Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa

Sarga 43: Uttara Diśā Nirūpaṇam Die Beschreibung der nördlichen Himmelsrichtung

tataḥ saṃdiśya sugrīvaḥ śvaśuram paścimām diśam | vīram śatabalim nāma vānaram vānarareśvara ||

Nachdem Sugrīva seinen Schwiegervater in die westliche Richtung entsandt hatte, wandte sich der Herrscher der Affen an den heldenhaften Affen namens Śatabali,

Wort für Wort
tataḥ saṃdiśya sugrīvaḥ
dann, entsendend, Sugrīva
śvaśuram paścimām diśam
seinen Schwiegervater in die westliche Richtung
vīram śatabalim nāma
den heldenhaften namens Śatabali
vānaram vānarareśvara
den Affen, der Herrscher der Affen

uvāca rājā sarvajñaḥ sarva vānara sattama | vākyam ātma hitam caiva rāmasya ca hitam tadā ||

der allwissende König sprach, o Bester aller Affen, ein für sich selbst und für Rāma zugleich zuträgliches Wort:

Wort für Wort
uvāca rājā sarvajñaḥ
es sprach der allwissende König
sarva vānara sattama
o Bester aller Affen
vākyam ātma hitam caiva
ein für sich selbst zuträgliches Wort
rāmasya ca hitam tadā
und zugleich für Rāma zuträgliches

vṛtaḥ śata sahasreṇa tvat vidhānām vana okasām | vaivasvata sutaiḥ sārdham praviṣṭha sarva maṃtribhiḥ ||

„Umgeben von hunderttausend Waldbewohnern deinesgleichen, zusammen mit den Söhnen des Vaivasvata und all deinen Ministern, dringe vor

Wort für Wort
vṛtaḥ śata sahasreṇa
umgeben von hunderttausend
tvat vidhānām vana okasām
Waldbewohnern deinesgleichen
vaivasvata sutaiḥ sārdham
zusammen mit den Söhnen des Vaivasvata
praviṣṭha sarva maṃtribhiḥ
dringe vor mit all deinen Ministern

diśam hi udīcīm vikrānta hima śaila avataṃsikām | sarvataḥ parimārgadhvam rāma patnīm yaśasvinīm ||

in die nördliche Richtung, die vom gewaltigen Schneegebirge wie mit einem Ohrschmuck bekrönt ist; durchsucht überall nach Rāmas ruhmreicher Gattin.

Wort für Wort
diśam hi udīcīm
in die nördliche Richtung
vikrānta hima śaila avataṃsikām
die vom gewaltigen Schneegebirge bekrönte
sarvataḥ parimārgadhvam
durchsucht überall
rāma patnīm yaśasvinīm
nach Rāmas ruhmreicher Gattin

asmin kārye vinivṛtte kṛte dāśaratheḥ priye | ṛṇān muktā bhaviṣyāmaḥ kṛta arthā arthavidām varāḥ ||

Ist diese Aufgabe vollendet und dem Sohn des Daśaratha der Gefallen erwiesen, werden wir, o Beste der Sachkundigen, von unserer Schuld befreit und unser Ziel erreicht haben.

Wort für Wort
asmin kārye vinivṛtte
ist diese Aufgabe vollendet
kṛte dāśaratheḥ priye
und dem Sohn des Daśaratha der Gefallen erwiesen
ṛṇān muktā bhaviṣyāmaḥ
werden wir von der Schuld befreit sein
kṛta arthā arthavidām varāḥ
das Ziel erreicht habend, o Beste der Sachkundigen

kṛtam hi priyam asmākam rāghaveṇa mahātmanā | tasya cet pratikāro asti saphalam jīvitam bhavet ||

Denn uns wurde ein Gefallen erwiesen von dem hochgesinnten Rāghava; wenn es dafür eine Vergeltung gibt, wird unser Leben Frucht getragen haben.

Wort für Wort
kṛtam hi priyam asmākam
uns wurde ein Gefallen erwiesen
rāghaveṇa mahātmanā
von dem hochgesinnten Rāghava
tasya cet pratikāro asti
wenn es dafür eine Vergeltung gibt
saphalam jīvitam bhavet
wird das Leben Frucht getragen haben

arthinaḥ kārya nirvṛttim akartum api yaḥ caret | tasya syāt saphalam janma kim punaḥ pūrva kāriṇaḥ ||

Wer sich auch nur bemüht, ohne die Erfüllung der Bitte eines Bedürftigen zu vollbringen, dessen Geburt trägt schon Frucht – wie viel mehr die dessen, der zuerst selbst eine Wohltat erwiesen hat?

Wort für Wort
arthinaḥ kārya nirvṛttim
die Erfüllung der Aufgabe eines Bittenden
akartum api yaḥ caret
wer sich auch nur ohne zu vollbringen bemüht
tasya syāt saphalam janma
dessen Geburt möge Frucht getragen haben
kim punaḥ pūrva kāriṇaḥ
wie viel mehr die dessen, der zuvor gehandelt hat

etām buddhim samāsthāya dṛśyate jānakī yathā | tathā bhavadbhiḥ kartavyam asmat priya hita eṣibhiḥ ||

Mit diesem Gedanken vor Augen sollt ihr, die ihr unser Wohl und Wollen sucht, so handeln, dass Jānakī gefunden wird.

