Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa
Sarga 10: Mandodarī Sītā Bhrāntiḥ
Hanumān erblickt den schlafenden Rāvaṇa und hält die schlafende Mandodarī irrtümlich für Sītā
tatra divya upamam mukhyam sphāṭikam ratna bhūṣitam | avekṣamāṇo hanumān dadarśa śayana āsanam
Dort erblickte Hanumān, umherschauend, ein göttergleiches, vorzügliches, kristallenes, mit Juwelen geschmücktes Ruhelager.
Wort für Wort tatra divya upamam mukhyam dort ein göttergleiches, vorzügliches sphāṭikam ratna bhūṣitam kristallenes, mit Juwelen geschmücktes avekṣamāṇo hanumān umherschauend, Hanumān dadarśa śayana āsanam erblickte das Ruhelager dānta kāñcani citra aṅgaiḥ vaiḥ ca vara āsanaiḥ | mahā arhaiḥ taraṇa upetaiḥ upapannam mahā dhanaiḥ
versehen mit bunten Elfenbein- und Goldgliedern und edlen Sitzen, ausgestattet mit kostbaren Decken und großen Schätzen,
Wort für Wort dānta kāñcani citra aṅgaiḥ mit bunten Elfenbein- und Goldgliedern vaiḥ ca vara āsanaiḥ und mit edlen Sitzen mahā arhaiḥ taraṇa upetaiḥ ausgestattet mit kostbaren Decken upapannam mahā dhanaiḥ versehen mit großen Schätzen tasya ca ekatame deśe saḥ agrya mālya vibhūṣitam | dadarśa pāṇḍuram chatram tārā adhipati saṃnibham
und an einem Ort davon sah er einen weißen, mit erlesenen Blumengirlanden geschmückten Schirm, gleich dem Herrn der Sterne.
Wort für Wort tasya ca ekatame deśe und an einem Ort davon saḥ agrya mālya vibhūṣitam jener, mit erlesenen Girlanden geschmückte dadarśa pāṇḍuram chatram er sah einen weißen Schirm tārā adhipati saṃnibham gleich dem Herrn der Sterne jātarūpa parikṣiptam citrabhānu sama prabham | aśoka mālā vitatam dadarśa parama āsanam
Er sah das höchste Ruhelager, umgeben von Gold, mit dem Glanz der Sonne, bedeckt mit Aśoka-Blütengirlanden.
Wort für Wort jātarūpa parikṣiptam umgeben von Gold citrabhānu sama prabham mit dem Glanz der Sonne aśoka mālā vitatam bedeckt mit Aśoka-Girlanden dadarśa parama āsanam er sah das höchste Ruhelager vāla vyajana hastābhiḥ vījyamānam samantataḥ | gandhaiḥ ca vividhaiḥ juṣṭam vara dhūpena dhūpitam
von allen Seiten gefächelt von Fächern aus Yakhaaren in den Händen, versehen mit mannigfaltigen Düften, durchduftet von edlem Räucherwerk,
Wort für Wort vāla vyajana hastābhiḥ vījyamānam samantataḥ von allen Seiten gefächelt von Yakhaar-Fächern in Händen gandhaiḥ ca vividhaiḥ juṣṭam versehen mit mannigfaltigen Düften vara dhūpena dhūpitam durchduftet von edlem Räucherwerk parama āstaraṇa āstīrṇam āvika ajina saṃvṛtam | dāmabhiḥ vara mālyānām samantāt upaśobhitam
bedeckt mit der besten Decke, überzogen mit Schaffell, ringsum geschmückt mit Kränzen edler Blumengirlanden.
