Rāmāyaṇa · Kiṣkindhākāṇḍa
Sarga 26: Sugrīva Rājya Abhiṣekaḥ
Sugrīvas Krönung
tataḥ śoka abhisaṃtaptam sugrīvam klinna vāsanam |
śākhā mṛga mahāmātrāḥ parivārya upatasthire ||
Da umringten die grossen Affenfürsten den von Kummer versengten Sugrīva, dessen Gewand feucht war, und traten vor ihn hin.
Wort für Wort śoka abhisaṃtaptam vom Kummer versengt klinna vāsanam dessen Gewand feucht (von Tränen) war śākhāmṛga mahāmātrāḥ die grossen Affenfürsten parivārya upatasthire umringten und traten hinzu abhigamya mahābāhum rāmam akliṣṭa kāriṇam |
sthitāḥ prāṃjalayaḥ sarve pitāmaham iva ṛṣayaḥ ||
Sie traten vor den starkarmigen Rāma, den unermüdlichen Vollbringer, und standen alle mit gefalteten Händen da, wie Weise vor ihrem Ahnherrn.
Wort für Wort mahābāhum rāmam zu dem starkarmigen Rāma akliṣṭa kāriṇam dem unermüdlichen Vollbringer sthitāḥ prāṃjalayaḥ sarve alle standen mit gefalteten Händen pitāmaham iva ṛṣayaḥ wie Weise vor dem Ahnherrn (Brahmā) tataḥ kāṃcana śaila ābhaḥ taruṇa arka nibha ānanaḥ |
abravīt prāṃjalir vākyam hanumān māruta ātmajaḥ ||
Da sprach Hanumān, der Sohn des Windes, dessen Gestalt einem goldenen Berge glich und dessen Antlitz der jungen Sonne, mit gefalteten Händen diese Worte.
Wort für Wort kāṃcanaśaila ābhaḥ gleich einem goldenen Berg taruṇārka nibha ānanaḥ mit einem Antlitz wie die junge Sonne hanumān māruta ātmajaḥ Hanumān, der Sohn des Windes abravīt prāṃjaliḥ vākyam sprach mit gefalteten Händen das Wort bhavat prasādāt kākutstha pitṛ paitāmaham mahat |
vānarāṇām sudaṃṣṭrāṇām saṃpanna balaśālinām ||
Durch deine Gnade, o Kākutstha, ist das grosse, von Vater und Grossvater ererbte Reich der scharfzahnigen, kraftbegabten und starken Affen
Wort für Wort bhavat prasādāt durch deine Gnade pitṛ paitāmaham mahat das grosse, von Vater und Grossvater (ererbte) sudaṃṣṭrāṇām der scharfzahnigen saṃpanna balaśālinām der kraftbegabten, starken (Affen) mahātmānām suduṣprāpam prāptam rājyam idam prabho |
bhavatā samanujñātaḥ praviśya nagaram śubham ||
— der Grossmütigen, das schwer zu erlangen war — dieses Reich, o Herr, nun wiedererlangt. Mit deiner Erlaubnis wird er, nachdem er die schöne Stadt betreten hat,
Wort für Wort mahātmānām suduṣprāpam der Grossmütigen, schwer zu erlangen prāptam rājyam idam prabho dieses Reich ist erlangt, o Herr bhavatā samanujñātaḥ von dir erlaubt praviśya nagaram śubham nachdem er die schöne Stadt betreten hat saṃvidhāsyati kāryāṇi sarvāṇi sasuhṛt gaṇaḥ |
snāto ayam vividhair gandhair auṣadhaiḥ ca yathā vidhi ||
zusammen mit seiner Schar von Freunden alle Angelegenheiten ordnen. Gebadet mit mancherlei Duftstoffen und Kräutern nach der Vorschrift,
Wort für Wort saṃvidhāsyati kāryāṇi sarvāṇi er wird alle Angelegenheiten ordnen sasuhṛt gaṇaḥ zusammen mit der Schar der Freunde snātaḥ ayam dieser gebadet vividhaiḥ gandhaiḥ auṣadhaiḥ ca yathāvidhi mit mancherlei Duftstoffen und Kräutern nach Vorschrift arcayiṣyati mālyaiḥ ca ratnaiḥ ca tvām viśeṣataḥ |
imām giri guhām ramyām abhigantum tvam arhasi ||
wird er dich mit Girlanden und Juwelen besonders ehren. Du solltest zu dieser lieblichen Berghöhle kommen.
