Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa
Sarga 1: Hanumataḥ Sāgaralaṃghanam
Hanumāns Sprung über den Ozean, die Begegnungen mit Mainaka, Surasā und Siṃhikā, und die Ankunft in Laṅkā
tato rāvaṇanītāyāḥ sītāyāḥ śatrukarśanaḥ |
iyeṣa padamanveṣṭuṃ cāraṇācarite pathi ||
Da wollte er, der Feindebedränger, auf dem von den Cāraṇas durchwanderten Pfad die Spur der von Rāvaṇa entführten Sītā aufsuchen.
Wort für Wort tataḥ da rāvaṇa nītāyāḥ sītāyāḥ der von Rāvaṇa entführten Sītā śatrukarśanaḥ der Feindebedränger iyeṣa padam anveṣṭum wollte er die Spur suchen cāraṇa ācarite pathi auf dem von den Cāraṇas begangenen Pfad atha vaidūryavarṇeṣu śādvaleṣu mahābalaḥ |
dhīraḥ salilakalpeṣu vicacāra yathāsukham ||
Und der Mächtige, der Standhafte, durchstreifte nach Belieben die beryllfarbenen Wiesen, die wie Wasser schimmerten.
Wort für Wort atha und vaidūrya varṇeṣu śādvaleṣu auf den beryllfarbenen Wiesen mahābalaḥ dhīraḥ der Mächtige, der Standhafte salila kalpeṣu die wie Wasser schienen vicacāra yathāsukham durchstreifte nach Belieben dvijān vitrāsayan dhīmān urasā pādapān haran |
mṛgāṃś ca subahūn nighnan pravṛddha iva kesarī ||
Der Kluge scheuchte die Vögel auf, riss mit der Brust Bäume nieder und erschlug viele Wildtiere, wie ein erwachsener Löwe.
Wort für Wort dvijān vitrāsayan Vögel aufscheuchend dhīmān der Kluge urasā pādapān haran mit der Brust Bäume niederreißend mṛgān ca subahūn nighnan und sehr viele Wildtiere erschlagend pravṛddha iva kesarī wie ein erwachsener Löwe nīlalohitamāñjiṣṭhapatravarṇaiḥ sitāsitaiḥ |
svabhāvavihitaiścitrairdhātubhiḥ samalaṃkṛtam ||
geschmückt mit blauen, roten, krappfarbenen und blattfarbenen, weißen und schwarzen, von Natur aus vielfarbig gestalteten Erzadern,
Wort für Wort nīla lohita māñjiṣṭha patra varṇaiḥ mit blauen, roten, krapprot- und blattfarbenen sita asitaiḥ weißen und schwarzen svabhāva vihitaiḥ citraiḥ dhātubhiḥ von Natur aus vielfarbig gestalteten Erzadern samalaṃkṛtam geschmückt kāmarūpibhirāviṣṭamabhīkṣṇaṃ saparicchidaiḥ |
yakṣakinnaragandharvairdevaklpaiśca pannagaiḥ ||
stets bevölkert von nach Belieben gestaltwandelnden, abgesonderten Scharen von Yakṣas, Kinnaras, Gandharvas und gottgleichen Schlangenwesen,
Wort für Wort kāmarūpibhiḥ āviṣṭam abhīkṣṇam stets bevölkert von nach Belieben Gestaltwandelnden saparicchidaiḥ in eigenen Scharen yakṣa kinnara gandharvaiḥ von Yakṣas, Kinnaras, Gandharvas deva kalpaiḥ ca pannagaiḥ und gottgleichen Schlangenwesen sa tasya girivaryasya tale nāgavarāyute |
tiṣṭhan kapivarastatra hrade nāga ivābabhau ||
Am Fuße dieses besten der Berge, der von erlesenen Elefanten bevölkert war, stehend, erschien der beste der Affen dort wie ein Elefant in einem See.
Wort für Wort sa tasya girivaryasya tale am Fuß jenes besten der Berge nāgavarāyute der von erlesenen Elefanten bevölkert war tiṣṭhan kapivaraḥ tatra dort stehend, der beste der Affen hrade nāga iva ababhau erschien wie ein Elefant in einem See sa sūryāya mahendrāya pavanāya svayaṃbhuve |
bhūtebhyaścāñjaliṃ kṛtvā cakāra gamane matim ||
Er faltete die Hände vor der Sonne, vor Indra, vor dem Windgott, vor dem Selbstentstandenen und vor den Wesen, und fasste den Entschluss zum Aufbruch.
Wort für Wort sa sūryāya mahendrāya er vor der Sonne, vor Indra pavanāya svayaṃbhuve vor dem Windgott, vor dem Selbstentstandenen bhūtebhyaḥ ca añjaliṃ kṛtvā und vor den Wesen die Hände faltend cakāra gamane matim fasste er den Entschluss zum Aufbruch añjaliṃ prāṅmukhaḥ kṛtvā pavanāyātmayoonayo |
tato hi vavṛdhe gantuṃ dakṣiṇo dakṣiṇāṃ diśm ||
Nach Osten gewandt faltete er die Hände vor dem Windgott, seinem selbstentstandenen Ursprung; da wuchs er, der Geschickte, um zur südlichen Richtung aufzubrechen.
Wort für Wort añjaliṃ prāṅmukhaḥ kṛtvā nach Osten gewandt die Hände faltend pavanāya ātmayonaye vor dem Windgott, seinem eigenen Ursprung tato hi vavṛdhe gantum da wuchs er, um aufzubrechen dakṣiṇo dakṣiṇāṃ diśam der Geschickte, zur südlichen Richtung plavaṅgapravarairdṛṣṭaḥ plavane kṛtaniścayaḥ |
vavṛdhe rāmavṛddhyartham samudra iva parvasu ||
Von den besten der Affen betrachtet, zum Sprung entschlossen, wuchs er, um Rāmas Sache zu fördern, wie das Meer an den Tagen des Vollmonds.
Wort für Wort plavaṅga pravaraiḥ dṛṣṭaḥ von den besten der Affen betrachtet plavane kṛtaniścayaḥ zum Sprung entschlossen vavṛdhe rāma vṛddhyartham er wuchs zur Förderung von Rāmas Sache samudra iva parvasu wie das Meer an den Vollmond-Tagen niṣpramāṇaśarīraḥ san lilaṅghayiṣurarṇavam |
bāhubhyāṃ pīḍayāmāsa caraṇābhyāṃ ca parvatam ||
Mit unermesslich gewordenem Körper, im Begriff den Ozean zu überspringen, presste er mit seinen Armen und mit seinen Füßen den Berg nieder.
Wort für Wort niṣpramāṇa śarīraḥ san mit unermesslich gewordenem Körper lilaṅghayiṣuḥ arṇavam im Begriff, den Ozean zu überspringen bāhubhyāṃ pīḍayāmāsa er presste mit den Armen nieder caraṇābhyāṃ ca parvatam und mit den Füßen den Berg sa cacālācalaścāpi muhūrtaṃ kapipīḍitaḥ |
tarūṇāṃ puṣpitāgrāṇāṃ sarvaṃ puṣpamaśātayat ||
Und der Berg selbst erzitterte einen Augenblick lang, vom Affen niedergedrückt; von den in Blüte stehenden Baumwipfeln ließ er alle Blüten herabfallen.
Wort für Wort sa acalaḥ ca api cacāla und selbst der Berg erzitterte muhūrtaṃ kapipīḍitaḥ einen Augenblick lang, vom Affen bedrängt tarūṇāṃ puṣpitāgrāṇāṃ der in Blüte stehenden Baumwipfel sarvaṃ puṣpam aśātayat ließ er alle Blüten abfallen tena pādapamuktena puṣpaughena sugandhinā |
sarvataḥ saṃvṛtaḥ śailo babhau puṣpamayo yathā ||
Von diesem duftenden Blütenregen, der von den Bäumen freigesetzt wurde, allseits bedeckt, erschien der Berg wie ganz aus Blüten gemacht.
Wort für Wort tena pādapa muktena von diesem, von den Bäumen freigesetzten puṣpaughena sugandhinā duftenden Blütenstrom sarvataḥ saṃvṛtaḥ śailaḥ der allseits bedeckte Berg babhau puṣpamayo yathā erschien, als sei er aus Blüten gemacht tena cottamavīryeṇa pīḍyamānaḥ sa parvataḥ |
salilaṃ saṃprasusrāva madaṃ matta iva dvipaḥ ||
Und von diesem an höchster Kraft Überlegenen bedrängt, ließ jener Berg Wasser hervorquellen, wie ein brünstiger Elefant Brunftflüssigkeit.
Wort für Wort tena ca uttama vīryeṇa und von diesem an höchster Kraft Überlegenen pīḍyamānaḥ sa parvataḥ bedrängt, jener Berg salilaṃ saṃprasusrāva ließ Wasser hervorquellen madaṃ matta iva dvipaḥ wie ein brünstiger Elefant Brunftsaft pīḍyamānastu balinā mahendrastena parvataḥ |
rītīrnirvartayāmāsa kāñcanāñjanarājatīḥ ||
Von dem Kräftigen bedrängt, ließ der Berg Mahendra Adern von Gold, Antimon und Silber hervortreten.
Wort für Wort pīḍyamānaḥ tu balinā bedrängt aber von dem Kräftigen mahendraḥ tena parvataḥ der Berg Mahendra durch ihn rītīḥ nirvartayāmāsa ließ Adern hervortreten kāñcana añjana rājatīḥ aus Gold, Antimon und Silber mumoca ca śilāḥ śailo viśālāḥ samanaḥśilāḥ |
madhyamenārciṣā juṣṭo dhūmarājīrivānalaḥ ||
Und der Berg ließ mächtige, mit Rötel durchsetzte Felsblöcke fallen, wie ein von mittlerer Flamme erfasstes Feuer Rauchschwaden.
Wort für Wort mumoca ca śilāḥ śailaḥ und der Berg ließ Felsblöcke fallen viśālāḥ samanaḥśilāḥ mächtige, mit Rötel durchsetzte madhyamena arciṣā juṣṭo von mittlerer Flamme erfasst dhūmarājīḥ iva analaḥ wie ein Feuer Rauchschwaden giriṇā pīḍyamānena pīḍyamānāni sarvaśḥ |
guhāviṣṭāni bhūtāni vinedurvikṛtaiḥ svaraiḥ ||
Durch den bedrängten Berg allseits bedrängt, stießen die in den Höhlen wohnenden Wesen mit verzerrten Stimmen Schreie aus.
Wort für Wort giriṇā pīḍyamānena durch den bedrängten Berg pīḍyamānāni sarvaśaḥ allseits bedrängt guhāviṣṭāni bhūtāni die in den Höhlen wohnenden Wesen vineduḥ vikṛtaiḥ svaraiḥ schrien mit verzerrten Stimmen sa mahāsattvasaṃnādaḥ śailapīḍānimittajaḥ |
pṛthivīṃ pūrayāmāsa diśaścopavanāni ca ||
Dieses gewaltige Getöse der Wesen, das durch die Bedrängnis des Berges entstand, erfüllte die Erde, die Himmelsrichtungen und die Haine.
Wort für Wort sa mahāsattva saṃnādaḥ dieses gewaltige Getöse der Wesen śaila pīḍā nimittajaḥ das durch die Bedrängnis des Berges entstand pṛthivīṃ pūrayāmāsa erfüllte die Erde diśaḥ ca upavanāni ca und die Richtungen und die Haine śirobhiḥ pṛthubhiḥ sarpā vyaktasvastikalakṣaṇaiḥ |
vamantaḥ pāvakaṃ ghoraṃ dadaṃśurdaśanaiḥ śilāḥ ||
Schlangen mit breiten, deutlich mit dem Svastika-Zeichen gezeichneten Köpfen spien schreckliches Feuer aus und bissen mit ihren Zähnen die Felsen.
Wort für Wort śirobhiḥ pṛthubhiḥ sarpāḥ Schlangen mit breiten Köpfen vyakta svastika lakṣaṇaiḥ mit deutlichem Svastika-Zeichen vamantaḥ pāvakaṃ ghoram schreckliches Feuer speiend dadaṃśuḥ daśanaiḥ śilāḥ bissen mit den Zähnen die Felsen tāstadā saviṣairdaṣṭāḥ kupitaistairmahāśilāḥ |
jajjvaluḥ pāvakoddīptā bibhiduśca sahasradhā ||
Jene mächtigen Felsen, von den erzürnten, giftigen Schlangen gebissen, entbrannten in loderndem Feuer und zersprangen in tausend Stücke.
Wort für Wort tāḥ tadā sa viṣaiḥ daṣṭāḥ jene, da von den giftigen Schlangen gebissen kupitaiḥ taiḥ mahāśilāḥ von den erzürnten, die großen Felsen jajjvaluḥ pāvaka uddīptāḥ entbrannten, von Feuer entzündet bibhiduḥ ca sahasradhā und zersprangen in tausend Stücke yāni cauṣadhajālāni tasmin jātāni parvate |
viṣaghnānyapi nāgānāṃ na śekuḥ śamituṃ viṣam ||
Und die Scharen von Heilkräutern, die auf jenem Berg wuchsen, obwohl sie Gift vernichten, vermochten das Gift der Schlangen nicht zu stillen.
Wort für Wort yāni ca oṣadha jālāni und welche Scharen von Kräutern tasmin jātāni parvate auf jenem Berg entstanden waren viṣaghnāni api nāgānāṃ obwohl giftvernichtend, der Schlangen na śekuḥ śamituṃ viṣam vermochten sie das Gift nicht zu stillen bhidyate.ayaṃ girirbhūtairiti mattvā tapasvinaḥ |
trastā vidyādharāstasmādutpetuḥ strīgaṇaiḥ saha ||
'Dieser Berg wird von Geisterwesen zerbrochen', so meinend, flogen die erschrockenen büßenden Vidyādharas mitsamt ihren Frauenscharen von dort auf.
Wort für Wort bhidyate ayaṃ girih bhūtaiḥ iti matvā in der Meinung 'dieser Berg wird von Wesen zerbrochen' tapasvinaḥ trastāḥ vidyādharāḥ die erschrockenen büßenden Vidyādharas tasmād utpetuḥ strīgaṇaiḥ saha flogen von dort auf, mitsamt ihren Frauenscharen pānabhūmigataṃ hitvā haimamāsavabhājanam |
pātraṇi ca mahārhāṇi karakāṃśca hiraṇmayān ||
Sie ließen an ihrem Trinkplatz die goldenen Weingefäße zurück, ebenso die kostbaren Schalen und die goldenen Wasserkrüge,
Wort für Wort pāna bhūmigataṃ hitvā am Trinkplatz zurücklassend haimam āsava bhājanam das goldene Weingefäß pātrāṇi ca mahārhāṇi und die kostbaren Schalen karakān ca hiraṇmayān und die goldenen Wasserkrüge lehyānuccāvacān bhakṣyān māṃsāni vividhāni ca |
ārṣabhāṇi ca carmāṇi khaḍgāṃśca kanakatsarūn ||
die Leckspeisen mancherlei Art, die Speisen, die vielfältigen Fleischgerichte, die Rinderhäute und die Schwerter mit goldenen Griffen,
Wort für Wort lehyān uccāvacān bhakṣyān die Leckspeisen mancherlei Art, die Speisen māṃsāni vividhāni ca und die vielfältigen Fleischspeisen ārṣabhāṇi ca carmāṇi und die Rinderhäute khaḍgān ca kanakatsarūn und die Schwerter mit goldenen Griffen kṛtakṇṭhaguṇāḥ kṣībā rktamālyānulepanāḥ |
rktakṣāḥ puṣkarākṣāśca gaganaṃ pratipedire ||
Mit Halsschmuck geschmückt, berauscht, mit roten Kränzen und Salben versehen, mit roten Augen, die Lotosäugigen, flohen sie in den Himmelsraum.
