Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 17: Vāli Rāma Saṃvādaḥ Vālins Anklage gegen Rāma

tataḥ śareṇa abhihato rāmeṇa raṇa karkaśaḥ | papāta sahasā vālī nikṛttaiva pādapaḥ || 4-17-1

Da fiel Vālī, von Rāmas Pfeil getroffen, der im Kampf so unerbittlich war, plötzlich zu Boden wie ein gefällter Baum.

Wort für Wort
tataḥ śareṇa abhihato
da vom Pfeil getroffen
rāmeṇa raṇa karkaśaḥ
von Rāma, der im Kampf unerbittlich
papāta sahasā vālī
fiel plötzlich Vālī
nikṛttaiva pādapaḥ
wie ein gefällter Baum

sa bhūmau nyasta sarvāṃgaḥ tapta kāṃcana bhūṣaṇaḥ | apatat deva rājasya mukta raśmir iva dhvajaḥ || 4-17-2

Er, dessen sämtliche Glieder auf die Erde hingestreckt wurden, mit Schmuck aus geglühtem Gold, fiel wie die Standarte des Götterkönigs, deren Halteseil gelöst wurde.

Wort für Wort
sa bhūmau nyasta sarvāṃgaḥ
er, dessen sämtliche Glieder auf die Erde gelegt wurden
tapta kāṃcana bhūṣaṇaḥ
mit Schmuck aus geglühtem Gold
apatat deva rājasya
fiel wie die des Götterkönigs
mukta raśmir iva dhvajaḥ
wie eine Standarte mit gelöstem Seil

asmin nipatite bhūmau hari ṛṣāṇām gaṇeśvare | naṣṭa candram iva vyoma na vyarājata medinī || 4-17-3

Als dieser Herrscher der Affenscharen zu Boden gefallen war, erstrahlte die Erde nicht mehr, wie der Himmel ohne den Mond nicht erstrahlt.

Wort für Wort
asmin nipatite bhūmau
als dieser zu Boden gefallen war
hari ṛṣāṇām gaṇeśvare
der Herrscher der Affenscharen
naṣṭa candram iva vyoma
wie der Himmel ohne den Mond
na vyarājata medinī
erstrahlte die Erde nicht

bhūmau nipatitasya api tasya deham mahātmanaḥ | na śrīr jahāti na prāṇā na tejo na parākramaḥ || 4-17-4

Selbst als sein hochgesinnter Körper zu Boden gefallen war, verließen weder Glanz noch Lebenskraft, noch Kraft, noch Tapferkeit seinen Leib.

Wort für Wort
bhūmau nipatitasya api
selbst als er zu Boden gefallen war
tasya deham mahātmanaḥ
dessen Leib, des Hochgesinnten
na śrīr jahāti na prāṇā
weder verließ ihn der Glanz noch die Lebenskraft
na tejo na parākramaḥ
noch der Glanz noch die Tapferkeit

śakra dattā varā mālā kāncanī ratna bhūṣitā | dadhāra hari mukhyasya prāṇān tejaḥ śriyam ca sā || 4-17-5

Die von Indra geschenkte, vortreffliche goldene, mit Edelsteinen geschmückte Girlande erhielt dem Ersten der Affen sein Leben, seinen Glanz und seine Schönheit.

Wort für Wort
śakra dattā varā mālā
die von Indra gegebene, vortreffliche Girlande
kāncanī ratna bhūṣitā
golden, mit Edelsteinen geschmückt
dadhāra hari mukhyasya
erhielt dem Ersten der Affen
prāṇān tejaḥ śriyam ca sā
Leben, Glanz und Schönheit, sie

sa tayā mālayā vīro haimayā hariyūthapaḥ | saṃdhyānugata paryantaḥ payodhara iva abhavat || 4-17-6

Der Held, der Anführer der Affenschar, wurde mit jener goldenen Girlande wie eine Wolke, deren Rand vom Abendrot gesäumt ist.

Wort für Wort
sa tayā mālayā vīro
er, der Held, mit jener Girlande
haimayā hariyūthapaḥ
golden, der Anführer der Affenschar
saṃdhyānugata paryantaḥ
dessen Rand vom Abendrot begleitet ist
payodhara iva abhavat
wurde wie eine Wolke

tasya mālā ca dehaḥ ca marmaghātī ca yaḥ śaraḥ | tridhā iva racitā lakṣmīḥ patitasya api śobhate || 4-17-7

Seine Girlande und sein Leib und der Pfeil, der seine lebenswichtige Stelle traf — diese dreifache, gleichsam kunstvoll gestaltete Schönheit erstrahlte selbst an dem Gefallenen.

Wort für Wort
tasya mālā ca dehaḥ ca
seine Girlande und sein Leib
marmaghātī ca yaḥ śaraḥ
und der Pfeil, der die lebenswichtige Stelle traf
tridhā iva racitā lakṣmīḥ
eine dreifach gestaltete Schönheit
patitasya api śobhate
erstrahlt selbst am Gefallenen

tat astram tasya vīrasya svarga mārga prabhāvanam | rāma bāṇāsana kṣiptam āvahat paramām gatim || 4-17-8

Jenes von Rāmas Bogen abgeschossene Geschoss, das den Weg zum Himmel erschloss, brachte jenem Helden den höchsten Zielort.