Wort für Wort arcayiṣyati mālyaiḥ ca ratnaiḥ ca er wird ehren mit Girlanden und Juwelen tvām viśeṣataḥ dich besonders imām giri guhām ramyām zu dieser lieblichen Berghöhle abhigantum tvam arhasi du solltest kommen kuruṣva svāmi saṃbandham vānarān saṃpraharṣayan |
evam ukto hanumatā rāghavaḥ para vīrahā ||
Knüpfe das Band der Herrschaft und erfreue dabei die Affen.» So von Hanumān angesprochen, antwortete Rāghava, der Feindeshelden-Bezwinger,
Wort für Wort kuruṣva svāmi saṃbandham knüpfe das Band der Herrschaft vānarān saṃpraharṣayan und erfreue die Affen evam uktaḥ hanumatā so von Hanumān angesprochen rāghavaḥ para vīrahā Rāghava, der Bezwinger feindlicher Helden pratyuvāca hanūmantam buddhimān vākya kovidaḥ |
caturdaśa samāḥ saumya grāmam vā yadi vā puram ||
der Kluge, der Rede Kundige, dem Hanumān: «Vierzehn Jahre lang, Sanfter, werde ich weder ein Dorf noch eine Stadt
Wort für Wort pratyuvāca hanūmantam antwortete dem Hanumān buddhimān vākya kovidaḥ der Kluge, der Rede Kundige caturdaśa samāḥ saumya vierzehn Jahre, Sanfter grāmam vā yadi vā puram weder Dorf noch Stadt na pravekṣyāmi hanuman pitur nirdeśa pālakaḥ |
susamṛddhām guhām divyām sugrīvo vānararṣabhaḥ ||
betreten, Hanumān, denn ich hüte den Befehl meines Vaters. Sugrīva, der Stier der Affen, möge in der reichen, göttlichen Höhle
Wort für Wort na pravekṣyāmi hanuman ich werde nicht betreten, Hanumān pitur nirdeśa pālakaḥ als Hüter des väterlichen Befehls susamṛddhām guhām divyām in die reiche, göttliche Höhle sugrīvo vānararṣabhaḥ Sugrīva, der Stier der Affen praviṣṭo vidhivat vīraḥ kṣipram rājye abhiṣicyatām |
evam uktvā hanūmantam rāmaḥ sugrīvam abravīt ||
vorschriftsmässig eintreten und alsbald zum König geweiht werden.» Nachdem er dies zu Hanumān gesagt hatte, sprach Rāma zu Sugrīva:
Wort für Wort praviṣṭaḥ vidhivat vīraḥ der Held, vorschriftsmässig eingetreten kṣipram rājye abhiṣicyatām möge alsbald zum Reich geweiht werden evam uktvā hanūmantam dies zu Hanumān gesagt habend rāmaḥ sugrīvam abravīt sprach Rāma zu Sugrīva vṛttajño vṛtta saṃpannam udāra bala vikramam |
imam api aṃgadam vīram yauvarājye abhiṣecaya ||
«Du, der du rechtes Verhalten kennst — weihe auch diesen Helden Aṅgada, der von gutem Betragen und edler Kraft und Kühnheit ist, zum Amt des Kronprinzen.