Wort für Wort parama āstaraṇa āstīrṇam bedeckt mit der besten Decke āvika ajina saṃvṛtam überzogen mit Schaffell dāmabhiḥ vara mālyānām mit Kränzen edler Girlanden samantāt upaśobhitam ringsum geschmückt tasmin jīmūta saṃkāśam pradīpta uttama kuṇḍalam | lohita akṣam mahā bāhum mahā rajata vāsasam
Auf jenem Lager sah er ihn, einer Gewitterwolke gleich, mit leuchtenden, edlen Ohrringen, mit roten Augen, mit gewaltigen Armen, in großem, silbrig glänzendem Gewand,
Wort für Wort tasmin jīmūta saṃkāśam auf jenem, einer Gewitterwolke gleich pradīpta uttama kuṇḍalam mit leuchtenden edlen Ohrringen lohita akṣam mahā bāhum mit roten Augen und gewaltigen Armen mahā rajata vāsasam in großem, silbrig glänzendem Gewand lohitena anulipta aṅgam candanena sugandhinā | saṃdhyā raktam iva ākāśe toyadam sataḍid guṇam
die Glieder gesalbt mit rotem, wohlriechendem Sandelholz, gleich einer im Abendrot geröteten Wolke am Himmel, mit einem Blitzsaum,
Wort für Wort lohitena anulipta aṅgam mit roten Salben gesalbte Glieder candanena sugandhinā mit wohlriechendem Sandelholz saṃdhyā raktam iva ākāśe wie im Abendrot gerötet am Himmel toyadam sataḍid guṇam eine Wolke mit einem Blitzsaum vṛtam ābharaṇaiḥ divyaiḥ surūpam kāma rūpiṇam | savṛkṣa vana gulma āḍhyam prasuptam iva mandaram
umgeben von göttlichem Schmuck, wohlgestaltet, nach Belieben seine Gestalt wandelnd, reich an Bäumen, Wäldern und Sträuchern wie ein schlafender Berg Mandara,
Wort für Wort vṛtam ābharaṇaiḥ divyaiḥ umgeben von göttlichem Schmuck surūpam kāma rūpiṇam wohlgestaltet, nach Belieben die Gestalt wandelnd savṛkṣa vana gulma āḍhyam reich an Bäumen, Wäldern und Sträuchern prasuptam iva mandaram wie ein schlafender Mandara-Berg krīḍitvā uparatam rātrau vara ābharaṇa bhūṣitam | priyam rākṣasa kanyānām rākṣasānām sukha āvaham
nach dem Spielen in der Nacht zur Ruhe gekommen, geschmückt mit edlem Schmuck, den Rākṣasa-Töchtern lieb, den Rākṣasas Wohlergehen bringend,
Wort für Wort krīḍitvā uparatam rātrau nach dem Spielen in der Nacht zur Ruhe gekommen vara ābharaṇa bhūṣitam geschmückt mit edlem Schmuck priyam rākṣasa kanyānām den Rākṣasa-Töchtern lieb rākṣasānām sukha āvaham den Rākṣasas Wohlergehen bringend pītvā api uparatam ca api dadarśa sa mahā kapiḥ | bhāskare śayane vīram prasuptam rākṣasa adhipam
sah der große Affe, nachdem er getrunken hatte, ebenfalls zur Ruhe gekommen, auf sonnengleichem Lager schlafend, den tapferen Herrn der Rākṣasas.
Wort für Wort pītvā api uparatam ca api nachdem er getrunken hatte, ebenfalls zur Ruhe gekommen dadarśa sa mahā kapiḥ sah der große Affe bhāskare śayane vīram auf sonnengleichem Lager den Helden prasuptam rākṣasa adhipam den schlafenden Herrn der Rākṣasas niḥśvasantam yathā nāgam rāvaṇam vānara uttamaḥ | āsādya parama udvignaḥ saḥ apāsarpat subhītavat
Als er sich Rāvaṇa näherte, der wie eine Schlange atmete, wich der beste der Affen, höchst beunruhigt, wie in großer Furcht zurück.
Wort für Wort niḥśvasantam yathā nāgam der wie eine Schlange atmete rāvaṇam vānara uttamaḥ zu Rāvaṇa, der beste der Affen āsādya parama udvignaḥ sich nähernd, höchst beunruhigt saḥ apāsarpat subhītavat wich er wie in großer Furcht zurück atha ārohaṇam āsādya vedikā antaram āśritaḥ | suptam rākṣasa śārdūlam prekṣate sma mahā kapiḥ
Dann, eine Erhöhung erreichend, auf einer Terrasse Zuflucht nehmend, betrachtete der große Affe den schlafenden Tiger der Rākṣasas.
Wort für Wort atha ārohaṇam āsādya dann eine Erhöhung erreichend vedikā antaram āśritaḥ auf einer Terrasse Zuflucht nehmend suptam rākṣasa śārdūlam den schlafenden Tiger der Rākṣasas prekṣate sma mahā kapiḥ betrachtete der große Affe śuśubhe rākṣasa indrasya svapataḥ śayana uttamam | gandha hastini saṃviṣṭe yathā prasravaṇam mahat
Das vorzügliche Ruhelager des schlafenden Rākṣasa-Fürsten erglänzte wie ein großer Bergquell, auf dem ein Duftelefant ruht.