Wort für Wort kṛta kaṇṭha guṇāḥ kṣībāḥ mit Halsschmuck geschmückt, berauscht rakta mālya anulepanāḥ mit roten Kränzen und Salben rakta akṣāḥ puṣkara akṣāḥ ca mit roten Augen und Lotosaugen gaganaṃ pratipedire sie flohen in den Himmelsraum hāranūpurakeyūrapārihāryadharāḥ striyaḥ |
vismitāḥ sasmitāstasthurākāśe ramaṇaiḥ saha ||
Die Frauen, geschmückt mit Halsketten, Fußreifen, Armreifen und Geschmeide, standen erstaunt und doch lächelnd im Luftraum mit ihren Geliebten.
Wort für Wort hāra nūpura keyūra pārihārya dharāḥ striyaḥ die Frauen, Halsketten, Fußreifen, Armreifen und Geschmeide tragend vismitāḥ sasmitāḥ erstaunt und doch lächelnd tasthuḥ ākāśe ramaṇaiḥ saha standen im Luftraum mit ihren Geliebten darśayanto mahāvidyāṃ vidyādharamaharṣayaḥ |
sahitāstasthurākāśe vīkṣāñcakruśca parvatam ||
Ihre große Zauberkunst zeigend, standen die weisen Vidyādharas gemeinsam im Luftraum und betrachteten den Berg.
Wort für Wort darśayanto mahāvidyāṃ ihre große Zauberkunst zeigend vidyādhara maharṣayaḥ die weisen Vidyādharas sahitāḥ tasthuḥ ākāśe standen gemeinsam im Luftraum vīkṣāṃ cakruḥ ca parvatam und betrachteten den Berg śuśruvuścatadā śabdamṛṣīṇāṃ bhāvitātmanām |
cāraṇānāṃ ca siddhānāṃ sthitānāṃvimale.ambare ||
Da hörten sie den Ausspruch der geläuterten Weisen, der Cāraṇas und Siddhas, die im klaren Himmel standen:
Wort für Wort śuśruvuḥ ca tadā śabdam da hörten sie den Klang/Ausspruch ṛṣīṇāṃ bhāvitātmanām der geläuterten Weisen cāraṇānāṃ ca siddhānāṃ der Cāraṇas und Siddhas sthitānāṃ vimale ambare die im klaren Himmel standen eṣa parvatasaṃkāśo hanūmān mārutātmajaḥ |
titīrṣati mahāvegaḥ samudraṃ makarālayam ||
'Dieser, dem Berg gleichende Hanumān, der Sohn des Windgottes, will mit gewaltiger Geschwindigkeit den Ozean, die Wohnstatt der Makaras, überqueren,'
Wort für Wort eṣa parvata saṃkāśaḥ dieser, dem Berg gleichende hanūmān mārutātmajaḥ Hanumān, der Sohn des Windgottes titīrṣati mahāvegaḥ will überqueren, von gewaltiger Geschwindigkeit samudraṃ makarālayam den Ozean, die Wohnstatt der Meeresungeheuer rāmārthaṃ vānarārthaṃ ca cikīrṣan karmaduṣkaram |
samudrasya paraṃ pāraṃ duṣprāpaṃ prāptumicchati ||
'um Rāmas willen und der Affen willen, im Begriff eine schwierige Tat zu vollbringen; er will das andere, schwer erreichbare Ufer des Ozeans erreichen.'
Wort für Wort rāma artham vānara artham ca um Rāmas willen und der Affen willen cikīrṣan karma duṣkaram im Begriff, eine schwierige Tat zu vollbringen samudrasya paraṃ pāram das jenseitige Ufer des Ozeans duṣprāpaṃ prāptum icchati das schwer erreichbare, will er erreichen iti vidyādharāḥ śrutvā vacasteṣāṃ mahātmanām |
tamaprameyaṃ dadṛśuḥ parvate vānararṣabham ||
Als die Vidyādharas dieses Wort jener Großmütigen gehört hatten, erblickten sie ihn, den Unermesslichen, den Stier unter den Affen, auf dem Berg.
Wort für Wort iti vidyādharāḥ śrutvā so, als die Vidyādharas gehört hatten vacaḥ teṣāṃ mahātmanām das Wort jener Großmütigen tam aprameyaṃ dadṛśuḥ erblickten sie ihn, den Unermesslichen parvate vānararṣabham auf dem Berg, den Stier unter den Affen dudhuve ca sa romāṇi cakampe cācalopamaḥ |
nanāda sumahānādaṃ sumahāniva toyadaḥ ||
Er sträubte seine Körperhaare, erzitterte, dem Berg gleich, und stieß ein gewaltiges Gebrüll aus, wie eine große Regenwolke.
Wort für Wort dudhuve ca sa romāṇi er sträubte seine Körperhaare cakampe ca acalopamaḥ und erzitterte, dem Berg gleich nanāda sumahānādam er stieß ein gewaltiges Gebrüll aus sumahān iva toyadaḥ wie eine gewaltige Regenwolke ānupūrvyeṇa vṛttaṃ ca lāṅgūlaṃ lomabhiścitam |
utpatiṣyan vicikṣepa pakṣirāja ivoragam ||
Im Begriff aufzufliegen, schleuderte er seinen der Reihe nach gerundeten, mit Haaren besetzten Schweif umher, wie der Vogelkönig eine Schlange.
Wort für Wort ānupūrvyeṇa vṛttaṃ ca lāṅgūlam seinen der Reihe nach gerundeten Schweif lomabhiḥ citam mit Haaren besetzt utpatiṣyan vicikṣepa im Begriff aufzufliegen, schleuderte er umher pakṣirāja iva uragam wie der Vogelkönig eine Schlange tasya lāṅgūlamāviddhamāttavegasya pṛṣṭhataḥ |
dadṛśe garuḍeneva hriyamāṇo mahoragaḥ ||
Sein hoch geschwungener Schweif hinter ihm, dem in Geschwindigkeit Versetzten, erschien wie eine große, von Garuḍa fortgetragene Schlange.
Wort für Wort tasya lāṅgūlam āviddham sein hoch geschwungener Schweif ātta vegasya pṛṣṭhataḥ hinter ihm, dem in Geschwindigkeit Versetzten dadṛśe garuḍena iva erschien wie von Garuḍa hriyamāṇo mahoragaḥ fortgetragen, eine große Schlange bāhū saṃstaṃbhayāmāsa mahāparighasaṃnibhau |
sasāda ca kapiḥ kṭyāṃ caraṇau saṃcukoca ca ||
Er straffte seine beiden, großen Türriegeln gleichenden Arme; der Affe duckte sich in den Hüften und zog die Füße an.
Wort für Wort bāhū saṃstaṃbhayāmāsa er straffte seine beiden Arme mahāparigha saṃnibhau die großen Türriegeln glichen sasāda ca kapiḥ kaṭyām der Affe duckte sich in den Hüften caraṇau saṃcukoca ca und zog die Füße an saṃhṛtya ca bhujau śrīmāṃstathaiva ca śirodharām |
tejaḥ sttvaṃ tathā vīryamāviveśa sa vīryavān ||
Der Glanzvolle zog auch seine Arme und ebenso den Hals ein; er, der Kraftvolle, sammelte in sich Glanz, innere Stärke und Kraft.
Wort für Wort saṃhṛtya ca bhujau śrīmān der Glanzvolle, seine Arme einziehend tathaiva ca śirodharām und ebenso den Hals tejaḥ sattvaṃ tathā vīryam Glanz, Wesenskraft und Kraft āviveśa sa vīryavān sammelte er, der Kraftvolle, in sich mārgamālokayandūrādūrdhvaṃ praṇihitekṣaṇaḥ |
rurodha hṛdaye prāṇānākāśamavalokayan ||
Von weitem den Weg nach oben erspähend, den Blick gerichtet, hielt er die Lebensatem im Herzen zurück, den Luftraum betrachtend.
Wort für Wort mārgam ālokayan dūrāt den Weg von ferne erspähend ūrdhvaṃ praṇihitekṣaṇaḥ den Blick nach oben gerichtet rurodha hṛdaye prāṇān er hielt die Lebensatem im Herzen zurück ākāśam avalokayan den Luftraum betrachtend padbhyāṃ dṛḍhamavasthānaṃ kṛtvā sa kapikuñjaraḥ |
nikuñcya karṇau hanumānutpatiṣyan mahābalaḥ |
vānarān vānaraśreṣṭha idaṃ vacanamabravīt ||
Nachdem er mit seinen Füßen festen Stand genommen hatte, die Ohren angelegt, sprach der mächtige Elefant unter den Affen, Hanumān, im Begriff aufzufliegen, dieses Wort zu den Affen, o Bester der Affen:
Wort für Wort padbhyāṃ dṛḍham avasthānaṃ kṛtvā mit den Füßen festen Stand nehmend sa kapikuñjaraḥ jener Elefant unter den Affen nikuñcya karṇau die Ohren anlegend hanumān utpatiṣyan mahābalaḥ Hanumān, der Mächtige, im Begriff aufzufliegen vānarān vānaraśreṣṭha zu den Affen, o Bester der Affen idaṃ vacanam abravīt sprach er dieses Wort yathā rāghavanirmuktaḥ śaraḥ śvasanavikramaḥ |
gaccettadvadgamiṣyāmi laṅkāṃ rāvaṇapālitām ||
'Wie ein von Rāghava abgeschossener Pfeil, mit der Kraft des Windes, dahinschießt, ebenso werde ich nach Laṅkā gehen, das von Rāvaṇa beherrscht wird.'
Wort für Wort yathā rāghava nirmuktaḥ śaraḥ wie ein von Rāghava abgeschossener Pfeil śvasana vikramaḥ gacchet mit der Kraft des Windes dahinschösse tadvad gamiṣyāmi ebenso werde ich gehen laṅkāṃ rāvaṇapālitām nach Laṅkā, das von Rāvaṇa beherrscht wird na hi drakṣyāmi yadi tāṃ laṅkāyāṃ janakātmajām |
anenaiva hi vegena gamiṣyāmi surālayam ||
'Wenn ich sie, die Tochter des Janaka, nicht in Laṅkā erblicke, werde ich mit eben dieser Geschwindigkeit zur Wohnstatt der Götter gehen.'
Wort für Wort na hi drakṣyāmi yadi tāṃ wenn ich sie nicht erblicke laṅkāyāṃ janakātmajām in Laṅkā, die Tochter des Janaka anenaiva hi vegena mit eben dieser Geschwindigkeit gamiṣyāmi surālayam werde ich zur Wohnstatt der Götter gehen yadi vā tridive sītāṃ na drakṣyāmyakṛtaśramaḥ |
baddhvā rākṣasarājānamānayiṣyāmi rāvaṇam ||
'Oder wenn ich Sītā, ohne meine Mühe umsonst gemacht zu haben, nicht im dritten Himmel erblicke, werde ich den Rākṣasa-König Rāvaṇa fesseln und herbringen.'
Wort für Wort yadi vā tridive sītāṃ oder wenn ich Sītā im dritten Himmel na drakṣyāmi akṛtaśramaḥ nicht erblicke, ohne dass meine Mühe umsonst war baddhvā rākṣasarājānam den Rākṣasa-König fesselnd ānayiṣyāmi rāvaṇam werde ich Rāvaṇa herbringen sarvathā kṛtakāryo.ahameṣyāmi saha sītayā |
ānayiṣyāmi vā laṅkāṃ samutpāṭya sarāvaṇām ||
'Auf jeden Fall werde ich, meine Aufgabe erfüllt habend, mit Sītā zurückkehren, oder ich werde Laṅkā samt Rāvaṇa emporreißen und herbringen.'
Wort für Wort sarvathā kṛtakāryaḥ aham auf jeden Fall, meine Aufgabe erfüllt habend eṣyāmi saha sītayā werde ich mit Sītā zurückkehren ānayiṣyāmi vā laṅkāṃ oder ich werde Laṅkā herbringen samutpāṭya sarāvaṇām emporreißend, samt Rāvaṇa evamuktvā tu hanumānvānarānvānarottamaḥ |
utpapātātha vegena vegavānavicārayan |
suparṇamiva cātmānaṃ mene sa kapikuñjaraḥ ||
So zu den Affen gesprochen habend, der Beste der Affen, Hanumān, flog er dann mit Geschwindigkeit auf, ohne zu zögern; er, der Elefant unter den Affen, betrachtete sich selbst wie einen Garuḍa.
Wort für Wort evam uktvā tu hanumān so gesprochen habend, Hanumān vānarān vānarottamaḥ zu den Affen, der Beste der Affen utpapāta atha vegena er flog dann mit Geschwindigkeit auf vegavān avicārayan der Geschwindige, ohne zu zögern suparṇam iva ca ātmānam und sich selbst wie Garuḍa mene sa kapikuñjaraḥ betrachtete er, der Elefant unter den Affen samutpatati tasmiṃstu vegātte nagarohiṇaḥ |
saṃhṛtya viṭapān sarvān samutpetuḥ samantataḥ ||
Als er so mit Geschwindigkeit aufflog, zogen die auf jenem Berg wachsenden Bäume, alle ihre Zweige zusammenziehend, allseits mit ihm empor.
Wort für Wort samutpatati tasmin tu vegāt als er mit Geschwindigkeit aufflog te nagarohiṇaḥ jene auf dem Berg wachsenden Bäume saṃhṛtya viṭapān sarvān alle ihre Zweige zusammenziehend samutpetuḥ samantataḥ flogen sie allseits mit empor sa mattakoyaṣṭibhakān pādapān puṣpaśālinaḥ |
udvahannūruvegena jagāma vimale.ambare ||
Er trug die blütenreichen Bäume, an denen berauschte Kokilas nisteten, mit der Wucht seiner Schenkel fort und zog durch den klaren Himmel.
Wort für Wort sa matta koyaṣṭibhakān pādapān er die Bäume mit berauschten Kokila-Vögeln puṣpaśālinaḥ blütenreiche udvahan ūru vegena mit der Wucht seiner Schenkel fortragend jagāma vimale ambare zog er durch den klaren Himmel ūruvegotthitā vṛkṣā muhūrtaṃ kapimanvayuḥ |
prasthitaṃ dīrghamadhvānaṃ svabandhamiva bāndhavāḥ ||
Die durch die Wucht seiner Schenkel emporgerissenen Bäume folgten dem Affen einen Augenblick lang, wie Verwandte einem auf lange Reise Aufgebrochenen der eigenen Sippe.
Wort für Wort ūruvega utthitā vṛkṣāḥ die durch die Schenkelwucht emporgehobenen Bäume muhūrtaṃ kapim anvayuḥ folgten dem Affen einen Augenblick prasthitaṃ dīrgham adhvānam der auf einen langen Weg Aufgebrochenen svabandham iva bāndhavāḥ wie Verwandte dem eigenen Sippenmitglied tamūruvegonmathitāḥsālāścanye nagottamāḥ |
anujagmurhanūmantaṃ sainyā iva mahīpatim ||
Von der Wucht seiner Schenkel aufgewühlt, folgten auch andere erlesene Sāla-Bäume Hanumān, wie Truppen einem König.