Wort für Wort vṛttajño der du (rechtes) Verhalten kennst vṛtta saṃpannam von gutem Betragen begabt udāra bala vikramam von edler Kraft und Kühnheit imam api aṃgadam vīram auch diesen Helden Aṅgada yauvarājye abhiṣecaya weihe zum Amt des Kronprinzen jyeṣṭhasya hi suto jyeṣṭhaḥ sadṛśo vikrameṇa ca |
aṃgado ayam adīnātmā yauvarājyasya bhājanam ||
Denn er ist der älteste Sohn des Ältesten und ihm an Kühnheit gleich; dieser unverzagte Aṅgada ist des Kronprinzenamtes würdig.
Wort für Wort jyeṣṭhasya hi suto jyeṣṭhaḥ er ist der älteste Sohn des Ältesten sadṛśo vikrameṇa ca und gleich an Kühnheit aṃgado ayam adīnātmā dieser Aṅgada, unverzagten Sinnes yauvarājyasya bhājanam würdig des Kronprinzenamtes pūrvo ayam vārṣiko māsaḥ śrāvaṇaḥ salila āgamaḥ |
pravṛttāḥ saumya catvāro māsā vārṣika saṃjñitāḥ ||
Dies ist der erste Monat der Regenzeit, Śrāvaṇa, der Wasserbringer; vier Monate, Sanfter, die man die Regenmonate nennt, haben nun begonnen.
Wort für Wort pūrvo ayam vārṣiko māsaḥ dies ist der erste Regenmonat śrāvaṇaḥ salila āgamaḥ Śrāvaṇa, das Kommen des Wassers pravṛttāḥ catvāro māsāḥ vier Monate haben begonnen vārṣika saṃjñitāḥ die Regenmonate genannt na ayam udyoga samayaḥ praviśa tvam purīm śubhām |
asmin vatsyāmi aham saumya parvate saha lakṣmaṇaḥ ||
Dies ist nicht die Zeit für Unternehmungen. Betritt du die schöne Stadt; ich werde, Sanfter, mit Lakṣmaṇa auf diesem Berge weilen.
Wort für Wort na ayam udyoga samayaḥ dies ist nicht die Zeit des Unternehmens praviśa tvam purīm śubhām betritt du die schöne Stadt asmin vatsyāmi aham ich werde auf diesem (Berg) weilen saha lakṣmaṇaḥ zusammen mit Lakṣmaṇa iyam giri guhā ramyā viśālā yukta mārutā |
prabhūta salilā saumya prabhūta kamala utpalā ||
Diese Berghöhle ist lieblich, weit, von angenehmem Wind durchzogen, Sanfter, reich an Wasser und reich an Lotus und blauem Lotus.
Wort für Wort iyam giri guhā ramyā diese liebliche Berghöhle viśālā yukta mārutā weit, mit (angenehmem) Wind versehen prabhūta salilā reich an Wasser prabhūta kamala utpalā reich an Lotus und blauem Lotus kārtike samanuprāpte tvam rāvaṇa vadhe yata |
eṣa naḥ samayaḥ saumya praviśa tvam svam ālayam ||
Wenn Kārtika gekommen ist, sollst du dich um Rāvaṇas Tötung bemühen; dies ist unsere Abmachung, Sanfter. Betritt nun deine eigene Wohnstatt,
Wort für Wort kārtike samanuprāpte wenn Kārtika angekommen ist tvam rāvaṇa vadhe yata bemühe dich um Rāvaṇas Tötung eṣa naḥ samayaḥ saumya dies ist unsere Abmachung, Sanfter praviśa tvam svam ālayam betritt du deine eigene Wohnstatt abhiṣiṃcasva rājye ca suhṛdaḥ saṃpraharṣaya |
iti rāma abhyanujñātaḥ sugrīvo vānararṣabhaḥ ||
lass dich zum König weihen und erfreue deine Freunde.» So von Rāma ermächtigt, (tat) Sugrīva, der Stier der Affen,
