Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa
Sarga 42: Kimkara Vadhaḥ
Die Vernichtung der Kiṃkaras
tataḥ pakṣi ninādena vṛkṣa bhanga svanena ca |
babhūvuḥ trāsa sambhrāntāḥ sarve lankā nivāsinaḥ ||
Da gerieten, durch das Vogelgeschrei und den Lärm der berstenden Bäume, alle Bewohner Laṅkās in Schrecken und Verwirrung.
Wort für Wort tataḥ pakṣi ninādena da durch das Vogelgeschrei vṛkṣa bhanga svanena ca und durch den Lärm der berstenden Bäume babhūvuḥ trāsa sambhrāntāḥ gerieten in Schrecken und Verwirrung sarve lankā nivāsinaḥ alle Bewohner Laṅkās vidrutāḥ ca bhaya trastā vineduḥ mṛga pakṣuṇaḥ |
rakṣasām ca nimittāni krūrāṇi pratipedire ||
Von Furcht erschreckt, flohen und schrien die Tiere und Vögel; und den Rākṣasas erschienen grausame Vorzeichen.
Wort für Wort vidrutāḥ ca bhaya trastā geflohen und von Furcht erschreckt vineduḥ mṛga pakṣuṇaḥ schrien die Tiere und Vögel rakṣasām ca nimittāni krūrāṇi pratipedire und den Rākṣasas erschienen grausame Vorzeichen tato gatāyām nidrāyām rākṣasyo vikṛta ānanāḥ |
tat vanam dadṛśuḥ bhagnam tam ca vīram mahākapim ||
Als dann der Schlaf gewichen war, erblickten die Rākṣasīs mit den entstellten Gesichtern jenen zerstörten Garten und jenen Helden, den großen Affen.
Wort für Wort tato gatāyām nidrāyām als dann der Schlaf gewichen war rākṣasyo vikṛta ānanāḥ die Rākṣasīs mit entstellten Gesichtern tat vanam dadṛśuḥ bhagnam erblickten jenen zerstörten Garten tam ca vīram mahākapim und jenen Helden, den großen Affen sa tā dṛṣṭva mahābāhuḥ mahāsattvo mahābalaḥ |
cakāra sumahat rūpam rākṣasīnām bhaya āvaham ||
Als der Starkarmige, der Hochgesinnte, der von großer Kraft, sie erblickte, nahm er eine überaus gewaltige Gestalt an, die den Rākṣasīs Furcht einflößte.
Wort für Wort sa tā dṛṣṭva er, sie erblickend mahābāhuḥ mahāsattvo mahābalaḥ der Starkarmige, Hochgesinnte, von großer Kraft cakāra sumahat rūpam nahm eine überaus gewaltige Gestalt an rākṣasīnām bhaya āvaham die den Rākṣasīs Furcht einflößte tataḥ tam giri samkāśam atikāyam mahābalam |
rākṣasyo vānaram dṛṣṭvā papracchuḥ janaka ātmajām ||
Da fragten die Rākṣasīs, als sie den bergesgleichen, riesigen, gewaltigen Affen erblickten, die Tochter Janakas:
Wort für Wort tataḥ tam giri samkāśam dann jenen bergesgleichen atikāyam mahābalam riesigen, gewaltigen rākṣasyo vānaram dṛṣṭvā die Rākṣasīs, den Affen erblickend papracchuḥ janaka ātmajām fragten die Tochter Janakas ko ayam kasya kuto vā ayam kim nimittam iha āgataḥ |
katham tvayā saha anena samvādaḥ kṛta iti uta ||
'Wer ist dieser, wessen ist er, und woher ist er, aus welchem Grund ist er hierher gekommen? Und wie kam es, dass du mit ihm ein Gespräch geführt hast?'
Wort für Wort ko ayam kasya kuto vā ayam wer ist dieser, wessen, von woher kim nimittam iha āgataḥ aus welchem Grund hierher gekommen katham tvayā saha anena samvādaḥ kṛta iti uta und wie kam es, dass mit ihm ein Gespräch geführt wurde ācakṣva no viśāla akṣi mā bhūt te subhage bhayam |
samvādam asita apānge tvayā kim kṛtavān ayam ||
'Sage es uns, o Großäugige, Furcht soll dir nicht widerfahren, du Glückliche; welches Gespräch, o Schwarzäugige, hat er mit dir geführt?'
