Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa
Sarga 67: Hanumato Mahendra Ārohaṇam
Hanumān besteigt den Berg Mahendra und richtet seinen Geist nach Laṅkā
tam dṛṣṭvā jṛṃbhamāṇam te kramitum śata yojanam |
vegena āpūryamāṇam ca sahasā vānarottamam ||
Als sie ihn sahen, wie er sich reckte, um die hundert Yojanas zu durchmessen, und wie er sich plötzlich mit Geschwindigkeit erfüllte, den besten der Affen,
Wort für Wort tam dṛṣṭvā jṛṃbhamāṇam ihn sehend, wie er sich reckte te kramitum śata yojanam um die hundert Yojanas zu durchschreiten vegena āpūryamāṇam ca und sich mit Geschwindigkeit erfüllend sahasā vānarottamam plötzlich, den besten der Affen sahasā śokam utsṛjya praharṣeṇa samanvitāḥ |
vineduḥ tuṣṭuvuḥ ca api hanūmantam mahābalam ||
da ließen sie plötzlich ihren Kummer fahren, von Freude erfüllt, und stießen Jubelrufe aus und priesen den mächtigen Hanumān.
Wort für Wort sahasā śokam utsṛjya plötzlich den Kummer ablegend praharṣeṇa samanvitāḥ von großer Freude erfüllt vineduḥ tuṣṭuvuḥ ca api sie stießen Rufe aus und priesen auch hanūmantam mahābalam den mächtigen Hanumān prahṛṣṭā vismitāḥ ca api te vīkṣante samaṃtataḥ |
trivikrama kṛta utsāham nārāyaṇam iva prajāḥ ||
Erfreut und zugleich erstaunt betrachteten sie ihn von allen Seiten, wie einst die Geschöpfe Nārāyaṇa, als er sich zur Dreischritt-Tat rüstete.
Wort für Wort prahṛṣṭā vismitāḥ ca api erfreut und zugleich erstaunt te vīkṣante samaṃtataḥ betrachteten sie ihn von allen Seiten trivikrama kṛta utsāham der sich zur Dreischritt-Tat rüstete nārāyaṇam iva prajāḥ wie die Geschöpfe Nārāyaṇa saṃstūyamāno hanumān vyavardhata mahābalaḥ |
samāviddhya ca lāṃgūlam harṣāt balam upeyivān ||
Von ihnen gepriesen, wuchs der mächtige Hanumān empor; seinen Schweif hoch schwingend, gewann er vor Freude noch mehr an Kraft.
Wort für Wort saṃstūyamāno hanumān der gepriesene Hanumān vyavardhata mahābalaḥ der Mächtige wuchs empor samāviddhya ca lāṃgūlam und den Schweif hoch schwingend harṣāt balam upeyivān vor Freude gewann er an Kraft tasya saṃstūyamānasya sarvaiḥ vanara puṃgavaiḥ |
tejasā āpūryamāṇasya rūpam āsīt anuttamam ||
Als er von allen erlesenen Affen gepriesen wurde und sich mit Glanz erfüllte, war seine Gestalt ohnegleichen.
Wort für Wort tasya saṃstūyamānasya von ihm, dem gepriesenen sarvaiḥ vanara puṃgavaiḥ von allen erlesenen Affen tejasā āpūryamāṇasya der sich mit Glanz erfüllte rūpam āsīt anuttamam seine Gestalt war unübertrefflich yathā vijṛṃbhate siṃho vivṛte giri gahvare |
mārutasya aurasaḥ putraḥ tathā saṃprati jṛṃbhate ||
Wie sich ein Löwe in einer offenen Bergeshöhle reckt, so reckte sich nun der leibliche Sohn des Windgottes.
Wort für Wort yathā vijṛṃbhate siṃhaḥ wie sich ein Löwe reckt vivṛte giri gahvare in einer offenen Bergeshöhle mārutasya aurasaḥ putraḥ der leibliche Sohn des Windgottes tathā saṃprati jṛṃbhate so reckte er sich nun aśobhata mukham tasya jṛṃbhamāṇasya dhīmataḥ |
aṃbarīṣa upamam dīptam vidhūma iva pāvakaḥ ||
Sein Antlitz, während er, der Kluge, sich reckte, erstrahlte wie eine glühende Feuerpfanne, wie ein rauchloses Feuer.