Wort für Wort śuśubhe rākṣasa indrasya svapataḥ śayana uttamam das vorzügliche Ruhelager des schlafenden Rākṣasa-Fürsten erglänzte gandha hastini saṃviṣṭe wie wenn ein Duftelefant ruht yathā prasravaṇam mahat wie ein großer Bergquell kāñcana aṅgada naddhau ca dadarśa sa mahātmanaḥ | vikṣiptau rākṣasa indrasya bhujau indra dhvaja upamau
Er sah die mit goldenen Armreifen umgürteten, ausgestreckten Arme des hochgesinnten Rākṣasa-Fürsten, gleich der Standarte Indras,
Wort für Wort kāñcana aṅgada naddhau ca mit goldenen Armreifen umgürtet dadarśa sa mahātmanaḥ er sah die des Hochgesinnten vikṣiptau rākṣasa indrasya bhujau die ausgestreckten Arme des Rākṣasa-Fürsten indra dhvaja upamau gleich der Standarte Indras airāvata viṣāṇa agraiḥ āpīḍita kṛta vraṇau | vajra ullikhita pīna aṃsau viṣṇu cakra parikṣitau
mit Narben von den Stoßzahnspitzen des Airāvata, mit von Indras Donnerkeil geritzten kräftigen Schultern, mit Malen von Viṣṇus Diskus,
Wort für Wort airāvata viṣāṇa agraiḥ āpīḍita kṛta vraṇau mit Narben von den Stoßzahnspitzen des Airāvata vajra ullikhita pīna aṃsau mit vom Donnerkeil geritzten kräftigen Schultern viṣṇu cakra parikṣitau mit Malen von Viṣṇus Diskus pīnau samasujāta aṃsau saṃgatau bala saṃyutau | sulakṣaṇa nakha aṅguṣṭhau su aṅgulī tala lakṣitau
kräftig, mit wohlgeformten Schultern, zusammenpassend, kraftvereint, mit wohlgestalteten Nägeln und Daumen, gezeichnet mit schönen Fingern und Handflächen,
Wort für Wort pīnau samasujāta aṃsau kräftig, mit wohlgeformten Schultern saṃgatau bala saṃyutau zusammenpassend, kraftvereint sulakṣaṇa nakha aṅguṣṭhau mit wohlgestalteten Nägeln und Daumen su aṅgulī tala lakṣitau gezeichnet mit schönen Fingern und Handflächen saṃhatau parigha ākārau vṛttau kari kara upamau | vikṣiptau śayane śubhre pañca śīrṣau iva uragau
fest gefügt, gestaltet wie eiserne Keulen, rund, gleich Elefantenrüsseln, ausgestreckt auf dem strahlenden Lager wie zwei fünfköpfige Schlangen,
Wort für Wort saṃhatau parigha ākārau fest gefügt, gestaltet wie eiserne Keulen vṛttau kari kara upamau rund, gleich Elefantenrüsseln vikṣiptau śayane śubhre ausgestreckt auf dem strahlenden Lager pañca śīrṣau iva uragau wie zwei fünfköpfige Schlangen śaśa kṣataja kalpena suśītena sugandhinā | candanena para ardhyena sva anuliptau sva alaṃkṛtau
mit blutrotem, kühlem, wohlriechendem, überaus kostbarem Sandelholz gut gesalbt, wohlgeschmückt,
Wort für Wort śaśa kṣataja kalpena mit hasenblutähnlichem suśītena sugandhinā kühlem, wohlriechendem candanena para ardhyena mit überaus kostbarem Sandelholz sva anuliptau sva alaṃkṛtau gut gesalbt, wohlgeschmückt uttama strī vimṛditau gandha uttama niṣevitau | yakṣa pannaga gandharva deva dānava rāviṇau
von vortrefflichen Frauen berührt, mit erlesenstem Duft versehen — jene Arme, die Yakṣas, Schlangen, Gandharvas, Götter und Dānavas erschreckt hatten,
Wort für Wort uttama strī vimṛditau von vortrefflichen Frauen berührt gandha uttama niṣevitau mit erlesenstem Duft versehen yakṣa pannaga gandharva deva dānava rāviṇau die Yakṣas, Schlangen, Gandharvas, Götter und Dānavas erschreckt hatten dadarśa sa kapiḥ tasya bāhū śayana saṃsthitau | mandarasya antare suptau mahā arhī ruṣitau iva
jene beiden Arme sah der Affe, auf dem Lager liegend, wie zwei kostbare, zornige Schlangen im Innern des Mandara-Berges schlafend.