Wort für Wort
tat astram tasya vīrasya
jenes Geschoss für jenen Helden
svarga mārga prabhāvanam
das den Weg zum Himmel eröffnet
rāma bāṇāsana kṣiptam
von Rāmas Bogen abgeschossen
āvahat paramām gatim
brachte den höchsten Zielort

tam tathā patitam saṃkhye gata arciṣam iva analam | yayātim iva puṇyānte deva lokāt paricyutam || 4-17-9

Ihn, der so im Kampf gefallen war, wie ein Feuer, dessen Flamme erloschen ist, wie Yayāti, als sein Verdienst erschöpft war und er aus der Götterwelt herabgestürzt wurde,

Wort für Wort
tam tathā patitam saṃkhye
ihn, so im Kampf gefallen
gata arciṣam iva analam
wie ein Feuer, dessen Flamme erloschen ist
yayātim iva puṇyānte
wie Yayāti, als das Verdienst zu Ende war
deva lokāt paricyutam
aus der Götterwelt herabgestürzt

ādityam iva kālena yugānte bhuvi pātitam | mahendram iva durdharṣam upendram iva dussaham || 4-17-10

wie die Sonne, die durch die Zeit am Weltuntergang zur Erde herabgestürzt wird, ihn, den Unbezwingbaren wie Mahendra, den Unerträglichen wie Upendra,

Wort für Wort
ādityam iva kālena
wie die Sonne durch die Zeit
yugānte bhuvi pātitam
am Weltuntergang zur Erde gestürzt
mahendram iva durdharṣam
unbezwingbar wie Mahendra
upendram iva dussaham
unerträglich wie Upendra

mahendra putram patitam vālinam hema mālinam | vyūḍha uraskam mahābāhum dīptāsyam hari locanam || 4-17-11

den gefallenen Sohn Mahendras, den goldbekränzten Vālin, mit breiter Brust, starken Armen, leuchtendem Antlitz und goldbraunen Augen,

Wort für Wort
mahendra putram patitam
den gefallenen Sohn Mahendras
vālinam hema mālinam
Vālin, den Goldbekränzten
vyūḍha uraskam mahābāhum
mit breiter Brust, starken Armen
dīptāsyam hari locanam
mit leuchtendem Antlitz, goldbraunen Augen

tam tathā patitam vīram gata arciṣmatam iva analam || 4-17-12

ihn, den so gefallenen Helden, wie ein Feuer, dessen Flamme erloschen ist —

Wort für Wort
tam tathā patitam vīram
ihn, den so gefallenen Helden
gata arciṣmatam iva analam
wie ein Feuer, dessen Flamme erloschen ist

bahumānya ca tam vīram vīkṣamāṇam śanairiva | upayātau mahāvīryau bhrātarau rāma lakṣmaṇau || 4-17-13

mit großer Achtung betrachtend, näherten sich langsam die beiden überaus tapferen Brüder, Rāma und Lakṣmaṇa.

Wort für Wort
bahumānya ca tam vīram
und mit großer Achtung jenen Helden
vīkṣamāṇam śanairiva
langsam betrachtend
upayātau mahāvīryau
näherten sich die beiden überaus Tapferen
bhrātarau rāma lakṣmaṇau
die Brüder Rāma und Lakṣmaṇa

tam dṛṣṭvā rāghavam vālī lakṣmaṇam ca mahābalam | abravīt paruṣam vākyam praśritam dharma saṃhitam || 4-17-14

Als Vālī den Rāghava und den überaus starken Lakṣmaṇa sah, sprach er harte, doch zugleich demütige und dharma-gemäße Worte:

Wort für Wort
tam dṛṣṭvā rāghavam vālī
als Vālī jenen Rāghava sah
lakṣmaṇam ca mahābalam
und den überaus starken Lakṣmaṇa
abravīt paruṣam vākyam
sprach er ein hartes Wort
praśritam dharma saṃhitam
demütig und dharma-gemäß

sa bhūmau alpatejosuḥ nihato naṣṭa cetanaḥ | artha sahitayā vācā garvitam raṇa garvitam || 4-17-15

Er, am Boden liegend, an Glanz und Lebenskraft geschwächt, getroffen, fast bewusstlos, sprach mit sinnvoller Rede zu dem im Kampf Stolzen, dem einst so Stolzen:

Wort für Wort
sa bhūmau alpatejosuḥ
er, am Boden, mit geschwächtem Glanz und Lebenskraft
nihato naṣṭa cetanaḥ
getroffen, fast bewusstlos
artha sahitayā vācā
mit sinnvoller Rede
garvitam raṇa garvitam
zu dem Stolzen, im Kampf Stolzen

tvam narādhipateḥ putraḥ prathitaḥ priya darśanaḥ | parāṅmukha vadham kṛtvā ko atra prāptaḥ tvayā guṇaḥ | yadaham yuddha samrabdhaḥ tvat kṛte nidhanam gataḥ || 4-17-16

'Du bist der berühmte Sohn eines Herrschers der Menschen, lieblich anzusehen — welchen Verdienst hast du dir erworben, indem du einen von dir Abgewandten getötet hast, während ich, im Kampf mit einem anderen ganz vertieft, durch dich den Tod fand?'