Wort für Wort aśobhata mukham tasya sein Antlitz erstrahlte jṛṃbhamāṇasya dhīmataḥ des sich reckenden Klugen aṃbarīṣa upamam dīptam leuchtend, einer Feuerpfanne gleich vidhūma iva pāvakaḥ wie ein rauchloses Feuer harīṇām utthito madhyāt saṃprahṛṣṭa tanū ruhaḥ |
abhivādya harīn vṛddhān hanumān idam abravīt ||
Er erhob sich aus der Mitte der Affen, die Haare am Leib vor Freude gesträubt, verneigte sich vor den älteren Affen und sprach diese Worte:
Wort für Wort harīṇām utthito madhyāt aus der Mitte der Affen sich erhebend saṃprahṛṣṭa tanū ruhaḥ mit vor Freude gesträubten Körperhaaren abhivādya harīn vṛddhān die älteren Affen grüßend hanumān idam abravīt Hanumān sprach dies arujan parvata agrāṇi hutāśana sakho anilaḥ |
balavān aprameyaḥ ca vāyuḥ ākāśa gocaraḥ ||
„Der Wind, der Gefährte des Feuers, zerbricht Berggipfel; er ist stark, unermesslich, und der Luftraum ist sein Wirkungsbereich.
Wort für Wort arujan parvata agrāṇi Berggipfel zerbrechend hutāśana sakhaḥ anilaḥ der Wind, der Gefährte des Feuers balavān aprameyaḥ ca stark und unermesslich vāyuḥ ākāśa gocaraḥ der Wind, dessen Wirkungsbereich der Luftraum ist tasya aham śīghra vegasya śīghra gasya mahātmanaḥ |
mārutasya aurasaḥ putraḥ plavane ca asmi tat samaḥ ||
Von ihm, dem schnell dahineilenden, schnellbewegten Großmütigen, bin ich, des Windgottes leiblicher Sohn, im Springen ebenbürtig.
Wort für Wort tasya aham śīghra vegasya von ihm, dem schnell-eilenden śīghra gasya mahātmanaḥ dem schnellbewegten Großmütigen mārutasya aurasaḥ putraḥ der leibliche Sohn des Windgottes plavane ca asmi tat samaḥ und im Springen bin ich ihm ebenbürtig utsaheyam hi vistīrṇam ālikhaṃtam iva aṃbaram |
merum girim asaṃgena parigaṃtum sahasraśaḥ ||
Ich vermöchte ja den weit ausgedehnten, den Himmel gleichsam zeichnenden Berg Meru tausendfach ungehindert zu umkreisen.
Wort für Wort utsaheyam hi ich vermöchte ja vistīrṇam ālikhaṃtam iva aṃbaram den weiten, den Himmel gleichsam zeichnenden merum girim den Berg Meru asaṃgena parigaṃtum sahasraśaḥ ungehindert tausendfach zu umkreisen bāhu vega praṇunnena sāgareṇa aham utsahe |
samāplāvayitum lokam sa parvata nadī hradam ||
Mit dem durch die Kraft meiner Arme aufgewühlten Ozean vermag ich die Welt samt ihren Bergen, Flüssen und Seen zu überfluten.
Wort für Wort bāhu vega praṇunnena sāgareṇa mit dem durch die Kraft meiner Arme aufgewühlten Ozean aham utsahe ich vermag samāplāvayitum lokam die Welt zu überfluten sa parvata nadī hradam samt Bergen, Flüssen und Seen mama ūru janghā vegena bhaviṣyati samutthitaḥ |
samutthita mahā grāhaḥ samudro varuṇa ālayaḥ ||
Durch die Wucht meiner Schenkel und Waden wird sich der Ozean, Varuṇas Wohnstatt, mit aufgewühlten großen Ungeheuern erheben.