Wort für Wort ācakṣva no viśāla akṣi sage es uns, o Großäugige mā bhūt te subhage bhayam Furcht soll dir nicht widerfahren, du Glückliche samvādam asita apānge welches Gespräch, o Schwarzäugige tvayā kim kṛtavān ayam hat er mit dir geführt atha abravīt tadā sādhvī sītā sarva anga śobhanā |
rakṣasām kāma rūpāṇām vijñāne mama kā gatiḥ ||
Da sprach damals die Tugendhafte, Sītā, an allen Gliedern schön: 'Welche Möglichkeit habe ich, Rākṣasas zu erkennen, die nach Belieben ihre Gestalt wechseln?'
Wort für Wort atha abravīt tadā sādhvī sītā da sprach damals die Tugendhafte, Sītā sarva anga śobhanā an allen Gliedern schön rakṣasām kāma rūpāṇām vijñāne beim Erkennen von Rākṣasas, die nach Belieben ihre Gestalt wechseln mama kā gatiḥ welche Möglichkeit habe ich yūyam eva asya jānīta yo ayam yat vā kariṣyati |
ahiḥ eva aheḥ pādān vijānāti na saṃśayaḥ ||
'Ihr selbst mögt wissen, wer dieser ist und was er tun wird; nur eine Schlange erkennt die Füße einer anderen Schlange, kein Zweifel.'
Wort für Wort yūyam eva asya jānīta ihr selbst mögt wissen yo ayam yat vā kariṣyati wer dieser ist und was er tun wird ahiḥ eva aheḥ pādān vijānāti nur eine Schlange erkennt die Füße einer Schlange na saṃśayaḥ kein Zweifel aham api asya bhītā asmi na enam jānāmi ko anvayam |
vedmi rākṣasam eva enam kāma rūpiṇam āgatam ||
'Ich selbst fürchte mich vor ihm; ich weiß nicht, welcher Abstammung er ist; ich erkenne nur, dass er ein Rākṣasa ist, gestaltwandelnd hierher gekommen.'
Wort für Wort aham api asya bhītā asmi ich selbst fürchte mich vor ihm na enam jānāmi ko anvayam ich weiß nicht, welcher Abstammung er ist vedmi rākṣasam eva enam ich erkenne, dass er ein Rākṣasa ist kāma rūpiṇam āgatam gestaltwandelnd hergekommen vaidehyā vacanam śrutvā rākṣasyo vidrutā drutam |
sthitāḥ kāścit gatāḥ kāścit rāvaṇāya niveditum ||
Nachdem sie Vaidehīs Wort gehört hatten, flohen die Rākṣasīs eilends; manche blieben stehen, manche gingen, um es Rāvaṇa zu berichten.
Wort für Wort vaidehyā vacanam śrutvā nachdem sie Vaidehīs Wort gehört hatten rākṣasyo vidrutā drutam flohen die Rākṣasīs eilends sthitāḥ kāścit gatāḥ kāścit manche blieben, manche gingen rāvaṇāya niveditum um es Rāvaṇa zu berichten rāvaṇasya samīpe tu rākṣasyo vikṛta ānanāḥ |
virūpam vānaram bhīmam ākhyatum upacakramuḥ ||
Doch in Rāvaṇas Nähe begannen die Rākṣasīs mit den entstellten Gesichtern von dem missgestalteten, furchtbaren Affen zu berichten.
Wort für Wort rāvaṇasya samīpe tu doch in Rāvaṇas Nähe rākṣasyo vikṛta ānanāḥ die Rākṣasīs mit entstellten Gesichtern virūpam vānaram bhīmam von dem missgestalteten, furchtbaren Affen ākhyatum upacakramuḥ begannen zu berichten aśoka vanikā madhye rājan bhīma vapuḥ kapiḥ |
sītayā kṛta samvādaḥ tiṣṭhati amita vikramaḥ ||
'Inmitten des Aśoka-Gartens, o König, steht ein Affe von furchtbarer Gestalt, der mit Sītā ein Gespräch geführt hat, von unermesslicher Kraft.'