Wort für Wort abhiṣiṃcasva rājye ca lass dich zum Reich weihen suhṛdaḥ saṃpraharṣaya erfreue die Freunde iti rāma abhyanujñātaḥ so von Rāma ermächtigt sugrīvo vānararṣabhaḥ Sugrīva, der Stier der Affen praviveśa purīm ramyām kiṣkiṃdhām vāli pālitām |
tam vānara sahasrāṇi praviṣṭam vānara īśvaram ||
betrat die liebliche Stadt Kiṣkindhā, die einst von Vālin regiert worden war. Ihn, den Herrn der Affen, als er eintrat,
Wort für Wort praviveśa purīm ramyām er betrat die liebliche Stadt kiṣkiṃdhām vāli pālitām Kiṣkindhā, von Vālin regiert tam vānara sahasrāṇi ihn tausende von Affen praviṣṭam vānara īśvaram den eingetretenen Herrn der Affen abhivārya prahṛṣṭāni sarvataḥ plavageśvaram |
tataḥ prakṛtayaḥ sarvā dṛṣṭvā hari gaṇa īśvaram ||
umringten voll Freude von allen Seiten den Herrn der Springenden. Da fielen, als sie den Herrn der Affenschar erblickten, alle Untertanen
Wort für Wort abhivārya prahṛṣṭāni voll Freude umringend sarvataḥ plavageśvaram von allen Seiten den Herrn der Springenden tataḥ prakṛtayaḥ sarvāḥ da alle Untertanen dṛṣṭvā hari gaṇa īśvaram als sie den Herrn der Affenschar erblickten praṇamya mūrdhnā patitā vasudhāyām samāhitāḥ |
sugrīvaḥ prakṛtīḥ sarvāḥ saṃbhāṣya utthāpya vīryavān ||
mit gesenktem Haupte ehrfurchtsvoll zu Boden. Der kraftvolle Sugrīva, nachdem er alle Untertanen angesprochen und aufgerichtet hatte,
Wort für Wort praṇamya mūrdhnā sich mit dem Haupte verneigend patitā vasudhāyām samāhitāḥ gesammelt zu Boden gefallen sugrīvaḥ vīryavān der kraftvolle Sugrīva prakṛtīḥ sarvāḥ saṃbhāṣya utthāpya alle Untertanen angesprochen und aufgerichtet habend bhrātur aṃtaḥ puram saumyam praviveśa mahābalaḥ |
praviṣṭam bhīma vikrāṃtam sugrīvam vānararṣabham ||
betrat, der Starkgewaltige, das angenehme innere Gemach seines Bruders. Als Sugrīva, der Stier der Affen, von furchtbarer Kühnheit, eintrat,
Wort für Wort bhrātur aṃtaḥpuram saumyam des Bruders angenehmes inneres Gemach praviveśa mahābalaḥ betrat der Starkgewaltige praviṣṭam bhīma vikrāṃtam den eingetretenen, von furchtbarer Kühnheit sugrīvam vānararṣabham Sugrīva, den Stier der Affen abhyaṣiṃcaṃta suhṛdaḥ sahasrākṣam iva amarāḥ |
tasya pāṇḍuram ājahruḥ chatram hema pariṣkṛtam ||
weihten ihn die Freunde, wie einst die Unsterblichen den Tausendäugigen. Sie brachten ihm einen weissen, goldverzierten Sonnenschirm,
Wort für Wort abhyaṣiṃcaṃta suhṛdaḥ die Freunde weihten sahasrākṣam iva amarāḥ wie die Unsterblichen den Tausendäugigen tasya pāṇḍuram chatram ihm den weissen Schirm ājahruḥ hema pariṣkṛtam sie brachten, mit Gold verziert śukle ca vāla vyajane hema daṇḍe yaśaskare |
tathā sarvāṇi ratnāni sarva bīja auṣadhāni ca ||
und zwei weisse Yakschweif-Wedel mit goldenem Griff, ruhmbringend, ebenso alle Juwelen und alle Samenkräuter,