Wort für Wort mama ūru janghā vegena durch die Wucht meiner Schenkel und Waden bhaviṣyati samutthitaḥ wird sich erheben samutthita mahā grāhaḥ mit aufgewühlten großen Ungeheuern samudro varuṇa ālayaḥ der Ozean, Varuṇas Wohnstatt pannaga aśanam ākāśe patantam pakṣi sevitam |
vainateyam aham śaktaḥ parigaṃtum sahasraśaḥ ||
Ich bin imstande, den Schlangenfresser, den Sohn der Vinatā, wenn er, von Vögeln begleitet, durch den Luftraum fliegt, tausendfach zu umkreisen.
Wort für Wort pannaga aśanam den Schlangenfresser ākāśe patantam pakṣi sevitam der durch den Luftraum fliegt, von Vögeln begleitet vainateyam aham śaktaḥ den Sohn der Vinatā bin ich imstande parigaṃtum sahasraśaḥ tausendfach zu umkreisen udayāt prasthitam vā api jvalaṃtam raśmi mālinam |
an astamitam ādityam abhigaṃtum samutsahe ||
Auch vermag ich der von Osten aufsteigenden, glühenden, mit Strahlenkranz geschmückten Sonne zu folgen, ehe sie untergeht.
Wort für Wort udayāt prasthitam vā api oder auch die vom Osten aufsteigende jvalaṃtam raśmi mālinam die glühende, mit Strahlenkranz geschmückte an astamitam ādityam die noch nicht untergegangene Sonne abhigaṃtum samutsahe zu erreichen vermag ich tato bhūmim asaṃspṛṣṭvā punaḥ āgantum utsahe |
pravegena eva mahatā bhīmena plavagarṣabhāḥ ||
Und danach vermag ich, ohne die Erde zu berühren, mit gewaltiger, furchterregender Geschwindigkeit wieder zurückzukehren, ihr Besten der Affen.
Wort für Wort tato bhūmim asaṃspṛṣṭvā danach, ohne die Erde zu berühren punaḥ āgantum utsahe vermag ich wieder zurückzukommen pravegena eva mahatā bhīmena mit eben gewaltiger, furchtbarer Geschwindigkeit plavagarṣabhāḥ ihr Besten der Affen utsaheyam atikrāṃtum sarvān ākāśa gocarān |
sāgaram śoṣayiṣyāmi dārayiṣyāmi medinīm ||
Ich vermöchte alle Wesen zu überholen, die sich im Luftraum bewegen; ich werde den Ozean austrocknen, ich werde die Erde spalten.
Wort für Wort utsaheyam atikrāṃtum ich vermöchte überholen sarvān ākāśa gocarān alle, die sich im Luftraum bewegen sāgaram śoṣayiṣyāmi ich werde den Ozean austrocknen dārayiṣyāmi medinīm ich werde die Erde spalten parvatān cūrṇaṣyāmi plavamānaḥ plavaṃgamāḥ |
hariṣyāmi ūru vegena plavamāno mahāarṇavam ||
Springend werde ich Berge zermalmen, ihr Affen; springend werde ich mit der Wucht meiner Schenkel den großen Ozean fortreißen.
Wort für Wort parvatān cūrṇaṣyāmi Berge werde ich zermalmen plavamānaḥ plavaṃgamāḥ springend, ihr Affen hariṣyāmi ūru vegena ich werde fortreißen mit der Wucht meiner Schenkel plavamāno mahāarṇavam springend den großen Ozean latānām vividhām puṣpam pādapānām ca sarvaśaḥ |
anuyāsyati mām adya plavamānam vihāyasā ||
Der mannigfaltige Blütenstaub der Schlingpflanzen und aller Bäume wird mir heute folgen, wenn ich durch den Luftraum springe.
Wort für Wort latānām vividhām puṣpam der mannigfaltige Blütenstaub der Schlingpflanzen pādapānām ca sarvaśaḥ und aller Bäume überall anuyāsyati mām adya wird mir heute folgen plavamānam vihāyasā der ich durch den Luftraum springe bhaviṣyati hi me panthāḥ svāteḥ panthā iva aṃbare |
carantam ghoram ākāśam utpatiṣyantam eva ca ||
Denn mein Weg am Himmel wird sein wie der Weg des Sterns Svāti, wenn ich durch den furchtbaren Luftraum ziehe und emporfliege.