Wort für Wort
etām buddhim samāsthāya
diesen Gedanken vor Augen habend
dṛśyate jānakī yathā
so dass Jānakī gefunden wird
tathā bhavadbhiḥ kartavyam
so soll von euch gehandelt werden
asmat priya hita eṣibhiḥ
von euch, die ihr unser Wohl und Wollen sucht

ayam hi sarva bhūtānām mānyaḥ tu nara sattamaḥ | asmāsu ca gataḥ prītim rāmaḥ para puram jayaḥ ||

Denn dieser Rāma, der Beste der Menschen, von allen Wesen geachtet, der Bezwinger feindlicher Städte, hat uns seine Zuneigung geschenkt.

Wort für Wort
ayam hi sarva bhūtānām
denn dieser von allen Wesen
mānyaḥ tu nara sattamaḥ
geachtete, der Beste der Menschen
asmāsu ca gataḥ prītim
hat uns gegenüber Zuneigung gefasst
rāmaḥ para puram jayaḥ
Rāma, der Bezwinger feindlicher Städte

imāni bahu durgāṇi nadyaḥ śaila aṃtarāṇi ca | bhavantaḥ parimārgantu buddhi vikrama saṃpadā ||

Diese vielen unwegsamen Gebiete, Flüsse und die Zwischenräume der Berge sollt ihr mit Klugheit und Tapferkeit durchsuchen.

Wort für Wort
imāni bahu durgāṇi
diese vielen unwegsamen Gebiete
nadyaḥ śaila aṃtarāṇi ca
und Flüsse und Zwischenräume der Berge
bhavantaḥ parimārgantu
sollt ihr durchsuchen
buddhi vikrama saṃpadā
mit dem Reichtum an Klugheit und Tapferkeit

tatra mlecchān pulindān ca śūrasenān tathaiva ca | prasthālān bharatān caiva kurūm ca saha madrakaiḥ || kāṃboja yavanān caiva śakān pattanāni ca | anvīkṣya daradān caiva himavantam vicinvatha ||

Dort durchsucht die Mlecchas, Pulindas und ebenso die Śūrasenas, die Prasthalas und Bharatas und die Kurus samt den Madrakas, die Kāmbojas und Yavanas und die Śakas mit ihren Städten; und nachdem ihr auch die Daradas erforscht habt, durchsucht den Himavat.

Wort für Wort
tatra mlecchān pulindān ca
dort die Mlecchas und Pulindas
śūrasenān tathaiva ca
und ebenso die Śūrasenas
prasthālān bharatān caiva
die Prasthalas und die Bharatas
kurūm ca saha madrakaiḥ
und die Kurus samt den Madrakas
kāṃboja yavanān caiva
die Kāmbojas und die Yavanas
śakān pattanāni ca
die Śakas und ihre Städte
anvīkṣya daradān caiva
und auch die Daradas erforschend
himavantam vicinvatha
durchsucht den Himavat

lodhra padmaka khaṇḍeṣu devadāru vaneṣu ca | rāvaṇaḥ saha vaidehyā mārgitavyā tataḥ tataḥ ||

In den Lodhra- und Padmaka-Hainen und in den Devadāru-Wäldern soll überall nach Rāvaṇa zusammen mit der Vaidehī gesucht werden.

Wort für Wort
lodhra padmaka khaṇḍeṣu
in den Lodhra- und Padmaka-Hainen
devadāru vaneṣu ca
und in den Devadāru-Wäldern
rāvaṇaḥ saha vaidehyā
nach Rāvaṇa mit der Vaidehī
mārgitavyā tataḥ tataḥ
soll überallhin gesucht werden

tataḥ soma āśramam gatvā deva gandharva sevitam | kālam nāma mahāsānum parvatam tam gamiṣyatha ||

Dann werdet ihr, zur Einsiedelei des Mondgottes gelangt, die von Göttern und Gandharven besucht wird, zu jenem großen, vielgrätigen Berg namens Kāla gelangen.

Wort für Wort
tataḥ soma āśramam gatvā
dann zur Einsiedelei des Mondgottes gelangend
deva gandharva sevitam
die von Göttern und Gandharven besucht wird
kālam nāma mahāsānum
zu jenem großen, vielgrätigen namens Kāla
parvatam tam gamiṣyatha
zu jenem Berg werdet ihr gelangen

mahatsu tasya śaileṣu parvateṣu guhāsu ca | vicinvata mahābhāgām rāma patnīm aninditām ||

In dessen großen Bergen und Höhlen sucht nach der hochgesegneten, untadeligen Gattin Rāmas.

Wort für Wort
mahatsu tasya śaileṣu
in dessen großen Bergen
parvateṣu guhāsu ca
in Bergen und Höhlen
vicinvata mahābhāgām
sucht nach der Hochgesegneten
rāma patnīm aninditām
nach Rāmas untadeliger Gattin

tam atikramya śailendram hema garbham mahāgirim | tataḥ sudarśanam nāma parvatam gantum arhatha ||

Jenseits jenes Bergfürsten mit goldenem Inneren, des großen Berges, sollt ihr dann zum Berg namens Sudarśana ziehen.