Wort für Wort
tvam narādhipateḥ putraḥ
du bist der Sohn eines Herrschers der Menschen
prathitaḥ priya darśanaḥ
berühmt, lieblich anzusehen
parāṅmukha vadham kṛtvā ko atra prāptaḥ tvayā guṇaḥ
welchen Verdienst hast du erlangt, einen Abgewandten tötend
yadaham yuddha samrabdhaḥ tvat kṛte nidhanam gataḥ
während ich, im Kampf vertieft, durch dich den Tod fand

kulīnaḥ sattva saṃpannaḥ tejasvī caritavrataḥ | rāmaḥ karuṇavedī ca prajānām ca hiterataḥ || 4-17-17

'Rāma sei von edler Herkunft, von wahrhaftem Wesen begabt, glanzvoll, seinen Gelübden treu, mitfühlend und dem Wohl seiner Untertanen zugetan —'

Wort für Wort
kulīnaḥ sattva saṃpannaḥ
von edler Herkunft, mit wahrhaftem Wesen begabt
tejasvī caritavrataḥ
glanzvoll, seinen Gelübden gemäß handelnd
rāmaḥ karuṇavedī ca
Rāma, mitfühlend
prajānām ca hiterataḥ
dem Wohl der Untertanen zugetan

sānukrośo mahotsāhaḥ samayajño dṛḍhavrataḥ | iti etat sarva bhūtāni kathayanti yaśo bhuvi || 4-17-18

'gnädig, von großer Tatkraft, die rechte Zeit kennend, von festem Gelübde — so erzählen alle Wesen auf Erden von seinem Ruhm.'

Wort für Wort
sānukrośo mahotsāhaḥ
gnädig, von großer Tatkraft
samayajño dṛḍhavrataḥ
die rechte Zeit kennend, von festem Gelübde
iti etat sarva bhūtāni
so alle Wesen
kathayanti yaśo bhuvi
erzählen (seinen) Ruhm auf Erden

damaḥ śamaḥ kṣamā dharmo dhṛti satyam parākramaḥ | parthivānām guṇā rājan daṇḍaḥ ca apakāriṣu || 4-17-19

'Selbstbeherrschung, Gleichmut, Geduld, Rechtschaffenheit, Standhaftigkeit, Wahrhaftigkeit und Tapferkeit sowie Bestrafung von Übeltätern — das, o König, sind die Tugenden der Könige.'

Wort für Wort
damaḥ śamaḥ kṣamā dharmo
Selbstbeherrschung, Gleichmut, Geduld, Rechtschaffenheit
dhṛti satyam parākramaḥ
Standhaftigkeit, Wahrheit, Tapferkeit
parthivānām guṇā rājan
die Tugenden der Könige, o König
daṇḍaḥ ca apakāriṣu
und Strafe gegenüber Übeltätern

tān guṇān saṃprādhārya aham agryam ca abhijanam tava | tārayā pratiṣiddho api sugrīveṇa samāgataḥ || 4-17-20

'In der Überzeugung, dass du diese Tugenden besitzt, und in Anbetracht deiner erhabenen Abstammung, trat ich, obwohl Tārā mich davon abhielt, mit Sugrīva ins Bündnis.'

Wort für Wort
tān guṇān saṃprādhārya
diese Tugenden bedenkend
aham agryam ca abhijanam tava
ich und deine erhabene Abstammung
tārayā pratiṣiddho api
obwohl von Tārā abgehalten
sugrīveṇa samāgataḥ
trat ich mit Sugrīva zusammen

na mām anyena saṃrabdham pramattam veddhum arhasi | iti me buddhir utpannā babhūva adarśane tava || 4-17-21

'Du solltest mich nicht töten, während ich mit einem anderen im Kampfeifer, unachtsam bin' — so entstand in mir der Gedanke, weil ich dich bisher nicht gesehen hatte.'

Wort für Wort
na mām anyena saṃrabdham
mich nicht, mit einem anderen im Kampfeifer
pramattam veddhum arhasi
solltest du, unachtsam, töten
iti me buddhir utpannā
so entstand mein Gedanke
babhūva adarśane tava
weil ich dich nicht gesehen hatte

na tvām vinihata ātmānam dharma dhvajam adhārmikam | jāne pāpa samācāram tṛṇaiḥ kūpam iva āvṛtam || 4-17-22

'Ich habe nicht erkannt, dass du, obwohl dein wahres Wesen verdorben ist, eine Fahne des Dharma vorschützend in Wahrheit unrecht handelst, ein Übeltäter, verdeckt wie ein mit Gras überwachsener Brunnen.'

