Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Sundarakāṇḍa

Sarga 52: Vibhīṣaṇa Vākyam Vibhīṣaṇas Rat

tasya tat vacanam śrutvā vānarasya mahātmanaḥ | ājñāpayat vadham tasya rāvaṇaḥ krodha mūrcitaḥ ||

Nachdem er jenes Wort des hochgesinnten Affen vernommen hatte, befahl Rāvaṇa, von Zorn überwältigt, dessen Tod.

Wort für Wort
tasya tat vacanam śrutvā
nachdem er jenes Wort von ihm vernommen hatte
vānarasya mahātmanaḥ
des hochgesinnten Affen
ājñāpayat vadham tasya
er befahl dessen Tod
rāvaṇaḥ krodha mūrcitaḥ
Rāvaṇa, von Zorn überwältigt

vadhe tasya samājñapte rāvaṇena durātmanā | niveditavato dautyam na anumene vibhīṣaṇaḥ ||

Als dessen Tod von dem bösgesinnten Rāvaṇa angeordnet worden war, billigte Vibhīṣaṇa dies nicht – für einen, der die Botenpflicht erfüllt hatte.

Wort für Wort
vadhe tasya samājñapte
als dessen Tod angeordnet war
rāvaṇena durātmanā
von dem bösgesinnten Rāvaṇa
niveditavato dautyam
für den, der die Botschaft überbracht hatte
na anumene vibhīṣaṇaḥ
billigte Vibhīṣaṇa nicht

tam rakṣo adhipatim kruddham tac ca kāryam upasthitam | viditvā cintayāmāsa kāryam kārya vidhau sthitaḥ ||

Jenen zornigen Herrn der Rākṣasas und die anstehende Angelegenheit erkennend, bedachte er, in der rechten Handlungsweise stehend, die Sache.

Wort für Wort
tam rakṣo adhipatim kruddham
jenen zornigen Herrn der Rākṣasas
tac ca kāryam upasthitam
und jene anstehende Angelegenheit
viditvā cintayāmāsa
erkennend, bedachte er
kāryam kārya vidhau sthitaḥ
die Sache, in der rechten Handlungsweise stehend

niścita arthaḥ tataḥ sāmnā āpūjya śatrujit agrajam | uvāca hitam atyartham vākyam vākya viśāradaḥ ||

Zu einem Entschluss gelangt, ehrte er darauf mit versöhnlichen Worten den älteren Bruder, den Bezwinger der Feinde, und sprach, der Redekundige, ein überaus heilsames Wort.

Wort für Wort
niścita arthaḥ tataḥ
darauf, zu einem Entschluss gelangt
sāmnā āpūjya
mit versöhnlichem Wort ehrend
śatrujit agrajam
den älteren Bruder, den Feindbezwinger
uvāca hitam atyartham vākyam
sprach ein überaus heilsames Wort
vākya viśāradaḥ
der Redekundige

kṣamasva roṣam tyaja rākṣasendra | prasīda madvākyamidam śṛṇuṣva | vadham na kurvanti parāvarajñā | dūtasya santo vasudhādhipendrāḥ ||

Übe Nachsicht, lege den Zorn ab, o Herrscher der Rākṣasas! Sei gnädig, höre dieses mein Wort: Die Guten unter den Herrschern der Erde, kundig des Höheren und Niederen, töten keinen Boten.

Wort für Wort
kṣamasva roṣam tyaja
übe Nachsicht, lege den Zorn ab
rākṣasendra
o Herrscher der Rākṣasas
prasīda madvākyamidam śṛṇuṣva
sei gnädig, höre dieses mein Wort
vadham na kurvanti
sie verüben nicht den Tod
parāvarajñā dūtasya
kundig des Höheren und Niederen, eines Boten
santo vasudhādhipendrāḥ
die guten Herrscher der Erde

rājan dharma viruddham ca loka vṛtteḥ ca garhitam | tava ca asadṛśam vīra kapeḥ asya pramāpaṇam ||

O König, dem Dharma widerstrebend und vom Weltbrauch getadelt und deiner unwürdig, o Held, ist die Tötung dieses Affen.