Wort für Wort dadarśa sa kapiḥ tasya bāhū der Affe sah dessen beide Arme śayana saṃsthitau auf dem Lager liegend mandarasya antare suptau im Innern des Mandara schlafend mahā arhī ruṣitau iva wie zwei kostbare, zornige Schlangen tābhyām sa paripūrṇābhyām bhujābhyām rākṣasa adhipaḥ | śuśubhe acala saṃkāśaḥ śṛṅgābhyām iva mandaraḥ
Mit jenen beiden vollkommenen Armen erglänzte der Rākṣasa-Herr, einem Berg gleich, wie der Mandara mit zwei Gipfeln.
Wort für Wort tābhyām sa paripūrṇābhyām bhujābhyām mit jenen beiden vollkommenen Armen rākṣasa adhipaḥ der Rākṣasa-Herr śuśubhe acala saṃkāśaḥ erglänzte, einem Berg gleich śṛṅgābhyām iva mandaraḥ wie der Mandara mit zwei Gipfeln cūta pumnāga surabhiḥ bakula uttama saṃyutaḥ | mṛṣṭa anna rasa saṃyuktaḥ pāna gandha puraḥ saraḥ
wohlriechend von Mangobaum und Pumnāga, versehen mit erlesenen Bakula-Blüten, verbunden mit dem Saft feiner Speisen, vorangehend vom Duft des Trankes,
Wort für Wort cūta pumnāga surabhiḥ wohlriechend von Mangobaum und Pumnāga bakula uttama saṃyutaḥ versehen mit erlesenen Bakula-Blüten mṛṣṭa anna rasa saṃyuktaḥ verbunden mit dem Saft feiner Speisen pāna gandha puraḥ saraḥ vorangehend vom Duft des Trankes tasya rākṣasa siṃhasya niścakrāma mukhāt mahān | śayānasya viniḥśvāsaḥ pūrayan iva tat gṛham
aus dem Mund jenes Löwen unter den Rākṣasas drang ein gewaltiger Atemhauch, während er schlief, als erfülle er jenes Haus.
Wort für Wort tasya rākṣasa siṃhasya niścakrāma mukhāt mahān aus dem Mund jenes Löwen unter den Rākṣasas drang ein gewaltiger śayānasya viniḥśvāsaḥ der Atemhauch des Schlafenden pūrayan iva tat gṛham als erfülle er jenes Haus muktā maṇi vicitreṇa kāñcanena virājatā | mukuṭena apavṛttena kuṇḍala ujjvalita ānanam
mit dem herabgesunkenen Diadem, bunt mit Perlen und Juwelen, erglänzend von Gold — sein Gesicht war erleuchtet von den Ohrringen,
Wort für Wort muktā maṇi vicitreṇa kāñcanena virājatā bunt mit Perlen und Juwelen, erglänzend von Gold mukuṭena apavṛttena mit dem herabgesunkenen Diadem kuṇḍala ujjvalita ānanam das Gesicht erleuchtet von den Ohrringen rakta candana digdhena tathā hāreṇa śobhitā | pīna āyata viśālena vakṣasā abhivirājitam
und geschmückt mit einer roten, sandelholzgetränkten Halskette, erglänzte er an seiner breiten, ausgedehnten, gewaltigen Brust.