Wort für Wort
na tvām vinihata ātmānam
ich habe dich nicht als (im Innern) verdorben erkannt
dharma dhvajam adhārmikam
als eine Fahne des Dharma, unrecht handelnd
jāne pāpa samācāram
ich erkenne den Übeltäter
tṛṇaiḥ kūpam iva āvṛtam
wie einen mit Gras bedeckten Brunnen

satām veṣa dharam pāpam pracchannam iva pāvakam | na aham tvām abhijānāmi dharma chadmābhi saṃvṛtam || 4-17-23

'Ich habe dich nicht erkannt als einen, der das Gewand der Rechtschaffenen trägt, während er böse ist, wie ein verborgenes Feuer, verhüllt unter dem Schein des Dharma.'

Wort für Wort
satām veṣa dharam pāpam
der das Gewand der Rechtschaffenen trägt, böse
pracchannam iva pāvakam
verborgen wie Feuer
na aham tvām abhijānāmi
ich habe dich nicht erkannt
dharma chadmābhi saṃvṛtam
verhüllt unter dem Vorwand des Dharma

viṣaye vā pure vā te yadā pāpam karomi aham | na ca tvām avajāne ahaṃ kasmāt tvam haṃsi akilbiṣam || 4-17-24

'Wann habe ich in deinem Reich oder deiner Stadt ein Unrecht begangen? Und ich habe dich nie missachtet — weshalb also tötest du mich, den Schuldlosen?'

Wort für Wort
viṣaye vā pure vā te
in deinem Reich oder deiner Stadt
yadā pāpam karomi aham
wann habe ich Unrecht begangen
na ca tvām avajāne ahaṃ
und ich missachte dich nicht
kasmāt tvam haṃsi akilbiṣam
weshalb tötest du den Schuldlosen

phala mūla aśanam nityam vānaram vana gocaram | mām iha apratiyudhyantam anyena ca samāgatam || 4-17-25

'mich, der ich stets von Wurzeln und Früchten lebe, einen Affen, der im Wald umherstreift, der ich hier nicht gegen dich kämpfte, sondern mit einem anderen im Kampf war,'

Wort für Wort
phala mūla aśanam nityam
stets von Frucht und Wurzel lebend
vānaram vana gocaram
ein Affe, im Wald umherstreifend
mām iha apratiyudhyantam
mich, hier nicht gegen dich kämpfend
anyena ca samāgatam
sondern mit einem anderen zusammengetroffen

tvam narādhipateḥ putraḥ pratītaḥ priyadarśanaḥ | lingam api asti te rājan dṛśyate dharma samhitam || 4-17-26

'Du bist der angesehene Sohn eines Herrschers der Menschen, lieblich anzusehen; auch trägst du, o König, die äußeren Zeichen, die auf Rechtschaffenheit hinweisen.'

Wort für Wort
tvam narādhipateḥ putraḥ
du bist der Sohn eines Herrschers der Menschen
pratītaḥ priyadarśanaḥ
angesehen, lieblich anzusehen
lingam api asti te rājan
auch besitzt du, o König, ein Zeichen
dṛśyate dharma samhitam
das mit Dharma verbunden erscheint

kaḥ kṣatriya kulejātaḥ śrutavān naṣṭasaṃśayaḥ | dharma liṃga praticchannaḥ krūram karma samācaret || 4-17-27

'Welcher im Geschlecht der Kṣatriyas Geborene, gelehrt und frei von Zweifeln, würde, unter dem äußeren Zeichen der Rechtschaffenheit verborgen, eine grausame Tat begehen?'

Wort für Wort
kaḥ kṣatriya kulejātaḥ
welcher im Kṣatriya-Geschlecht Geborene
śrutavān naṣṭasaṃśayaḥ
gelehrt, frei von Zweifeln
dharma liṃga praticchannaḥ
unter dem Zeichen des Dharma verborgen
krūram karma samācaret
würde eine grausame Tat begehen

rāma rāghava kule jāto dharmavān iti viśrutaḥ | abhavyo bhavya rūpeṇa kim artham paridhāvase || 4-17-28

'Rāma, du bist im Geschlecht der Rāghavas geboren und wirst als rechtschaffen gepriesen — warum läufst du, unheilvoll unter heilvoller Gestalt verborgen, so umher?'

Wort für Wort
rāma rāghava kule jāto
Rāma, im Geschlecht der Rāghavas geboren
dharmavān iti viśrutaḥ
als rechtschaffen bekannt
abhavyo bhavya rūpeṇa
unheilvoll, unter heilvoller Gestalt
kim artham paridhāvase
zu welchem Zweck läufst du umher

sāma dānam kṣamā dharmaḥ satyam dhṛti parākramau | pārthivānām guṇā rājan daṇḍaḥ ca api apakāriṣu || 4-17-29

'Versöhnlichkeit, Freigebigkeit, Geduld, Rechtschaffenheit, Wahrheit, Standhaftigkeit und Tapferkeit — das, o König, sind die Tugenden der Könige, sowie Bestrafung der Übeltäter.'