Wort für Wort tam ūruvega unmathitāḥ von der Wucht seiner Schenkel aufgewühlt sālāḥ ca anye nagottamāḥ und andere erlesene Sāla-Bäume anujagmuḥ hanūmantam folgten Hanumān sainyā iva mahīpatim wie Truppen einem König supuṣpitāgrairbahubhiḥ pādapairanvitaḥ kapiḥ |
hanumān parvatākāro babhūvādbhutadarśanaḥ ||
Begleitet von den vielen, reich blühenden Bäumen, wurde der Affe Hanumān bergartig anzusehen, ein wundersamer Anblick.
Wort für Wort supuṣpita agraiḥ bahubhiḥ pādapaiḥ anvitaḥ von vielen, reich blühenden Bäumen begleitet kapiḥ hanumān der Affe Hanumān parvatākāro babhūva wurde bergartig an Gestalt adbhutadarśanaḥ ein wundersamer Anblick sāravanto.atha ye vṛkṣā nyamajjan lavaṇāmbhasi |
bhayādiva mahendrasya parvatā varuṇālaye ||
Und die kernholzreichen Bäume, die in das salzige Wasser hinabtauchten, glichen den Bergen, die, wie aus Furcht vor Mahendra, in die Wohnstatt Varuṇas versanken.
Wort für Wort sāravantaḥ atha ye vṛkṣāḥ und jene kernholzreichen Bäume nyamajjan lavaṇāmbhasi tauchten in das salzige Wasser bhayāt iva mahendrasya wie aus Furcht vor Mahendra parvatā varuṇālaye wie Berge in Varuṇas Wohnstatt sa nānākusumaiḥ kīrṇaḥ kapiḥ sāṅkurakorakaiḥ |
śuśubhe meghasaṃkāśaḥ khadyotairiva parvataḥ ||
Bedeckt mit mancherlei Blüten und Knospen samt jungen Trieben, erglänzte der wolkengleiche Affe wie ein Berg mit Glühwürmchen.
Wort für Wort sa nānā kusumaiḥ kīrṇaḥ er, bedeckt mit mancherlei Blüten kapiḥ sa aṅkura korakaiḥ der Affe, samt jungen Trieben und Knospen śuśubhe megha saṃkāśaḥ erglänzte, wolkengleich khadyotaiḥ iva parvataḥ wie ein Berg mit Glühwürmchen vimuktāstasya vegena muktvā puṣpāṇi te drumāḥ |
avaśīryanta salile nivṛttāḥ suhṛdo yathā ||
Von seiner Geschwindigkeit losgelassen, ihre Blüten fallen lassend, stürzten jene Bäume ins Wasser, wie umkehrende Freunde.
Wort für Wort vimuktāḥ tasya vegena von seiner Geschwindigkeit losgelassen muktvā puṣpāṇi te drumāḥ ihre Blüten fallen lassend, jene Bäume avaśīryanta salile stürzten ins Wasser nivṛttāḥ suhṛdo yathā wie umkehrende Freunde laghutvenopapannaṃ tadvicitraṃ sāgare.apatat |
drumāṇāṃ vividhaṃ puṣpaṃ kapivāyusamīritam |
tārācitamivākāśaṃ prababhau ca mahārṇavaḥ ||
Von Leichtigkeit erfüllt fiel die mannigfaltige, vom Wind des Affen bewegte Blütenpracht der Bäume auf das Meer; und der große Ozean erglänzte wie der mit Sternen besäte Himmel.
Wort für Wort laghutvena upapannaṃ tat vicitram das von Leichtigkeit erfüllte, mannigfaltige sāgare apatat fiel auf das Meer drumāṇāṃ vividhaṃ puṣpam der Bäume vielfältige Blütenpracht kapivāyu samīritam vom Wind des Affen bewegt tārā citam iva ākāśam wie der mit Sternen besäte Himmel prababhau ca mahārṇavaḥ erglänzte auch der große Ozean puṣpaughenānubaddhena nānāvarṇena vānaraḥ |
babhau megha ivākāśe vidyudgaṇavibhūṣitaḥ ||
Von der ihn begleitenden, vielfarbigen Blütenflut umgeben, erschien der Affe im Himmel wie eine Wolke, mit Blitzen geschmückt.
Wort für Wort puṣpaughena anubaddhena von der begleitenden Blütenflut nānāvarṇena vānaraḥ vielfarbig, der Affe babhau megha iva ākāśe erschien wie eine Wolke im Himmel vidyudgaṇa vibhūṣitaḥ mit Scharen von Blitzen geschmückt tasya vegasamādhūtaiḥ puṣpaistoyamadṛśyata |
tārābhirabhirāmābhiruditābhirivāmbaram ||
Durch die von seiner Geschwindigkeit aufgewirbelten Blüten erschien das Wasser wie der Himmel mit aufgegangenen, lieblichen Sternen.
Wort für Wort tasya vega samādhūtaiḥ puṣpaiḥ durch die von seiner Geschwindigkeit aufgewirbelten Blüten toyam adṛśyata erschien das Wasser tārābhiḥ abhirāmābhiḥ mit lieblichen Sternen uditābhiḥ iva ambaram wie der Himmel mit aufgegangenen Sternen tasyāmbaragatau bāhū dadṛśāte prasāritau |
parvatāgrādviniṣkrāntau pañcāsyāviva pannagau ||
Seine im Himmelsraum ausgestreckten beiden Arme sahen aus wie zwei fünfköpfige Schlangen, die aus einem Berggipfel hervorgekommen waren.
Wort für Wort tasya ambaragatau bāhū seine im Himmel befindlichen beiden Arme dadṛśāte prasāritau sahen aus, ausgestreckt parvatāgrāt viniṣkrāntau aus einem Berggipfel hervorgekommen pañcāsyau iva pannagau wie zwei fünfköpfige Schlangen pibanniva babhau cāpi soormimālaṃ mahārṇavam |
pipāsuriva cākāśaṃ dadṛśe sa mahākapiḥ ||
Er erschien, als tränke er den großen Ozean mit seinen Wellenreihen, und jener große Affe sah aus, als sei er nach dem Himmel durstig.
Wort für Wort pibann iva babhau ca api er erschien auch, als tränke er sa ūrmimālaṃ mahārṇavam den großen Ozean mit seinen Wellenreihen pipāsuḥ iva ca ākāśam und wie durstig nach dem Himmel dadṛśe sa mahākapiḥ erschien jener große Affe tasya vidyutprabhākāre vāyumārgānusāriṇaḥ |
nayane viprakāśete parvatasthāvivānalau ||
Seine dem Blitz gleich hell leuchtenden Augen, während er dem Windpfad folgte, erglänzten wie zwei auf einem Berg befindliche Feuer.
Wort für Wort tasya vidyutprabhākāre seine, dem Blitzglanz gleich vāyumārga anusāriṇaḥ der dem Windpfad folgte nayane viprakāśete seine beiden Augen erglänzten parvatasthau iva analau wie zwei auf einem Berg befindliche Feuer piṅge piṅgākṣamukhyasya bṛhatī parimaṇḍale |
cakṣuṣī saṃprakāśete candrasūryāvivoditau ||
Bei ihm, dem Ersten der Braunäugigen, erglänzten die beiden braunen, großen, runden Augen wie aufgegangener Mond und Sonne.
Wort für Wort piṅge piṅgākṣa mukhyasya bei dem braunen, ersten der Braunäugigen bṛhatī parimaṇḍale die beiden großen, runden cakṣuṣī saṃprakāśete Augen erglänzten candrasūryau iva uditau wie aufgegangener Mond und Sonne mukhaṃ nāsikayā tasya tāmrayā tāmramābabhau |
sandhyayā samabhispṛṣṭaṃ yathā tatsūryamaṇḍalam ||
Sein Antlitz, mit der kupferroten Nase, erglänzte kupferrot, wie die Sonnenscheibe, von der Abenddämmerung berührt.
Wort für Wort mukhaṃ nāsikayā tasya tāmrayā sein Antlitz, mit seiner kupferroten Nase tāmram ābabhau erglänzte kupferrot sandhyayā samabhispṛṣṭam von der Abenddämmerung berührt yathā tat sūryamaṇḍalam wie jene Sonnenscheibe lāṅgūlaṃ ca samāviddhaṃ plavamānasya śobhate |
ambare vāyuputrasya śakradhvaja ivocchritaḥ ||
Der hoch geschwungene Schweif des springenden Sohnes des Windgottes erglänzte am Himmel wie eine hochragende Indra-Standarte.
Wort für Wort lāṅgūlaṃ ca samāviddham und der hoch geschwungene Schweif plavamānasya śobhate des Springenden erglänzte ambare vāyuputrasya am Himmel, des Windsohnes śakradhvaja iva ucchritaḥ wie eine hochragende Indra-Standarte lāṅgūlacakreṇa mahān śukladaṃṣṭro.anilātmajaḥ |
vyarocata mahāprājñaḥ pariveṣīva bhāskaraḥ ||
Mit dem Kreis seines Schweifes erstrahlte der große, weißzähnige, hochweise Sohn des Windes wie die Sonne mit ihrem Halo.
Wort für Wort lāṅgūla cakreṇa mahān mit dem Kreis seines Schweifes, der Große śukladaṃṣṭro anilātmajaḥ der weißzähnige Sohn des Windes vyarocata mahāprājñaḥ erstrahlte, der Hochweise pariveṣī iva bhāskaraḥ wie die Sonne mit ihrem Hof sphigdeśenābhitāmreṇa rarāja sa mahākapiḥ |
mahatā dāriteneva girirgairikadhātunā ||
Mit seiner rings kupferroten Hüftpartie erglänzte jener große Affe wie ein Berg, der von einer mächtigen Rötelader durchspalten ist.
Wort für Wort sphigdeśena abhitāmreṇa mit seiner rings kupferroten Hüftpartie rarāja sa mahākapiḥ erglänzte jener große Affe mahatā dāritena iva wie von einer mächtigen gespaltenen girir gairika dhātunā Berg mit Rötel-Erzader tasya vānarasiṃhasya plavamānasya sāgaram |
kakṣāntaragato vāyurjīmūta iva garjati ||
Während jener Löwe unter den Affen über den Ozean sprang, brüllte der in seine Achselhöhlen gedrungene Wind wie eine Gewitterwolke.
Wort für Wort tasya vānarasiṃhasya jenes Löwen unter den Affen plavamānasya sāgaram der über den Ozean sprang kakṣāntaragato vāyuḥ der in seine Achselhöhlen gedrungene Wind jīmūta iva garjati brüllte wie eine Gewitterwolke khe yathā nipatantyulkā hyuttarāntādviniḥsṛtā |
dṛśyate sānubandhā ca tathā sa kapikuñjaraḥ ||
Wie am Himmel eine aus dem Norden losgelöste, herabfallende Sternschnuppe mit ihrer Leuchtspur zu sehen ist, so erschien jener Elefant unter den Affen.
Wort für Wort khe yathā nipatanti ulkā wie am Himmel eine herabfallende Sternschnuppe hi uttarāntād viniḥsṛtā aus dem Norden losgelöst dṛśyate sānubandhā ca mit ihrer Leuchtspur erscheint tathā sa kapikuñjaraḥ so erschien jener Elefant unter den Affen patatpataṅgasaṃkāśo vyāyataḥ śuśubhe kapiḥ |
pravṛddha iva mātaṅgaḥ kakṣyayā badhyamānayā ||
Dem fallenden Sonnenball gleich, ausgestreckt, erglänzte der Affe wie ein ausgewachsener Elefant, der von einem Gurt umschlungen wird.
Wort für Wort patat pataṅga saṃkāśaḥ dem fallenden Sonnenball gleich vyāyataḥ śuśubhe kapiḥ ausgestreckt erglänzte der Affe pravṛddha iva mātaṅgaḥ wie ein ausgewachsener Elefant kakṣyayā badhyamānayā der von einem Gurt umschlungen wird upariṣṭāccharīreṇa chāyayā cāvagāḍhayā |
sāgare mārutāviṣṭā naurivāsīttadā kapiḥ ||
Mit seinem Körper oben und seinem tief eingetauchten Schatten glich der Affe da einem vom Wind erfassten Schiff auf dem Ozean.
Wort für Wort upariṣṭāt śarīreṇa mit dem Körper oben chāyayā ca avagāḍhayā und mit dem tief eingetauchten Schatten sāgare māruta āviṣṭā naur iva wie ein vom Wind erfasstes Schiff auf dem Ozean āsīt tadā kapiḥ war da der Affe yaṃ yaṃ deśaṃ samudrasya jagāma sa mahākapiḥ |
sa sa tasyoruvegena sonmāda iva lakṣyate ||
Welchen Bereich des Ozeans jener große Affe auch durchzog, dieser erschien jeweils durch die Wucht seiner Schenkel wie in Aufruhr geraten.
Wort für Wort yaṃ yaṃ deśaṃ samudrasya welchen Bereich des Ozeans auch immer jagāma sa mahākapiḥ durchzog jener große Affe sa sa tasya ūruvegena dieser jeweils durch seine Schenkelwucht sa unmāda iva lakṣyate erschien wie in Aufruhr geraten sāgarasyoormijālānāmurasā śailavarṣmaṇām |
abhighnaṃstu mahāvegaḥ pupluve sa mahākapiḥ ||
Mit seiner Brust die bergeshohen Wellenreihen des Ozeans zerschlagend, sprang jener große, gewaltig schnelle Affe dahin.
Wort für Wort sāgarasya ūrmijālānām der Wellenreihen des Ozeans urasā śailavarṣmaṇām mit der Brust, die bergeshoch waren abhighnan tu mahāvegaḥ sie zerschlagend, der gewaltig Schnelle pupluve sa mahākapiḥ sprang jener große Affe kapivātaśca balavān meghavātaśca niḥsṛtaḥ |
sāgaraṃ bhīmanirghoṣaṃ kampayāmāsaturbhṛśam ||
Der kraftvolle Wind des Affen und der von den Wolken ausgehende Wind ließen den mit furchtbarem Getöse tosenden Ozean heftig erzittern.
Wort für Wort kapivātaḥ ca balavān und der kraftvolle Wind des Affen meghavātaḥ ca niḥsṛtaḥ und der von den Wolken ausgehende Wind sāgaraṃ bhīmanirghoṣam den mit furchtbarem Getöse tosenden Ozean kampayāmāsatuḥ bhṛśam ließen die beiden heftig erzittern vikarṣannūrmijālāni bṛhanti lavaṇāmbhasi |
pupluve kapiśārdūlo vikiranniva rodasī ||
Die gewaltigen Wellenreihen des salzigen Wassers mit sich ziehend, sprang der Tiger unter den Affen dahin, als zerstreue er Himmel und Erde.
Wort für Wort vikarṣan ūrmijālāni bṛhanti die gewaltigen Wellenreihen mit sich ziehend lavaṇāmbhasi pupluve sprang er über das salzige Wasser kapiśārdūlo vikiran iva rodasī der Tiger unter den Affen, als zerstreue er Himmel und Erde merumandarasaṃkāśānuddhatān sa mahārṇave |
atyakrāmanmahāvegastaraṅgān gaṇayanniva ||
Die dem Meru und Mandara gleichenden, hochaufragenden Wellen im großen Ozean überholte er, der gewaltig Schnelle, wie sie zählend.