Wort für Wort rakta candana digdhena mit roter, sandelholzgetränkter tathā hāreṇa śobhitā Halskette geschmückt pīna āyata viśālena vakṣasā an der kräftigen, ausgedehnten, gewaltigen Brust abhivirājitam erglänzend pāṇḍureṇa apaviddhena kṣaumeṇa kṣataja īkṣaṇam | mahā arheṇa susaṃvītam pītena uttama vāsasā
mit weißem, herabgeglittenem Leinengewand, mit blutunterlaufenen Augen, wohlbedeckt mit einem kostbaren, gelben, erlesenen Gewand,
Wort für Wort pāṇḍureṇa apaviddhena kṣaumeṇa mit weißem, herabgeglittenem Leinengewand kṣataja īkṣaṇam mit blutunterlaufenen Augen mahā arheṇa susaṃvītam wohlbedeckt mit kostbarem pītena uttama vāsasā mit gelbem, erlesenem Gewand māṣa rāśi pratīkāśam niḥśvasantam bhujaṅgavat | gāṅge mahati toya ante prasuptam iva kuñjaram
gleich einem Haufen schwarzer Bohnen, atmend wie eine Schlange, wie ein Elefant, der am großen Wasser der Gaṅgā schläft,
Wort für Wort māṣa rāśi pratīkāśam gleich einem Haufen schwarzer Bohnen niḥśvasantam bhujaṅgavat atmend wie eine Schlange gāṅge mahati toya ante am großen Wasser der Gaṅgā prasuptam iva kuñjaram wie ein schlafender Elefant caturbhiḥ kāñcanaiḥ dīpaiḥ dīpyamānaiḥ catur diśam | prakāśī kṛta sarva aṅgam megham vidyud gaṇaiḥ iva
seine ganze Gestalt erhellt von vier goldenen Lampen, die in den vier Himmelsrichtungen leuchteten, wie eine Wolke von Scharen von Blitzen —
Wort für Wort caturbhiḥ kāñcanaiḥ dīpaiḥ dīpyamānaiḥ von vier leuchtenden goldenen Lampen catur diśam in den vier Himmelsrichtungen prakāśī kṛta sarva aṅgam seine ganze Gestalt erhellt megham vidyud gaṇaiḥ iva wie eine Wolke von Scharen von Blitzen pāda mūla gatāḥ ca api dadarśa sumahātmanaḥ | patnīḥ sa priya bhāryasya tasya rakṣaḥ pateḥ gṛhe
und er sah auch, zu Füßen jenes hochgesinnten, seine Lieblingsgattin bevorzugenden Rākṣasa-Herrn liegend, im Haus jenes Herrn seine Frauen.
Wort für Wort pāda mūla gatāḥ ca api und auch zu Füßen liegend dadarśa sumahātmanaḥ er sah des Hochgesinnten patnīḥ sa priya bhāryasya die Gattinnen jenes, der seine Lieblingsgattin liebte tasya rakṣaḥ pateḥ gṛhe im Hause jenes Rākṣasa-Herrn śaśi prakāśa vadanāḥ vara kuṇḍala bhūṣitāḥ | ambāla mālya ābharaṇāḥ dadarśa hari yūthapaḥ
Der Führer der Affenschar sah sie, mit mondgleich strahlenden Gesichtern, geschmückt mit edlen Ohrringen, mit frischen Blumengirlanden und Schmuck.
Wort für Wort śaśi prakāśa vadanāḥ mit mondgleich strahlenden Gesichtern vara kuṇḍala bhūṣitāḥ geschmückt mit edlen Ohrringen ambāla mālya ābharaṇāḥ mit frischen Blumengirlanden und Schmuck dadarśa hari yūthapaḥ sah der Führer der Affenschar nṛtta vāditra kuśalāḥ rākṣasa indra bhuja aṅka gāḥ | vara ābharaṇa dhāriṇyaḥ niṣaṇṇā dadṛśe kapiḥ
Der Affe sah sie, kundig in Tanz und Musik, im Schoß der Arme des Rākṣasa-Fürsten ruhend, tragend edlen Schmuck, dasitzend.
Wort für Wort nṛtta vāditra kuśalāḥ kundig in Tanz und Musik rākṣasa indra bhuja aṅka gāḥ im Schoß der Arme des Rākṣasa-Fürsten vara ābharaṇa dhāriṇyaḥ edlen Schmuck tragend niṣaṇṇā dadṛśe kapiḥ dasitzend sah sie der Affe vajra vaidūrya garbhāṇi śravaṇa anteṣu yoṣitām | dadarśa tāpanīyāni kuṇḍalāni aṅgadāni ca
Er sah an den Ohren der Frauen goldene Ohrringe mit Diamant- und Beryllkernen, und ebenso Armreifen.
Wort für Wort vajra vaidūrya garbhāṇi mit Diamant- und Beryllkernen śravaṇa anteṣu yoṣitām an den Ohren der Frauen dadarśa tāpanīyāni er sah goldene kuṇḍalāni aṅgadāni ca Ohrringe und Armreifen tāsām candra upamaiḥ vaktraiḥ śubhaiḥ lalita kuṇḍalaiḥ | virarāja vimānam tat nabhaḥ tārā gaṇaiḥ iva
Mit ihren mondgleichen, schönen Gesichtern und anmutigen Ohrringen erglänzte jener Palast wie der Himmel mit Scharen von Sternen.