Wort für Wort
sāma dānam kṣamā dharmaḥ
Versöhnlichkeit, Freigebigkeit, Geduld, Rechtschaffenheit
satyam dhṛti parākramau
Wahrheit, Standhaftigkeit, Tapferkeit
pārthivānām guṇā rājan
die Tugenden der Könige, o König
daṇḍaḥ ca api apakāriṣu
und Strafe für Übeltäter

vayam vanacarā rāma mṛgā mūla phala aśanāḥ | eṣā prakṛtir asmākam puruṣaḥ tvam nareśvaraḥ || 4-17-30

'Wir, o Rāma, sind Waldbewohner, Tiere, die sich von Wurzeln und Früchten ernähren — dies ist unsere natürliche Beschaffenheit; du aber bist ein Mensch, ein Herrscher der Menschen.'

Wort für Wort
vayam vanacarā rāma
wir sind Waldbewohner, o Rāma
mṛgā mūla phala aśanāḥ
Tiere, von Wurzel und Frucht lebend
eṣā prakṛtir asmākam
dies ist unsere Natur
puruṣaḥ tvam nareśvaraḥ
du bist ein Mensch, Herrscher der Menschen

bhūmir hiraṇyam rūpam ca nigrahe kāraṇāni ca | tatra kaḥ te vane lobho madīyeṣu phaleṣu vā || 4-17-31

'Land, Gold und Schönheit sind die Gründe für Bestrafung — welche Habgier also hast du an meinem Wald oder an meinen Früchten?'

Wort für Wort
bhūmir hiraṇyam rūpam ca
Land, Gold und Schönheit
nigrahe kāraṇāni ca
sind Gründe für Bestrafung
tatra kaḥ te vane lobho
welche Habgier hast du also am Wald
madīyeṣu phaleṣu vā
oder an meinen Früchten

nayaḥ ca vinayaḥ ca ubhau nigraha anugrahau api | rāja vṛttir asaṃkīrṇā na nṛpāḥ kāma vṛttayaḥ || 4-17-32

'Klugheit und Bescheidenheit sowie Bestrafung und Gnade — das ist das unvermischte, reine Amt eines Königs; Könige handeln nicht aus bloßer Begierde.'

Wort für Wort
nayaḥ ca vinayaḥ ca ubhau
Klugheit und Bescheidenheit, beides
nigraha anugrahau api
auch Bestrafung und Gnade
rāja vṛttir asaṃkīrṇā
ist das unvermischte Amt des Königs
na nṛpāḥ kāma vṛttayaḥ
Könige handeln nicht aus Begierde

tvam tu kāma pradhānaḥ ca kopanaḥ ca anavasthitaḥ | rāja vṛtteṣu saṃkīrṇaḥ śarāsana parāyaṇaḥ || 4-17-33

'Du aber bist von Begierde beherrscht, jähzornig und unbeständig, in den Pflichten eines Königs vermischt mit Unrecht, einzig auf den Bogen bedacht.'

Wort für Wort
tvam tu kāma pradhānaḥ ca
du aber bist von Begierde beherrscht
kopanaḥ ca anavasthitaḥ
jähzornig und unbeständig
rāja vṛtteṣu saṃkīrṇaḥ
in den königlichen Pflichten vermischt
śarāsana parāyaṇaḥ
einzig auf den Bogen bedacht

na te asti apacitiḥ dharme na arthe buddhir avasthitā | indriyaiḥ kāma vṛttaḥ san kṛṣyase manujeśvara || 4-17-34

'Du hast keine Ehrfurcht vor dem Dharma, dein Verstand ist nicht auf den rechten Nutzen gerichtet; von deinen Sinnen und deiner Begierde beherrscht, wirst du fortgerissen, o Herrscher der Menschen.'

Wort für Wort
na te asti apacitiḥ dharme
du hast keine Ehrfurcht vor dem Dharma
na arthe buddhir avasthitā
dein Verstand ist nicht auf den Nutzen gerichtet
indriyaiḥ kāma vṛttaḥ san
von Sinnen und Begierde beherrscht seiend
kṛṣyase manujeśvara
wirst du fortgerissen, Herrscher der Menschen

hatvā bāṇena kākutstha mām iha anaparādhinam | kim vakṣyasi satām madhye karma kṛtvā jugupsitam || 4-17-35

'Was wirst du, o Kākutstha, inmitten der Rechtschaffenen sagen, nachdem du mich, den Schuldlosen, hier mit einem Pfeil getötet und eine verabscheuungswürdige Tat begangen hast?'

