Nun sind seit jener Zeit mehr als hundert Jahre vergangen; ich habe auf den rechten Ort und die rechte Zeit gewartet, die Worte des Weisen im Herzen bewahrend.
uditāṃ maraṇe buddhiṃ munivākyair nivartaye |
buddhir yā tena me dattā prāṇānāṃ rakṣaṇe mama ||
sā me apanayate duḥkhaṃ dīptevāgniśikhā tamaḥ |
Den in mir aufgestiegenen Entschluss zum Tod wendete ich durch die Worte des Weisen ab; der Entschluss, den er mir zur Bewahrung meines Lebens gab, vertreibt meinen Kummer, wie eine lodernde Feuerflamme die Finsternis.
budhyatā ca mayā vīryaṃ rāvaṇasya durātmanaḥ |
putraḥ saṃtarjito vāgbhir na trātā maithilī katham |
Und da ich die Macht des bösen Rāvaṇa erkannte, dachte ich: ›Der Sohn wurde mit Worten zurechtgewiesen — wie sollte da die Maithilī nicht gerettet werden können?‹
tasyā vilapitaṃ śrutvā tau ca sītāviyojitau |
na me daśarathasnehāt putreṇotpāditaṃ priyam |
Als ich von ihrem Wehklagen gehört hatte, und von den beiden, die von Sītā getrennt waren, wurde mir durch meine Zuneigung zum Sohn des Daśaratha keine Freude bereitet.
›Durch die Macht des königlichen Weisen Niśākara, von unermesslicher Kraft, sind meine beiden Flügel, die von den Sonnenstrahlen verbrannt waren, wieder erschienen.‹
›Auf jede Weise soll Anstrengung unternommen werden — ihr werdet Sītā finden; diese Wiedererlangung meiner Flügel ist euch ein Unterpfand des sicheren Gelingens.‹
Wort für Wort
sarvathā kriyatām yatnaḥ
auf jede Weise soll Anstrengung unternommen werden
Nachdem er so zu all jenen Affen gesprochen hatte, erhob sich Sampāti, der beste der Vögel, begierig seinen Flug zu erproben, vom Berggipfel in den Himmel.
Da zogen jene besten der Affen, an Tapferkeit dem Wind gleich, ihre Manneskraft wiedererlangt, in Richtung des günstigen Sternbilds Abhijit, begierig, die Tochter Janakas zu suchen.
Wort für Wort
atha pavanasamānavikramāḥ
da, an Tapferkeit dem Wind gleich
plavagavarāḥ pratilabdhapauruṣāḥ
die besten der Affen, ihre Manneskraft wiedererlangt