Wort für Wort
rājan
o König
dharma viruddham ca
und dem Dharma widerstrebend
loka vṛtteḥ ca garhitam
und vom Weltbrauch getadelt
tava ca asadṛśam vīra
und deiner unwürdig, o Held
kapeḥ asya pramāpaṇam
die Tötung dieses Affen

dharmajñśca kṛtajñśca rājadharmaviśāradaḥ | parāvarajño bhūtānām tvameva paramārthavit ||

Du bist dharmakundig, dankbar und kundig des Königs-Dharma; kundig des Höheren und Niederen der Wesen bist du allein der Kenner des höchsten Sinnes.

Wort für Wort
dharmajñśca kṛtajñśca
dharmakundig und dankbar
rājadharmaviśāradaḥ
kundig des Königs-Dharma
parāvarajño bhūtānām
kundig des Höheren und Niederen der Wesen
tvameva paramārthavit
du allein bist Kenner des höchsten Sinns

gṛhyante yadi roṣeṇa tvādṛśo.api vipaścitaḥ | tataḥ śāstravipaścittvam śrama eva hi kevalam ||

Wenn selbst ein deinesgleichen Weiser vom Zorn ergriffen wird, dann ist die Weisheit der Lehrschriften wahrlich nur vergebliche Mühe.

Wort für Wort
gṛhyante yadi roṣeṇa
wenn sie vom Zorn ergriffen werden
tvādṛśo.api vipaścitaḥ
selbst ein deinesgleichen Weiser
tataḥ śāstravipaścittvam
dann die Kenntnis der Lehrschriften
śrama eva hi kevalam
ist wahrlich nur vergebliche Mühe

tasmātprasīda śatrughna rākṣasendra durāsada | tataḥ śāstravipaścittvam śrama eva hi kevalm ||

Darum sei gnädig, o Feindevernichter, unnahbarer Herrscher der Rākṣasas – sonst ist die Kenntnis der Lehrschriften wahrlich nur vergebliche Mühe.

Wort für Wort
tasmātprasīda
darum sei gnädig
śatrughna rākṣasendra durāsada
o Feindevernichter, unnahbarer Herrscher der Rākṣasas
tataḥ śāstravipaścittvam
sonst die Kenntnis der Lehrschriften
śrama eva hi kevalam
wahrlich nur vergebliche Mühe

vibhīṣaṇavacaḥ śrutvā rāvaṇo rākṣaseśvaraḥ | roṣeṇa mahatāviṣṭo vākyamuttaramabravīt ||

Nachdem Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas, Vibhīṣaṇas Wort vernommen hatte, von großem Zorn erfüllt, sprach er eine Erwiderung.

Wort für Wort
vibhīṣaṇavacaḥ śrutvā
Vibhīṣaṇas Wort vernehmend
rāvaṇo rākṣaseśvaraḥ
Rāvaṇa, der Herrscher der Rākṣasas
roṣeṇa mahatāviṣṭo
von großem Zorn erfüllt
vākyamuttaramabravīt
sprach eine Erwiderung

na pāpānām vadhe pāpam vidyate śatrusūdana | tasmādenam vadhiṣyāmi vānaram pāpacāriṇam ||

In der Tötung von Übeltätern liegt kein Übel, o Feindevernichter; darum werde ich diesen Affen, der Übles tut, töten.

Wort für Wort
na pāpānām vadhe pāpam
in der Tötung von Übeltätern kein Übel
vidyate śatrusūdana
ist vorhanden, o Feindevernichter
tasmādenam vadhiṣyāmi
darum werde ich diesen töten
vānaram pāpacāriṇam
den Affen, der Übles tut

adharmamūlam bahudoṣayukta | manāryajuṣṭam vacanam niśamya | uvāca vākyam paramārthatattvam | vibhīṣaṇo buddhimatām variṣṭhaḥ ||

Nachdem er das im Unrecht wurzelnde, fehlerreiche, den Edlen nicht geziemende Wort vernommen hatte, sprach Vibhīṣaṇa, der Erste der Weisen, ein Wort von höchster Wahrheit.

Wort für Wort
adharmamūlam bahudoṣayukta
im Unrecht wurzelnd, fehlerreich
manāryajuṣṭam vacanam
das den Edlen nicht geziemende Wort
niśamya
vernehmend
uvāca vākyam paramārthatattvam
sprach ein Wort von höchster Wahrheit
vibhīṣaṇo buddhimatām variṣṭhaḥ
Vibhīṣaṇa, der Erste der Weisen

prasīda laṅkeśvara rākṣasendra | dharmārthayuktam vacanam śṛṇuṣva | dūtānavadhyān samayeṣu rājan | sarveṣu sarvatra vadanti santaḥ ||

Sei gnädig, o Herr von Laṅkā, Herrscher der Rākṣasas, höre ein mit Dharma und Nutzen verbundenes Wort: Boten seien unverletzlich in allen Übereinkünften, o König, so sagen die Guten überall und immer.