Wort für Wort śukle vāla vyajane die zwei weissen Yakschweif-Wedel hema daṇḍe yaśaskare mit goldenem Griff, ruhmbringend sarvāṇi ratnāni alle Juwelen sarva bīja auṣadhāni ca und alle Samenkräuter sa kṣīrāṇām ca vṛkṣāṇām prarohān kusumāni ca |
śuklāni caiva vastrāṇi śvetam caiva anulepanam ||
Sprossen und Blüten der Milchbäume, und ebenso weisse Gewänder und weisse Salbe,
Wort für Wort kṣīrāṇām vṛkṣāṇām prarohān Sprossen der Milchbäume kusumāni ca und Blüten śuklāni vastrāṇi weisse Gewänder śvetam anulepanam weisse Salbe sugaṃdhīni ca mālyāni sthalajāni aṃbujāni ca |
candanāni ca divyāni gandhām ca vividhān bahūn ||
duftende Girlanden aus Land- und aus Wasserblumen, göttliches Sandelholz und mancherlei zahlreiche Wohlgerüche,
Wort für Wort sugaṃdhīni mālyāni duftende Girlanden sthalajāni aṃbujāni ca aus Landblumen und Wasserlotus candanāni divyāni göttliches Sandelholz gandhān vividhān bahūn mancherlei zahlreiche Düfte akṣatam jāta rūpam ca priyaṃgu madhu sarpiṣī |
dadhi carma ca vaiyāghram parārdhye ca api upānahau ||
ungebrochene Reiskörner, Gold, Priyaṅgu, Honig und Schmalz, Quark, ein Tigerfell und ein höchst kostbares Paar Sandalen,
Wort für Wort akṣatam jāta rūpam ca ungebrochene Körner und Gold priyaṃgu madhu sarpiṣī Priyaṅgu, Honig und Schmalz dadhi carma vaiyāghram Quark und ein Tigerfell parārdhye upānahau ein höchst kostbares Paar Sandalen samālaṃbhanam ādāya gorocanam manaḥ śilām |
ājagmuḥ tatra muditā varāḥ kanyāḥ ca ṣoḍaśa ||
Salben, Gorocanā und Realgar mitnehmend, kamen dorthin freudig sechzehn schöne Jungfrauen.
Wort für Wort samālaṃbhanam ādāya Salben mitnehmend gorocanam manaḥśilām Gorocanā und Realgar ājagmuḥ tatra muditā kamen dorthin freudig varāḥ kanyāḥ ṣoḍaśa sechzehn schöne Jungfrauen tataḥ te vānara śreṣṭham abhiṣektum yathā vidhi |
ratnair vastraiḥ ca bhakṣyaiḥ ca toṣayitvā dvijarṣabhān ||
Dann, um den besten der Affen vorschriftsmässig zu weihen, nachdem sie die vornehmsten Brahmanen mit Juwelen, Gewändern und Speisen erfreut hatten,
Wort für Wort tataḥ te vānara śreṣṭham dann diesen besten der Affen abhiṣektum yathāvidhi um vorschriftsmässig zu weihen ratnair vastraiḥ bhakṣyaiḥ ca mit Juwelen, Gewändern und Speisen toṣayitvā dvijarṣabhān die vornehmsten Brahmanen erfreut habend tataḥ kuśa paristīrṇam samiddham jāta vedasam |
maṃtra pūtena haviṣā hutvā maṃtravido janāḥ ||
opferten dann die der Sprüche kundigen Männer auf einem mit Kuśa-Gras bestreuten, entzündeten Feuer eine durch Sprüche geweihte Opferspende,
Wort für Wort kuśa paristīrṇam mit Kuśagras bestreut samiddham jātavedasam das entzündete Feuer maṃtra pūtena haviṣā mit durch Sprüche geweihter Opferspende hutvā maṃtravido janāḥ opferten die spruchkundigen Männer tato hema pratiṣṭhāne vara āstaraṇa saṃvṛte |
prāsāda śikhare ramye citra mālya upaśobhite ||