Wort für Wort
hatvā bāṇena kākutstha
mit einem Pfeil getötet, o Kākutstha
mām iha anaparādhinam
mich hier, den Schuldlosen
kim vakṣyasi satām madhye
was wirst du inmitten der Rechtschaffenen sagen
karma kṛtvā jugupsitam
nachdem du eine verabscheuungswürdige Tat begangen hast

rājahā brahmahā goghnaḥ coraḥ prāṇivadhe rataḥ | nāstikaḥ parivettā ca sarve niraya gāminaḥ || 4-17-36

'Ein Königsmörder, ein Brahmanenmörder, ein Kuhtöter, ein Dieb, wer sich am Töten von Lebewesen erfreut, ein Gottesleugner und wer vor dem älteren Bruder heiratet — sie alle gehen in die Hölle;'

Wort für Wort
rājahā brahmahā goghnaḥ
ein Königsmörder, Brahmanenmörder, Kuhtöter
coraḥ prāṇivadhe rataḥ
ein Dieb, am Töten von Lebewesen erfreut
nāstikaḥ parivettā ca
ein Gottesleugner und wer vor dem Bruder heiratet
sarve niraya gāminaḥ
alle gehen in die Hölle

sūcakaḥ ca kadaryaḥ ca mitrghno gurutalpagaḥ | lokaṃ pāpātmānam ete gacchante na atra saṃśayaḥ || 4-17-37

'ein Denunziant, ein Geizhals, ein Freundesverräter und wer das Lager des Lehrers befleckt — diese Übeltäter gehen ohne Zweifel in eine böse Welt.'

Wort für Wort
sūcakaḥ ca kadaryaḥ ca
ein Denunziant und ein Geizhals
mitrghno gurutalpagaḥ
ein Freundesverräter, wer das Lager des Lehrers befleckt
lokaṃ pāpātmānam ete gacchante
diese gehen in eine böse Welt
na atra saṃśayaḥ
daran besteht kein Zweifel

adhāryam carma me sadbhī romāṇi asthi ca varjitam | abhakṣyāṇi ca māṃsāni tvat vidhaiḥ dharmacāribhiḥ || 4-17-38

'Mein Fell darf von den Rechtschaffenen nicht getragen werden, meine Haare und Knochen sind ausgeschlossen, und mein Fleisch darf von Menschen deiner Art, die den Dharma pflegen, nicht gegessen werden —'

Wort für Wort
adhāryam carma me sadbhī
mein Fell darf von den Rechtschaffenen nicht getragen werden
romāṇi asthi ca varjitam
Haare und Knochen sind ausgeschlossen
abhakṣyāṇi ca māṃsāni
und das Fleisch ist ungenießbar
tvat vidhaiḥ dharmacāribhiḥ
für Menschen deiner Art, die den Dharma pflegen

paṃca paṃca nakhā bhakṣyā brahma kṣatreṇa rāghava | śalyakaḥ śvāvidho godhā śaśaḥ kūrmaḥ ca paṃcamaḥ || 4-17-39

'nur fünf Krallentiere sind für Brahmanen und Kṣatriyas als Speise erlaubt, o Rāghava: das Stachelschwein, der Igel, die Waran-Eidechse, der Hase und als fünftes die Schildkröte.'

Wort für Wort
paṃca paṃca nakhā bhakṣyā
fünf Krallentiere sind als Speise erlaubt
brahma kṣatreṇa rāghava
für Brahmanen und Kṣatriyas, o Rāghava
śalyakaḥ śvāvidho godhā
Stachelschwein, Igel, Waran
śaśaḥ kūrmaḥ ca paṃcamaḥ
Hase und als fünftes die Schildkröte

carma ca asthi ca me rājan na spṛśanti manīṣiṇaḥ | abhakṣyāni ca māṃsāni so aham paṃca nakho hataḥ || 4-17-40

'Weder mein Fell noch meine Knochen berühren die Weisen, o König, und mein Fleisch ist ungenießbar; und dennoch bin ich, obwohl ein Fünf-Krallen-Tier, das nicht dazugehört, getötet worden.'

Wort für Wort
carma ca asthi ca me rājan
mein Fell und meine Knochen, o König
na spṛśanti manīṣiṇaḥ
berühren die Weisen nicht
abhakṣyāni ca māṃsāni
und das Fleisch ist ungenießbar
so aham paṃca nakho hataḥ
ich, ein Fünf-Krallen-Tier, wurde getötet

tārayā vākyam ukto aham satyam sarvajñayā hitam | tad atikramya mohena kālasya vaśam āgataḥ || 4-17-41

'Ich wurde von Tārā, die alles weiß, mit einem wahren, heilsamen Wort angesprochen; doch ich überschritt es aus Verblendung und geriet in die Gewalt der Zeit.'

Wort für Wort
tārayā vākyam ukto aham
ich wurde von Tārā mit einem Wort angesprochen
satyam sarvajñayā hitam
wahr, von der Allwissenden, heilsam
tad atikramya mohena
dieses aus Verblendung überschreitend
kālasya vaśam āgataḥ
geriet ich in die Gewalt der Zeit

tvayā nāthena kākutstha na sanāthā vasuṃdharā | pramadā śīla saṃpūrṇā pati eva ca vidharmiṇā || 4-17-42

'Mit dir als Herrn, o Kākutstha, ist die Erde nicht wahrhaft beschützt — wie eine tugendhafte Frau nicht wahrhaft beschützt ist, wenn ihr Gatte selbst rechtlos ist.'