Wort für Wort
prasīda laṅkeśvara rākṣasendra
sei gnädig, o Herr von Laṅkā, Herrscher der Rākṣasas
dharmārthayuktam vacanam śṛṇuṣva
höre ein mit Dharma und Nutzen verbundenes Wort
dūtānavadhyān samayeṣu rājan
Boten seien unverletzlich in Übereinkünften, o König
sarveṣu sarvatra vadanti santaḥ
so sagen die Guten überall in allen

asaṃśayam śatruḥ ayam pravṛddhaḥ | kṛtam hi anena apriyam aprameyam | na dūta vadhyām pravadanti santo | dūtasya dṛṣṭā bahavo hi daṇḍāḥ ||

Ohne Zweifel ist dieser ein mächtig gewordener Feind, denn Unmessbares an Unliebem hat er getan; doch die Guten sagen nicht, dass ein Bote zu töten sei – viele Strafen für einen Boten sind bezeugt.

Wort für Wort
asaṃśayam śatruḥ ayam pravṛddhaḥ
ohne Zweifel ist dieser ein mächtig gewordener Feind
kṛtam hi anena apriyam aprameyam
denn Unmessbares an Unliebem ist von ihm getan
na dūta vadhyām pravadanti santo
die Guten sagen nicht, dass ein Bote zu töten sei
dūtasya dṛṣṭā bahavo hi daṇḍāḥ
viele Strafen für einen Boten sind bezeugt

vairūpyām angeṣu kaśa abhighāto | mauṇḍyam tathā lakṣmaṇa samnipātaḥ | etān hi dūte pravadanti daṇḍān | vadhaḥ tu dūtasya na naḥ śruto api ||

Entstellung der Glieder, Peitschenhieb, ebenso Kahlscheren und Brandzeichen – diese Strafen nennt man für einen Boten; doch die Tötung eines Boten haben wir nicht einmal gehört.

Wort für Wort
vairūpyām angeṣu
Entstellung an den Gliedern
kaśa abhighāto
Peitschenhieb
mauṇḍyam tathā lakṣmaṇa samnipātaḥ
ebenso Kahlscheren und Brandzeichen
etān hi dūte pravadanti daṇḍān
diese Strafen nennt man für einen Boten
vadhaḥ tu dūtasya
die Tötung eines Boten aber
na naḥ śruto api
haben wir nicht einmal gehört

katham ca dharma artha vinīta buddhiḥ | para avara pratyaya niścita arthaḥ | bhavat vidhaḥ kopa vaśe hi tiṣṭhet | kopam niyacchanti hi sattvavantaḥ ||

Und wie könnte einer, dessen Sinn in Dharma und Nutzen geschult ist, dessen Entschluss durch die Gewissheit über Höheres und Niederes gefestigt ist, deinesgleichen, in der Gewalt des Zorns verharren? Die Wesenhaften bezähmen wahrlich den Zorn.

Wort für Wort
katham ca
und wie
dharma artha vinīta buddhiḥ
dessen Sinn in Dharma und Nutzen geschult ist
para avara pratyaya niścita arthaḥ
dessen Entschluss durch Gewissheit über Höheres und Niederes gefestigt ist
bhavat vidhaḥ
einer deinesgleichen
kopa vaśe hi tiṣṭhet
könnte in der Gewalt des Zorns verharren
kopam niyacchanti hi sattvavantaḥ
die Wesenhaften bezähmen wahrlich den Zorn

na dharma vāde na ca loka vṛtte | na śāstra buddhi grahaṇeṣu vā api | vidyeta kaścit tava vīra tulyaḥ | tvam hi uttamaḥ sarva sura asurāṇām ||

Weder in der Rede über den Dharma noch im Weltbrauch, noch auch im Erfassen der Lehrschrift-Weisheit gäbe es irgendeinen dir Gleichen, o Held – du bist ja der Höchste aller Götter und Dämonen.