Wort für Wort
tam atikramya śailendram
jenseits jenes Bergfürsten
hema garbham mahāgirim
mit goldenem Inneren, des großen Berges
tataḥ sudarśanam nāma
dann zu jenem namens Sudarśana
parvatam gantum arhatha
sollt ihr zu dem Berg ziehen

tato devasakho nāma parvataḥ pataga ālaya | nānā pakṣi samākīrṇo vividha druma bhūṣitaḥ ||

Dann liegt der Berg namens Devasakha, die Wohnstatt der Vögel, dicht bevölkert von vielerlei Vögeln, geschmückt mit mannigfaltigen Bäumen.

Wort für Wort
tato devasakho nāma
dann jener, namens Devasakha
parvataḥ pataga ālaya
der Berg, die Wohnstatt der Vögel
nānā pakṣi samākīrṇo
dicht bevölkert von vielerlei Vögeln
vividha druma bhūṣitaḥ
geschmückt mit mannigfaltigen Bäumen

tasya kānana khaṇḍeṣu nirjhareṣu guhāsu ca | rāvaṇaḥ saha vaidehyā mārgitavyaḥ tataḥ tataḥ ||

In dessen Waldstücken, Wasserfällen und Höhlen soll überall nach Rāvaṇa zusammen mit der Vaidehī gesucht werden.

Wort für Wort
tasya kānana khaṇḍeṣu
in dessen Waldstücken
nirjhareṣu guhāsu ca
in Wasserfällen und Höhlen
rāvaṇaḥ saha vaidehyā
nach Rāvaṇa mit der Vaidehī
mārgitavyaḥ tataḥ tataḥ
soll überallhin gesucht werden

tam atikramya ca ākāśam sarvataḥ śata yojanam | aparvata nadī vṛkṣam sarva sattva vivarjitam ||

Jenseits davon erstreckt sich ringsum hundert Yojanas weit ein leerer Raum, ohne Berge, Flüsse und Bäume, frei von jeglichem Lebewesen,

Wort für Wort
tam atikramya ca ākāśam
jenseits davon ein leerer Raum
sarvataḥ śata yojanam
ringsum hundert Yojanas
aparvata nadī vṛkṣam
ohne Berge, Flüsse, Bäume
sarva sattva vivarjitam
frei von jeglichem Lebewesen

tat tu śīghram atikramya kāṃtāram roma harṣaṇam | kailāsam pāṇḍuram prāpya hṛṣṭā yūyam bhaviṣyatha ||

und wenn ihr rasch jene grausenhafte Wildnis durchquert habt und den weißen Kailāsa erreicht, werdet ihr voller Freude sein.

Wort für Wort
tat tu śīghram atikramya
dies aber rasch durchquerend
kāṃtāram roma harṣaṇam
die Wildnis, die Schaudern erregt
kailāsam pāṇḍuram prāpya
den weißen Kailāsa erreichend
hṛṣṭā yūyam bhaviṣyatha
werdet ihr voller Freude sein

tatra pāṇḍura meghābham jāmbūnada pariṣkṛtam | kubera bhavanam ramyam nirmitam viśvakarmaṇā ||

Dort liegt die weiße, wolkengleiche, mit Jambūnada-Gold geschmückte, liebliche Wohnstatt Kuberas, von Viśvakarman erbaut,

Wort für Wort
tatra pāṇḍura meghābham
dort, weiß, wolkengleich
jāmbūnada pariṣkṛtam
mit Jambūnada-Gold geschmückt
kubera bhavanam ramyam
die liebliche Wohnstatt Kuberas
nirmitam viśvakarmaṇā
von Viśvakarman erbaut

viśālā nalinī yatra prabhūta kamalotpalā | haṃsa kāraṇḍava ākīrṇā apsaro gaṇa sevitā ||

wo ein weiter Lotosteich liegt, reich an Lotos- und Utpalablüten, dicht bevölkert von Schwänen und Wasservögeln, besucht von Scharen der Apsaras.

Wort für Wort
viśālā nalinī yatra
wo ein weiter Lotosteich
prabhūta kamalotpalā
reich an Lotos- und Utpalablüten
haṃsa kāraṇḍava ākīrṇā
dicht bevölkert von Schwänen und Wasservögeln
apsaro gaṇa sevitā
besucht von Scharen der Apsaras

tatra vaiśravaṇo rājā sarva bhūta namaskṛtaḥ | dhanado ramate śrīmān guhyakaiḥ saha yakṣa rāṭ ||

Dort ergötzt sich der König Vaiśravaṇa, von allen Wesen verehrt, der glanzvolle Gabenspender, der König der Yakṣas, zusammen mit den Guhyakas.

Wort für Wort
tatra vaiśravaṇo rājā
dort der König Vaiśravaṇa
sarva bhūta namaskṛtaḥ
von allen Wesen verehrt
dhanado ramate śrīmān
der glanzvolle Gabenspender ergötzt sich
guhyakaiḥ saha yakṣa rāṭ
der König der Yakṣas, zusammen mit den Guhyakas

tasya candra nikaśeṣu parvateṣu guhāsu ca | rāvaṇaḥ saha vaidehyā mārgitavyaḥ tataḥ tataḥ ||

In dessen mondgleich glänzenden Bergen und Höhlen soll überall nach Rāvaṇa zusammen mit der Vaidehī gesucht werden.