Wort für Wort meru mandara saṃkāśān uddhatān die dem Meru und Mandara gleichenden, hochaufragenden sa mahārṇave er im großen Ozean atyakrāmat mahāvegaḥ überholte, der gewaltig Schnelle taraṅgān gaṇayann iva die Wellen, wie sie zählend tasya vegasamuddhūtaṃ jalaṃ sajaladaṃ tadā |
ambarsthaṃ vibabhrāja śāradābhramivātatam ||
Das von seiner Geschwindigkeit aufgewirbelte, wolkenbeladene Wasser erglänzte da am Himmel wie eine ausgebreitete Herbstwolke.
Wort für Wort tasya vega samuddhūtam das von seiner Geschwindigkeit aufgewirbelte jalaṃ sajaladaṃ tadā das wolkenbeladene Wasser da ambarsthaṃ vibabhrāja erglänzte am Himmel stehend śāradābhram iva ātatam wie eine ausgebreitete Herbstwolke timinakrajhaṣāḥ kūrmā dṛśyante vivṛtāstadā |
vastrāpakarṣaṇeneva śarīrāṇi śarīriṇām ||
Timi-Fische, Krokodile, andere Fische und Schildkröten wurden da sichtbar entblößt, wie die Körper von Menschen, wenn man ihnen die Kleider fortzieht.
Wort für Wort timi nakra jhaṣāḥ kūrmāḥ Timi-Fische, Krokodile, Fische, Schildkröten dṛśyante vivṛtāḥ tadā wurden da sichtbar entblößt vastra apakarṣaṇena iva wie durch das Fortziehen der Kleider śarīrāṇi śarīriṇām die Körper der verkörperten Wesen plavamānaṃ samīkṣyatha bhujaṅgāḥ sāgarālayāḥ |
vyomni taṃ kapiśārdūlaṃ suparṇa iti menire ||
Als die im Ozean wohnenden Schlangen ihn, den springenden Tiger unter den Affen, am Himmel erblickten, hielten sie ihn für Garuḍa.
Wort für Wort plavamānaṃ samīkṣya atha ihn, den Springenden, erblickend bhujaṅgāḥ sāgarālayāḥ die im Ozean wohnenden Schlangen vyomni taṃ kapiśārdūlam ihn, den Tiger unter den Affen, am Himmel suparṇa iti menire hielten sie für Garuḍa daśayojanavistīrṇā triṃśadyojanamāyatā |
chāyā vānarasiṃhasya jale cārutarābhavat ||
Der zehn Yojanas breite, dreißig Yojanas lange Schatten des Löwen unter den Affen erschien im Wasser überaus schön.
Wort für Wort daśayojana vistīrṇā zehn Yojanas breit triṃśadyojanam āyatā dreißig Yojanas lang chāyā vānarasiṃhasya der Schatten des Löwen unter den Affen jale cārutarā abhavat war im Wasser überaus schön śvetābhraghanarājīva vāyuputrānugāminī |
tasya sā śuśubhe chāyā vitatā lavaṇāmbhasi ||
Wie eine Reihe weißer, dichter Wolken, dem Sohn des Windes folgend, erglänzte jener sein über das salzige Wasser ausgebreiteter Schatten.
Wort für Wort śveta abhra ghana rājī iva wie eine Reihe weißer, dichter Wolken vāyuputra anugāminī dem Sohn des Windes folgend tasya sā śuśubhe chāyā jener sein Schatten erglänzte vitatā lavaṇāmbhasi ausgebreitet über das salzige Wasser śuśubhe sa mahātejā mahākāyo mahākapiḥ |
vāyumārge nirālambe pakṣavāniva parvataḥ ||
Der glanzvolle, großkörperige, große Affe erglänzte auf dem stützenlosen Windpfad wie ein geflügelter Berg.
Wort für Wort śuśubhe sa mahātejāḥ er erglänzte, der glanzvolle mahākāyo mahākapiḥ der großkörperige, große Affe vāyumārge nirālambe auf dem stützenlosen Windpfad pakṣavān iva parvataḥ wie ein geflügelter Berg yenāsau yāti balavān vegena kapikuñjaraḥ |
tena mārgeṇa sahasā droṇīkṛta ivārṇavaḥ ||
Auf dem Weg, den jener kraftvolle Elefant unter den Affen mit Geschwindigkeit zog, erschien der Ozean, als sei er plötzlich zu einer Rinne geworden.
Wort für Wort yena asau yāti balavān auf welchem Weg jener kraftvolle zieht vegena kapikuñjaraḥ mit Geschwindigkeit, der Elefant unter den Affen tena mārgeṇa sahasā auf jenem Weg plötzlich droṇīkṛta iva arṇavaḥ wie zu einer Rinne gemacht, der Ozean āpāte pakṣisaṃghānāṃ pakṣirāja iva vrajan |
hanumān meghajālāni prakarṣan māruto yathā ||
Wie der Vogelkönig beim Anblick der Vogelscharen dahinziehend, zog Hanumān, wie der Wind, Wolkenmassen mit sich fort.
Wort für Wort āpāte pakṣisaṃghānām beim Anblick der Vogelscharen pakṣirāja iva vrajan wie der Vogelkönig dahinziehend hanumān meghajālāni Hanumān die Wolkenmassen prakarṣan māruto yathā mit sich ziehend, wie der Wind pāṇḍurāruṇavarṇāni nīlamāñjiṣṭhakāni ca |
kapinākṛṣyamāṇāni mahābhrāṇi cakāśire ||
Die vom Affen mitgezogenen großen Wolken, weißlich, rötlich, blau und krapprot gefärbt, erglänzten.
Wort für Wort pāṇḍura aruṇa varṇāni weißliche und rötliche Farben nīlam āñjiṣṭhakāni ca und blaue und krapprote kapinā ākṛṣyamāṇāni vom Affen mitgezogen mahābhrāṇi cakāśire die großen Wolken erglänzten praviśannabhrajālāniniṣpataṃśca punaḥ punaḥ |
praccannaśca prakāśaśca candramā iva lakṣyate ||
Immer wieder in die Wolkenmassen eintauchend und wieder heraustretend, erschien er verhüllt und sichtbar zugleich, wie der Mond.
Wort für Wort praviśan abhrajālāni in die Wolkenmassen eintretend niṣpatan ca punaḥ punaḥ und immer wieder heraustretend pracchannaḥ ca prakāśaḥ ca verhüllt und sichtbar candramā iva lakṣyate erschien er wie der Mond plavamānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā plavaṅgaṃ tvaritaṃ tadā |
vavarṣuḥ puṣpavarṣaṇi devagandharvadānavāḥ ||
Als sie den eilig springenden Affen sahen, ließen die Götter, Gandharvas und Dānavas da Blütenregen herabregnen.
Wort für Wort plavamānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā als sie ihn, den Springenden, sahen plavaṅgaṃ tvaritaṃ tadā den eilenden Affen da vavarṣuḥ puṣpavarṣāṇi ließen sie Blütenregen herabregnen deva gandharva dānavāḥ die Götter, Gandharvas und Dānavas tatāpa na hi taṃ sūryaḥ plavantaṃ vānarottamam |
siṣeve ca tadā vāyū rāmakāryādthasiddhaye ||
Die Sonne versengte den springenden Besten der Affen nicht, und der Wind begünstigte ihn da, damit Rāmas Angelegenheit gelänge.
Wort für Wort tatāpa na hi taṃ sūryaḥ die Sonne versengte ihn nicht plavantaṃ vānarottamam den springenden Besten der Affen siṣeve ca tadā vāyuḥ und der Wind begünstigte ihn da rāma kāryārtha siddhaye zum Gelingen von Rāmas Angelegenheit ṛṣayastuṣṭuvuścaiva plavamānaṃ vihāyasā |
jaguśca devagandharvāḥ praśaṃsanto mahaujasam ||
Die Weisen priesen ihn, wie er durch den Luftraum sprang, und die Götter und Gandharvas sangen, den überaus Kraftvollen lobend.
Wort für Wort ṛṣayaḥ tuṣṭuvuḥ ca eva die Weisen priesen ihn auch plavamānaṃ vihāyasā der durch den Luftraum sprang jaguḥ ca deva gandharvāḥ und die Götter und Gandharvas sangen praśaṃsantaḥ mahaujasam den überaus Kraftvollen lobend nāgāśca tuṣṭuvuryakṣā rakṣāṃsi vibudhāḥ khagāḥ |
prekṣya sarve kapivaraṃ sahasā vigataklamam ||
Auch die Schlangenwesen priesen ihn, ebenso die Yakṣas, die Rākṣasas, die Götter und die Vögel, als sie alle den Besten der Affen, plötzlich seiner Mühsal ledig, erblickten.
Wort für Wort nāgāḥ ca tuṣṭuvuḥ yakṣāḥ auch die Schlangenwesen priesen ihn, die Yakṣas rakṣāṃsi vibudhāḥ khagāḥ die Rākṣasas, die Götter, die Vögel prekṣya sarve kapivaram alle den Besten der Affen erblickend sahasā vigataklamam der plötzlich frei von Erschöpfung war tasmin plavagaśārdūle plavamāne hanūmati |
ikṣvākukulamānārthī cintayāmāsa sāgaraḥ ||
Als jener Tiger unter den Affen, Hanumān, so dahinsprang, dachte der Ozean, der die Ehre des Ikṣvāku-Geschlechts wahren wollte, bei sich:
Wort für Wort tasmin plavaga śārdūle als jener Tiger unter den Affen plavamāne hanūmati Hanumān, dahinsprang ikṣvāku kula māna arthī der die Ehre des Ikṣvāku-Geschlechts wahren wollte cintayāmāsa sāgaraḥ dachte der Ozean sāhāyyaṃ vānarendrasya yadi nāhaṃ hanūmataḥ |
kariṣyāmi bhaviṣyāmi sarvavācyo vivakṣatām ||
'Wenn ich dem Herrn der Affen, Hanumān, nicht Beistand leiste, werde ich zur Zielscheibe des Tadels aller werden, die reden wollen.'
Wort für Wort sāhāyyaṃ vānarendrasya Beistand dem Herrn der Affen yadi na ahaṃ hanūmataḥ wenn ich dem Hanumān nicht kariṣyāmi bhaviṣyāmi leiste, werde ich sein sarvavācyo vivakṣatām Zielscheibe des Tadels aller Redenwollenden ahamikṣvākunāthena sagareṇa vivardhataḥ |
ikṣvākusacicaścāyaṃ nāvasīditumarhati ||
'Ich bin von Sagara, dem Herrn der Ikṣvāku, groß gemacht worden; und dieser hier, verbündet mit den Ikṣvāku, sollte nicht in Not geraten.'
Wort für Wort aham ikṣvāku nāthena sagareṇa ich bin von Sagara, dem Herrn der Ikṣvāku vivardhataḥ groß gemacht worden ikṣvāku sacivaḥ ca ayaṃ und dieser hier, ein Verbündeter der Ikṣvāku na avasīditum arhati sollte nicht in Not geraten tathā mayā vidhātavyaṃ viśrameta yathā kapiḥ |
śeṣaṃ ca mayi viśrāntaḥ sukhenātipatiṣyati ||
'So muss ich handeln, dass der Affe ruhen kann; nachdem er sich bei mir ausgeruht hat, wird er den Rest mit Leichtigkeit durcheilen.'
Wort für Wort tathā mayā vidhātavyam so muss von mir gehandelt werden viśrameta yathā kapiḥ damit der Affe ruhen könne śeṣaṃ ca mayi viśrāntaḥ und den Rest, bei mir ausgeruht sukhena atipatiṣyati wird er mit Leichtigkeit durcheilen iti kṛtvā matiṃ sādhvīṃ samudraścannamambhasi |
hiraṇyanābhaṃ mainākamuvāca girisattamam ||
Nachdem er diesen guten Entschluss gefasst hatte, sprach der Ozean, sein Wasser zurückhaltend, zum besten der Berge, Mainaka mit dem goldenen Nabel:
Wort für Wort iti kṛtvā matiṃ sādhvīm diesen guten Entschluss gefasst habend samudraḥ channam ambhasi der Ozean, sein Wasser zurückhaltend hiraṇyanābhaṃ maināakam zu Mainaka mit dem goldenen Nabel uvāca girisattamam sprach er, dem besten der Berge tvamihāsurasaṃghānāṃ pātāldatalavāsināṃ |
devarājñā giriśreṣṭha parighaḥ saṃniveśitaḥ ||
'Du bist hier, o bester der Berge, von dem Götterkönig als Riegel gegen die in der Unterwelt wohnenden Scharen der Asuras aufgestellt worden,'
Wort für Wort tvam iha asura saṃghānām du bist hier gegen die Scharen der Asuras pātāla tala vāsinām die in der Unterwelt wohnen devarājñā giriśreṣṭha vom Götterkönig, o bester der Berge parighaḥ saṃniveśitaḥ als Riegel aufgestellt worden tvameṣāṃ jātavīryāṇāṃ punarevotpatiṣyatām |
pātāldasyāprameyasya dvāramāvṛtya tiṣṭhasi ||
'du stehst, das Tor der unermesslichen Unterwelt versperrend, gegen sie, die geborene Kraft besitzen und wieder emporfliegen wollen.'
Wort für Wort tvam eṣāṃ jātavīryāṇāṃ du gegen diese, die geborene Kraft haben punaḥ eva utpatiṣyatām die wieder emporfliegen wollen pātālasya aprameyasya der unermesslichen Unterwelt dvāram āvṛtya tiṣṭhasi das Tor versperrend stehst du tiryagūrdhvamadhaścaiva śaktiste śaila vardhitum |
tasmātsaṃcodayāmi tvāmuttiṣṭha girisattama ||
'Seitwärts, nach oben und nach unten hast du, Berg, die Kraft zu wachsen; darum spornte ich dich an: Erhebe dich, bester der Berge!'
Wort für Wort tiryak ūrdhvam adhaḥ ca eva seitwärts, nach oben und nach unten śaktiḥ te śaila vardhitum hast du, Berg, die Kraft zu wachsen tasmāt saṃcodayāmi tvām darum spornte ich dich an uttiṣṭha girisattama erhebe dich, bester der Berge na eṣa kapiśārdūlastvamuparyeti vīryamān |
hanūmānrāmakāryārthaṃ bhīmakarmā khamāplutaḥ ||
'Dieser Tiger unter den Affen, der Kraftvolle, der über dich hinwegzieht, ist Hanumān, der für Rāmas Sache in den Luftraum gesprungen ist, von furchtbarer Tatkraft.'
Wort für Wort na eṣa kapiśārdūlaḥ nicht dieser Tiger unter den Affen ist gewöhnlich tvam upari eti vīryavān der über dich hinwegzieht, der Kraftvolle hanūmān rāma kāryārtham Hanumān, um Rāmas Sache willen bhīmakarmā kham āplutaḥ von furchtbarer Tat, in den Luftraum gesprungen asya sāhyaṃ mayā kāryamikṣvākukulavartinaḥ |
mama hīkṣvākavaḥ pūjyāḥ paraṃ pūjyatamāstava ||
'Ihm, der dem Geschlecht der Ikṣvāku zugehört, muss ich Beistand leisten; denn mir sind die Ikṣvāku verehrungswürdig, dir aber noch mehr die höchsten Verehrungswürdigen.'