Wort für Wort
na dharma vāde
weder in der Rede über den Dharma
na ca loka vṛtte
noch im Weltbrauch
na śāstra buddhi grahaṇeṣu vā api
noch auch im Erfassen der Lehrschrift-Weisheit
vidyeta kaścit tava vīra tulyaḥ
gäbe es irgendeinen dir Gleichen, o Held
tvam hi uttamaḥ sarva sura asurāṇām
du bist ja der Höchste aller Götter und Dämonen

śūreṇa vīreṇa niśācarendra | surāsurāṇāmapi durjayena | tvayā pragalbhāḥ suradaityasamghā | jitāśca yuddheṣvasakṛnnarendrāḥ ||

Von dir, dem Tapferen, dem Helden, o Herrscher der Nachtwandler, dem selbst für Götter und Dämonen Unbezwingbaren, dem Kühnen, wurden die Scharen der Götter und Daityas und wiederholt Könige der Menschen in Schlachten besiegt.

Wort für Wort
śūreṇa vīreṇa
von dem Tapferen, dem Helden
niśācarendra
o Herrscher der Nachtwandler
surāsurāṇāmapi durjayena
dem selbst für Götter und Dämonen Unbezwingbaren
tvayā pragalbhāḥ
von dir, dem Kühnen
suradaityasamghā
die Scharen der Götter und Daityas
jitāśca yuddheṣvasakṛnnarendrāḥ
und wiederholt in Schlachten besiegte Könige der Menschen

na ca api asya kapeḥ ghāte kaṃcit paśyāmi aham guṇam | teṣv ayam pātyatām daṇḍo yaiḥ ayam preṣitaḥ kapiḥ ||

Auch sehe ich in der Tötung dieses Affen keinerlei Nutzen; auf jene soll die Strafe fallen, von denen dieser Affe entsandt wurde.

Wort für Wort
na ca api asya kapeḥ ghāte
auch nicht in der Tötung dieses Affen
kaṃcit paśyāmi aham guṇam
sehe ich irgendeinen Nutzen
teṣv ayam pātyatām daṇḍo
auf jene soll diese Strafe fallen
yaiḥ ayam preṣitaḥ kapiḥ
von denen dieser Affe entsandt wurde

sādhuḥ vā yadi vā asādhuḥ paraiḥ eṣa samarpitaḥ | bruvan para artham paravān na dūto vadham arhati ||

Ob gut oder ob nicht gut, von anderen ist er beauftragt worden; das Anliegen eines anderen vortragend, einem anderen unterstehend, verdient ein Bote nicht den Tod.

Wort für Wort
sādhuḥ vā yadi vā asādhuḥ
ob gut oder ob nicht gut
paraiḥ eṣa samarpitaḥ
von anderen ist er beauftragt
bruvan para artham
das Anliegen eines anderen vortragend
paravān na dūto vadham arhati
einem anderen unterstehend, verdient ein Bote nicht den Tod

api ca asmin hate rājan na anyam paśyāmi khe caram | iha yaḥ punaḥ āgacchet param pāram mahāudadhiḥ ||

Und wenn dieser getötet ist, o König, sehe ich keinen anderen Himmelswanderer, der hierher zurückkehren könnte über das jenseitige Ufer des großen Ozeans.

Wort für Wort
api ca asmin hate rājan
und wenn dieser getötet ist, o König
na anyam paśyāmi khe caram
sehe ich keinen anderen Himmelswanderer
iha yaḥ punaḥ āgacchet
der hierher wieder käme
param pāram mahāudadhiḥ
über das jenseitige Ufer des großen Ozeans

tasmān na asya vadhe yatnaḥ kāryaḥ para puram jaya | bhavān sa indreṣu deveṣu yatnam āsthātum arhati ||

Darum soll keine Mühe auf seine Tötung verwendet werden, o Bezwinger feindlicher Städte; du solltest die Mühe vielmehr gegen die Götter samt Indra richten.

Wort für Wort
tasmān na asya vadhe yatnaḥ kāryaḥ
darum soll keine Mühe auf seine Tötung verwendet werden
para puram jaya
o Bezwinger feindlicher Städte
bhavān sa indreṣu deveṣu
du gegen die Götter samt Indra
yatnam āsthātum arhati
solltest die Mühe richten

asmin vinaṣṭe na hi dūtam anyam | paśyāmi yaḥ tau nara rāja putrau | yuddhāya yuddha priya durvinītāv | udyojayet dīrgha patha avaruddhau ||

Ist dieser vernichtet, so sehe ich keinen anderen Boten, der jene beiden Königssöhne der Menschen, die schlachtenfrohen, unbezähmbaren, durch den weiten Weg Aufgehaltenen, zur Schlacht anspornen könnte.