dann, auf einem goldenen Sockel, mit vortrefflichen Decken bedeckt, auf dem lieblichen Palastgipfel, mit bunten Girlanden geschmückt,
Wort für Wort hema pratiṣṭhāne auf dem goldenen Sockel vara āstaraṇa saṃvṛte mit vortrefflichen Decken bedeckt prāsāda śikhare ramye auf dem lieblichen Palastgipfel citra mālya upaśobhite mit bunten Girlanden geschmückt prāṅmukham vidhivat maṃtraiḥ sthāpayitvā vara āsane |
nadī nadebhyaḥ saṃhṛtya tīrthebhyaḥ ca samaṃtataḥ ||
setzten sie ihn, nach Osten gewandt, vorschriftsmässig mit Sprüchen auf den vortrefflichen Sitz; und nachdem sie (Wasser) von Flüssen und Strömen und von allen Furten ringsum
Wort für Wort prāṅmukham vidhivat maṃtraiḥ nach Osten gewandt, vorschriftsmässig mit Sprüchen sthāpayitvā vara āsane auf den vortrefflichen Sitz gesetzt habend nadī nadebhyaḥ saṃhṛtya von Flüssen und Strömen gesammelt tīrthebhyaḥ samaṃtataḥ von den Furten ringsum āhṛtya ca samudrebhyaḥ sarvebhyo vānararṣabhāḥ |
apaḥ kanaka kuṃbheṣu nidhāya vimalam jalam ||
und von allen Meeren herbeigeholt hatten, legten die Stiere der Affen das reine Wasser in goldene Krüge
Wort für Wort āhṛtya samudrebhyaḥ sarvebhyaḥ von allen Meeren herbeigeholt vānararṣabhāḥ die Stiere der Affen apaḥ kanaka kuṃbheṣu nidhāya das Wasser in goldene Krüge gelegt vimalam jalam das reine Wasser śubhaiḥ vṛṣabha śṛngaiḥ ca kalaśaiḥ ca eva kāṃcanaiḥ |
śāstra dṛṣṭena vidhinā maharṣi vihitena ca ||
und in schöne Stierhörner und goldene Krüge, nach der in den Schriften gesehenen und von den grossen Sehern angeordneten Vorschrift —
Wort für Wort śubhaiḥ vṛṣabha śṛṅgaiḥ in schöne Stierhörner kalaśaiḥ kāṃcanaiḥ und goldene Krüge śāstra dṛṣṭena vidhinā nach der in den Schriften gesehenen Vorschrift maharṣi vihitena ca und von den grossen Sehern angeordnet gajo gavākṣo gavayaḥ śarabho gaṃdhamādanaḥ |
maindaḥ ca dvividaḥ caiva hanūmān jāṃbavān tathā ||
Gaja, Gavākṣa, Gavaya, Śarabha, Gandhamādana, Mainda und Dvivida, Hanumān und ebenso Jāmbavān —
Wort für Wort gajo gavākṣo gavayaḥ Gaja, Gavākṣa, Gavaya śarabho gaṃdhamādanaḥ Śarabha, Gandhamādana maindaḥ dvividaḥ ca Mainda und Dvivida hanūmān jāṃbavān tathā Hanumān und ebenso Jāmbavān abhyaṣiṃcaṃta sugrīvam prasannena sugaṃdhinā |
salilena sahasrākṣam vasavo vāsavam yathā ||
weihten Sugrīva mit klarem, duftendem Wasser, wie einst die Vasus den Tausendäugigen Vāsava weihten.
Wort für Wort abhyaṣiṃcaṃta sugrīvam weihten Sugrīva prasannena sugaṃdhinā salilena mit klarem, duftendem Wasser vasavo vāsavam yathā wie die Vasus den Vāsava sahasrākṣam den Tausendäugigen abhiṣikte tu sugrīve sarve vānara puṃgavāḥ |
pracukruśur mahātmāno hṛṣṭāḥ śata sahasraśaḥ ||
Als Sugrīva geweiht war, jubelten alle grossmütigen Stiere der Affen freudig zu Hunderten und Tausenden auf.