Wort für Wort
tvayā nāthena kākutstha
mit dir als Herrn, o Kākutstha
na sanāthā vasuṃdharā
ist die Erde nicht wahrhaft beschützt
pramadā śīla saṃpūrṇā
eine tugendhaft vollkommene Frau
pati eva ca vidharmiṇā
wenn der Gatte selbst rechtlos ist

śaṭho naikṛtikaḥ kṣudro mithyā praśrita mānasaḥ | katham daśarathena tvam jātaḥ pāpo mahātmanā || 4-17-43

'Wie konntest du, ein Betrüger, Ränkeschmied, Niederträchtiger, dessen Herz scheinbar demütig, doch verlogen ist, ein solcher Übeltäter, von dem hochgesinnten Daśaratha geboren werden?'

Wort für Wort
śaṭho naikṛtikaḥ kṣudro
Betrüger, Ränkeschmied, Niederträchtiger
mithyā praśrita mānasaḥ
dessen Herz falsch demütig ist
katham daśarathena tvam
wie konntest du von Daśaratha
jātaḥ pāpo mahātmanā
als Übeltäter geboren werden, von dem Hochgesinnten

chinna cāritrya kakṣyeṇa satām dharma ativartinā | tyakta dharma aṃkuśena aham nihato rāma hastinā || 4-17-44

'Von dir, dessen sittlicher Zaum zerrissen ist, der die Rechtschaffenheit der Guten überschreitet, von dir, dem Elefanten Rāma, der den Zügel des Dharma abgeworfen hat, wurde ich getötet.'

Wort für Wort
chinna cāritrya kakṣyeṇa
von dem, dessen sittlicher Zaum zerrissen ist
satām dharma ativartinā
der die Rechtschaffenheit der Guten überschreitet
tyakta dharma aṃkuśena
von dem, der den Zügel des Dharma abgeworfen hat
aham nihato rāma hastinā
wurde ich getötet, von dem Elefanten Rāma

aśubham ca api ayuktam ca satām ca eva vigarhitam | vakṣyase ca īdṛśam kṛtvā sadbhiḥ saha samāgataḥ || 4-17-45

'Ein solches unheilvolles, unrechtes und von den Guten verurteiltes Werk hast du vollbracht — was wirst du sagen, wenn du wieder mit Rechtschaffenen zusammentriffst?'

Wort für Wort
aśubham ca api ayuktam ca
unheilvoll und auch unrecht
satām ca eva vigarhitam
und von den Guten verurteilt
vakṣyase ca īdṛśam kṛtvā
was wirst du sagen, ein solches vollbracht habend
sadbhiḥ saha samāgataḥ
wenn du mit den Rechtschaffenen zusammentriffst

udāsīneṣu yo asmāsu vikramo ayam prakāśitaḥ | apakāriṣu te rāma na evam paśyāmi vikramam || 4-17-46

'Diese Tapferkeit, die du an mir gezeigt hast, obwohl ich dir gegenüber gleichgültig war — eine solche Tapferkeit gegenüber deinen wahren Übeltätern sehe ich, Rāma, bei dir nicht.'

Wort für Wort
udāsīneṣu yo asmāsu
gegenüber uns, den Gleichgültigen
vikramo ayam prakāśitaḥ
diese Tapferkeit wurde gezeigt
apakāriṣu te rāma
gegenüber deinen Übeltätern, Rāma
na evam paśyāmi vikramam
sehe ich eine solche Tapferkeit nicht

dṛśyamānaḥ tu yudhyethā mayā yudhi nṛpātmaja | adya vaivasvatam devam paśyeḥ tvam nihato mayā || 4-17-47

'Hättest du, o Königssohn, offen sichtbar mit mir im Kampf gefochten, so hättest du heute, von mir getötet, den Gott Vaivasvata gesehen.'

Wort für Wort
dṛśyamānaḥ tu yudhyethā
sichtbar hättest du gekämpft
mayā yudhi nṛpātmaja
mit mir im Kampf, o Königssohn
adya vaivasvatam devam
heute den Gott Vaivasvata
paśyeḥ tvam nihato mayā
hättest du gesehen, von mir getötet

tvayā adṛśyena tu raṇe nihato aham durāsadaḥ | prasuptaḥ pannagena iva naraḥ pāpa vaśam gataḥ || 4-17-48

'Doch von dir, unsichtbar, wurde ich, der Unbezwingbare, im Kampf getötet, wie ein Schlafender von einer Schlange, geraten unter die Macht der Sünde.'