Wort für Wort asya sāhyaṃ mayā kāryam ihm muss von mir Beistand geleistet werden ikṣvāku kula vartinaḥ der dem Geschlecht der Ikṣvāku angehört mama hi ikṣvākavaḥ pūjyāḥ mir sind ja die Ikṣvāku verehrungswürdig paraṃ pūjyatamāḥ tava noch mehr sind sie die höchst Verehrungswürdigen für dich kuru sācivyamasmākaṃ na naḥ kāryamatikramet |
kartavyamakṛtaṃ kāryaṃ satāṃ manyumudīrayet ||
'Leiste uns Beistand; unsere Aufgabe soll nicht misslingen. Eine zu tuende, aber ungetane Aufgabe würde den Zorn der Rechtschaffenen erregen.'
Wort für Wort kuru sācivyam asmākam leiste uns Beistand na naḥ kāryam atikramet unsere Aufgabe soll nicht misslingen kartavyam akṛtaṃ kāryam eine zu tuende, ungetane Aufgabe satāṃ manyum udīrayet würde den Zorn der Rechtschaffenen erregen salilādūrdhvamuttiṣṭha tiṣṭhatveṣa kapistvayi |
asmākamatithiścaiva pūjyaśca plavatāṃ varaḥ ||
'Erhebe dich empor aus dem Wasser; dieser Affe soll auf dir ruhen – er ist ja unser Gast und verehrungswürdig, der Beste der Springer.'
Wort für Wort salilāt ūrdhvam uttiṣṭha erhebe dich empor aus dem Wasser tiṣṭhatu eṣa kapiḥ tvayi dieser Affe soll auf dir ruhen asmākam atithiḥ ca eva er ist ja unser Gast pūjyaḥ ca plavatāṃ varaḥ und verehrungswürdig, der Beste der Springer cāmīkaramahānābha devagandharva sevita |
hanumāṃstvayi viśrāntastataḥ śeṣaṃ gamiṣyati ||
'O du mit dem großen goldenen Nabel, von Göttern und Gandharvas verehrt: Nachdem Hanumān sich bei dir ausgeruht hat, wird er dann den Rest zurücklegen.'
Wort für Wort cāmīkara mahānābha o du mit dem großen goldenen Nabel deva gandharva sevita von Göttern und Gandharvas verehrt hanumān tvayi viśrāntaḥ Hanumān, bei dir ausgeruht tataḥ śeṣaṃ gamiṣyati wird dann den Rest zurücklegen kākutthsasyānṛśaṃsyaṃ ca maithilyāśca vivāsanam |
śramaṃ ca plavagendrasya samīkṣyotthātumarhasi ||
'In Anbetracht der Güte des Kākutstha-Sprösslings, der Verbannung der Maithilī und der Mühsal des Herrn der Affen solltest du dich erheben.'
Wort für Wort kākutthsasya ānṛśaṃsyaṃ ca die Güte des Kākutstha-Sprösslings maithilyāḥ ca vivāsanam und die Verbannung der Maithilī śramaṃ ca plavagendrasya und die Mühsal des Herrn der Affen samīkṣya utthātum arhasi in Betracht ziehend solltest du dich erheben hiraṇya nābho maināko niśamya lavaṇāmbhasaḥ |
utpapāta jalāttūrṇaṃ mahādrumalatāyutaḥ ||
Als Mainaka mit dem goldenen Nabel dies vom salzigen Ozean vernommen hatte, sprang er schnell aus dem Wasser empor, bedeckt mit großen Bäumen und Schlingpflanzen.
Wort für Wort hiraṇyanābho maināko Mainaka mit dem goldenen Nabel niśamya lavaṇāmbhasaḥ vom salzigen Ozean vernehmend utpapāta jalāt tūrṇam sprang schnell aus dem Wasser empor mahā druma latā yutaḥ verbunden mit großen Bäumen und Schlingpflanzen sa sāgarajalaṃ bhittvā babhūvābhyutthitastadā |
yathā jaladharaṃ bhittvā dīptaraśmirdivākaraḥ ||
Er, das Ozeanwasser durchbrechend, erhob sich da, wie die Sonne mit strahlenden Strahlen eine Wolke durchbricht.
Wort für Wort sa sāgarajalaṃ bhittvā er, das Ozeanwasser durchbrechend babhūva abhyutthitaḥ tadā erhob sich da yathā jaladharaṃ bhittvā wie eine Wolke durchbrechend dīptaraśmir divākaraḥ die Sonne mit strahlenden Strahlen sa mahātmā muhūrtena sarvataḥ salilāvṛtaḥ |
drśayāmāsa śṛṅgāṇi sāgareṇa niyojitaḥ ||
Jener Großmütige, allseits vom Wasser umgeben, zeigte binnen eines Augenblicks seine Gipfel, vom Ozean dazu beauftragt.
Wort für Wort sa mahātmā muhūrtena jener Großmütige binnen eines Augenblicks sarvataḥ salilāvṛtaḥ allseits vom Wasser umgeben darśayāmāsa śṛṅgāṇi zeigte seine Gipfel sāgareṇa niyojitaḥ vom Ozean dazu beauftragt śātakumbhamayaiḥ śṛṅgaiḥ sakinnaramahoragaiḥ |
ādityodayasaṃkāśairālikhadbhirivāmbaram ||
Mit seinen aus Gold bestehenden Gipfeln, mit Kinnaras und großen Schlangen, dem Sonnenaufgang gleich, gleichsam den Himmel zeichnend,
Wort für Wort śātakumbhamayaiḥ śṛṅgaiḥ mit seinen aus Gold bestehenden Gipfeln sa kinnara mahoragaiḥ mit Kinnaras und großen Schlangen āditya udaya saṃkāśaiḥ dem Sonnenaufgang gleich ālikhadbhiḥ iva ambaram gleichsam den Himmel zeichnend taptajāmbūnadaiḥ śṛṅigāḥ parvatasya samutthitaiḥ |
ākāśaṃ śastrasaṃkāśamabhavatkāñcanaprabham ||
durch die vom Berg erhobenen, aus geglühtem Jambu-Gold bestehenden Gipfel wurde der Himmel wie mit Waffen glänzend, von goldenem Schimmer.
Wort für Wort tapta jāmbūnadaiḥ śṛṅgaiḥ durch die aus geglühtem Jambu-Gold bestehenden Gipfel parvatasya samutthitaiḥ die sich vom Berg erhoben ākāśaṃ śastrasaṃkāśam der Himmel, waffengleich glänzend abhavat kāñcanaprabham wurde von goldenem Schimmer jātarūpamayaiḥ śṛṅgairbhrājamānaiḥ svayaṃprabhaiḥ |
ādityaśatasaṃkāśaḥ so.abhavadgirisattamaḥ ||
Mit seinen aus reinem Gold bestehenden, von eigenem Glanz strahlenden Gipfeln wurde jener beste der Berge hundert Sonnen gleich.
Wort für Wort jātarūpamayaiḥ śṛṅgaiḥ mit seinen aus reinem Gold bestehenden Gipfeln bhrājamānaiḥ svayaṃprabhaiḥ strahlend, von eigenem Glanz āditya śata saṃkāśaḥ hundert Sonnen gleich saḥ abhavat girisattamaḥ wurde jener beste der Berge tamutthitamasaṃgena hanumānagrataḥ sthitam |
madhye lavaṇatoyasya vighno.ayamiti niścitaḥ ||
Hanumān, der ihn, der ungehindert emporgestiegen war und mitten im salzigen Wasser vor ihm stand, für ein Hindernis hielt,
Wort für Wort tam utthitam asaṃgena ihn, der ungehindert emporgestiegen war hanumān agrataḥ sthitam Hanumān, der vor ihm stand madhye lavaṇatoyasya mitten im salzigen Wasser vighno ayam iti niścitaḥ hielt ihn für ein Hindernis, entschlossen sa tamucchrita matyarthaṃ mahāvego mahākapiḥ |
urasā pātayāmāsa jīmūtamiva mārutaḥ ||
jener gewaltig schnelle große Affe warf ihn, den überaus hoch Aufragenden, mit seiner Brust nieder, wie der Wind eine Gewitterwolke.
Wort für Wort sa tam ucchritam atyartham er, ihn, den überaus hoch Aufragenden mahāvego mahākapiḥ der gewaltig schnelle große Affe urasā pātayāmāsa warf mit der Brust nieder jīmūtam iva mārutaḥ wie der Wind eine Gewitterwolke sa tathā pātitastena kapinā parvatottamaḥ |
buddhvā tasya kapervegaṃ jaharṣa ca nananda ca ||
Jener beste der Berge, so vom Affen niedergeworfen, erkannte die Geschwindigkeit jenes Affen und freute sich und war erfreut.
Wort für Wort sa tathā pātitaḥ tena kapinā er, so von jenem Affen niedergeworfen parvatottamaḥ der beste der Berge buddhvā tasya kapeḥ vegam die Geschwindigkeit jenes Affen erkennend jaharṣa ca nananda ca freute er sich und war erfreut tamākāśagataṃ vīramākāśe samupasthitaḥ |
prīto hṛṣṭamanā vākyamabravītparvataḥ kapim ||
Ihn, den im Luftraum befindlichen Helden, im Luftraum aufsuchend, sprach der erfreute, frohgemute Berg zu dem Affen dieses Wort:
Wort für Wort tam ākāśagataṃ vīram ihn, den im Luftraum befindlichen Helden ākāśe samupasthitaḥ im Luftraum sich einfindend prīto hṛṣṭamanā vākyam erfreut, frohgemut, das Wort abravīt parvataḥ kapim sprach der Berg zu dem Affen mānuṣaṃ dhārayan rūpamātmanaḥ śikhare sthitaḥ |
duṣkaraṃ kṛtāvankarma tvamidaṃ vānarottama |
nipatya mama śṛṅgeṣu viśramasva yathāsukham ||
Eine menschliche Gestalt annehmend und auf seinem Gipfel stehend, sprach er: 'Eine schwierige Tat hast du vollbracht, du Bester der Affen; lass dich auf meinen Gipfeln nieder und ruhe nach Belieben.'
Wort für Wort mānuṣaṃ dhārayan rūpam eine menschliche Gestalt annehmend ātmanaḥ śikhare sthitaḥ auf seinem eigenen Gipfel stehend duṣkaraṃ kṛtavān karma eine schwierige Tat hast du vollbracht tvam idaṃ vānarottama du, o Bester der Affen nipatya mama śṛṅgeṣu auf meinen Gipfeln niedergelassen viśramasva yathāsukham ruhe dich aus nach Belieben rāghavasya kule jātairudadhiḥ parivardhitaḥ |
sa tvāṃ rāmahite yuktaṃ pratyarcayati sāgaraḥ ||
'Der Ozean wurde von den im Geschlecht des Rāghava Geborenen groß gemacht; darum erweist dieser Ozean dir, der du für Rāmas Wohl tätig bist, Ehre.'
Wort für Wort rāghavasya kule jātaiḥ von den im Geschlecht des Rāghava Geborenen udadhiḥ parivardhitaḥ wurde der Ozean groß gemacht sa tvāṃ rāmahite yuktam dieser dich, der du für Rāmas Wohl tätig bist pratyarcayati sāgaraḥ ehrt der Ozean kṛte ca pratikartavyameṣa dharmaḥ sanātanaḥ |
so.ayaṃ tatpratikārārthī tvattaḥ saṃmānamarhati ||
'Für erwiesene Wohltat muss man Gegenleistung erweisen; das ist ewiges Gesetz. Dieser, der jene Gegenleistung erstrebt, verdient von dir Ehrerweisung.'
Wort für Wort kṛte ca pratikartavyam für Erwiesenes muss Gegenleistung erbracht werden eṣa dharmaḥ sanātanaḥ das ist das ewige Gesetz sa ayaṃ tatpratikārārthī dieser, der jene Gegenleistung erstrebt tvattaḥ saṃmānam arhati verdient von dir Ehrerweisung tvannimittamanenāhaṃ bahumānātpracoditaḥ |
yojanānāṃ śataṃ cāpi kapireṣa samāplutaḥ ||
'Deinetwegen bin ich von diesem aus Hochachtung veranlasst worden; und dieser Affe hier hat ja hundert Yojanas durchsprungen.'
Wort für Wort tvannimittam anena aham deinetwegen bin ich von diesem bahumānāt pracoditaḥ aus Hochachtung veranlasst worden yojanānāṃ śataṃ ca api und auch hundert Yojanas kapiḥ eṣa samāplutaḥ hat dieser Affe durchsprungen tava sānuṣu viśrāntaḥ śeṣaṃ prakramatāmiti |
tiṣṭha tvaṃ hariśārdūla mayi viśramya gamyatām ||
'Auf deinen Gipfeln ausgeruht, möge er den Rest zurücklegen – bleibe du, Tiger unter den Affen, bei mir, ruhe dich aus, und geh dann weiter.'
Wort für Wort tava sānuṣu viśrāntaḥ auf deinen Gipfeln ausgeruht śeṣaṃ prakramatām iti möge er den Rest zurücklegen tiṣṭha tvaṃ hariśārdūla bleibe du, Tiger unter den Affen mayi viśramya gamyatām bei mir ausruhend, geh dann weiter tadidaṃ gandhavatsvādu kandamūlaphalaṃ bahu |
tadāsvādya hariśreṣṭha viśrānto.anu gamiṣyasi ||
'Dies hier, wohlriechend und schmackhaft, die vielen Knollen, Wurzeln und Früchte – nachdem du sie gekostet hast, o Bester der Affen, wirst du ausgeruht weiterziehen.'
Wort für Wort tad idaṃ gandhavat svādu dies hier, wohlriechend und schmackhaft kanda mūla phalaṃ bahu die vielen Knollen, Wurzeln und Früchte tad āsvādya hariśreṣṭha diese gekostet habend, o Bester der Affen viśrānto anu gamiṣyasi wirst du ausgeruht weiterziehen asmākamapi sambandhaḥ kapimukhya tvayāsti vai |
prakhyātastriṣu lokeṣu mahāguṇaparigrahaḥ ||
'Auch wir haben, o Erster der Affen, eine Verbindung mit dir, die in den drei Welten bekannt ist und großen Wert besitzt.'
Wort für Wort asmākam api sambandhaḥ auch unsere Verbindung kapimukhya tvayā asti vai mit dir besteht ja, o Erster der Affen prakhyātaḥ triṣu lokeṣu bekannt in den drei Welten mahāguṇaparigrahaḥ von großem Wert vegavantaḥ plavanto ye plavagā mārutātmaja |
teṣāṃ mukhyatamaṃ manye tvāmahaṃ kapikuñjara ||
'Unter den geschwinden springenden Affen, o Sohn des Windgottes, halte ich dich für den Vornehmsten, du Elefant unter den Affen.'
Wort für Wort vegavantaḥ plavanto ye plavagāḥ die geschwinden, springenden Affen, welche mārutātmaja o Sohn des Windgottes teṣāṃ mukhyatamaṃ manye unter ihnen halte ich für den Vornehmsten tvām aham kapikuñjara dich, o Elefant unter den Affen atithiḥ kilapūjārhaḥ prākṛto.api vijānatā |
dharmaṃ jijñāsamānena kiṃ punastvādṛśo mahān ||
'Ein Gast verdient ja Verehrung, selbst ein gewöhnlicher, von dem, der das Gesetz kennt und danach zu handeln sucht – wie viel mehr ein so Großer wie du?'