Wort für Wort
tasya candra nikaśeṣu
in dessen mondgleich glänzenden
parvateṣu guhāsu ca
Bergen und Höhlen
rāvaṇaḥ saha vaidehyā
nach Rāvaṇa mit der Vaidehī
mārgitavyaḥ tataḥ tataḥ
soll überallhin gesucht werden

krauncam tu girim āsādya bilam tasya sudurgamam | apramattaiḥ praveṣṭavyam duṣpraveśam hi tat smṛtam ||

Wenn ihr zum Berg Krauñca gelangt seid, soll dessen schwer zugängliche Höhle achtsam betreten werden; denn sie gilt als schwer zu betreten.

Wort für Wort
krauncam tu girim āsādya
zum Berg Krauñca gelangend
bilam tasya sudurgamam
dessen schwer zugängliche Höhle
apramattaiḥ praveṣṭavyam
soll achtsam betreten werden
duṣpraveśam hi tat smṛtam
denn sie gilt als schwer zu betreten

vasanti hi mahātmānaḥ tatra sūrya sama prabhāḥ | devaiḥ abhyarthitāḥ samyak deva rūpā maharṣayaḥ ||

Denn dort wohnen hochgesinnte, sonnengleich glänzende, von den Göttern hoch verehrte, göttergleiche große Weise.

Wort für Wort
vasanti hi mahātmānaḥ
denn es wohnen hochgesinnte
tatra sūrya sama prabhāḥ
dort, von sonnengleichem Glanz
devaiḥ abhyarthitāḥ samyak
von den Göttern hoch verehrt
deva rūpā maharṣayaḥ
göttergleiche große Weise

krauncasya tu guhāḥ ca anyāḥ sānūni śikharāṇi ca | nirdarāḥ ca nitaṃbāḥ ca vicetavyāḥ tataḥ tataḥ ||

Auch die übrigen Höhlen, Hänge und Gipfel des Krauñca, seine Klüfte und Abhänge sollen überall durchsucht werden.

Wort für Wort
krauncasya tu guhāḥ ca anyāḥ
und auch die übrigen Höhlen des Krauñca
sānūni śikharāṇi ca
Hänge und Gipfel
nirdarāḥ ca nitaṃbāḥ ca
Klüfte und Abhänge
vicetavyāḥ tataḥ tataḥ
sollen überallhin durchsucht werden

avṛkṣam kāma śailam ca mānasam vihaga ālayam | na gatiḥ tatra bhūtānām devānām na ca rakṣasām ||

Der baumlose Kāmaśaila und der Mānasa-See, die Wohnstatt der Vögel, dorthin gibt es keinen Zugang für gewöhnliche Wesen, weder für Götter noch für Rākṣasas.

Wort für Wort
avṛkṣam kāma śailam ca
der baumlose Kāmaśaila
mānasam vihaga ālayam
und der Mānasa-See, die Wohnstatt der Vögel
na gatiḥ tatra bhūtānām
dorthin gibt es keinen Zugang für Wesen
devānām na ca rakṣasām
weder für Götter noch für Rākṣasas

sa ca sarvaiḥ vicetavyaḥ sa sānu prastha bhūdharaḥ | krauncam girim atikramya maināko nāma parvataḥ ||

Auch dieser soll von allen durchsucht werden, der Berg mit seinen Hängen und Hochebenen. Jenseits des Berges Krauñca liegt der Berg namens Maināka.

Wort für Wort
sa ca sarvaiḥ vicetavyaḥ
auch dieser soll von allen durchsucht werden
sa sānu prastha bhūdharaḥ
der Berg mit seinen Hängen und Hochebenen
krauncam girim atikramya
jenseits des Berges Krauñca
maināko nāma parvataḥ
liegt der Berg namens Maināka

mayasya bhavanam tatra dānavasya svayam kṛtam | mainākaḥ tu vicetavyaḥ sa sānu prastha kaṃdaraḥ || strīṇām aśva mukhīnām ca niketāḥ tatra tatra tu |

Dort liegt die von dem Dānava Maya selbst erbaute Wohnstatt; auch der Maināka mit seinen Hängen, Hochebenen und Höhlen soll durchsucht werden, ebenso die überall verstreuten Wohnstätten der pferdeköpfigen Frauen.

Wort für Wort
mayasya bhavanam tatra
dort die Wohnstatt des Maya
dānavasya svayam kṛtam
des Dānava, selbst erbaut
mainākaḥ tu vicetavyaḥ
auch der Maināka soll durchsucht werden
sa sānu prastha kaṃdaraḥ
mit seinen Hängen, Hochebenen und Höhlen
strīṇām aśva mukhīnām ca
und der pferdeköpfigen Frauen
niketāḥ tatra tatra tu
die überall verstreuten Wohnstätten

tam deśam samatikramya āśramam siddha sevitam | siddhā vaikhānasāḥ tatra vālakhilyāḥ ca tāpasāḥ |

Wenn ihr jenes Gebiet durchquert habt, kommt ihr zu einer von Siddhas besuchten Einsiedelei; dort weilen die Siddhas, die Vaikhānasas und die Asketen Vālakhilyas.

Wort für Wort
tam deśam samatikramya
jenes Gebiet durchquert habend
āśramam siddha sevitam
zu einer von Siddhas besuchten Einsiedelei
siddhā vaikhānasāḥ tatra
dort die Siddhas, die Vaikhānasas
vālakhilyāḥ ca tāpasāḥ
und die Asketen Vālakhilyas

vanditavyāḥ tataḥ siddhāḥ tāpasā vīta kalmaṣāḥ | praṣṭavyāḥ ca api sītāyāḥ pravṛttim vinaya anvitaiḥ |

Jene Siddhas und makellosen Asketen sollen verehrt werden; mit Demut sollt ihr sie auch nach Nachricht über Sītā befragen.

