atīva khalu te kāṃtā vasudhā vasudhādhipa |
gata asur api tām gātraiḥ mām vihāya niṣevase || 4-20-6
'Wahrlich, allzu lieb ist dir, o Herr der Erde, die Erde selbst geworden — selbst jetzt, deiner Lebenskraft beraubt, umarmst du sie mit deinen Gliedern und lässt mich im Stich.'
Wort für Wort
atīva khalu te kāṃtā
allzu lieb ist dir wahrlich
vasudhā vasudhādhipa
die Erde, o Herr der Erde
gata asur api tām gātraiḥ
selbst der Lebenskraft beraubt, sie mit den Gliedern
niḥśreyasa parā mohāt tvayā ca aham vigarhitā |
yā eṣā abruvam hitam vākyam vānarendra hita eṣiṇī || 4-20-12
'Durch Verblendung über das höchste Heil wurde ich von dir getadelt, ich, die ich dir ein heilsames Wort sagte, o Herr der Affen, um dein Wohl bemüht.'
asthāne vālinam hatvā yudhyamānam pareṇa ca |
na saṃtapyati kākutsthaḥ kṛtvā sugarhitam || 4-20-15
'Vālin getötet zu haben, während er mit einem anderen kämpfte, obwohl er selbst nicht der rechte Gegner war — dass Kākutstha, nachdem er eine so schwer zu tadelnde Tat begangen hat, keine Reue empfindet —'
'Die Witwenschaft, den Kummer, den erbärmlichen Zustand werde ich, die ich früher, ohne selbst erbärmlich zu sein, kein Leid kannte, nun wie eine Herrenlose ertragen müssen.'
Wort für Wort
vaidhavyam śoka saṃtāpam
die Witwenschaft, den Kummer
kṛpaṇam akṛpaṇā satī
den erbärmlichen Zustand, ich, die Nicht-Erbärmliche
lālitaḥ ca aṃgado vīraḥ sukumāraḥ sukhocitaḥ |
vatsyate kām avasthām me pitṛvye krodha mūrcchite || 4-20-17
'Und der zärtlich gepflegte, tapfere, zarte, an Wohlleben gewöhnte Aṅgada — in welchem Zustand wird er verbleiben, während sein Onkel vom Zorn übermannt ist?'
kim aṃgadam sa aṃgada vīra bāho vihāya yāto asi adya ciram pravāsam |
na yuktam evam guṇa saṃnikṛṣṭam vihāya putram priya putram priya cāru veṣam || 4-20-24
'Warum bist du, o Held mit den Aṅgada-Armreifen an den Armen, heute deinen Sohn Aṅgada verlassend, in die lange Ferne gegangen? Es ziemt sich nicht, dass du so den mit Tugenden begabten, geliebten, lieblich geschmückten Sohn verlässt.'
Wort für Wort
kim aṃgadam sa aṃgada vīra bāho
warum, o Held mit den Aṅgada-Armreifen, Aṅgada
vihāya yāto asi adya ciram pravāsam
verlassend, bist du heute in die lange Ferne gegangen
na yuktam evam guṇa saṃnikṛṣṭam
es ziemt sich nicht, so den mit Tugenden Begabten
vihāya putram priya putram priya cāru veṣam
zu verlassen, den geliebten, lieblich geschmückten Sohn
yadi apriyam kiṃcid asaṃpradhārya kṛtam mayā syāt tava dīrgha bāho |
kṣamasva me tat hari vaṃśa nātha vrajāmi mūrdhnā tava vīra pādau || 4-20-25
'Wenn ich, o Langarmiger, unbedacht irgendetwas Unliebsames getan habe, so verzeih mir das, o Herr des Affengeschlechts — ich neige mein Haupt zu deinen Füßen, o Held.'
tathā tu tārā karuṇam rudaṃtī bhartuḥ samīpe saha vānarībhiḥ |
vyavasyata prāyam anindya varṇā upopaveṣṭum bhuvi yatra vālī || 4-20-26
So aber, kläglich weinend, in der Nähe ihres Gatten, mit den Affenfrauen, entschloss sich Tārā, die von makelloser Schönheit, sich dort zu Boden zu setzen, um dort zu fasten, wo Vālī lag.
Wort für Wort
tathā tu tārā karuṇam rudaṃtī
so aber Tārā, kläglich weinend
bhartuḥ samīpe saha vānarībhiḥ
in der Nähe des Gatten, mit den Affenfrauen
vyavasyata prāyam anindya varṇā
entschloss sich zum Fasten, die von makelloser Schönheit