Wort für Wort atithiḥ kila pūjārhaḥ ein Gast verdient ja Verehrung prākṛtaḥ api vijānatā selbst ein gewöhnlicher, von dem, der es weiß dharmaṃ jijñāsamānena der das Gesetz zu erkennen sucht kiṃ punaḥ tvādṛśo mahān wie viel mehr ein so Großer wie du tvaṃ hi devavariṣṭhasya mārutasya mahātmanaḥ |
putrastasyaiva vegena sadṛśaḥ kapikuñjara ||
'Du bist ja der Sohn des besten der Götter, des großmütigen Windgottes, ihm gleich an Geschwindigkeit, du Elefant unter den Affen.'
Wort für Wort tvaṃ hi devavariṣṭhasya du bist ja des besten der Götter mārutasya mahātmanaḥ des großmütigen Windgottes putraḥ tasya eva vegena Sohn, ihm gleich an Geschwindigkeit sadṛśaḥ kapikuñjara ähnlich, o Elefant unter den Affen pūjite tvayi dharmajña pūjāṃ prāpnoti mārutaḥ |
tasmāttvaṃ pūjanīyo me śṛṇu cāpyatra kāraṇam ||
'Wenn du geehrt wirst, o Kenner des Gesetzes, empfängt der Windgott Ehre; darum bist du für mich verehrungswürdig – höre auch den Grund dafür.'
Wort für Wort pūjite tvayi dharmajña wenn du geehrt wirst, o Kenner des Gesetzes pūjāṃ prāpnoti mārutaḥ empfängt der Windgott Ehre tasmāt tvaṃ pūjanīyo me darum bist du für mich verehrungswürdig śṛṇu ca api atra kāraṇam höre auch hierfür den Grund pūrvaṃ kṛtayuge tāta parvatāḥ pakṣiṇo.abhavan |
te hi jagmurdiśaḥ sarvā garuḍānilaveginaḥ ||
'Einst, im Kṛta-Zeitalter, o Kind, hatten die Berge Flügel; sie flogen mit der Geschwindigkeit Garuḍas und des Windes in alle Richtungen.'
Wort für Wort pūrvaṃ kṛtayuge tāta einst, im Kṛta-Zeitalter, o Kind parvatāḥ pakṣiṇo abhavan hatten die Berge Flügel te hi jagmuḥ diśaḥ sarvāḥ sie flogen ja in alle Richtungen garuḍa anila veginaḥ mit der Geschwindigkeit Garuḍas und des Windes tatasteṣu prayāteṣu devasaṃghaḥ saharṣibhiḥ |
bhūtāni ca bhayaṃ jagmusteṣāṃ patanaśaṅkayā ||
'Als sie so davonflogen, gerieten die Götterscharen samt den Weisen und die Wesen in Furcht, aus Angst, sie könnten herabstürzen.'
Wort für Wort tataḥ teṣu prayāteṣu als sie da davonflogen devasaṃghaḥ saharṣibhiḥ die Götterschar samt den Weisen bhūtāni ca bhayaṃ jagmuḥ und die Wesen gerieten in Furcht teṣāṃ patanaśaṅkayā aus Angst vor ihrem Herabstürzen tataḥ kruddhaḥ sahasrāakṣaḥ parvatānāṃ śatakratuḥ |
pakṣān ciccheda vajreṇa tatra tatra sahasraśaḥ ||
'Da schnitt der zornige, tausendäugige Indra, der Herr der hundert Opfer, mit dem Blitzkeil den Bergen an tausend Stellen die Flügel ab.'
Wort für Wort tataḥ kruddhaḥ sahasrākṣaḥ da der zornige Tausendäugige parvatānāṃ śatakratuḥ der Berge, Indra der hundert Opfer pakṣān ciccheda vajreṇa schnitt die Flügel ab mit dem Blitzkeil tatra tatra sahasraśaḥ dort und dort, tausendfach sa māmupāgataḥ kruddho vajramudyamya devarāṭ |
tato.ahaṃ sahasā kṣiptaḥ svasanena mahātmanā ||
'Er, zornig, den Blitzkeil erhoben, kam auch zu mir, der Götterkönig; da wurde ich plötzlich von dem Großmütigen, dem Windgott, fortgeschleudert,'
Wort für Wort sa mām upāgataḥ kruddhaḥ er kam zornig zu mir vajram udyamya devarāṭ den Blitzkeil erhebend, der Götterkönig tataḥ aham sahasā kṣiptaḥ da wurde ich plötzlich geschleudert svasanena mahātmanā vom großmütigen Windgott asminlavaṇatoye ca prakṣiptaḥ plavagottama |
guptapakṣasamagraśca tava pitrābhirakṣitaḥ ||
'– in dieses salzige Wasser geworfen, o Bester der Affen, mit verborgenen, unversehrten Flügeln, von deinem Vater beschützt.'
Wort für Wort asmin lavaṇatoye ca in dieses salzige Wasser prakṣiptaḥ plavagottama geworfen, o Bester der Affen gupta pakṣa samagraḥ ca mit verborgenen, unversehrten Flügeln tava pitrā abhirakṣitaḥ von deinem Vater beschützt tato.ahaṃ mānayāmi tvāṃ mānyo hi mama mārutaḥ |
tvayā me hyeṣa saṃbandhaḥ kapimukhya mahāguṇaḥ ||
'Darum ehre ich dich; denn der Windgott ist mir verehrungswürdig. Durch dich habe ich mit ihm ja diese wertvolle Verbindung, o Erster der Affen.'
Wort für Wort tataḥ aham mānayāmi tvām darum ehre ich dich mānyo hi mama mārutaḥ denn der Windgott ist mir verehrungswürdig tvayā me hi eṣa saṃbandhaḥ durch dich habe ich ja diese Verbindung kapimukhya mahāguṇaḥ o Erster der Affen, von großem Wert asminnevaṃgate kārye sāgarasya mamaiva ca |
prītiṃ prītamanāḥ kartuṃ tvamarhasi mahākape ||
'Da diese Angelegenheit so steht, solltest du, o großer Affe, mit frohem Herzen dem Ozean und mir Freude bereiten.'
Wort für Wort asmin evaṃ gate kārye da diese Angelegenheit so steht sāgarasya mama eva ca des Ozeans und auch mir prītiṃ prītamanāḥ kartum Freude zu bereiten, mit frohem Herzen tvam arhasi mahākape solltest du, o großer Affe śramaṃ mokṣaya pūjāṃ ca gṛhāṇa kapisattama |
prītiṃ ca bahumanyasva prīto.asmi tava darśanāt ||
'Lege deine Mühsal ab, nimm die Verehrung an, o Bester der Affen, und schätze meine Zuneigung; ich bin erfreut über deinen Anblick.'
Wort für Wort śramaṃ mokṣaya pūjāṃ ca lege deine Mühsal ab, und die Verehrung gṛhāṇa kapisattama nimm an, o Bester der Affen prītiṃ ca bahumanyasva und schätze die Zuneigung prīto asmi tava darśanāt ich bin erfreut durch deinen Anblick evamuktaḥ kapiśreṣṭhastaṃ nagottamamabravīt |
prīto.asmi kṛtamātithyaṃ manyureṣo.apanīyatām ||
So angesprochen, sprach der Beste der Affen zu jenem besten der Berge: 'Ich bin erfreut, die Gastfreundschaft ist erwiesen – dieser Unmut möge weichen.'
Wort für Wort evam uktaḥ kapiśreṣṭhaḥ so angesprochen, der Beste der Affen tam nagottamam abravīt sprach zu jenem besten der Berge prīto asmi kṛtam ātithyam ich bin erfreut, die Gastfreundschaft ist erwiesen manyuḥ eṣo apanīyatām dieser Unmut möge beseitigt werden tvarate kāryakālo me ahaścāpyativartate |
pratijñā ca mayā dattā na sthātavyamihānttare ||
'Die Zeit für meine Aufgabe drängt, und der Tag vergeht; und ich habe ein Gelübde abgelegt: Ich darf hier unterwegs nicht verweilen.'
Wort für Wort tvarate kāryakālo me die Zeit für meine Aufgabe drängt ahaḥ ca api ativartate und auch der Tag vergeht pratijñā ca mayā dattā und ein Gelübde wurde von mir abgelegt na sthātavyam iha antare ich darf hier dazwischen nicht verweilen balam icchāmahe jñātuṃ bhūyaś cāsya parākramam |
tvāṃ vijeṣyaty upāyena viṣadaṃ vā gamiṣyati ||
'Wir wollen seine Kraft kennenlernen, und ferner seine Tapferkeit: Ob er dich durch List besiegen oder in Kummer geraten wird.'
Wort für Wort balam icchāmahe jñātum wir wollen seine Kraft kennenlernen bhūyaḥ ca asya parākramam und ferner seine Tapferkeit tvāṃ vijeṣyati upāyena ob er dich durch List besiegen wird viṣadaṃ vā gamiṣyati oder in Kummer geraten wird evam uktā tu sā devī daivatair abhisatkṛtā |
samudramadhye surasā bibhratī rākṣasaṃ vapuḥ ||
So angesprochen, jene Göttin, von den Göttern beauftragt, Surasā, mitten im Ozean, eine Rākṣasa-Gestalt annehmend,
Wort für Wort evam uktā tu sā devī so angesprochen, jene Göttin daivataiḥ abhisatkṛtā von den Göttern beauftragt samudramadhye surasā mitten im Ozean, Surasā bibhratī rākṣasaṃ vapuḥ eine Rākṣasa-Gestalt annehmend vikṛtaṃ ca virūpaṃ ca sarvasya ca bhayāvaham |
plavamānaṃ hanūmantam āvṛtyedam uvāca ha ||
entstellt, missgestaltet und allen Furcht einflößend, umringte den springenden Hanumān und sprach dieses Wort:
Wort für Wort vikṛtaṃ ca virūpaṃ ca entstellt und missgestaltet sarvasya ca bhayāvaham und allen Furcht einflößend plavamānaṃ hanūmantam den springenden Hanumān āvṛtya idam uvāca ha umringend, sprach sie dieses Wort mama bhakṣaḥ pradiṣṭas tvam īśvarair vānararṣabha |
ahaṃ tvāṃ bhakṣayiṣyāmi praviśedaṃ mamānanam ||
'Du bist mir von den Herren als Speise zugewiesen worden, du Stier unter den Affen; ich werde dich verzehren – tritt ein in diesen meinen Mund.'
Wort für Wort mama bhakṣaḥ pradiṣṭaḥ tvam du bist mir als Speise zugewiesen īśvarair vānararṣabha von den Herren, o Stier unter den Affen ahaṃ tvāṃ bhakṣayiṣyāmi ich werde dich verzehren praviśa idaṃ mama ānanam tritt ein in diesen meinen Mund evam uktaḥ surasayā prāñjalir vānararṣabhaḥ |
prahṛṣṭavadanaḥ śrīmān idaṃ vacanam abravīt ||
So von Surasā angesprochen, sprach der Stier unter den Affen, die Hände gefaltet, glanzvoll, mit heiterem Antlitz, dieses Wort:
Wort für Wort evam uktaḥ surasayā so von Surasā angesprochen prāñjalir vānararṣabhaḥ der Stier unter den Affen, die Hände gefaltet prahṛṣṭavadanaḥ śrīmān mit heiterem Antlitz, der Glanzvolle idaṃ vacanam abravīt sprach dieses Wort rāmo dāśarathir nāma praviṣṭo daṇḍakāvanam |
lakṣmaṇena saha bhrātrā vaidehyā cāpi bhāryayā ||
'Rāma mit Namen, der Sohn des Daśaratha, ist in den Daṇḍaka-Wald gezogen, mit seinem Bruder Lakṣmaṇa und auch mit seiner Gattin, der Vaidehī.'
Wort für Wort rāmo dāśarathir nāma Rāma mit Namen, der Sohn des Daśaratha praviṣṭo daṇḍakāvanam ist in den Daṇḍaka-Wald gezogen lakṣmaṇena saha bhrātrā mit seinem Bruder Lakṣmaṇa vaidehyā ca api bhāryayā und auch mit seiner Gattin, der Vaidehī asya kāryaviṣaktasya baddhavairasya rākṣasaiḥ |
tasya sītā hṛtā bhāryā rāvaṇena yaśasvinī ||
'Von diesem, der in eine Aufgabe verstrickt ist und mit den Rākṣasas verfeindet wurde – seine ruhmreiche Gattin Sītā ist von Rāvaṇa geraubt worden.'
Wort für Wort asya kāryaviṣaktasya von diesem, der in eine Aufgabe verstrickt ist baddhavairasya rākṣasaiḥ der mit den Rākṣasas Feindschaft geschlossen hat tasya sītā hṛtā bhāryā dessen Gattin Sītā geraubt wurde rāvaṇena yaśasvinī von Rāvaṇa, die Ruhmreiche tasyāḥ sakāśaṃ dūto 'haṃ gamiṣye rāmaśāsanāt |
kartum arhasi rāmasya sāhyaṃ viṣayavāsini ||
'Zu ihr werde ich als Bote gehen, auf Rāmas Geheiß; du solltest, o Herrin dieses Bereichs, Rāma Beistand leisten.'
Wort für Wort tasyāḥ sakāśaṃ dūtaḥ aham zu ihr, als Bote, ich gamiṣye rāmaśāsanāt werde ich gehen, auf Rāmas Geheiß kartum arhasi rāmasya sāhyam du solltest Rāma Beistand leisten viṣayavāsini o Herrin dieses Bereichs atha vā maithilīṃ dṛṣṭvā rāmaṃ cākliṣṭakāriṇam |
āgamiṣyāmi te vaktraṃ satyaṃ pratiśṛṇomi te ||
'Oder auch: nachdem ich die Maithilī gesehen habe und zu Rāma, dem unermüdlich Handelnden, zurückgekehrt bin, werde ich in deinen Mund kommen – wahrhaftig verspreche ich dir dies.'
Wort für Wort atha vā maithilīṃ dṛṣṭvā oder aber, nachdem ich die Maithilī gesehen habe rāmaṃ ca akliṣṭakāriṇam und zu Rāma, dem unermüdlich Handelnden āgamiṣyāmi te vaktram werde ich zu deinem Mund kommen satyaṃ pratiśṛṇomi te wahrhaftig verspreche ich dir evam uktā hanumatā surasā kāmarūpiṇī |
abravīn nātivarten māṃ kaś cid eṣa varo mama ||
So von Hanumān angesprochen, sprach Surasā, die nach Belieben Gestaltwandelnde: 'Niemand entgeht mir – das ist meine Gabe.'
Wort für Wort evam uktā hanumatā so von Hanumān angesprochen surasā kāmarūpiṇī Surasā, die nach Belieben Gestaltwandelnde abravīt na ativarten mām sprach: niemand entgeht mir kaścid eṣa varo mama das ist irgendeine Gabe von mir evam uktaḥ surasayā kruddho vānarapuṃgavaḥ |
abravīt kuru vai vaktraṃ yena māṃ viṣahiṣyase ||
So von Surasā angesprochen, sprach der zornige Erste der Affen: 'So mache denn deinen Mund so groß, dass du mich fassen kannst.'