Wort für Wort tāsām candra upamaiḥ vaktraiḥ śubhaiḥ mit ihren mondgleichen, schönen Gesichtern lalita kuṇḍalaiḥ mit anmutigen Ohrringen virarāja vimānam tat erglänzte jener Palast nabhaḥ tārā gaṇaiḥ iva wie der Himmel mit Scharen von Sternen mada vyāyāma khinnāḥ tāḥ rākṣasa indrasya yoṣitaḥ | teṣu teṣu avakāśeṣu prasuptāḥ tanu madhyamāḥ
Erschöpft von Rausch und Anstrengung schliefen jene schlankhüftigen Frauen des Rākṣasa-Fürsten an den verschiedensten Stellen.
Wort für Wort mada vyāyāma khinnāḥ tāḥ erschöpft von Rausch und Anstrengung, jene rākṣasa indrasya yoṣitaḥ Frauen des Rākṣasa-Fürsten teṣu teṣu avakāśeṣu prasuptāḥ schliefen an den verschiedensten Stellen tanu madhyamāḥ schlankhüftig aṅgahāraiḥ tathaiva anyā kovalaiḥ nṛtta śālinī | vinyasta śubha sarva aṅgī prasuptā vara varṇinī
Eine andere, in Tanzkunst geübt, mit anmutigen Bewegungen, mit hingelegten, schönen Gliedern, schlief da, von edler Farbe.
Wort für Wort aṅgahāraiḥ tathaiva anyā kovalaiḥ eine andere ebenso mit anmutigen Körperbewegungen nṛtta śālinī in Tanzkunst geübt vinyasta śubha sarva aṅgī mit hingelegten, schönen Gliedern prasuptā vara varṇinī schlief, von edler Farbe kācit vīṇām pariṣvajya prasuptā samprakāśate | mahā nadī prakīrṇā iva nalinī potam āśritā
Eine, die Vīṇā umarmend, schlief da, erstrahlend, wie eine Lotuspflanze, die auf ein von einem großen Fluss verstreutes Boot geraten ist.
Wort für Wort kācit vīṇām pariṣvajya eine, die Vīṇā umarmend prasuptā samprakāśate schlief da, erstrahlend mahā nadī prakīrṇā iva wie von einem großen Fluss verstreut nalinī potam āśritā eine Lotuspflanze, die auf ein Boot geraten ist anyā kakṣa gatena eva maḍḍukena asita īkṣaṇā | prasuptā bhāminī bhāti bāla putrā iva vatsalā
Eine andere schöne Frau mit dunklen Augen, mit einer Handtrommel unter dem Arm, schlief da und erschien wie eine zärtliche Mutter mit ihrem kleinen Kind.
Wort für Wort anyā kakṣa gatena eva maḍḍukena eine andere mit einer unter dem Arm befindlichen Handtrommel asita īkṣaṇā mit dunklen Augen prasuptā bhāminī bhāti schlief die schöne Frau da, erschien bāla putrā iva vatsalā wie eine zärtliche Mutter mit kleinem Kind paṭaham cāru sarva aṅgī pīḍya śete śubha stanī | cirasya ramaṇam labdhvā pariṣvajya iva kāminī
Eine an allen Gliedern anmutige, schönbrüstige Frau lag da, eine Handtrommel umschlingend, wie eine liebende Frau, die endlich ihren Geliebten gefunden und umarmt hat.
Wort für Wort paṭaham cāru sarva aṅgī die an allen Gliedern anmutige, eine Trommel pīḍya śete śubha stanī umschlingend lag die Schönbrüstige da cirasya ramaṇam labdhvā als hätte sie endlich ihren Geliebten gefunden pariṣvajya iva kāminī wie eine liebende Frau ihn umarmend kācit aṃśam pariṣvajya suptā kamala locanā | rahaḥ priyatamam gṛhya sakāmā iva ca kāminī
Eine lotusäugige Frau schlief, eine Schulter umarmend, wie eine liebende Frau, die im Verborgenen ihren Liebsten in Erfüllung ihrer Sehnsucht hält.
Wort für Wort kācit aṃśam pariṣvajya eine, eine Schulter umarmend suptā kamala locanā schlief, die Lotusäugige rahaḥ priyatamam gṛhya im Verborgenen ihren Liebsten haltend sakāmā iva ca kāminī wie eine begehrende, liebende Frau vipañcīm parigṛhya anyā niyatā nṛtta śālinī | nidrā vaśam anuprāptā saha kāntā iva bhāminī
Eine andere, in Tanzkunst geübte, disziplinierte, hielt ihre Vipañcī-Laute umfasst und war der Macht des Schlafes verfallen, wie eine schöne Frau mit ihrem Geliebten.