Wort für Wort aśoka vanikā madhye rājan inmitten des Aśoka-Gartens, o König bhīma vapuḥ kapiḥ ein Affe von furchtbarer Gestalt sītayā kṛta samvādaḥ der mit Sītā ein Gespräch geführt hat tiṣṭhati amita vikramaḥ steht dort, von unermesslicher Kraft na ca tam jānakī sītā harim hariṇa locaṇā |
asmābhiḥ bahudhā pṛṣṭā nivedayitum icchati ||
'Und obwohl wir Jānakī Sītā, die Rehäugige, vielfach gefragt haben, will sie nicht offenbaren, wer dieser Affe ist.'
Wort für Wort na ca tam jānakī sītā harim und Jānakī Sītā über diesen Affen nicht hariṇa locaṇā die Rehäugige asmābhiḥ bahudhā pṛṣṭā von uns vielfach gefragt nivedayitum icchati will es offenbaren vāsavasya bhavet dūto dūto vaiśravaṇasya vā |
preṣito vā api rāmeṇa sītā anveṣaṇa kānkṣayā ||
'Er mag ein Bote Indras sein, oder ein Bote Vaiśravaṇas, oder auch von Rāma entsandt, im Verlangen, nach Sītā zu suchen.'
Wort für Wort vāsavasya bhavet dūto er mag ein Bote Indras sein dūto vaiśravaṇasya vā oder ein Bote Vaiśravaṇas preṣito vā api rāmeṇa oder auch von Rāma entsandt sītā anveṣaṇa kānkṣayā im Verlangen, nach Sītā zu suchen tena tvat bhūta rūpeṇa yat tat tava mano haram |
nānā mṛga gaṇa ākīrṇam pramṛṣṭam pramadā vanam ||
'Von ihm, der so gewaltige Gestalt angenommen hat, wurde jener Lustgarten, dein Herz erfreuend, reich an mancherlei Tierscharen, zerstört.'
Wort für Wort tena tvat bhūta rūpeṇa von ihm, der eine solche Gestalt angenommen hat yat tat tava mano haram der, dein Herz erfreuend nānā mṛga gaṇa ākīrṇam reich an mancherlei Tierscharen pramṛṣṭam pramadā vanam der Lustgarten wurde zerstört na tatra kaścit uddeśo yaḥ tena na vināśitaḥ |
yatra sā jānakī sītā sa tena na vināśitaḥ ||
'Es gibt dort keinen Ort, der nicht von ihm zerstört worden wäre; nur der Ort, wo Jānakī Sītā weilt, der wurde von ihm nicht zerstört.'
Wort für Wort na tatra kaścit uddeśo es gibt dort keinen Ort yaḥ tena na vināśitaḥ der nicht von ihm zerstört worden wäre yatra sā jānakī sītā wo jene Jānakī Sītā ist sa tena na vināśitaḥ der wurde von ihm nicht zerstört jānakī rakṣaṇa artham vā śramāt vā na upalabhyate |
athavā kaḥ śramaḥ tasya sā eva tena abhirakṣitā ||
'Sei es um Jānakī zu schützen, sei es aus Erschöpfung – man weiß es nicht; oder welche Mühe wäre es ihm auch – sie eben wurde von ihm bewahrt.'
Wort für Wort jānakī rakṣaṇa artham vā sei es um Jānakī zu schützen śramāt vā na upalabhyate oder aus Erschöpfung, man weiß es nicht athavā kaḥ śramaḥ tasya oder welche Mühe wäre es ihm sā eva tena abhirakṣitā sie eben wurde von ihm bewahrt cāru pallava patra āḍhyam yam sītā svayam āsthitā |
pravṛddhaḥ śiṃśapā vṛkṣaḥ sa ca tena abhirakṣitaḥ ||
'Der Śiṃśapā-Baum, reich an schönen Trieben und Blättern, hochgewachsen, unter dem Sītā selbst weilte – auch der wurde von ihm bewahrt.'