Wort für Wort bhaviṣyati hi me panthāḥ denn mein Weg wird sein svāteḥ panthā iva aṃbare wie der Weg des Sterns Svāti am Himmel carantam ghoram ākāśam der durch den furchtbaren Luftraum zieht utpatiṣyantam eva ca und emporfliegt drakṣyanti nipatantam ca sarva bhūtāni vānarāḥ |
mahā meru pratīkāśam mām drakṣyadhvam plavaṃgamāḥ ||
Alle Wesen werden mich niederfahren sehen; ihr Affen, ihr werdet mich sehen, dem großen Berg Meru gleich.
Wort für Wort drakṣyanti nipatantam ca sie werden sehen, wie ich niederfahre sarva bhūtāni vānarāḥ alle Wesen, ihr Affen mahā meru pratīkāśam mām mich, dem großen Meru gleich drakṣyadhvam plavaṃgamāḥ werdet ihr sehen, ihr Affen divam āvṛtya gacchantam grasamānam iva aṃbaram |
vidhamiṣyāmi jīmūtān kaṃpayiṣyāmi parvatān ||
Den Himmel verhüllend werde ich ziehen, den Luftraum gleichsam verschlingend; ich werde Wolken zerstreuen, Berge erzittern lassen.
Wort für Wort divam āvṛtya gacchantam den Himmel verhüllend ziehend grasamānam iva aṃbaram den Luftraum gleichsam verschlingend vidhamiṣyāmi jīmūtān ich werde Wolken zerstreuen kaṃpayiṣyāmi parvatān ich werde Berge erzittern lassen sāgaram śoṣayiṣyāmi plavamānaḥ samāhitaḥ |
vainateyasya vā śaktiḥ mama vā mārutasya vā ||
Springend, gesammelten Sinnes, werde ich den Ozean austrocknen; solche Kraft besitzt Garuḍa, oder ich, oder der Windgott.
Wort für Wort sāgaram śoṣayiṣyāmi den Ozean werde ich austrocknen plavamānaḥ samāhitaḥ springend, gesammelten Sinnes vainateyasya vā śaktiḥ solche Kraft ist bei Garuḍa mama vā mārutasya vā oder bei mir oder beim Windgott ṛte suparṇa rājānam mārutam vā mahābalam |
na tat bhūtam prapaśyāmi yat mām plutam anuvrajet ||
Außer dem König der Vögel oder dem mächtigen Windgott sehe ich kein Wesen, das mir folgen könnte, wenn ich springe.
Wort für Wort ṛte suparṇa rājānam außer dem König der Vögel mārutam vā mahābalam oder dem mächtigen Windgott na tat bhūtam prapaśyāmi ich sehe kein solches Wesen yat mām plutam anuvrajet das mir, dem Springenden, folgen könnte nimeṣa antara mātreṇa nirālaṃbanam aṃbaram |
sahasā nipatiṣyāmi ghanāt vidyut iva utthitā ||
Im Bruchteil eines Augenblicks werde ich in den stützenlosen Luftraum plötzlich hinabfahren, wie ein Blitz, der aus einer Wolke hervorbricht.
Wort für Wort nimeṣa antara mātreṇa im Bruchteil eines Augenblicks nirālaṃbanam aṃbaram in den stützenlosen Luftraum sahasā nipatiṣyāmi werde ich plötzlich hinabfahren ghanāt vidyut iva utthitā wie ein aus einer Wolke aufsteigender Blitz bhaviṣyati hi me rūpam plavamānasya sāgaram |
viṣṇoḥ prakramamāṇasya tadā trīn vikramān iva ||
Meine Gestalt, wenn ich über den Ozean springe, wird der des Viṣṇu gleichen, als er einst die drei Schritte tat.