Wort für Wort abhiṣikte tu sugrīve als Sugrīva geweiht war sarve vānara puṃgavāḥ alle Stiere der Affen pracukruśur mahātmāno hṛṣṭāḥ die grossmütigen jubelten freudig śata sahasraśaḥ zu Hunderten und Tausenden rāmasya tu vacaḥ kurvan sugrīvo hari puṃgavaḥ |
aṃgadam saṃpariṣvajya yauvarājye abhiṣecayat ||
Und Rāmas Wort ausführend, umarmte Sugrīva, der Stier der Affen, den Aṅgada und weihte ihn zum Kronprinzenamt.
Wort für Wort rāmasya vacaḥ kurvan Rāmas Wort ausführend sugrīvo hari puṃgavaḥ Sugrīva, der Stier der Affen aṃgadam saṃpariṣvajya Aṅgada umarmend yauvarājye abhiṣecayat weihte zum Kronprinzenamt aṃgade ca abhiṣikte tu sānukrośāḥ plavaṃgamāḥ |
sādhu sādhu iti sugrīvam mahātmāno hi apūjayan ||
Und als Aṅgada geweiht war, ehrten die mitleidvollen, grossmütigen Springenden Sugrīva mit den Worten «Wohlgetan, wohlgetan!»
Wort für Wort aṃgade abhiṣikte tu als Aṅgada geweiht war sānukrośāḥ plavaṃgamāḥ die mitleidvollen Springenden sādhu sādhu iti mit «wohlgetan, wohlgetan» sugrīvam apūjayan ehrten sie Sugrīva rāmam ca eva mahātmānam lakṣmaṇam ca punaḥ punaḥ |
prītāḥ ca tuṣṭuvuḥ sarve tādṛśe tatra vartini ||
Und voll Freude priesen alle immer wieder den grossmütigen Rāma und Lakṣmaṇa, während solcherlei Gunst dort waltete.
Wort für Wort rāmam mahātmānam den grossmütigen Rāma lakṣmaṇam ca punaḥ punaḥ und Lakṣmaṇa, immer wieder prītāḥ tuṣṭuvuḥ sarve voll Freude priesen alle tādṛśe tatra vartini während solcherlei dort waltete hṛṣṭa puṣṭa jana ākīrṇā patākā dhvaja śobhitā |
babhūva nagarī ramyā kṣikiṃdhā giri gahvare ||
Erfüllt von frohem, gedeihendem Volk und geschmückt mit Bannern und Fahnen, wurde die liebliche Stadt Kiṣkindhā in der Bergschlucht (strahlend).
Wort für Wort hṛṣṭa puṣṭa jana ākīrṇā erfüllt von frohem, gedeihendem Volk patākā dhvaja śobhitā mit Bannern und Fahnen geschmückt babhūva nagarī ramyā wurde die liebliche Stadt kṣikiṃdhā giri gahvare Kiṣkindhā in der Bergschlucht nivedya rāmāya tadā mahātmane
mahā abhiṣekam kapi vāhanī patiḥ |
rumām ca bhāryām upalabhya vīryavān
avāpa rājyam tridaśa adhipo yathā ||
Nachdem er dem grossmütigen Rāma damals die grosse Weihe verkündet hatte, gewann der kraftvolle Herr des Affenheeres, seine Gattin Rumā wiedererlangend, das Königreich, wie der Herrscher der dreissig Götter (Indra).
Wort für Wort nivedya rāmāya mahātmane dem grossmütigen Rāma verkündend mahā abhiṣekam die grosse Weihe kapi vāhanī patiḥ vīryavān der kraftvolle Herr des Affenheeres rumām bhāryām upalabhya seine Gattin Rumā wiedererlangend avāpa rājyam tridaśa adhipo yathā gewann das Reich, wie der Herr der dreissig (Götter)
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