Wort für Wort
vanditavyāḥ tataḥ siddhāḥ
jene Siddhas sollen verehrt werden
tāpasā vīta kalmaṣāḥ
die makellosen Asketen
praṣṭavyāḥ ca api sītāyāḥ
und auch nach Sītās
pravṛttim vinaya anvitaiḥ
Nachricht, von euch mit Demut befragt

hema puṣkara saṃchannam tatra vaikhānasam saraḥ | taruṇa āditya saṃkāśaiḥ haṃsaiḥ vicaritam śubhaiḥ |

Dort ist der See der Vaikhānasas, bedeckt mit goldenen Lotosblüten, von schönen, der jungen Sonne gleichenden Schwänen durchzogen.

Wort für Wort
hema puṣkara saṃchannam
bedeckt mit goldenen Lotosblüten
tatra vaikhānasam saraḥ
dort der See der Vaikhānasas
taruṇa āditya saṃkāśaiḥ
von der jungen Sonne gleichenden
haṃsaiḥ vicaritam śubhaiḥ
von schönen Schwänen durchzogen

aupavāhyaḥ kuberasya sarvabhauma iti smṛtaḥ | gajaḥ paryeti tam deśam sadā saha kareṇubhiḥ |

Kuberas Reittier, der Elefant namens Sarvabhauma, durchstreift jenes Gebiet beständig zusammen mit den Elefantenkühen.

Wort für Wort
aupavāhyaḥ kuberasya
Kuberas Reittier
sarvabhauma iti smṛtaḥ
genannt Sarvabhauma
gajaḥ paryeti tam deśam
der Elefant durchstreift jenes Gebiet
sadā saha kareṇubhiḥ
beständig zusammen mit den Elefantenkühen

tat sāraḥ samatikramya naṣṭa candra divākaram | anakṣatra gaṇam vyoma niṣpayodam anāaditam ||

Wenn ihr jenen Kernbereich durchquert habt, findet ihr einen Himmel ohne Mond und Sonne, ohne Sternenscharen, ohne Wolken, unbeleuchtet,

Wort für Wort
tat sāraḥ samatikramya
jenen Kernbereich durchquerend
naṣṭa candra divākaram
ohne Mond und Sonne
anakṣatra gaṇam vyoma
der Himmel ohne Sternenscharen
niṣpayodam anāaditam
ohne Wolken, unbeleuchtet

gabhastibhiḥ iva arkasya sa tu deśaḥ prakāśate | viśrāmyadbhiḥ tapaḥ siddhaiḥ deva kalpaiḥ svayaṃprabhaiḥ ||

doch jenes Gebiet erstrahlt wie von den Strahlen der Sonne, durch die dort ruhenden, in Askese vollendeten, göttergleichen, selbstleuchtenden Weisen.

Wort für Wort
gabhastibhiḥ iva arkasya
wie von den Strahlen der Sonne
sa tu deśaḥ prakāśate
doch jenes Gebiet erstrahlt
viśrāmyadbhiḥ tapaḥ siddhaiḥ
durch die ruhenden, in Askese Vollendeten
deva kalpaiḥ svayaṃprabhaiḥ
göttergleich, selbstleuchtend

tam tu deśam atikramya śailodā nāma nimnagā | ubhayoḥ tīrayoḥ tasyāḥ kīcakā nāma veṇavaḥ || te nayaṃti param tīram siddhān pratyānayanti ca |

Wenn ihr jenes Gebiet durchquert habt, findet ihr den Fluss namens Śailodā; an dessen beiden Ufern stehen Bambusrohre namens Kīcaka, die die Siddhas ans jenseitige Ufer bringen und wieder zurückbringen.

Wort für Wort
tam tu deśam atikramya
jenes Gebiet durchquerend
śailodā nāma nimnagā
der Fluss namens Śailodā
ubhayoḥ tīrayoḥ tasyāḥ
an dessen beiden Ufern
kīcakā nāma veṇavaḥ
die Bambusrohre namens Kīcaka
te nayaṃti param tīram
diese bringen ans jenseitige Ufer
siddhān pratyānayanti ca
und bringen die Siddhas zurück

uttarāḥ kuravaḥ tatra kṛta puṇya pratiśriyāḥ | tataḥ kāṃcana padmābhiḥ padminībhiḥ kṛtodakāḥ | nīla vaidūrya patrāḍhyā nadyaḥ tatra sahasraśaḥ | raktotpala vanaiḥ ca atra maṇḍitāḥ ca hiraṇmayaiḥ |

Dort liegen die nördlichen Kurus, deren Bewohner durch verdienstvolle Taten dorthin gelangt sind. Dort gibt es tausendfach Flüsse mit goldenen Lotosteichen, reich an blauen, beryllfarbenen Blättern, geschmückt mit roten Lotoswäldern und mit goldenen.