Wort für Wort cāru pallava patra āḍhyam reich an schönen Trieben und Blättern yam sītā svayam āsthitā unter dem Sītā selbst weilte pravṛddhaḥ śiṃśapā vṛkṣaḥ der hochgewachsene Śiṃśapā-Baum sa ca tena abhirakṣitaḥ auch der wurde von ihm bewahrt tasya ugra rūpasya ugram tvam daṇḍam ājñātum arhasi |
sītā sambhāṣitā yena tat vanam ca vināśitam ||
'Über jenen von schrecklicher Gestalt, der Sītā angesprochen und den Garten zerstört hat, sollst du eine strenge Strafe verhängen.'
Wort für Wort tasya ugra rūpasya über jenen von schrecklicher Gestalt ugram tvam daṇḍam ājñātum arhasi sollst du eine strenge Strafe verhängen sītā sambhāṣitā yena von dem Sītā angesprochen wurde tat vanam ca vināśitam und der Garten zerstört wurde manaḥ parigṛhītām tām tava rakṣo gaṇa īśvara |
kaḥ sītām abhibhāṣeta yo na syāt tyakta jīvitaḥ ||
'O Herrscher der Rākṣasa-Scharen, wer könnte Sītā, die von deinem Herzen erfasst ist, ansprechen, ohne sein Leben verwirkt zu haben?'
Wort für Wort manaḥ parigṛhītām tām sie, von deinem Herzen erfasst tava rakṣo gaṇa īśvara o Herrscher deiner Rākṣasa-Scharen kaḥ sītām abhibhāṣeta wer könnte Sītā ansprechen yo na syāt tyakta jīvitaḥ ohne sein Leben verwirkt zu haben rākṣasīnām vacaḥ śrutvā rāvaṇo rākṣasa īśvaraḥ |
huta agiḥ iva jajvāla kopa samvartita īkṣaṇaḥ ||
Nachdem er das Wort der Rākṣasīs gehört hatte, loderte Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas, wie ein Opferfeuer auf, seine Augen vor Zorn zusammengezogen.
Wort für Wort rākṣasīnām vacaḥ śrutvā nachdem er das Wort der Rākṣasīs gehört hatte rāvaṇo rākṣasa īśvaraḥ Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas huta agiḥ iva jajvāla loderte wie ein Opferfeuer auf kopa samvartita īkṣaṇaḥ seine Augen vor Zorn zusammengezogen tasya kruddhasya netrābhyām prāpatannasrabindavaḥ |
dīptābhyāmiva jajvāla kopasaṃvartitekṣaṇaḥ ||
Aus den Augen des Zornigen fielen Blutstropfen; wie aus lodernden Augen brannte er, seine Blicke vor Zorn zusammengezogen.
Wort für Wort tasya kruddhasya netrābhyām aus den Augen des Zornigen prāpatan asra bindavaḥ fielen Blutstropfen dīptābhyām iva jajvāla wie aus lodernden Augen brannte er kopa saṃvartita īkṣaṇaḥ seine Blicke vor Zorn zusammengezogen ātmanaḥ sadṛśān śūrān kimkarān nāma rākṣasān |
vyādideśa mahātejā nigraha artham hanūmataḥ ||
Der Glanzvolle befahl seinen eigenen tapferen, ihm ebenbürtigen Rākṣasas, genannt Kiṃkaras, Hanumān zu ergreifen.
Wort für Wort ātmanaḥ sadṛśān śūrān seinen eigenen ebenbürtigen tapferen kimkarān nāma rākṣasān den Rākṣasas namens Kiṃkaras vyādideśa mahātejā befahl der Glanzvolle nigraha artham hanūmataḥ um Hanumān zu ergreifen teṣām aśīti sāhasram kimkarāṇām tarasvinām |
niryayuḥ bhavanāt tasmāt kūṭa mudgara pāṇayaḥ ||
mahāudarā mahādamṣṭrā ghora rūpā mahābalāḥ |
yuddha abhimanasaḥ sarve hanūmat grahaṇa unmukhāḥ ||
Von ihnen zogen achtzigtausend geschwinde Kiṃkaras aus jenem Palast aus, Keulen und Hämmer in den Händen; mit gewaltigen Bäuchen, gewaltigen Reißzähnen, furchtbarer Gestalt und großer Kraft, alle kampfeslustig, bereit, Hanumān zu ergreifen.