Wort für Wort bhaviṣyati hi me rūpam meine Gestalt wird sein plavamānasya sāgaram während ich über den Ozean springe viṣṇoḥ prakramamāṇasya des schreitenden Viṣṇu tadā trīn vikramān iva wie damals bei den drei Schritten buddhyā ca aham prapaśyāmi manaḥ ceṣṭā ca me tathā |
aham drakṣyāmi vaidehīm pramodadhvam plavaṃgamāḥ ||
Mit meinem Verstand sehe ich es voraus, und ebenso ist die Regung meines Geistes: Ich werde die Videha-Tochter erblicken. Freut euch, ihr Affen!
Wort für Wort buddhyā ca aham prapaśyāmi mit dem Verstand sehe ich voraus manaḥ ceṣṭā ca me tathā und ebenso ist meines Geistes Regung aham drakṣyāmi vaidehīm ich werde die Videha-Tochter erblicken pramodadhvam plavaṃgamāḥ freut euch, ihr Affen mārutasya samo vege garuḍasya samo jave |
ayutam yojanānām tu gamiṣyāmi iti me matiḥ ||
Dem Windgott an Geschwindigkeit gleich, Garuḍa an Schnelligkeit gleich, werde ich zehntausend Yojanas zurücklegen – so ist mein Entschluss.
Wort für Wort mārutasya samo vege dem Windgott an Geschwindigkeit gleich garuḍasya samo jave Garuḍa an Schnelligkeit gleich ayutam yojanānām tu zehntausend Yojanas aber gamiṣyāmi iti me matiḥ werde ich zurücklegen, so ist mein Entschluss vāsavasya sa vajrasya brahmaṇo vā svayaṃbhuvaḥ |
vikramya sahasā hastāt amṛtam tat iha ānaye ||
Ich könnte mit Gewalt selbst aus der Hand des Vāsava den Blitzkeil oder aus der Hand des selbstentstandenen Brahmā den Nektar an mich reißen und hierherbringen,
Wort für Wort vāsavasya sa vajrasya jenen Blitzkeil des Vāsava brahmaṇo vā svayaṃbhuvaḥ oder des selbstentstandenen Brahmā vikramya sahasā hastāt mit Gewalt plötzlich aus der Hand amṛtam tat iha ānaye den Nektar könnte ich hierherbringen laṃkām vā api samutkṣipya gaccheyam iti me matiḥ |
tam evam vānara śreṣṭham garjantam amita prabham ||
oder auch Laṅkā emporreißend könnte ich davongehen – so ist mein Entschluss.' Als er, der Beste der Affen, so von unermesslichem Glanz brüllte,
Wort für Wort laṃkām vā api samutkṣipya oder auch Laṅkā emporreißend gaccheyam iti me matiḥ könnte ich fortgehen, so ist mein Entschluss tam evam vānara śreṣṭham jenen so redenden Besten der Affen garjantam amita prabham der brüllte, von unermesslichem Glanz prahṛṣṭā harayaḥ tatra samudaikṣanta vismitāḥ |
tat ca asya vacanam śrutvā jñātīnām śoka nāśanam ||
betrachteten ihn die Affen dort erfreut und erstaunt; und als sie diese seine Worte hörten, die den Kummer der Sippe vertrieben,
Wort für Wort prahṛṣṭā harayaḥ tatra die erfreuten Affen dort samudaikṣanta vismitāḥ betrachteten ihn erstaunt tat ca asya vacanam śrutvā und dieses sein Wort gehört habend jñātīnām śoka nāśanam das den Kummer der Sippe vertrieb uvāca parisaṃhṛṣṭo jāṃbavān plavageśvaraḥ |
vīra kesariṇaḥ putra vegavan māruta ātmaja ||
sprach der überaus erfreute Jāmbavān, der Herr der Affen: „O Held, Sohn des Kesarin, du Schnellkräftiger, Sohn des Windgottes,
Wort für Wort uvāca parisaṃhṛṣṭo jāṃbavān plavageśvaraḥ es sprach der überaus erfreute Jāmbavān, der Herr der Affen vīra kesariṇaḥ putra o Held, Sohn des Kesarin vegavan māruta ātmaja du Schnellkräftiger, Sohn des Windgottes jñātīnām vipulaḥ śokaḥ tvayā tāta praṇāśitaḥ |
tava kalyāṇa rucayaḥ kapi mukhyāḥ samāgatāḥ ||
der große Kummer der Sippe ist durch dich, o Kind, vertrieben. Zu deinem Heile sind die vornehmsten Affen hier versammelt.
