Nachdem Sugrīva Aṅgadas Worte gehört hatte, zusammen mit seinen Ministern, und gehört hatte, dass Lakṣmaṇa zornig war, verliess der Besonnene seinen Sitz.
sa ca tān abravīt vākyam niścitya guru lāghavam |
maṃtrajñān maṃtra kuśalo maṃtreṣu pariniṣṭhitaḥ ||
Und er, in Beratungen Kundige, in Beratungen Bewanderte, sprach zu jenen, die den Rat kannten, ein Wort, nachdem er das Gewicht der Sache bedacht hatte:
asuhṛdbhiḥ mama amitraiḥ nityam antara darśibhiḥ |
mama doṣān asaṃbhūtān śrāvito rāghavānujaḥ ||
Von meinen Nicht-Freunden, meinen Feinden, die stets meine Schwachstellen suchen, wurde dem jüngeren Bruder Rāghavas wohl von erfundenen Fehlern meinerseits berichtet.
sarvathā sukaram mitram duṣkaram pratipālanam |
anityatvāt tu cittānām prītiḥ alpe api bhidyate ||
Auf jeden Fall ist ein Freund leicht zu gewinnen, aber schwer zu bewahren; denn wegen der Unbeständigkeit der Herzen zerbricht die Zuneigung selbst wegen Geringfügigem.
Wort für Wort
sarvathā sukaram mitram
auf jeden Fall ist ein Freund leicht (zu gewinnen)
tvam pramatto na jānīṣe kālam kalavidām vara |
phulla sapta cchada śyāmā pravṛttā tu śarat śivā ||
Du, nachlässig geworden, o Bester der Zeitkundigen, erkennst die Zeit nicht: der Herbst, mit blühenden, dunklen Saptacchada-Bäumen, glücksverheissend, ist bereits eingezogen.
prāptam udyoga kālam tu na avaiṣi haripuṃgava |
tvam pramatta iti vyaktam lakṣmaṇo ayam iha āgataḥ ||
Doch du erkennst nicht, dass die Zeit des Unternehmens gekommen ist, bester der Affen; deutlich ist, dass du nachlässig warst — deshalb ist dieser Lakṣmaṇa hierher gekommen.
Von dem Leidenden, der seiner Gattin beraubt ist, ist ein hartes Wort — wenn es von einem anderen Menschen käme — unerträglich; doch das Wort des grossmütigen Rāghava sollte von dir ertragen werden.
kṛta aparādhasya hi te na anyat paśyāmi aham kṣamam |
aṃtareṇa aṃjalim baddhvā lakṣmaṇasya prasādanāt ||
Denn für dich, der du ein Vergehen begangen hast, sehe ich nichts anderes als angemessen an, als mit gefalteten Händen dazwischenzutreten und um Lakṣmaṇas Gnade zu bitten.
niyuktaiḥ maṃtribhiḥ vācyo avaśyam pārthivo hitam |
ita eva bhayam tyaktvā bravīmi avadhṛtam vacaḥ ||
Von den beauftragten Ministern muss dem Herrscher unbedingt das Zuträgliche gesagt werden; deshalb, jede Furcht ablegend, spreche ich ein wohlbedachtes Wort:
na sa kṣamaḥ kopayitum yaḥ prasādya punar bhavet |
pūrva upakāram smaratā kṛtajñena viśeṣataḥ ||
Es ist nicht angemessen, den zum Zorn zu reizen, der nach anfänglicher Gunst danach wieder versöhnlich wäre — besonders für einen, der sich an die frühere Wohltat erinnert und dankbar ist.
tasya mūrdhnā praṇamya tvam sa putraḥ sa suhṛt janaḥ |
rājan tiṣṭha sva samaye bhartuḥ bhāryā iva tat vaśe ||
Verneige dich vor ihm mit dem Haupte, zusammen mit deinem Sohn und deinen Anhängern, o König, und halte deine Abmachung, wie eine Gattin sich dem Willen ihres Gatten fügt.
na rāma rāmānuja śāsanam tvayā |
kapīndra yuktam manasā api apohitum |
mano hi te jñāsyati mānuṣam balam |
sa rāghavasya asya surendra varcasaḥ ||
Nicht geziemt es sich, o Herr der Affen, den Befehl Rāmas und des jüngeren Bruders Rāmas auch nur in Gedanken zu missachten; denn dein Sinn wird die menschliche Kraft dieses Rāghava erkennen, der an Glanz dem Herrn der Götter gleichkommt.
Wort für Wort
na rāma rāmānuja śāsanam tvayā
nicht von dir der Befehl Rāmas und des jüngeren Bruders Rāmas
kapīndra yuktam manasā api apohitum
geziemt sich, Herr der Affen, auch nur in Gedanken zu missachten
mano hi te jñāsyati mānuṣam balam
denn dein Sinn wird die menschliche Kraft erkennen
sa rāghavasya asya surendra varcasaḥ
dieses Rāghava, der an Glanz dem Götterherrn gleichkommt