Wort für Wort
asmin vinaṣṭe
ist dieser vernichtet
na hi dūtam anyam paśyāmi
sehe ich wahrlich keinen anderen Boten
yaḥ tau nara rāja putrau
der jene beiden Königssöhne der Menschen
yuddhāya yuddha priya durvinītāv
schlachtenfroh, unbezähmbar, zur Schlacht
udyojayet dīrgha patha avaruddhau
anspornen könnte, durch den weiten Weg aufgehalten

parākrama utsāha manasvinām ca | sura asurāṇām api durjayena | tvayā mano nandana nairṛtānām | yuddha āyatiḥ nāśayitum na yuktā ||

Von dir, dem für Götter und Dämonen Unbezwingbaren, o Freude des Herzens der Rākṣasas, sollte die künftige Schlacht nicht vernichtet werden – die Tapferkeit und der Eifer der Hochgesinnten.

Wort für Wort
parākrama utsāha manasvinām ca
und die Tapferkeit, der Eifer der Hochgesinnten
sura asurāṇām api durjayena
von dem selbst für Götter und Dämonen Unbezwingbaren
tvayā mano nandana nairṛtānām
von dir, o Freude des Herzens der Rākṣasas
yuddha āyatiḥ nāśayitum na yuktā
die künftige Schlacht sollte nicht vernichtet werden

hitāḥ ca śūrāḥ ca samāhitāḥ ca | kuleṣu jātāḥ ca mahāguṇeṣu | manasvinaḥ śastrabhṛtām variṣṭhāḥ | koṭi agra śaste subhṛtāḥ ca yodhāḥ ||

Wohlwollende, tapfere, gesammelte, in Geschlechtern großer Tugend geborene, hochgesinnte, die Ersten der Waffenträger, in der Spitzenlanze wohlbewanderte Krieger gibt es genug.

Wort für Wort
hitāḥ ca śūrāḥ ca samāhitāḥ ca
wohlwollende und tapfere und gesammelte
kuleṣu jātāḥ ca mahāguṇeṣu
und in Geschlechtern großer Tugend geborene
manasvinaḥ śastrabhṛtām variṣṭhāḥ
hochgesinnte, die Ersten der Waffenträger
koṭi agra śaste subhṛtāḥ ca yodhāḥ
in der Spitzenlanze wohlbewanderte Krieger

tat eka deśena balasya tāvat | kecit tava ādeśa kṛto apayāntu | tau rāja putrau vinigṛhya mūḍhau | pareṣu te bhāvayitum prabhāvam ||

So mögen denn mit einem Teil des Heeres einige, deinem Befehl gehorchend, ausziehen, um jene beiden törichten Königssöhne zu fesseln und deine Macht gegenüber den Feinden zu erweisen.

Wort für Wort
tat eka deśena balasya tāvat
so mit einem Teil des Heeres denn
kecit tava ādeśa kṛto apayāntu
mögen einige, deinem Befehl gehorchend, ausziehen
tau rāja putrau vinigṛhya mūḍhau
jene beiden törichten Königssöhne fesselnd
pareṣu te bhāvayitum prabhāvam
um deine Macht gegenüber den Feinden zu erweisen

niśācarāṇāmadhipo.anujasya | vibhīṣaṇasyottamavākyamiṣṭam | jagrāha buddhyā suralokaśatru | rmahābalo rākṣasarājamukhyaḥ ||

Der Herr der Nachtwandler, der Erste der Rākṣasakönige, der Feind der Götterwelt, der Gewaltige, nahm mit Bedacht das treffliche, vortreffliche Wort seines jüngeren Bruders Vibhīṣaṇa an.

Wort für Wort
niśācarāṇāmadhipo
der Herr der Nachtwandler
anujasya vibhīṣaṇasya
seines jüngeren Bruders Vibhīṣaṇa
uttamavākyamiṣṭam
das treffliche, vortreffliche Wort
jagrāha buddhyā
nahm er mit Bedacht an
suralokaśatru rmahābalo
der Feind der Götterwelt, der Gewaltige
rākṣasarājamukhyaḥ
der Erste der Rākṣasakönige

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