Wort für Wort teṣām aśīti sāhasram kimkarāṇām tarasvinām von ihnen achtzigtausend geschwinde Kiṃkaras niryayuḥ bhavanāt tasmāt zogen aus jenem Palast aus kūṭa mudgara pāṇayaḥ Keulen und Hämmer in den Händen mahāudarā mahādamṣṭrā mit gewaltigen Bäuchen, gewaltigen Reißzähnen ghora rūpā mahābalāḥ furchtbarer Gestalt, großer Kraft yuddha abhimanasaḥ sarve alle kampfeslustig hanūmat grahaṇa unmukhāḥ bereit, Hanumān zu ergreifen te kapim tam samāsādya toraṇastham avasthitam |
abhipetuḥ mahāvegāḥ patangā iva pāvakam ||
Jene stürzten sich, mit gewaltiger Geschwindigkeit, auf den Affen, der beim Torbogen stand, wie Motten ins Feuer.
Wort für Wort te kapim tam samāsādya jene, auf den Affen sich stürzend toraṇastham avasthitam der beim Torbogen stand abhipetuḥ mahāvegāḥ stürzten sich mit gewaltiger Geschwindigkeit patangā iva pāvakam wie Motten ins Feuer te gadābhiḥ vicitrābhiḥ parighaiḥ kāncana angadaiḥ |
ājaghnuḥ vānara śreṣṭham śaraiḥ āditya samnibhaiḥ ||
Sie schlugen den Besten der Affen mit bunten Keulen, mit eisernen Stangen, mit goldenen Armreifen und mit sonnengleichen Pfeilen.
Wort für Wort te gadābhiḥ vicitrābhiḥ sie mit bunten Keulen parighaiḥ kāncana angadaiḥ mit eisernen Stangen, mit goldenen Armreifen ājaghnuḥ vānara śreṣṭham schlugen den Besten der Affen śaraiḥ āditya samnibhaiḥ mit sonnengleichen Pfeilen mudgaraiḥ paṭṭisaiḥ śūlaiḥ prāsatomaraśaktibhiḥ |
parivārya hanūmantaṃ sahasā tasthuragrataḥ ||
Mit Hämmern, Streitäxten, Speeren, Wurfspießen, Lanzen und Wurfpfeilen umringten sie Hanumān und standen plötzlich vor ihm.
Wort für Wort mudgaraiḥ paṭṭisaiḥ śūlaiḥ mit Hämmern, Streitäxten, Speeren prāsa tomara śaktibhiḥ mit Wurfspießen, Lanzen, Wurfpfeilen parivārya hanūmantaṃ Hanumān umringend sahasā tasthuragrataḥ standen plötzlich vor ihm hanūmān api tejasvī śrīmān parvata samnibhaḥ |
kṣitāv āvidhya lāngūlam nanāda ca mahāsvanam ||
Hanumān aber, der Glanzvolle, der Herrliche, einem Berge gleich, schlug seinen Schweif auf die Erde und stieß ein gewaltiges Gebrüll aus.
Wort für Wort hanūmān api tejasvī śrīmān Hanumān aber, der Glanzvolle, der Herrliche parvata samnibhaḥ einem Berge gleich kṣitāv āvidhya lāngūlam seinen Schweif auf die Erde schlagend nanāda ca mahāsvanam stieß ein gewaltiges Gebrüll aus sa bhūtvā sumahākāyo hanumān mārutātmajaḥ |
dhṛṣṭamāsphoṭayāmāsa laṅkām śabdena pūrayan ||
Er, Hanumān, der Sohn des Windgottes, zu überaus gewaltiger Gestalt geworden, schlug kühn auf seine Arme und erfüllte Laṅkā mit seinem Ruf.