Wort für Wort
uttarāḥ kuravaḥ tatra
dort die nördlichen Kurus
kṛta puṇya pratiśriyāḥ
durch verdienstvolle Taten dorthin gelangt
tataḥ kāṃcana padmābhiḥ
dann mit goldenen Lotosblüten
padminībhiḥ kṛtodakāḥ
mit Lotosteichen versehen mit Wasser
nīla vaidūrya patrāḍhyā
reich an blauen, beryllfarbenen Blättern
nadyaḥ tatra sahasraśaḥ
dort tausendfach Flüsse
raktotpala vanaiḥ ca atra
und dort mit roten Lotoswäldern
maṇḍitāḥ ca hiraṇmayaiḥ
und mit goldenen geschmückt

taruṇa āditya saṃkāśā bhānti tatra jalāśayāḥ | mahāarha maṇi patraiḥ ca kāṃcana prabha kesaraiḥ | nīlotpala vanaiḥ citraiḥ sa deśaḥ sarvato vṛtaḥ ||

Dort leuchten die Wasserbecken wie die junge Sonne, mit kostbaren Juwelenblättern und goldglänzenden Staubgefäßen; jenes Gebiet ist ringsum von bunten blauen Lotoswäldern umgeben.

Wort für Wort
taruṇa āditya saṃkāśā
wie die junge Sonne
bhānti tatra jalāśayāḥ
leuchten dort die Wasserbecken
mahāarha maṇi patraiḥ ca
mit kostbaren Juwelenblättern
kāṃcana prabha kesaraiḥ
mit goldglänzenden Staubgefäßen
nīlotpala vanaiḥ citraiḥ
mit bunten blauen Lotoswäldern
sa deśaḥ sarvato vṛtaḥ
ist jenes Gebiet ringsum umgeben

nistulābhiḥ ca muktābhiḥ maṇibhiḥ ca mahādhanaiḥ | udbhūta pulināḥ tatra jātarūpaiḥ ca nimnagāḥ ||

Dort haben die Flüsse mit unvergleichlichen Perlen und kostbaren Juwelen, aus Gold entstandene Sandbänke.

Wort für Wort
nistulābhiḥ ca muktābhiḥ
mit unvergleichlichen Perlen
maṇibhiḥ ca mahādhanaiḥ
und mit kostbaren Juwelen
udbhūta pulināḥ tatra
dort entstandene Sandbänke
jātarūpaiḥ ca nimnagāḥ
aus Gold, die Flüsse

sarva ratnamayaiḥ citraiḥ avagāḍhā nagottamaiḥ | jātarūpamayaiḥ ca api hutāśana sama prabhaiḥ ||

Sie sind eingebettet zwischen den besten, ganz aus Juwelen bestehenden, bunten Bäumen, und auch zwischen goldenen, feuerähnlich glänzenden.

Wort für Wort
sarva ratnamayaiḥ citraiḥ
mit ganz aus Juwelen bestehenden, bunten
avagāḍhā nagottamaiḥ
eingebettet zwischen den besten Bäumen
jātarūpamayaiḥ ca api
und auch zwischen goldenen
hutāśana sama prabhaiḥ
feuerähnlich glänzenden

nitya puṣpa phalāḥ tatra nagāḥ patraratha ākulāḥ | divya gandha rasa sparśāḥ sarva kāmān sravanti ca || nānā ākārāṇi vāsāṃsi phalanti anye nagottamāḥ |

Dort tragen die Bäume beständig Blüten und Früchte, dicht bevölkert von Vögeln, mit göttlichem Duft, Geschmack und Berührung; sie lassen alle Wünsche hervorquellen; andere der besten Bäume bringen mannigfaltig geformte Gewänder hervor,

Wort für Wort
nitya puṣpa phalāḥ tatra
dort beständig Blüten und Früchte tragend
nagāḥ patraratha ākulāḥ
die Bäume, dicht bevölkert von Vögeln
divya gandha rasa sparśāḥ
von göttlichem Duft, Geschmack und Berührung
sarva kāmān sravanti ca
und sie lassen alle Wünsche hervorquellen
nānā ākārāṇi vāsāṃsi
mannigfaltig geformte Gewänder
phalanti anye nagottamāḥ
bringen andere der besten Bäume hervor

muktā vaidūrya citrāṇi bhūṣaṇāni tathaiva ca | strīṇām yāni anurūpāṇi puruṣāṇām tathaiva ca || sarva ṛtu sukha sevyāni phalanti anye nagottamāḥ | mahā arhāṇi maṇi citrāṇi phalanti anye nagottamāḥ ||

und ebenso bunte Schmuckstücke aus Perlen und Beryll, die den Frauen entsprechen und ebenso den Männern; andere der besten Bäume bringen zu jeder Jahreszeit angenehm zu tragende hervor, wieder andere kostbare, bunte Juwelen.

Wort für Wort
muktā vaidūrya citrāṇi
bunte aus Perlen und Beryll
bhūṣaṇāni tathaiva ca
und ebenso Schmuckstücke
strīṇām yāni anurūpāṇi
die den Frauen entsprechen
puruṣāṇām tathaiva ca
und ebenso den Männern
sarva ṛtu sukha sevyāni
zu jeder Jahreszeit angenehm zu tragende
phalanti anye nagottamāḥ
bringen andere der besten Bäume hervor
mahā arhāṇi maṇi citrāṇi
kostbare, bunte Juwelen
phalanti anye nagottamāḥ
bringen andere der besten Bäume hervor

śayanāni prasūyante citra āstāraṇavanti ca | manaḥ kāntāni mālyāni phalanti atra apare drumāḥ ||

Andere Bäume bringen Ruhelager mit bunten Decken hervor, und wieder andere dort herzerfreuende Blumengirlanden.

