā und Sumitrā, den König erblickend und berührend, schrien 'Ach, o Gebieter!' auf und sanken zu Boden.

Wort für Wort
kausalyā ca sumitrā ca
Kausalyā und Sumitrā
dṛṣṭvā spṛṣṭvā ca pārthivam
den König sehend und berührend
hā nātha iti parikruśya
'Ach, o Gebieter!' aufschreiend
petatuḥ dharaṇītale
sanken beide zu Boden

sā kosalendraduhitā veṣṭamānā mahītale | na babhrāja rajodhvastā tāreva gaganacyutā ||

Jene Tochter des Herrn von Kosala, sich am Boden wälzend, vom Staub bedeckt, erstrahlte nicht, gleich einem vom Himmel gefallenen Stern.

Wort für Wort
sā kosalendraduhitā
jene Tochter des Herrn von Kosala
veṣṭamānā mahītale
sich am Boden wälzend
na babhrāja rajodhvastā
erstrahlte nicht, vom Staub bedeckt
tārā iva gaganacyutā
gleich einem vom Himmel gefallenen Stern

nṛpe śāntaguṇe jāte kausalyāṃ patitāṃ bhuvi | āpaśyaṃstāḥ striyaḥ sarvā hatāṃ nāgavadhūmiva ||

Als der König erloschen war, sahen all jene Frauen Kausalyā zu Boden gesunken, gleich einer erschlagenen Elefantenkuh.

Wort für Wort
nṛpe śāntaguṇe jāte
als der König [seiner Lebens-]Eigenschaften erloschen war
kausalyām patitām bhuvi
Kausalyā, zu Boden gesunken
āpaśyan tāḥ striyaḥ sarvāḥ
sahen all jene Frauen
hatām nāgavadhūm iva
gleich einer erschlagenen Elefantenkuh

tataḥ sarvā narendrasya kaikeyīpramukhāḥ striyaḥ | rudantyaḥ śokasaṃtaptāḥ nipeturgatacetanāḥ ||

Da sanken alle Frauen des Königs, an ihrer Spitze Kaikeyī, weinend und vom Kummer verbrannt, besinnungslos nieder.

Wort für Wort
tataḥ sarvāḥ narendrasya
da alle [Frauen] des Königs
kaikeyīpramukhāḥ striyaḥ
die Frauen, mit Kaikeyī an der Spitze
rudantyaḥ śokasaṃtaptāḥ
weinend, vom Kummer verbrannt
nipetuḥ gatacetanāḥ
sanken besinnungslos nieder

tābhiḥ sa balavānnādaḥ krośantībhiranudrutaḥ | yena sphītīkṛto bhūyastadgṛhaṃ samanādayat ||

Jener gewaltige Laut, von den Schreienden gemeinsam erhoben, dadurch noch verstärkt, erfüllte abermals jenes ganze Haus mit Widerhall.

Wort für Wort
tābhiḥ krośantībhiḥ anudrutaḥ
von jenen Schreienden begleitet
saḥ balavān nādaḥ
jener gewaltige Laut
yena sphītīkṛtaḥ
wodurch verstärkt
bhūyaḥ tadgṛham samanādayat
erfüllte abermals jenes Haus mit Widerhall

tat samuttrastasambhrāntaṃ paryutsukajanākulam | sarvataḥ tumulākrandaṃ paritāpārtabāndhavam ||

Jenes Haus war nun aufgeschreckt, verwirrt, erfüllt von ängstlich bewegten Menschen, überall von tosendem Wehklagen erfüllt, die Verwandten von Schmerz gequält -

Wort für Wort
tat samuttrastasambhrāntam
jenes [Haus war] aufgeschreckt und verwirrt
paryutsukajanākulam
erfüllt von ängstlich bewegten Menschen
sarvataḥ tumulākrandam
überall von tosendem Wehklagen
paritāpārtabāndhavam
die Verwandten von Schmerz gequält

sadyo nipatitānandaṃ dīnaviklavadarśanam | babhūva naradevasya sadma diṣṭāntamīyuṣaḥ ||

- jäh seiner Freude beraubt, von elendem, verzagtem Anblick, so wurde der Palast des Menschengottes, der sein Schicksalsende erreicht hatte.

Wort für Wort
sadyaḥ nipatitānandam
jäh seiner Freude beraubt
dīnaviklavadarśanam
von elendem, verzagtem Anblick
babhūva naradevasya sadma
so wurde der Palast des Menschengottes
diṣṭāntam īyuṣaḥ
der sein Schicksalsende erreicht hatte

atītamājñāya tu pārthivarṣabhaṃ yaśasvinaṃ saṃparivārya patnayaḥ | bhṛśaṃ rudantyaḥ karuṇaṃ suduḥkhitāḥ pragṛhya bāhū vyalapannanāthavat ||

Da sie erkannten, dass der ruhmreiche Stier unter den Königen dahingeschieden war, umringten ihn seine Gattinnen, weinten heftig und kläglich, tief betrübt, und, die Arme emporhebend, klagten sie wie Verwaiste.

Wort für Wort
atītam ājñāya tu
als sie aber erkannten, dass er dahingeschieden war
pārthivarṣabham yaśasvinam
den ruhmreichen Stier unter den Königen
saṃparivārya patnayaḥ
die Gattinnen, ihn umringend
bhṛśam rudantyaḥ karuṇam suduḥkhitāḥ
heftig weinend, kläglich, tief betrübt
pragṛhya bāhū
die Arme emporhebend
vyalapan anāthavat
klagten sie wie Verwaiste

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