śrutvā tu vacanam tasya vāyu sūnoḥ mahātmanaḥ |
uvāca ātma hitam vākyam sītā sura suta upamā ||
Nachdem sie das Wort jenes Hochgesinnten, des Sohnes des Windgottes, gehört hatte, sprach Sītā, einer Göttertochter gleich, ein ihr selbst zuträgliches Wort:
Beim Anblick von dir, dem Bringer lieber Worte, freue ich mich, o Affe, wie die halb aufgegangene Saat sich freut, wenn sie Regen empfängt, der die Erde reich macht.
abhijñānam ca rāmasya dattam hari gaṇa uttama |
kṣiptām īṣikām kākasya kopāt eka akṣi śātanīm ||
Und das Erkennungszeichen für Rāma habe ich gegeben, o Bester der Affenscharen: den aus Zorn geschleuderten Grashalm, der der Krähe ein Auge zerstörte.
Wort für Wort
abhijñānam ca rāmasya dattam
und das Erkennungszeichen für Rāma habe ich gegeben
eṣa niryātitaḥ śrīmān mayā te vāri sambhavaḥ |
ataḥ param na śakṣyāmi jīvitum śoka lālasā ||
Dieser glanzvolle, aus dem Wasser entstandene Edelstein wurde dir nun von mir übergeben; darüber hinaus werde ich, von Kummer verzehrt, nicht mehr leben können.
ghoro rākṣasa rājo ayam dṛṣṭiḥ ca na sukhā mayi |
tvām ca śrutvā vipadyantam na jīveyam aham kṣaṇam ||
Furchtbar ist dieser Rākṣasa-König, und sein Blick auf mich ist mir keine Freude; und hörte ich, dass dir Unheil widerfahren wäre, könnte ich nicht einmal einen Augenblick weiterleben.
tvat śoka vimukho rāmo devi satyena te śape |
rāme śoka abhibhūte tu lakṣmaṇaḥ paritapyate ||
Rāma ist, o Herrin, nicht abgewandt von der Trauer um dich – bei der Wahrheit schwöre ich dir; und wenn Rāma vom Leid überwältigt ist, leidet auch Lakṣmaṇa mit.
hatvā tu samare krūram rāvaṇam saha bāndhavam |
rāghavau tvām viśāla akṣi svām purīm prāpayiṣyataḥ ||
Nachdem sie den grausamen Rāvaṇa samt seinen Verwandten in der Schlacht erschlagen haben, werden die beiden Rāghava-Söhne dich, o Großäugige, in ihre eigene Stadt geleiten.
Wort für Wort
hatvā tu samare krūram
und nachdem sie in der Schlacht den Grausamen erschlagen haben
sā abravīt dattam eva iha mayā abhijñānam uttamam |
etat eva hi rāmasya dṛṣṭvā mat keśa bhūṣaṇam |
śraddheyam hanuman vākyam tava vīra bhaviṣyati ||
Sie sprach: 'Gegeben ist von mir hier bereits das vortrefflichste Erkennungszeichen; eben dieser mein Haarschmuck, wenn Rāma ihn sieht, wird deinem Wort, Hanumān, o Held, Glaubwürdigkeit verleihen.'
sa tam maṇi varam gṛhya śrīmān plavaga sattamaḥ |
praṇamya śirasā devīm gamanāya upacakrame ||
Er, der glanzvolle Beste der Springenden, nahm jenen vortrefflichen Edelstein, verneigte sich mit dem Haupt vor der Herrin und schickte sich zum Aufbruch an.
Als sie den Stier unter den Affen sah, wie er sich zum Sprung anschickte, wachsend an gewaltiger Geschwindigkeit, sprach die Tochter Janakas, elend, mit tränenerfülltem Antlitz, mit von Tränen erstickter Stimme:
Wort für Wort
tam utpāta kṛta utsāham avekṣya
als sie ihn sah, wie er sich zum Sprung anschickte
imam ca tīvram mama śoka vegam |
rakṣobhiḥ ebhiḥ paribhartsanam ca |
brūyāḥ tu rāmasya gataḥ samīpam |
śivaḥ ca te adhvā astu hari pravīra ||
Und diese heftige Woge meines Kummers und die Drohungen dieser Rākṣasas sollst du, zu Rāma gelangt, ihm berichten; und heilvoll sei dein Weg, o Held der Affen.
sa rāja putryā prativedita arthaḥ |
kapiḥ kṛta arthaḥ parihṛṣṭa cetāḥ |
tat alpa śeṣam prasamīkṣya kāryam |
diśam hi udīcīm manasā jagāma ||
Er, dem von der Königstochter der Auftrag mitgeteilt worden war, der Affe, der sein Ziel erreicht hatte, hocherfreuten Herzens, erwog, dass von seiner Aufgabe nur noch wenig übrig war, und wandte seinen Sinn der Nordrichtung zu.
Wort für Wort
sa rāja putryā prativedita arthaḥ
er, dem von der Königstochter der Auftrag mitgeteilt worden war