Wort für Wort evam uktaḥ surasayā so von Surasā angesprochen kruddho vānarapuṃgavaḥ der zornige Erste der Affen abravīt kuru vai vaktram sprach: mache doch den Mund yena māṃ viṣahiṣyase so dass du mich zu fassen vermagst ity uktvā surasāṃ kruddho daśayojanam āyataḥ |
daśayojanavistāro babhūva hanumāṃs tadā ||
So gesprochen habend zu Surasā, zornig, wurde Hanumān da zehn Yojanas lang und zehn Yojanas breit.
Wort für Wort iti uktvā surasāṃ kruddhaḥ dies zu Surasā gesagt habend, zornig daśayojanam āyataḥ zehn Yojanas lang daśayojanavistāro babhūva zehn Yojanas breit wurde hanumān tadā Hanumān da taṃ dṛṣṭvā meghasaṃkāśaṃ daśayojanam āyatam |
cakāra surasāpy āsyaṃ viṃśadyojanam āyatam ||
Als sie ihn sah, der wolkengleich und zehn Yojanas lang war, machte auch Surasā ihren Mund zwanzig Yojanas lang.
Wort für Wort taṃ dṛṣṭvā meghasaṃkāśam ihn sehend, wolkengleich daśayojanam āyatam zehn Yojanas lang cakāra surasā api āsyam machte auch Surasā den Mund viṃśadyojanam āyatam zwanzig Yojanas lang hanumāṃs tu tataḥ kruddhas triṃśadyojanam āyataḥ |
cakāra surasā vaktraṃ catvāriṃśat tathocchritam ||
Hanumān aber, da zornig, wurde dreißig Yojanas lang; Surasā machte ihren Mund ebenso vierzig Yojanas hoch.
Wort für Wort hanumān tu tataḥ kruddhaḥ Hanumān aber, da zornig triṃśadyojanam āyataḥ dreißig Yojanas lang cakāra surasā vaktram machte Surasā den Mund catvāriṃśat tathā ucchritam ebenso vierzig Yojanas hoch babhūva hanumān vīraḥ pañcāśadyojanocchritaḥ |
cakāra surasā vaktraṃ ṣaṣṭiyojanam āyatam ||
Der Held Hanumān wurde fünfzig Yojanas hoch; Surasā machte ihren Mund sechzig Yojanas lang.
Wort für Wort babhūva hanumān vīraḥ der Held Hanumān wurde pañcāśadyojana ucchritaḥ fünfzig Yojanas hoch cakāra surasā vaktram machte Surasā den Mund ṣaṣṭiyojanam āyatam sechzig Yojanas lang tathaiva hanumān vīraḥ saptatiṃ yojanocchritaḥ |
cakāra surasā vaktram aśītiṃ yojanāyatam ||
Ebenso wurde der Held Hanumān siebzig Yojanas hoch; Surasā machte ihren Mund achtzig Yojanas lang.
Wort für Wort tathaiva hanumān vīraḥ ebenso der Held Hanumān saptatiṃ yojana ucchritaḥ siebzig Yojanas hoch cakāra surasā vaktram machte Surasā den Mund aśītiṃ yojana āyatam achtzig Yojanas lang hanūmān acala prakhyo navatiṃ yojanocchritaḥ |
cakāra surasā vaktraṃ śatayojanam āyatam ||
Hanumān, dem Berg gleich, wurde neunzig Yojanas hoch; Surasā machte ihren Mund hundert Yojanas lang.
Wort für Wort hanūmān acala prakhyaḥ Hanumān, dem Berg gleich navatiṃ yojana ucchritaḥ neunzig Yojanas hoch cakāra surasā vaktram machte Surasā den Mund śatayojanam āyatam hundert Yojanas lang tad dṛṣṭvā vyāditaṃ tv āsyaṃ vāyuputraḥ sa buddhimān |
dīrghajihvaṃ surasayā sughoraṃ narakopamam ||
Als er den weit aufgesperrten Mund sah, der von Surasā geöffnet war, mit langer Zunge, überaus schrecklich, der Hölle gleich, fasste der kluge Sohn des Windes –
Wort für Wort tad dṛṣṭvā vyāditaṃ tv āsyam diesen weit aufgesperrten Mund sehend vāyuputraḥ sa buddhimān der Sohn des Windes, der Kluge dīrghajihvaṃ surasayā mit langer Zunge, von Surasā sughoraṃ narakopamam überaus schrecklich, der Hölle gleich sa saṃkṣipyātmanaḥ kāyaṃ jīmūta iva mārutiḥ |
tasmin muhūrte hanumān babhūvāṅguṣṭhamātrakaḥ ||
– er, seinen Körper zusammenziehend, der Sohn des Windes, wie eine Gewitterwolke, wurde Hanumān in jenem Augenblick daumengroß.
Wort für Wort sa saṃkṣipya ātmanaḥ kāyam er, seinen Körper zusammenziehend jīmūta iva mārutiḥ wie eine Gewitterwolke, der Sohn des Windes tasmin muhūrte hanumān in jenem Augenblick Hanumān babhūva aṅguṣṭhamātrakaḥ wurde daumengroß so 'bhipatyāśu tad vaktraṃ niṣpatya ca mahājavaḥ |
antarikṣe sthitaḥ śrīmān idaṃ vacanam abravīt ||
Er, in jenen Mund eilend und, überaus schnell, wieder herausschießend, sprach, im Luftraum stehend, der Glanzvolle, dieses Wort:
Wort für Wort sa abhipatya āśu tad vaktram er, schnell in jenen Mund eilend niṣpatya ca mahājavaḥ und wieder herausschießend, der überaus Schnelle antarikṣe sthitaḥ śrīmān im Luftraum stehend, der Glanzvolle idaṃ vacanam abravīt sprach dieses Wort praviṣṭo 'smi hi te vaktraṃ dākṣāyaṇi namo 'stu te |
gamiṣye yatra vaidehī satyaṃ cāstu vacas tava ||
'Ich bin ja in deinen Mund eingetreten, o Tochter des Dakṣa, Verehrung sei dir; ich werde dorthin gehen, wo die Vaidehī ist, und wahr soll dein Wort sein.'
Wort für Wort praviṣṭo asmi hi te vaktram ich bin ja in deinen Mund eingetreten dākṣāyaṇi namo astu te o Tochter des Dakṣa, Verehrung sei dir gamiṣye yatra vaidehī ich werde dorthin gehen, wo die Vaidehī ist satyaṃ ca astu vacas tava und wahr sei dein Wort taṃ dṛṣṭvā vadanān muktaṃ candraṃ rāhumukhād iva |
abravīt surasā devī svena rūpeṇa vānaram ||
Als sie ihn aus ihrem Mund befreit sah, wie den Mond aus Rāhus Rachen, sprach die Göttin Surasā in ihrer eigenen Gestalt zu dem Affen:
Wort für Wort taṃ dṛṣṭvā vadanān muktam ihn sehend, aus dem Mund befreit candraṃ rāhumukhād iva wie den Mond aus Rāhus Rachen abravīt surasā devī sprach die Göttin Surasā svena rūpeṇa vānaram in ihrer eigenen Gestalt zu dem Affen arthasiddhyai hariśreṣṭha gaccha saumya yathāsukham |
samānaya ca vaidehīṃ rāghaveṇa mahātmanā ||
'Zum Gelingen deiner Aufgabe geh, o Bester der Affen, du Freundlicher, nach Belieben, und führe die Vaidehī mit dem großmütigen Rāghava zusammen.'
Wort für Wort arthasiddhyai hariśreṣṭha zum Gelingen der Sache, o Bester der Affen gaccha saumya yathāsukham geh, du Freundlicher, nach Belieben samānaya ca vaidehīm und führe die Vaidehī zusammen rāghaveṇa mahātmanā mit dem großmütigen Rāghava tat tṛtīyaṃ hanumato dṛṣṭvā karma suduṣkaram |
sādhu sādhv iti bhūtāni praśaśaṃsus tadā harim ||
Als sie diese dritte, überaus schwierige Tat Hanumāns gesehen hatten, priesen die Wesen den Affen da mit den Worten: 'Wohlgetan, wohlgetan!'
Wort für Wort tat tṛtīyaṃ hanumato diese dritte Tat Hanumāns dṛṣṭvā karma suduṣkaram diese überaus schwierige Tat gesehen habend sādhu sādhu iti bhūtāni wohlgetan, wohlgetan, so die Wesen praśaśaṃsuḥ tadā harim priesen da den Affen sa sāgaram anādhṛṣyam abhyetya varuṇālayam |
jagāmākāśam āviśya vegena garuṇopamaḥ ||
Er, zum unbezwingbaren Ozean, der Wohnstatt Varuṇas, gelangend, zog, in den Himmel eindringend, mit Geschwindigkeit dahin, Garuḍa gleich.
Wort für Wort sa sāgaram anādhṛṣyam er, zum unbezwingbaren Ozean abhyetya varuṇālayam gelangend, der Wohnstatt Varuṇas jagāma ākāśam āviśya zog, in den Himmel eindringend vegena garuḍopamaḥ mit Geschwindigkeit, Garuḍa gleich sevite vāridhāribhiḥ patagaiś ca niṣevite |
carite kaiśikācāryair airāvataniṣevite ||
durch den Luftraum, der von Wolkenträgern bevölkert und von fliegenden Wesen bewohnt ist, den die Kaiśika-Meister durchziehen, den Airāvata besucht,
Wort für Wort sevite vāridhāribhiḥ bevölkert von Wolkenträgern patagaiḥ ca niṣevite und von fliegenden Wesen bewohnt carite kaiśikācāryaiḥ durchzogen von den Kaiśika-Meistern airāvata niṣevite von Airāvata besucht siṃhakuñjaraśārdūlapatagoragavāhanaiḥ |
vimānaiḥ saṃpatadbhiś ca vimalaiḥ samalaṃkṛte ||
geschmückt mit dahinfliegenden, makellosen Himmelswagen, die von Löwen, Elefanten, Tigern, Vögeln und Schlangen gezogen werden,
Wort für Wort siṃha kuñjara śārdūla patagoraga vāhanaiḥ mit Löwen-, Elefanten-, Tiger-, Vogel- und Schlangen-Gespannen vimānaiḥ saṃpatadbhiḥ ca und mit dahinfliegenden Himmelswagen vimalaiḥ samalaṃkṛte geschmückt, den makellosen vajrāśanisamāghātaiḥ pāvakair upaśobhite |
kṛtapuṇyair mahābhāgaiḥ svargajidbhir alaṃkṛte ||
geschmückt durch Feuer gleich den Schlägen von Blitz und Donnerkeil, geziert von den verdienstvollen, hochgesegneten Eroberern des Himmels,
Wort für Wort vajra aśani samāghātaiḥ gleich den Schlägen von Blitz und Donnerkeil pāvakaiḥ upaśobhite geschmückt durch Feuer kṛtapuṇyaiḥ mahābhāgaiḥ von den verdienstvollen, hochgesegneten svargajidbhiḥ alaṃkṛte von den Himmelseroberern geziert bahatā havyam atyantaṃ sevite citrabhānunā |
grahanakṣatracandrārkatārāgaṇavibhūṣite ||
durchzogen vom stets Opfergaben tragenden Feuer, geschmückt mit den Scharen der Planeten, Sternbilder, mit Mond, Sonne und Sternen,
Wort für Wort bahatā havyam atyantam der stets Opfergaben trägt sevite citrabhānunā durchzogen vom Feuer Citrabhānu graha nakṣatra candra arka tārā gaṇa vibhūṣite geschmückt mit Scharen von Planeten, Sternbildern, Mond, Sonne und Sternen maharṣigaṇagandharvanāgayakṣasamākule |
vivikte vimale viśve viśvāvasuniṣevite ||
erfüllt von Scharen großer Weiser, Gandharvas, Schlangenwesen und Yakṣas, dem abgesonderten, makellosen, allumfassenden, von Viśvāvasu besuchten Himmelsraum,
Wort für Wort maharṣi gaṇa gandharva nāga yakṣa samākule erfüllt von Scharen großer Weiser, Gandharvas, Schlangenwesen und Yakṣas vivikte vimale viśve in dem abgesonderten, makellosen, allumfassenden viśvāvasu niṣevite von Viśvāvasu besucht devarājagajākrānte candrasūryapathe śive |
vitāne jīvalokasya vitato brahmanirmite ||
durchschritten vom Elefanten des Götterkönigs, dem heilbringenden Pfad von Mond und Sonne, dem von Brahmā geschaffenen, weiten Zeltdach der lebendigen Welt,
Wort für Wort devarāja gaja ākrānte durchschritten vom Elefanten des Götterkönigs candrasūrya pathe śive dem heilbringenden Pfad von Mond und Sonne vitāne jīvalokasya dem Zeltdach der lebendigen Welt vitato brahmanirmite dem weiten, von Brahmā geschaffenen bahuśaḥ sevite vīrair vidyādharagaṇair varaiḥ |
kapinā kṛṣyamāṇāni mahābhrāṇi cakāśire ||
vielfach besucht von heldenhaften, erlesenen Scharen der Vidyādharas – die vom Affen mitgezogenen großen Wolken erglänzten.
Wort für Wort bahuśaḥ sevite vīraiḥ vielfach besucht von Helden vidyādharagaṇair varaiḥ von erlesenen Scharen der Vidyādharas kapinā kṛṣyamāṇāni vom Affen mitgezogen mahābhrāṇi cakāśire die großen Wolken erglänzten praviśann abhrajālāni niṣpataṃś ca punaḥ punaḥ |
prāvṛṣīndur ivābhāti niṣpatan praviśaṃs tadā ||
Immer wieder in die Wolkenmassen eintretend und wieder heraustretend, erglänzte er da wie der Mond in der Regenzeit, heraustretend und eintretend.
Wort für Wort praviśann abhrajālāni in die Wolkenmassen eintretend niṣpataṃś ca punaḥ punaḥ und immer wieder heraustretend prāvṛṣi induḥ iva ābhāti erglänzte er wie der Mond in der Regenzeit niṣpatan praviśaṃs tadā da heraustretend und eintretend plavamānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā siṃhikā nāma rākṣasī |
manasā cintayām āsa pravṛddhā kāmarūpiṇī ||
Als sie ihn springen sah, dachte eine Rākṣasī namens Siṃhikā, die gewaltig angewachsene, nach Belieben Gestaltwandelnde, bei sich:
Wort für Wort plavamānaṃ tu taṃ dṛṣṭvā ihn aber springen sehend siṃhikā nāma rākṣasī eine Rākṣasī namens Siṃhikā manasā cintayām āsa dachte bei sich pravṛddhā kāmarūpiṇī die gewaltig angewachsene, nach Belieben Gestaltwandelnde adya dīrghasya kālasya bhaviṣyāmy aham āśitā |
idaṃ hi me mahat sattvaṃ cirasya vaśam āgatam ||
'Heute werde ich, nach langer Zeit, gesättigt sein; denn dieses große Wesen ist mir nach langer Zeit in die Gewalt gekommen.'