Wort für Wort jñātīnām vipulaḥ śokaḥ der große Kummer der Sippe tvayā tāta praṇāśitaḥ ist durch dich, o Kind, vertrieben tava kalyāṇa rucayaḥ dir Heil wünschend kapi mukhyāḥ samāgatāḥ sind die vornehmsten Affen versammelt maṃgalam kārya siddhi artham kariṣyanti samāhitāḥ |
ṛṣīṇām ca prasādena kapi vṛddha matena ca ||
Sie werden, gesammelten Sinnes, ein Segensritual für das Gelingen des Vorhabens vollziehen; und durch die Gnade der Weisen und nach dem Rat der ältesten Affen,
Wort für Wort maṃgalam kārya siddhi artham ein Segensritual zum Gelingen der Aufgabe kariṣyanti samāhitāḥ werden sie, gesammelten Sinnes, vollziehen ṛṣīṇām ca prasādena und durch die Gnade der Weisen kapi vṛddha matena ca und nach dem Rat der ältesten Affen gurūṇām ca prasādena plavasva tvam mahāarṇavam |
sthāsyāmaḥ ca eka pādena yāvat āgamanam tava ||
und durch die Gnade der Älteren – springe du über den großen Ozean; wir werden auf einem Bein verharren, bis zu deiner Rückkehr.
Wort für Wort gurūṇām ca prasādena und durch die Gnade der Älteren plavasva tvam mahāarṇavam springe du über den großen Ozean sthāsyāmaḥ ca eka pādena wir werden auf einem Fuß verharren yāvat āgamanam tava bis zu deiner Rückkehr tvat gatāni ca sarveṣām jīvitāni vana okasām |
tataḥ ca hari śārdūlaḥ tān uvāca vana okasaḥ ||
An dich gebunden ist das Leben aller Waldbewohner.' Darauf sprach der Tiger unter den Affen zu den Waldbewohnern:
Wort für Wort tvat gatāni ca sarveṣām an dich gebunden sind aller jīvitāni vana okasām das Leben der Waldbewohner tataḥ ca hari śārdūlaḥ darauf der Tiger unter den Affen tān uvāca vana okasaḥ sprach zu den Waldbewohnern ko api loke na me vegam plavane dhārayiṣyati |
etāni hi nagasya asya śilā saṃkaṭa śālinaḥ ||
„Niemand in der Welt wird meiner Sprunggeschwindigkeit standhalten können; doch diese Felsen dieses Berges, reich an engen Klüften,
Wort für Wort ko api loke irgendjemand auf der Welt na me vegam plavane dhārayiṣyati wird meine Sprunggeschwindigkeit nicht ertragen können etāni hi nagasya asya diese ja dieses Berges śilā saṃkaṭa śālinaḥ reich an engen Felsklüften śikharāṇi mahendrasya sthirāṇi ca mahānti ca |
yeṣu vegam gamiṣyāmi mahendra śikhareṣu aham ||
die festen und gewaltigen Gipfel des Mahendra – auf ihnen, den Gipfeln des Mahendra, werde ich meine Geschwindigkeit ansetzen.