Wort für Wort sa bhūtvā sumahākāyo er, zu überaus gewaltiger Gestalt geworden hanumān mārutātmajaḥ Hanumān, der Sohn des Windgottes dhṛṣṭamāsphoṭayāmāsa schlug kühn auf seine Arme laṅkām śabdena pūrayan Laṅkā mit dem Schall erfüllend tasyasphoṭitaśabdena mahatā sānunādinā |
peturvihaṅgā gaganāduccaiścedamaghoyat ||
Durch den gewaltigen, widerhallenden Schall seines Armschlagens fielen Vögel vom Himmel herab, und er verkündete laut folgendes:
Wort für Wort tasya sphoṭita śabdena mahatā durch den gewaltigen Schall seines Armschlagens sānunādinā widerhallend petur vihaṅgā gaganāt Vögel fielen vom Himmel uccaiḥ ca idam aghoṣayat und laut verkündete er folgendes jayatyatibalo rāmo lakṣmaṇaśca mahābalaḥ |
rājā jayati sugrīvo rāghaveṇābhipālitaḥ ||
'Es siege der überaus kraftvolle Rāma, und Lakṣmaṇa, der Gewaltige; es siege König Sugrīva, von Rāghava beschützt!'
Wort für Wort jayatyatibalo rāmo es siege der überaus kraftvolle Rāma lakṣmaṇaśca mahābalaḥ und Lakṣmaṇa, der Gewaltige rājā jayati sugrīvo es siege König Sugrīva rāghaveṇābhipālitaḥ von Rāghava beschützt dāso.aham kosalendrasya rāmasyākliṣṭakarmaṇaḥ |
hanumān śatrusainyānām nihantā mārutātmajaḥ ||
'Ich bin der Diener des Herrn von Kosala, Rāmas, dessen Werk unbehindert bleibt; ich, Hanumān, der Sohn des Windgottes, der Vernichter der feindlichen Heere.'
Wort für Wort dāso.aham kosalendrasya ich bin der Diener des Herrn von Kosala rāmasyākliṣṭakarmaṇaḥ Rāmas, dessen Werk unbehindert bleibt hanumān śatrusainyānām nihantā Hanumān, der Vernichter der feindlichen Heere mārutātmajaḥ der Sohn des Windgottes na rāvaṇasahasram me yuddhe pratibalaṃ bhavet |
śilābhistu praharataḥ pādapaiśca sahasraśaḥ ||
'Nicht tausend Rāvaṇas wären mir im Kampf ebenbürtig, wenn ich mit Felsblöcken und Bäumen zu Tausenden zuschlage.'
Wort für Wort na rāvaṇasahasram me nicht tausend Rāvaṇas wären mir yuddhe pratibalaṃ bhavet im Kampf ebenbürtig śilābhistu praharataḥ wenn ich mit Felsblöcken zuschlage pādapaiśca sahasraśaḥ und mit Bäumen zu Tausenden ardayitvā purīm laṅkāmabhivādya ca maithilīm |
samṛddhārtho gamiṣyāmi miṣatām sarvarakṣasām ||
'Nachdem ich die Stadt Laṅkā verwüstet und Maithilī gegrüßt habe, werde ich, mein Ziel erreicht, gehen, vor den Augen aller Rākṣasas.'
Wort für Wort ardayitvā purīm laṅkām nachdem ich die Stadt Laṅkā verwüstet habe abhivādya ca maithilīm und Maithilī gegrüßt habe samṛddhārtho gamiṣyāmi werde ich, mein Ziel erreicht, gehen miṣatām sarvarakṣasām vor den Augen aller Rākṣasas tasya sannāda śabdena te abhavan bhaya śankitāḥ |
dadṛśuḥ ca hanūmantam saṃdhyā megham iva unnatam ||
Durch den Schall seines Gebrülls wurden sie von Furcht befallen; und sie erblickten Hanumān, hochragend wie eine Abendwolke.
Wort für Wort tasya sannāda śabdena durch den Schall seines Gebrülls te abhavan bhaya śankitāḥ wurden sie von Furcht befallen dadṛśuḥ ca hanūmantam und sie erblickten Hanumān saṃdhyā megham iva unnatam hochragend wie eine Abendwolke svāmi saṃdeśa nihśankāḥ tataḥ te rākṣasāḥ kapim |
citraiḥ praharaṇaiḥ bhīmaiḥ abhipetuḥ tataḥ tataḥ ||
Ohne Zögern, dem Befehl ihres Herrn folgend, stürzten sich da jene Rākṣasas mit mancherlei furchtbaren Waffen von allen Seiten auf den Affen.