Wort für Wort adya dīrghasya kālasya heute, nach langer Zeit bhaviṣyāmi aham āśitā werde ich gesättigt sein idaṃ hi me mahat sattvam denn dieses große Wesen cirasya vaśam āgatam ist mir nach langer Zeit in die Gewalt gekommen iti saṃcintya manasā chāyām asya samakṣipat |
chāyāyāṃ saṃgṛhītāyāṃ cintayām āsa vānaraḥ ||
So bei sich denkend, ergriff sie seinen Schatten; als sein Schatten ergriffen war, dachte der Affe:
Wort für Wort iti saṃcintya manasā so bei sich denkend chāyām asya samakṣipat ergriff sie seinen Schatten chāyāyāṃ saṃgṛhītāyām als der Schatten ergriffen war cintayām āsa vānaraḥ dachte der Affe samākṣipto 'smi sahasā paṅgūkṛtaparākramaḥ |
pratilomena vātena mahānaur iva sāgare ||
'Ich bin plötzlich ergriffen, meine Tatkraft gelähmt, wie ein großes Schiff im Ozean durch Gegenwind.'
Wort für Wort samākṣiptaḥ asmi sahasā ich bin plötzlich ergriffen paṅgūkṛta parākramaḥ meine Tatkraft gelähmt pratilomena vātena durch Gegenwind mahānaur iva sāgare wie ein großes Schiff im Ozean tiryag ūrdhvam adhaś caiva vīkṣamāṇas tataḥ kapiḥ |
dadarśa sa mahāsattvam utthitaṃ lavaṇāmbhasi ||
Seitwärts, nach oben und nach unten blickend, erblickte der Affe da das riesige Wesen, das aus dem salzigen Wasser aufgetaucht war.
Wort für Wort tiryak ūrdhvam adhaḥ ca eva seitwärts, nach oben und nach unten vīkṣamāṇas tataḥ kapiḥ blickend, da der Affe dadarśa sa mahāsattvam erblickte er das riesige Wesen utthitaṃ lavaṇāmbhasi das aus dem salzigen Wasser aufgetaucht war kapirājñā yad ākhyātaṃ sattvam adbhutadarśanam |
chāyāgrāhi mahāvīryaṃ tad idaṃ nātra saṃśayaḥ ||
'Das Wesen, das der Affenkönig beschrieben hat, wunderbar anzusehen, das Schatten-Ergreifende, von großer Kraft – das ist dies hier, kein Zweifel daran.'
Wort für Wort kapirājñā yad ākhyātam was vom Affenkönig beschrieben wurde sattvam adbhutadarśanam das Wesen, wunderbar anzusehen chāyāgrāhi mahāvīryam das Schatten-Ergreifende, von großer Kraft tad idaṃ na atra saṃśayaḥ das ist dies hier, kein Zweifel daran sa tāṃ buddhvārthatattvena siṃhikāṃ matimān kapiḥ |
vyavardhata mahākāyaḥ prāvṛṣīva balāhakaḥ ||
Er, sie, Siṃhikā, dem wahren Sachverhalt nach erkennend, der kluge Affe, wuchs mit gewaltigem Körper wie eine Wolke in der Regenzeit.
Wort für Wort sa tāṃ buddhvā arthatattvena er, sie erkennend nach dem wahren Sachverhalt siṃhikāṃ matimān kapiḥ Siṃhikā, der kluge Affe vyavardhata mahākāyaḥ wuchs mit gewaltigem Körper prāvṛṣi iva balāhakaḥ wie eine Wolke in der Regenzeit tasya sā kāyam udvīkṣya vardhamānaṃ mahākapeḥ |
vaktraṃ prasārayām āsa pātālāmbarasaṃnibham ||
Sie, dessen wachsenden Körper des großen Affen erblickend, öffnete ihren Mund weit, der der Unterwelt und dem Himmel gleich war.
Wort für Wort tasya sā kāyam udvīkṣya sie, dessen Körper erblickend vardhamānaṃ mahākapeḥ den wachsenden, des großen Affen vaktraṃ prasārayām āsa öffnete ihren Mund weit pātāla ambara saṃnibham der der Unterwelt und dem Himmel glich sa dadarśa tatas tasyā vikṛtaṃ sumahan mukham |
kāyamātraṃ ca medhāvī marmāṇi ca mahākapiḥ ||
Er erblickte da ihr entstelltes, gewaltiges Maul, der kluge, große Affe, und ebenso ihre Körpermaße und ihre wunden Stellen.
Wort für Wort sa dadarśa tatas tasyā er erblickte da ihr vikṛtaṃ sumahan mukham entstelltes, überaus großes Maul kāyamātraṃ ca medhāvī und die Körpermaße, der Kluge marmāṇi ca mahākapiḥ und die wunden Stellen, der große Affe sa tasyā vivṛte vaktre vajrasaṃhananaḥ kapiḥ |
saṃkṣipya muhur ātmānaṃ niṣpapāta mahābalaḥ ||
Er, der Affe mit dem blitzharten Körperbau, seinen Körper plötzlich zusammenziehend, stürzte sich, der Mächtige, in ihren geöffneten Mund.
Wort für Wort sa tasyā vivṛte vaktre er, in ihren geöffneten Mund vajrasaṃhananaḥ kapiḥ der Affe mit dem blitzharten Körperbau saṃkṣipya muhur ātmānam seinen Körper plötzlich zusammenziehend niṣpapāta mahābalaḥ stürzte sich, der Mächtige, hinein āsye tasyā nimajjantaṃ dadṛśuḥ siddhacāraṇāḥ |
grasyamānaṃ yathā candraṃ pūrṇaṃ parvaṇi rāhuṇā ||
Die Siddhas und Cāraṇas sahen ihn in ihrem Maul versinken, wie den vollen Mond, der am Vollmondtag von Rāhu verschlungen wird.
Wort für Wort āsye tasyā nimajjantam in ihrem Maul versinkend dadṛśuḥ siddhacāraṇāḥ sahen die Siddhas und Cāraṇas grasyamānaṃ yathā candram wie den verschlungenen Mond pūrṇaṃ parvaṇi rāhuṇā den vollen, am Vollmondtag, von Rāhu tatas tasya nakhais tīkṣṇair marmāṇy utkṛtya vānaraḥ |
utpapātātha vegena manaḥsaṃpātavikramaḥ ||
Da riss der Affe mit seinen scharfen Krallen ihre wunden Stellen auf und schoss dann mit Geschwindigkeit empor, mit der Kraft eines Gedankenblitzes.
Wort für Wort tatas tasya nakhaiḥ tīkṣṇaiḥ da mit seinen scharfen Krallen marmāṇy utkṛtya vānaraḥ ihre wunden Stellen aufreißend, der Affe utpapāta atha vegena schoss dann mit Geschwindigkeit empor manaḥsaṃpātavikramaḥ mit der Kraft eines Gedankenblitzes tāṃ hatāṃ vānareṇāśu patitāṃ vīkṣya siṃhikām |
bhūtāny ākāśacārīṇi tam ūcuḥ plavagarṣabham ||
Als sie Siṃhikā, vom Affen schnell getötet und gefallen, erblickten, sprachen die im Luftraum wandelnden Wesen zu jenem Stier unter den Affen:
Wort für Wort tāṃ hatāṃ vānareṇa āśu sie, vom Affen schnell getötet patitāṃ vīkṣya siṃhikām gefallen erblickend, Siṃhikā bhūtāny ākāśacārīṇi die im Luftraum wandelnden Wesen tam ūcuḥ plavagarṣabham sprachen zu jenem Stier unter den Affen bhīmam adya kṛtaṃ karma mahat sattvaṃ tvayā hatam |
sādhayārtham abhipretam ariṣṭaṃ plavatāṃ vara ||
'Eine furchtbare Tat hast du heute vollbracht, ein gewaltiges Wesen wurde von dir getötet; vollende nun dein beabsichtigtes Ziel, unversehrt, o Bester der Springer.'
Wort für Wort bhīmam adya kṛtaṃ karma eine furchtbare Tat, heute vollbracht mahat sattvaṃ tvayā hatam ein gewaltiges Wesen, von dir getötet sādhaya artham abhipretam vollende das beabsichtigte Ziel ariṣṭaṃ plavatāṃ vara unversehrt, o Bester der Springer yasya tv etāni catvāri vānarendra yathā tava |
dhṛtir dṛṣṭir matir dākṣyaṃ sa karmasu na sīdati ||
'Wer diese vier Eigenschaften besitzt wie du, o Herr der Affen – Standhaftigkeit, Weitblick, Verstand und Geschick – der scheitert nicht bei seinen Taten.'
Wort für Wort yasya tu etāni catvāri wer aber diese vier vānarendra yathā tava besitzt, o Herr der Affen, wie du dhṛtir dṛṣṭir matir dākṣyam Standhaftigkeit, Weitblick, Verstand, Geschick sa karmasu na sīdati der scheitert nicht bei seinen Taten sa taiḥ saṃbhāvitaḥ pūjyaḥ pratipannaprayojanaḥ |
jagāmākāśam āviśya pannagāśanavat kapiḥ ||
Von ihnen geehrt, verehrungswürdig, sein Vorhaben bekräftigt, zog der Affe, in den Himmel eindringend, wie der Schlangenfresser dahin.
Wort für Wort sa taiḥ saṃbhāvitaḥ pūjyaḥ von ihnen geehrt, verehrungswürdig pratipanna prayojanaḥ sein Vorhaben bekräftigt jagāma ākāśam āviśya zog er, in den Himmel eindringend pannagāśanavat kapiḥ der Affe, wie der Schlangenfresser prāptabhūyiṣṭha pāras tu sarvataḥ pratilokayan |
yojanānāṃ śatasyānte vanarājiṃ dadarśa saḥ ||
Nachdem er fast das andere Ufer erreicht hatte, überall umherblickend, erblickte er am Ende der hundert Yojanas eine Baumreihe.
Wort für Wort prāpta bhūyiṣṭha pāraḥ tu fast das andere Ufer erreicht habend sarvataḥ pratilokayan überall umherblickend yojanānāṃ śatasya ante am Ende der hundert Yojanas vanarājiṃ dadarśa saḥ erblickte er eine Baumreihe dadarśa ca patann eva vividhadrumabhūṣitam |
dvīpaṃ śākhāmṛgaśreṣṭho malayopavanāni ca ||
Und noch im Flug erblickte der Beste der Affen die mit mancherlei Bäumen geschmückte Insel und die Haine des Malaya-Gebirges.
Wort für Wort dadarśa ca patann eva und noch im Fliegen erblickte er vividhadruma bhūṣitam mit mancherlei Bäumen geschmückt dvīpaṃ śākhāmṛgaśreṣṭho die Insel, der Beste der Affen malaya upavanāni ca und die Haine des Malaya-Gebirges sāgaraṃ sāgarānūpān sāgarānūpajān drumān |
sāgarasya ca patnīnāṃ mukhāny api vilokayan ||
den Ozean betrachtend, die Ufergebiete des Ozeans, die dort wachsenden Bäume, und auch die Mündungen der Gattinnen des Ozeans.
Wort für Wort sāgaraṃ sāgarānūpān den Ozean, die Ufergebiete des Ozeans sāgarānūpajān drumān die in den Ufergebieten wachsenden Bäume sāgarasya ca patnīnāṃ und der Gattinnen des Ozeans mukhāny api vilokayan auch die Mündungen betrachtend sa mahāmeghasaṃkāśaṃ samīkṣyātmānam ātmanā |
nirundhantam ivākāśaṃ cakāra matimān matim ||
Er, sich selbst als einer gewaltigen Wolke gleichend erkennend, die gleichsam den Himmelsraum versperrte, fasste, der Kluge, einen Entschluss:
Wort für Wort sa mahāmeghasaṃkāśam er, einer gewaltigen Wolke gleich samīkṣya ātmānam ātmanā sich selbst durch sich selbst erkennend nirundhantam iva ākāśam der gleichsam den Himmelsraum versperrte cakāra matimān matim fasste der Kluge einen Entschluss kāyavṛddhiṃ pravegaṃ ca mama dṛṣṭvaiva rākṣasāḥ |
mayi kautūhalaṃ kuryur iti mene mahākapiḥ ||
'Wenn die Rākṣasas mein Körperwachstum und meine Geschwindigkeit sehen, werden sie über mich in Neugier geraten' – so dachte der große Affe.
Wort für Wort kāyavṛddhiṃ pravegaṃ ca das Körperwachstum und die Geschwindigkeit mama dṛṣṭvaiva rākṣasāḥ meine sehend, die Rākṣasas mayi kautūhalaṃ kuryur iti möchten über mich Neugier bekommen, so mene mahākapiḥ dachte der große Affe tataḥ śarīraṃ saṃkṣipya tan mahīdharasaṃnibham |
punaḥ prakṛtim āpede vītamoha ivātmavān ||
Da zog er seinen dem Berg gleichenden Körper zusammen und nahm wieder seine normale Gestalt an, wie ein von Verblendung befreiter, selbstbeherrschter Weiser.
Wort für Wort tataḥ śarīraṃ saṃkṣipya da seinen Körper zusammenziehend tan mahīdharasaṃnibham jenen, dem Berg gleichenden punaḥ prakṛtim āpede nahm er wieder die normale Gestalt an vītamoha iva ātmavān wie ein von Verblendung befreiter, selbstbeherrschter Weiser sa cārunānāvidharūpadhārī paraṃ samāsādya samudratīram |
parair aśakyapratipannarūpaḥ samīkṣitātmā samavekṣitārthaḥ ||
Er, der schöne, mancherlei Gestalten Annehmende, das jenseitige Ufer des Ozeans erreichend, mit einer von Feinden nicht zu erfassenden Gestalt, sich selbst prüfend und sein Ziel überschauend,
Wort für Wort sa cāru nānāvidharūpadhārī er, der schöne, mancherlei Gestalten Annehmende paraṃ samāsādya samudratīram das jenseitige Ufer des Ozeans erreichend paraiḥ aśakyapratipannarūpaḥ mit einer von Feinden nicht erfassbaren Gestalt samīkṣitātmā samavekṣitārthaḥ sich selbst prüfend, sein Ziel überschauend tataḥ sa lambasya gireḥ samṛddhe vicitrakūṭe nipapāta kūṭe |
saketakoddālakanālikere mahādrikūṭapratimo mahātmā ||
ließ er sich dann auf dem prächtigen, bunten Gipfel des Berges Lamba nieder, wo Ketaka-, Uddālaka- und Kokospalmen wuchsen, der Großmütige, einem großen Berggipfel gleich.
Wort für Wort tataḥ sa lambasya gireḥ dann er, des Berges Lamba samṛddhe vicitrakūṭe auf dem prächtigen, bunten Gipfel nipapāta kūṭe ließ er sich auf dem Gipfel nieder saketaka uddālaka nālikere wo Ketaka-, Uddālaka- und Kokospalmen wuchsen mahādrikūṭapratimo mahātmā dem Gipfel eines großen Berges gleich, der Großmütige sa sāgaraṃ dānavapannagāyutaṃ balena vikramya mahormimālinam |
nipatya tīre ca mahodadhes tadā dadarśa laṅkām amarāvatīm iva ||
Er, den mit Dānavas und Schlangenwesen bevölkerten, wellenreichen Ozean mit Kraft überwunden habend, und am Ufer des großen Meeres da niedergelassen, erblickte Laṅkā, wie Amarāvatī.
Wort für Wort sa sāgaraṃ dānavapannagāyutam er, den mit Dānavas und Schlangenwesen bevölkerten Ozean balena vikramya mahormimālinam mit Kraft überwunden habend, den wellenreichen nipatya tīre ca mahodadhes tadā und am Ufer des großen Meeres da sich niederlassend dadarśa laṅkām amarāvatīm iva erblickte er Laṅkā, wie Amarāvatī
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