Wort für Wort vipañcīm parigṛhya anyā niyatā eine andere, disziplinierte, die Vipañcī umfassend nṛtta śālinī in Tanzkunst geübt nidrā vaśam anuprāptā der Macht des Schlafes verfallen saha kāntā iva bhāminī wie eine schöne Frau mit ihrem Geliebten anyā kanaka saṃkāśaiḥ mṛdu pīnaiḥ mano ramaiḥ | mṛdaṅgam paripīḍya aṅgaiḥ prasuptā matta locanā
Eine andere, mit trunkenen Augen, schlief, die Trommel mit ihren goldgleichen, weichen, kräftigen, herzerfreuenden Gliedern umschlingend.
Wort für Wort anyā kanaka saṃkāśaiḥ mṛdu pīnaiḥ mano ramaiḥ eine andere mit goldgleichen, weichen, kräftigen, herzerfreuenden Gliedern mṛdaṅgam paripīḍya aṅgaiḥ die Trommel mit ihren Gliedern umschlingend prasuptā matta locanā schlief, mit trunkenen Augen bhuja pārśva antarasthena kakṣagena kṛśa udarī | paṇavena saha anindyā suptā mada kṛta śramā
Eine untadelige, schlanke Frau, von Rausch ermüdet, schlief mit einer kleinen Trommel, die zwischen Arm und Seite unter der Achsel lag.
Wort für Wort bhuja pārśva antarasthena kakṣagena mit der zwischen Arm und Seite unter der Achsel liegenden kṛśa udarī die Schlankleibige paṇavena saha anindyā mit der kleinen Trommel, die Untadelige suptā mada kṛta śramā schlief, von Rausch ermüdet ḍiṇḍimam parigṛhya anyā tathaiva āsakta ḍiṇḍimā | prasuptā taruṇam vatsam upagūhya iva bhāminī
Eine andere hielt ihre kleine Handtrommel umfasst und schlief, ihre Trommel fest an sich gedrückt, wie eine schöne Frau, die ihr junges Kalb umarmt.
Wort für Wort ḍiṇḍimam parigṛhya anyā eine andere, die kleine Trommel umfassend tathaiva āsakta ḍiṇḍimā ebenso ihre Trommel fest an sich gedrückt prasuptā taruṇam vatsam upagūhya iva bhāminī schlief wie eine schöne Frau, die ihr junges Kalb umarmt kācit āḍambaram nārī bhuja saṃbhoga pīḍitam | kṛtvā kamala patra akṣī prasuptā mada mohitā
Eine Frau mit lotusblattgleichen Augen, von Rausch betört, schlief, nachdem sie ihre Āḍambara-Trommel im Umarmen ihrer Arme gedrückt hatte.
Wort für Wort kācit āḍambaram nārī eine Frau, die Āḍambara-Trommel bhuja saṃbhoga pīḍitam kṛtvā in der Umarmung ihrer Arme gedrückt habend kamala patra akṣī mit lotusblattgleichen Augen prasuptā mada mohitā schlief, von Rausch betört kalaśīm apaviddhya anyā prasuptā bhāti bhāminī | vasante puṣpa śabalā mālā iva parimārjitā
Eine andere schöne Frau, ihr Trinkgefäß beiseite geworfen, schlief da und erschien wie ein im Frühling gepflegter, blütenbunter Kranz.
Wort für Wort kalaśīm apaviddhya anyā eine andere, ihr Gefäß beiseite geworfen prasuptā bhāti bhāminī die schöne Frau schlief da, erschien vasante puṣpa śabalā im Frühling blütenbunt mālā iva parimārjitā wie ein gepflegter Kranz pāṇibhyām ca kucau kācit suvarṇa kalaśa upamau | upagūhya abalā suptā nidrā bala parājitā
Eine schwache Frau, von der Kraft des Schlafes überwältigt, schlief, mit ihren Händen ihre beiden, goldenen Krügen gleichenden Brüste umfassend.
Wort für Wort pāṇibhyām ca kucau kācit suvarṇa kalaśa upamau eine, mit den Händen ihre beiden goldkruggleichen Brüste upagūhya abalā suptā umfassend, schlief die schwache Frau nidrā bala parājitā von der Kraft des Schlafes überwältigt anyā kamala patra akṣī pūrṇa indu sadṛśa ānanā | anyām āliṅgya suśroṇī prasuptā mada vihvalā
Eine andere, mit lotusblattgleichen Augen, mit einem dem Vollmond gleichenden Gesicht, mit schönen Hüften, schlief, eine andere umarmend, von Rausch überwältigt.