Wort für Wort
śayanāni prasūyante
Ruhelager bringen sie hervor
citra āstāraṇavanti ca
mit bunten Decken versehen
manaḥ kāntāni mālyāni
herzerfreuende Blumengirlanden
phalanti atra apare drumāḥ
bringen dort andere Bäume hervor

striyaḥ ca guṇa saṃpannā rūpa yauvana lakṣitāḥ | gandharvāḥ kiṃnarā siddhā nāgā vidyādharāḥ tathā | ramante sahitāḥ tatra nārībhiḥ bhāsvara prabhāḥ ||

Und Frauen, mit vortrefflichen Eigenschaften begabt, gekennzeichnet durch Schönheit und Jugend – Gandharven, Kinnaras, Siddhas, Nāgas und ebenso Vidyādharas, von strahlendem Glanz, ergötzen sich dort zusammen mit diesen Frauen.

Wort für Wort
striyaḥ ca guṇa saṃpannā
und Frauen, mit Eigenschaften begabt
rūpa yauvana lakṣitāḥ
gekennzeichnet durch Schönheit und Jugend
gandharvāḥ kiṃnarā siddhā
Gandharven, Kinnaras, Siddhas
nāgā vidyādharāḥ tathā
Nāgas und ebenso Vidyādharas
ramante sahitāḥ tatra
ergötzen sich dort zusammen
nārībhiḥ bhāsvara prabhāḥ
mit den Frauen, von strahlendem Glanz

sarve sukṛta karmāṇaḥ sarve rati parāyaṇāḥ | sarve kāma artha sahitā vasaṃti saha yoṣitaḥ ||

Alle von guten Taten, alle dem Liebesgenuss hingegeben, alle mit Verlangen und Nutzen versehen, wohnen sie zusammen mit ihren Frauen.

Wort für Wort
sarve sukṛta karmāṇaḥ
alle von guten Taten
sarve rati parāyaṇāḥ
alle dem Liebesgenuss hingegeben
sarve kāma artha sahitā
alle mit Verlangen und Nutzen versehen
vasaṃti saha yoṣitaḥ
wohnen sie zusammen mit den Frauen

gīta vāditra nirghoṣaḥ sa utkṛṣṭa hasita svanaḥ | śrūyate satatam tatra sarva bhūta manoramaḥ ||

Der Klang von Gesang und Musikinstrumenten, begleitet von lautem Gelächter, ist dort beständig zu hören, allen Wesen das Herz erfreuend.

Wort für Wort
gīta vāditra nirghoṣaḥ
der Klang von Gesang und Musikinstrumenten
sa utkṛṣṭa hasita svanaḥ
begleitet von lautem Gelächter
śrūyate satatam tatra
wird dort beständig gehört
sarva bhūta manoramaḥ
allen Wesen das Herz erfreuend

tatra na amuditaḥ kaścin na atra kaścit asat priyaḥ | ahani ahani vardhante guṇāḥ tatra manoramāḥ ||

Dort ist keiner unfroh, und keiner dort ist einem anderen unlieb; Tag für Tag mehren sich dort die herzerfreuenden guten Eigenschaften.

Wort für Wort
tatra na amuditaḥ kaścin
dort ist keiner unfroh
na atra kaścit asat priyaḥ
und keiner dort einem anderen unlieb
ahani ahani vardhante
Tag für Tag mehren sich
guṇāḥ tatra manoramāḥ
dort die herzerfreuenden Eigenschaften

tam atikramya śailendram uttaraḥ paysām nidhiḥ | tatra soma girir nāma madhye hemamayo mahān ||

Jenseits jenes Bergfürsten liegt das nördliche Wassermeer; dort, in dessen Mitte, liegt der große, goldene Berg namens Soma,

Wort für Wort
tam atikramya śailendram
jenseits jenes Bergfürsten
uttaraḥ paysām nidhiḥ
das nördliche Wassermeer
tatra soma girir nāma
dort der Berg namens Soma
madhye hemamayo mahān
in der Mitte, der große, goldene

indra loka gatā ye ca brahma loka gatāḥ ca ye | devāḥ tam samavekṣante giri rājam divam gatāḥ ||

den die Götter, die in die Welt Indras gelangt sind, und die, die in die Welt Brahmās gelangt sind, betrachten, wenn sie zum Himmel emporgestiegen sind, jenen Bergkönig.

Wort für Wort
indra loka gatā ye ca
und die, die in die Welt Indras gelangt sind
brahma loka gatāḥ ca ye
und die, die in die Welt Brahmās gelangt sind
devāḥ tam samavekṣante
die Götter betrachten jenen
giri rājam divam gatāḥ
den Bergkönig, zum Himmel emporgestiegen

sa tu deśo visūryo api tasya bhāsā prakāśate | sūrya lakṣmyā abhivijñeyaḥ tapatā iva vivasvatā ||

Jenes Gebiet, obgleich ohne Sonne, erstrahlt durch dessen eigenen Glanz; es ist erkennbar an der Pracht der Sonne, als brenne dort die Sonne selbst.