Wort für Wort
tvayā adṛśyena tu raṇe
von dir aber, unsichtbar, im Kampf
nihato aham durāsadaḥ
wurde ich, der Unbezwingbare, getötet
prasuptaḥ pannagena iva
wie ein Schlafender von einer Schlange
naraḥ pāpa vaśam gataḥ
ein Mensch, unter die Macht der Sünde geraten

sugrīva priya kāmena yad aham nihataḥ tvayā | mām eva yadi pūrvam tvam etad artham acodayaḥ | maithilim aham eka āhnā tava ca ānītavān bhaveḥ || 4-17-49

'Dass du mich getötet hast, um Sugrīva einen Gefallen zu tun — hättest du dich zuvor an mich, an eben mich, mit diesem Anliegen gewandt, so hätte ich dir binnen eines einzigen Tages Maithilī zurückgebracht.'

Wort für Wort
sugrīva priya kāmena
aus dem Verlangen, Sugrīva einen Gefallen zu tun
yad aham nihataḥ tvayā
dass ich von dir getötet wurde
mām eva yadi pūrvam tvam etad artham acodayaḥ
hättest du zuvor eben mich mit diesem Anliegen angesprochen
maithilim aham eka āhnā tava ca ānītavān bhaveḥ
hätte ich dir Maithilī binnen eines Tages zurückgebracht

rākṣasam ca durātmānām tava bhārya apahāriṇam | kaṇṭhe baddhvā pradadyām te anihatam rāvaṇam raṇe || 4-17-50

'Und den Rākṣasa mit dem bösen Herzen, den Räuber deiner Gattin, hätte ich, ihn am Hals gefesselt, dir übergeben — Rāvaṇa, ohne dass er im Kampf getötet werden müsste.'

Wort für Wort
rākṣasam ca durātmānām
und den bösgesinnten Rākṣasa
tava bhārya apahāriṇam
den Räuber deiner Gattin
kaṇṭhe baddhvā pradadyām te
am Hals gefesselt hätte ich dir übergeben
anihatam rāvaṇam raṇe
Rāvaṇa, ohne im Kampf getötet zu werden

nyastām sāgara toye vā pātāle vā api maithilīm | ānayeyam tava ādeśāt śvetām aśvatarīm iva || 4-17-51

'Selbst wenn Maithilī in den Fluten des Ozeans oder in der Unterwelt verborgen wäre, hätte ich sie auf deinen Befehl herbeigebracht, wie eine weiße Maultierstute.'

Wort für Wort
nyastām sāgara toye vā
verborgen in den Fluten des Ozeans
pātāle vā api maithilīm
oder auch in der Unterwelt, Maithilī
ānayeyam tava ādeśāt
hätte ich auf deinen Befehl herbeigebracht
śvetām aśvatarīm iva
wie eine weiße Maultierstute

yuktam yat prapnuyāt rājyam sugrīvaḥ svar gate mayi | ayuktam yad adharmeṇa tvayā aham nihato raṇe || 4-17-52

'Es wäre angemessen gewesen, dass Sugrīva das Königtum erlangt, nachdem ich in den Himmel eingegangen wäre; unangemessen aber ist es, dass ich durch dich mit Unrecht im Kampf getötet wurde.'

Wort für Wort
yuktam yat prapnuyāt rājyam
angemessen wäre es, dass er das Königtum erlangt
sugrīvaḥ svar gate mayi
Sugrīva, wenn ich in den Himmel gegangen wäre
ayuktam yad adharmeṇa
unangemessen ist es, dass mit Unrecht
tvayā aham nihato raṇe
ich von dir im Kampf getötet wurde

kāmam evam vidham lokaḥ kālena viniyujyate | kṣamam cet bhavatā prāptam uttaram sādhu ciṃtyatām || 4-17-53

'Fürwahr, so wird die Welt von der Zeit gelenkt; wenn du dies für angemessen hältst, so überdenke wohl die Antwort, die du geben wirst.'

Wort für Wort
kāmam evam vidham lokaḥ
fürwahr, auf solche Weise wird die Welt
kālena viniyujyate
von der Zeit gelenkt
kṣamam cet bhavatā prāptam
wenn dies von dir für angemessen erachtet wird
uttaram sādhu ciṃtyatām
möge die Antwort wohl bedacht werden

iti evam uktvā pariśuṣka vaktraḥ śara abhighātāt vyathito mahātmā | samīkṣya rāmam ravi saṃnikāśam tūṣṇīm babhau vānara rāja sūnuḥ || 4-17-54

So gesprochen habend, mit ausgetrocknetem Mund, von dem Pfeilschlag gepeinigt, verstummte der hochgesinnte Sohn des Affenkönigs, während er Rāma, der der Sonne glich, betrachtete.

Wort für Wort
iti evam uktvā pariśuṣka vaktraḥ
so gesprochen, mit ausgetrocknetem Mund
śara abhighātāt vyathito mahātmā
von dem Pfeilschlag gepeinigt, der Hochgesinnte
samīkṣya rāmam ravi saṃnikāśam
Rāma betrachtend, der der Sonne glich
tūṣṇīm babhau vānara rāja sūnuḥ
verstummte der Sohn des Affenkönigs

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