Wort für Wort śikharāṇi mahendrasya die Gipfel des Mahendra sthirāṇi ca mahānti ca fest und gewaltig yeṣu vegam gamiṣyāmi auf denen ich meine Geschwindigkeit ansetzen werde mahendra śikhareṣu aham ich, auf den Gipfeln des Mahendra nānā druma vikīrṇeṣu dhātu niṣpanda śobhiṣu |
etāni mama vegam hi śikharāṇi mahānti ca ||
Diese von mancherlei Bäumen bestandenen, von unbeweglichen Erzadern glänzenden gewaltigen Gipfel werden meine Geschwindigkeit
Wort für Wort nānā druma vikīrṇeṣu mit mancherlei Bäumen bestreut dhātu niṣpanda śobhiṣu von unbeweglichen Erzadern glänzend etāni mama vegam hi diese meine Geschwindigkeit ja śikharāṇi mahānti ca die gewaltigen Gipfel plavato dhārayiṣyanti yojanānām itaḥ śatam |
tataḥ tu māruta prakhyaḥ sa hariḥ māruta ātmajaḥ ||
tragen können, während ich von hier hundert Yojanas weit springe.' Darauf bestieg jener Affe, dem Windgott gleich, der Sohn des Windes,
Wort für Wort plavato dhārayiṣyanti werden tragen, während ich springe yojanānām itaḥ śatam hundert Yojanas von hier tataḥ tu māruta prakhyaḥ darauf aber, dem Windgott gleich sa hariḥ māruta ātmajaḥ jener Affe, der Sohn des Windes āruroha naga śreṣṭham mahendram ariṃardamaḥ |
vṛtam nānā vidhaiḥ puṣpaiḥ mṛga sevita śādvalam ||
den Feindezermalmer, den besten der Berge, den Mahendra, der mit mancherlei Blumen bedeckt war und dessen Wiesengrund von Wildtieren bevölkert war,
Wort für Wort āruroha naga śreṣṭham er bestieg den besten der Berge mahendram ariṃardamaḥ den Mahendra, der Feindezermalmer vṛtam nānā vidhaiḥ puṣpaiḥ der mit mancherlei Blumen bedeckt war mṛga sevita śādvalam dessen Wiesengrund von Wildtieren bevölkert war latā kusuma saṃbādham nitya puṣpa phala drumam |
siṃha śārdūla caritam matta mātaṃga sevitam ||
dicht bewachsen mit blühenden Schlingpflanzen, mit immer blühenden und fruchttragenden Bäumen, von Löwen und Tigern durchstreift, von brünstigen Elefanten bevölkert,
Wort für Wort latā kusuma saṃbādham dicht mit blühenden Schlingpflanzen nitya puṣpa phala drumam mit immer blühenden und fruchttragenden Bäumen siṃha śārdūla caritam von Löwen und Tigern durchstreift matta mātaṃga sevitam von brünstigen Elefanten bevölkert matta dvija gaṇa ud dhuṣṭam salila utpīḍa saṃkulam |
mahadbhiḥ ucchritam śṛngaiḥ mahendram sa mahābalaḥ ||
von den Schwärmen brünstiger Vögel durchtönt, reich an hervorquellenden Wasserquellen; jenen Mahendra mit seinen gewaltig aufragenden Gipfeln bestieg der Mächtige,
Wort für Wort matta dvija gaṇa ud dhuṣṭam von Scharen brünstiger Vögel durchtönt salila utpīḍa saṃkulam reich an hervorquellenden Wasserquellen mahadbhiḥ ucchritam śṛngaiḥ mit gewaltig aufragenden Gipfeln mahendram sa mahābalaḥ den Mahendra, jener Mächtige vicacāra hariśreṣṭho mahendra sāma vikramaḥ |
bāhubhyām pīḍitaḥ tena mahāśailo mahātmanā ||
der beste der Affen, durchstreifte ihn mit gewaltigem Schritt; von seinen beiden Armen gepresst, von diesem Großmütigen, erdröhnte der große Berg,
Wort für Wort vicacāra hariśreṣṭho er durchstreifte ihn, der beste der Affen mahendra sāma vikramaḥ mit dem Mahendra ebenbürtigem Schritt bāhubhyām pīḍitaḥ tena von seinen beiden Armen gepresst mahāśailo mahātmanā der große Berg, von jenem Großmütigen rarāsa siṃha abhihato mahān matta iva dvipaḥ |
mumoca salila utpīḍān viprakīrṇa śilauccayaḥ ||
erdröhnte, wie ein von einem Löwen getroffener großer, brünstiger Elefant; er ließ Wasserfluten hervorschießen, seine Felsmassen zerstreuten sich.