Wort für Wort
sa tu deśo visūryo api
jenes Gebiet, obgleich ohne Sonne
tasya bhāsā prakāśate
erstrahlt durch dessen Glanz
sūrya lakṣmyā abhivijñeyaḥ
erkennbar an der Pracht der Sonne
tapatā iva vivasvatā
als brenne die Sonne selbst

bhagavān tatra viśvātmā śambhuḥ ekādaśa ātmakaḥ | brahmā vasati deveśo brahma ṛṣi parivāritaḥ ||

Dort weilt der erhabene, allbeseelende Śambhu in elffacher Gestalt, sowie Brahmā, der Herr der Götter, umgeben von den Brahma-Weisen.

Wort für Wort
bhagavān tatra viśvātmā
dort der erhabene, allbeseelende
śambhuḥ ekādaśa ātmakaḥ
Śambhu in elffacher Gestalt
brahmā vasati deveśo
es weilt Brahmā, der Herr der Götter
brahma ṛṣi parivāritaḥ
umgeben von den Brahma-Weisen

na kathaṃcana gaṃtavyam kurūṇām uttareṇa vaḥ | anyeṣām api bhūtānām na anukrāmati vai gatiḥ ||

Ihr sollt keinesfalls nördlich der Kurus gehen; auch für andere Wesen führt dorthin fürwahr kein Weg.

Wort für Wort
na kathaṃcana gaṃtavyam
keinesfalls soll gegangen werden
kurūṇām uttareṇa vaḥ
von euch nördlich der Kurus
anyeṣām api bhūtānām
auch für andere Wesen
na anukrāmati vai gatiḥ
führt fürwahr kein Weg dorthin

sā hi soma giriḥ nāma devānām api durgamaḥ | tam ālokya tataḥ kṣipram upāvartitum arhatha ||

Denn jener Berg namens Soma ist selbst für die Götter schwer zugänglich; nachdem ihr ihn erblickt habt, sollt ihr rasch umkehren.

Wort für Wort
sā hi soma giriḥ nāma
denn jener, namens Berg Soma
devānām api durgamaḥ
ist auch für die Götter schwer zugänglich
tam ālokya tataḥ kṣipram
ihn erblickend, dann rasch
upāvartitum arhatha
sollt ihr umkehren

etāvat vānaraiḥ śakyam gaṃtum vānara puṃgavāḥ | abhāskaram amaryādam na jānīmaḥ tataḥ param ||

So weit können die Affen gehen, o ihr Besten der Affen; was jenseits davon liegt, sonnenlos und grenzenlos, wissen wir nicht.

Wort für Wort
etāvat vānaraiḥ śakyam
so weit können die Affen
gaṃtum vānara puṃgavāḥ
gehen, o ihr Besten der Affen
abhāskaram amaryādam
sonnenlos, grenzenlos
na jānīmaḥ tataḥ param
wissen wir nicht, was jenseits davon liegt

sarvam etat vicetavyam yan mayā parikīrtitam | yat anyat api na uktam ca tatra api kriyatām matiḥ ||

All dies, was ich genannt habe, soll durchsucht werden; und auch dort, wo ich nichts genannt habe, soll euer Sinn ebenso gerichtet sein.

Wort für Wort
sarvam etat vicetavyam
all dies soll durchsucht werden
yan mayā parikīrtitam
was von mir genannt wurde
yat anyat api na uktam ca
und auch was sonst nicht genannt wurde
tatra api kriyatām matiḥ
auch dort soll der Sinn gerichtet werden

tataḥ kṛtam dāśaratheḥ mahat priyam mahattaram ca api tato mama priyam | kṛtam bhaviṣyati aniloanalaupamā videhajā darśanajena karmaṇā ||

Dann wird durch die Tat, die Vaidehī, die dem Wind und dem Feuer gleicht, zu erblicken, dem Sohn des Daśaratha ein großer Gefallen erwiesen sein, und mir ein noch größerer.

Wort für Wort
tataḥ kṛtam dāśaratheḥ
dann wird dem Sohn des Daśaratha erwiesen sein
mahat priyam
ein großer Gefallen
mahattaram ca api tato mama priyam
und ein noch größerer mir
kṛtam bhaviṣyati
wird vollbracht sein
aniloanalaupamā videhajā
die dem Wind und Feuer gleichende Tochter Videhas
darśanajena karmaṇā
durch die Tat des Erblickens

tataḥ kṛtārthāḥ sahitāḥ sabāndhavā mayā arcitāḥ sarva guṇaiḥ mano ramaiḥ | cariṣyatha urvīm pratiśānta śatravaḥ saha priyā bhūta dharāḥ plavaṃgamāḥ ||

Dann werdet ihr, euer Ziel erreicht habend, gemeinsam mit euren Verwandten, von mir mit allen herzerfreuenden Vorzügen geehrt, über die Erde wandeln, eure Feinde besänftigt, zusammen mit euren Lieben, o ihr wesensfreundlichen Affen.

Wort für Wort
tataḥ kṛtārthāḥ sahitāḥ sabāndhavā
dann, euer Ziel erreicht, gemeinsam mit euren Verwandten
mayā arcitāḥ sarva guṇaiḥ mano ramaiḥ
von mir geehrt mit allen herzerfreuenden Vorzügen
cariṣyatha urvīm pratiśānta śatravaḥ
werdet ihr über die Erde wandeln, die Feinde besänftigt
saha priyā bhūta dharāḥ plavaṃgamāḥ
zusammen mit euren Lieben, o wesensfreundliche Affen

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