Wort für Wort svāmi saṃdeśa nihśankāḥ ohne Zögern, dem Befehl ihres Herrn folgend tataḥ te rākṣasāḥ kapim da jene Rākṣasas auf den Affen citraiḥ praharaṇaiḥ bhīmaiḥ mit mancherlei furchtbaren Waffen abhipetuḥ tataḥ tataḥ stürzten sich von allen Seiten sa taiḥ parivṛtaḥ śūraiḥ sarvataḥ sa mahābalaḥ |
āsasāda āyasam bhīmam parigham toraṇa āśritam ||
Er, von jenen Helden von allen Seiten umringt, der Gewaltige, ergriff die furchtbare eiserne Torstange, die am Torbogen stand.
Wort für Wort sa taiḥ parivṛtaḥ śūraiḥ sarvataḥ er, von jenen Helden von allen Seiten umringt sa mahābalaḥ er, der Gewaltige āsasāda āyasam bhīmam parigham ergriff die furchtbare eiserne Torstange toraṇa āśritam die am Torbogen stand sa tam parigham ādāya jaghāna rajanī carān |
sa pannagam iva ādāya sphurantam vinatā sutaḥ |
vicacāra ambare vīraḥ parigṛhya ca mārutiḥ ||
sa hatvā rākṣasān vīraḥ kimkarān māruta ātmajaḥ |
yuddha ākānkṣī punaḥ vīraḥ toraṇam samupasthitaḥ ||
Er nahm jene Torstange und erschlug die Nachtwandler, wie Garuḍa, der Sohn Vinatās, eine sich windende Schlange packt und durch die Lüfte fährt, der Held. Nachdem er, der Held, der Sohn des Windgottes, die Rākṣasas, die Kiṃkaras, erschlagen hatte, näherte sich der Held, weiterhin kampfbegierig, wieder dem Torbogen.
Wort für Wort sa tam parigham ādāya er, jene Torstange nehmend jaghāna rajanī carān erschlug die Nachtwandler sa pannagam iva ādāya sphurantam vinatā sutaḥ wie Garuḍa, der Sohn Vinatās, eine sich windende Schlange packend vicacāra ambare vīraḥ parigṛhya ca mārutiḥ fuhr der Held, der Sohn des Windgottes, sie ergreifend, durch die Lüfte sa hatvā rākṣasān vīraḥ kimkarān māruta ātmajaḥ er, der Held, der Sohn des Windgottes, nachdem er die Rākṣasa-Kiṃkaras erschlagen hatte yuddha ākānkṣī punaḥ vīraḥ toraṇam samupasthitaḥ kampfbegierig näherte sich der Held wieder dem Torbogen tataḥ tasmāt bhayān muktāḥ katicit tatra rākṣasāḥ |
nihatān kimkarān sarvān rāvaṇāya nyavedayan ||
Da berichteten einige Rākṣasas, die jener Gefahr entkommen waren, Rāvaṇa, dass alle Kiṃkaras erschlagen worden seien.
Wort für Wort tataḥ tasmāt bhayān muktāḥ da, jener Gefahr entkommen katicit tatra rākṣasāḥ einige Rākṣasas dort nihatān kimkarān sarvān dass alle Kiṃkaras erschlagen worden seien rāvaṇāya nyavedayan berichteten sie Rāvaṇa sa rākṣasānām nihatam mahābalam |
niśamya rājā parivṛtta locanaḥ |
samādideśa apratimam parākrame |
prahasta putram samare sudurjayam ||
Als der König vernahm, dass das gewaltige Heer der Rākṣasas erschlagen war, mit rollenden Augen, befahl er dem Sohn Prahastas, dem an Tapferkeit Unvergleichlichen, dem im Kampf schwer zu Besiegenden.
Wort für Wort sa rākṣasānām nihatam mahābalam dass das gewaltige Heer der Rākṣasas erschlagen war niśamya rājā parivṛtta locanaḥ vernehmend, der König, mit rollenden Augen samādideśa apratimam parākrame befahl er dem an Tapferkeit Unvergleichlichen prahasta putram samare sudurjayam dem Sohn Prahastas, dem im Kampf schwer zu Besiegenden
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