Wort für Wort rarāsa siṃha abhihato er erdröhnte, von einem Löwen getroffen mahān matta iva dvipaḥ wie ein großer, brünstiger Elefant mumoca salila utpīḍān er ließ Wasserfluten hervorschießen viprakīrṇa śilauccayaḥ seine Felsmassen zerstreuten sich vitrasta mṛga mātaṃgaḥ prakaṃpita mahā drumaḥ |
nānā gandharva mithunaiḥ pāna saṃsarga karkaśaiḥ ||
Seine Wildtiere und Elefanten erschraken, seine großen Bäume erzitterten; von den Gandharva-Paaren, die vom Trinken rau geworden waren,
Wort für Wort vitrasta mṛga mātaṃgaḥ seine Wildtiere und Elefanten erschraken prakaṃpita mahā drumaḥ seine großen Bäume erzitterten nānā gandharva mithunaiḥ von mancherlei Gandharva-Paaren pāna saṃsarga karkaśaiḥ die vom genossenen Trank rau geworden waren ut patadbhiḥ vihaṃgaiḥ ca vidyādhara gaṇaiḥ api |
tyajyamāna mahā sānuḥ saṃnilīna mahā uragaḥ ||
und von aufflatternden Vögeln sowie Scharen von Vidyādharas verlassen wurde sein großer Bergrücken, während sich große Schlangen darin verbargen.
Wort für Wort ut patadbhiḥ vihaṃgaiḥ ca und von auffliegenden Vögeln vidyādhara gaṇaiḥ api und auch von Scharen der Vidyādharas tyajyamāna mahā sānuḥ verlassen wurde sein großer Bergrücken saṃnilīna mahā uragaḥ während sich große Schlangen darin verbargen śaila śṛnga śilā utpātaḥ tadā abhūt sa mahā giriḥ |
niḥśvasadbhiḥ tadā taiḥ tu bhujagaiḥ ardha niḥsṛtaiḥ ||
Da geriet der große Berg in Aufruhr der Felsgipfel, während jene halb aus ihren Löchern hervorgekrochenen Schlangen zischten,
Wort für Wort śaila śṛnga śilā utpātaḥ Aufruhr der Berggipfel und Felsen tadā abhūt sa mahā giriḥ da geriet jener große Berg in diesen Zustand niḥśvasadbhiḥ tadā taiḥ tu während jene da zischten bhujagaiḥ ardha niḥsṛtaiḥ die Schlangen, halb hervorgekrochen sa patāka iva ābhāti sa tadā dharaṇī dharaḥ |
ṛṣibhiḥ trāsa saṃbhrāṃtaiḥ tyajyamānaḥ śilā uccayaḥ |
sīdan mahati kāṃtāre sārtha hīna iva adhva gaḥ ||
und der Bergträger erglänzte da wie mit einer Flagge geschmückt; von den in Furcht bestürzten Weisen verlassen, sank die Felsmasse nieder, wie ein Wanderer ohne Karawane in weiter Wildnis.
Wort für Wort sa patāka iva ābhāti er erglänzte wie mit einer Flagge sa tadā dharaṇī dharaḥ jener Bergträger da ṛṣibhiḥ trāsa saṃbhrāṃtaiḥ von den in Furcht bestürzten Weisen tyajyamānaḥ śilā uccayaḥ verlassen, die Felsmasse sīdan mahati kāṃtāre niedersinkend in der weiten Wildnis sārtha hīna iva adhva gaḥ wie ein Wanderer ohne Karawane sa vegavān vega samāhita ātmā
hari pravīraḥ para vīra hantā |
manaḥ samādhāya mahāanubhāvo
jagāma laṃkām manasā manasvī ||
Er, der Geschwinde, mit auf die Geschwindigkeit gesammeltem Sinn, der Affenheld, der Vernichter feindlicher Helden, sammelte seinen Geist, der Hochherzige, und der Kluge zog in Gedanken schon nach Laṅkā.
Wort für Wort sa vegavān vega samāhita ātmā er, der Geschwinde, mit auf die Geschwindigkeit gesammeltem Sinn hari pravīraḥ para vīra hantā der Affenheld, der Vernichter feindlicher Helden manaḥ samādhāya mahāanubhāvo seinen Geist sammelnd, der Hochherzige jagāma laṃkām manasā manasvī zog der Kluge in Gedanken nach Laṅkā
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