Wort für Wort anyā kamala patra akṣī eine andere mit lotusblattgleichen Augen pūrṇa indu sadṛśa ānanā mit einem dem Vollmond gleichenden Gesicht anyām āliṅgya suśroṇī eine andere umarmend, die Schönhüftige prasuptā mada vihvalā schlief, von Rausch überwältigt ātodyāni vicitrāṇi pariṣvajya vara striyaḥ | nipīḍya ca kucaiḥ suptāḥ kāminyaḥ kāmukān iva
Die edlen Frauen, mannigfaltige Musikinstrumente umschlingend, schliefen, sie mit ihren Brüsten drückend, wie Liebende ihre Geliebten.
Wort für Wort ātodyāni vicitrāṇi pariṣvajya mannigfaltige Musikinstrumente umschlingend vara striyaḥ die edlen Frauen nipīḍya ca kucaiḥ suptāḥ schliefen, sie mit den Brüsten drückend kāminyaḥ kāmukān iva wie liebende Frauen ihre Geliebten tāsām eka anta vinyaste śayānām śayane śubhe | dadarśa rūpa saṃpannām aparām sa kapiḥ striyam
Unter jenen auf dem schönen Lager Schlafenden, an einem Ende liegend, sah der Affe eine weitere, an Schönheit vollkommene Frau.
Wort für Wort tāsām eka anta vinyaste unter jenen an einem Ende liegend śayānām śayane śubhe der auf dem schönen Lager Schlafenden dadarśa rūpa saṃpannām sah er, an Schönheit vollkommen aparām sa kapiḥ striyam eine weitere Frau, der Affe muktā maṇi samāyuktaiḥ bhūṣaṇaiḥ suvibhūṣitām | vibhūṣayantīm iva ca sva śriyā bhavana uttamam
wohlgeschmückt mit Schmuck aus Perlen und Juwelen, und die durch ihre eigene Schönheit gleichsam das vorzüglichste Gebäude schmückte.
Wort für Wort muktā maṇi samāyuktaiḥ bhūṣaṇaiḥ mit Schmuck aus Perlen und Juwelen suvibhūṣitām wohlgeschmückt vibhūṣayantīm iva ca sva śriyā und die gleichsam durch ihre eigene Schönheit schmückte bhavana uttamam das vorzüglichste Gebäude gaurīm kanaka varṇa ābhām iṣṭām antaḥ pura īśvarīm | kapiḥ manda udarīm tatra śayānām cāru rūpiṇīm
eine helle, goldfarben schimmernde, geliebte Herrin des inneren Gemachs — der Affe sah sie dort liegen, schlank am Leib, von anmutiger Gestalt.
Wort für Wort gaurīm kanaka varṇa ābhām eine helle, goldfarben schimmernde iṣṭām antaḥ pura īśvarīm geliebte Herrin des inneren Gemachs kapiḥ manda udarīm tatra śayānām der Affe sah sie dort liegen, schlank am Leib cāru rūpiṇīm von anmutiger Gestalt sa tām dṛṣṭvā mahā bāhuḥ bhūṣitām māruta ātmajaḥ | tarkayām āsa sītā iti rūpa yauvana saṃpadā
Der starkarmige Sohn des Windes, sie geschmückt erblickend, vermutete aufgrund ihrer Schönheit und jugendlichen Anmut: „Das ist Sītā!“
Wort für Wort sa tām dṛṣṭvā mahā bāhuḥ der Starkarmige, sie erblickend bhūṣitām māruta ātmajaḥ geschmückt, der Sohn des Windes tarkayām āsa sītā iti vermutete: „das ist Sītā“ rūpa yauvana saṃpadā aufgrund ihrer Schönheit und jugendlichen Vollkommenheit āsphoṭayām āsa cucumba puccham | nananda cikrīḍa jagau jagāma | stambhān arohat nipapāta bhūmau | nidarśayan svām prakṛtim kapīnām
Er klatschte mit den Armen, küsste seinen Schwanz, freute sich, spielte, sang, lief umher, stieg an Säulen empor, fiel zu Boden — und zeigte damit seine echte Affennatur.
Wort für Wort āsphoṭayām āsa cucumba puccham er klatschte mit den Armen, küsste seinen Schwanz nananda cikrīḍa jagau jagāma er freute sich, spielte, sang, lief umher stambhān arohat nipapāta bhūmau stieg an Säulen empor, fiel zu Boden nidarśayan svām prakṛtim kapīnām und zeigte damit seine eigene Affennatur
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